DE3731993C2 - - Google Patents

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DE3731993C2 DE19873731993 DE3731993A DE3731993C2 DE 3731993 C2 DE3731993 C2 DE 3731993C2 DE 19873731993 DE19873731993 DE 19873731993 DE 3731993 A DE3731993 A DE 3731993A DE 3731993 C2 DE3731993 C2 DE 3731993C2
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Description

Die Erfindung betrifft einen gefügedichten Konstruktionsleichtbeton auf rein mineralischer Basis sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Konstruktionsleichtbetone mit beschränkter Wärmedämmfähigkeit, die je nach Festigkeit und Rohdichte für tragende Betonbauteile und Betonbauwerke wie Wohngebäude, Hochhäuser, Brücken usw. verwendet werden, sind nach Ullmann, Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 8, Seite 324 bekannt. Nach den bekannten Verfahren des Standes der Technik ist es jedoch in der Regel nicht möglich, einen Leichtbeton mit einer Dichte von weniger als 850 kg/m³ auf rein mineralischer Basis herzustellen, der in seinem Gefüge so dicht wie ein Normalbeton ist, etwa eine Trockenrohdichte von 2300 kg/m³ aufweist und gleichzeitig für konstruktive Bauzwecke verwendet werden kann. Die bisher bekannten Leichtbetone auf rein mineralischer Basis mit einer Trockenrohdichte von weniger als 850 kg/m³ sind meist nicht gefügedicht. Diese sogenannten haufwerksporigen Betone haben neben dem Vorteil des geringen Gewichts und der hohen Wärmeisolierfähigkeit wesentliche Nachteile. Man kann sie nicht statisch nutzen. Weil das Bewehrungseisen mehr oder weniger frei liegt, d. h. nicht von schützenden Betonteilen umgeben ist, sind die Bewehrungseisen dem Angriff von Luftsauerstoff, Wasser und Säure aus der Atmosphäre ausgesetzt, wenn man nicht die Bewehrungseisen vor dem Einsatz mit einer schützenden Beschichtung beispielsweise aus Zementleim versieht. Demgemäß kann ein haufwerksporiger Leichtbeton nur als Zwischenlage zwischen zwei Normalbetonplatten verwendet werden und ist nicht für Sichtflächen geeignet.
Gefügedichter Leichtbeton, der nicht statisch belastbar ist, läßt sich durch die Verwendung von besonderen Zuschlägen oder Zusatzstoffen zu Beton- und Mörtelmischungen mit geringer Dichte herstellen. Beispielsweise können als Zuschläge geringer Dichte Bims, Blähton und Blähschiefer verwendet werden. Derartige Zuschläge niedriger Dichte besitzen jedoch eine geringe Korndruckfestigkeit, so daß die erhaltenen Leichtbetone nur für äußerst geringe Lasten ausgelegt sind.
Leichtbetone, die direkt statisch genutzt werden sollen, müssen demgemäß die Forderung der Gefügedichtigkeit erfüllen. Derartige gefügedichte Leichtbetone weisen üblicherweise eine Trockenrohdichte von weit mehr als 850 kg/m³ auf und haben meist eine schlechte Wärmeleitfähigkeit. Bei der bloßen Verwendung von Leichtzuschlägen wie Blähton oder Blähschiefer kann immer nur diejenige Betonfestigkeit erreicht werden, die ein solcher Leichtzuschlag als Korndruckfestigkeit aufweist. Daher wurden gemäß dem Stand der Technik Leichtbetone zur Steigerung der Druckfestigkeit mit schweren Zuschlägen versehen, die eine höhere Korndruckfestigkeit aufwiesen, beispielsweise Quarzsand. Dies führt selbstverständlich zum Verlust des geringen Gewichtes und erhöht gleichzeitig die Wärmeleitfähigkeit.
Aus der DE-AS 23 45 692 ist ein gefügedichter, armierfähiger Konstruktionsleichtbeton aus anorganischen, betonverträglichen, verschäumten oder geblähten Leichtzuschlagstoffen annähernd kugel- oder ellipsoidförmiger Gestalt in etwa der Siebkennlinie entsprechenden Mengen, Zement und Wasser, bekannt, wobei die Korndichten und Kornfestigkeiten der Leichtzuschlagstoffe bei steigendem Korndurchmesser stetig oder in mehr als zwei Stufen zunehmen, die Kornsaugfähigkeit gleichzeitig steigt oder in mehr als zwei Stufen abnimmt. Nach einem bevorzugten Merkmal der DE-AS 23 45 692 bestehen die Leichtzuschlagstoffe aus chemisch verschiedenen Stoffen wie z. B. Schaumglasgranulat und Blähton. In Beispiel 1 wird ein Leichtbeton mit einer Trockenrohdichte von 680 kg/m³ beschrieben, der nach 28 Tagen eine Druckfestigkeit von 5 N/mm bei einer Biegefestigkeit von 1,5 N/mm aufweist. Das Verhältnis von Trockenrohdichte zu Druckfestigkeit ist jedoch für einen praktischen Einsatz nicht ausreichend. Gleiches gilt für die Leichtbetone gemäß Beispiel 2 und Beispiel 3 der DE-AS 23 45 692.
Die DD-PS 2 33 996 betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Leichtzuschlagstoffes der Fraktion 0/2 mm mit verringerter Wasseraufnahmefähigkeit, insbesondere aus Blähton. Es wird die Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Blähton für die Herstellung von dichten Leichtbetonen und Mörteln mit geringer Wasseraufnahme beschrieben. Es wird ein Blähton mit möglichst großer Wasseraufnahme der Fraktion < 2 mm mit einem imprägnierenden Hydrophobierungsmittel behandelt, insbesondere mit einer wasserlöslichen Emulsion auf der Basis von Polydimethylsiloxan, durch Tauchen, anschließende Trocknung und Zerkleinerung auf die entsprechende Fraktion. Der Tabelle 1 der DD-PS 2 33 996 sind jedoch Trockenrohdichten im Bereich von 1320 bis 1385 kg/m³ zu entnehmen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand darin, einen gefügedichten Konstruktionsleichtbeton auf rein mineralischer Basis zur Verfügung zu stellen, der eine Trockenrohdichte von höchstens 850 kg/m³ aufweist, bei dem gegenüber bekannten Leichtbetonen das Verhältnis von Trockenrohdichte zu Nennfestigkeit verbessert ist.
Eine wesentliche Aufgabe für einen gefügedichten Konstruktionsleichtbeton gemäß der vorliegenden Erfindung ist, daß die enorme Leichtigkeit des erfindungsgemäß hergestellten Betons mit einer herkömmlichen Bewehrungsmethodik zu neuen Konstruktions-(Anwendungs-)Möglichkeiten führt. Hier können insbesondere größere Spannweiten und dünnere Bauweisen realisiert werden.
Hinzu kommt, daß trotz der dünnen Bauweise ein gleichbleibender Wärmedurchgangskoeffizient (K-Wert) erreicht werden soll. Die Beziehung zwischen Trockenrohdichte und Wärmeleitfähigkeit läßt es zu, daß bei vergleichbarer Schichtdicke größere Wärmedämmungen erreichbar sind.
Ein entscheidendes Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß es sich bei diesem Konstruktionsleichtbeton um einen Leichtbeton mit geschlossenem Gefüge handeln muß. Dies ermöglicht, diesen neuen Werkstoff als Konstruktionsleichtbeton sowie als Sichtbeton einzusetzen.
Eine weitere und ebenfalls von den herkömmlichen Bauweisen sich unterscheidende Aufgabe des erfindungsgemäßen Betons besteht darin, daß ein kontinuierlicher Diffusionstransport, beispielsweise von Schwitzwasser, ohne jegliche Kondensationsebene stattfindet. Dies ist bei der Vielzahl der marktgängigen Systeme nur durch aufwendige Konstruktionen (beispielsweise Sandwich- Bauweise) im Rahmen der Kombination unterschiedlicher Werkstoffe möglich.
Eine weitere wesentliche Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine einfache und unkomplizierte Fertigung als Werksfertigung zu entwickeln, wobei wesentliche Teile herkömmlicher Anlagen genutzt werden sollen und nur teilweise durch technologische Änderungen einer Umrüstung bedürfen.
Weiterhin besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, daß die seit Jahrzehnten vorhandene Betontechnologie und insbesondere die Herstellung auch der Konstruktionsleichtbetonmischungen auf der Baustelle möglichst wenig geändert werden soll.
Die Lösung der vorgenannten Aufgabe gelingt dadurch, daß man Zuschläge niederer Dichte einsetzt, die eine gegenüber dem Stand der Technik erhöhte Korndruckfestigkeit aufweisen, insbesondere indem man zur Erhöhung der Korndruckfestigkeit und der Verminderung der Wasseraufnahmefähigkeit der Zuschläge mit niedriger Dichte diese einer Oberflächenbehandlung unterwirft.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein gefügedichter Konstruktionsleichtbeton mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung mit den Merkmalen des Anspruchs 8.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein gefügedichter Konstruktionsleichtbeton auf rein mineralischer Basis mit einer Trockenrohdichte im Bereich von 600 bis 750 kg/m³ zur Verfügung gestellt.
Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung hergestellte Leichtbetone weisen eine sehr gute Nennfestigkeit auf. Ein erfindungsgemäßer gefügedichter Konstruktionsleichtbeton müßte demnach in die bisher nicht bekannte Festigkeitsklasse des Leichtbetons LBn 50 nach Ullmann, loc. cit. oder LB-5 nach DIN 4219 Teil 1, eingeordnet werden. Diese Einteilung der Festigkeitsklassen wird zum einen durch die Dichte des Betons und durch die Festigkeit bestimmt. Ullmann gibt als niedrigsten bekannten Wert eine Festigkeitsklasse von LBn 100 an, entsprechend einer Nennfestigkeit von (100 kg/mm²) 10 N/mm², während nach der DIN 4219 Teil 1 Leichtbetone bis zur Klasse LB-8 definiert sind, die nur für unbewehrte Bauteile, hier für Wände nach DIN 1045 und für Fassaden und Brüstungselemente erlaubt sind, die nur durch Eigenbelastung und Wind belastet werden, d. h. bei vorwiegend ruhenden Lasten.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Betone besteht insbesondere darin, daß aufgrund der Gefügedichtigkeit in den Beton eingelegte Bewehrungseisen vollständig umschlossen sind und somit vor direkten Einwirkungen der Atmosphäre geschützt sind. Eine Vorbehandlung der Bewehrungseisen entfällt somit in der Regel.
Die erfindungsgemäßen niedrigen Trockenrohdichten können in gefügedichten Betonteilen dadurch eingestellt werden, daß man in Beton- und Mörtelmischungen Zuschläge niederer Dichte verwendet, deren Oberflächen vor dem Einsatz in Beton- und Mörtelmischungen einer Behandlung mit Kieselsäure bildenden Verbindungen unterworfen wurden. Wenn an sich bekannte Zuschläge niederer Dichte, wie beispielsweise Bims oder Blähton als solche, d. h. ohne Vorbehandlung, verwendet werden, können keine ausreichende Nennfestigkeiten bei entsprechend geringer Trockenrohdichte erhalten werden, die eine Anwendung des Leichtbetons für konstruktive Bauweise ermöglichen. Erfindungsgemäß werden jedoch solche Zuschläge verwendet, die einer speziellen Vorbehandlung zur Erhöhung der Korndruckfestigkeit und der Hydrophobierung unterworfen wurden. Ohne die erfindungsgemäße Vorbehandlung wäre es bei der Verwendung dieser Zuschläge niederer Dichte erforderlich, weitere Zuschläge mit einer hohen Korndruckfestigkeit, wie beispielsweise Quarzsand zuzusetzen, wodurch jedoch auch die Dichte des fertigen Bauteils beträchtlich erhöht wird.
Zur Erhöhung der Korndruckfestigkeit und der Hydrophobierung der erfindungsgemäß verwendeten Zuschläge niederer Dichte zur Herstellung eines gefügedichten Konstruktionsleichtbetons werden die Zuschläge niederer Dichte daher vor der Einbringung in die Beton- oder Mörtelmischung in bei Raumtemperatur flüssige, bei der Hydrolyse Kieselsäure bildende, siliciumorganische Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
Si(OR¹) n m
mit
R¹ = Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, i-Propyl-, n-Butyl-, i-Butyl- oder t-Butylrest und
R² = Methyl-, Ethyl- oder Vinylrest,
n = 2 bis 4 und
m = 4-n,
enthaltende Tauchbäder eingebracht. Dabei werden durch die vornehmlich an der Oberfläche der Zuschläge stattfindende Hydrolyse die Oberflächenporen weitgehend ausgefüllt. Diese Vorbehandlung erhöht die Korndruckfestigkeit der Zuschläge um etwa 20 bis 30%. Zusätzlich wird die Wasseraufnahmefähigkeit der Zuschläge vermindert. Diese Hydrophobierung ist insbesondere deshalb wichtig, um den Anmachwasserbedarf möglichst wenig zu verändern. Üblicherweise verwendete, unbehandelte Zuschläge niederer Dichte saugen förmlich Wasser auf, das dem Abbindeprozeß erst nach und nach zur Verfügung steht. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird erreicht, daß die vorhandenen offenen Poren nur noch zum Teil dem Anmachwasser für die Kapillaraktivität zur Verfügung stehen und bei günstiger Sieblinie und gleichem Bindemittelanteil die Druckfestigkeiten der fertigen Betonteile ansteigen.
Gemäß der Erfindung weist ein gefügedichter Konstruktionsleichtbeton eine Nennfestigkeit, d. h. Druckfestigkeit von wenigstens 5 N/mm² auf.
Zwischen der Trockenrohdichte und der Druckfestigkeit gibt es naturgemäß einen Zusammenhang. Beispielsweise hat ein erfindungsgemäßer Konstruktionsleichtbeton eine Trockenrohdichte von rund 630 kg/m³ und eine Serienfestigkeit von 8,3 MPa bereits nach 7 Tagen. Nach 28 Tagen kann eine Serienfestigkeit von ca. 12 MPa gemessen werden. Gemäß dem Stand der Technik gelang es bisher lediglich, bei handelsüblichen Leichtbetonen mit einer Rohdichte von 950 bis etwa 1050 kg/m³ eine Festigkeit von etwa 12 MPa herzustellen. Demgegenüber ist die Trockenrohdichte bei dem obengenannten Beispiel um ca. 40% erniedrigt bei gleichen Festigkeiten. Nach der DIN 4219 Teil 1 und 2 ist ein LB-8 für eine Rohdichte von 800 bis 1000 kg/m³ definiert. Demzufolge müßte ein LB-6 mit einer Rohdichteklasse von 600 bis 800 kg/m³ definiert werden, der eine Serienfestigkeit von 8 MPa aufweist. Da ein erfindungsgemäßer Leichtbeton bei einer Trocknung (beispielsweise 106°C) eine Rohdichte von 600 kg/m³ aufweisen kann, ist dieser als LB-5 zu definieren. Dies bedeutet, daß die Anforderungen an die Festigkeit eines derartigen Konstruktionsleichtbetons weit geringer sind als bei einem schwereren Beton. Demgemäß ist eine Seriendruckfestigkeit von 6 MPa ausreichend. Der erfindungsgemäße Leichtbeton hat jedoch eine wesentlich höhere Seriendruckfestigkeit.
Demgemäß ist auch die Druckfestigkeit der erfindungsgemäßen Leichtbetone überproportional hoch.
Gemäß der Erfindung weist ein gefügedichter Konstruktionsleichtbeton eine Wärmeleitzahl von weniger als 0,18 W/mK auf.
Durch die Gefügedichtigkeit des erfindungsgemäßen Konstruktionsleichtbetons wird die Diffusion im Gegensatz zu einem haufwerksporigen Beton stark vermindert, so daß die außerordentlich niedrigen Wärmeleitzahlen erreicht werden.
Eine besondere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen gefügedichten Konstruktionsleichtbeton zur Verfügung zu stellen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß man als Zuschläge niederer Dichte Blähton, Blähschiefer, Vermiculite oder Schaumglasgranulat verwendet, deren Oberfläche vor dem Einsatz in Beton- oder Mörtelmischungen einer Behandlung mit Kieselsäure bildenden Verbindungen unterworfen sind. Auf diese Weise wird der üblicherweise verwendete schwere Zuschlag eingespart und damit die erfindungsgemäß beanspruchten niedrigen Trockenrohdichten erreicht. Die Verfestigung, d. h. die Erhöhung der Korndruckfestigkeit kann insbesondere bei Blähton oder Blähschiefer erreicht werden. Eine weitere wesentliche Erscheinung der Verfestigung ist die mit den nachstehend genannten Verfestigungssubstanzen erzielbare Hydrophobierung der Leichtzuschläge. Dadurch wird beim Anmischen des Leichtbetons das Anmachwasser nicht in das Innere der Zuschläge niederer Dichte aufgenommen, was zu Schwierigkeiten bei der Herstellung von Konstruktionsleichtbetonen führen würde. Dadurch kann der Restraum/Zementwert klein gehalten werden, was zusätzlich eine Erhöhung der Druckfestigkeit und der Dichtigkeit des Konstruktionsleichtbetons bewirkt. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können Korndruckfestigkeiten um 20 bis 30% erhöht werden. Auch bei Zuschlägen niederer Dichten, bei denen eine Erhöhung der Korndruckfestigkeit nicht beobachtet werden kann, ist die Behandlung dieser Zuschläge mit Kieselsäure bildenden Verbindungen vorteilhaft, da die Hydrophobierung eine Verminderung des Anmachwasserbedarfs hervorruft.
Die erfindungsgemäßen Trockenrohdichten werden gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung durch die Verwendung von Zuschlägen niederer Dichte eingestellt. Dies bedeutet, daß die Art und die Menge der verwendeten Zuschläge abhängig gemacht werden von der erwünschten Trockenrohdichte. Wenn beispielsweise ein Zuschlag niederer Dichte, wie Blähschiefer verwendet wird, der eine Kornrohdichte von etwa 0,8 bis 1,1 kg/m³ aufweist, so können durch die erfindungsgemäße Erhöhung der Korndruckfestigkeit weitere Zuschläge mit geringer Korndruckfestigkeit und insbesondere solche mit äußerst geringer Dichte verwendet werden. Ausschlaggebend für die zu verwendende Menge der erfindungsgemäß einzusetzenden Zuschläge niederer Dichte ist also die erfindungsgemäß beanspruchte Trockenrohdichte.
Als im Sinne der vorliegenden Erfindung unbehandelte Zuschläge niederer Dichte können Schaumglasgranulat, Bims, Vermiculite, Blähton, Blähschiefer, Schaumlava, Perlit, Flugascheporite, Fillite, Gasbetongranulat und/oder Mineralfasern verwendet werden. Da selbstverständlich im Sinne der vorliegenden Erfindung auch diese an sich unbehandelten Zuschläge niederer Dichte gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt werden können, ist eine Überschneidung der unbehandelten Zuschläge niederer Dichte mit denen der behandelten Zuschläge niederer Dichte möglich. Beispielsweise kann in einem erfindungsgemäßen gefügedichten Konstruktionsleichtbeton Blähton verwendet werden, dessen Oberfläche vor dem Einsatz einer Behandlung mit Kieselsäure bildenden Verbindungen unterworfen worden ist, neben unbehandeltem Blähton. Selbstverständlich ist dabei auf die Einhaltung der erfindungsgemäßen Randbedingungen, insbesondere auf die Trockenrohdichte des gefügedichten Konstruktionsleichtbetons zu achten.
Das Einbringen der Zuschläge niederer Dichte in die Tauchbäder geschieht beispielsweise dadurch, daß man die Zuschläge direkt in die Tauchbäder einbringt und eine gewisse Zeit darin verweilen läßt, bis die gewünschte Erhöhung der Korndruckfestigkeit erreicht ist. Naturgemäß ist es auch möglich, die Zuschläge niederer Dichte durch bekannte Aufsprühverfahren mit den siliciumorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in Kontakt zu bringen. Bei den an sich bekannten Aufsprühverfahren werden die bei der Hydrolyse Kieselsäure bildenden Verbindungen direkt auf die Zuschläge niederer Dichte aufgesprüht, die auf Förderbändern oder beispielsweise in Rieselanlagen mit den siliciumorganischen Verbindungen in Kontakt gebracht werden. Durch den Kontakt der Zuschläge niederer Dichte mit den siliciumorganischen Verbindungen tritt an der Oberfläche eine direkte Hydrolyse ein, bei der insbesondere mehr oder weniger "wasserhaltiges" Siliciumdioxid (Kieselsäure) gebildet wird. Kieselsäure bedeutet nicht Kieselsäure im chemischen Sinne, sondern eine gegebenenfalls Organylreste enthaltende modifizierte Kieselsäure. Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die Zuschläge niederer Dichte in bei Raumtemperatur flüssige, bei der Hydrolyse Kieselsäure bildende, siliciumorganische Verbindungen der allgemeinen Formel (I) enthaltende Tauchbäder eingebracht. Diese können gegebenenfalls organische oder anorganische, mehr oder weniger flüchtige Lösungsmittel für siliciumorganische Verbindungen enthalten. Beispielsweise sind etwa 20 gew.-%ige Lösungen von Silanen, d. h. Verbindungen der allgemeinen Formel (I), in organischen Kohlenwasserstoffen wie Naphta oder Xylol im Handel erhältlich. Derartige im Handel erhältliche Lösungen können beispielsweise direkt für das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzt werden.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß man Tauchbäder verwendet, die Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
Si(OR¹) n m (I)
enthalten, mit
R¹ = Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, i-Propyl-, n-Butyl-, i-Butyl- oder t-Butylrest und
R² = Methyl-, Ethyl- oder Vinylrest und
n = 2 bis 4 und
m = 4-n
enthalten.
Zusätzlich können die Oberflächen der Zuschläge niederer Dichte auch mit Verbindungen der allgemeinen Formel (II)
HO[Si(R¹)₂-O-] x-H (II)
in Kontakt gebracht werden, wobei R¹ die obengenannte Bedeutung besitzt.
Die genannten siliciumorganischen Verbindungen sind bereits teilweise für die Konservierung von Sandsteinen bekannt. In verwitterten Sandsteinen können durch die aus Poly(dialkylsiloxanen) bei der Hydrolyse gebildete Kieselsäure und die gelockerten Sandkörner wieder miteinander verbunden werden.
Demgegenüber wurde überraschenderweise gefunden, daß die siliciumorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) nicht als Haftvermittler dienen, sondern zum einen eine Erhöhung der Korndruckfestigkeit der Zuschläge niederer Dichte und andererseits eine Hydrophobierung dieser Zuschläge bewirken. Ein vollständiges Ausfüllen der Oberflächenporen der Zuschläge niederer Dichte wird insbesondere deshalb nicht angestrebt, da sonst die Matrixfestigkeit der erfindungsgemäß behandelten Zuschläge niederer Dichte mit den übrigen Bestandteilen der Beton- oder Mörtelmischung negativ beeinflußt werden würde.
Blähton und Blähschiefer sind als Zuschläge niederer Dichte seit langem bekannt. Handelsüblicher Blähschiefer, ist als Zuschlag in Leichtbetonen mit hochwärmedämmenden Eigenschaften und verschiedensten Festigkeiten bis zur Güteklasse LB-300 bekannt. Das Korn besitzt im Inneren eine sehr poröse Struktur, deren Poren in sich abgeschlossen sind. Die Oberfläche besteht aus einer gesinterten, dichten und festen Schale. Wegen seiner besonderen Porenstruktur und der festen Außenhaut weist das Blähschieferkorn eine relativ hohe Festigkeit auf. Blähfähiger Schiefer wird in Drehrohröfen auf etwa 1200°C erhitzt, wobei die bei der hohen Temperatur im Korn entstehenden Gase den Schiefer bei gleichzeitiger Verschmelzung der Oberfläche aufblähen.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens gelingt es, die Korndruckfestigkeit des Einzelkorns bis zu 20% zu erhöhen. Gleichzeitig sinkt die Wasseraufnahme um durchschnittlich 30 Gew.-%.
Entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können als Zuschläge niederer Dichte beispielsweise Schaumglasgranulat mit einer Korndichte von etwa 0,35 bis 0,4 g/cm³ und/oder Vermiculite mit einer Kornrohdichte von etwa 0,10 bis 0,35 g/cm³ verwendet werden. Auch diese Zuschläge niederer Dichte können der erfindungsgemäßen Behandlung mit siliciumorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) unterworfen werden. Hierbei wird jedoch keine meßbare Erhöhung der Korndruckfestigkeit erreicht, jedoch die Oberfläche hydrophobiert, wodurch der Anmachwasserbedarf reguliert werden kann. Die nicht meßbare Erhöhung der Korndruckfestigkeit beruht auf der mangelnden Empfindlichkeit handelsüblicher Prüfprozesse gegenüber plastisch verformbaren Substanzen bei den zur Verfügung stehenden Kornfraktionen aufgrund der absoluten Werte der Korndruckfestigkeiten.
Unter Schaumglasgranulat im Sinne der vorliegenden Erfindung wird ein erstarrter Glasschaum mit luftdicht geschlossenen Zellen verstanden, die mit einem Gemisch verschiedener Gase gefüllt sind. Als Blähmittel bei der Herstellung dienen beispielsweise Koks, Magnesiumcarbonat und Calciumcarbonat oder auch zersetzliche, organische Verbindungen. Somit ist es möglich, den relativ neuen Rohstoff Schaumglas einer neuartigen Verwendung zuführen, ohne daß es einer Vorbehandlung bedarf.
Vermiculite, d. h. zur Montmorillonit-Saponit-Gruppe gehörende Magnesiumaluminiumsilikate sind als Zusatzstoffe, nicht jedoch als Zuschläge für Leichtbeton bekannt. Aufgrund der offenporigen Struktur der Vermiculite einerseits und der geringen Korndruckfestigkeit ist jedoch die Herstellung eines gefügedichten Konstruktionsleichtbetons auf rein mineralischer Basis unter ausschließlicher Verwendung dieses Zuschlags nicht möglich.
Die entsprechend der vorliegenden Erfindung vorbehandelten Zuschläge niedriger Dichte werden an sich bekannten Beton- und Mörtelmischungen für Normalbeton zugesetzt. Durch die spezielle Porenstruktur der Zuschläge ist der Anmachwasserbedarf gegenüber der herkömmlichen Arbeitsweise in der Bauindustrie praktisch unverändert.
Selbstverständlich können neben den erfindungsgemäß verwendeten Zuschlägen weitere, dem Fachmann bekannte Zuschläge und Zusatzstoffe in die Beton- und Mörtelmischungen eingebracht werden, wie beispielsweise aus H. Weigler, S. Karl, Stahlleichtbeton, Herstellung, Eigenschaft, Ausführung, Bauverlag GmbH, Wiesbaden, oder S. Karl, Leichtbeton-Schaumbeton als Konstruktionsleichtbeton mit abgeminderter Dichte, Dissertation, Darmstadt 1979, zu entnehmen ist.
Beispiele Beispiel 1
Blähschieferkorn wurde durch Siebtauchung in ein fertiges Gemisch, bestehend aus 50% Poly(diethylsiloxan) (Steinfestiger OH, Wacker) und 50% eines Trialkoxysilan -Methacryl-oxypropyltrimethoxysilan) (Dynasilan® BH, Dynamit Nobel AG) eingebracht. Die Verweilzeit betrug 2 min. Anschließend wurde der Zuschlag 48 h bei Raumtemperatur in Aluminiumschale an der Luft getrocknet.
Bei der Verwendung eines Blähschieferkorns mit der Körnung 8/25 (entsprechend einer Sieblinie von 8 bis 25 mm Korndurchmesser) konnte eine Steigerung der Druckfestigkeit des Einzelkorns von 9,3 bis 11,1 N/mm² erreicht werden. Gleichzeitig sank die Wasseraufnahme des Einzelkorns von 19,3 auf 13,8 Gew.-%. Es konnte somit eine Steigerung der Korndruckfestigkeit von 20% und eine Senkung der Wasseraufnahme von 30% erreicht werden.
Die Wasseraufnahme wurde an je 200-g-Ansätzen von ofentrockenem Zuschlag (1 h, 106°C) durch eine einstündige Lagerung in Leitungswasser und Ausgießen auf einen handelsüblichen mattfeuchten Faltenfilter, Durchmesser 240 mm bis zum Ende einer Tropfenbildung durchgeführt. Die Wasseraufnahme (W) wurde nach der Gleichung (1) bestimmt
m¹ = Zuschlag trocken in g
m² = Filterpapier feucht in g
m³ = Zuschlag feucht und Filterpapier feucht.
Beispiel 2
Es wurde ein Probekörper eines Konstruktionsleichtbetons unter Verwendung von
- 35,7 Gew.-Teilen Portland-Zement 35 F,
- 32,5 Gew.-Teilen Blähton 2/4, vorbehandelt analog Beispiel 1,
- 13,8 Gew.-Teile Vermiculite 0/2,
- 6,9 Gew.-Teile geblähtes Calcit, Dolomit (Helapor® 0/1),
- 5,8 Gew.-Teile Flugasche (Fillite®)
- 5,0 Gew.-Teile Elektrofilterasche und
- 0,3 Gew.-Teile Verflüssiger
hergestellt.
Bei einem Wasser-Zement-Wert (W/Z-Wert) von 1,26 wurde eine Trockenrohdichte nach 28 Tagen zu 800 kg/m³ bestimmt.
Beispiel 3
Es wurde eine Probekörper eines Konstruktionsleichtbetons unter Verwendung von
- 35,7 Gew.-Teilen Portland-Zement 45 F,
- 32,5 Gew.-Teilen Blähton 2/4, analog behandelt wie in Beispiel 1,
- 13,8 Gew.-Teilen Vermiculite 0/2,
- 6,9 Gew.-Teilen Calcit entsprechend Beispiel 2,
- 5,0 Gew.-Teilen Elektrofilterasche,
- 0,3 Gew.-Teilen Verflüssiger und
- 5,8 Gew.-Teilen geblähtes Na-Al-Silikat (Promaxon® P 60)
hergestellt.
Bei einem W/Z-Wert von 1,51 wurde nach 28 Tagen eine Trockenrohdichte von 840 kg/m³ erhalten.
Beispiel 4
Es wurde ein Probekörper eines Konstruktionsleichtbetons unter Verwendung von
- 26,8 Gew.-Teilen Portland-Zement 35 F,
- 7,11 Gew.-Teilen Blähton 2/4, analog behandelt nach Beispiel 1,
- 9,14 Gew.-Teilen Vermiculite 0/2,
- 9,14 Gew.-Teilen Calcit entsprechend Beispiel 2,
- 5,0 Gew.-Teilen Elektrofilterasche,
- 0,3 Gew.-Teilen Verflüssiger,
- 5,14 Gew.-Teilen Na-Al-Silikat entsprechend Beispiel 2 und
- 37,37 Gew.-Teilen Blähschiefer 4/8
hergestellt.
Bei einem W/Z-Wert von 2,8 ergab sich eine Trockenrohdichte nach 28 Tagen von 750 kg/m³.
Beispiel 5 (nachgereicht)
Es wurde ein Probekörper eines Konstruktionsleichtbetons unter Verwendung von
- 37,0 Gew.-Teilen Portland-Zement 45 F,
- 18,0 Gew.-Teilen Flugasche,
- 17,0 Gew.-Teilen Schaumglas 6/10
- 14,0 Gew.-Teilen Schaumglas 05/1,
- 9,0 Gew.-Teilen Schaumglas 0/03, analog Beispiel 1 vorbehandelt,
- 4,0 Gew.-Teilen Vermiculite 2/3, analog Beispiel 1 vorbehandelt,
- 1,0 Gew.-Teilen Verflüssiger und
- 40,0 Gew.-Teilen Anmachwasser
hergestellt.
Nach 28 Tagen konnte eine Druckfestigkeit von 7,3 N/mm² festgestellt werden. Die Trockenrohdichte betrug 670 kg/m³, die Wärmeleitfähigkeit 0,15 W/mK bei 10°C Mitteltemperatur im trockenen Zustand und die Biegefestigkeit 3,0 N/mm².
Beispiel 6 (nachgereicht)
Es wurde ein Probekörper eines Konstruktionsleichtbetons unter Verwendung
- 36,0 Gew.-Teilen Portland-Zement 45 F,
- 18,0 Gew.-Teilen Flugasche,
- 16,0 Gew.-Teilen Blähton 6/8, analog Beispiel 1 vorbehandelt,
- 15,0 Gew.-Teilen Schaumglas 05/1,
- 10,0 Gew.-Teilen Schaumglas 0/03,
- 0,6 Gew.-Teilen Vermiculite 2/3, analog Beispiel 1 vorbehandelt,
- 1,0 Gew.-Teilen Verflüssiger und
- 23,0 Gew.-Teilen Anmachwasser
hergestellt.
Nach 28 Tagen betrug die Trockenrohdichte 718 kg/m³. Die Wärmeleitfähigkeit bei 10°C Mitteltemperatur im trockenen Zustand betrug 0,155 W/mK. Die Druckfestigkeit betrug 9,1 N/mm² und die Biegezugfestigkeit 4,6 N/mm².

Claims (14)

1. Gefügedichter Konstruktionsleichtbeton auf rein mineralischer Basis mit einer Trockenrohdichte im Bereich von 600 bis 850 kg/m³, mit einer Nennfestigkeit von wenigstens 5 N/mm² und mit einer Wärmeleitzahl von weniger als 0,18 W/mK, enthaltend unbehandelte und vorbehandelte Zuschläge niederer Dichte, deren Oberflächen vor dem Einsatz in Beton- oder Mörtelmischungen einer Behandlung mit Kieselsäure bildenden Verbindungen unterworfen worden sind.
2. Gefügedichter Konstruktionsleichtbeton nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen der Zuschläge vor dem Einsatz in Beton- und Mörtelmischungen einer Behandlung mit bei der Hydrolyse Kieselsäure bildenden siliciumorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) Si(OR¹) n mmit
R¹ = Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, i-Propyl-, n-Butyl-, i-Butyl- oder t-Butylrest und
R² = Methyl-, Ethyl- oder Vinylrest,
n = 2 bis 4 und
m = 4-n,
unterworfen wurden.
3. Gefügedichter Konstruktionsleichtbeton nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Zuschläge vor dem Einsatz in Beton- oder Mörtelmischungen zusätzlich einer Behandlung mit Poly(dialkylsiloxanen) der allgemeinen Formel (II) HO[Si(R¹)₂-O-] x-Hmit R¹ gleich oder oben genannten Bedeutung unterworfen wurden.
4. Gefügedichter Konstruktionsleichtbeton nach Ansprüchen 1 bis 3 mit einer Trockenrohdichte im Bereich von 600 bis 750 kg/m³.
5. Gefügedichter Konstruktionsleichtbeton nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trockenrohdichte durch unbehandelte Zuschläge niederer Dichte eingestellt ist.
6. Gefügedichter Konstruktionsleichtbeton nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch behandelte Zuschläge niederer Dichte, ausgewählt aus Blähton, Blähschiefer, Vermiculite oder Schaumglasgranulat.
7. Gefügedichter Konstruktionsleichtbeton nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch unbehandelte Zuschläge niederer Dichte, ausgewählt aus Schaumglasgranulat, Bims, Vermiculite, Blähton, Blähschiefer, Schaumlava, Perlit, Flugascheporite, Fillite, Gasbetongranulat und/oder Mineralfasern.
8. Verfahren zur Herstellung von gefügedichtem Konstruktionsleichtbeton nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man Zuschläge niederer Dichte vor dem Einsatz in Beton- und Mörtelmischungen mit bei Raumtemperatur flüssigen, bei der Hydrolyse Kieselsäure bildenden siliciumorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) Si(OR¹) n mmit
R¹ = Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, i-Propyl-, n-Butyl-, i-Butyl- oder t-Butylrest und
R² = Methyl-, Ethyl- oder Vinylrest,
n = 2 bis 4 und
m = 4-n,
in Kontakt bringt und diese neben unbehandelten Zuschlägen niederer Dichte einsetzt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche vor dem Einsatz in Beton- und Mörtelmischungen zusätzlich einer Behandlung mit Poly- (dialkylsiloxanen) der allgemeinen Formel (II) unterworfen wird.
10. Verfahren nach Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu behandelnden Zuschläge in Tauchbäder einbringt, die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in einem inerten Lösungsmittel enthalten oder Verbindungen der allgemeinen Formel (I) aufsprüht.
11. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man als Zuschläge niederer Dichte Blähton, Blähschiefer, Vermiculite oder Schaumglasgranulat behandelt.
12. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man unbehandelte Zuschläge niederer Dichte auswählt aus Schaumglasgranulat und/oder Vermiculite.
13. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zuschläge niederer Dichte in an sich bekannte Betonmischungen neben bekannten Zusatzstoffen einbringt.
14. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die Trockenrohdichte durch unbehandelte Zuschläge mit niederer Dichte einstellt.
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