DE3719210A1 - Kupplungsteil eines elektrischen steckverbinders - Google Patents

Kupplungsteil eines elektrischen steckverbinders

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Kupplungsteil eines elektrischen Steckverbinders, bei welchem metallische Kontaktteile mit Leitern einer zwei Adern aufweisenden elektrischen Anschlußleitung verbunden sind und bei welchem die Verbindungsstellen zwischen den Kontaktteilen und den Leitern sowie das Ende der Anschlußleitung in einen durch Spritzen hergestellten Schutzkörper einge­ bettet sind (DE-PS 29 25 853).
"Kupplungsteil" im Sinne der Erfindung kann sowohl eine Dose als auch ein Stecker sein. "Kontaktteile" können Buchsen oder Stifte sein. Solche Kupplungsteile werden bei konfektionierten elektrischen Leitungen an dieselben angespritzt. Sie sind dann im Gegensatz zu montierbaren Ausführungen unlösbar mit den Leitungen verbunden. Der Vorteil der konfektionierten Leitungen liegt in ihrer einfachen Herstellung. Die Kupplungsteile sind außerdem weitgehend feuchtigkeitsdicht.
Bei der bekannten Anordnung nach der eingangs erwähnten DE-PS 29 25 853 sind die Adern in der erforderlichen Länge abgemantelt und so gebogen, daß sie leicht zu den voneinander getrennten Kontaktteilen geführt werden können. Der Mantel der angeschlossenen Leitung ist relativ weit bis in den gespritzten Schutzkörper hinein­ geführt, damit er beim Biegen der Leitung nicht aus demselben herausrutschen kann. Ein solches Kupplungsteil ist einfach herstellbar und es genügt auch allen Anfor­ derungen, wenn genügend Platz für seine Unterbringung vorhanden ist. Der Schutzkörper ist nämlich wegen der relativ großen Länge von abgemantelten Adern und in den Schutzkörper hineinragender Leitung so groß, daß der Kupplungsteil in Geräte nicht einsteckbar ist, bei denen nur wenig Platz, insbesondere bezüglich seiner axialen Länge, vorhanden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen an eine zweiadrige elektrische Leitung angespritzten Kupplungs­ teil anzugeben, der bei leichter Montierbarkeit und unter Beibehaltung der biegesicheren Einbettung des Leitungs­ mantels im Schutzkörper eine gegenüber bekannten Kon­ struktionen verminderte Länge aufweist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
  • - daß als Anschlußleitung eine Flachleitung verwendet ist, in der die beiden von einem gemeinsamen Mantel umgebenen Adern in einer Ebene nebeneinander angeordnet sind,
  • - daß das in den Schutzkörper hineinragende Ende des Mantels zwischen den beiden Adern in Längsrichtung aufgetrennt ist und
  • - daß die beiden Adern im aufgetrennten Bereich des Mantels unter Mitnahme des an ihnen anliegenden Mantelteils voneinander weg abgebogen sind.
In der für dieses Kupplungsteil verwendeten zweiadrigen Flachleitung liegen beide Adern in einer Ebene nebenein­ ander. Sie sind einander dadurch eindeutig zugeordnet. Es ist damit möglich, den gemeinsamen Mantel ohne Beschädi­ gungsgefahr für die Adern zwischen denselben aufzutren­ nen, ohne denselben zu entfernen. Die Adern brauchen durch diese Maßnahme nur relativ kurz abgemantelt zu werden. Die zum Anschließen der Kontaktteile erforder­ liche freie Länge zur einfachen Handhabung wird den Adern durch das Einschneiden des Mantels gegeben. Der in den Schutzkörper hineinragende Teil des Mantels der Flachlei­ tung wird beim Biegen der beiden Adern mit abgebogen und in dieser Lage mit in den Schutzkörper eingebettet. Der Mantel ist daher im Schutzkörper fest verankert und gerade durch das Abbiegen zusätzlich gesichert. Es besteht dadurch die zusätzliche Möglichkeit, auch die Länge des in den Schutzkörper hineinragenden Mantels zu verkürzen. Zusammen mit der gegenüber bekannten Kon­ struktionen verkürzten Länge der abgemantelten Adern ergibt sich dadurch eine wesentliche Verkürzung für das vom Schutzkörper zu umschließende Leitungsende und damit für den Schutzkörper selbst. Für den gesamten Kupplungs­ teil wird also gegenüber bekannten Konstruktionen wesentlich weniger Platz und auch weniger Material bezüglich des Schutzkörpers benötigt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen an eine Flachleitung angespritzten Kupp­ lungsteil nach der Erfindung.
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Kupplungsteils teilweise im Schnitt.
Fig. 3 einen Schnitt durch Fig. 2 längs der Linie III-III.
In Fig. 1 ist ein Kupplungsteil 1 eines elektrischen Steckverbinders dargestellt, der an eine zweiadrige Flachleitung 2 angespritzt ist. Im dargestellten Aus­ führungsbeispiel ist der Kupplungsteil 1 eine Dose mit Buchsenkontakten. Es könnte aber auch ein Stecker sein.
Der Kupplungsteil 1 weist zwei metallische Kontaktteile 3 und 4 auf, die, wie bereits erwähnt, als Buchsenkontakte ausgeführt sind. An die Kontaktteile 3 und 4 sind die abisolierten Leiter der beiden Adern 5 und 6 der Flach­ leitung 2 elektrisch leitend angeschlossen. Der Anschluß kann in üblicher Technik durch Anschlagen, Quetschen, Schweißen oder Löten erfolgen. Die Verbindungsstellen zwischen den Kontaktteilen 3 und 4 sowie den Adern 5 und 6 und das Ende der Flachleitung 2 sind von einem Schutz­ körper 7 umgeben, der durch Spritzen hergestellt ist.
Zur Herstellung des Kupplungsteiles 1 wird beispielsweise wie folgt vorgegangen:
Das Ende einer Flachleitung 2 wird abgemantelt und die beiden dabei freigelegten Adern 5 und 6 werden abiso­ liert. An den abisolierten Leitern der Adern 5 und 6 werden die Kontaktteile 3 und 4 angebracht. Der Mantel 8 der Flachleitung 2 wird dann zwischen den beiden Adern in Achsrichtung über eine relativ kurze Länge aufgetrennt. Dieses Auftrennen kann allerdings auch schon nach dem Abmanteln der Adern erfolgen, also vor dem Festlegen der Kontaktteile 3 und 4.
Das so vorbereitete Leitungsende wird in ein Spritzwerk­ zeug eingelegt, wobei die Adern 5 und 6, so wie aus Fig. 2 ersichtlich, voneinander weg abgebogen werden. Dieses Abbiegen ist erforderlich, damit die Kontaktteile 3 und 4 ihre vorgegebene Position einnehmen können. Sie werden im Spritzwerkzeug durch Hülsen abgedeckt, so daß sich für die Kontaktteile 3 und 4 im fertigen Kupplungsteil rundum ein Hohlraum ergibt. Durch das Abbiegen der Adern 5 und 6 werden auch die sie umgebenden Teile des Mantels 8 mit abgebogen, die in dem geschlitzten Bereich liegen. In diesem Bereich werden die Adern 5 und 6 durch Nieder­ halter festgehalten, die von beiden Seiten auf den Mantel 8 der Flachleitung 2 drücken. Die Niederhalter liegen damit fest an der Flachleitung 2 bzw. den Adern 5 und 6 an, so daß diese ihre Position beim Spritzen nicht verändern können. Im fertigen Griffkörper 7 hinterlassen die Niederhalter vier Ausnehmungen 9, durch welche die Flachleitung 2 bzw. deren Mantel 8 sichtbar ist.
Durch das Abbiegen der Adern 5 und 6 werden, wie bereits erwähnt, auch die sie umgebenden Mantelteile mit abge­ bogen. Das in den Schutzkörper 7 hineinragende Ende des Mantels 8 wird entsprechend Fig. 2 dabei etwa V-förmig aufgebogen. Es ergibt sich dadurch für den Mantel 8 eine zusätzliche und verbesserte Verankerung im Schutzkörper 7.

Claims (2)

1. Kupplungsteil eines elektrischen Steckverbinders, bei welchem metallische Kontaktteile mit Leitern einer zwei Adern aufweisenden elektrischen An­ schlußleitung verbunden sind und bei welchem die Verbindungsstellen zwischen den Kontaktteilen und den Leitern sowie das Ende der Anschlußleitung in einen durch Spritzen hergestellten Schutzkörper eingebettet sind, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß als Anschlußleitung eine Flachleitung (2) verwendet ist, in der die beiden von einem gemeinsamen Mantel (8) umgebenen Adern (5, 6) in einer Ebene nebeneinander angeordnet sind,
  • - daß das in den Schutzkörper (7) hineinragende Ende des Mantels (8) zwischen den beiden Adern (5, 6) in Längsrichtung aufgetrennt ist und
  • - daß die beiden Adern (5, 6) im aufgetrennten ihnen anliegenden Mantelteils voneinander weg abgebogen sind.
2. Verfahren zur Herstellung eines Kupplungsteils nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die beiden Adern (5, 6) einer zweiadrigen Flachleitung (2) abgemantelt und abisoliert werden,
  • - daß an die abisolierten Leiter metallische Kontaktteile (3, 4) angeschlossen werden,
  • - daß das Ende des Mantels (8) der Flachleitung (2) zwischen den beiden Adern (5, 6) einge­ schnitten wird,
  • - daß die beiden Adern (5, 6) mit den angeschlos­ senen Kontaktteilen (3, 4) im Bereich des eingeschnittenen Mantels (8) unter Mitnahme des jeweils anliegenden Mantelteils vonein­ ander weg abgebogen werden und
  • - daß das so vorbereitete Ende der Flachleitung (2) in ein Spritzwerkzeug eingelegt wird, in welchem unter Festlegung der Flachleitung (2) im Bereich des Mantels (8) der Schutzkörper (7) um die Verbindungsstellen von Kontakt­ teilen (3, 4) und Leitern und das Ende der Flachleitung (2) herumgespritzt wird.
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