DE371256C - Verfahren zur Umwandlung der statischen Elektrizitaet der Atmosphaere in Wechselstrom hoher Frequenz - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung der statischen Elektrizitaet der Atmosphaere in Wechselstrom hoher Frequenz

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DE371256C
DE371256C DET23299D DET0023299D DE371256C DE 371256 C DE371256 C DE 371256C DE T23299 D DET23299 D DE T23299D DE T0023299 D DET0023299 D DE T0023299D DE 371256 C DE371256 C DE 371256C
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  • Verfahren zur Umwandlung der statischen Elektrizität der Atmosphäre in Wechselstrom hoher Frequenz. Bei den im Hauptpatent 357083 beschriebenen Vorrichtungen zur Umwandlung der atmosphärischen Elektrizität ist die Schaltungsanordnung stets so getroffen, daß die Kondensatorenbatterien mit beiden Polen direkt an die Antennenleitungen angeschlossen wurden. Es hat sich aber für die Gewinnung von atmosphärischer Elektrizität ein neues Schaltungsschema für die Kondensatorenbatterien als sehr vorteilhaft erwiesen; dies besteht darin, daß man sie nur mit einem-Pol (unipolar) an das Sammlungsnetz anschließt. Eine solche Schaltungsart ist deshalb sehr wichtig, da durch sie ein konstanter Strom sowie eine Erhöhung der Gesamtarbeits-spannung erzielt wird. Wenn z. B. eine Sammelballonantenne, die man auf 300 m Höhe aufsteigen läßt, frei von Erdspannung 40 000 Volt zeigt, so hat die Praxis erwiesen, daß die Arbeitsspannung (bei Kraftentnahrne nach dem im Hauptpatent beschriebenen Verfahren durch oszillierende Funkenstrecken usw.) nur etwa 400 Volt ist. Vergrößert man aber die Kapazität der Kondensatorflächen, welche im oben angegebenen Falle gleich der der Sammelfläche der Ballonantennen war, durch Einschaltung der Kondensatorenbatterien mit nur einem Pol auf das doppelte, so steigt bei gleicher Stromentnahme die Spannung bis auf 500 Volt und darüber. Dies ist nur auf günstige Wirkung der Einschaltungsart zurückzuführen.
  • Außer dieser wesentlichen Verbesserung hat sich noch als zweckmäßig erwiesen, doppelte Induktionswiderstände mit Elektromagneten einzuschalten und- daß die Kapazitäteinschaltung am vorteilhaftesten zwischen zwei solchen Elektromagneten stattfindet. Ferner hat sich gezeigt, daß die Nutzwirkung solcher Kondensatoren noch mehr erhöht werden kann, wenn an den nicht verbundenen Pol des Kondensators eine Induktionsspule als Induktionswiderstand angeschlosseil, oder noch besser, wenn der Kondensator selbst als Induktionskondensator konstruiert wird. Ein solcher Kondensator ist mit einer Feder zu vergleichen, welche zusammengepreßt, aufgespeicherte Kraft in sich trägt, die sie beim Losla--sen wieder freigibt. Bei der Ladung wird auf dem anderen freiliegenden Kondensatorpol eine Ladung mit umgekehrtem Vorzeichen gebildet; wenn nun durch die Funkenstrecke ein Kurzschluß entsteht, so wird die aufgespeicherte Energie wieder zurückgegeben, indem auf den mit dem Leitungsnetz verbundenen Kondensatorpol jetzt neue Mengen Energie induziert werden, und vwar Ladungen mit entgegengesetztem Vorzeichen, wie die auf dem freiliegenden Kondensatorpol. Die neu induzierten Ladungen haben natürlich das gleiche Vorzeichen, welches im Sammlernetz vorhanden war. Dadurch aber wird die gesamte Spannungsenergie in der Antenne erhöht. Im gleichen Zeitraum werden größere Energiemengen gesammelt als ohne derartig eingeschaltete Kondensatorenbatterien.
  • In den Abb. i und 2 sind zwei verschiedene Schaltung--schemata genauer skizziert. Abb. i zeigt einen Sammelballon und das Schaltungsschema auf dem Erdboden, Abb.:z vier Sammelballons und die Parallelschaltung der dazu gehörigen Kondensatorenbatterien.
  • A ist der Sammlerballon aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung (Elektronmetall, Magnalium) vom spezifischen Gewicht iß und einer Blechstärke von o,i bis o,2 mm. Inwendig befinden sich acht vertikale starke Rippen von T-artigern Querschnitt, etwa io bis 2o mm hoch und etwa 3 mm dick, mit dem vorstehenden Teil nach innen gerichtet (durch a, b, e, d usw. bezeichnet); sie sind zu einem festen Gerippe zusammengenietet und werden noch durch zwei Querrippen in horizontaler Richtung versteift. Die Rippen werden innen noch durch dünne Stahldrähte quer miteinander verbunden, wodurch die Ballons eine große Widerstandsfähigkeit und Elastizität erlangen. Auf solche Gerippe werden dann o,i bis o,2 mm starke, aus Magnalium-Legierung hergestellte, gewalzte Bleche entweder gelötet oder genietet, so daß eine völlig metallische Hülle mit nach außen glatter Fläche erhalten wird. Von einer jeden Rippe gehen gut versilberte oder verkupferte oder mit Aluminium überzogene Stahldrähte zum Befestigungsring ?- Im weiteren führt die verkupferte, am besten aus einzelnen dünnen Drähten gedrehte Stahltrosse L (in Abb. i punktiert), welche lang genug sein muß, um den Ballon in die gewünschte Höhe steigen lassen zu können, zu einer metallischen Rolle 3 und von da zu einer von der Erde gut isolierten Winde W. Mittels dieser kann der Ballon, welcher mit Wasserstoff oder Helium gefüllt ist, auf beliebige Höhe (3oo bis 5ooo m) aufgelassen und zum Nachfüllen und Reparieten zur Erde herabgezogen werden. .
  • Der eigentliche Strom wird direkt durch einen Schleifkontakt von der metallischen Rolle 3 oder vom Draht oder auch von der Winde oder gleichzeitig von allen dreien durch Bürsten (3, 3a oder 3 b) abgeleitet. Hinter der Bürste teilt sich die Leitung; sie geht erstens über 12 zur Sicherungsfunkenstrecke 8 von da zur Erdleitung Er und zweitens über Elektromagnet S, Punkt 13 zu einem zweiten losen Elektromagneten mit regulierbarer MTicklung S, dann zur Funkenstrecke 7 und zur zweiten Erdleitung E, Der eigentliche Arbeitsstromkreis wird gebildet durch die Funkenstrecke 7, Kondensatoren 5 und 6 und durch die primäre Spule 9; bier wird die durch oszillatorische Entladungen gebildete statische Elektrizität gesammelt und in elektromagnetische Schwingungen von hoher Wechselzahl verwandelt.
  • Zwischen den Elektromagneten S, und S, beim Kreuzungspunkt 13, sind vier Kondensatorenbatterien enigeschaltet, die in der Zeichnung nur schematisch durch je einen Kondensator dargestellt sind. Zwei dieser Batterien 16 und 18 sind als Plattenkondensatoren ausgeführt und durch die regulierbaren Induktionsspiralen 17 und ig verlängert, die beiden anderen ?u und 23 sind Induktionskondensatoren. Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, sind die vier Kondensatorenbatterien 16, 18, 21 und 7,3 nur mit j e einem Pol an die Antenne oder an die Sammlerleitung angeschlossen. Die zweiten Pole 17, ig, 22 und 24 stehen offen. Bei Plattenkondensatoren ohne Induktionswiderstand wird eine Induktionsspirale angeschlossen. Der Zweck einer solchen Spirale ist die Phasenverschiebung des Induktionsstromes um eine Viertel Periode, während der Ladestrom der in der Luft freiliegenden Kondensatorpole auf die Sammlerantenne zurückwirkt. Dies hat seinerseits zur Folge, daß bei Entladungen in der Sammlerantenne die Induktionsrückwirkung der freien Pole eine höhere Spannung in der Antennensammlerleitung aufrechtzuerhalten erlaubt, als dieses sonst der Fall wäre. Auch habt sich gezeigt, daß solche Rückwirkung die Erscheinungen des Spitzenwiderstandes äußerst günstig beeinflußt, indem sie diesen erheblich herunterdrückt. Selbstverständlich kann der Induktionskoeffizient nach Belieben in den Grenzen der durch die Induktionsspule gegebenen Größenordnung reguliert werden, indem man die Länge der S#pule durch eine induktionslose Drahtverbindung verändert (s. Abb. i Ziffer 2o).
  • Auch S, und S, können mit solchen Reguliervorrichtungen versehen werden (bei S, durch ii dargestellt). Bildet sich Überspannung, so wird diese, da sie für die Anlage gefährlich ist, durch Leitung ig, und die Funkenstrecke 8 oder durch eine sonstige Apparatur zur Erde abgeleitet.
  • Die Wirkung dieser Kondensatorenbatterien ist schon in dem Hauptpatent beschrieben worden.
  • Durch die kleinen Kreise auf dem Sammlerballon sind Stellen angedeutet, an denen Zinkamalgam oder Goldamalgam oder sonstige photoelektrisch wirkende Metalle in Form von kleinen Flecken in äußerst dünnen Schichten (o,oi bis 0,05 mm stark) auf die B.allonhülle aus Leichtmetall angebracht sind. Man kann solche M-etaRflecken auch auf dem ganzen Ballon sowie auf dem Leitungsnetz in größerer Dichte anbringen. Dadurch wird der Kollektorstrom am Tage erheblich verstärkt. Die größtmöglichen Effekte in der Sammlung können durch Poloniumamalgame usw. erzielt werden.
  • Auf der Oberfläche des Sammlerballons sind längs der Rippen ferner metallische Spitzen oder Nadeln befestigt, die besonders zur Sammlung des Kollektorstromes dienen.
  • Es ist bekannt, daß der Spitzenwiderstand desto kleiner ist, je schärfer die Spitze ist. Daher ist es für diesen Zweck äußerst wichtig, möglichst scharfe Spitzen zu verwenden. Diesbezügliche Untersuchungen haben ergeben, daß auch die Ausführung des Spitzenkörpers eine große Rolle spielt, z. B. haben aus Stangen oder Walzen hergestellte Nadeln mit glatten Mantelflächen als Kollektorsammlerspitzen einen mehrfach größeren Spitzenwiderstand als solche mit rauhen Flächen. Verschiedene Arten von Spitzenkörpern wurden für die oben beschriebenen Sammlerballons untersucht. Das beste Resultat gaben Spitzen, die nach folgender Methode hergestellt waren: Aus Stahl, Kupfer, Nickel oder Kupfer-Nickel-Legierungen hergestellte feine Nadeln wurden in Bündel zusanunengebunden und dann als Anode mit den Spitzen in einen geeigneten Elektrolyten gebracht (am besten in Salzsäure oder salzsäuren Eisenlösungen) und so bei 2 bis 3 Volt Spannung mit ,chwachem Strom geätzt. Nach zwei bis drei Stunden, je nach Dicke der Nadeln, werden die Spitzen äußerst scharf, und die Spitzenkörper bekommen rauhe Flächen. jetzt kann das Bündel herausgenommen werden; die Säure wird mit Wasser abgespült. Dann werden die Nadeln als Kathode in einem Bad (bestehend aus einer Lösung von Gold-, Platin-, Iridium-, Palladium- oder Wolframsalzen oder deren Mischungeii) auf der Kathode galvanisch mit einer dünnen Edelmetall-- chicht bedeckt, die aber nügend fest ein muß, um vor atmosphäri# eher Oxydation zu schützen. Solche Nadeln wirken bei -,ofach niedriger Spannung fast eben so gut wie die besten und feinsten auf mechanicchem Wege hergeetellten Spitzen. Noch bessere Resultate werden erzielt, wenn man bei der Erzeugung der zehützenden Schicht im galvanischen Bad Polonium- oder Radiumsalze hinzufügt. Solche Nadeln verlieren ihren Spitzenwiderstand Schon bei i Volt und noch geringerer Spannung und zeigen eine ausgezeichnete Kollekterwirkung.
  • In Abb. i waren die drei freiliegenden Pole untereinander nicht parallel geschlossen. Das ht in der PraNis gut möglich, ohne das Prinzip der freiliegenden Pole #,on-,t zu verändern. Es ist ferner zweckmäßig, eine Reihe von Sammlerantennen zu einem gemeinsamen Sammlernetz unter t#ich parallel zu Abb. 2 veranschaulicht ein Schema für eine solche Anlage. A" A., A, A, sind vier metalli,che Sammlerballons mit elektrolytisch herge-,telltem, bei Anwesenheit von Polonium- Emanationen oder von Radiumsalzen vergoldeten oder platinierten Nadeln, die über vier Elektromagnete S, S." S, S, durch eine Ringleitung R verbunden sind. Von dieser Ringleitung gehen vier Leitungen über vier weitere Elektromagnete Sa, Sb, Se, Sd zum Vereinigungspunkt 13. Dort teilt sich die Leitung, die eine geht über 1:2 und über Sicherung-,funkenstrecke 8 zur Erde bei Ei, die andere über Induktionswiderstand J und Arbeitsfunkenstrecke 7 zur Erde E- Um die Aibeitsfunkenstrecke 7 ist der A#beitsstromkreis nebengeschaltet, bestehend an-, den Kondensatoren 5 und 6 und aus einem Resonanzmotor oder einem oben schon beschriebenen Kondensatormotor 31. Statt letztere direkt anzuschließen, kann man selbstverständlich auch den primären Kreis für hochschwingende Ströme einschalten.
  • Die Kondensatorenbatterien werden mit einem Pol an die Ringleitung R angeschlossen, und zwar entweder induktionslos (16 und 18) oder als Induktionskondensatoren (,->i und 23) ausgefühit. Die freiliegenden Pole der induktionslosen Kondensatoren sind durch 17 und ig, die der Induktionskondensatoren durch ?,2 und 24 dargestellt. Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, können alle diese Pole 17, 2:2, 19, 24 untereinander durch eine #nveite Ringleitung parallelgeschaltet werden, ohne befürchten zu müssen, daß dadurch das Prinzip der freien Poleinschaltung verletzt wird. Außer den bereits angegebenen Vorzügen ermöglicht die Parallelschaltung noch den 2#rbeitz-spannungsausgleich im ganzen Sammlernetz. Man kann ferner in die Ringleitung der freien Pole noch geeignet konstruierte und berechnete Induktionsspulen 25 und 20 einschalten, durch welche in der sekundären Wicklung 27 Und 28 ein Stromkreis gebildet wird, der es gestattet, den in dieser Ringleitung durch Schwankungen der Ladungen oder dergleichen Erscheinungen auftretenden Strom -Li. messen oder sonst auszunutzen.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Umwandlung der statischen Elektrizität der Atmosphäre in Wech--,elstrom hoher Frequenz nach Patent 357083, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere mit Wasserstoff oder Helium gefüllte, aus einer Magnesium-Altiminium-Legierung hergestellte Sammlerballons, die in der Längs-und Querrichtung durch Rippen aus der gleichen Metallegierung versteift und mit feinen, elektrolytisch geätzten und nachher direkt oder galvani,-ch bei Anwesenheit von Radium- oder Poloniumsalzen mit einer dünnen Schicht von Edelmetallen überzogenen Nadelspitzen versehen sind, an eine Sammelleitung oder zu einem Netz unter Anwendung von Kondensatorenbatterien derart geschaltet werden, daß jeweils nur ein Pol der zu Batterien vereinigten Kondensatoren mit der Antenne bzw. Sammelleitung verbunden wird, der andere jedoch frei bleibt oder mit den entsprechenden Polen anderer auf gleiche Weise unipolar geschalteten Konden5atorenbatterien parallelgeschaltet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den freien Pol der unipolar eingeschalteten Kondensatoren ein Induktionswiderstund angeschlossen wird, der entweder frei aufmontiert ist oder in einer Metallhülle -untergebracht ist, die mit den an die Sammelleitung angeschlossenen Polen der Kondensatoren verbunden ist. 3. Verfahren nach Anspruch i und o-, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Plattenkondensatoren in gleicher Weise unipolar eingeschaltete Induktionskondensatoren verwendet werden. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ballonflächen mit einer kleineren oder größeren Anzahl von Gold-, Silber-, Kupfer- oder Zink-Amalgamflecken am besten bei Anwesenheit von Amalgamen radioaktiver Stoff e bedeckt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2958828A1 (fr) * 2010-04-09 2011-10-14 Aerogroupe Sas Dispositif et methode de conversion d'energie atmospherique

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