DE37159C - Verfahren zur Herstellung eines Flufsmittels für metallurgische Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Flufsmittels für metallurgische Zwecke

Info

Publication number
DE37159C
DE37159C DENDAT37159D DE37159DA DE37159C DE 37159 C DE37159 C DE 37159C DE NDAT37159 D DENDAT37159 D DE NDAT37159D DE 37159D A DE37159D A DE 37159DA DE 37159 C DE37159 C DE 37159C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pct
product
flux
mass
drying
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT37159D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J WEBSTER in Fern House, Solihull Lodge, Holly Wood bei Birmingham, England
Publication of DE37159C publication Critical patent/DE37159C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/10General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals with refining or fluxing agents; Use of materials therefor, e.g. slagging or scorifying agents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI-

Claims (2)

KAISERLICHES PATENTAMT, PATENTSCHRIFT KLASSE 18: Eisenerzeugung. Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. November 1885 ab. Die Abwässer, welche Calciumchlorid enthalten, sind eine grofse Last für die Fabrikation, da man sie ihres schädlichen Charakters wegen nicht überall hinleiten darf. Um ihnen diese gefährlichen Eigenschaften zu nehmen und ein Product, welches von grofsem Werth als Flufsmittel für metallurgische Zwecke ist, ohne grofse Kosten daraus zu erzielen, wird folgendes Verfahren angewendet. Man läfst die Abwässer in passende Behälter, Gruben etc. laufen und setzt dann unter tüchtigem Umrühren so viel gelöschten Kalk hinzu, als die Flüssigkeit aufnehmen will, um eine Mörtelconsistenz zu erhalten. Diesen Mörtel bringt man dann in Trockenöfen, wo man ihn einer Hitze von höchstens 120 bis 1220 C. aussetzt, um alle Feuchtigkeit daraus zu vertreiben, ohne aber die chemische Verbindung zu zerstören. Diese getrocknete Masse bringt man dann von neuem in die wiederum mit Abwasser gefüllten Behälter und läfst sie sich vollsaugen. Bei der nun folgenden zweiten Trocknung bilden sich harte Brocken in Menge, welche es nöthig machen, die getrocknete Masse zu mahlen, damit man sie noch einer dritten Imprägnirung aussetzen kann. Nach der dritten Trocknung wird die Masse kaum noch die chlorhaltigen Bestandtheile des Abwassers aufnehmen; natürlich aber spricht bei den nöthigen Manipulationen der Gehalt des Abwassers an Chlor eine grofse Rolle, so dafs sich genau deren Anzahl nicht vorschreiben läfst. Jedenfalls aber mufs das Verfahren so lange· fortgesetzt werden, bis der Kalk so viel von den chlorhaltigen Bestandteilen des Abwassers aufgenommen hat, als nur irgend möglich, d. h. also bis zur Sättigung, weil es sonst unmöglich ist, das Product bei der Schmelzofenhitze zum Schmelzen zu bringen. Das imprägnirte und getrocknete Product schmilzt man dann zu einer bräunlich und schmutzig gelben Masse zusammen und giefst es der Bequemlichkeit bei der Weiterbenutzung wegen in Blöcke. Es bildet ein vorzügliches Flufsmittel für metallurgische Operationen, z. B. beim Reinigen von Kupfer, Messing, Nickel, Zink, Zinn, Aluminium etc., und zwar setzt man es am vortheilhaftesten in etwa folgenden Verhältnissen zu: für Kupfer oder Messing etwa 1Y2 pCt., für Nickel etwa 2 pCt,, für Zink etwa ι pCt., für Aluminium 2 bis 4 pCt.,. für Gold und Silber 3Y2 bis 4 pCt. Beim Feinen des Eisens verwendet man das durch den beschriebenen Procefs gewonnene Product am besten mit einem Zusatz von 15 bis 20 pCt. Braunstein, beim Puddeln von 20 pCt. Diesen Zusatz von Braunstein fügt man dem Product bei dem Schmelzen bei, d. h. ehe man es in Blöcke giefst. Patent-Aνsprüche:
1. Die Herstellung eines Flufsmitteis für metallurgische Zwecke durch abwechselndes Mischen von calciumchloridhaltigen Abwässern mit gelöschtem Kalk und darauf folgendes Trocknen der mit der Flüssigkeit gesättigten Kalkmasse und schliefsliches Schmelzen derselben.
2. Der Zusatz von 15 bis 20 pCt. Braunstein zu dem Product, welches nach dem in Anspruch ι. beschriebenen Verfahren gewonnen wird, während es sich in geschmolzenem Zustande befindet, behufs Herstellung eines Flufsmitteis für Eisen.
DENDAT37159D Verfahren zur Herstellung eines Flufsmittels für metallurgische Zwecke Expired - Lifetime DE37159C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE37159C true DE37159C (de)

Family

ID=312934

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT37159D Expired - Lifetime DE37159C (de) Verfahren zur Herstellung eines Flufsmittels für metallurgische Zwecke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE37159C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1299670B (de) Zusatz zu Gusseisenschmelzen zum Entschwefeln und zur Kugelgraphitbildung
DE69008520T2 (de) Verfahren zur rückgewinnung von metallen aus abfallflüssigkeiten.
DE2118918A1 (de) Verfahren zum Entschwefeln von geschmolzenen Eisenmetallen
DE2247601C3 (de) Krätzeflußmittel und Verfahren zur Behandlung von Krätze auf geschmolzenen Metallen
EP0406929B1 (de) Verfahren zum Entfernen von Thallium aus Werkblei
DE437242C (de) Verfahren zur Herstellung von Tonerdeschmelzzement
DE1767896A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Metallchloridsalzen
AT29241B (de) Verfahren zur Gewinnung von Oxalsäure.
DE406452C (de) Herstellung von Loesungen von Hypochloriten oder freier unterchloriger Saeure
DE395958C (de) Verfahren zur Herstellung reaktionsfaehiger Hochofenschlacke
AT112963B (de) Verfahren zur Gewinnung von Zinn, Blei, Antimon, Kupfer und Zink aus Legeirungen, Gemengen, Erzen und Rückständen.
DE493708C (de) Verfahren zur Herstellung einer chlorkalkhaltigen Acetylenreinigungsmasse
DE568320C (de) Metallreinigungsmittel
DE48823C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung des Zinns aus Abfällen von verzinntem Eisen
DE319550C (de) Verfahren zur Traenkung von Koks mit Loesungen
DE353636C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Salmiakschlacken
AT67271B (de) Verfahren zum Entzinnen von Weißblechgut mittels Chlors in einem geschlossenen Behälter unter Beseitigung und Fernhaltung aller Feuchtigkeit.
AT81976B (de) Verfahren zur Reinigung der durch Destillation derVerfahren zur Reinigung der durch Destillation der Steinkohle erhaltenen Gase. Steinkohle erhaltenen Gase.
AT95166B (de) Verfahren zur Herstellung von technisch chloridfreiem Bleisulfat.
AT89654B (de) Verfahren zur Gewinnung von Kupfervitriol aus Abfällen und Rückständen, die metallisches Kupfer als solches oder in Form von Legierungen enthalten.
DE366824C (de) Verfahren zur Herstellung wasserhaltiger Soda in Form von Bloecken, Platten, Stangenusw.
AT8516B (de) Verfahren und Apparat zur Erzeugung von Chloraten.
CH156744A (de) Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Chlormagnesium oder von wasserfreien chlormagnesiumhaltigen Salzgemischen.
DE439834C (de) Verwendung von Metallgefaessen zur Herstellung und Aufbewahrung von Wasserstoffsuperoxyd
DE304375C (de)