DE3719911C2 - Vorrichtung zum Bestimmen des elektrischen Widerstandes von Zähnen - Google Patents
Vorrichtung zum Bestimmen des elektrischen Widerstandes von ZähnenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtungen zum Bestimmen
des elektrischen Widerstandes von Zähnen gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Eine derartige Vorrichtung ist in der nicht
vorveröffentlichten DE-OS 36 15 632 des Anmelders
beschrieben. Bei dieser Vorrichtung wird der elektrische
Widerstand von Zahnabschnitten mit Hilfe einer
Meßelektrodenanordnung auf der Zahnoberfläche und einer
Bezugselektrode an dem Gewebe des Zahnfleisches bestimmt. Die
Meßelektrodenanordnung kann auch zwei Meßelektroden
enthalten, die beide auf die Zahnoberfläche aufgesetzt und
mit dem Meßgerät zum Bestimmen des elektrischen Widerstandes
verbunden sind. Das elektrische Meßgerät kann bei der Messung
umgeschaltet werden, so daß in drei aufeinanderfolgenden
Messungen zunächst der elektrische Widerstand des zwischen
den beiden Meßelektroden liegenden Zahnabschnittes und
anschließend der elektrische Widerstand der jeweils zwischen
den einzelnen Meßelektroden und der Bezugselektrode liegenden
Zahnabschnitte bestimmt wird. Der für die Präparation des
Zahnes wesentliche Widerstand zwischen der ersten
Meßelektrode und der Pulpahöhe kann aufgrund dieser
Messungen anhand einer mathematischen Formel berechnet
werden.
Mit dieser Vorrichtung ist es auch möglich, mittels der
zweiten Meßelektrode und der geschilderten Umschaltung des
Meßgerätes den Einfluß des Widerstandes zwischen der Pulpa
und der Bezugselektrode auszuschließen.
Mit einer derartigen Vorrichtung ist es möglich, eine
Mindestdicke des Dentins von vitalen Zähnen einzuhalten, die
für die Aufnahme einer Füllung (Füllung aus plastischem
Material, Gußfüllung oder anderen Füllungen) oder einer Krone
bzw. Teilkrone bis in das Dentin präpariert werden müssen.
Bekanntlich wird durch eine zu dicht an die Zahnpulpa
heranreichende Präparation, d. h. bei einem zu tief reichenden
Substanzabtrag des Dentins, die Vitalerhaltung der Pulpa
gefährdet. Eine ähnliche Gefahr besteht für die Vitalität der
Pulpa dann, wenn für die Befestigugng zahnärztlicher
Restaurationen kleine Sacklöcher in das Dentin gebohrt
werden, um darin Stifte durch Klemmwirkung, Verschraubung,
Zementierung, Verklebung oder andere geeignete Maßnahmen zu
verankern, an denen dann die Restauration befestigt wird, bzw.
die Bestandteil der Restauration sind und diese verankern.
Wird beim Bohren solcher Löcher die Pulpahöhle geöffnet oder
reichen diese Löcher zu dicht an die Pulpahöhle heran, so
entsteht eine erhebliche Gefährdung für die Vitalität des
Zahnes. Perforieren diese Löcher den Zahn nach "außen" d. h.
in das Parodont hinein, d. h. bis in das den Zahn im Bereich
der Wurzel umgebende Gewebe, welches seinen Halt im
Kieferknochen bewirkt, so kann dieser Zahn häufig nicht mehr
erhalten werden.
Mit der oben erwähnten Vorrichtung können derartige Gefahren
im wesentlichen vermieden werden.
Aus der DE-OS 30 21 302 ist eine Vorrichtung zur
Kariesdiagnostik bekannt, die auch seit langer Zeit in der
Zahnmedizin eingesetzt wird. Mit diesem Gerät wird der
Widerstandswert zwischen dem erkrankten Zahnteil und der
Mundschleimhaut bestimmt, woraus sich der Grad der
Karieserkrankung feststellen läßt. Eine derartige Vorrichtung
kann jedoch nur oberflächlichen Diagnose von Karies
eingesetzt werden, jedoch nicht für die hier angesprochene
Bestimmung der Ausdehnung bzw. Dicke des Dentinkörpers, da es
hierzu notwendig ist, daß die Meßelektrode eine definierte
Meßfläche auf der Zahnoberfläche einnimmt. Bei der bekannten
Vorrichtung weist die Meßsonde jedoch eine spitze metallene
Elektrode auf, mit der sich ein definierter elektrischer
Kontakt nicht reproduzieren läßt, insbesondere nicht auf
gesunden oder gar trockenen Zahnoberflächen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von der
genannten DE-OS 36 15 632, eine Vorrichtung anzugeben, mit
der die Messung des elektrischen Widerstandes von
Zahnabschnitten weiter verbessert wird, insbesondere eine
einfache Messung des für die Präparation wichtigen
Widerstandes zwischen Meßelektrode und Pulpahöhle ermöglicht
wird; die Messung soll außerdem Angaben liefern, um das
Aufbohren von Wurzelkanälen gefahrlos zu machen.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Demnach wird hierbei die Elektrodenanordnung durch eine
Hilfselektrode ergänzt, durch die kein Strom fließt und mit
der es möglich ist, den Widerstand zwischen der Meßelektrode
und der Pulpa technisch einfach zu messen. Insbesondere ist
es während der Präparation des Zahnes nicht mehr notwendig,
ständig das Meßgerät zwischen unterschiedlichen Elektroden
umzuschalten, um den Einfluß des Widerstandes zwischen der
Pulpa und der Bezugselektrode auszuschließen.
Ferner wird durch die Vorrichtung auch das gefahrlose
Aufbohren von Wurzelkanälen ermöglicht, um in die Kanäle
Stifte und Füllungen einbringen zu können. Die Vorrichtung
eignet sich insbesondere für das Aufbohren von Wurzelkanälen,
die mit einer Wurzelfüllung versehen worden sind. Ein
"Auswandern" des Wurzelkanalbohrers aus dem Wurzelkanal mit
der Folge einer Perforation der Wurzel oder ein zu tiefes,
über die Wurzelspitze hinausreichendes Aufbohren können
rechtzeitig erkannt und somit vermieden werden bzw. werden
durch ein automatisches Abschalten der Bohrvorrichtung
verhindert. Der verwendete Bohrer kann hier direkt als
Meßinstrument verwendet werden, so daß die gesamte
Vorrichtung in das zahnärztliche Instrument integriert werden
kann und dem behandelnden Arzt eine gute Kontrolle während
der Präparationsarbeiten gibt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den
Unteransprüchen hervor.
Die Erfindung ist in zwei Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung näher erläutert. In dieser stellen dar:
Abb. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung gemäß
der Erfindung zum Bestimmen des elektrischen Widerstandes an
einem zu präparierenden Zahn;
Abb. 2 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung gemäß
der Erfindung, die mit einem zahnärztlichen Instrument, in
diesem Falle einem Bohrer gekoppelt ist.
Die nachfolgend beschriebene Verbesserung ermöglicht eine
automatische Begrenzung der Bohrtiefe der Bohrung für den
Parapulpären Stift bzw. Stifte, so daß eine Schädigung
der Pulpa ausgeschlossen werden kann. Diese Vorrichtung ist
auch vorteilhaft für das Ausbohren einer Wurzelfüllung
seitliches oder über den Apex reichendes Herausbohren
aus dem Wurzelkanal mit Perforation der Wurzel in das
Parodont hinein - was meist den Verlust des betreffenden
Zahnes nach sich zieht - zuverlässig durch rechtzeitiges
Abschalten des Bohrers verhindert werden kann.
Ferner werden Apparaturen beschrieben, die die Dentindicken
messung in ihrer Durchführung erleichtern. Die Notwendig
keit und der Nutzen solcher Messungen ist ausführlich in der
oben angegebenen Patentanmeldung vom 9. Mai 1986 dargestellt.
Insbesondere machen die hier beschriebenen Vorrichtungen
und Geräte Gebrauch von der Erkenntnis, daß die elektrische
Leitfähigkeit des Dentins in Richtung der Dentinkanälchen
sehr viel geringer ist als in einer davon abweichenden
Richtung.
Die erfindungsgemäße Anordnung zur Durchführung bzw. Kon
trolle des Präparationsverfahrens an menschlichen und
tierischen Zähnen sowie zum Bohren der Löcher für Stift
verankerungen wird im folgenden verdeutlicht. Auf die Ab
bildungen wird bezug genommen. Gemessen wird der elek
trische Widerstand zwischen der Meßelektrode, die auf einer
definierten, genau umgrenzten kleinen Fläche (von z.B. 1 mm2)
den elektrischen Kontakt zur angeschliffenen Dentinober
fläche herstellt, und dem Pulpagewebe mittels einer zweiten
Elektrode, die auf dem Dentin neben der Meßelektrode auf
liegt. Die zweite Elektrode wird im folgenden "Hilfs
elektrode" genannt. Eine dritte Elektrode, im folgenden
"Bezugselektrode" genannt, stellt den Kontakt zur Mund
schleimhaut, der Gingiva oder anderen elektrisch leitenden
Geweben des Patienten her. Diese Anordung ist in der
Abb. 1 schematisiert dargestellt.
Die Widerstandsmessung geschieht dadurch, daß ein Strom
bekannter Stärke von der Meßelektrode zur Bezugselektrode
fließt. Dieser Strom bewirkt beim Durchfließen des Dentins
zur Pulpa via Dentinkanälchen eine Spannungsdifferenz
zwischen Meßelektrode und Pulpagewebe. Die Spannungs
differenz zwischen Meßelektrode und Pulpagewebe, hervor
gerufen durch den elektrischen Widerstand des Dentins,
ist proportional zum elektrischen Widerstand des strom
durchflossenen Dentins zwischen Meßelektrode und Pulpa.
Die Spannung kann technisch einfach mit der Hilfselektrode
an der angeschliffenen Dentinoberfläche neben der Meß
elektrode stromlos abgegriffen werden. Da das Dentin nur in
Richtung der Dentinkanälchen leitet, nimmt das Dentin außer
halb des stromdurchflossenen Bezirkes das Potential des
Pulpagewebes an. Ein Potentialausgleich "quer" zu den Den
tinkanälchen ist wegen der fehlenden Leitfähigkeit des Den
tins in dieser Richtung nicht möglich. Die Hilfselektrode
muß nicht auf einer definierten Fläche den Kontakt zum Den
tin herstellen, da durch sie kein Strom fließen darf. Ein
geeignetes Meßgerät, das für stromlose Spannungsmessungen
geeignet ist, registriert die Spannung zwischen Meßelektrode
und Hilfselektrode. Da die Spannung proportional zum elek
trischen Widerstand des Dentins ist und da der elek
trische Widerstand ein Maß für die Dentindicke in Richtung
der Kanälchen darstellt, kann so die über der Pulpa ver
bliebene Dentindicke bestimmt werden. Der Zusammenhang von
Dentinwiderstand und Dentindicke ist ausführlich in der
Beschreibung der Patentanmeldung vom 9. Mai 1986 enthalten.
Der Widerstand Wurzelpulpa-Bezugselektrode geht bei der
oben beschriebenen Vorgehensweise nicht in das Meßergebnis
ein. Der Widerstand Wurzelpulpa-Bezugselektrode ist sowohl
vom Abstand der Bezugselektrode vom untersuchten Zahn als
auch ihrer Kontaktfläche zum Gewebe des Körpers des
Patienten (Gingiva, Mundschleimhaut, sonstige elektrisch
leitende oder durch Befeuchten oder andere geeignete Maß
nahmen leitend gemachte Körperoberflächen) abhängig, als
auch von der Länge und Weite der Wurzelkanäle. Er ist somit
nicht konstant und würde, wenn er in dem gemessenen Wider
stand enthalten wäre, die Dentindickenmessung verfälschen.
Als Meßelektroden können die in der oben genannten Be
schreibung beschriebenen Elektroden, die auf die ange
schliffene Dentinoberfläche aufgesetzt werden, dienen.
Für die Hilfselektrode kann eine Elektrode vom Aufbau einer
Meßelektrode Verwendung finden, diese kann auch mechanisch
mit der Meßeletrode verbunden sein. Sofern die Dentinober
fläche von elektrisch leitenden Belägen und Flüssigkeiten
neben den Kontaktflächen der Elektroden frei gehalten werden
kann, genügt für die technische Ausführung der Hilfselek
trode eine an der Spitze elektrisch leitende Sonde, deren
Spitze mit dem Spannungsmeßgerät elektrisch leitend ver
bunden ist. Der Schaft und alle übrigen Teile der Sonde
sind zweckmäßigerweise mit einem elektrisch isolierenden
Material überzogen.
Registriert man die Spannung zwischen der Bezugselektrode
und der Hilfselektrode, so ist diese Spannung proportional
zum Widerstand Pulpagewebe-Bezugselektrode. Der so gemessene
Widerstand ist bei gleichbleibender Lage der Bezugselektrode
und Kontaktfläche der Bezugselektrode zum Gewebe des Pa
tienten konstant und kann benutzt werden, um aus der Wider
standsmessung Meßelektrode-Bezugselektrode (beschrieben in
der Anmeldung vom 9. Mai 1986) durch Subtraktion den Dentin
widerstand an der Stelle, wo die Meßelektrode auf das Zahn
gewebe aufgesetzt ist, zu erhalten. Beim schrittweisen Be
schleifen eines Zahnes reicht somit eine anfängliche Messung
des Widerstandes Bezugselektrode-Pulpagewebe aus, bei den
weiteren Messungen des Widerstandes kann auf die Anwendung
der Hilfselektrode verzichtet werden: Von dem Widerstand Be
zugselektrode-Meßelektrode wird der einmal bestimmte Wider
stand Pulpa-Bezugselektrode jeweils subtrahiert. Der zu
subtrahierende Widerstand muß selbstverständlich für jeden
Zahn und jede neue Lage bzw. Form und Ausführung der Bezugs
elektrode neu bestimmt werden.
Die erfindungsgemäße Anordnung zur Durchführung der Anbringung
von Sacklöchern im Dentin zur Aufnahme von parapulpären
Stiften oder Schrauben bzw. zur Aufnahme eines Wurzelstiftes
wird wie folgt beschrieben:
Die Meßanordnung wird wie die oben beschriebene aufgebaut.
Die "Meßelektrode" wird bei dieser Anordnung von dem
Bohrer gebildet. Der Bohrer selbst wird gegenüber den elek
trisch leitfähigen Geweben des Patientien isoliert: Z. B.
durch Isolation des Bohrers gegenüber dem ihn antreibenden
Mechanismus (zahnärztliches Hand- bzw. Winkelstück) oder
durch eine Ausführung des Bohrers derart, daß das Funktions
ende (= die Bohrspitze) gegenüber dem Bohrschaft elektrisch
isoliert ist. Die Bohrspitze wird elektrisch leitend mit der
elektrischen Meßvorrichtung, nämlich der Stromquelle und
dem Widerstandsmeßgerät oder Voltmeter verbunden. Gemessen
wird der Widerstand Bohrer-Bezugselektrode. Solange
der Widerstand einen vorgegebenen Minimalwert nicht unter
schreitet, besteht keine Gefährdung für den Erhalt des
Zahnes, der Bohrer hält einen vorgegebenen Mindestabstand
zu Pulpahöhle bzw. zum Parodont ein. Eine vorausgehende
Messung des Widerstandes Pulpa-Bezugselektrode bei Zähnen,
deren Pulpa vital und nicht durch eine Füllung ersetzt
wurde, ist sinnvoll, weil dann vom Widerstand Bohrer-Be
zugselektrode der Widerstand Pulpa-Bezugselektrode sub
trahiert werden kann. So erhält man den Widerstand Bohrer-
Pulpa durch Rechnung. Eine andere Möglichkeit besteht im
Anlegen der oben beschriebenen Hilfselektrode und der
direkten Messung des Widerstandes Bohrer-Pulpa analog
zu der oben beschriebenen Vorgehensweise zur Messung der
Dentindicke. Die erfindungsgemäße Anordnung zum gefahrlosen
Bohren der Löcher wird in der Abb. 2 verdeutlicht.
Um den Kontakt des Bohrers mit dem Dentin zu
verbessern, kann es notwendig sein, die Bohrerspitze mit einer elek
trisch leitenden Flüssigkeit zu benetzen, z. B. mit
physiologischer Kochsalzlösung.
Zur vereinfachten Anwendung der Widerstandsmessung kann es
zweckmäßig sein, den Antriebsmechanismus des Bohrers auto
matisch beim Unterschreiten eines vorgegebenen Widerstands
wertes Bohrer-Pulpa oder Bohrer-Bezugselektrode abzu
schalten.
Beim Aufbohren eines Wurzelkanales wird in der oben be
schriebenen Weise vorgegangen werden. Da keine Pulpa mehr
vorhanden ist, bzw. diese eröffnet ist, entfällt die An
wendung der Hilfselektrode. Es wird lediglich der Widerstand
Bezugelektrode-Bohrer bestimmt. Solange ein vorgegebener
Widerstandswert nicht unterschritten ist, besteht keine
Gefahr für den Zahn: Der Bohrer ist der äußeren, dem
Kieferknochen zugewandten Wurzeloberfläche noch nicht zu
nahe gekommen, ein vorgegebener Mindestabstand läßt sich
einhalten.
Die Widerstandsmessungen sollten zur Vermeidung von Polari
sationseffekten an den Elektrodenoberflächen mit Wechsel
strom durchgeführt werden. Wird Wechselstrom genügend hoher
Frequenz angewendet, so kann die Ankoppelung der Bezugs
elektrode an den Körper des Patienten auch kapazitiv er
folgen: Zum Beispiel durch die elektrische Kapazität des
Patienten gegen die elektrisch leitende Umgebung ("Erde")
oder gegen eine speziell dafür eingerichtete Elektrode.
Auch die anderen Elektroden können kapazitiv an das Zahn
gewebe angekoppelt werden.
Wird die Messung mit Gleichstrom oder mit einem dem Gleich
strom überlagerten Wechselstrom durchgeführt, so müssen
durch geeignete Maßnahmen Polarisationseffekte ausge
schlossen bzw. kompensiert werden.
Vorteilhaft ist auch die Anwendung einer vollautomatischen
oder teilautomatischen Präparation mit Hilfe eines bei
spielsweise EDV-gestützen Gerätes: Dieses tastet kontinu
ierlich oder schrittweise die Dentinoberfläche mit dafür
geeigneten Elektroden ab, führt Widerstandsmessungen in der
oben beschriebenen Weise durch, speichert die Koordinaten
der abgetasten Stellen und die an den jeweiligen Stellen
gefundenen Widerstandswerte. Mittels eines integrierten
Schleif- und Fräsgerätes wird anschließend oder gleichzeitig
das Dentin bis zur kosmetisch oder funktionell erforder
lichen Tiefe abgetragen, wobei anhand der bekannten Wider
standswerte ein zu weitgehender Dentinabtrag verhindert
wird: An den Stellen mit weitreichender Pulpaausdehnung
wird entsprechend weniger Dentin abgetragen, es müssen
kosmetisch Kompromisse eingegangen werden.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Bestimmen des elektrischen Widerstandes
von Zähnen, insbesondere zum Bestimmen der Dicke des
Dentins über der Pulpahöhe, mit einer Elektrodenanordnung
aus zumindest einer Meßelektrode mit definierter
Meßfläche, die auf die Zahnoberfläche aufsetzbar ist,
und aus einer Bezugselektrode, die an das elektrisch
leitende Gewebe des Patienten anlegbar ist, ferner mit
einer Stromquelle zwischen Meßelektrode und Bezugselektrode
zum einleiten eines Stromes in den Zahn über die
Meßelektrode und mit einem Meßgerät zum Bestimmen des
elektrischen Widerstandes des zwischen den Elektroden
liegenden Zahnabschnitts, dadurch gekennzeichnet, daß
die Elektrodenanordnung neben der Meßelektrode eine
ebenfalls auf die Zahnoberfläche aufzusetzende Hilfselektrode
aufweist, und daß diese Hilfselektrode mit
dem Meßgerät zum Bestimmen des elektrischen Widerstands
verbunden und gemeinsam mit diesem elektrisch parallel
zur Meßelektrode angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stromquelle eine Wechselstromquelle und das Meßgerät
ein Wechselstromvoltmeter zur stromlosen oder hochohmigen
Messung der Spannung zwischen Hilfselektrode und Meß-
bzw. Bezugselektrode ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kopplung zwischen zumindest einem Teil der Elektroden
mit dem Zahn bzw. Gewebe eine kapazitive Kopplung ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Meßelektrode und
Hilfselektrode mechanisch miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßelektrode als
zahnärztliches Instrument, insbesondere Bohr- oder
Schleifinstrument, ausgeführt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung in einen
voll- oder halbautomatischen Schleif- bzw. Bohrautomaten
integriert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß im Falle der Verwendung eines Bohrers
als Meßelektrode der Bohrer gegenüber dem ihn
antreibenden Mechanismus elektrisch isoliert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Antriebsmechanismus beim Unterschreiten eines fest
eingestellten oder vorwählbaren Widerstandes abgeschaltet
und/oder gestoppt wird.
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
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| DE3719911A1 DE3719911A1 (de) | 1988-12-29 |
| DE3719911C2 true DE3719911C2 (de) | 1994-02-10 |
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| DE3719911A Expired - Lifetime DE3719911C2 (de) | 1987-06-15 | 1987-06-15 | Vorrichtung zum Bestimmen des elektrischen Widerstandes von Zähnen |
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| DE19714397B4 (de) * | 1997-04-08 | 2004-08-26 | Gente, Michael, Dr.med. | Vorrichtung zum Bestimmen des elektrischen Widerstandes von Zähnen |
| DE10303964A1 (de) * | 2003-01-31 | 2004-08-19 | Wolfgang Prof. Dr. Oettinger | Medizinische Bohrvorrichtung und medizinisches Bohrverfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3719911A1 (de) | 1988-12-29 |
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