DE371245C - Leitungswaehler fuer Fernsprechanlagen - Google Patents

Leitungswaehler fuer Fernsprechanlagen

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DE371245C
DE371245C DEG53939D DEG0053939D DE371245C DE 371245 C DE371245 C DE 371245C DE G53939 D DEG53939 D DE G53939D DE G0053939 D DEG0053939 D DE G0053939D DE 371245 C DE371245 C DE 371245C
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Description

  • Leitungswähler für Fernsprechanlagen. Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, insbesondere Anlagen dieser Art mit Leitungswählern, deren Kontaktfelder in Teilnehmergruppen entsprechende Kontaktgruppen geteilt sind und deren ;Kontaktarme durch dieselbe Bewegungsvorrichtung sowobt auf die richtige Kontaktgruppe als auch auf den richtigen Kontakt in der Gruppe gebracht werden. Ein Merkmal der Erfindung ist, daß die Bewegungsvorrichtung zuerst durch eine Hilfsvorrichtung für die Kennzeichnung der gewünschten Kontaktgruppe und dann durch eine zweite Hilfsvorrichtung für die Kennzeichnung des richtigen Kontaktes der gewünschten Gruppe gesteuert wird. Die zweite Hilfs- bzw. Steuervorrichtung kann eine von dem Leitungswähler unabhängige, ihm nur zeitweilig zugeordnete sein.. Leitungswähler dieser Art können in Anlagen mit getrennten Einstell- und Sprechverbindungswegen verwendet werden. Hierbei kann die Schaltung derart sein, daß die von dem anrufenden Teilnehmer abgegebene, für die Auswahl der richtigen Kontaktgruppe des Leitungswählers bestimmte Stromstoßreihe eine im Leitungswähler befindliche Gruppenwahlvorrichtung einstellt, die vor dem Eingang der nächsten Wahlstromstoßreihe eine Einstellung der Kontaktarme des Leitungswählers auf die richtige Kontaktgruppe bewirkt, worauf die Einstellung der Kontaktarme auf die richtige Leitung in. der gewählten Gruppe vermittels einer mit dem Leitungswähler vorübergehend verbundenen Hilfs- bzw. Steuervorrichtung erfolgt. In j edem Leitungswähler ist für j ede Kontaktgruppe ein, Kontaktstreifen o. dgl. vorgesehen, und der Antriebsstromkreisr des Leitungswählers wird über diese Kontaktstreifen geschlossen. Eine durch Wahlstromstöße eingestellte Vorrichtung schließt über die Kontaktstreifen und über einen über diese Streifen hinwegschleifendenKontaktarm einen Stromkreis, der den Antriebsmagneten und einen Unterbrecher enthält, und dieser Stromkreis wird dadurch unterbrochen, daß. der Kontaktarm den Kontaktstreifen. verläßt. Durch diese Einrichtung ist die Möglichkeit gegeben, mittels Wahlstromstößen die Kontaktarme des Leitungswählers auf die richtige Kontaktgruppe einzustellen, ohne dafür eine besondere Bewegungsart der Kontaktarme Hubschritte bzw. besonders lange Drehschritte o. dgl.) verwenden zu müssen.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Hierin ist LW ein Leitungswähler, über welchen. Sprechverbindungen hergestellt werden, SW ein Steuerwähler und S ein Sucher, der den Steuerwähler jeweilig mit einem freien Leitungswähler verbindet.
  • Die eine vorübergehend eingeschaltete ankommende Leitung darstellenden Adern z, 2 können über Gruppenwähler und Vorwähler oder Anrufsucher zu einer anrufenden Teilnehmerleitung führen. Die Leitungsadern .3 und 4 stellen ebenfalls eine ankommende Verbindungsleitung dar, aber eine solche, .die nach Herstellung einer Verbindung durch den Leituiigs «-ähler LTU dauernd in der Verbindung verbleiben bis zur Beendigung des Gesprächs.
  • Es sei angenommen, daß ein anrufender Teilnehmer bis zii den Leitungsadern 1, 2 durchgeschaltet ist, und daß der Teilnehmer eine Verbindung mit der Leitung :'r.32 der an den Leitungswähler LIT' angeschlossenen Teilnehmerleitungsgruppe haben will. Sobald der anrufende Teilnehmer durchgeschaltet ist, wird das Relais 5 erregt, und dieses schaltet durch Kontakt 6 glas Verzögerungsrelais 7 ein, «-elches seine Kontakte 8 und 1o schließt und den Kontakt 9 öffnet. Wenn der anrufende Teilnehmer nun seinen Nummernschalter entsprechend der Zehnerziffer 3 einstellt, fällt der Anker des Stromstoßrelais 5 dreimal zurück. Hierbei wird j edesmal ein Stromstoß vom Pluspol über 11, 8, 12. Verzögerungsrelais 13, Kontaktarm 14 des auf den Leitungswähler Lit' voreingestellten Suchers S, Leitung 15, Drehmagnet 16 der Kontaktgruppenwahleinrichtung KI' zum Minuspol geschickt. Der Drehmagnet 16 dreht heim ersten Stromstoß den Kontaktarm 18 auf das Segment 1g, die Kontaktbrücke 17 jedoch erst auf den toten Kontakt 20. Erst beim zweiten Zehnerstromstoß wird die Kontaktbrücke auf den Kontakt 21 gebracht. Die Kontaktbrücke 17 ist so eingerichtet, daß sie vermittels der Kontakte 21, 22, 23 sämtliche Kontaktstreifen 24, 25, 26 untereinander verbinden kann. Jeder Kontaktstreifen 24, 25 usw. ist einer Gruppe von Kontaktsätzen zugeordnet; die beispielsweise je zehn Teilnehmerleitungen entspricht. Wird also die Kontaktbrücke 17 in der beschriebenen Weise auf die Kontakte 21, 22 eingestellt, so wird der Stromkreis des Drehmagneten 27 des Leitungswählers so lange geschlossen gehalten (Minuspol 17, 21, 22 und 24, 25, 28, Drehmagnet 27, Unterbrecher 29, Pluspol), bis die Schleifbürste28 den Kontaktstreifen 25 verläßt und auf den Kontaktstreifen 26 gelangt, der der dritten Zehnergruppe des Leitungswählers entspricht.
  • Es ist zii bemerken, daß. sobald der Siecher S den Leitungswähler LIJ,' belegt, ein Strom über das Relais 3o, Kontaktarm 31, Relais 32, Kontakt 33 zum Pluspol fließt und daß in diesem Stromkreise das Relais 32 erregt wird und somit an. seinem Kontakt 34 den Auslösestromkreis des Leitungswählers (Minuspol 34, 36, 35, 27, 29, Pluspol), der bei 35 vorbereitet wird, sobald der Leitungswähler seine Ruhestellung verläßt, geöffnet wird.
  • Es ist ebenfalls zu bemerken, daß bei dein ersten Drehstromstoß, der über das Relais 13 und den Magneten 16 fließt, das Relais 13 seine Kontakte 37 und 38 schließt und hierbei einen Stromstoß über den Drehmagneten 39 (Pluspol 37, 39, Minuspol) schickt, wodurch der Steuerwähler veranlaßt wird, einen Leerschritt auszuführen, die Wellenkontakte 4o und 41 zu schließen und den Wellenkontakt 12 zii öffnen. Nach der Öffnung des Kontaktes 12 nehmen die weiteren, über das Relais 13 und den Drehmagneten 16 fließenden Stromstöße ihren `"erlauf über den Kontakt 38.
  • Nach Beendigung der Zehnerstromstöße hält las Stronistoßrelais 5 seinen Anker so lange angezogen, bis das Verzögerungsrelais 13 seinen Anker abfallen läßt und den Kontakt 42 schließt. Die von (lern anrufenden Teilnehmer abgegebenen Einerstromstöße bewirken nun die Erregung des Verzögerungsrelais 43 und des Arbeitsmagneten 39, der den Kontaktarm, entsprechend den zwei abgegebenen Einerstromstößen, auf den zweiten Einerkontakt 45 einstellt. Der erste durch das Verzögerungsrelais 43 fließende Einerstromstoß bewirkt die Schließung des Kontaktes 44 und die Erregung des Relais 46. Dieses schließt einen eigenen Haltestromkreis (Pluspol 47, 48, 1o, Minuspol). Außerdem schließt es am Kontakt 49 einen Anlaßstromkreis (Pluspol, Unterbrecher 29, 49, 51, 5o. Minuspol) für den Verbindungsordner VO, gier nun seine Kontaktarme 52, 53, 54 bewegt, bis das Relais 55 beim Erreichen des Kontaktes 56, der dem Steuerwähler SI4' ent. spricht, erregt wird (Pluspol 55, 52, 56, 57, Minuspol) und den Anlaßmagneten So bei 51 ausschaltet.
  • Sohald das Verzögerungsrelais 43 nach Abgabe der Einerstromstöße seinen Anker zurückfallen läßt und sobald der Verbindungsordner in der beschriebnen Weise eingestellt ist, wird der Drehmagnet 27 des Leitungswählers nochmals erregt ('.Minuspol 54, 58, 45, 59, 6o, 61, 62, 27, 29, Pluspol). Die Kontaktarme 28, 63, 64, 65, 66 des Leitungswählers werden nun durch den Drehmagneten 27 weiterbewegt, bis der Kontaktarm 63 den durch den Arm 44 bezeichneten Kontakt erreicht. Es fließt dann ein Strom vom Minuspol über 54, 68, 44, 45, 67, 63, rechte Wicklung des Relais 69, 7o, Kontaktarm 71, 72, Kontaktarm 53 zum Pluspol. In diesem Stromkreise werden die Relais 68 und 69 erregt. Das Relais 69 öffnet am. Kontakt 62 ; den Stromkreis des Drehmagneten 27 und legt durch den Kontakt 73 den Minuspol an die Wicklung des Prüfrelais an. Ist die gewünschte Leitung frei, so wird dann das Prüfrelais erregt durch einen Strom, der vom Minuspol über 75, 73, 74, Prüfkontaktarm 6.1 und dann in der üblichen Weise über das nicht dargestellte, der angerufenen Leitung zugeordnete Relais fließt. Das Prüfrelais 74 wird dann erregt und schaltet die Verbindungs- i leitung 3', 4 nach der gewünschten Leitung durch, inaern es seine Kontakte 76, 77 schließt. Gleichzeitig schaltet es durch seinen Kontakt 78 das Läuterelais 79 ein (Minuspol 8o, 78, 79, Unterbrecher 81, Pluspol).. Sobald der angerufene Teilnehmer antwortet, erhält er Strom über das Relais 82, und das Läuterelais 79 wird dann am Kontakt 8o ausgeschaltet.
  • Ist die gewünschte Leitung besetzt, so spricht das Prüfrelais 74 nicht an, und es wird von der Besetztzeicheneinrichtung B über die Kontakte 84, 85 ein Besetztzeichenstrom zum anrufenden Teilnehmer gesandt. Der anrufende Teilnehmer hängt dann seinen Hörer an, und dies hat die Aberregung des Relais 32 zur Folge (z. B. .durch Öffnung des Kontaktes io in .dem Stromkreise Minuspol 1o, 30, 31, 32# 33, Pluspol), so daß ein Auslösestromkreis zustande kommt (Minuspol 34, 36, 35, 27, '9r Pluspol), durch welchen die Kontaktarme 28, 63, 64, 65, 66 so lange weitergedreht werden, bis sie ihre Ruhelage erreichen, in welcher der genannte Auslösestromkreis hei 35 geöffnet wird. Gleichzeitig mit den Kontaktarmen 28, 63 usw. wird auch der Kontaktgruppenwähler KW in seine Ruhelage zurückgebracht durch einen Rückstellstromkreis, der vom Minuspol über 16, 18, i9, 85,:29, Pluspol verläuft.
  • Im Vorausgegangenen ist geschildert worden, .wie der Drehmagnet 27 des Leitungswählers in dem Augenblick, in dem der Kontaktarm 63 den durch den Steuerwählerarm 44 bezeichneten Kontakt 67 erreichte, durch Erregung des Relais 69 stillgesetzt wurde. Gleichzeitig mit dem Relais 69 wurde auch das Relais 68 erregt, und dieses, öffnet am Kontakt 48 den Haltestromkreis des Relais 46, welches abcrregt wird und durch Öffnung seines Kontaktes 57 das Relais 55 aberregt und dadurch den Verbindungsordner V0 für weitere Verbindung freigibt.
  • Der -an der Leitung 1, 2 liegende anrufende Teilnehmer wird nach Einstellung des Leitungswählers bzw. nach Verbindung der ankommenden Sprechleitung 3, 4 mit seiner Leitung von dem Stromstoßrelais 5 in bekannter Weise abgeschaltet, so daß das Relais 5 und das Relais 7 aberregt werden.. Dies hat die Aberregung des Relais 30 (durch Öffnung von i o) zur Folge, worauf ein: Rückstellstromkreis (Pluspol 29, 9, 90, 40, 39, Minuspol) für den Steuerwähler SW zustande kommt, der den. Steuerwähler in seine Ruhelage zuriickbringt.

Claims (5)

  1. 'P@TENT-ANSPRficiiF i. Leitungswähler für Fernsprechanlagen, dessen Kontaktarme nur Bewegungen in einer Richtung ausführen und dessen Kontaktfeld in Gruppen unterteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl für die Bewegung der Kontaktarme auf die gewünschte Kontaktgruppe (z. B. Zehnergruppe) als auch auf -den gewünschten Kontakt in dieser Gruppe dieselbe Bewegungsvorrichtung dient, wobei .diese zuerst durch eine Hilfsvorrichtung (KW) für die Kennzeichnung der gewünschten Kontaktgruppe und dann durch eine zweite Hilfsvorrichtung (SW) für die Kennzeichnung des richtigen Kontaktes der gewünschten Gruppe gesteuert wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen- mit Leitungswählern nach Ansprach i, dadurch gekennzeichnet, dä.ß die Hilfsvorrichtung (SW), die der Einstellung des gewünschten Kontaktes dient, mehreren Leitungswählern gemeinsam ist.
  3. 3. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Leitungswählern nach Anspruch i, deren Kontaktarme durch besondere, von den Leitungswählern unabhängige Steuervorrichtungen auf .die gewünschte Leitung eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die von. dem anrufenden Teilnehmer abgegebene, für die Auswahl der gewünschten Kontaktgruppe bestimmte Stromstoßreihe eine dem Leitungswähler (LW) parallel arbeitende Gruppenwahlvorrichtung (KW) einstellt, die vor dem Eingang der nächsten Wahlstromstoßreihe eine Einstellung der Kontaktarme (64, 65, 66) des Leitungswählers auf die richtige Kontaktgruppe bewirkt, worauf die Einstellung des Leitungswählers auf die gewünschte Leitung in der gewählten Gruppe vermittels einer mit dem Leitungswähler vorübergehend verbundenen Steuervorrichtung (SLV) :rfolgt.
  4. 4. Leitungswähler für Schaltungsanordnungen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Leitungswähler für jede Kontaktgruppe ein Kontaktsegment vorgesehen ist und daß .der Antriebsstromkreis des Leitungsewählers. über diese Kontaktsegmente geschlossen wird.
  5. 5. Anlage nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet durch eine durch Wahlstromstöße eingestellte Vorrichtung (KW), die über die Kontaktstreifen (24, 25, 26) und einen über diese Streifen schleifenden Kontaktarm (28) einen den Arbeitsmagneten (27) und einen Unterbrecher (29) verlauf enden Stromkreis schließt, der dadurch unterbrochen wird, daß der Kontaktarm 28 von den Kontaktstreifen (24, 25, 26) heruntergetrieben wird.
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