DE3729005C2 - Räumwerkzeug zum Räumen eines unrunden Loches - Google Patents

Räumwerkzeug zum Räumen eines unrunden Loches

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D43/00Broaching tools
    • B23D43/02Broaching tools for cutting by rectilinear movement

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Milling, Broaching, Filing, Reaming, And Others (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Räumwerkzeug zum Räumen eines vorgearbeiteten Loches in einem Werkstück zu einem Loch mit unrunder Kontur, wobei das Räumwerkzeug einen Spindeldorn, der die Kontur des Loches im Endzustand aufweist, umfaßt, der in seinem Räumbereich wendelförmig mit mehreren nach Art eines Gewinde angeordneten Zähnen versehen ist.
Ein Räumwerkzeug dieser Art ist bekannt (US-PS 2 920 386). Dieses bekannte Räumwerkzeug, das eine konusförmi­ ge Struktur aufweist, zeigt eine vom Konusanfang bis zum Konusende verlaufende helixförmige Wendel, auf der um den Querumfang verteilt eine Mehrzahl von in axialer Richtung zueinander fluchtend ausgebildeten Zähnen angeordnet ist. Das bekannte Räumwerkzeug dient zur Herstellung von Aussparungen in konischen Bohrungen, wobei die Aussparungen zum Einbringen von Drehsicherungen für Elemente dienen, die in die koni­ schen Bohrungen eingesetzt werden und dort drehsicher befestigt werden sollen. Das bekannte Räumwerkzeug wird derart zu den konischen Bohrungen bewegt, daß in den konischen Bohrungen entsprechend der am Umfang angeord­ neten Zahl der Zähne in axialer Richtung der Bohrung verlaufende Vertiefungen erzeugt werden.
Vielfach ist in Hohlkörpern und Platten für die Ausbil­ dung von Löchern mit unrunder Kontur nur eine Seite zugänglich.
Räumwerkzeuge der eingangs genannten Art werden in vielen Fällen auch dann verwendet, wenn aus Festigkeitsanforderungen der Werkstücke unrunde Löcher nicht gestanzt werden dürfen und das Stanzen unrunder Löcher aus dem Verhältnis Lochquerschnitt zur Werkstückdicke nicht erlaubt ist, und in den fällen, in denen eine Stanze bei der Kleinserienfertigung nicht rentabel ist.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Räumwerk­ zeug zu schaffen, mit dem für vielfältige Anwendungs­ zwecke eine rationelle Erstellung eines unrunden Loches gewünscht wird.
Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung in Verbindung mit den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 dadurch, daß das Räumwerkzeug mit einem drehbaren Mundstück versehen ist, in dem der Spindeldorn axial beweglich und defi­ niert zur Kontur des Mundstücks geführt ist, wobei die Zähne des Räumbereichs von einem Angriffspunkt aus zum Konturendzustand hin einer Räumnadel entsprechend größer werden und der Kern des Spindeldornes die Zentrierung des Spindeldornes in dem vorgearbeiteten Loch übernimmt und des Schneidbereiches, der nach Art eines Gewindebohrers einen Freiraum schafft, der für den Durchlaß der Zähne des Räumbereichs erforderlich ist.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Räumwerkzeugs liegt im wesentlichen darin, daß damit auf einfache Weise unrunde Löcher beispielsweise zum verdrehsicheren Anbringen von Nietmuttern und Nietbolzen, die einen dem unrunden Loch entsprechenden profilierten Nietschaft haben, geschaffen werden können. Aufgrund des Spindeldorns, der durch drehende Bewegung seiner Steigung entsprechend sich schneidend durch das in der Wandung vorgearbeitete Loch im Werkstück in Arbeitsausgangsstellung gebracht wird und nach Beendigung der Drehbewegung axial durch die Wandung des Werkstoffs gezogen wird, wobei sich das Mundstück an die Werkstoffoberfläche angelegt und der Spindeldorn mit seinem Räum- und Schneidebereich in das Mundstück einführt, wird der Räumvorgang somit auf einfache Weise ausgeführt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung durch ein Rechteckrohr und das erfindungsgemäße Räumwerkzeug mit in Arbeitsausgangsstellung gebrachtem Spindeldorn, der sich in dem Innenraum des Rechteckrohres befindet, zur Herstellung eines Sechskantlo­ ches,
Fig. 2 die Querschnittsform des Spindeldornes im Schneidbereich,
Fig. 3 die Querschnittsform des Spindeldornes im Räumbereich und
Fig. 4 das fertig hergestellte, dem Räumbereich des Spindeldorns und dem Mundstück entsprechende Sechskantloch.
In Fig. 1 ist die Mundstücksaufnahme 8 des Räumwerkzeugs mit Mundstück 7, Halteklammer 11 und Spindeldorn 2 zur Herstel­ lung eines Sechskantlochs in der Wandung eines allseitig ge­ schlossenen Rechteckrohrs 9 dargestellt.
Das Rechteckrohr 9 ist mit einem kreisrunden Loch 4, das durch Bohren hergestellt ist, versehen. Ebenfalls ist in Fig. 1 zu sehen, daß das allseitig geschlossene Rechteckrohr 9, nur von der Außenseite zugänglich ist.
Das Räumwerkzeug weist einen Spindeldorn 2 auf, der von Hand oder durch motorischen Antrieb in axialer Richtung ver­ schoben und gleichzeitig um seine Längsachse gedreht werden kann.
Bei dem motorischen Antrieb handelt es sich um einen hy­ draulischen, pneumatischen, hydropneumatischen oder in ande­ rer Weise zu betätigen Motor.
Der Spindeldorn 2 weist einen Schneidbereich 5 nach Art eines Gewindebohrers auf, der den Freiraum 6 für die Zähne 1 des Räumbereichs 10 in dem kreisrunden, gebohrten Loch 4, wie ein Gewindebohrer schneidet, so daß der Spindeldorn 2 mit den Zähnen 1 des Räumbereichs 10 durch Drehbewegung um seine Längsachse in Arbeitsausgangsstellung gebracht wird, wobei sich das auswechselbare durch Federsicherung 11 in der Mundstücksaufnahme 8 gehaltene, drehbar gelagerte Mundstück 7 zwangsweise mitdreht, und der Kern 3 die Zentrierung des Spindeldorns 2 in der Bohrung 4 übernimmt, nach abgeschlos­ sener Drehbewegung wird der Räumvorgang ausgeführt, in dem der Spindeldorn 2 mit den Zähnen 1 des Räumbereichs 10 und dem Schneidbereich 5 in axialer Richtung durch die Wandung des Rechteckrohrs 9 gezogen wird, wobei sich das Mundstück 7 mit der Mundstücksaufnahme 8 des Räumwerkzeugs gegen die Wandung des Rechteckrohrs 9 abstützt, und der Spindeldorn 2 mit seinem Räumbereich 10 und seinem Schneidbereich 5 in das Mundstück 7 einfährt.
Nach ausgeführtem Räumvorgang wird der Spindeldorn 2, seiner Antriebsart entsprechend, in die wie in Fig. 1 darge­ stellte Ausgangsposition zurückgeführt, wodurch der lose Späneanfall aus dem vorhergegangenen Räumvorgang mit ent­ fernt wird, die an den Zähnen 1 im Räumbereich 10 haftenden Späne werden selbsttätig beim nächsten Arbeitszyklus durch das Eindrehen des Spindeldorns 2 entfernt.
Die wesentlichen Vorteile des erfindungsgemäßen Räumwerk­ zeugs bestehen neben dem von der Außenseite her anzusetzen­ den Räumwerkzeugs an das Werkstück darin, daß unrunde Lö­ cher von großer Genauigkeit der Kontur und der Lage zum Zen­ trum des gebohrten Loches von Hand hergestellt werden kön­ nen, daß sich die beim Räumen anfallenden Späne selbsttätig entfernen, wodurch sich der Einsatz des Räumwerkzeugs in au­ tomatisch arbeitenden Fertigungsabläufen integrieren läßt.

Claims (5)

1. Räumwerkzeug zum Räumen eines vorgearbeiteten Loches in einem Werkstück zu einem Loch mit unrunder Kontur, wobei das Räumwerkzeug einen Spindeldorn, der die Kontur des Loches im Endzustand aufweist, umfaßt, der in seinem Räumbereich wendelförmig mit mehreren nach Art eines Gewindes angeordneten Zähnen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Räumwerkzeug mit einem drehbaren Mundstück (7) versehen ist, in dem der Spindeldorn (2) axial beweglich und definiert zur Kontur des Mundstücks (7) geführt ist, wobei die Zähne (1) des Räumbereichs (10) von einem Angriffspunkt (a) aus zum Konturendzu­ stand (b) hin einer Räumnadel entsprechend größer werden und der Kern (3) des Spindeldornes (2) die Zentrierung des Spindeldornes (2) in dem vorgearbeiteten Loch (4) übernimmt und des Schneidbereichs (5), der nach Art eines Gewindebohrers einen Freiraum schafft, der für den Durchlaß der Zähne (1) des Räumbereiches (10) erforderlich ist.
2. Räumwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spindeldorn (2) mit dem Schneidbereich (5), den Zähnen (1) des Räumbereichs (10), dem Kern (3) und dem Führungsbereich (12) ein einteiliges Werkzeugelement ist.
3. Räumwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Spindeldorn (2) dem vorgearbeiteten Loch (4) und den Zähnen (1) des Räumbereichs (10) entsprechend einen Schneidbereich (5) aufweist.
4. Räumwerkzeug nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Spindeldorn (2) gegenüber dem drehbaren Mundstück (7) verdrehfest geführt ist.
5. Räumwerkzeug nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück (7) an der dem Werk­ stück zugewandten Seite die entsprechende Kontur der Werkstücksoberfläche aufweist.
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