DE3721077C2 - - Google Patents

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DE3721077C2
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    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von länglichen Hohlkörpern, insbesondere Rohren, aus abbindefähigen Massen wie Beton oder dergleichen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Rohre aus Beton oder Stahlbeton werden entweder als sogenannte Maschinenrohre in Form von Schleuder- oder Walzbetonrohren in liegenden Schalungsformen oder als sogenannte Rüttelrohre in aufrechten Schalungsformen hergestellt. Die erforderliche Verdichtung des Frischbetons erfolgt im ersten Fall durch die Zentrifugalkraft beim Schleudern bzw. durch Walzen, im zweiten Fall durch Rütteln.
Während bei Maschinenrohren nur eine Außenschalung vorhanden ist, die meist aus zwei Halbschalen besteht, um sie von dem erhärteten Rohrkörper lösen zu können, muß es bei der Herstellung von Rüttelrohren möglich sein, auch die Innenform von dem erhärteten Rohrkörper zu lösen und diesen aus der Schalungsform herausheben zu können. Zu diesem Zweck besteht die Innenform meist aus einem in Längsrichtung geschlitzten Zylindermantel, dessen Durchmesser zum Ausschalen verringert werden kann.
Problematisch bei den für die Herstellung von Rüttelrohren bekannten Schalungsformen sind der unverhältnismäßig große Zeitaufwand für das Öffnen und Schließen der aus mehreren Teilen bestehenden Außenschalungen, die meist entlang von Verbindungsleisten durch Schrauben, Klemmen oder dergleichen miteinander verbunden werden, sowie die Dichtung der Fugen, an denen oft Zementleim austritt, was nicht nur zu einer Verschmutzung der Schalungsform, sondern auch zu lokalen Qualitätseinbußen bei den Rohren führt.
Dies gilt grundsätzlich auch für die gattungsgemäße Vorrichtung, eine Schalungsform für die Rohrfertigung, bei der die Innenschalung aus einem längsgeschlitzten Zylindermantel und die Außenschalung aus zwei zylindrischen Halbschalen bestehen, wobei die Fugen jeweils durch elastische Werkstoffstreifen gedichtet sind (DE-OS 25 05 044). Zum rationellen Schließen der Schalungsform (Einschalzustand) sowie Öffnen derselben (Entschalzustand) sind die Fugen überbrückende Zylinder-Kolben-Einheiten mit tangential zur Schalungsform verlaufender Wirkungsrichtung vorgesehen. Diese Zylinder-Kolben-Einheiten wirken aber nur an den Rändern auf die Schalungsformteile ein, so daß die auf die Formteile insgesamt wirkende Schließkraft ungleichmäßig über den Umfang verteilt ist. Dazu kommt, daß die Zylinder-Kolben-Einheiten infolge der geringen Dicke der Schalungsformteile exzentrisch an den Schalungsformteilen angreifen, so daß die Schließkraft nicht in der Achse aufgebracht werden kann, in der die Umfangskraft verläuft; dadurch werden bei Aufbringen der Schließkraft im Bereich der Fugen Biegemomente in die Schalungsformteile eingetragen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art so weiterzubilden, daß die zum Schließen der Schalung aufzubringende Schließkraft gleichmäßig über den Umfang der Schalung aufgebracht und die Eintragung von Biegemomenten an den Rändern der Schalungsformteile vermieden werden.
Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Durch den Einsatz geschlossener, außerhalb der Außen- bzw. innerhalb der Innenform angeordneter Verstellringe mit gegen die jeweilige Form wirkenden Verstellelementen, für welche die Verstellringe als feste Widerlager wirken und auf Zug bzw. auf Druck beansprucht werden, gelingt nicht nur eine sehr einfache Radialverstellung der Schalungsform, die den Ein- und Ausschalvorgang bedeutend erleichtert, sondern vor allem eine über den Umfang der Formteile gleichmäßig verteilte und in der Achse der Formteile verlaufende Einwirkung der Schließkraft, so daß Biegemomente in die Formteile nicht eingetragen werden. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz von pneumatisch oder hydraulisch betätigbaren Verstellelementen, was zu einer sehr weitgehenden Automatisierung dieser Vorgänge führt.
Selbst wenn die die Außen- bzw. Innenform bildenden Formteile an den Längsfugen nicht in jedem Betriebszustand dicht miteinander verbunden sind, so bleiben sie doch immer in derselben Lage zueinander, so daß die Längsfugen durch Dichtungsmittel aus elastisch verformbarem Material zumindest in geschlossenem Zustand der Schalungsform, also beim Einbringen des Frischbetons, immer einwandfrei gedichtet sind und kein Zementleim nach außen dringen kann. Außen- und Innenform bilden jeweils ein in sich geschlossenes System. Sie gestatten so das Aus- und Einschalen durch einfache Radialverstellung, ohne die Schalungsform insgesamt öffnen oder einzelne Teile entfernen zu müssen. Unbeschadet dessen kann selbstverständlich die Außenform als Ganzes auch abgehoben werden.
Da die Verstellringe grundsätzlich auch nur an einem Teil der Schalungsform, z. B. der Außenform angebracht werden können, kann die Innenform auch so ausgebildet sein, daß durch Aufweiten eine in dem Rohrkörper angeordnete Spannbewehrung gespannt werden kann; damit können unter Verwendung einer erfindungsgemäß ausgebildeten Außenform auch Spannbetonrohre hergestellt werden (Anspruch 9).
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Teillängsschnitt durch eine Schalungsform nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Teilquerschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des oberen Endes der Schalungsform gemäß Fig. 1,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des unteren Endes der Schalungsform gemäß Fig. 1, die
Fig. 5a und 5b Querschnitte durch einen Verstellring in verschiedenen Arbeitszuständen,
Fig. 6a und 6b Querschnitte durch Längsfugen der Außen- und Innenform in verschiedenen Arbeitszuständen,
Fig. 7 einen Teillängsschnitt durch eine andere Ausführungsform einer Schalungsform nach der Erfindung,
Fig. 8 einen Teilquerschnitt entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 7, die
Fig. 9a und 9b Querschnitte durch Längsfugen der Außen- und Innenform in verschiedenen Arbeitszuständen,
Fig. 10 einen Teillängsschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Schalungsform nach der Erfindung und
Fig. 11 einen Teilquerschnitt entlang der Linie XI-XI in Fig. 10.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer Schalungsform nach der Erfindung im Längs- und Querschnitt dargestellt. Die Schalungsform 20 besteht aus einer Innenform 21 und einer Außenform 22. Innenform 21 und Außenform 22 ruhen in aufrechter Lage über einer Bodenplatte 23 auf einem Fundament 24.
Die Innenform 21 besteht aus vier gleichen segmentförmigen Form­ teilen 21′, die sich jeweils über Umfangswinkel von etwa 90 Grad erstrecken und zwischen sich Längsfugen 25 bilden. In den Längsfugen 25 befinden sich Fugenverschlußleisten 26 aus elastisch verformbarem Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen. An den einzelnen Formteilen 21′ der Innenform 21 sind Vibratoren 27 befestigt. An der Innenseite der Innenform 21 befinden sich in Abständen übereinander angeordnet innere Verstellringe 28 mit Verstellelementen für die Radialverstellung der Innenform, deren Funktion weiter unten noch erläutert wird.
Auch die Außenform 22 besteht aus vier gleichen segmentförmigen Formteilen 22′, die sich, wie diejenigen der Innenform, ebenfalls über Umfangswinkel von etwa 90 Grad erstrecken und Längsfugen 29 bilden, in denen sich wiederum Fugenverschlußleisten 30 aus elastisch verformbarem Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen, befinden. An der Außenfläche der Außenform 22 befinden sich äußere Verstellringe 31 mit Verstellelementen, die der Radialverstellung der Außenform 22 dienen.
Zur Herstellung von Glockenmuffenrohren hat die Außenform 22 an ihrem unteren Ende eine Verbreiterung 32. An der entsprechenden Stelle ist innen in dem von Innenform 21 und Außenform 22 umgrenzten Formraum 33 ein Muffenformring 34 angeordnet, der als Innenschalung für den Muffenring des Rohres dient.
Wie im einzelnen aus den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist, die das obere bzw. untere Ende der Schalungsform 20 in größerem Maßstab zeigen, sind sowohl die Formteile 21′ der Innenform 21, wie auch die Formteile 22′ der Außenform 22 jeweils doppelwandig aus Stahlblechen ausgebildet. Dabei bestehen die Formteile 21′ aus einer den Formraum 33 begrenzenden Innenwand 35 und einer Außenwand 36, die am oberen Ende durch obere Endplatten 37 abgeschlossen und im Inneren durch Abstandhalter 38 ausgesteift sind. An der Außenwand 36 der Formteile 21′ sind jeweils in der Höhe der Abstandhalter 38 bogenförmige Druckstücke 39 angesetzt, an denen die inneren Verstellringe 28 gehalten sind.
In entsprechender Weise bestehen auch die Formteile 22′ der Außenform 22 aus einer den Formraum 33 begrenzenden Innenwand 40 und einer Außenwand 41 sowie oberen Endplatten 42 und Abstandhaltern 43. An der Außenwand 41 der Formteile 22′ sind wiederum jeweils in der Höhe der Abstandhalter 43 und derjenigen der inneren Verstellringe 28 bogenförmige äußere Druckstücke 44 angesetzt, an denen die äußeren Verstellringe 31 gehalten sind.
Da die Formteile, aus denen die Innenform 21 und die Außenform 22 bestehen, doppelwandig ausgebildet sind, können in die zwischen den Formwänden gebildeten Hohlräume wärme- und/oder schalldämmende Materialien oder auch Wärmeträger zur Beheizung der Formen gebracht werden. Besonders zweckmäßig erscheint die Füllung der Hohlräume der Formteile 21′ mit beheizbarem Wasser und die Füllung der Formteile 22′ mit einem wärmedämmenden Material. Dadurch wird nicht nur der für die Beheizung erforderliche Energieaufwand verringert, sondern es wird, wenn die für die Verdichtung des Frischbetons erforderlichen Vibratoren ebenfalls an der Innenform angesetzt werden, auch eine Schalldämmung und somit ein aktiver Umweltschutz erreicht. Außerdem lassen sich an der ortsfesten Innenform Installationsleitungen leicht anbringen.
Die einzelnen Teile sowohl der Innenform 21 als auch der Außenform 22 sind am oberen Ende jeweils an einem oberen Endflansch 45, 46 in Langlöchern mit entsprechendem Spiel radial verstellbar und zentrierbar geführt. An dem oberen äußeren Endflansch 45 befinden sich Transportösen 47 zum Abheben der Außenform 22.
Am unteren Ende der Schalungsform 20 ruhen sowohl die Formteile 21′ der Innenform 21 über Endplatten 48, als auch die Formteile 22′ der Außenform 22 über Endplatten 49 jeweils in radialer Richtung verstellbar auf der Bodenplatte 23. Die Bodenplatte 23 selbst ist zweiteilig ausgebildet; neben einem inneren Ring 23′ umfaßt sie einen äußeren Ring 23′′, der mit der gesamten Außenform 22 nach oben abgehoben werden kann. Die beiden Ringe 23′ und 23′′ sind deshalb in einer schrägen Fuge gestoßen.
In den Fig. 3 und 4 sind sowohl die Innenform 21 als auch die Außenform 22 in Betonierstellung dargestellt, d. h. die jeweiligen Innenwände der Formteile 21′ und 22′ begrenzen exakt den Formraum 33. Im Bereich ihrer Bodenplatten 48 bzw. 49 sind die Formteile in Langlöchern in radialer Richtung nach innen bzw. nach außen bewegbar. Dieser Stellung entsprechend befindet sich auch der Muffenformring 34 in Betonierstellung. Auf seiner freien Außenfläche ist ein weiterer Formring 50 aus elastisch verformbarem Material aufgesetzt, der als Schalung eine Dichtringkammer ausformt.
Das Funktionsprinzip der Radialverstellung von Innen- und Außenform ist in den Fig. 5a und 5b in Detailquerschnitten durch einen Verstellring am Beispiel der Außenform dargestellt. Der Verstellring 31 hat U-förmigen Querschnitt, der zur Außenwand 41 der Außenform 22 hin geöffnet ist; er besteht aus einer Rückwand 61 und zwei parallelen ringförmigen Schenkeln 62, die an dem bogenförmigen Druckstück 44 an der Außenform 22 radial beweglich geführt sind bzw. ihrerseits eine Führung für eine Radialbewegung der Außenformteile 22′ bilden.
Der U-förmige Verstellring 31 bildet mit dem Druckstück 44 einen Hohlraum, in dem sich als Verstellelement ein elastischer Profilring 64 mit einem inneren Druckteil 65 und einem äußeren Verformungsteil 66 befindet, die zusammen eine Ringkammer 67 umschließen. Das Verformungsteil 66 ist im Ruhezustand etwa faltenbalgartig eingezogen (Fig. 5a). Durch Einleiten eines Druckmediums, z. B. einer Hydraulikflüssigkeit, in die Ringkammer 67 dehnt sich der Profilring 64 aus. Da er an der Rückwand 61 des in sich geschlossenen Verstellrings 31 ein Widerlager findet, drückt er dabei mit seinem Druckteil 65 gegen das Druckstück 44 und bewegt so die Außenform 22 nach innen in die Betonierstellung (Fig. 5b). In analoger Weise arbeiten auch die inneren Verstellringe 28, um die Innenform 21 in Betonierstellung zu bringen.
Zum Ausschalen des Formlings und zum Lösen der Formen von demselben wird der Druck in der Ringkammer 67 abgelassen; gegebenenfalls kann auch ein Unterdruck erzeugt werden. Infolge der dem Verformungsteil 66 innewohnenden Elastizität bzw. des Unterdrucks kehrt dieses in die Ausgangsstellung zurück und schafft so die Voraussetzung dafür, daß auch die Formteile 22′ der Außenform 22 wieder in die Ausgangsstellung gelangen können. Analoge Vorgänge erfolgen auch bei der Innenform 21.
Das Funktionsprinzip einer Ausführungsform von die Formteile 21′ und 22′ der Innenform 21 bzw. der Außenform 22 verbindenden Fugenverschlußleisten ist in den Fig. 6a und 6b in einem vergrößerten Ausschnitt aus dem Querschnitt nach Fig. 2 dargestellt. Fig. 6a zeigt den Betonierzustand, Fig. 6b den Ausformzustand, in dem die Innenform 21 und die Außenform 22 von dem Rohrformling 1 gelöst sind.
Entsprechend der Radialverstellung der Außenform 22 für den Betonierzustand nach innen befindet sich die äußere Fugenverschlußleiste 30 in Fig. 6a in gestauchtem Zustand, die innere Fugenverschlußleiste 26 in gedehntem Zustand. Die Profile der Fugenverschlußleisten sind schon im jeweiligen Ausgangszustand so gewählt, daß sich in der in Fig. 6a gezeigten Betonierstellung eine möglichst exakte Fortsetzung der den Formraum 33 begrenzenden Flächen der Innenform 21 und Außenform 22 ergibt. Da die innere Fugenverschlußleiste 26 für den Betonierzustand gedehnt werden muß, ist im gedehnten Zustand der Fig. 6a eine Ausnehmung 68 vorzusehen, die einen Freiraum bildet, in den bei der Stauchung der Leiste 26 zum Ausformen ein Teil des nichtkompressiblen, jedoch elastisch verformbaren Materials ausweichen kann. Ein weiterer Teil des Materials kann nach innen, also zum Formraum 33 hin verdrängt werden, wo er die Ablösung der Formteile 21′ von der Wandung des Formlings 1 unterstützt. In vergleichbarer Weise erfährt die äußere Fugenverschlußleiste 30 bei der Dehnung für den Ausformzustand eine Querkontraktion (Fig. 6b). Nach außen hin sind die durch die Fugenverschlußleisten 26 bzw. 30 ausgefüllten Fugen erst durch Schleppbleche 69 bzw. 70 abgedeckt.
Die Fugenverschlußleisten 26 bzw. 30 können, wie dargestellt, jeweils an die die Längsseiten der Formteile 21′ und 22′ bildenden Abstandhalterleisten 71 bzw. 72 angeklebt sein. Es ist aber auch möglich, die Fugenverschlußleisten an eigenen Metalleisten zu befestigen und sie mit einer solchen Vorspannung in die Fugen einzusetzen, daß sie auch in "gedehntem" Zustand noch unter einer gewissen Vorspannung stehen.
In den Fig. 7 und 8 ist ein anderes Ausführungsbeispiel einer Schalungsform nach der Erfindung im Längs- und Querschnitt dargestellt; die Fig. 9a und 9b zeigen das Funktionsprinzip der die Außenform bzw. Innenform bildenden Formteile in zwei verschiedenen Arbeitszuständen.
Auch hier besteht die Schalungsform 120 aus einer Innenform 121 und einer Außenform 122; diese wiederum bestehen aus jeweils vier gleichen segmentförmigen Formteilen 121′ und 122′, die sich jeweils über Umfangswinkel von etwa 90 Grad erstrecken und Längsfugen 125 bzw. 129 bilden. Die Formteile 121′ und 122′ sind einwandig ausgebildet; sie sind in gleicher Weise mit Verstellringen 128 bzw. 131 und Verstellelementen versehen, die in gleicher Weise funktionieren wie die weiter oben im Zusammenhang mit den Fig. 8a und 8b beschriebenen Verstellelemente.
Die Ausbildung der Dichtung der Längsfugen 125 und 129 ist in den Fig. 9a und 9b erkennbar. Dabei zeigt Fig. 9a den Betonierzustand, Fig. 9b den Ausformzustand. Bei der Innenform 121 sind die Formteile 121′ in den Längsfugen 125 stumpf gestoßen; zur Dichtung der Längsfugen 125 sind die Formteile 121′ an der dem Formraum 33 zugewandten Seite von einem geschlossenen Mantel 126 aus einem elastisch dehnbaren Material, z. B. Gummi, umschlossen. Die Ausbildung ist dabei so getroffen und die Spannung des Gummimantels 126 so gewählt, daß im Ausformzustand die Längsfugen 125 fast geschlossen sind, sich die Formteile 121′ in den Längsfugen 125 also fast berühren und der Gummimantel 126 keine oder nur eine geringe Spannung hat (Fig. 9b), während im Betonierzustand, also im aufgeweiteten Zustand der Innenform 121, der Gummimantel 126 gespannt ist (Fig. 9a). Der gespannte Gummimantel 126 dient beim Ausformen durch seine Spannung zugleich der Rückführung der Formteile 121′ der Innenform 121 in den Ausformzustand.
Im Bereich der Außenform 122 sind die Längsfugen 129 durch Randleisten 172 verbreitert; an einer Seite liegt an einer Randleiste 172 eine Distanzleiste 173 an, die als Anschlag beim Schließen der Außenform 122 und zugleich der Fixierung eines Fugendichtungsprofils 130 dient. In geschlossenem Zustand (Fig. 9a) wird das Fugendichtungsprofil 130 in der Fuge 129 zusammengepreßt und dichtet sie einwandfrei ab.
Ein drittes Ausführungsbeispiel einer Schalungsform nach der Erfindung ist schließlich noch in den Fig. 10 und 11 im Längs- und Querschnitt dargestellt. Hier handelt es sich um eine Schalungsform 220 zur Herstellung von Spannbetonrohren, deren Ringbewehrung durch Aufweiten der Schalungsform vorgespannt werden kann; die Längsbewehrung kann gegenüber der Schalungsform selbst gespannt werden.
Während die Außenschalung 222 im wesentlichen so ausgebildet ist, wie im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 7 und 8 beschrieben, besteht die Innenform 221 aus einem einteiligen starren Innenformmantel 221′ und einem über diesen gezogenen elastischen Innenformmantel 221′′ aus Gummi, zwischen denen eine Druckkammer gebildet ist, in die ein Druckmedium, z. B. Wasser, eingepreßt werden kann. Dadurch wird es möglich, den in den Formraum eingefüllten Frischbetonring radial aufzuweiten und so die in den Beton eingebettete Ringbewehrung zu spannen. Mit Hilfe der äußeren Verstellringe 231 und der elastischen Dichtungen in den Längsfugen 229 zwischen den Formteilen 222′ der Außenform 222 ist es möglich, den Frischbeton gegebenenfalls vor dem Aufweiten der Innenform schon von von außen her unter radialen Druck zu setzen und diesen während des Aufweitens der Innenform aufrecht zu erhalten.

Claims (9)

1. Vorrichtung zum Herstellen von länglichen Hohlkörpern, insbesondere Rohren, aus abbindefähigen Massen wie Beton oder dergleichen mit einer stehenden, im wesentlichen zylindrischen Schalungsform aus einer Innenform und einer konzentrisch dazu angeordneten Außenform, die einen ringförmigen Formraum zur Aufnahme der abbindefähigen Masse begrenzt, wobei zumindest die Außenform aus mindestens zwei starren, durch Längsfugen voneinander getrennten segmentartigen Formteilen eines Zylindermantels besteht, zu deren Dichtung zumindest im Betriebszustand Dichtungsmittel aus einem elastisch verformbaren Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen, vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest bei der Außenform (22) an der jeweils dem Formraum abgewandten Seite der segmentartigen Formteile (22′, 122′, 222′) entlang der Mantellinie der Schalungsform (20) in Abständen voneinander, in zur Längsachse der Schalungsform (20) rechtwinkligen Ebenen und in radialem Abstand von dem jeweiligen Formteil (22′, 122′, 222′) Verstellringe (31, 131, 231) mit Verstellelementen angeordnet sind, die unter Abstützung gegen die feste Widerlager bildenden Verstellringe (31, 131, 231) in Wirkverbindung mit den ihnen zugeordneten Formteilen (22′, 122′, 222′) im Sinne einer Radialverschiebung derselben bringbar sind, daß die Verstellringe (31, 131, 231) jeweils einen gegen die Außenfläche der Form geöffneten U-förmigen Hohlquerschnitt aufweisen, daß die Verstellelemente in dem ringförmigen Hohlraum (63) der Verstellringe (31) angeordnet sind und daß als Verstellelemente jeweils Ringe aus schlauchartigen Hohlprofilen (64) aus elastisch verformbarem Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen, vorgesehen sind, die einen geschlossenen, mit einem Druckmedium beaufschlagbaren Hohlraum (67) bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellringe (31, 131, 231) in radialer Richtung beweglich an den Formteilen (22, 122, 222) gehalten sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellringe (31) an den Formteilen (22′) jeweils an bogenförmigen, mit den Formteilen (22′) verbundenen Druckstücken (44) gehalten sind, deren Seitenflächen Führungen für die Innenflächen der Schenkel (62) der Verstellringe (31) bilden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der bogenförmigen Druckstücke (44) der Bogenlänge der jeweiligen Formteile (22′) entspricht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schlauchartigen Hohlprofile (64) jeweils ein im wesentlichen massives Druckteil (65) und ein faltenbalgartiges Verformungsteil (66) aufweisen, welche den mit dem Druckmedium beaufschlagbaren Hohlraum (67) begrenzen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Dichtungsmittel Fugenzwischenlagen (26, 30) vorgesehen sind, die so ausgebildet und/oder angeordnet sind, daß sie auch im aufgeweiteten Zustand der jeweiligen Formen an den Fugenflächen der Formteile (21′, 22′) anliegen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugenzwischenlagen (26, 30) an den Fugenflächen der Formteile (21′, 22′) befestigt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Innenform (121) als Dichtungsmittel ein die Formteile umschließender Mantel (126) aus elastischem Material, wie Gummi, Kunststoff oder dergleichen, vorgesehen ist.
9. Vorrichtung zum Herstellen von zumindest in Ringrichtung vorgespannten Hohlkörpern aus Beton, insbesondere Spannbetonrohren, bei der die Außenform gemäß den Ansprüchen 1 bis 8 ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenform (221) aus einem starren Innenformmantel (221′), z. B. aus Stahl, und einem diesen umschließenden und als Schalung für den Hohlkörper dienenden elastisch verformbaren Innenformmantel (221′′), z. B. aus Gummi, besteht, zwischen denen eine zur Aufweitung der Innenform mit einem hydraulischen Medium beaufschlagbare Druckkammer gebildet ist.
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