DE3730504C1 - Copolyamides containing caprolactam and laurolactam, process for the preparation thereof and use thereof for heat-sealing textiles - Google Patents

Copolyamides containing caprolactam and laurolactam, process for the preparation thereof and use thereof for heat-sealing textiles

Info

Publication number
DE3730504C1
DE3730504C1 DE19873730504 DE3730504A DE3730504C1 DE 3730504 C1 DE3730504 C1 DE 3730504C1 DE 19873730504 DE19873730504 DE 19873730504 DE 3730504 A DE3730504 A DE 3730504A DE 3730504 C1 DE3730504 C1 DE 3730504C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
copolyamides
laurolactam
caprolactam
piperazine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19873730504
Other languages
English (en)
Inventor
Ing Jong Eduard De
Dipl-Ing Hapelt Karl Heinz
Helmut Knipf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Arkema GmbH
Original Assignee
Deutsche Atochem Werke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Atochem Werke GmbH filed Critical Deutsche Atochem Werke GmbH
Priority to DE19873730504 priority Critical patent/DE3730504C1/de
Priority to JP1055274A priority patent/JP2833768B2/ja
Application granted granted Critical
Publication of DE3730504C1 publication Critical patent/DE3730504C1/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M17/00Producing multi-layer textile fabrics
    • D06M17/04Producing multi-layer textile fabrics by applying synthetic resins as adhesives
    • D06M17/08Polyamides polyimides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G69/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain of the macromolecule
    • C08G69/02Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids
    • C08G69/36Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids derived from amino acids, polyamines and polycarboxylic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Manufacturing Of Multi-Layer Textile Fabrics (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Polyamides (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft Copolyamide, enthaltend Caprolactam, Laurinlactam und ein Addukt aus äquimolaren Mengen Piperazin und C6-13 Dicarbonsäuren ein Verfahren zur Herstellung dieser Copolyamide und deren Verwendung zum Heißsiegeln.
Heißschmelzkleber für den textilen Bereich auf der Basis von laurinlactamhaltigen Copolyamiden sind seit langem bekannt und auf dem Markt erhältlich. So beinhaltet DE-PS 12 53 449 die Verwendung von Copolyamidfolien, die 20 bis 80 Gew.-% Laruinlactam und entsprechend 20 bis 80 Gew.-% eines oder mehrerer anderer Polyamide enthalten, zum Heißsiegeln von Textilien bei Temperaturen von 110 bis 190°C. Die Copolyamide lassen sich z. B. in Form von Pulvern und Dispersionen zum Heißsiegeln von Textilien verwenden (DE-OS 15 94 233).
Zur Verbesserung der Wasch- und chemischen Reinigungsbeständigkeit wurden chronologisch nachfolgende Patentanmeldung in Hinsicht auf ihre Zusammensetzung geändert. So beschreibt die DE-AS 19 39 758 Schmelzkleber auf der Basis von Copolyamiden mit verzweigtkettigen Diaminen als Bausteinen, die eine verbesserte Beständigkeit der Klebung während des Waschvorgangs aufweisen. Weitere Copolyamide werden in der DE-OS 30 05 939 beschrieben, wobei es sich hier um verzweigte C₁₀-Diamine handelt wie z. B. das 5-Methylnonamethylendiamin. Der Nachteil bei der Verwendung dieser Schmelzkleber liegt jedoch darin, daß sie bei höheren Temperaturen fixiert werden müssen. Diese nachteilige Eigenschaft wurde durch Verwendung von niedrig schmelzenden Copolyamiden vermindert (DE-PS 23 24 160, DE-PS 23 24 159). Der niedrigere Schmelzpunkt führt jedoch zu einer verringerten Beständigkeit gegenüber Heißwasser während des Waschvorgangs und zur Verringerung der Beständigkeit gegenüber den bei der chemischen Reinigung verwendeten Lösungsmitteln.
In den meisten Fällen werden die zu verklebenden Textilien mit Beschichtungsmitteln versehen, die dem Gewebe beispielsweise eine bessere Griffigkeit geben oder sie wasserabstoßend machen. Letztere Eigenschaft wird durch Silikonisieren des Gewebes erreicht. Diese Art der Beschichtung hat jedoch eine Verringerung der Hafteigenschaften der verwendeten Copolyamide auf dem beschichteten Gewebe zur Folge. Versuche zur Verbesserung der Haftung auf silikonisierten Stoffen wurden in DE-AS 29 20 416 und DE-OS 32 48 776 veröffentlicht. DE- 29 20 416 beschreibt einen pulverförmig einsetzbaren Schmelzkleber zum Heißsiegeln von Textilien, der aus einem Gemisch von ausgewählten Copolyamiden mit höherem und niedrigerem Schmelzpunkt in bestimmten Anteilen besteht. In DE-OS 32 488 776 werden neben Lactamen C₆-C₁₂-Dicarbonsäuren und aliphatische C₆-C₁₂-Diamine verwendet, wobei mindestens 30 Gew.-% dieser Diamine aus einfach verzweigten aliphatischen Diaminen mit 6 Kohlenstoffatomen bestehen. In der DE-OS 25-09-736 werden Schmelzkleber zum Heißsiegeln von Textilien offenbart, die aus ε-Caprolactam und einem Addukt aus Adipinsäure und/oder Sebacinsäure und/oder Azelainsäure mit einem verzweigten C₂-C₂₃-Diamin bestehen.
Die Verwendung von Copolyamiden aus Caprolactam, Laurinlactam und äquimolaren Mengen von Hexamethylendiamin und dimerisierter Fettsäure mit einem Gehalt von dimeren Fettsäuren aus Monocarbonsäuren, die 12 bis 22 Kohlenstoffatome aufweisen, gegebenenfalls im Gemisch mit Monocarbonsäuren und trimeren Carbonsäuren, zum Heißsiegeln von Textilien offenbart die DE-OS 33 15 529.
In DE-OS 25 09 791 sind Copolyamide beschrieben, die neben Lactamen aus mindestens zwei verschiedenen Dicarbonsäuren und Diaminen bestehen und die aufgrund ihrer Hafteigenschaften auf nicht-plastischen Werkstoffen, insbesondere zur Kantenumleimung in der Möbelindustrie verwendet werden. Die Verwendung von Schmelzklebern aus einem Polyamidharz aus polymerer Fettsäure, einer Co-Dicarbonsäure, Ethylendiamin und Piperazin sowie anorganischen Füllstoffen beschreibt die DE-OS 23 61 486. Das Problem der verschlechterten Hafteigenschaften der Copolyamide auf silikonisierten und anders beschichteten Stoffen war bisher noch nicht zufriedenstellend gelöst.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, einen Textilheißschmelzkleber bereitzustellen, der gute Haftfestigkeiten bei Naßwäsche und chemischer Reinigung bei niedrigen Auftragsgewichten und niedrigem Bügelplateau ermöglicht. Hierbei wird durch ein niedriges Auftragsgewicht und niedriges Bügelplateau die Anzahl der möglichen Stoffe, die miteinander verklebt werden können, enorm vergrößert, da sich dadurch auch hitze- und druckempfindliche Materialien verarbeiten lassen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Copolymerisate enthaltend Caprolactam und Laurinlactam als Grundbausteine, zusätzlich als weiteren Grundbaustein ein Addukt aus äquimolaren Mengen Piperazin und einer Dicarbonsäure, wobei es sich bei der Dicarbonsäure um C6-13 Dicarbonsäuren handelt, wobei die Grundbausteine in folgenden Anteilen im Copolymerisat einpolymerisiert sind:
Caprolactam
10 bis 50 Gew.-%
Laurinlactam 20 bis 70 Gew.-%
Addukt aus äquimolaren Mengen Piperazin und C6-13 Dicarbonsäuren 10 bis 40 Gew.-%
Die vorstehend definierten Copolyamide werden zum Heißsiegeln verwendet. Überraschend wurde gefunden, daß die Copolyamide gemäß der vorliegenden Erfindung einen niedrigen Schmelzpunkt von 105 bis 120°C, eine außerordentlich gute Klebkraft und eine gute Wasch- und chemische Reinigungsbeständigkeit besitzen. Die Verarbeitung der Produkte gemäß der vorliegenden Erfindung kann bei einer niedrigeren Bügeltemperatur und bei niedrigerem Auftragsgewicht durchgeführt werden als von den Schmelzbereichen zu erwarten war.
Bevorzugt gemäß der vorliegenden Erfindung sind solche Copolyamide, deren Bausteine in den folgenden Anteilen im Copolyamid einpolymerisiert sind:
Caprolactam
20 bis 40 Gew.-%
Laurinlactam 30 bis 70 Gew.-%
äquimolare Mengen Piperazin und Dicarbonsäuren mit 6 bis 13 Kohlenstoffatomen 15 bis 35 Gew.-%
Bevorzugt sind aliphatische Dicarbonsäuren.
Die Herstellung der Copolyamide erfolgt gemäß der Erfindung in an sich bekannter Weise. Dabei wird in der Regel bei Temperaturen von 250 bis 350°C und bei Drücken von etwa 5 bis 50 bar gearbeitet. Unter diesen Bedingungen wird mehrere Stunden lang polymerisiert. Anschließend wird noch einige Stunden lang nachkondensiert. Es werden die üblichen für die Polymerisation von Laurinlactam bekannten Katalysatoren, Kettenabbrecher und/oder sonstigen Zusätzen sowie Verfahrensbedingungen angewandt. Insbesondere wird zweckmäßig unter Luftabschluß, d. h. unter einer inerten Gasatmosphäre gearbeitet.
Überraschenderweise zeigte die textiltechnologische Untersuchung der erfindungsgemäßen Copolyamide weiterhin, daß trotz der niedrigen Siegeltemperatur an der Klebestelle nach fünfmaligem Waschen keine Blasenbildung wie bei den entsprechend durchgeführten Vergleichsversuchen zu beobachten war. Demhingegen wurde auch bei erhöhter Siegeltemperatur kein Rückschlag des erfindungsgemäß verwendeten Copolyamid-Heißschmelzklebers festgestellt. Gleichzeitig wurde nur eine geringe oder gar keine Abnahme der Schälfestigkeit nach fünfmaligem Waschen und fünfmaliger chemischer Reinigung im Gegensatz zu den Ergebnissen der Vergleichsversuche festgestellt.
Mit Hilfe der Copolyamide gemäß der Erfindung lassen sich Textilien vielfältiger Art, besonders vorteilhaft temperaturempfindliche Textilien mit Textilien gleicher oder verschiedener Art verkleben. Zwischen die zu verklebenden Flächen wird ein Copolyamid gemäß der Erfindung in Form eines Pulvers oder einer Dispersion gegeben. Anschließend werden die Textilien mit dem Copolyamid gemäß der Erfindung unter Anwendung von erhöhter Temperatur verpreßt. Die Preßtemperatur richtet sich in erster Linie nach der Temperaturempfindlichkeit des Substrats. Da die Copolyamide gemäß der Erfindung schon bei sehr niedrigen Temperaturen ab etwa 100°C eine vorzügliche Klebkraft entwickeln, können sehr niedrige Siegeltemperaturen angewendet werden, die nur geringfügig höher als die Temperaturen des Schmelzbereichs sein brauchen. Beim Erkalten auf Raumtemperatur tritt Verfestigung unter Verbindung der verklebten Textilien ein.
Die Copolyamide gemäß der Erfindung können in Form von Pulvern z. B. mit in der Beschichtungsindustrie üblichen Pulverauftragsmaschinen oder in Form von Heißsiegeldispersionen über das Pastenpunktverfahren auf zu verklebende Textilien aufgebracht werden. Dabei ist es auch möglich, nur ausgewählte Flächenbereiche der Textilien mit dem Copolyamidpulver gemäß der Erfindung zu versehen. Beispiele für zu verklebende Textilmaterialien sind Naturstoffe wie Wolle, Seide und Baumwolle, bzw. Kunststoffe wie Polyester und Polyamide und diese enthaltenden Textilmischgewebe.
Die Verwendung der Copolyamide gemäß der Erfindung zum Heißsiegeln von Textilien erfolgt vorzugsweise in Form von Dispersionen. Solche - im wesentlichen wäßrige - Dispersionen sind auf dem Gebiet der Textil-Heißschmelzkleber allgemein bekannt, vergleiche DE-B 24 07 505 und die darin als Stand der Technik genannten Druckschriften.
Beispiel 1
Ein statistisches Copolyamid wurde durch hydrolytische Polykondensation folgender Monomerbausteine synthetisiert:
25 Gewichtsteile Caprolactam
50 Gewichtsteile Laurinlactam
25 Gewichtsteile äquimolare Mengen Piperazin und Decandicarbonsäure.
Das erhaltene Produkt wurde auf einer handelsüblichen Kaltmahlanlage vermahlen und anschließend mittels einer Luftstrahlsiebanlage in die Kornfraktion 0 bis 80 µm und 80 bis 200 µm getrennt. Die Fraktion 80 bis 200 µm wurde über das Pulverpunktverfahren appliziert und ein damit verklebtes Gewebe, das aus einem Polyamid/Viskose-Vlies als Einlage und einem Baumwolle/Polyester (65/35) Gewebe als Oberstoff hergestellt worden war, textiltechnologisch untersucht.
Die Fraktion 0 bis 80 µm wurde zur Herstellung einer Heißsiegeldispersion in der folgenden Zusammensetzung verwandt, die nach dem Pastenpunktverfahren zum Verkleben eines PES/Viskose(50/50)-Vlieses als Einlage und einem leichten Blusenstoff (100% PES) als Oberstoff appliziert wurde. Dieses Gewebe wurde anschließend textiltechnologisch untersucht.
Die Heißsiegeldispersion wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
22 kg
Dispergiermittel
10,3 kg Weichmacher; Ketjenflex 9 (Toluolsulfonamin)
1 kg Füllmittel; Kreide
1 kg Entschäumer; Entschäumer DNE (Bayer); Fettsäureestermischung mit höheren Kohlenwasserstoffen und Carbonsäuresalzen
30 kg Wasser
31 kg Copolyamidpulver 0 bis 80 µm
20 kg Verdicker; Polyox-WSR-Coagulant/Isopropanol/Wasser
1 kg Verdicker (Tixotropiermittel); Rohagit SD 15 (Acrylat)
Das oben erwähnte Dispergiermittel wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
23,1 kg
Hoechstwachs S (siehe DE-B 24 07 505, Spalte 5, Zeile 56ff).
11,2 kg Collaral VL (10%ige amoniakalisch eingestellte Lösung einer polymeren Acrylsäure, im Handel erhältlich).
61,6 kg Wasser
4,1 kg Triäthanolamin
Es werden die folgenden textiltechnologischen Untersuchungen durchgeführt: Bestimmung der Reißfestigkeit nach DIN 54 310, nach 24 h Lagerung in Normklima (NRF), nach 5maliger Wäsche, und nach 5maliger chemischer Reinigung.
Die Ergebnisse der textiltechnologischen Untersuchung sind in Tabelle 1 aufgeführt, die sich an die Beispiele und die Vergleichsversuche anschließt.
Beispiel 2
Wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde ein Copolyamid aus
30 Gewichtsteilen Caprolactam
50 Gewichtsteilen Laurinlactam
20 Gewichtsteilen äquimolaren Mengen Piperazin und Decandicarbonsäuren
synthetisiert, vermahlen, als Dispersion appliziert und anschließend textiltechnologisch untersucht. Die ermittelten Daten sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.
Vergleichsbeispiel 1
Gemäß der Lehre aus DE-OS 25 09 791 wurde das dort in Beispiel 2 beschriebene Copolyamid aus
30 Gew.-% Caprolactam
40 Gew.-% Piperazin/Decandicarbonsäure
30 Gew.-% Piperazin/Adipinsäure
synthetisiert und wie in Beispiel 1 vermahlen, als Dispersion appliziert und textiltechnologisch untersucht. Die ermittelten Werte finden sich in der nachfolgenden Tabelle.
Vergleichsbeispiel 2
Gemäß der Lehre aus DE-OS 32 48 776 wurde das dort im Beispiel 1 beschriebene Copolyamid aus:
40 Gewichtsteilen Laurinlactam
30 Gewichtsteilen Caprolactam
30 Gewichtsteilen äquimolare Mengen 2-Methylpentamethylendiamin und Decandicarbonsäure
synthetisiert und wie in Beispiel 1 vermahlen, als Dispersion appliziert und textiltechnologisch untersucht.
Die ermittelten Werte finden sich in der nachfolgenden Tabelle 1.
Vergleichsbeispiel 3
Handelsüblicher Textilheißschmelzkleber Platamid H 005 der Firma Deutsche ATOCHEM Werke GmbH wurde wie in Beispiel 1 als Dispersion appliziert und textiltechnologisch untersucht.
Die ermittelten Werte finden sich in der nachfolgenden Tabelle 1.
Die Bezeichnung "S-Wachs" ist die Abkürzung für "Säurewachs". Die S-Wachse, wie das oben erwähnte Hoechst-Wachs S erhält man dadurch, daß rohes Montanwachs durch Extraktion weitgehend von dem Harzanteil befreit und das entharzte Wachs dann z. B. mit Chromschwefelsäure oxidiert wird. Die Wachse vom S-Typ enthalten durchschnittlich etwa 80% freie Wachssäuren mit 21 bis 34, überwiegend 26 bis 30 C-Atomen, etwa 20% Wachsester (Wachsalkohol-Wachssäure-Ester), bis zu etwa 20% Dicarbonsäureestern, bis zu etwa 5% Dicarbonsäureester und etwa 5 bis 10% unverseifbare Bestandteile.
Unter Rückschlag ist dabei das Eindringen des Klebers in den Einlagestoff bis zur Rückseite zu verstehen, welches zur Griffverschlechterung des Verbundes und zum Ankleben der Einlagerückseite an das Fixierwerkzeug führen kann. Der Beurteilungsmaßstab ist wie folgt:
0 = kein Rückschlag
0-1 = wenig Rückschlag
1 = Rückschlag
2 = deutlicher Rückschlag

Claims (7)

1. Copolyamide enthaltend Caprolactam und Laurinlactam als Grundbausteine, dadurch gekennzeichnet, daß sie als weiteren Grundbaustein ein Addukt aus äquimolaren Mengen Piperazin und einer Dicarbonsäure enthält, wobei es sich bei der Dicarbonsäure um C6-13 Dicarbonsäuren handelt, wobei die Grundbausteine in folgenden Anteilen im Copolymerisat einpolymerisiert sind: Caprolactam 10 bis 50 Gew.-% Laurinlactam 20 bis 70 Gew.-% Addukt aus äquimolaren Mengen Piperazin und C6-13 Dicarbonsäuren 10 bis 40 Gew.-%
2. Copolyamide nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundbausteine in folgenden Anteilen im Copolymerisat einpolymerisiert sind: Caprolactam 20 bis 40 Gew.-% Laurinlactam 30 bis 70 Gew.-% Addukt aus äquimolaren Mengen Piperazin und C6-13 Dicarbonsäuren 15 bis 35 Gew.-%
3. Verfahren zur Herstellung von Copolyamiden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundbausteine in den Mengenverhältnissen nach Anspruch 1 unter Druck und erhöhter Temperatur in an sich bekannter Weise polymerisiert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundbausteine in den Mengenverhältnissen nach Anspruch 2 polymerisiert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation bei einer Temperatur von 250 bis 350°C und einem Druck von 5 bis 50 bar durchgeführt wird.
6. Verwendung von Copolyamiden nach den Ansprüchen 1 und 2 zum Heißsiegeln von Textilien.
7. Verwendung nach Anspruch 6, wobei die Copolymeren in Form von Dispersionen vorliegen.
DE19873730504 1987-09-11 1987-09-11 Copolyamides containing caprolactam and laurolactam, process for the preparation thereof and use thereof for heat-sealing textiles Expired DE3730504C1 (en)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19873730504 DE3730504C1 (en) 1987-09-11 1987-09-11 Copolyamides containing caprolactam and laurolactam, process for the preparation thereof and use thereof for heat-sealing textiles
JP1055274A JP2833768B2 (ja) 1987-09-11 1989-03-09 織物のヒートシールへの粉末および分散体の使用

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19873730504 DE3730504C1 (en) 1987-09-11 1987-09-11 Copolyamides containing caprolactam and laurolactam, process for the preparation thereof and use thereof for heat-sealing textiles

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3730504C1 true DE3730504C1 (en) 1989-03-16

Family

ID=6335765

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19873730504 Expired DE3730504C1 (en) 1987-09-11 1987-09-11 Copolyamides containing caprolactam and laurolactam, process for the preparation thereof and use thereof for heat-sealing textiles

Country Status (2)

Country Link
JP (1) JP2833768B2 (de)
DE (1) DE3730504C1 (de)

Cited By (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9017007U1 (de) * 1990-12-17 1991-03-07 Viktor Achter GmbH & Co KG, 41751 Viersen Textile Warenbahn
EP0445395A3 (en) * 1990-03-03 1992-04-08 Huels Aktiengesellschaft Hot melt adhesive paste and its use
DE4424864A1 (de) * 1994-07-14 1996-01-18 Atochem Elf Deutschland Kunststoffverbundmaterial, Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung dieses Materials
DE19512004A1 (de) * 1995-03-31 1996-10-02 Atochem Elf Deutschland Copolyamid, Verfahren zur Herstellung einer Polyamidfolie und Verwendung der Folie als Heißschmelzklebefolie
EP0733690A3 (de) * 1995-03-22 1998-01-21 Hüls Aktiengesellschaft Schmelzklebermasse
US7014919B2 (en) 2001-01-26 2006-03-21 Rkema Polyamide-based transparent composition
EP1783156A1 (de) 2005-11-03 2007-05-09 Arkema France Verfahren zur Herstellung von Copolymeren mit Polyamid-und Polyetherblöcken
EP2759580A1 (de) * 2013-01-29 2014-07-30 Evonik Industries AG Faserverbundwerkstoff-Hybridbauteile
WO2014195160A1 (de) * 2013-06-05 2014-12-11 Evonik Industries Ag Ringöffnende laurinlactam-polymerisation mit latenten initiatoren
EP2826818A4 (de) * 2012-03-16 2015-04-01 Daicel Evonik Ltd Dichtungspaste und dichtungsverfahren
WO2016099878A1 (en) 2014-12-15 2016-06-23 Zephyros, Inc. Epoxy composition containing copolyamide and block copolymer with polyamide and polyether blocks
EP3305829A1 (de) 2016-10-07 2018-04-11 LANXESS Deutschland GmbH Polymerisierbare zusammensetzung
WO2018065072A1 (de) 2016-10-07 2018-04-12 Wacker Chemie Ag Siloxan-organo-copolymere enthaltende polymerzusammensetzungen
WO2020233731A1 (de) * 2019-05-22 2020-11-26 Botzem Emge Pulverbeschichtungen GmbH Beschichtete oberfläche, verwendung und verfahren

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006009586A1 (de) * 2006-02-28 2007-09-06 Röhm Gmbh Heißversiegelungsmasse für Aluminium- und Polyethylenterephthalatfolien gegen Polypropylen-Polyvinylchlorid- und Polystyrolbehälter

Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1594233A1 (de) * 1966-10-10 1970-04-30 Plate Gmbh Dr Verwendung von Copolyamiden hoher Klebkraft
DE2361486A1 (de) * 1973-12-10 1975-06-12 Schering Ag Waermestandfeste kantenverleimung
DE2509791A1 (de) * 1975-03-06 1976-09-16 Basf Ag Copolyamide und deren verwendung als schmelzkleber
DE2509736A1 (de) * 1975-03-06 1976-09-23 Basf Ag Schmelzkleber auf basis von copolyamiden, insbesondere zum kaschieren von textilen materialien
DE3248776A1 (de) * 1982-12-31 1984-07-12 Chemische Werke Hüls AG, 4370 Marl Verwendung von copolyamiden zum heisssiegeln von textilien
DE3315529A1 (de) * 1983-04-29 1984-11-08 Plate Bonn Gmbh, 5300 Bonn Verwendung von copolyamiden zum heisssiegeln von textilien
DE2324160C2 (de) * 1973-05-12 1987-08-13 Deutsche Atochem Werke Gmbh, 5300 Bonn, De
DE2324159C2 (de) * 1973-05-12 1987-08-13 Deutsche Atochem Werke Gmbh, 5300 Bonn, De

Patent Citations (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1594233A1 (de) * 1966-10-10 1970-04-30 Plate Gmbh Dr Verwendung von Copolyamiden hoher Klebkraft
DE2324160C2 (de) * 1973-05-12 1987-08-13 Deutsche Atochem Werke Gmbh, 5300 Bonn, De
DE2324159C2 (de) * 1973-05-12 1987-08-13 Deutsche Atochem Werke Gmbh, 5300 Bonn, De
DE2361486A1 (de) * 1973-12-10 1975-06-12 Schering Ag Waermestandfeste kantenverleimung
DE2509791A1 (de) * 1975-03-06 1976-09-16 Basf Ag Copolyamide und deren verwendung als schmelzkleber
DE2509736A1 (de) * 1975-03-06 1976-09-23 Basf Ag Schmelzkleber auf basis von copolyamiden, insbesondere zum kaschieren von textilen materialien
DE3248776A1 (de) * 1982-12-31 1984-07-12 Chemische Werke Hüls AG, 4370 Marl Verwendung von copolyamiden zum heisssiegeln von textilien
DE3315529A1 (de) * 1983-04-29 1984-11-08 Plate Bonn Gmbh, 5300 Bonn Verwendung von copolyamiden zum heisssiegeln von textilien

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
SROKA,Peter, Dr.: Handbuch der textilen Fixiereinlagen, 2. Aufl. 1983, SINUS-Verlag GmbH, Krefeld, S. 113 *

Cited By (19)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0445395A3 (en) * 1990-03-03 1992-04-08 Huels Aktiengesellschaft Hot melt adhesive paste and its use
DE9017007U1 (de) * 1990-12-17 1991-03-07 Viktor Achter GmbH & Co KG, 41751 Viersen Textile Warenbahn
DE4424864A1 (de) * 1994-07-14 1996-01-18 Atochem Elf Deutschland Kunststoffverbundmaterial, Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung dieses Materials
EP0733690A3 (de) * 1995-03-22 1998-01-21 Hüls Aktiengesellschaft Schmelzklebermasse
DE19512004A1 (de) * 1995-03-31 1996-10-02 Atochem Elf Deutschland Copolyamid, Verfahren zur Herstellung einer Polyamidfolie und Verwendung der Folie als Heißschmelzklebefolie
US7014919B2 (en) 2001-01-26 2006-03-21 Rkema Polyamide-based transparent composition
EP1783156A1 (de) 2005-11-03 2007-05-09 Arkema France Verfahren zur Herstellung von Copolymeren mit Polyamid-und Polyetherblöcken
EP2826818A4 (de) * 2012-03-16 2015-04-01 Daicel Evonik Ltd Dichtungspaste und dichtungsverfahren
WO2014118210A1 (de) * 2013-01-29 2014-08-07 Evonik Industries Ag Faserverbundwerkstoff-hybridbauteile
EP2759580A1 (de) * 2013-01-29 2014-07-30 Evonik Industries AG Faserverbundwerkstoff-Hybridbauteile
WO2014195160A1 (de) * 2013-06-05 2014-12-11 Evonik Industries Ag Ringöffnende laurinlactam-polymerisation mit latenten initiatoren
WO2016099878A1 (en) 2014-12-15 2016-06-23 Zephyros, Inc. Epoxy composition containing copolyamide and block copolymer with polyamide and polyether blocks
US10501619B2 (en) 2014-12-15 2019-12-10 Zephyros, Inc. Epoxy composition containing copolyamide and block copolymer with polyamide and polyether blocks
US11505695B2 (en) 2014-12-15 2022-11-22 Zephyros, Inc. Epoxy composition containing copolyamide and block copolymer with polyamide and polyether blocks
EP3305829A1 (de) 2016-10-07 2018-04-11 LANXESS Deutschland GmbH Polymerisierbare zusammensetzung
WO2018065072A1 (de) 2016-10-07 2018-04-12 Wacker Chemie Ag Siloxan-organo-copolymere enthaltende polymerzusammensetzungen
WO2018065260A1 (de) 2016-10-07 2018-04-12 Lanxess Deutschland Gmbh Polymerisierbare zusammensetzung
US10975241B2 (en) 2016-10-07 2021-04-13 Wacker Chemie Ag Polymer compositions comprising siloxane-organo-copolymers
WO2020233731A1 (de) * 2019-05-22 2020-11-26 Botzem Emge Pulverbeschichtungen GmbH Beschichtete oberfläche, verwendung und verfahren

Also Published As

Publication number Publication date
JPH02235927A (ja) 1990-09-18
JP2833768B2 (ja) 1998-12-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3730504C1 (en) Copolyamides containing caprolactam and laurolactam, process for the preparation thereof and use thereof for heat-sealing textiles
DE4318047C2 (de) Verwendung von Copolyamiden als Schmelzkleber zum Heißsiegeln
DE3247755C2 (de)
EP0030589B1 (de) Verwendung von Copolyetheresteramiden als Schmelzkleber zum Heissiegeln von Textilien
EP0633919B1 (de) Schmelzklebstoff
DE2324160C2 (de)
EP0061119B1 (de) Klebstoffmischung auf Basis von thermoplastischen Polyamiden sowie deren Verwendung
DE10022701B4 (de) Niedrigschmelzende Copolyamide sowie deren Verwendung als Schmelzklebemittel
DE2324159A1 (de) Copolyamide enthaltend caprolactam, laurinlactam und adipinsaures hexamethylendiamin
AT395615B (de) Schmelzkleber fuer textilien
EP0045383B1 (de) Schmelzkleber für die Verklebung von Textilien
DE2920416C2 (de) Verwendung eines pulverförmigen Gemisches von Copolyamiden zum Heißsiegeln von Textilien nach dem Pulverpunktverfahren
EP0046968B1 (de) Polyesteramide und deren Verwendung zum Verkleben von organischen und anorganischen Substraten
EP0504784B1 (de) Polyetheresteramide, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung
DE2448344C3 (de) Verwendung eines haftverbessernden Zusatzes zu Schmelzklebern auf der Basis von Copolyamiden
DE1594233B2 (de) Verwendung von pulvern und dispersionen von copolyamiden zum heissiegeln von textilien
CH682617B5 (de) Copolyamide auf Basis von Caprolactam und Laurinlactam, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung derselben zum Heisssiegeln von Textilien.
DE2534121C3 (de) Verwendung von Polyamiden für die Verklebung von Textilien
DE2507504A1 (de) Suspendiermittel fuer kunststoffpulver zur punktbeschichtung von einlagen fuer kleidungsstuecke
DE2615766C3 (de) Schmelzkleber für die Verklebung von Textilien
DE2203388A1 (de) Polymere Verbundmaterialien
EP0210604A2 (de) Verwendung von Copolyamiden als Heissschmelzkleber und Verfahren zum Verkleben
DE2434756C3 (de) Verfahren zur Herstellung pulverförmiger Polyamide CAvarmsraJa? Wferite-ÄffiJs· AG, 437&Msd
DE3817663A1 (de) Textile fixiereinlagen
EP0428788A2 (de) Textile Fixiereinlagen

Legal Events

Date Code Title Description
8100 Publication of patent without earlier publication of application
D1 Grant (no unexamined application published) patent law 81
8363 Opposition against the patent
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: ATOCHEM DEUTSCHLAND GMBH, 5300 BONN, DE

8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: ELF ATOCHEM DEUTSCHLAND GMBH, 5300 BONN, DE

8365 Fully valid after opposition proceedings
8380 Miscellaneous part iii

Free format text: SEITE 2, ZEILE 40 "LARUINLACTAM" AENDERN IN "LAURINLACTAM" SEITE 2, ZEILE 45 "PATENTANMELDUNG" AENDERN IN "PATENTANMELDUNGEN" SEITE 3, ZEILE 39 DAS WORT "ETWA" STREICHEN ANSPRUCH 1, ZEILE 5 "ENTHAELT" AENDERN IN "ENTHALTEN"

8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: ATOFINA DEUTSCHLAND GMBH, 40474 DUESSELDORF, DE

8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: ARKEMA GMBH, 40474 DUESSELDORF, DE