DE3732464C2 - Rueckholvorrichtung mit zugentlastung fuer einen fahrzeug-sicherheitsgurt - Google Patents
Rueckholvorrichtung mit zugentlastung fuer einen fahrzeug-sicherheitsgurtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rückholvorrichtung mit Zugentlastung
für einen Fahrzeug-Sicherheitsgurt, wie sie im
Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben ist.
Eine derartige Rückholvorrichtung mit einer Einrichtung
zur Zugentlastung ist bekannt (DE-OS 22 54 003). Die Zugentlastungseinrichtung
gewährleistet dabei, daß trotz einer
ausreichend starken Aufwickelfeder der Gurtträger keine
Unbequemlichkeiten durch den angelegten Gurt erfährt, weil
die Gurtspannung nach dem Anlegen verringert oder ganz
aufgehoben wird, ohne daß dabei die Sicherheitsfunktion
des Gurts beeinträchtigt wird. Dabei wird die Zugentlastung
durch eine Folge von Auf- und Abwickelbewegungen
des Gurts bzw. der Gurtspule bewirkt und wieder aufgehoben.
Bei der bekannten Rückholvorrichtung weist die Entlastungseinrichtung
axial benachbart eine flache Steuerscheibe
mit einem Kupplungszapfen und eine flache Bremsscheibe
mit einer Bremsausnehmung am Scheibenumfang auf,
in die ein Kupplungszapfen der Steuerscheibe eingreift, so
daß die beiden Scheiben, die über Reibungskupplungen in
Antriebsverbindung miteinander und mit der Gurtspule
stehen und über stirnseitige Reibbeläge an der Spule bzw.
am Rahmen anliegen, eine begrenzte Relativbewegung
zueinander ausführen können. Die ortsfest angelagerte
Klinke kann nur dann in Eingriff mit dem sich mit der
Spule drehenden Sperring treten, wenn Umfangseinschnitte
der beiden Scheiben aufeinander ausgerichtet sind, so daß
ein an der vorgespannten Klinke vorgesehener Vorsprung
radial in beide Einschnitte eindringen kann. Die Einschnitte
weisen an einem Ende eine Rampe auf, so daß bei entsprechender
Drehung der Scheiben die Klinke radial auswärts in
die Außereingriffstellung verlagert wird. Diese bekannte
Ausbildung zeichnet sich bereits durch Einfachheit und
platzsparende Bauweise aus.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine andere
Rückholvorrichtung mit einer Gurtspannungsentlastung zu
schaffen, die ebenso einfach und kompakt ist und bei
langer Lebensdauer zuverlässig arbeitet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der Unteranspruch zeigt
eine zweckmäßige Weiterbildung auf.
Es ist allerdings bereits bekannt, bei einer Gurtzugentlastung
- aber in einer anderen Funktionsweise - die
federbelastete Klinke nicht am Rahmen, sondern an einem
umlaufenden Träger zu lagern und den Sperring gehäusefest
anzubringen oder ihn drehbar zu lagern und durch eine von
der Tür gesteuerte, im Rahmen gelagerte Klinke zu verriegeln.
(US-PS 43 46 858).
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ergibt sich eine
Rückholvorrichtung mit einer Gurtspannungsentlastung, die
wesentlich anders aufgebaut ist als bei der bekannten Vorrichtung.
Dabei erweist sich die erfindungsgemäße Vorrichtung
als einfach und preiswert in der Herstellung, raumsparend
und zuverlässig, so daß sie der bekannten Vorrichtung
in nichts nachsteht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an
hand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht in auseinandergezogener Darstellung
einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine Endansicht der Vorrichtung zur Zugentlastung
der ersten Ausführungsform,
Fig. 3 einen axialen Teilschnitt durch die erste Ausfüh
rungsform,
Fig. 4 bis 6 Endansichten der Zugentlastungseinrichtung
der ersten Ausführungsform in verschiedenen
Betriebsphasen,
Fig. 7 eine Ansicht in auseinandergezogener Darstellung
einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 8 eine Endansicht der Zugentlastungseinrichtung
der zweiten Ausführungsform,
Fig. 9 einen axialen Teilschnitt durch die zweite Ausfüh
rungsform und
Fig. 10 bis 12 Endansichten der zweiten Ausführungsform in
verschiedenen Betriebsphasen.
Von den Zugentlastungseinrichtungen abgesehen, umfassen
beide Ausführungsformen die herkömmlichen und bekannten Bau
teile von Sitz- bzw. Sicherheitsgurt-Rückholvorrichtungen.
Dabei können verschiedene spezielle Ausgestaltungsformen der
herkömmlichen Bauteile verwendet werden.
Gemäß Fig. 1 umfaßt die Rückholvorrichtung einen Rahmen 1
von U-förmiger Querschnittsgestalt mit Löchern 1 b, 1 b′ in zu
gehörigen Seitenwänden 1 A, 1 A′. In den Löchern 1 b, 1 b′ des
Rahmens 1 ist eine Spulenwelle 2 gelagert. An einem der En
den der Spulenwelle 2 ist ein Sperrad 2 a einer nicht darge
stellten im Notfall blockierenden Vorrichtung befestigt, die
von beliebiger zweckdienlicher Ausbildung sein kann. Der
Fachwelt sind viele Arten einer solchen Vorrichtung an sich
bekannt. Am anderen Ende der Spulenwelle 2 ist ein recht
eckiges Verlängerungsstück 2 b ausgebildet. Auf die Spulen
welle 2 ist eine Gurtspule 2 A drehfest montiert und zwischen
den Seitenwänden 1 A, 1 A′ angeordnet. Die Gurtspule 2 A hat ei
nen Schlitz 2 B zum Festhalten des inneren Endes eines Si
cherheitsgurtes B (s. Fig. 3) an seinem axialen Abschnitt.
An der Seitenwand 1 A des Rahmens 1 ist
eine Lagerplatte 3 befestigt, die eine Nabe 4 c eines
Klinkenträgers 4 drehbar abstützt. Der Klinkenträger 4 nimmt in
seiner Nabe 4 c das rechteckige Verlängerungsstück 2 b der
Spulenwelle 2 auf, hat eine Nabe 4 d zum Festhalten des inne
ren Endes einer Gurtaufwickelfeder 13 und auf seinem
Flansch
4 a ein Pföstchen 4 b, das eine Klinke 8 abstützt.
Eine Steuerscheibe 5 hat eine ringähnliche Außen
umfangswand 5 b, einen Steueranschlag 5 a zum Anlegen an
die vom Klinkenträger 4 abgestützte Klinke 8, und eine Ausneh
mung 5 d, die durch Wegnehmen eines Teils der Außenumfangs
wand 5 b entstanden ist. Die Steuerscheibe 5 ist
mit einem Sperring 7 durch eine Kupplungsfeder 6 mit einer
vorbestimmten Reibungskraft verschieblich verbunden. Der
Sperring 7 ist mit Befestigungsmitteln, z. B. Schrauben oder Nieten, an
der Lagerplatte 3 befestigt und weist eine von einem Flansch
nach innen hervortretende Verzahnung 7 a auf. Die Nabe 4 c des
Klinkenträgers 4 ist in der Mittelöffnung des Sperringes 7
drehbar angeordnet.
Die Klinke 8 ist durch das Pföstchen 4 b des Klinkenträgers 4
schwenkbar abgestützt und wird von zwei Federn 9 und 10 so
vorgespannt, daß ihr vorderer Abschnitt 8 b zwischen einer
Position, in welcher sie in die Verzahnung 7 a des Sperringes
7 eingreift, und einer Stellung schwenkt, in welcher er von
der Verzahnung 7 a ferngehalten ist. Die Feder 9 dient als
Vorspannfeder und ist am Zapfen bzw. Pföstchen 4 b des Klinkenträgers
4 angeordnet und spannt die Klinke 8 so vor, daß sie
mit ihrem vorderen Abschnitt 8 b in Eingriff mit der Verzah
nung 7 a des Sperringes 7 schwenkt. Die Feder 10 dient als
Rastfeder und ist mit einem Lappen an ihrem Basisende an
den Klinkenträger 4 fest angeschraubt oder angenietet. Wenn
die Klinke 8 an den Steueranschlag 5 a der Steuerscheibe
5 anstößt und sich in der in Fig. 4 mit einem Pfeil
A angegebenen Richtung dreht, greift ein vorderer Federab
schnitt 10 a in eine Raste 8 a der Klinke 8 ein und hält die
Klinke 8 in einer Stellung fest, in welcher ihr vorderer
Abschnitt 8 b in die Verzahnung 7 a des Sperringes 7 nicht
eingreifen kann.
Die Gurtaufwickelfeder 13 ist in einer Kammer 14 a eines an
der Seitenwand 1 A des Rahmens 1 befestigten Deckels 14 an
geordnet und drängt über den Klinkenträger 4 die Spulenwelle
2 ständig in die Gurtaufwickelrichtung (entsprechend Fig. 2
im Uhrzeigersinn). Zur Abdeckung der Gurtaufwickelfeder 13
ist am Deckel 14 eine Kappe 15 befestigt.
In Fig. 6 ist die Vorrichtung zur Zugentlastung in
dem Zustand dargestellt, wenn der Gurt B auf die Gurtspule
2 A zurückgewickelt ist. Wenn aus diesem Zustand heraus der
Benutzer den Gurt B auszieht, drehen sich die Spulenwelle 2
und der Klinkenträger 4 entgegen dem Uhrzeigersinn gegen die
Kraft der Gurtaufwickelfeder 13. (Alle hier beschriebenen
Bewegungen sind selbstverständlich auf die Zeichnungen be
zogen.) Zu Beginn dieser Drehbewegung geht der vordere Ab
schnitt 8 b der Klinke 8 durch die Ausnehmung 5 d in der Steuerscheibe
5, welche durch die Kupplungsfeder 6
gegen Drehung festgehalten wird. Während einer etwas weniger
als eine volle Umdrehung betragenden Drehbewegung entgegen
dem Uhrzeigersinn des Klinkenträgers 4 gleitet die von der
Feder 9 vorgespannte Klinke 8 entlang der Außenumfangswand 5 b
der Steuerscheibe 5 und wird auf der Innenseite
der Außenumfangswand 5 b gehalten, so daß er nicht in die
Verzahnung 7 a des Sperringes 7 eingreifen kann.
Wenn der hintere Abschnitt 8 c der Klinke 8 am Steueranschlag
5 a der Steuerscheibe 5 anliegt, schwenkt die Klinke 8 in
der in Fig. 4 mit dem Pfeil A angegebenen Richtung, und die
Raste 8 a der Klinke 8 wird in Eingriff mit dem vorderen Ab
schnitt 10 a der
Sperrfeder 10 bewegt. In dem in Fig. 4 dar
gestellten Zustand, in dem der vordere Abschnitt 8 b der Klinke
8 gegen die Vorspannkraft der Feder 9 festgehalten
wird, wird die Steuerscheibe 5 mit der Gurtspule 2 A und
dem Klinkenträger 4 gegen die Reibungskraft der mit dem Sperring
7 zusammenwirkenden Kupplungsfeder 6 dadurch entgegen
dem Uhrzeigersinn gedreht, daß bei nachfolgendem Ausziehen
des Gurtes B der hintere Klinkenabschnitt 8 c am Steueranschlag
5 a anliegt.
Nachdem ein Gurtstück von ausreichender Länge ausgezogen
worden ist, wird die nicht dargestellte Schloßzunge am Ende
des Gurtes B mit dem Schloß-Hauptteil verbunden, und der
Gurt B wird losgelassen. Die Gurtlose wird dann durch Auf
wickeln des Gurtes B auf die Gurtspule 2 A durch die Kraft
der Gurtaufwickelfeder 13 aufgehoben, bis der Gurt B in der
Rückhaltestellung am Benutzer anliegt. Wenn das Aufwickeln
zum Ausgleich der Gurtlose beginnt, drehen sich die Spulen
welle 2 und der Klinkenträger 4 entsprechend Fig. 5 im Uhr
zeigersinn, jedoch wird die Steuerscheibe 5 wegen
der Reibungskraft der Kupplungsfeder 6, die zwischen ihr und
dem Sperring 7 wirkt, festgehalten. Nach einer etwas weni
ger als eine volle Umdrehung betragenden Drehbewegung des
Klinkenträgers 4 stößt der vordere Abschnitt 8 b der Klinke 8
von der der in Fig. 4 dargestellten entgegengesetzten Seite
her an den Steueranschlag 5 a der Steuerscheibe 5
an, so daß sich die Klinke 8 in der in Fig. 5 mit einem Pfeil
angegebenen Richtung in den in Fig. 6 dargestellten Zu
stand dreht. Zu diesem Zeitpunkt wird der blockierte Ein
griff zwischen dem vorderen Abschnitt 10 a der Sperrfeder 10
und der Raste 8 a aufgehoben, und der vordere
Abschnitt 8 b der Klinke 8 wird durch die Vorspannfeder 9
nach außen zur Verzahnung 7 a des Sperringes 7 gedrängt.
Während dieser Zustand (s. Fig. 6) besteht, wird die Steuerscheibe
5 von der Klinke 8 angestoßen und dreht sich
zusammen mit dem Klinkenträger 4 und der Spulenwelle 2 im Uhr
zeigersinn, bis die Lose im Gurt B völlig ausgeglichen ist.
Dabei legt sich der vordere Abschnitt 8 b der Klinke 8 an die
Außenumfangswand 5 b der Steuerscheibe 5 an und kann
nicht in die Verzahnung 7 a des Sperringes 7 eingreifen.
Wenn dann aus dem in Fig. 6 dargestellten Zustand heraus der
Gurt B vom Benutzer etwas ausgezogen wird, dreht sich der
Klinkenträger 4 mit der Spulenwelle 2 entgegen dem Uhrzeiger
sinn. Dabei hält die Kupplungsfeder 6 die Steuerscheibe
5 fest. Wenn der vordere Abschnitt 8 b der Klinke 8
die Ausnehmung 5 d in der Steuerscheibe 5 erreicht, löst
er sich von der Innenfläche ihrer Außenumfangswand 5 b und
die Klinke 8 wird durch die Kraft der Vorspannfeder 9 entge
gen dem Uhrzeigersinn gedreht. Der vordere Abschnitt 8 b der
Klinke 8 greift in die Verzahnung 7 a des Sperringes 7 ein
(s. Fig. 2), so daß die Drehung der Spulenwelle 2 in der
Gurtaufwickelrichtung durch die Gurtaufwickelfeder 13 ver
hindert wird. Der Anpreßdruck des Gurtes B gegen den Benut
zer aufgrund der Gurtzugspannung ist aufgehoben. Dies ist
also der zugspannungsfreie Zustand.
Wenn der Gurt B ausgezogen wird und die Gurtspule 2 A mit
etwas weniger als einer vollen Umdrehung aus dem Zustand
gemäß Fig. 2 in den Zustand gemäß Fig. 4 dreht, wird die
Klinke 8, wie weiter oben beschrieben, durch Anlegen an die
Umfangswand 5 b durch Einschwenken in der mit dem Pfeil A
angegebenen Richtung zurückgezogen. Nach Anstoßen an den
Steueranschlag 5 a schwenkt die Klinke 8 weiter einwärts, so daß
die Raste 8 a mit dem vorderen Abschnitt 10 a der Sperr
feder 10 in Eingriff kommt, und der vordere Abschnitt 8 b der
Klinke 8 wird erneut in einer Stellung festgehalten, in
welcher er nicht in die Verzahnung 7 a des Sperringes 7
eingreifen kann. Der zugspannungsfreie Zustand ist also
aufgehoben.
Innerhalb des (etwas weniger als eine Umdrehung betragenden)
Bereiches der Gurtspulendrehung, in dem die Rastfeder 10
nicht die Sperrposition in der Raste 8 a der Klinke 8 ein
nimmt, kann der Gurt B in den zugspannungsfreien Zustand
(die in Fig. 2 dargestellte Position) zurückkehren, sogar
wenn er etwas ausgezogen wird. Folglich wird der zugspan
nungsfreie Zustand auch dann nicht aufgehoben, wenn sich der
Benutzer leicht vorlehnt. Wenn sich der Benutzer innerhalb
des vorstehend beschriebenen Bereiches bewegt, wird die zug
spannungsfreie Stellung von der Außenumfangswand 5 b der Steuerscheibe
5 gehalten.
Wenn der Gurt B genügend ausgezogen wird, um die Klinke 8 in
der in Fig. 4 dargestellten Stellung zu blockieren, und dann
losgelassen wird, ist der Aufwickelzustand (Fig. 6) erreicht
und der Gurt B kann vollständig auf die Gurtspule 2 A aufge
wickelt werden. Wenn der Gurt B nach dem Blockieren der Klinke
8 (aus dem Zustand gemäß Fig. 4 heraus) weiter ausgezo
gen wird, z. B. wenn sich der Benutzer vorlehnt, kann durch
die vorstehend beschriebene Sequenz ein neuer zugspannungs
freier Zustand hergestellt werden. Dabei wird die Lose im
Gurt B ausgeglichen (Fig. 5 und 6) und dann der Gurt B etwas
ausgezogen (Fig. 2).
Die in Fig. 7 bis 12 dargestellte zweite Ausführungsform ist
in nahezu allen Beziehungen die gleiche wie die erste Aus
führungsform. Insoweit wird auf eine nochmalige Beschreibung
verzichtet.
Bei der zweiten Ausführungsform läßt sich die Zugentlastungseinrichtung
beim Öffnen der Fahrzeugtür völlig aus
schalten. An der Türöffnung ist ein nicht dargestellter fe
derbelasteter Stößel angeordnet, mit dem ein nicht darge
stelltes Endstück eines mit einem Schlauch umhüllten An
triebsdrahtes 12 verbunden ist. Der Schlauch ist am anderen
Ende des Drahtes 12 an einem Ansatz 3 b der Lagerplatte 3′
befestigt (s. Fig. 7), wogegen das andere Ende des Drahtes
12 durch eine elastische Kupplung mit einem Hebel 11 verbun
den ist, der an einem Zapfen bzw. Pföstchen 3 a der Lager
platte 3′ schwenkbar gelagert ist. Beim Schließen der Tür
schwenkt der Draht 12 den Hebel 11 entgegen dem Uhrzeiger
sinn um das Pföstchen 3 a und bringt den vorderen Hebelab
schnitt 11 a in Eingriff mit einem aus einer Reihe von Sperr
zähnen 7 b auf der Außenfläche des Sperringes 7′. Anders als
bei der ersten Ausführungsform ist der Sperring 7′ der
zweiten Ausführungsform nicht am Rahmen 1 der Rückholvor
richtung befestigt, sondern mit seinem Mittelloch auf der
Nabe 4 c des Klinkenträgers 4 drehbar gelagert. Wenn jedoch der
vordere Hebelabschnitt 11 a an einem Sperrzahn 7 b anliegt,
kann sich der Sperring 7′ nicht drehen. In diesem Zustand
ist die Arbeitsweise der zweiten Ausführungsform genau die
gleiche wie bei der ersten Ausführungsform.
Beim Öffnen der Fahrzeugtür zieht die Feder des Stößels an
der Türöffnung den Draht 12 heraus, wodurch der Hebel 11 im
Uhrzeigersinn geschwenkt wird, seinen vorderen Abschnitt 11 a
vom Sperrzahn 7 b löst und freie Drehung des Sperringes 7′
ermöglicht. Unabhängig vom Zustand der Zugentlastungseinrichtung
der Rückholvorrichtung und vom Zustand des Gur
tes B (aufgewickelt oder von der Spule 2 A abgewickelt), wird
die Zugentlastungseinrichtung folglich
beim Öffnen der
Tür ausgeschaltet, und es wird das Aufwickeln des Gurtes B
durch die Gurtaufwickelfeder 13 ermöglicht.
Bei der ersten Ausführungsform ist es zum Zurückwickeln des
Gurtes B auf die Gurtspule 2 A nach Öffnen des Gurtschlosses
erforderlich, daß der Benutzer den Gurt B weit genug aus
zieht, um die Klinke 8 zu blockieren und dadurch den Zugspan
nungszustand wiederherzustellen. Dies ist bei der zweiten Aus
führungsform nicht notwendig, weil der Zugspannungszustand
durch das Öffnen der Tür wiederhergestellt wird. Es liegt
weitgehend im Belieben des Fahrzeugherstellers, ob für ein
Fahrzeug die erste oder die zweite Ausführungsform verwendet
werden soll.
Die Erfindung schafft somit eine Rückholvorrichtung, die re
lativ wenige Bauteile erfordert, welche bequem herzustellen
und zusammenzubauen sind. Sie ist von kleinen Abmessungen,
und ihre relative Einfachheit gewährleistet einen zuverläs
sigen Betrieb bei langer Lebensdauer. Auch hat der Benutzer
keine Schwierigkeiten, die Zugentlastungseinrichtung zu-
und auszuschalten. Durch kleine Bewegungen des Benutzers
wird der zugspannungsfreie Zustand nicht aufgehoben.
Claims (2)
1. Rückholvorrichtung mit Zugentlastung für einen Fahrzeug-Sicherheitsgurt,
mit einem Rahmen (1), einer im
Rahmen (1) drehbar gelagerten Gurtspule (2 A), einer zwischen
dem Rahmen (1) und der Gurtspule (2 A) eingespannten
Aufwickelfeder (13) und einer Einrichtung zur Zugentlastung,
die eine von einer Vorspannfeder (9) in Eingriff
mit einem gezahnten Sperring (7) vorgespannte Klinke (8)
aufweist, der eine Steuerscheibe (5) zugeordnet ist, die
über eine Reibungskupplung (Kupplungsfeder 6) in Drehantriebsverbindung
mit der Gurtspule (2 A) steht und eine
Ausnehmung (5 D) aufweist, die bei entsprechender Ausrichtung
den entlastenden Klinkeneingriff in den Sperring (7)
zuläßt,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Klinke (8) schwenkbar an einem Klinkenträger (4) gelagert ist, der drehfest mit der Gurtspule (2 A) verbunden ist,
- - am Klinkenträger (4) eine Rastfeder (10) angeordnet ist, die in einer Raststellung die Klinke (8) in einer Außereingriffstellung hält,
- - der Sperring (7) drehfest angeordnet ist,
- - ein die Ausnehmung (5 d) aufweisender Umfangsflansch (5 b) an der Steuerscheibe (5) radial zwischen dem Sperring (7) und der in Außereingriffstellung befindlichen Klinke (8) angeordnet ist,
- - die Steuerscheibe (5) einen Steueranschlag (5 a) aufweist, der entsprechend der Drehung des Klinkenträgers (4) mit der Gurtspule (2 A) in Gurtaufwickelrichtung oder Gurtabwickelrichtung mit dem vorderen Abschnitt (8 b) bzw. dem hinteren Abschnitt (8 c) der Klinke (8) zusammenwirkt, um die Klinke (8) von der Rastfeder (10) zu lösen bzw. in die Raststellung zu verbringen, und
- - die Reibungskupplung (Kupplungsfeder 6) zwischen der Steuerscheibe (5) und dem Sperring (7) angeordnet ist, so daß sich die Steuerscheibe (5) nur dann bewegt, wenn die Klinke (8) mit dem Steueranschlag (5 a) zusammenwirkt, während zwischen diesen Stellungen der Umfangsflansch (5 b) den Klinkeneingriff verhindert bzw. die Ausnehmung (5 d) den Klinkeneingriff bei gelöster Rastfeder (10) ermöglicht.
2. Rückholvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sperring
(7′) drehbar gelagert ist und mittels einer Blockiereinrichtung
(Hebel 11) beim Schließen der Fahrzeugtür
über eine Fernbetätigung (Draht 12) feststellbar ist.
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