DE3704889C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft einen Konsolenhalter mit den Merk­ malen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1.
Ein derartiger Konsolenhalter ist aus der DE 31 06 103 A1 be­ kannt, und zwar zeigt dort Fig. 10 eine Ausführung, bei der sich an die Bodenwand des Unterteils eine nach oben stehende Rückwand anschließt, die den Rückwandschenkel des Oberteils hintergreift. Dies ist nötig, um bei einer Belastung der Konsole ein Abwärtsschenken des Unterteils durch Formschluß zu verhindern. Die Rückwand des Unterteils liegt bei einer solchen Belastung am rückwärtigen Schenkel des Oberteils an. Dank der zweiteiligen Ausbildung des Konsolenhalters kann unterschiedlichen Dicken von Konsolen Rechnung getragen werden. Das Unterteil weist an seinen seitlichen Enden zwei Wangen auf, die nach hinten vorstehen, um die Wangen in Schlitzschienen der Gebäudewand einhängen zu können. Die seitlichen Wangen am Unterteil sind zwar bei schienenartigen Konsolenhaltern mit einer Länge gleich der Konsole selbst hinnehmbar, obwohl sie die Herstellung verteuern und un­ schöne sichtbare Befestigungen erforderlich machen, eignen sich aber nicht, wenn sie nur kurz ausgebildet sind, um eine Konsole mit zwei solcher kurzen Konsolenhalter an ihren En­ den abzustützen. Tragteile, die solchen kurzen Konsolenhal­ tern entsprechen können, sind aus dem DE-GM 77 12 517 bekannt, jedoch dienen diese Tragteile zur Abstützung von Zwischenbö­ den vorgegebener Dicke. Diese Tragteile sind einstückig und entsprechen im Querschnitt etwa den Oberteilen des Konsolen­ halters der eingangs genannten Art. Der rückwärtige Schenkel hat einen nach hinten weisenden Zapfen, der in ein Loch einer Regalwand eingesetzt wird. Für auskragende Konsolen sind sol­ che Tragteile nicht geeignet, weil die Konsolen nicht festge­ spannt werden können. Zwar ist dem Konsolenauflageschenkel eine bodenseitige Klemmlippe zugeordnet, die aber bei auskra­ gender Belastung eingedrückt werden würde, sodaß die Konsole nicht ausreichend gehaltert wäre.
Aus der US-PS 21 95 893 ist eine andersartige zweistückige Klemme bekannt, mit der verschiedene Gegenstände an einem Brett oder einem Rohr festgeklemmt werden können, jedoch läßt sich diese zweiteilige Klemme nicht selbst an einer Gebäudewand befestigen, um damit eine auskragende Konsole sicher abzustützen.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Konsolenhalter der ein­ gangs genannten Art so auszubilden, daß unter Verzicht auf jegliche seitlichen Wangen das Oberteil des Konsolenhal­ ters unmittelbar an einer Gebäudewand angeschraubt werden kann und eine hochbelastbare sichere Abstützung der Konsole auch dann gewährleistet ist, wenn eine vergleichsweise lange Konsole mit lediglich zwei kurzen Konsolenhaltern festge­ klemmt wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Konsolenhalter mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1 durch dessen Kennzeich­ nungsmerkmale gelöst.
Zur Abstützung hochbelastbarer breiter Konsolen muß die die Konsole stützende Wand des Unterteils die Konsole weit vorn abstützen, jedenfalls mehr als dies für den Auflageschenkel des Oberteils nötig ist. Eine solche auskragende Wand muß auch unter Belastung der Konsole verformungsstabil bleiben. Dies wird durch die schräge Vorderwand und die beiden Seitenwände gewährleistet. Die stützende Wand und die Seitenwände bilden eine U-förmige Auflagezone für die Konsole, und diese Auflage­ zone reicht bis an deren Hinterende heran, sodaß nach dem Festspannen ein Nachvornkippen des Unterteils zum Oberteil ausgeschlossen ist. Für unverformbare Konsolen, wie Glasplatten, reicht eine solche schmale Auflagezone des Unterteils aus. Für weichere Konsolen empfiehlt sich eine Verbreiterung bis hin zu einer vollflächigen Auflage der Konsole wie gemäß ein­ gangs genanntem Stand der Technik, der dort jedoch den Nach­ teil hat, daß die Auflage für die Konsole lediglich aus einer dünnen nicht weiter gegen Verbiegung versteiften Stützwand besteht.
Nicht nur das Oberteil, sondern auch das Unterteil des er­ findungsgemäßen Konsolenhalters kann aus einem Strangpreßpro­ filabschnitt bestehen bei dem z. B. entsprechende längsver­ laufende Aufnahmekanäle vorgesehen sind, in die Verankerungs­ mittel separater Seitenwände eingreifen. Eine alternative Aus­ gestaltung der Erfindung bildet den Gegenstand von Anspruch 2. Diese Alternative vermeidet nachträgliche Montagearbeiten und erhöht die Stabilität des Unterteils.
Die Gegenstände der Unteransprüche 3 und 4 bilden weitere Ausgestaltungen der Erfindung. Der Gegenstand von Anspruch 5 führt zu dem Vorteil, daß die beiden Konsolenteile seitlich geführt sind und ein optisch ansprechendes Aussehen ver­ mittelt wird.
Anspruch 6 gewährleistet, daß sich das Unterteil bei Be­ lastung der Konsole zusätzlich an der Gebäudewand abstützen kann, und gemäß Anspruch 7 findet diese Abstützung des Unter­ teils mittelbar am Oberteil statt.
Anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, sei die Erfindung näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht einer mittels zwei Konsolen­ haltern gehalterten Konsole,
Fig. 2 eine Schnittansicht durch den Konsolen­ halter längs der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 eine Horizontalschnittansicht längs der Linie 3-3 des Konsolenhalters gemäß Fig. 2 jedoch ohne Konsole,
Fig. 4 eine Schnittansicht ähnlich Fig. 2 jedoch mit einer stärkeren Konsole und
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Konsolenhalter gemäß Fig. 4 mit eingespannter Konsole.
Gemäß Fig. 1 ist eine Konsole K nahe ihrer beidseitigen Enden mittels zweier identischer Konsolenhalter 10 abgestützt. Jeder Konsolenhalter 10 besteht aus einem Oberteil 12 und einem Unterteil 14. Das Oberteil 12 hat einen Auflageschenkel 16 mit einer sich auf die Konsole K auflegenden Bodenfläche 18 sowie einen rückwärtigen Schenkel 20, dessen rückseitige Wandanlageebene rechtwinklig zur Bodenfläche 18 liegt. Der rückwärtige Schenkel 20 hat eine konstante Wandstärke. Am unteren Ende des rückwärtigen Schenkels 20 schließt sich ein Bodenschenkel 22 an, dessen Deckfläche rechtwinklig zum rückwärtigen Schenkel und damit parallel zur Bodenfläche 18 des Auflageschenkels 16 liegt. Die Profillänge der Bodenschenkel 22 ist etwas kürzer als diejenige des Auflageschenkels 16. Das bis dahin beschriebene Oberteil 12 hat über seine ganze Breite einen konstanten Querschnitt, sodaß es aus einem Strang­ preßprofil hergestellt werden kann. Nahe den beiden seitlichen Enden des Bodenschenkels 22 sind in die­ sen zwei Bohrungen 24 eingebracht, die zum Durchtritt von jeweils einer Schraube 26 dienen. Auf dem Bodenschenkel 22 ist ein Gewindestück 28 abgestützt, in welchem die Schraube 26 verschraubbar ist. Das Gewindestück 28 hat z. B. einen quadratischen Umriß, und die Dimensionen sind so gewählt, daß das Gewindestück mit einer Seitenfläche an der Vorderseite des rückwärtigen Schenkels 20 anliegt, wenn die Achse seiner Gewindebohrung mit der Achse der Bohrung 24 ausgefluchtet ist.
Das Unterteil 14 hat zwei parallele Seitenwände 30, deren lichter Abstand gleich der Außenbreite des Oberteils 12 ist. Die beiden Seitenwände 30 sind durch eine schräge Vorderwand 32 miteinander verbunden, die oben in einer Wand und unten in eine Bodenwand 34 übergeht, die sich im wesentlichen rechtwinklig zum rückwärtigen Schenkel 20 erstreckt. Die Oberkanten der Seitenwände 30 und der Vorderwand 32 liegen in einer gemeinsamen Ebene, die parallel zur Bodenfläche 18 des Auflageschenkels 16 verläuft. In der Bodenwand 34 befinden sich ebenfalls zwei Bohrungen 36, die mit den Bohrungen 24 im Bodenschenkel 22 des Oberteils 12 vertikal paarweise ausgefluchtet sind. Die Bohrung 36 in der Bodenwand 34 ist abgesetzt, sodaß der Kopf 38 der Schraube 26 zum Teil versenkt ist.
Unmittelbar unterhalb der Bodenfläche 18 sind im rückwärtigen Schenkel 20 zwei Bohrungen 40 etwa im gleichen Abstand wie die Bohrungen 24 vorgesehen, durch die hindurch das Oberteil 12 an einer Wand W mittels Schrauben 42 befestigt werden kann.
Wie die Fig. 2 und 4 zeigen, haben die Schrauben 26 eine maßgebliche Länge, die etwa gleich der zwischen Bodenfläche 18 und Deckfläche des Bodenschenkels 22 gemessenen lichten Höhe des Oberteils 12 ist. Wenn die Bodenwand 34 des Unterteils 14 den Bodenschenkel 22 des Oberteils 12 berührt, sollte das obere Schraubenende gerade unterhalb der Oberkanten der Seitenwände 30 liegen. Der Klemmspalt für die Konsole K hat dann die minimale Spalthöhe, die im Ausführungsbeispiel etwa 5 mm beträgt. Durch Verschrauben der beiden Schrauben 26 kann das Unterteil 14 abgesenkt werden, wodurch sich der Klemmspalt vergrößert. Fig. 4 veranschaulicht den Konsolenhalter 10 in einer weit ausgefahrenen Klemmstellung, in welcher eine starkwandige Konsole K′ von etwa 20 mm Stärke sicher festgeklemmt ist.

Claims (7)

1. Konsolenhalter, der ein im Querschnitt U-förmiges Oberteil mit einem sich auf die Konsole auflegenden Auflageschenkel, einem rechtwinklig anschließenden, abwärts weisenden, rückwärtigen Schenkel und einem, sich etwa parallel zum Auflageschenkel im Abstand von der Konsolenunterseite erstreckenden Bodenschenkel sowie ein die Konsole untergreifendes Unterteil aufweist, das eine unterhalb des Bodenschenkels und im Abstand von diesem angeordnete Bodenwand, eine an diese an­ schließende Vorderwand und eine die Konsole boden­ seitig abstützende Wand aufweist, die den Auflage­ schenkel nach vorn überragt, und mit zwei parallel zum rückwärtigen Schenkel ausgerichteten Bohrungen in der Bodenwand und dem Bodenschenkel, von denen derjenigen des Bodenschenkels ein Gewinde zugeordnet ist, in dem eine die Bohrungen durchsetzende Schraube verschraubbar ist, deren Kopf sich an der Bodenwand abstützt und von außen betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorder­ wand (32) von der Bodenwand (34) schräg nach vorn und oben zu der die Konsole abstützenden Wand hin verläuft und daß die Vorderwand (32) und die Bodenwand (34) durch Sei­ tenwände (30) miteinander verbunden sind, deren Oberkan­ ten mit derjenigen der die Konsole abstützenden Wand in einer gemeinsamen zur Bodenfläche (18) des Auflageschenkels (16) parallelen Ebene liegt und daß der Rückwandschenkel (20) des Oberteils (12) durch Bohrungen (40) als unmittelbar an einer Gebäudewand anzuschraubender Wandanlageschenkel ausgebildet ist.
2. Konsolenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil (14) mit Vorder-, Boden- und Seiten­ wänden (30, 32, 34) als Gußteil ausgebildet ist.
3. Konsolenhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die beiden Seitenwände (30) parallel zu­ einander verlaufen.
4. Konsolenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß die Hinterkanten der Seiten­ wände rechtwinklig zu deren Oberkanten verlaufen.
5. Konsolenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da­ durch gekennzeichnet, daß die zwischen den Seitenwän­ den (30) gemessene lichte Weite des Unterteils (14) gleich der konstanten Außenbreite des Oberteils (12) ist .
6. Konsolenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (30) des Unterteils (14) den rückwärtigen Schenkel (20) des Oberteils (12) übergrei­ fen.
7. Konsolenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand von den Hinterkanten der Seitenwände (30) gleich der Wandstärke des Rückwand­ schenkels (20) Führungsschultern an den Seitenwänden (30) ausgebildet sind, die an der Vorderseite des Rückwand­ schenkels (20) anliegen.
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