DE3731402A1 - Anlage zur trennung von abfallhohlglaesern, insbesondere von flaschen mindestens nach weiss- und buntglas - Google Patents

Anlage zur trennung von abfallhohlglaesern, insbesondere von flaschen mindestens nach weiss- und buntglas

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DE3731402A1
DE3731402A1 DE19873731402 DE3731402A DE3731402A1 DE 3731402 A1 DE3731402 A1 DE 3731402A1 DE 19873731402 DE19873731402 DE 19873731402 DE 3731402 A DE3731402 A DE 3731402A DE 3731402 A1 DE3731402 A1 DE 3731402A1
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Description

Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Trennung von Abfallhohlgläsern, insbesondere von Flaschen mindestens nach Weiß- und nach Buntglas gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die erfindungsgemäße Anlage ist insbesondere zur Auf­ bereitung des Glasanteiles von Haus- und Industriemüll bestimmt. Die erfindungsgemäße Anlage ist vorzugsweise dezentral in Form eines Altglascontainers aufgestellt.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Anlagen, welche Weißglas von sogenanntem Buntglas trennen. Weißglas wird für Flaschen oder Einmachgläser, sowie unter­ schiedliches Gebrauchsglas benutzt. Das Weißglas ist wesentlich wertvoller als Buntglas. Buntglas ist in verschiedenen Farben vorhanden, wobei Buntgläser unter sich unterschiedlich wertvoll sind. Insbesondere ist das grüne Glas, das z. B. für Weinflaschen verwendet wird, als Altglas wertvoller als Braunglas, welches u. a. als Lichtschutz bei vitaminhaltigen Säften und Fruchtnektaren benutzt wird.
Die Erfindung geht von einer dezentralen Anlage aus, ohne auf diese beschränkt zu sein, wie sie in der europäischen Patentanmeldung Nr. 02 11 139 beschrieben ist. Bei dieser vorbekannten Anlage werden die zu entsorgenden Gegenstände, z. B. Flaschen, durch eine einzige, dem größten Durchmesser der Flaschen angepaßte Einwurföffnung nacheinander eingeworfen. Die so ver­ einzelten Flaschen werden über einen in das Innere der Anlage führenden Förderer geleitet, wobei sie an einem Lichtdurchstrahlungsgerät vorbeibewegt werden. Dieses Lichtdurchstrahlungsgerät wird durch eine Lichtschranke gebildet, deren Empfänger das von der jeweiligen Flasche durchgelassene Licht aufnimmt, die ermittelten Werte einer Steuerung zuführt, die je nach Durchstrahlungsgrad ein aus zwei Klappen bestehendes Tor betätigt. Ist der Durchstrahlungsgrad hoch, wie z. B. bei Weißglas, wird das Tor geöffnet und das Weißglas fällt in den dafür vorgesehenen Behälter hinter dem Tor. Wird ein geringerer Strahlungsgrad ermittelt, wie z. B. bei Grün- oder Braunglas, so reagiert die Steuerung nicht und das Tor bleibt ge­ schlossen. Das Braun- bzw. Grünglas prallt gegen das Tor und fällt in einen darunter befindlichen zweiten Behälter. Das trifft naturgemäß auch für solche Gegenstände zu, die überhaupt kein Licht durchlassen, wie z. B. Blechdosen oder lichtundurchlässige Plastik­ behälter. Diese müssen dann in einem weiteren Ver­ fahrensschritt von Hand aus dem Braun-Grünglas- Gemisch heraussortiert werden, was zeit- und kosten­ aufwendig ist.
Aus der oben genannten Druckschrift ist weiterhin eine Anlage bekannt, bei der neben der Weiß-Buntglas­ trennung auch noch das Buntglas in Grün- und Braunglas getrennt wird. Hierzu ist ein weiteres Lichtdurch­ strahlungsgerät erforderlich und eine weitere Trenn­ vorrichtung. Diese weitere Trennvorrichtung besteht gemäß der Druckschrift aus einer weiteren Klappe, die im wesentlichen horizontal angeordnet ist und zu beiden Seiten kippbar ausgebildet ist. Wird von der ersten Lichtschranke Weißglas erkannt, so öffnet sich das Tor und das Weißglas fällt auf geradem Wege in den dafür vorgesehenen Behälter. Wird von der ersten Lichtschranke Buntglas erkannt, wird die zweite Lichtschranke in Tätigkeit gesetzt, die zwischen Grün- und Braunglas unterscheiden kann. Wird Braunglas erkannt, fällt das Glas auf die horizontale Platte, die zu einer Seite abgekippt ist. Über diese Klappe rutscht der Gegenstand in den dafür vorgesehenen Behälter. Eine derartige Anlage hat jedoch den Nachteil, daß sie über zu viele bewegliche Teile verfügt, die im rauhen Außenbetrieb zu Störungen neigen. Außerdem ist durch den Einsatz zweier Licht­ schranken, der erforderlichen Verknüpfungsschaltung und der aufwendigen Steuerung ein weiterer großer Störungsfaktor programmiert. Darüberhinaus benötigt eine darartige Anlage sehr viel Energie, die bei dezentraler Aufstellung von einer Batterie geliefert werden muß. Infolge des hohen Energieverbrauchs müssen diese Batterien innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeitabstände ausgewechselt werden. Auch bei dieser weiter entwickelten Anlage bleibt der Nachteil, daß Nicht-Glas-Gegenstände entweder im Grün- oder im Braunglasbehälter landen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zum Sortieren von Abfallhohlgläsern zu schaffen, die einfach aufgebaut ist und eine exakte Trennung von Weiß-, Grün- und Braunglas, sowie Nicht-Glas-Gegenständen ermöglicht.
Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Zweckmäßige Ausgestaltungen und Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei der erfindungsgemäßen Anlage ist nur ein einziges Lichtdurchstrahlungsgerät notwendig und ebenso ist auch nur eine aus einem zweiflügeligen Tor bestehende Ablenkeinrichtung nötig. Dies wird in der Hauptsache durch den Einsatz von Filtern ermöglicht, die im Strahlungsweg des Lichtdurchstrahlungsgerätes vor dem Empfänger angeordnet sind. Diese Filter lassen nur den ultra-violetten bzw. einen Teil des violetten Anteils des weißen Lichtes durch, der vom Sender des Lichtdurchstrahlungsgerätes kommt. Es hat sich herausgestellt, daß gerade in diesem Bereich die Transmissionsgrade der einzelnen Glassorten eine genügende Differenz zueinander aufweisen. Den höchsten Transmissionsgrad weist dabei naturgemäß Weißglas auf. Detektiert der Empfänger einen derartigen Transmissionsgrad, wird von der Steuerung das zweiflügelige Tor gänzlich geöffnet, d. h. beide Flügel des Tores werden um etwa 90 Grad aus ihrer Geschlossenstellung aufgestellt. Der Weißglasgegen­ stand fällt durch dieses Tor ungehindert hindurch in den hinter dem Tor angeordneten Behälter für Weißglas.
Wird ein Gegenstand eingeworfen, bei dem der Transmissionsgrad niedriger ist als bei Weißglas, so unterscheidet der Detektor hinter dem Empfänger des Lichtdurchstrahlungsgerätes anhand des ermittelten Transmissionsgrades zwischen Grün- oder Braunglas. Wurde Grünglas erkannt, so öffent nur eine Klappe des Tores völlig, während die andere lediglich um einen spitzen Winkel, z. B. 45 Grad, geöffent wird. Diese nur halb geöffnete Klappe dient als Prall- und Ablenkfläche, die der Bewegung des eingeworfenen Gegenstandes eine andere Richtung gibt, so daß dieser Gegenstand in einen seitlich vom Tor angeordneten Behälter fällt. Wurde Braunglas erkannt, so öffent die gegenüberliegende Klappe ganz, während die andere nur halb geöffent wird. Der Braunglasgegenstand fällt somit in einen zweiten seitlich angeordneten Behälter. Meldet der Empfänger den Transmissionsgrad Null, so bleibt die Klappe gänzlich geschlossen. Der einge­ worfene Gegenstand prallt gegen das Tor und fällt in einen darunter befindlichen vierten Behälter.
Hierzu ist anzumerken, daß ein Teil des ausgesandten Weißlichts z. B. mit Hilfe einer Spiegelanordnung ungefiltert durch den zu bestimmenden Gegenstand geleitet wird und auf einen zweiten Empfänger in der Empfangseinrichtung gerichtet ist. Da nämlich Braunglas für UV-Strahlung undurchlässig ist, muß mit Hilfe der Weißlichtdurchstrahlung festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um Braunglas handelt oder um einen licht­ undurchlässigen Körper, wie etwa eine Blechdose.
Somit bietet die erfindungsgemäße Anlage die Gewähr, daß exakt zwischen Weiß-, Grün- und Braunglas unter­ schieden wird, und daß vor allem Nicht-Glas-Gegenstände in einen von den Glasbehältern verschiedenen vierten Behälter geleitet werden.
Damit die Grün- bzw. Braungläser unabhängig von ihrer Größe und unabhängig von ihrem Durchmesser sicher abgelenkt werden und ihren entsprechenden Behälter erreichen, sind die Klappen des Tores wie in Anspruch 2 vorgeschlagen ausgebildet. Die an den Klappen befestig­ ten Stäbe bilden eine nach unten zunehmende Vergrößerung der jeweiligen Klappenbreite. Eine im Durchmesser kleine Flasche trifft auf die längeren Stäbe und wird exakt umgeleitet, während eine im Durchmesser größere Flasche von den höher angeordneten, etwas kürzeren Stäben ab­ geleitet wird. Damit die Stäbe die Betätigung der Klappen nicht stören, sind sie in Aussparungen der ihnen benachbarten Klappe angeordnet.
Gemäß dem Merkmal des Anspruchs 3 werden beide Klappen im Geschlossenzustand von einem Magnetschalter ver­ riegelt. Die spitzwinklige Stellung jeweils einer Klappe wird durch jeweils einen weiteren Magnetschalter gewährleistet.
Der Anspruch 4 schlägt vor, daß die Klappen gegen die Kraft von Federn auslenkbar sind. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß nur Gegenstände durchgelassen werden, die ein bestimmtes Gewicht aufweisen. Handelt es sich beim eingeworfenen Gegenstand z. B. um eine durchsichtige Plastikflasche, so reicht deren Gewicht nicht aus, die Klappen zu öffnen. Sie fällt daher in den vierten Behälter, der zur Aufnahme von Fremdstoffen dient. Darüberhinaus haben die Federn die Aufgabe, die Klappen nach dem Durchlassen von Weißglas bzw. dem Ablenken von Buntglas selbsttätig wieder zu verschließen.
Eine bevorzugte Anordnung der einzelnen Behälter innerhalb der Anlage ist Gegenstand des Anspruchs 5.
Gemäß dem Merkmal des Anspruchs 6 sind die Behälterböden muldenförmig ausgebildet. Das hat zum einen den Vorteil, daß sich das eingeworfene Gut gleichmäßiger in den einzelnen Behältern verteilt. Zum anderen besteht der Vorteil, daß an der tiefsten Stelle der Mulde eine verschließbare Öffnung angeordnet werden kann, durch die die einzelnen aussortierten Gegenstandssorten problemlos entsorgt werden können.
Eine besonders einfache Ausführungsart des Förderers besteht in der Verwendung eines geneigten Rohres, dessen unbewegliche Rutschfläche als förderndes Organ dient.
Gemäß Anspruch 8 sieht die Erfindung zur Versorgung des Lichtdurchstrahlungsgerätes und der Ablenkungsein­ richtung eine netzunabhängige Spannungsquelle vor. Es kann sich dabei zum einen um eine Batterie handeln, die von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden muß. Zur Energie­ versorgung können jedoch auch andere netzunabhängige Energiequellen dienen, wie z. B. Sonnenkollektoren und ähnliches.
Zur Schonung der Energieversorgungsanlage wird diese nur beim Einwurfvorgang aktiviert. Hierzu schlägt Anspruch 9 vor, daß hinter der Vereinzelungseinrichtung in den Förderer ein Schalter eingebaut ist, der bei Einwurf des Glases das Lichtdurchstrahlungsgerät und die Ablenkeinrichtung aktiviert.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, die Entsorgung der Anlage zu vereinfachen. Hierzu schlägt Anspruch 10 vor, daß an der Anlage mindestens ein Anschlagpunkt für ein Hebezeug vorgesehen ist, mit dessen Hilfe die gesamte Anlage auf einen Schlitten absetzbar ist, der auf Schienen verfahrbar ist, die am oberen Ende der Längswände eines quaderförmigen Großcontainers angeordnet sind. Die Anlage kann mit Hilfe des Schlittens auf dem Container verfahren werden, so daß die einzelnen Behälter der Anlage in dafür vorgesehene Teilbereiche im Container entleert werden können.
Eine vorteilhafte Aufteilung des Containers ist durch das Merkmal des Anspruchs 11 gegeben. Die Anlage wird dabei so auf den Container gesetzt, daß die Auslaßöffnung des Fremdstoffbehälters über dem ersten, querverlaufenden Teilbereich des Containers zu stehen kommt, während die Auslaßöffnungen der übrigen drei Behälter der Anlage über den parallel zueinander an­ geordneten drei weiteren Teilbereichen des Containers angeordnet sind.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels dargestellt und näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 schematische, perspektivische Darstellung der Anlage,
Fig. 2 Draufsicht auf die quergeschnittene Anlage,
Fig. 3 Vorderansicht der Ablenkungseinrichtung (Tor),
Fig. 4 Draufsicht auf die Ablenkungseinrichtung
a) in geöffnetem Zustand (Weißglas)
b) im halbgeöffneten Zustand (Braunglas)
c) in halbgeöffnetem Zustand (Grünglas),
Fig. 5 Blockschaltbild der Steuerung.
In den Zeichnungen ist eine Anlage gemäß der Erfindung allgemein mit (1) bezeichnet. Sie besteht aus einem beispielsweise quaderförmigen, allseits geschlossenen Container (2), welcher an einer seiner oberen Kanten (3) über eine Einwurföffnung (4) verfügt. An diese Einwurföffnung (4) schließt sich ein Förderer (5) unmittelbar an. Es handelt sich um ein Förderrohr, das schräg nach innen und unten orientiert ist. Das Förderrohr (5) endet in einem festen Abstand von einer Ablenkeinrichtung (6), die durch ein zweiflügeliges Tor gebildet ist. Die Torflügel werden von zwei Lenk­ klappen (7, 8) gebildet, die sich in horizontaler Richtung nach entgegengesetzten Seiten auseinander bewegen. Etwa auf halbem Wege des Förderrohres befindet sich ein Lichtdurchstrahlungsgerät (9), welches weiter unten näher beschrieben wird. Lichtsender und -empfänger sind dabei an beiden Seiten des Förderrohres so ange­ ordnet, daß der ausgesandte Lichtstrahl das Förder­ rohr in der unteren Hälfte des Förderrohrs durchquert. Vor dem Empfänger des Lichtdurchstrahlungsgerätes (9) ist eine Farbfilterkombination angeordnet, die das Weißlicht in einen UV bzw. violetten Anteil und einen Weißlichtanteil aufspaltet. Die von dem Empfänger detektierten Signale werden einer Schaltungslogik zugeführt, die Teil einer Steuerelektronik ist, die drei Magnetschalter (13 bis 15) ansteuert. Ein Magnetschalter (13) ist direkt über dem Tor der Ablenkeinrichtung (6), da, wo die beiden Lenkklappen (7 und 8) sich gegenüberstehen, angeordnet und betätigt einen Schieber, der die beiden Lenkklappen (7 und 8) in der Geschlossenstellung verriegelt. Die beiden Magnetschalter (14 und 15) befinden sich symmetrisch zur Längsachse der Förderrohres (5) in Einwurfrichtung hinter den Lenkklappen (7 und 8). Sie betätigen Schieber, die dazu dienen, die jeweilige Klappe (7 oder 8) in einer spitzwinkligen Öffnungs­ stellung zu arretieren. Die Lenkklappen (7 und 8) sind gegen die Kraft von Federn (16 und 17) zu öffnen.
Wie die Fig. 1 und 2 darstellen, ist die Anlage durch senkrechte Zwischenwände (18 bis 21) in einzelne Be­ hälter (22 bis 25) unterteilt. Der Behälter (24) ist dabei unterhalb des Förderrohres (5) angeordnet und hat von allen vier Behältern den kleinsten Rauminhalt. In Einwurfrichtung hinter der Ablenkvorrichtung (6) befindet sich der Behälter (22) mit dem größten Raum­ inhalt. Die Behälter (23 und 25) befinden sich jeweils nebem dem Behälter (24). Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, sind die Behälterböden muldenförmig ausgebildet. Hierzu sind im Bodenbereich schräg verlaufende Bleche (26) eingeschweißt.
Die Ablenkeinrichtung ist im Detail in Fig. 3 und 4 dargestellt. Insbesondere ist die besondere Ausgestal­ tung der Lenkklappen (7 und 8) zu sehen. Jede der beiden Lenkklappen (7 und 8) verfügt auf ihrer jeweils zur anderen Klappe hinweisenden Seite über parallel untereinander angeordnete Stäbe (27), die jeweils in den Bereich der gegenüberliegenden Klappe hineinreichen. Die Länge der Stäbe (27) wächst dabei von oben nach unten. Damit die Stäbe (27) ein vollständiges Schließen der Klappen (7 und 8) nicht stören, sind in den Klappen im Abstand zueinander übereinander angeordnete Aus­ sparungen vorgesehen, die jeweils einen Stab (27) der gegenüberliegenden Klappe aufnehmen und aus diesem Grunde in ihrer Länge der Länge des jeweiligen Stabes (27) entsprechen. Im Förderrohr (5) in der Nähe der Einwurföffnung (4) ist ein Schalter (28) angeordnet, der die Ablenkeinrichtung (6) und das Lichtdurchstrah­ lungsgerät (9) aktiviert. Es kann sich dabei um einen Mikroschalter handeln, der durch einen in das Förderrohr hineinragenden Draht betätigt wird, welcher wiederum vom eingeworfenen Gegenstand ausgelenkt wird. Es kann sich aber auch um einen berührungslosen Schalter handeln.
Wird nun ein aus Weißglas bestehender Gegenstand einge­ worfen, so betätigt dieser den Schalter (28), das Licht­ durchstrahlungsgerät (9) durchstrahlt den Gegenstand und mißt dabei einen hohen Transmissionsgrad. Die beim Empfänger ankommende und durch die Farbfilterkombination ausgefilterte UV-Strahlung mit hohem Transmissionsgrad wird registriert, ein Signal gebildet und der Steuer­ elektronik zugeführt. Dieser betätigt den Magnet­ schalter (13), der den das Tor (7, 8) verriegelnden Schieber anzieht, und der gegen die Längsklappen (7 und 8) stoßende Gegenstand die beiden Klappen (7 und 8) weit aufstößt, und der Gegenstand in gerader Linie in den Behälter (22) für Weißglas fällt (Fig. 4a).
Wird ein Grünglas-Gegenstand eingeworfen, so registriert der Empfänger eine geringere UV-Lichtintensität. Gleich­ zeitig wird der Transmissionsgrad für weißes Licht ge­ messen. Es wird wiederum ein Signal gebildet, das der Steuerelektronik zugeführt wird. Die Steuerelek­ tronik betätigt den Magnetschalter (13) und die Magnetschalter (14 und 15). Durch Betätigung des Magnetschalters (13) wird wieder der entsprechende Schieber angezogen, so daß sich die Klappen (7 und 8) öffnen können. Der Magnetschalter (14) betätigt einen Schieber, der die Klappe (7) in einer spitzwinkligen Stellung festhält, während der Magnetschalter (15) einen Schieber anzieht, der es der Längsklappe (8) gestattet, weit aufzuschwingen. Der gegen die Längs­ klappe (7) prallende Grünglas-Gegenstand wird von dieser seitlich abgelenkt und fällt in den für ihn vor­ gesehenen Behälter (25) (Fig. 4c).
Die Fig. 4b zeigt den Zustand, wenn Braunglas eingeworfen wird. Dann wird die Klappe (8) in der spitzwinkligen Stellung festgehalten, während die Längsklappe (7) weit aufschwingt, so daß der Braunglas­ gegenstand seitlich abgelenkt wird und in den für ihn vorgesehenen Behälter (23) fällt.
Wird ein gänzlich lichtundurchlässiger Körper, wie z. B. eine Blechdose eingeworfen, so bleibt der Magnetschalter (13) unaktiviert. Die Klappen (7 und 8) bleiben geschlossen, so daß der eingeworfene Gegenstand gegen die Klappe prallt und in den darunter befindlichen Behälter für Fremdmaterial (24) fällt.
Die Federn (16 und 17) weisen eine derart hohe Feder­ konstante auf, daß als lichtdurchlässig gemeldete Gegenstände, wie z. B. Plastikflaschen, die jedoch wesentlich leichter als Glasflaschen sind, nicht in der Lage sind, die Klappen (7 und 8) zu öffnen. Auch diese Gegenstände prallen somit von den Klappen (7 und 8) ab und fallen in den Behälter (24).
Zur Entleerung der Anlage sind in den einzelnen Behältern an den jeweils tiefsten Stellen der mulden­ förmigen Böden verschließbare Öffnungen vorgesehen. Diese Öffnungen sind so angeordnet, daß die Öffnungen der Behälter (25, 22 und 23) in etwa in einer Linie parallel zur Längswand der Anlage angeordnet sind, während die Öffnung des Behälters (24) abseits dieser Linie liegt.
In der Fig. 5 ist ein Blockschaltbild der elektroni­ schen Farberkennung und Steuerelektronik dar­ gestellt. Das bisher allgemein mit dem Bezugszeichen (9) bezeichnete Lichtdurchstrahlungsgerät, sowie der bisher allgemein mit dem Bezugszeichen (10) bezeichnete Empfänger setzen sich konkret aus folgenden Bauteilen zusammen.
Nach dem Einwerfen durchläuft der eingeworfene Gegen­ stand infolge seiner Schwerkraft auf der geneigten Führungsbahn zuerst eine Lichtschranke (50, 51), durch welche das vollständige Vorhandensein eines zu bewerten­ den Körpers festgestellt wird. Unmittelbar danach durch­ läuft die Flasche eine senkrechte Durchleuchtungsebene, die durch mehrere Halogenlampen (53) und einen Farb­ teilerspiegel (54) gebildet wird. Die durch den Gegen­ stand hindurchtretenden Lichtstrahlen treffen zum einen reflektiert und ungefiltert auf eine Zeile von Foto­ empfängern (55) und zum anderen ultra-violett-gefiltert auf eine zweite gleichartige Zeile von Fotoempfängern (56). Die addierten Signale jeder Fotoempfängerzeile werden über die Verstärker (57) einer Farberkennungs­ elektronik (58) zugeführt. Die Farberkennungselektronik (58) nutzt die Tatsache, daß weiße, grüne und braune Gläser für das ultra-violette Licht in verschieden hohem Maße durchlässig sind. Da Braunglas für UV-Licht undurchlässig ist, wird über die Ermittlung des Transmissionsgrades des Weißlichts erkannt, ob Braunglas eingeworfen worden ist oder ein lichtundurchlässiger Gegenstand, etwa eine Blechdose. Eine Kalibrierauto­ matik (59) sorgt dafür, daß vor jeder Farberkennung das Signal für volle Beleuchtung der Fotoempfänger­ zeilen in der Farberkennungselektronik (58) gespeichert wird. Dadurch wird der Einfluß von Verschmutzung, Umgebungstemperatur und Alterung eliminiert.
Nach der Bewertung der Signalamplituden der Fotoempfängerzeilen (55, 56) und ihrer logischen Ver­ knüpfung werden die digitalen Signale in "weiß", in "grün", in "braun" und in "undurchsichtig" (d. h. Fremdstoff) gewonnen. Das über die nutzbare Länge der Flasche zeitlich dominierende Signal wird mittels der digitalen Integratoren (60) erkannt und in der Aus­ wertung (61) so codiert, daß für die Lenkklappen (7, 8) die richtigen Kombinationen der Magnetschalter (13 bis 15) zur mechanischen Farbtrennung erregt werden. Das korrekte zeitliche Zusammenspiel der einzelnen Blöcke stellt die Ablaufsteuerung (62) sicher.

Claims (12)

1. Anlage zur Trennung von Abfallhohlgläsern, insbesondere von Flaschen mindestens nach Weiß- und Buntglas, bei der der unbehandelte Glasabfall nach seiner Farbe sortiert und danach getrennt gehalten und abgeführt, insbesondere in Behältnisse eingebracht wird, die jeweils einer Sorte zugeordnet sind, wobei zur Sortierung ein Förderer dient, dessen förderndes Organ an der Aufgabeseite den unsortierten Glasabfall vereinzelt und auf dem Förderweg an einem Lichtdurchstrahlungsgerät vorbeiführt, welches eine am Ende des Förderwegs angeordnete Ablenk­ einrichtung steuert, welche zur Trennung der Sorte und zu deren Abführung dient und aus zwei Lenkklappen besteht, die die Flügel eines Tores sind, welches in einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung des Förderers angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Lichtdurch­ strahlungsgerät (9) aus einem weißes Licht abstrahlenden Sender und einer Empfangsein­ richtung (10; 55, 56) besteht, der eine Farb­ filterkombination vorgeschaltet ist, die den ultra-violetten bis violetten Anteil des weißen Lichts zur Empfangseinrichtung (10, 56) durchläßt, während ein Teil des ausgesandten Weißlichts ungefiltert auf die Empfangseinrichtung (10, 55) gerichtet ist, wobei der Empfangseinrichtung (10) eine Steuerelektronik für die Klappen (7, 8) nachgeschaltet ist, die die Klappen (7, 8) je nach dem ermittelten Durchstrahlungsgrad betätigt, in dem entweder beide Klappen (7, 8) ganz oder nur je eine ganz und die andere bis zu einem bestimmten spitzen Winkel geöffnet wird.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufteilung des ausgesandten Weißlicht­ strahls ein Farbteiler-Spiegel (54) vorgesehen ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die sich mittig gegenüberstehenden Klappenseiten jeweils versetzt zueinander angeordnete, in ihrer Längsrichtung von oben nach unten über die Klappenhöhe verlängerte Aussparungen aufweisen, in denen im Geschlossen­ zustand des Tores (7, 8) der Länge der jeweiligen Aussparung entsprechende Stäbe (27) angeordnet sind, die mit einem Ende an einer der Klappen (7, 8) befestigt sind.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (7, 8) mit einem Magnetschalter (13) verriegelbar sind und mit Hilfe zweier weiterer Magnetschalter (14 und 15) in der spitzwinkligen Öffnungsstellung feststellbar sind.
5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen gegen die Kraft von Federn (16, 17) auslenkbar sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vier Behälter (22 bis 25) zur Aufnahme der einzelnen aussor­ tierten Glassorten vorgesehen sind, von denen einer (24) in Einwurfrichtung vor dem Tor (7, 8), einer (22) hinter dem Tor (7, 8) und zwei weitere (23, 25) links und rechts neben dem Tor (7, 8) angeordnet sind.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterböden muldenförmig ausgebildet sind, wobei jeweils an der tiefsten Stelle der Mulde eine verschließbare Öffnung vorgesehen ist.
8. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderer (5) aus einem geneigten Rohr besteht, dessen unbewegliche Rutschfläche als förderndes Organ dient.
9. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ver­ sorgung des Lichtdurchstrahlungsgerätes (9) und der Ablenkeinrichtung (6) eine netzunabhängige Spannungsquelle dient.
10. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Vereinzelungseinrichtung in den Förderer (5) ein Schalter eingebaut ist, welcher bei Einwurf eines Gegenstandes das Lichtdurchstrahlungsgerät (8) und die Ablenkeinrichtung (6) aktiviert.
11. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch mindestens einen Anschlagpunkt für ein Hebezeug, mit dessen Hilfe die gesamte Anlage auf einen Schlitten absetzbar ist, der auf Schienen verfahrbar ist, die am oberen Ende der Längswände eines quaderförmigen Groß­ containers angeordnet sind.
12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Container durch Zwischenwände in vier Teilbereiche unterteilt ist, von denen einer die gesamte Breite des Containers einnimmt, während die anderen drei in Längsrichtung des Containers an den ersten Teilbereich anschließend angeordnet sind.
DE19873731402 1987-06-11 1987-09-18 Anlage zur trennung von abfallhohlglaesern, insbesondere von flaschen mindestens nach weiss- und buntglas Withdrawn DE3731402A1 (de)

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