DE372194C - Kastenkolonne - Google Patents

Kastenkolonne

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Publication number
DE372194C
DE372194C DEG53702D DEG0053702D DE372194C DE 372194 C DE372194 C DE 372194C DE G53702 D DEG53702 D DE G53702D DE G0053702 D DEG0053702 D DE G0053702D DE 372194 C DE372194 C DE 372194C
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DE
Germany
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column
box
steam
distillation
columns
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Expired
Application number
DEG53702D
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English (en)
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DR AUGUST GASSER
Original Assignee
DR AUGUST GASSER
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Publication date
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Priority to DEG53702D priority Critical patent/DE372194C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE372194C publication Critical patent/DE372194C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/26Multiple-effect evaporating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Kastenkolonne.
  • Es ist bekannt, daß für die Destillation von Ammoniakwasser, Benzol, Spiritus, Benzin usw. Kolonnen verwendet werden, die aus übereinandergesetzten Becken bestehen. Die Becken sind runde, ringförmige Behälter, mit Uberläufen, Tauchglocken usw. ausgerüstet, und haben meist eingegossene oder eingedichtete Zwischenböden. Sie werden an den Flanschen zusammengefügt, und zwar 6,8 bis 10 Stück und mehr, so daß ein zylindrischer, turmartiger Aufbau entsteht, 4,5 bis 6 m hoch oder höher. Die Leistung solcher Apparate hängt von der Anzahl der Becken und auch von der Flächengröße derselben ab. Die Flächengröße ist sehr Ibegrenzt, und es dürfte Leistung einer einmal aufgestellten Kolonne 2 m wohl kaum überschreiten. Will man daher größere Leistungen haben, so ist es notwendig, mehrere Kolonnen aufzustellen. Die Leistung einer einmal aufgestellten Kolonne von bestimmtem Durchmesser kann nicht erhölat werden, es ist eben, wie gesagt, in solchen Fällen die Aufstellung eines weiteren Apparates erforderlich.
  • Wie die Patentschrift 249854 zeigt, war es dem Erfinder gelungen, einen Teil Ider Febler zu beseitigen, welche der Kolonne mit runden Becken anhaften. Jedoch zeigten sich auch hierbei noch größere Mängel, welche durch die vorliegende Neuerung beseitigt werden.
  • Die Kolonne nach Patent 249854 bestand aus Elementen, die in ein Gerüst eingebaut werden. Die neue Kolonne bedarf keines Gerüstes.
  • Die Elemente der alten Kolonne lagen übereinander in einem Gerüst, die der neuen Kolonne liegen nebeneinander in beliebiger Zahl und aufeiniander bei Vergrößerungen usw.
  • Die alte Kolonne raute sich, wenn größere Leistungen verlangt wurden, sehr hoch aus, und die Elemente mußten dabei noch 2 m lang und darüber angelegt werden. Die neue Kolonne kann kurze Elemente haben und baut sich bei den allergrößten Leistungen noch nicht halb so hoch wie die alte.
  • Die alte Kolonne konnte ueber eine bestimmte Leistung. nicht vergrößert werden, sondern es mußte dann eine neue Kolonne Aufstellung finden. Die neue Kolonne kann jederzeit beliebig vergrößert werden, wobei sie, selbst bei den denkbar größten Leistungen, die Höhe der alten Kolonne nicht erreicht.
  • Bei der alten Kolonne war der Inhalt, also etwaige Scheidewand, Verteilungsvorrichtung usw., nicht an dem Deckel befestigt. Bei der neuen Kolonne ist das der Fall und alles kann mit einer einzigen Manipulation herausge nommen werden. Bei der alten Kolonne ware das auch nicht gegangen wegen der Länge der Elemente, während bei den kurzen Elementen der neuen Kolonne keine Schwierigkeit besteht.
  • Bei der alten Kolonne mußte jedes einzelne Element für sich isoliert werden, bei der neuen nur der nach außen liegende Teil der äußeren Elemente.
  • Bei der alten Kolonne konnte kein Element nach dem anderen Wärme übertragen, bei der neuen wärmen die Elemente sich gegenseitig.

Claims (9)

  1. Aus alledem ist zu ersehen, daß die neue Kolonne nicht nur gegenüber der bekannten mit kreisrunden Becken, sondern auch gegen.. über der Kolonne nach Patent 249854 große Vorteile bietet. Sie baut sich niedriger, kleiner, bedarf keines Gerüstes, kann jederzeit beliebig vergrößert werden, bis zu den allergrößten Leistungen, kann leicht gereinigt werden, da der Inhalt mit dem losgelösten Deckel herausnehmbar ist, und zuletzt ist die Wärmeübertragung von Element zu Element denkbar gut, und es ist wenig Material zur Isolierung erforderlich.
    Die Kolonnen der neuen Erfindung werden vorteilhaft mit quadratischem Querschnitt hergestellt, können jedoch auch jeden sonstigen haben.
    Abb. I zeigt in dem Aufbau a bis a3, b bis c c bis c3, die Kastenkolonne. Dieselbe besteht aus über- und nebeneinanderliegenden langgestreckten Kästchen. Abb. 2 und 4 zeigen die Form dieser Kästchen. In diesen einzelnen Kästchen liegt, wie aus Abb. 2 und 4 ersichtlich, die Verteilungsröhre für Dampf x mit Löchern x1, eine Scheidewand y regelt den Lauf der Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit tritt bei z ein, fließt um die Scheidewand y, passiert das Tauchkästchen z1 und tritt bei aus aus und gelangt nach der nächsten Kolonne.
    Abb. I zeigt die Überläufe i, il, i2. k, kl, k2 und 1, 12, 12, ferner die dämpfeführenden Röhren u, u1, u2, t, tl, t2, s, 5t, s2. Der Dampfeintritt z. R. in Kolonne « der Austritt in Kolonne a3 hei n3 oder in b Austritt b3 oder Eintritt in c Austritt aus c3. Die Flüssigkeit tritt in a3 oder b3 oder C3 ein und fließt von Kolonne zu Kolonne. Der Austritt erfolgt in a, b oder c. Die nebeneinanderliegenden Kolonnen arbeiten zusammen. Für Benzol oder Alkoholdestillation usw. kommt nur der Aufsatz, bestehend aus a bis a2, b bis b3, in Betracht. Dient der Apparat nur zur Destillation von Ammoniakwasser, so kommen die Kalkräume d, d1, d2 und die Kalkkolonnen e, el, e2 hinzu. Dann fließt das Ammoniakwasser von a nach d2 und von da nach g2, von b nach d1 und i2, von c nach d und e. Die Flüssigkeitsüberläufe sind g, gl, g2. Die Dampfübergänge r, j.1, ?.
  2. 2. Vom Kalkraume nach den Kalkkqlonnen sind die Überläufe m, ilti, i;12 angeordnet. Die Kalkkolonnen sind durch die Überläufe p2, p1 verbunden, und bei p fließt das Abwasser heraus. Der Dampf tritt z. B. bei o ein, bei q1 aus usw. Ferner tritt der Dampf bei v, v1, v2 ein. Abb. 3 zeigt einen Deckel für die Ein.zelkolonnenkästchen. Mit Abnahme des Deckels wird zugleich der Überlauf, die Scheidewand und Dampfverteilungsrohr herausgenommen, und das leere Kolonnenkästchen bleibt zurück.
    Die Vorteile der neuen Kolonne sind folgende: I. Geringe Höhe. 2. Jedes einzelne Kolonnenkästchen kann wie eine Schiebelade aus einem Schränkchen herausgezogen werden.
  3. 3. Alle Überläufe und Dampfübergänge liegen frei.
  4. 4. Der ganze innere Ausbau wird init dem Deckel herausgenommen.
  5. 5. Die Leistung kann durch Aufbau einer neuen Kolonnenkästcheureihe beliebig und jederZeit erhöht werden. Dies gilt für die Benzol-, Alkohol- usw. Destillation. Bei der Ammoniakdestillation kommt ein gleichzeitiger Aufbau des Unterteiles hinzu.
  6. 6. Die Kolonne nimmt nur ganz wenig Raum ein.
  7. 7. Die Dichtungsflächen sind denkbar klein.
  8. 8. Nur die äußeren Kolonnen bedürfen einer Isolierung.
  9. 9. Die inneren Kolonnen nehmen gegenseitig die ausstrahlende Wärme auf. Die Vorteile dürften klar auf der Hand liegen und können ohne Übertreibung als sehr groß bezeichnet werden.
    PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Kastenkolonne zur Destillation von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet. daß eine Anzahl langgestreckter Kästchen neuen und übereinander geschichtet einen großen Kasten bilden, derart, daß jedes Kästchen gleich einer Schiebelade herausgenommen werden kann, wobei die Kästchen, welche durch außenliegende Dampf-und Flüssigkeitsübergänge verbunden sind, entweder alle gemeinsam oder reihenweise getrennt arbeiten, und daß der Deckel jedes einzelnen Kästchens mit dem daran befestigten Dampfverteilungsrohr, Überlaufkasten und Scheidewand gelöst und herausgenommen werden kann, damit der leere Innenraum zugängig ist.
    2. Kastenkolonne zur Destillation von Ammoniakwasser wie vor gekennzeichnet, mit darunterliegendem Kalkraum und mehreren übereinandergeschichteten Kästchen, als Kalkabtreibekolonne eingerichtet.
DEG53702D 1921-04-28 1921-04-28 Kastenkolonne Expired DE372194C (de)

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DEG53702D DE372194C (de) 1921-04-28 1921-04-28 Kastenkolonne

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DE372194C true DE372194C (de) 1923-03-24

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ID=7130582

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0022114A1 (de) * 1979-04-02 1981-01-07 EXERGIE Société de Personnes à Responsabilité Limitée Destillationsvorrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0022114A1 (de) * 1979-04-02 1981-01-07 EXERGIE Société de Personnes à Responsabilité Limitée Destillationsvorrichtung

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