DE3721077C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von
länglichen Hohlkörpern, insbesondere Rohren, aus
abbindefähigen Massen wie Beton oder dergleichen gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Rohre aus Beton oder Stahlbeton werden entweder als
sogenannte Maschinenrohre in Form von Schleuder- oder
Walzbetonrohren in liegenden Schalungsformen oder als
sogenannte Rüttelrohre in aufrechten Schalungsformen
hergestellt. Die erforderliche Verdichtung des Frischbetons
erfolgt im ersten Fall durch die Zentrifugalkraft beim
Schleudern bzw. durch Walzen, im zweiten Fall durch Rütteln.
Während bei Maschinenrohren nur eine Außenschalung vorhanden
ist, die meist aus zwei Halbschalen besteht, um sie von dem
erhärteten Rohrkörper lösen zu können, muß es bei der
Herstellung von Rüttelrohren möglich sein, auch die
Innenform von dem erhärteten Rohrkörper zu lösen und diesen
aus der Schalungsform herausheben zu können. Zu diesem Zweck
besteht die Innenform meist aus einem in Längsrichtung
geschlitzten Zylindermantel, dessen Durchmesser zum
Ausschalen verringert werden kann.
Problematisch bei den für die Herstellung von Rüttelrohren
bekannten Schalungsformen sind der unverhältnismäßig große
Zeitaufwand für das Öffnen und Schließen der aus mehreren
Teilen bestehenden Außenschalungen, die meist entlang von
Verbindungsleisten durch Schrauben, Klemmen oder dergleichen
miteinander verbunden werden, sowie die Dichtung der Fugen,
an denen oft Zementleim austritt, was nicht nur zu einer
Verschmutzung der Schalungsform, sondern auch zu lokalen
Qualitätseinbußen bei den Rohren führt.
Dies gilt grundsätzlich auch für die gattungsgemäße
Vorrichtung, eine Schalungsform für die Rohrfertigung, bei
der die Innenschalung aus einem längsgeschlitzten
Zylindermantel und die Außenschalung aus zwei zylindrischen
Halbschalen bestehen, wobei die Fugen jeweils durch
elastische Werkstoffstreifen gedichtet sind (DE-OS
25 05 044). Zum rationellen Schließen der Schalungsform
(Einschalzustand) sowie Öffnen derselben (Entschalzustand)
sind die Fugen überbrückende Zylinder-Kolben-Einheiten mit
tangential zur Schalungsform verlaufender Wirkungsrichtung
vorgesehen. Diese Zylinder-Kolben-Einheiten wirken aber nur
an den Rändern auf die Schalungsformteile ein, so daß die
auf die Formteile insgesamt wirkende Schließkraft
ungleichmäßig über den Umfang verteilt ist. Dazu kommt, daß
die Zylinder-Kolben-Einheiten infolge der geringen Dicke der
Schalungsformteile exzentrisch an den Schalungsformteilen
angreifen, so daß die Schließkraft nicht in der Achse
aufgebracht werden kann, in der die Umfangskraft verläuft;
dadurch werden bei Aufbringen der Schließkraft im Bereich
der Fugen Biegemomente in die Schalungsformteile
eingetragen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der gattungsgemäßen Art so weiterzubilden, daß die zum
Schließen der Schalung aufzubringende Schließkraft
gleichmäßig über den Umfang der Schalung aufgebracht und die
Eintragung von Biegemomenten an den Rändern der
Schalungsformteile vermieden werden.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Durch den Einsatz geschlossener, außerhalb der Außen- bzw.
innerhalb der Innenform angeordneter Verstellringe mit gegen
die jeweilige Form wirkenden Verstellelementen, für welche
die Verstellringe als feste Widerlager wirken und auf Zug
bzw. auf Druck beansprucht werden, gelingt nicht nur eine
sehr einfache Radialverstellung der Schalungsform, die den
Ein- und Ausschalvorgang bedeutend erleichtert, sondern vor
allem eine über den Umfang der Formteile gleichmäßig
verteilte und in der Achse der Formteile verlaufende
Einwirkung der Schließkraft, so daß Biegemomente in die
Formteile nicht eingetragen werden. Besonders vorteilhaft
ist der Einsatz von pneumatisch oder hydraulisch
betätigbaren Verstellelementen, was zu einer sehr
weitgehenden Automatisierung dieser Vorgänge führt.
Selbst wenn die die Außen- bzw. Innenform bildenden
Formteile an den Längsfugen nicht in jedem Betriebszustand
dicht miteinander verbunden sind, so bleiben sie doch immer
in derselben Lage zueinander, so daß die Längsfugen durch
Dichtungsmittel aus elastisch verformbarem Material
zumindest in geschlossenem Zustand der Schalungsform, also
beim Einbringen des Frischbetons, immer einwandfrei
gedichtet sind und kein Zementleim nach außen dringen kann.
Außen- und Innenform bilden jeweils ein in sich
geschlossenes System. Sie gestatten so das Aus- und
Einschalen durch einfache Radialverstellung, ohne die
Schalungsform insgesamt öffnen oder einzelne Teile entfernen
zu müssen. Unbeschadet dessen kann selbstverständlich die
Außenform als Ganzes auch abgehoben werden.
Da die Verstellringe grundsätzlich auch nur an einem Teil
der Schalungsform, z. B. der Außenform angebracht werden
können, kann die Innenform auch so ausgebildet sein, daß
durch Aufweiten eine in dem Rohrkörper angeordnete
Spannbewehrung gespannt werden kann; damit können unter
Verwendung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Außenform auch
Spannbetonrohre hergestellt werden (Anspruch 9).
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Teillängsschnitt durch eine Schalungsform nach
der Erfindung,
Fig. 2 einen Teilquerschnitt entlang der Linie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des oberen Endes der
Schalungsform gemäß Fig. 1,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des unteren Endes der
Schalungsform gemäß Fig. 1, die
Fig. 5a und 5b Querschnitte durch einen Verstellring in
verschiedenen Arbeitszuständen,
Fig. 6a und 6b Querschnitte durch Längsfugen der Außen-
und Innenform in verschiedenen Arbeitszuständen,
Fig. 7 einen Teillängsschnitt durch eine andere
Ausführungsform einer Schalungsform nach der
Erfindung,
Fig. 8 einen Teilquerschnitt entlang der Linie VIII-VIII in
Fig. 7, die
Fig. 9a und 9b Querschnitte durch Längsfugen der Außen-
und Innenform in verschiedenen Arbeitszuständen,
Fig. 10 einen Teillängsschnitt durch eine weitere
Ausführungsform einer Schalungsform nach der
Erfindung und
Fig. 11 einen Teilquerschnitt entlang der Linie XI-XI in
Fig. 10.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer
Schalungsform nach der Erfindung im Längs- und Querschnitt
dargestellt. Die Schalungsform 20 besteht aus einer
Innenform 21 und einer Außenform 22. Innenform 21 und
Außenform 22 ruhen in aufrechter Lage über einer Bodenplatte
23 auf einem Fundament 24.
Die Innenform 21 besteht aus vier gleichen segmentförmigen Form
teilen 21′, die sich jeweils über Umfangswinkel von etwa
90 Grad erstrecken und zwischen sich Längsfugen 25 bilden.
In den Längsfugen 25 befinden sich Fugenverschlußleisten 26
aus elastisch verformbarem Material, wie Gummi, Kunststoff
oder dergleichen. An den einzelnen Formteilen 21′ der Innenform
21 sind Vibratoren 27 befestigt. An der Innenseite der
Innenform 21 befinden sich in Abständen übereinander
angeordnet innere Verstellringe 28 mit Verstellelementen für
die Radialverstellung der Innenform, deren Funktion weiter
unten noch erläutert wird.
Auch die Außenform 22 besteht aus vier gleichen
segmentförmigen Formteilen 22′, die sich, wie diejenigen der
Innenform, ebenfalls über Umfangswinkel von etwa 90 Grad
erstrecken und Längsfugen 29 bilden, in denen sich wiederum
Fugenverschlußleisten 30 aus elastisch verformbarem
Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen, befinden.
An der Außenfläche der Außenform 22 befinden sich äußere
Verstellringe 31 mit Verstellelementen, die der
Radialverstellung der Außenform 22 dienen.
Zur Herstellung von Glockenmuffenrohren hat die
Außenform 22 an ihrem unteren Ende eine Verbreiterung 32. An
der entsprechenden Stelle ist innen in dem von Innenform 21
und Außenform 22 umgrenzten Formraum 33 ein Muffenformring
34 angeordnet, der als Innenschalung für den Muffenring
des Rohres dient.
Wie im einzelnen aus den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist, die
das obere bzw. untere Ende der Schalungsform 20 in größerem
Maßstab zeigen, sind sowohl die Formteile 21′ der Innenform 21,
wie auch die Formteile 22′ der Außenform 22 jeweils doppelwandig
aus Stahlblechen ausgebildet. Dabei bestehen die
Formteile 21′ aus einer den Formraum 33 begrenzenden
Innenwand 35 und einer Außenwand 36, die am oberen Ende
durch obere Endplatten 37 abgeschlossen und im Inneren durch
Abstandhalter 38 ausgesteift sind. An der Außenwand 36 der
Formteile 21′ sind jeweils in der Höhe der
Abstandhalter 38 bogenförmige Druckstücke 39 angesetzt, an
denen die inneren Verstellringe 28 gehalten sind.
In entsprechender Weise bestehen auch die Formteile 22′ der
Außenform 22 aus einer den Formraum 33 begrenzenden Innenwand 40 und einer
Außenwand 41 sowie oberen Endplatten 42 und Abstandhaltern
43. An der Außenwand 41 der Formteile 22′ sind wiederum
jeweils in der Höhe der Abstandhalter 43 und derjenigen der
inneren Verstellringe 28 bogenförmige äußere Druckstücke 44
angesetzt, an denen die äußeren Verstellringe 31 gehalten
sind.
Da die Formteile, aus denen die Innenform 21 und die
Außenform 22 bestehen, doppelwandig ausgebildet sind, können
in die zwischen den Formwänden gebildeten Hohlräume
wärme- und/oder schalldämmende Materialien oder auch
Wärmeträger zur Beheizung der Formen gebracht werden.
Besonders zweckmäßig erscheint die Füllung der Hohlräume der
Formteile 21′ mit beheizbarem Wasser und die Füllung
der Formteile 22′ mit einem wärmedämmenden Material.
Dadurch wird nicht nur der für die Beheizung erforderliche
Energieaufwand verringert, sondern es wird, wenn die für die
Verdichtung des Frischbetons erforderlichen Vibratoren
ebenfalls an der Innenform angesetzt werden, auch eine
Schalldämmung und somit ein aktiver Umweltschutz erreicht.
Außerdem lassen sich an der ortsfesten Innenform
Installationsleitungen leicht anbringen.
Die einzelnen Teile sowohl der Innenform 21 als auch der
Außenform 22 sind am oberen Ende jeweils an einem oberen
Endflansch 45, 46 in Langlöchern mit entsprechendem Spiel
radial verstellbar und zentrierbar geführt. An dem oberen
äußeren Endflansch 45 befinden sich Transportösen 47 zum
Abheben der Außenform 22.
Am unteren Ende der Schalungsform 20 ruhen sowohl die
Formteile 21′ der Innenform 21 über Endplatten 48, als auch
die Formteile 22′ der Außenform 22 über Endplatten 49
jeweils in radialer Richtung verstellbar auf der Bodenplatte
23. Die Bodenplatte 23 selbst ist zweiteilig ausgebildet;
neben einem inneren Ring 23′ umfaßt sie einen äußeren Ring
23′′, der mit der gesamten Außenform 22 nach oben abgehoben
werden kann. Die beiden Ringe 23′ und 23′′ sind deshalb in
einer schrägen Fuge gestoßen.
In den Fig. 3 und 4 sind sowohl die Innenform 21 als auch
die Außenform 22 in Betonierstellung dargestellt, d. h. die
jeweiligen Innenwände der Formteile 21′ und 22′ begrenzen
exakt den Formraum 33. Im Bereich ihrer Bodenplatten 48 bzw.
49 sind die Formteile in Langlöchern in radialer Richtung
nach innen bzw. nach außen bewegbar. Dieser Stellung
entsprechend befindet sich auch der Muffenformring 34 in
Betonierstellung. Auf seiner freien Außenfläche ist ein
weiterer Formring 50 aus elastisch verformbarem Material
aufgesetzt, der als Schalung eine Dichtringkammer ausformt.
Das Funktionsprinzip der Radialverstellung von Innen- und
Außenform ist in den Fig. 5a und 5b in Detailquerschnitten
durch einen Verstellring am Beispiel der Außenform
dargestellt. Der Verstellring 31 hat U-förmigen
Querschnitt, der zur Außenwand 41 der Außenform 22 hin
geöffnet ist; er besteht aus einer Rückwand 61 und zwei
parallelen ringförmigen Schenkeln 62, die an dem
bogenförmigen Druckstück 44 an der Außenform 22 radial
beweglich geführt sind bzw. ihrerseits eine Führung für eine
Radialbewegung der Außenformteile 22′ bilden.
Der U-förmige Verstellring 31 bildet mit dem Druckstück 44 einen
Hohlraum, in dem sich als Verstellelement ein elastischer
Profilring 64 mit einem inneren Druckteil 65 und einem
äußeren Verformungsteil 66 befindet, die zusammen eine
Ringkammer 67 umschließen. Das Verformungsteil 66 ist im
Ruhezustand etwa faltenbalgartig eingezogen (Fig. 5a). Durch
Einleiten eines Druckmediums, z. B. einer
Hydraulikflüssigkeit, in die Ringkammer 67 dehnt sich der
Profilring 64 aus. Da er an der Rückwand 61 des in sich
geschlossenen Verstellrings 31 ein Widerlager findet, drückt
er dabei mit seinem Druckteil 65 gegen das Druckstück 44 und
bewegt so die Außenform 22 nach innen in die
Betonierstellung (Fig. 5b). In analoger Weise arbeiten auch
die inneren Verstellringe 28, um die Innenform 21 in
Betonierstellung zu bringen.
Zum Ausschalen des Formlings und zum Lösen der Formen von
demselben wird der Druck in der Ringkammer 67 abgelassen;
gegebenenfalls kann auch ein Unterdruck erzeugt werden.
Infolge der dem Verformungsteil 66 innewohnenden Elastizität
bzw. des Unterdrucks kehrt dieses in die Ausgangsstellung
zurück und schafft so die Voraussetzung dafür, daß auch die
Formteile 22′ der Außenform 22 wieder in die
Ausgangsstellung gelangen können. Analoge Vorgänge erfolgen
auch bei der Innenform 21.
Das Funktionsprinzip einer Ausführungsform von die Formteile
21′ und 22′ der Innenform 21 bzw. der Außenform 22
verbindenden Fugenverschlußleisten ist in den Fig. 6a und 6b
in einem vergrößerten Ausschnitt aus dem Querschnitt nach
Fig. 2 dargestellt. Fig. 6a zeigt den Betonierzustand,
Fig. 6b den Ausformzustand, in dem die Innenform 21 und die
Außenform 22 von dem Rohrformling 1 gelöst sind.
Entsprechend der Radialverstellung der Außenform 22 für den
Betonierzustand nach innen befindet sich die äußere
Fugenverschlußleiste 30 in Fig. 6a in gestauchtem Zustand,
die innere Fugenverschlußleiste 26 in gedehntem Zustand. Die
Profile der Fugenverschlußleisten sind schon im jeweiligen
Ausgangszustand so gewählt, daß sich in der in Fig. 6a
gezeigten Betonierstellung eine möglichst exakte Fortsetzung
der den Formraum 33 begrenzenden Flächen der Innenform 21
und Außenform 22 ergibt. Da die innere Fugenverschlußleiste
26 für den Betonierzustand gedehnt werden muß, ist im
gedehnten Zustand der Fig. 6a eine Ausnehmung 68 vorzusehen,
die einen Freiraum bildet, in den bei der Stauchung der
Leiste 26 zum Ausformen ein Teil des nichtkompressiblen,
jedoch elastisch verformbaren Materials ausweichen kann. Ein
weiterer Teil des Materials kann nach innen, also zum
Formraum 33 hin verdrängt werden, wo er die Ablösung der
Formteile 21′ von der Wandung des Formlings 1 unterstützt. In
vergleichbarer Weise erfährt die äußere Fugenverschlußleiste
30 bei der Dehnung für den Ausformzustand eine
Querkontraktion (Fig. 6b). Nach außen hin sind die durch die
Fugenverschlußleisten 26 bzw. 30 ausgefüllten Fugen erst
durch Schleppbleche 69 bzw. 70 abgedeckt.
Die Fugenverschlußleisten 26 bzw. 30 können, wie
dargestellt, jeweils an die die Längsseiten der Formteile
21′ und 22′ bildenden Abstandhalterleisten 71 bzw. 72
angeklebt sein. Es ist aber auch möglich, die
Fugenverschlußleisten an eigenen Metalleisten zu befestigen
und sie mit einer solchen Vorspannung in die Fugen
einzusetzen, daß sie auch in "gedehntem" Zustand noch unter
einer gewissen Vorspannung stehen.
In den Fig. 7 und 8 ist ein anderes Ausführungsbeispiel
einer Schalungsform nach der Erfindung im Längs- und
Querschnitt dargestellt; die Fig. 9a und 9b zeigen das
Funktionsprinzip der die Außenform bzw. Innenform bildenden
Formteile in zwei verschiedenen Arbeitszuständen.
Auch hier besteht die Schalungsform 120 aus einer Innenform
121 und einer Außenform 122; diese wiederum bestehen aus
jeweils vier gleichen segmentförmigen Formteilen 121′ und 122′,
die sich jeweils über Umfangswinkel von etwa 90 Grad
erstrecken und Längsfugen 125 bzw. 129 bilden. Die Formteile
121′ und 122′ sind einwandig ausgebildet; sie sind in
gleicher Weise mit Verstellringen 128 bzw. 131 und
Verstellelementen versehen, die in gleicher Weise
funktionieren wie die weiter oben im Zusammenhang mit den
Fig. 8a und 8b beschriebenen Verstellelemente.
Die Ausbildung der Dichtung der Längsfugen 125 und 129 ist
in den Fig. 9a und 9b erkennbar. Dabei zeigt Fig. 9a den
Betonierzustand, Fig. 9b den Ausformzustand. Bei der
Innenform 121 sind die Formteile 121′ in den Längsfugen 125
stumpf gestoßen; zur Dichtung der Längsfugen 125 sind die
Formteile 121′ an der dem Formraum 33 zugewandten Seite von
einem geschlossenen Mantel 126 aus einem elastisch dehnbaren
Material, z. B. Gummi, umschlossen. Die Ausbildung ist dabei
so getroffen und die Spannung des Gummimantels 126 so
gewählt, daß im Ausformzustand die Längsfugen 125 fast
geschlossen sind, sich die Formteile 121′ in den Längsfugen
125 also fast berühren und der Gummimantel 126 keine oder
nur eine geringe Spannung hat (Fig. 9b), während im
Betonierzustand, also im aufgeweiteten Zustand der Innenform
121, der Gummimantel 126 gespannt ist (Fig. 9a). Der
gespannte Gummimantel 126 dient beim Ausformen durch seine
Spannung zugleich der Rückführung der Formteile 121′ der
Innenform 121 in den Ausformzustand.
Im Bereich der Außenform 122 sind die Längsfugen 129 durch
Randleisten 172 verbreitert; an einer Seite liegt an einer
Randleiste 172 eine Distanzleiste 173 an, die als Anschlag
beim Schließen der Außenform 122 und zugleich der Fixierung
eines Fugendichtungsprofils 130 dient. In geschlossenem
Zustand (Fig. 9a) wird das Fugendichtungsprofil 130 in der Fuge
129 zusammengepreßt und dichtet sie einwandfrei ab.
Ein drittes Ausführungsbeispiel einer Schalungsform nach der
Erfindung ist schließlich noch in den Fig. 10 und 11 im
Längs- und Querschnitt dargestellt. Hier handelt es sich um
eine Schalungsform 220 zur Herstellung von Spannbetonrohren,
deren Ringbewehrung durch Aufweiten der Schalungsform
vorgespannt werden kann; die Längsbewehrung kann gegenüber
der Schalungsform selbst gespannt werden.
Während die Außenschalung 222 im wesentlichen so ausgebildet
ist, wie im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel nach
den Fig. 7 und 8 beschrieben, besteht die Innenform 221 aus
einem einteiligen starren Innenformmantel 221′ und einem
über diesen gezogenen elastischen Innenformmantel 221′′ aus
Gummi, zwischen denen eine Druckkammer gebildet ist, in die
ein Druckmedium, z. B. Wasser, eingepreßt werden kann.
Dadurch wird es möglich, den in den Formraum eingefüllten
Frischbetonring radial aufzuweiten und so die in den Beton
eingebettete Ringbewehrung zu spannen. Mit Hilfe der äußeren
Verstellringe 231 und der elastischen Dichtungen in den
Längsfugen 229 zwischen den Formteilen 222′ der Außenform
222 ist es möglich, den Frischbeton
gegebenenfalls vor dem Aufweiten der Innenform schon von von außen her unter
radialen Druck zu setzen und diesen während des Aufweitens
der Innenform aufrecht zu erhalten.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Herstellen von länglichen Hohlkörpern,
insbesondere Rohren, aus abbindefähigen Massen wie Beton
oder dergleichen mit einer stehenden, im wesentlichen
zylindrischen Schalungsform aus einer Innenform und einer
konzentrisch dazu angeordneten Außenform, die einen
ringförmigen Formraum zur Aufnahme der abbindefähigen Masse
begrenzt, wobei zumindest die Außenform aus mindestens zwei
starren, durch Längsfugen voneinander getrennten
segmentartigen Formteilen eines Zylindermantels besteht, zu
deren Dichtung zumindest im Betriebszustand Dichtungsmittel
aus einem elastisch verformbaren Material, wie Gummi,
Kunststoff oder dergleichen, vorgesehen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest bei der Außenform (22) an der
jeweils dem Formraum abgewandten Seite der segmentartigen
Formteile (22′, 122′, 222′) entlang der Mantellinie der
Schalungsform (20) in Abständen voneinander, in zur
Längsachse der Schalungsform (20) rechtwinkligen Ebenen und
in radialem Abstand von dem jeweiligen Formteil (22′, 122′,
222′) Verstellringe (31, 131, 231) mit Verstellelementen
angeordnet sind, die unter Abstützung gegen die feste
Widerlager bildenden Verstellringe (31, 131, 231) in
Wirkverbindung mit den ihnen zugeordneten Formteilen (22′,
122′, 222′) im Sinne einer Radialverschiebung derselben
bringbar sind, daß die Verstellringe (31, 131, 231) jeweils
einen gegen die Außenfläche der Form geöffneten U-förmigen
Hohlquerschnitt aufweisen, daß die Verstellelemente in dem
ringförmigen Hohlraum (63) der Verstellringe (31) angeordnet
sind und daß als Verstellelemente jeweils Ringe aus
schlauchartigen Hohlprofilen (64) aus elastisch verformbarem
Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen, vorgesehen
sind, die einen geschlossenen, mit einem Druckmedium
beaufschlagbaren Hohlraum (67) bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellringe (31, 131, 231) in radialer Richtung
beweglich an den Formteilen (22, 122, 222) gehalten sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstellringe (31) an den Formteilen
(22′) jeweils an bogenförmigen, mit den Formteilen (22′)
verbundenen Druckstücken (44) gehalten sind, deren
Seitenflächen Führungen für die Innenflächen der Schenkel
(62) der Verstellringe (31) bilden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge der bogenförmigen Druckstücke (44) der
Bogenlänge der jeweiligen Formteile (22′) entspricht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die schlauchartigen Hohlprofile (64)
jeweils ein im wesentlichen massives Druckteil (65) und ein
faltenbalgartiges Verformungsteil (66) aufweisen, welche den
mit dem Druckmedium beaufschlagbaren Hohlraum (67)
begrenzen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß als Dichtungsmittel Fugenzwischenlagen
(26, 30) vorgesehen sind, die so ausgebildet und/oder
angeordnet sind, daß sie auch im aufgeweiteten Zustand der
jeweiligen Formen an den Fugenflächen der Formteile (21′,
22′) anliegen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fugenzwischenlagen (26, 30) an den Fugenflächen der
Formteile (21′, 22′) befestigt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß bei der Innenform (121) als
Dichtungsmittel ein die Formteile umschließender Mantel
(126) aus elastischem Material, wie Gummi, Kunststoff oder
dergleichen, vorgesehen ist.
9. Vorrichtung zum Herstellen von zumindest in
Ringrichtung vorgespannten Hohlkörpern aus Beton,
insbesondere Spannbetonrohren, bei der die Außenform gemäß
den Ansprüchen 1 bis 8 ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenform (221) aus einem starren
Innenformmantel (221′), z. B. aus Stahl, und einem diesen
umschließenden und als Schalung für den Hohlkörper dienenden
elastisch verformbaren Innenformmantel (221′′), z. B. aus
Gummi, besteht, zwischen denen eine zur Aufweitung der
Innenform mit einem hydraulischen Medium beaufschlagbare
Druckkammer gebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873721077 DE3721077A1 (de) | 1987-06-26 | 1987-06-26 | Vorrichtung zum herstellen von laenglichen hohlkoerpern,insbesondere rohren, aus beton oder stahlbeton |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873721077 DE3721077A1 (de) | 1987-06-26 | 1987-06-26 | Vorrichtung zum herstellen von laenglichen hohlkoerpern,insbesondere rohren, aus beton oder stahlbeton |
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| DE3721077C2 true DE3721077C2 (de) | 1992-06-11 |
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ID=6330321
Family Applications (1)
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| DE19873721077 Granted DE3721077A1 (de) | 1987-06-26 | 1987-06-26 | Vorrichtung zum herstellen von laenglichen hohlkoerpern,insbesondere rohren, aus beton oder stahlbeton |
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1987
- 1987-06-26 DE DE19873721077 patent/DE3721077A1/de active Granted
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