DE3720949C2 - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R7/00—Diaphragms for electromechanical transducers; Cones
- H04R7/02—Diaphragms for electromechanical transducers; Cones characterised by the construction
- H04R7/12—Non-planar diaphragms or cones
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04R9/06—Loudspeakers
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Description
Die Erfindung betrifft eine Membran für elektroakustische Wandler
systeme gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei allen elektroakustischen Wandlern stellt sich das Problem des
Abstrahlverhaltens. So ist bekanntlich bei frontal abstrahlenden
Wandlern die Hörzone für ein optimales, stereophonisches Klangpano
rama sehr eingeengt. Im weiteren ergibt sich durch die Aufteilung des
Frequenzspektrums über Frequenzweichen und die Verteilung auf Schwing
systeme unterschiedlichen Abstrahlverhaltens zueinander, ein weiteres
Problem, nämlich wie sich das in seinen Grund- und Oberwellen völlig
zerrissene Klangbild im Raum zu einem einheitlichen in sich geschlosse
nen Klanggeschehen wieder zusammenfindet.
Klangverfärbungen, die sich zwangsläufig noch durch den Einbau in mitschwingende
Gehäuse ergeben, erweitern die Problematik, so daß z. B. bei
einem Hörtest zweier Spitzenlautsprecher ihre eingestufte Rangfolge
sich in zwei verschiedenen Wohnräumen völlig umkehrte (siehe Funkschau
1979, Heft 8, Seite 457 - Prof. Dipl.-Ing. Heinrich Williges Elektro
akustik).
Um die Richtwirkung der gebündelten Abstrahlung solcher Wandler zu verrin
gern, sind rundum abstrahlende Wandler in der Ausführung bekanntgeworden,
daß im Kreis oder auch würfelförmig mehrere konventionelle Wandler mit
Konus und Kalottenmembranen angeordnet sind, wobei der untere Frequenz
bereich frontal abstrahlenden Kastenlautsprechern überlassen bleibt, also
ein in sich geschlossenes Klangbild nicht zur Wiedergabe gelangen kann
(Audio-Heft 1984 Nr. 9, Seite 14; Stereo-Heft 1/1987 Seite 149/151).
So gab es Bestrebungen, Strahler nullter Ordnung zu schaffen, wie sie in
der deutschen Offenlegungsschrift 25 28 482 A1 bekannt wurden, die Kugelwellen ab
strahlen sollten, wobei die Energie der erzeugten Wellenform in einem sehr
kleinen Bereich unterhalb der Oberfläche der abstrahlenden Fläche zentriert
ist.
Die weitere Entwicklung einer kugelförmigen Membran für allseitige Abstrah
lung zeigt die Zeitschrift Hi-Fi-Vision 1987 (Heft Nr. 6, Seite 20).
Allen diesen Rundum-Strahlern ist gemeinsam, daß ihre Membranen nur in
Biegewellen angeregt werden, welchen größere Amplituden im unteren
Frequenzbereich entgegenstehen.
Das wird auch bei dem mit Steilkonus ausgeführten Radial-Strahler deutlich
(US-Patent 34 24 873), wo zur Wiedergabe des unteren Frequenzbereiches der
Steilkonus in herkömmlicher Art auf einem Resonanzkasten axial schwingend
angeordnet ist.
Eine Begrenzung im Tiefton-Bereich zeigt auch der olivenförmige Membran
körper der Auslegeschrift DE-AS 27 09 374. Als sogenannter Biegeschwinger
sind die am äquatorialen Bereich auftretenden Schwingkräfte gegeneinander
gerichtet und können sich als Resultierende nicht auswirken.
Dabei ergibt sich eine nicht eindeutige Drehpunktlage an der
Verbindungsstelle von Schwingspule zum Membransegment, wie sie
ebenfalls in der Ausführung der Patentschrift DE 30 36 149 C2
zwangsläufig auftritt, die phasendrehende Membranteile und nichtlineare
Verzerrungen zur Folge hat.
Dem entgegen wird der Membrankörper bis an die Innenfläche der
inneren Schicht der schwingenden Membranfläche mit Dämpfungsmaterial
ohne Lufteinschlüsse ausgefüllt. Diese hohe Bedämpfung
wirkt sich jedoch wieder nachteilig auf die Ausbildung großer
Amplituden aus und damit auch nachteilig auf den tiefen Frequenzbereich.
Auch die bekannte Ausführung in Hartschaum, z. B. Styropor hat
zwar den Vorteil einer gewünschten geringen Membranmasse, kann
jedoch die erwähnten Nachteile nicht ausschließen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die schematische Darstellung der auftretenden
Kräfte an den betreffenden Membransegmenten der beiden angeführten Patent
schriften (Funkschau Heft 3/1980, Seite 79). Einen Strahler nullter Ordnung
kann daher auch nicht Ziel der Erfindung sein. Sie unterliegt auch nicht dem
im herkömmlichen Lautsprecherkonzept verankerten Grundsatz, die Membran
flächen im Verhältnis zur abgestrahlten Wellenlänge klein zu halten, um eine
möglichst bündelungs- und richtwirkungsfreie, kugelförmige Abstrahlung zu
erhalten (Tonstudio-Technik Johannes Weber, Franzis-Verlag München, 2. erw.
Auflage, Seite 207, desgl. Funkschau 1979/Heft 8/Seite 459).
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen in sich geschlossenen
Membrankörper mit einer mehr ebenen wellenfrontförmigen, bündelungsfreien
Rundumabstrahlung zu schaffen, der sowohl im Raum in unmittelbarer Nähe als auch
in größerer Entfernung vom Strahler, den gleichen Klangeindruck vermittelt.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem gekennzeichneten Teil des
Patentanspruches 1.
Die Erfindung löst die Aufgabe bei dem vorliegenden Rundstrahler durch ein
parabolisch gekrümmtes Membranelement, das die Umlenkung der Schwingrich
tung von der axialen in die horizontale Ebene über das ganze Membran
element verteilt und somit eine fixierte Drehpunktlage und phasendrehende
Membranteile nicht in Erscheinung treten lassen, wie das Fig. 3 gegenüber
Fig. 1 und 2 erkennen läßt. Konstruktiv gesehen bleiben die schwingenden
Schubkräfte innerhalb des gekrümmten Membranelementes und kommen erst am
äquatorialen Bereich des Membrankörpers als Resultierende zur Auswirkung.
Es kann nicht umgangen werden, daß die bisher bekannten Rundstrahler in
Annäherung an einen Kugelstrahler den größten Teil der Abstrahlung durch
Reflexion und nur ein sehr geringer Teil an Direktschall dem Hörer ver
mitteln.
Zwar bindet diese Wiedergabe, im Gegensatz zu Frontstrahlern, nicht so sehr
an einen eng begrenzten optimalen Hörplatz, doch wird trotz des aufge
fächerten Klangpanoramas die Lokalisierung virtueller Schallquellen, selbst
Solisten an einem Platz zu wissen, erschwert und unterliegt damit mehr der
akustischen Eigenart des Raumes.
Wie aus dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 2 hervorgeht, führt die
weitere Entwicklung der Erfindung dazu, Teilabschnitte des Membrankörpers
zu einer verstärkten, im besonderen variablen Abstrahlung mittlerer und
höherer Frequenzen anzuregen und damit den direkten Schallanteil zu verstärken.
Die erfindungsgemäße Ausführung sieht dafür ein oder mehrere Hoch- und Mittel
töner vor, die innerhalb des Membrankörpers bzw. in den freistehenden
Dämpfungskörper integriert und radial auf die entsprechenden Membranelemente
ausgerichtet sind. Die zusätzlich elektroakustischen Wandler können den
bekannten herkömmlichen Kalotten- und Konussystemen entsprechen, ohne daß
Richtwirkungen oder gar Bündelungen einzelner Frequenzteile auftreten,
denn nach dem Fresnel-Huygensschen und Fermateschen Prinzip kann eine Trenn
fläche, die hierbei durch die Membransegmente gebildet wird, als quasioptisch
angesehen werden (s. Tonstudio-Technik von Johannes Weber, 2. Auflage
Franzis-Verlag München, Seite 57-60).
In der Aufstellung des Wandlers bietet sich eine größere Variation, nämlich
das Klanggeschehen trotz verschiedener Hörpositionen örtlich festzuhalten,
was besonders bei solistischen Darbietungen erwünscht ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
Die Fig. 4 zeigt ein erfindungsgemäß parabolisch gekrümmtes, an seiner
konvexen Seite mit einer Rippe versteiftes Membranelement, das dämpfungs- und
massearm, z. B. Styropor, auszuführen ist.
Die Fig. 4a zeigt das ungekrümmte Membranelement, um die konkav
gebildeten Längsseiten sichtbar zu machen.
Die Rippenversteifung 1 in der Fig. 4 kann z. B. aus Alu-Blech 0,2 mm
hergestellt werden und muß dem Membranelement in Richtung Schwingspule
eine größere Steife verleihen.
Die Fig. 5 zeigt in Seitenansicht zwei Membranelemente, die im Abstand
voneinander mit dem elastischen Winkel 2 fest verbunden sind, und läßt
den sich bildenden Winkel der beiden Membranelemente erkennen, der nicht
größer als 110 Grad sein sollte.
Das so komplette Teil der Fig. 5 in mehrfacher Ausführung, kreisförmig
angeordnet und an seinen Längsseiten durch Falten 2 a oder einen elastischen
Stoff verbunden, bildet so den Membrankörper, Fig. 6, mit den an seinen
Enden angebrachten Schwingspulen 3 und 3 a des elektrodynamischen Schwin
gungserzeugers (nicht gezeichnet).
Den Membrankörper im Schnitt zeigt Fig. 7, wobei der innere freistehende
Dämpfungskörper 4 sichtbar ist, mit den z. B. drei integrierten Zusatz
tönern (5, 6 und 7), die im Abstand von 45 Grad verteilt sind.
Der Dämpfungskörper hat im wesentlichen die Form des Membrankörpers, nur
läßt er den Membrankörper mind. 20 mm freien Luftraum und ist perforiert.
Sein Inneres ist mit Dämpfungsmaterial gefüllt. Der Körper selbst wird durch
eine Mittelachse gehalten, woran auch die beiden Schwingungserzeuger be
festigt sind (nicht gezeichnet).
Claims (2)
1. Membran für elektroakustische Wandlersysteme, die aus mehreren
im Kreis angeordneten, im wesentlichen dämmarm ausgeführten
Paaren von Membranelementen besteht, die an ihren Längsseiten in bekannter
Weise mit Falten zu einem in sich geschlossenen
Membrankörper verbunden sind, der zwischen zwei gegeneinander schwingenden
elektrodynamischen Schwingungserzeugern angeordnet sowie rundum
abstrahlend ist und sich zusätzlich durch eine frontorientierte
insbesondere variable Hoch-Mittelton-Abstrahlung durch die
gleichen Membranelemente auszeichnet, deren Biegefähigkeit
nicht die effektive Membranamplitude definiert, sondern ihr
entgegengerichtet die an den Membranen sich bildenden Drehpunktlagen
kompensiert und daß innerhalb des geschlossenen Membrankörpers
sich ein zentralbefestigt-freistehender Dämpfungskörper
befindet, dessen Dämpfungsmaterial keinen Berührungskontakt
mit den Membranelementen hat, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membranelemente parabolisch gekrümmt sind, mit ihrer konkav
schallabstrahlenden Fläche nach außen zeigend und die Krümmung
ohne Wendepunkt vom Ansatz der Schwingspule bis zum äquatorialen
Bereich des Membrankörpers stetig verläuft, wo sie in
ein elastisches Bindeglied übergeht, das beide Membranelemente eines jeden Paares
symmetrisch zueinander verbindet, mit einem an der Verbindungsstelle
sich einstellenden Winkel von nicht mehr als 110 Grad
und die Membranelemente ohne Beeinträchtigung ihrer dämmarmen
Ausführung formstabilisiert, in Richtung Schwingspule starrer
werdend sind und nicht mit dämpfenden Stoffen in Berührung stehen.
2. Membran nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des
Membrankörpers ein freistehender Dämpfungskörper angebracht ist,
in welchem sich zusätzliche Hoch- und Mitteltonstrahler befinden,
die radial auf die Membranelemente ausgerichtet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873720949 DE3720949A1 (de) | 1987-06-22 | 1987-06-22 | Membran fuer elektroakustische wandlersysteme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873720949 DE3720949A1 (de) | 1987-06-22 | 1987-06-22 | Membran fuer elektroakustische wandlersysteme |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3720949A1 DE3720949A1 (de) | 1989-01-05 |
| DE3720949C2 true DE3720949C2 (de) | 1989-07-13 |
Family
ID=6330240
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873720949 Granted DE3720949A1 (de) | 1987-06-22 | 1987-06-22 | Membran fuer elektroakustische wandlersysteme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3720949A1 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2607858A1 (de) * | 1976-01-10 | 1977-08-25 | Falkenberg Werner | Elektroakustischer wandler (lautsprecher) |
| DE2709374C3 (de) * | 1977-03-01 | 1979-11-08 | Bm-Elektronik Meldtky Kg, 1000 Berlin | Elektroakustischer Wandler |
-
1987
- 1987-06-22 DE DE19873720949 patent/DE3720949A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3720949A1 (de) | 1989-01-05 |
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