DE3727794C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen der Flüssigkeitsauf
nahme von pulverförmigen Feststoffen. Die Erfindung bezweckt, die
maximal mögliche Flüssigkeitsmenge reproduzierbar zu ermitteln, die
der pulverförmige Feststoff bis zur Sättigung aufnehmen kann.
Pulverförmige Feststoffe, wie beispielsweise mineralische Füllstoffe
für die Kautschukverarbeitung, Ruße und Pigmente, haben die Eigen
schaft, Flüssigkeiten aufnehmen zu können, ohne ihre Pulverform zu
verlieren. Von besonderer Bedeutung ist die Flüssigkeitsmenge, die
der pulverförmige Feststoff maximal aufnimmt, d. h. bis Sättigung
eintritt. Ein pulverförmiger Feststoff - im folgenden Pulver genannt -
ist ein mineralischer Füllstoff, ein Pigment oder ein Ruß, dessen
Schüttdichte in einem breiten Bereich - bis hinab zu extrem niedrigen
Werten der Schüttdichte - variieren kann.
Die Flüssigkeitsaufnahme - im folgenden als FA abgekürzt - dient zur
Bestimmung der Oberflächeneigenschaften des Pulvers und gibt Hinweise
auf die Pulverstruktur und die Verarbeitungseigenschaften des Pulvers.
Beispiele hierfür sind die "DBP-Zahl" (Dibutylphthalat-Zahl) bei Rußen
und hellen Füllstoffen sowie die "Ölzahl" bei Pigmenten und Füll
stoffen.
Nach DIN 53 601 (Dez. 78) und ASTM D 2414-82 wird die Dibutylphthalat
(DBP)-Absorption von Rußen mit dem Cabot-Absorptometer bestimmt. Dazu
wird die Menge an DBP gemessen, die auf den im Absorptometer gerührten
Ruß bis zum Erreichen eines voreingestellten Drehmoments,
das deutlich unterhalb des maximalen Drehmomentes liegt,
bei Zimmertemperatur aufgetropft wurde. Aus der DBP-Absorption läßt sich das
Leervolumen des Rußes abschätzen, und Hinweise auf dessen Verarbei
tungseigenschaften lassen sich ableiten. In DIN 53 601 wird
bei einem Drehmoment von etwa 70% des maximal auftretenden
Drehmomentes die Ölzuführung automatisch abgeschaltet. Ferner
werden bei diesem Verfahren zwei Eichruße eingesetzt.
Die Knetkammer des Cabot-Absorptometers hat ein Volumen von ca.
50 cm3, das Rotorpaar läuft mit einem Umdrehungsverhältnis von 125
zu 250 pro Minute.
Als Rußmenge werden im allgemeinen 20 g bei einer Schüttdichte von
0,5 g/cm3 empfohlen. Der Füllgrad beträgt dann 80%. In jedem Fall muß
die Kneterkammer ausreichend gefüllt sein, weil bei zu wenig gefüllter
Kneterkammer Falschmessungen resultieren. Das DBP läuft mit gleich
bleibender Geschwindigkeit von 4 ml pro Minute (aber pulsierend) auf
den gerührten Ruß.
Es ist weiter bekannt, nach der Ölzahl-Methode gemäß DIN ISO 787
(Febr. 1983) die Menge Lackleinöl zu bestimmen, die unter festgelegten
Bedingungen von einer Pigment- oder Füllstoffprobe absorbiert wird.
Dabei wird eine Probemenge des Pigment- oder Füllstoffs auf eine Glas
platte gegeben und bei Zimmertemperatur mit einigen Tropfen Lackleinöl
betropft. Das Öl wird mit einem Messerspatel in die Probemenge einge
rieben. Das Betropfen mit Öl und dessen Einreiben in die Probemenge
werden mehrfach wiederholt, bis eine weiche Paste entstanden ist, bis
also das Pulver seine Pulverform verloren hat. Das Erkennen des End
punktes der Ölzugabe ist vom Prüfer abhängig. Die nach diesem Ver
fahren ermittelten Ölzahlen sind deshalb vorzugsweise als Relativwerte
einer Prüfstelle (zwischen Probe und Vergleichsprobe) anzusehen.
Bei beiden Methoden wird die Flüssigkeit (DBP oder Lackleinöl) dem
gerührten bzw. geriebenen Pulver bei Raumtemperatur zugegeben, als
pulsierender scharfer Strahl im Cabot-Absorptometer bzw. als Tropfen
bei der Ölzahl-Methode. Dadurch werden die Pulverteilchen lokal mit
Flüssigkeit überladen, wodurch die Meßergebnisse beeinträchtigt
werden.
In der DE-OS 36 06 356 ist ein Verfahren zum Messen des Ölaufnahme
vermögens von Kautschuk-Pulverbatch angegeben, bei dem der
Kautschuk-Pulverbatch in einem Rührwerk gerührt und verwir
belt wird und das Öl auf das gerührte Pulver aufgetragen wird.
Der Kautschuk-Pulverbatch wird in einem Planetenmischer ge
rührt, dessen Kammervolumen zu 10 bis 50% mit Kautschuk-
Pulverbatch gefüllt ist. Das Öl wird pulsfrei zu der Zer
stäubungseinrichtung gefördert und in Form eines Zerstäu
bungskegels aus einer oder mehreren Zerstäubungseinrichtun
gen bei einem zeitlich konstanten Durchsatz zerstäubt; die
Ölmasse ist gleich der 0,05fachen bis dreifachen Masse des
Kautschuk-Anteils im Kautschuk-Pulverbatch in der Mischkammer
und wird in 0,1 bis 5 Minuten zerstäubt. Die Viskosität des
Öls wird durch Vorwärmen auf 0,1 bis 50 mPA · s bei
Schergeschwindigkeiten von 5 · 103 bis 5 · 106 pro Sekunde ein
gestellt. Der zeitliche Verlauf des Drehmomentes am Rührer
motor wird vor und während des Zerstäubens des Öls bis etwas
über den ersten Wendepunkt (mit einem Maximum der ersten
Ableitung der Drehmoment-Kurve) hinaus gemessen; die Ölmenge,
die bis zum ersten Wendepunkt auf den Kautschuk-Pulverbatch
aufgetragen wurde, wird berechnet.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Messen der FA von
Pulvern zu finden, das für einen breiten Bereich der Schüttdichte von
extrem niedrigen bis zu hohen Werten anwendbar ist, wobei das Pulver
während des Auftragens der Flüssigkeit verwirbelt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren der
eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
Durch das kräftearme Rühren werden die auf die Pulverteilchen wirken
den Scher-, Zug- und Druckkräfte klein gehalten, weil das Kammer
volumen nur zu 10 bis 80% (bevorzugt zu 10 bis 40%) mit Pulver
gefüllt ist. Die Drehzahlen und die Umfangsgeschwindigkeiten liegen
etwa in folgenden Bereichen:
- - Drehzahl des Antriebs: 40 bis 100 pro Minute
- - Umfangsgeschwindigkeit des Rührers oder des Abstreifers (Planetenbewegung): 3600 bis 9300 cm pro Minute
- - Umfangsgeschwindigkeit des Rührers (Eigendrehung): 5900 bis 14 900 cm pro Minute
Sämtliche Spalte zwischen den Rührwerkzeugen und der Wand der
Mischkammer sind mindestens zwanzigmal so groß wie der mittlere
Durchmesser der Pulverteilchen.
Die Flüssigkeit wird zu der Auftragsvorrichtung aus dem Vorratstank
pulsfrei gefördert und (bevorzugt oberhalb des gerührten Pulvers) in
Form eines (hohlen oder vollen) Zerstäubungskegels fein zerstäubt und
von oben auf das Pulver befördert. Dazu dienen eine oder mehrere
Zerstäubungseinrichtungen, die als Einstoff- oder Zweistoffdüse mit
mäßig großem Druck oder mit Hochdruck betrieben werden können.
Der Flüssigkeitsdurchsatz durch die Auftragsvorrichtung wird auf einen
zeitlich konstanten Wert eingestellt. Während 0,1 bis 10 Minuten wird
eine Flüssigkeitsmasse aufgesprüht, die der 0,05fachen bis sechsfachen
Masse des Pulvers entspricht, das sich in der Mischkammer befindet.
Die Viskosität der Flüssigkeit wird bei Bedarf durch Vorwärmen auf 0,1
bis 50 mPa · s bei Schergeschwindigkeiten von 5 · 103 bis 5 · 106 pro
Sekunde an der engsten Stelle der Zerstäubungsdüse eingestellt. Die
geeignete Viskosität erreicht man je nach Beschaffenheit der auf
zutragenden Flüssigkeit gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur.
Der Rührwerksantrieb ist mit einer bekannten Vorrichtung zum Messen
des Drehmomentes ausgerüstet. Der zeitliche Verlauf des Drehmomentes
wird bevorzugt auf einem Schreiber registriert. Die gegebenenfalls
auftretende Unruhe der Registrierkurve, die von nebensächlichen Ein
flüssen herrührt, wird nicht weiter betrachtet oder bei der Auswertung
durch das Verfahren des gleitenden Mittelwertes eliminiert.
Mit wachsender Menge der aufgesprühten Flüssigkeit steigt das Dreh
moment zuerst langsam und später steil bis zu einem Maximum an; in
einigen Fällen kann man mehr als einen Wendepunkt im Anstiegsbereich
der Kurve beobachten. Nach Durchlaufen des Maximums fällt das Dreh
moment im allgemeinen steil ab. Die bis zum Maximum des Drehmomentes
auf das Pulver aufgesprühte Flüssigkeitsmenge, die Zeitdifferenz vom
Beginn des Sprühens bis zum Maximum (t max - t 0) sowie die Höhe des
Maximums (M max - M 0) werden gemessen.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat folgende Eigenschaften und Vorteile:
- - Die FA kann auch für Pulver mit extrem niedriger Schüttdichte gemessen werden, bei denen bisher keine reproduzierbaren Messungen möglich waren.
- - Es ist für Pulver mit extrem niedriger, mittlerer und hoher Schüttdichte - also von 0,05 bis 3 g/cm3 - und damit universell anwendbar.
- - Örtliche Überladung der Pulverteilchen mit Flüssigkeit und damit eine Verfälschung der Meßergebnisse werden durch die gleichmäßige Verteilung der aufgesprühten Flüssigkeit vermieden.
- - Es können Flüssigkeiten mit ganz unterschiedlicher Beschaffenheit aufgetragen werden, weil deren Viskosität bis zur Bildung des Sprühnebels durch Erhöhen der Flüssigkeitstemperatur auf einen geeigneten Wert eingestellt wird.
- - Die Pulverteilchen werden nur wenig beansprucht; ihre Oberflächen sind für die aufgesprühte Flüssigkeit sehr gut zugänglich.
- - Durch die weitgehende Separierung der Pulverteilchen werden die gewöhnlich durch Agglomeratbildung hervorgerufenen Scheinstrukturen mit engen Zwischenräumen zwischen den Teilchen vermieden. Damit wird im wesentlichen nur die FA auf den und innerhalb der Pulverteilchen selbst bestimmt.
- - "Eichpulver", wie z. B. Eichruße, werden nicht eingesetzt.
- - Die FA wird bis zum Erreichen des maximalen Drehmomentes (und etwas darüber hinaus) gemessen.
- - Das Kammervolumen kann bis zu 80% mit Pulver gefüllt werden, die Masse der aufgetragenen Flüssigkeit kann bis zum Sechsfachen der Pulvermasse und die Zerstäubungszeit bis 10 Minuten betragen.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren weiter erläutert.
Fig. 1 zeigt beispielhaft eine Vorrichtung zum Durchführen des
erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Mischgefäß (1) (mit Flüssigkeits
mantel zwecks Thermostatisierung) enthält ein Planetenrührwerk,
bestehend aus rotierendem Rührflügel (2) und Abstreifer (3), das
vom Antrieb (4) (mit einstellbarer Drehzahl und Drehzahlregelung)
angetrieben wird. Der Rührwerksantrieb ist mit der Drehmomentmeßvor
richtung (5) (mit mehreren Drehmomentmeßbereichen) und diese mit der
Anzeigevorrichtung (6) verbunden.
Der Vorratsbehälter (7) (bei Bedarf mit Flüssigkeitsmantel zwecks
Thermostatisierung) für die aufzutragende Flüssigkeit ist über eine
Leitung an die Zahnradpumpe (8) (mit Übedrucksicherung) angeschlos
sen, die druckseitig über ein Dreiwegeventil (9) mit der Zerstäubungs
einrichtung (10) verbunden ist, die im Deckel des Mischergefäßes
angebracht ist. Vor der Zerstäuberdüse ist die Druckmeßstelle (11)
vorhanden. Das Ventil (9) ist außerdem über die Rücklaufleitung (12)
mit der Saugseite der Zahnradpumpe verbunden. Die Temperatur des
gewirbelten Pulvers wird bei Bedarf mit dem Temperaturfühler (13)
gemessen. Sämtliche Leitungen zwischen Vorratsbehälter und Zerstäuber
düse sowie die Rücklaufleitung sind - bevorzugt elektrisch - beheiz
bar. Die Zahnradpumpe und das Ventil sind wärmeisoliert.
Alle zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens nebensächlichen
Vorrichtungen sind in Fig. 1 nicht eingezeichnet.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird mittels der in Fig. 1 darge
stellten Vorrichtung beispielsweise wie folgt durchgeführt: Der be
heizbare Vorratsbehälter wird mit der aufzutragenden Flüssigkeit
gefüllt und - bei Bedarf - auf die vorgegebene Temperatur gebracht,
damit die Viskosität der Flüssigkeit im angegebenen Bereich liegt.
Die Heizung der Leitungen wird - bei Bedarf - auf dieselbe Temperatur
eingestellt. Das Dreiwegeventil wird zur Rücklaufleitung geöffnet und
zur Leitung der Zerstäubungseinrichtung geschlossen; die Zahnradpumpe
wird eingeschaltet und auf einen Förderstrom eingestellt, der größer
ist als der für die Zerstäubung benötigte Flüssigkeitsstrom.
Das auf Raumtemperatur befindliche oder - bei Bedarf - thermosta
tisierte Mischergefäß wird mit dem auf Raumtemperatur befindlichen
Pulver beschickt. Das noch flüssigkeitsfreie Pulver wird gewirbelt,
bis sich ein konstantes Drehmoment eingestellt hat; dieses wird im
allgemeinen nach etwa 0,1 bis 1 Minute erreicht. Dann wird das Drei
wegeventil umgestellt, und der für die Zerstäubung und den vorgege
benen Flüssigkeitsstrom notwendige - in einem Vorversuch ermittelte -
Druck vor der Zerstäuberdüse stellt sich innerhalb weniger Sekunden
ein. Während des Zerstäubens der Flüssigkeit wird das Drehmoment
weiter registriert, bis das Maximum der Drehmomentkurve sicher
erkennbar ist.
Das Verfahren kann nach bekannten Methoden weitgehend automatisiert
werden.
Aus der Drehmomentkurve entnimmt man die Zeit, die vom Beginn des
Flüssigkeitsauftrages bis zum Erreichen des Drehmomentmaximums ver
strichen ist. Die absolute FA ist das Produkt aus dem Volumendurch
satz der Flüssigkeit und der Dauer des Flüssigkeitsauftrages bis zum
Maximum des Drehmomentes; den Volumendurchsatz kann man mittels der
Dichte der Flüssigkeit in den Massendurchsatz umrechnen. Die relative
FA erhält man, wenn man die absolute FA durch die Masse des im
Mischergefäß vorgelegten Pulvers dividiert.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand des folgenden Beispiels,
für das eine Apparatur entsprechend Fig. 1 verwendet wird, weiter
erläutert.
Der Vorratsbehälter wird mit Ethylenglykol gefüllt. In das auf Raum
temperatur befindliche Mischergefäß mit 2,5 Liter Kammervolumen werden
100 g (entsprechend 833 cm3 Schüttvolumen) pulverförmiger aktiver
Kieselsäure eingefüllt. Man rührt und verwirbelt zunächst das noch
flüssigkeitsfreie Pulver etwa 1 Minute lang bei einer Drehzahl des
Antriebs von 75 pro Minute. Während dieser Zeit stellt sich ein
konstantes Drehmoment am Rührer ein. Das Ethylenglykol zirkuliert bei
Raumtemperatur über Zahnradpumpe und Rücklaufleitung im Kreis. Die
Drehzahl der Zahnradpumpe wird in einem Vorversuch auf den vor der
Zerstäubungsdüse gewünschten Druck von 6 bar eingestellt. Nach Ablauf
von einer Minute wird das Dreiwegeventil umgestellt. Binnen weniger
Sekunden baut sich vor der Zerstäubungsdüse ein konstanter Druck von 6
bar auf. Die Flüssigkeit wird mit 72 Milliliter pro Minute gefördert,
durch die Düse zerstäubt (Hohlkegelzerstäubung), auf das gerührte
Pulver aufgesprüht und von diesem aufgenommen.
Während des Versuchs (einschließlich der Vorlaufzeit) wird das Dreh
moment als Funktion der Zeit registriert. Der Versuch wird beendet,
wenn das Maximum der Drehmomentkurve überschritten und eindeutig
erkennbar ist und zuverlässig ermittelt werden kann.
Beim vorliegenden Versuch wird das Maximum der Drehmomentkurve nach
298 Sekunden erreicht, gerechnet ab Beginn des Aufsprühens des Ethy
lenglykols; der Versuch wird nach etwa 340 Sekunden abgebrochen. Bis
zum Maximum des Drehmomentes hat die aktive Kieselsäure 357,6 Milli
liter Ethylenglykol aufgenommen. Das Drehmoment beim Maximum beträgt
etwa 6 Newtonmeter.
Analog zu diesem Beispiel werden verschiedene Ruße und helle Füll
stoffe untersucht, bei denen mit den bisher üblichen Methoden die FA
nicht gemessen werden kann.
In Fig. 2 ist eine für das erfindungsgemäße Verfahren typische Kurve
dargestellt. Das Drehmoment M ist als Funktion der Zeit t aufgetragen.
Bis zum Zeitpunkt t 0 des Beginns des Flüssigkeitsauftrages hat sich
das konstante Drehmoment M 0 eingestellt. Zum Zeitpunkt t max ist das
Maximum des Drehmomentes M max erreicht. Die zum Maximum gehörende Zeit
t max kann aus der Kurve direkt entnommen werden. Mittels der Differenz
t max - t 0 wird die FA des Pulvers berechnet.
Die Differenz t max - t 0 liegt erfahrungsgemäß zwischen 0,1 und 8
Minuten.
Claims (3)
1. Verfahren zum Messen des Flüssigkeitsaufnahmevermögens von Pulver,
bei dem das Pulver in einem Rührwerk gerührt und verwirbelt wird,
die Flüssigkeit auf das gerührte Pulver aufgetragen
und der zeitliche Verlauf des Drehmomentes am Rührer
motor gemessen wird,
gekennzeichnet durch
- - Rühren des Pulvers in einem Planetenmischer, dessen Kammervolumen zu 10 bis 80% mit Pulver gefüllt ist,
- - pulsfreies Fördern der Flüssigkeiten zu der Auftragseinrichtung,
- - Zerstäuben der Flüssigkeit in Form eines Zerstäubungskegels aus einer oder mehreren Zerstäubungseinrichtungen bei einem zeitlich konstanten Durchsatz, mit dem eine Flüssigkeitsmasse, die gleich der 0,05fachen bis sechsfachen Masse des Pulvers in der Mischer kammer ist, in 0,1 bis 10 Minuten zerstäubt wird,
- - Einstellen der Viskosität je nach Beschaffenheit der Flüssigkeit durch Vorwärmen auf 0,1 bis 50 mPa · s bei Schergeschwindigkeiten von 5 · 103 bis 5 · 106 pro Sekunde,
- - Messen des zeitlichen Verlaufs des Drehmomentes am Rührermotor vor und während des Zerstäubens der Flüssigkeit bis etwas über das Maximum der Drehmomentkurve hinaus, Messen der Zeitdifferenz vom Beginn des Sprühens bis zum Maximum, Messen der Höhe des Maximums,
- - Berechnen der Flüssigkeitsmenge, die bis zum Maximum auf das Pulver aufgetragen wurde, und Berechnen der Flüssigkeitsaufnahme des Pulvers.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
- - Rühren des Pulvers in einem Planetenmischer, dessen Kammervolumen zu 10 bis 40% mit Pulver gefüllt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
- - ein Pulver mit einer Schüttdichte von 0,05 bis 3 g/cm3, vorzugsweise von 0,05 bis 0,8 g/cm3.
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1987
- 1987-08-20 DE DE19873727794 patent/DE3727794A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006034949B4 (de) * | 2006-07-28 | 2009-04-09 | Brabender Gmbh & Co.Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Absorptionsfähigkeit und Knetbarkeit einer aus mindestens zwei Medien bestehenden Mischung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3727794A1 (de) | 1988-10-13 |
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