DE3716163C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B1/00—Reciprocating-piston machines or engines characterised by number or relative disposition of cylinders or by being built-up from separate cylinder-crankcase elements
- F01B1/06—Reciprocating-piston machines or engines characterised by number or relative disposition of cylinders or by being built-up from separate cylinder-crankcase elements with cylinders in star or fan arrangement
- F01B1/062—Reciprocating-piston machines or engines characterised by number or relative disposition of cylinders or by being built-up from separate cylinder-crankcase elements with cylinders in star or fan arrangement the connection of the pistons with an actuating or actuated element being at the inner ends of the cylinders
- F01B1/0631—Reciprocating-piston machines or engines characterised by number or relative disposition of cylinders or by being built-up from separate cylinder-crankcase elements with cylinders in star or fan arrangement the connection of the pistons with an actuating or actuated element being at the inner ends of the cylinders the piston-driving or -driven cam being provided with an inlet or an outlet
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Radialkolbenmotor
nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher
definierten Art.
Ein Radialkolbenmotor dieser Art ist z. B. in der DE-AS
15 03 313 beschrieben.
Radialkolbenmotoren werden im allgemeinen durch Öl als
Druckmittel angetrieben, welches von einer vorgeschalteten
Pumpe auf Hochdruck gebracht worden ist. Bei
einem Radialkolbenmotor werden während des Umlaufes
der Exzenterwelle über den Steuerzapfen entsprechend
die Kolbenräume der Kolben mit Druckmittel versehen,
wonach anschließend über die Entsorgungsnut das Druckmittel
wieder ausgestoßen wird. D. h., während eines
Umlaufes werden die Kolben abwechselnd mit Druckmittel
versehen und erzeugen auf diese Weise die gewünschte
Antriebskraft.
Die Exzenterwelle ist im allgemeinen zweifach gelagert,
wobei sich die eine Lagerstelle am Abtriebszapfen
und die andere Lagerstelle auf der anderen Seite
des Exzenters befindet. Der Steuerzapfen dient zur
Verteilung des Druckmittels in die Kolben und zur entsprechenden
Druckmittelableitung. Hierzu sind in dem
Steuerzapfen entsprechende Umfangsnuten und Verbindungsleitungen
angeordnet.
Die Druckversorgungsnut für die Kolbenräume und die
Entsorgungsnut, welche sich in einer Ebene des Steuerzapfens
befinden, sind durch einen Steg voneinander
getrennt. Während des Umlaufes des Steuerzapfens steuert
damit der Steg die Druckmittelzufuhr bzw. Ableitung
aus den Kolbenräumen.
Nachteilig dabei ist jedoch, daß im letzten Abschnitt
der Kolbenfüllung die Kolben durch den Exzenter nur
noch wenig Weg zurücklegen. Andererseits erfahren der
Kolben und der Exzenter bereits hohe Druckkräfte in
diesem Bereich. Dies bedeutet, daß dadurch eine entsprechend
hohe Wellen- und Kolbenbelastung auftritt,
was sich negativ auf deren Lebensdauer auswirkt. Ebenso
ergibt sich dadurch in nachteiliger Weise Lecköl.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
einen Radialkolbenmotor der eingangs erwähnten
Art mit einem Steuerzapfen zu schaffen, bei dem unvermeidliches
Lecköl reduziert wird und bei dem die Bauteile
stärker entlastet sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden
Teil von Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
Durch diese Ausgestaltung des Steges wird auf einfache
Weise die Füllung des jeweiligen Kolbenraumes bereits
kurz vor seiner Endstellung unterbrochen; d. h. die
Öffnung der zu dem jeweiligen Kolben, der mit Druckmittel
versehen wird, wird vorzeitig verschlossen. Dies bedeutet,
übermäßig hohe Drücke im Endbereich, in
denen der Kolben nur noch wenig Weg zurücklegt, werden
vermieden. Damit tritt weniger Lecköl auf und die Belastung
der Bauteile wird geringer. Trotzdem wird der
Wirkungsgrad des Ölmotores praktisch nicht schlechter.
Ein weiterer erheblicher Vorteil dieser Lösung besteht
darin, daß in Abhängigkeit von der Ausgestaltung und
der Größe der vorragenden Außenkante das Schluckvolumen
des Motores verändert werden kann, und zwar ohne
daß der Hub oder die Zylinderbohrungen verändert werden
müssen. Dies bedeutet, man kann seriengemäße Bauteile
für verschiedene Schluckvolumen verwenden und
muß lediglich den Steuerzapfen bzw. den Steg des Steuerzapfens
entsprechend ändern.
Zwar beschreibt die DE-PS 10 14 279 eine Zapfensteuerung
für einen Radialkolbenmotor, bei der der Steg
eine vorgezogene Außenkante aufweist, um damit eine
weitgehende Expansion des Arbeitsmediums innerhalb des
Zylinders zu ermöglichen und somit starke Druckwechselbeanspruchungen
zu reduzieren, aber sie betrifft
jedoch einen Gasmotor, bei dem eine Expansion des Gases
zwangsläufig erforderlich ist. Hinzu kommt, daß
die vorliegende Erfindung nicht unmittelbar etwas mit
einer Nachexpansion bzw. Vorexpansion zu tun hat, die
bei hydraulischen Kolbenmaschinen vielfach eingesetzt
wird (vgl. hierzu auch DE-OS 29 49 678 und "Ölhydraulik
und Pneumatik", 1,80, Maschinenbautechnik Heft 7
1961), um eine weitgehende Druckangleichung von Zylinderdruck
und Niederdruck des Ventiles zu erzielen. Mit
der vorliegenden Erfindung wird vielmehr ein weitergehender
Bereich der Kolbenendbewegung erfaßt, der vor
dem Nachexpansionsbereich beginnt und der eine wesentliche
Entlastung der kraftübertragenden Motorteile im
Endbereich des Kolbenweges bringt.
In "Maschinenbautechnik", Heft 7, 1961, S. 367-379
sind Untersuchungen bei verstellbaren Radialkolbenpumpen
beschrieben, wobei dort mit Drosselkanälen oder
Ausgleichsschlitzen gearbeitet wurde.
In "Konstruktion", Nr. 4, 1987, S. 133 ist aufgeführt,
daß die Umsteuervorgänge auf einen möglichst großen
Drehwinkelbereich ausgedehnt sein sollen.
Zur Vermeidung von schnellen Druckänderungen kann in
einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, daß
der Übergang von der vorderen Längsseite aus zu der
Außenkante kontinuierlich ist. Der Übergang kann dabei
einfacherweise wenigstens annähernd bogenförmig verlaufen.
Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung prinzipmäßig dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Radialkolbenmotor,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Radialkolbenmotor,
Fig. 3 eine Ausschnittsvergrößerung des erfindungsgemäßen
Steuerzapfens,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3 (in ver
größerter Darstellung und ohne Exzenter),
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 3.
Der erfindungsgemäße Radialkolbenmotor ist grundsätzlich von
bekannter Bauart, weshalb nachfolgend nur auf die für die Er
findung wesentlichen Teile näher eingegangen wird. Er weist
ein Gehäuse 1 mit einem Deckel 2 auf. In dem Gehäuse 1 und
dem Deckel 2 ist eine Exzenterwelle 3 mit einem Exzenter 4
angeordnet. Die Exzenterwelle 3 besitzt auf einer Seite ei
nen Abtriebszapfen 5 mit einem Wälzlager 6 als erste Lager
stelle. Auf der anderen Seite des Exzenters 4 befindet sich
die zweite Lagerstelle, welche als Gleitlager ausgebildet
ist. Die zweite Lagerstelle bildet gleichzeitig auch einen
Steuerzapfen 7 zur Steuerung des Druckmittels, im allgemei
nen Öl. Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, ist der Steuer
zapfen 7 dabei in dem Deckel 2 gelagert. Selbstverständlich
kann der Steuerzapfen jedoch auch direkt in dem Gehäuse ge
lagert sein. Ebenso wie er mit der Antriebswelle 5 nicht ein
stückig sein muß.
In der Ebene des Exzenters 4 befinden sich über diesem und
über den Umfang gleichmäßig verteilt in Bohrungen des Gehäu
ses angeordnete Kolben 8, welche in radialer Richtung ver
schiebbar sind. Über Druckleitungen 9 und dazugehörige Druck
bohrungen 20 wird Öl in Abhängigkeit von der Stellung des
rotierenden Steuerzapfens 7 in die Kolbenräume der Kolben
eingeleitet. Im unteren Bereich des Gehäuses 1 befindet sich
eine Ölauslaßleitung 10. Ggf. ist noch eine zweite Auslaßlei
tung 10A vorgesehen.
Der erfindungsgemäße Steuerzapfen 7 ist in den Fig. 3 bis 6
deutlicher dargestellt. Die in der Fig. 3 bis 6 dargestellte
Lage des Steuerzapfens zeigen Ansichten bzw. Schnitte, die
gegenüber der in der Fig. 1 dargestellten Ansicht des Steuer
zapfens 7 um 90% gedreht sind.
Über eine in der Fig. 3 prinzipmäßig gestrichelt dargestell
te Zuleitung 11 wird Druckmittel in eine Umfangsnut bzw.
Ringnut 12 in den Steuerzapfen 7 eingeleitet. Von der Ring
nut 12 aus führt eine Verbindungsbohrung in Form einer
Schrägbohrung 13 mit einer Einlaßöffnung 22 zu einer segment
artigen Druckversorgungsnut 14. In der selben Ebene des
Steuerzapfens 7 befindet sich auf der anderen Hälfte, d.h.
gegenüberliegend der Druckversorgungsnut 14 eine ebenfalls
segmentartige Entsorgungsnut 15. Wie aus der Fig. 5 ersicht
lich ist, sind die Druckversorgungsnut 14 und die Entsor
gungsnut 15 auf diese Weise durch einen Steg 16 voneinander
getrennt. Der Steg 16 durchsetzt zur Abdichtung den Steuer
zapfen 7 vollständig und weist zwei wenigstens in einem
weiten Bereich parallel zueinander verlaufende Längsseiten,
nämlich eine vordere Längsseite 23A und eine hintere Längs
seite 23B - jeweils bezogen auf die Drehrichtung des Steuer
zapfens 7 (siehe Pfeil in der Fig. 5) - auf. Die Außenkante
24 der vorderen Längsseite 23A ist nach vorne gezogen, wobei
ein bogenförmiger Übergang 25 die Verbindung zu der Längs
seite 23A herstellt. Von der Entsorgungsnut 15 aus führt
ebenfalls eine Schrägbohrung 17 zu einer weiteren Umfangsnut
18, von der aus durch eine ebenfalls nur gestrichelt darge
stellte Leitung 19 zu der Auslaßöffnung 10 führt.
Das von einer vorgeschalteten Pumpe kommende Drucköl gelangt
über eine Einlaßöffnung 11A in das Gehäuse 1 des Motors und
von da aus über die Leitung 11 in die Umfangsnut 12. Die Wei
terleitung des Druckmittels erfolgt über die Schrägbohrung
13 und die Druckversorgungsnut 14 in drei Druckbohrungen
20A, 20B und 20C in dem Deckel 2, an die sich jeweils schräg
verlaufende Druckbohrungen 21 anschließen, die jeweils zu
den Kolbenräumen der Kolben 8 führen; d.h. für jeden der
drei Kolben 8 ist eine Druckbohrung 20A bzw. 20B bzw. 20C
vorgesehen.
In der in den Fig. 3 und 5 dargestellten Position befindet
sich der druckbeaufschlagte Kolben gerade über dem Steuer
zapfen 7. Aus den Druckbohrungen 20B und 20C wird bzw. wurde
nach dem Arbeitshub der Kolben das Öl ausgestoßen, das von
da aus in die Entsorgungsnut 15 geleitet wird, von wo es
über die Schrägbohrung 17 und die Umfangsnut 18 und die Lei
tung 19 das Gehäuse 1 über den Auslaß 10 und ggf. 10A ver
läßt.
Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, wird durch die "voreilen
de" Außenkante 24 die Druckbohrung 20A in den Deckel 2 be
reits kurz bevor der dazugehörige Kolben seinen inneren Um
kehrpunkt, d.h. kurz vor Beendigung des Arbeitshubes, ge
schlossen. Auf diese Weise werden überhöhte Drücke vermie
den. Der Druckmittelauslaß aus den Kolbenräumen ist jedoch
davon unberührt, da die hintere Längsseite und auch die
andere Kante der vorderen Längsseite unverändert sind.
Claims (3)
1. Hydraulischer Radialkolbenmotor mit einem Gehäuse
(1), mit in dem Gehäuse (1) verstellbaren Kolben (8)
und mit einer in dem Gehäuse gelagerten Antriebswelle
(5), wobei die Abtriebswelle (5) mit einem Steuerzapfen
(7) versehen ist, welcher eine mit einer Druckmittelzuführung
verbundene Umfangsnut (12), eine segmentartige
Druckversorgungsnut (14) für die Kolben (8),
eine segmentartige Entsorgungsnut (15), die mit einer
Druckmittelausgangsleitung (19) zur Druckmittelabfuhr
verbunden ist, und eine Verbindungsleitung (13) zwischen
der Umfangsnut (12) und der Druckversorgungsnut
(14) aufweist, wobei die Druckversorgungsnut (14) und
die Entsorgungsnut (15) durch einen Steg mit zwei wenigstens
in weiten Bereichen zueinander parallelen
Längsseiten (23A, 23B) voneinander getrennt sind, dessen
Länge dem Durchmesser des Steuerzapfens (7) angepaßt
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenkante (24) der vorderen Längsseite (23A) des
Steges (16), bezogen auf die Drehrichtung des Steuerzapfens
(7), derart weit nach vorne gezogen ist, daß
übermäßig hohe Druckkräfte im Endbereich der Kolbenwege
auf die Abtriebswelle (5) und die Kolben (8) vermieden
werden.
2. Kolbenmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Übergang (25) von der vorderen Längsseite (23A)
aus zu der Außenkante (24) kontinuierlich ist.
3. Kolbenmotor nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Übergang (25) wenigstens annähernd bogenförmig
ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Family Cites Families (5)
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|---|---|---|---|---|
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| DE1503313B2 (de) * | 1963-06-25 | 1974-12-12 | Chamberlain Industries Ltd., London | Einrichtung zur Steuerung eines mehrzylindrigen Hydraulikmotors |
| DE2949678A1 (de) * | 1979-12-11 | 1981-06-19 | Pumpenfabrik Urach, 7432 Urach | Kolbenmotor, insbesondere hydraulisch betriebener motor, wie wassermotor o.dgl. |
| DE3701752A1 (de) * | 1986-02-04 | 1987-08-13 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Kolbenmotor, insbesondere radialkolbenmotor |
| WO1987005972A1 (fr) * | 1986-03-27 | 1987-10-08 | Zahnradfabrik Friedrichshafen Ag | Moteur a piston, en particulier moteur a piston radial |
-
1987
- 1987-05-14 DE DE19873716163 patent/DE3716163A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3716163A1 (de) | 1987-11-26 |
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