DE3732A - Neuerungen an Injektoren - Google Patents
Neuerungen an InjektorenInfo
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Description
1878.
CLAUDE FRANgOIS VABE in PA Neuerungen an Injectoren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1878 ab.
In Fig. ι ist V das Handrad, mit Hülfe dessen die hohle Stange T zur Regulirung der
Menge des angesaugten Wassers bewegt wird; B ist der Injectorkörper, welcher dem inneren
Düsensystem als Hülle dient, C die Düse zur Aufnahme des durch die Stange T zugeleiteten
Dampfes, m die Mündung dieser Düse; dieselbe ist. viel gröfser als die Mündung c der Stange I)
ο 0 sind Oeffnungen zur Ableitung der Dampfmenge, welche durch die kleinere Mündung m'
nicht entweichen kann; // sind Oeffnungen zur Ableitung der Dampfmenge, welche durch die
noch kleinere folgende Mündung d nicht zu entweichen vermag. Diese überschüssigen
Dampfmengen entweichen durch den zu diesem Zweck geöffneten Hahn r\ sobald jedoch das
durch einen starken Dampfstrom energisch angesaugte Wasser an den Mündungen m m1
und d angelangt ist, wird der Hahn r geschlossen. P ist das Ueberlaufrohr für das
Wasser, welches nicht durch das Druckrohr abzufliefsen vermag. Der durch dieses Ueberlaufrohr
abzuleitende Wasserüberschufs wird durch Niederschrauben der hohlen Stange T,
welche den Wasserzuflufs regulirt, vermieden.
In Fig. 2 ist die besondere Ableitungsöfifnung durch die gewöhnliche Ueberschufsöffnung ersetzt.
A ist eine Düse analog der in Fig. 1 dargestellten Düse C; m ist die Mündung derselben,
D eine bewegliche Zwischendüse, η die obere, q die untere Führung der Düse D.
Letztere wird durch den Hebel L bewegt und ist in Fig. 2 in einer Stellung gezeichnet, bei
welcher die Mündung in mit dem sie umgebenden ringförmigen Raum in Verbindung steht.
P ist ein Rohr, welches als Ableitungsrohr zuerst für den überschüssigen Dampf, später für
das überschüssige Wasser dient.
Fig. 3 stellt dieselbe Anordnung dar wie Fig. 2, doch liegt hier die bewegliche Düse D
gegen die Düse C an. Diese Anordnung entspricht der Stellung des Apparates nach dem
Ansaugen.
In Fig. 4 ist A das Handrad, an welchem die mit zwei entgegengesetzt gerichteten
Schraubengewinden von verschiedener Ganghöhe versehene Stange B sitzt. C ist das Zuleitungsventil
fur den Dampfstrahl, D das untere, E das obere Schraubengewinde. F ist die
Mutter der Schraube E, welche Mutter mit dem Querstück G fest verbunden ist. H ist die
in dem oberen Theile des Injectors befestigte Mutter der Schraube D. I ist der obere Injectorkörper,
/' die Zusammenströmungsöffnung des Dampfes. K und L sind zwei an dem
Querstücke G befestigte Stangen; K trägt unten das Austrittsventil M, und L das Wasseransaugventil
N. O ist eine festsitzende Düse, welche die in Fig. 1 dargestellte bewegliche
hohle Stange T ersetzt, P die Ansaugdüse, Q eine festsitzende Zwischendüse, R die Fangdüse,
.S die Umhüllung des unteren Injectorkörpers, T ein Ableitungsrohr für den ersten
Dampfüberschufs, [/das gewöhnliche Ableitungsrohr für den Ueberschufs, Fein Sammeltrichter;
X ist das Druckrohr, welches nach dem Kessel führt, Y ein Ventil; Z ist das Saugrohr für das
Wasser, α das Druckrohr, b das Rohr zum Ableiten
des Ueberschusses; c ist ein ringförmiger Raum über der Zwischendüse zur Ableitung des
überschüssigen Dampfes, d der Sitz des Ventiles
JV, e ein Spielraum, welcher eine Abwärtsbewegung der Stange K noch gestattet, wenn
das Ventil M bereits auf seinem Sitze aufsitzt.
Fig. 5 stellt einen Theil des in Fig. 4 gezeichneten
Injectors dar, bei welchem die obere Düse aus zwei Theilen zusammengesetzt ist. / ist die untere Mündung der inneren
Düse f, die oben mit Oeffnungen h versehen ist. Letztere führen zu einem ringförmigen
Räume i, welcher aufsen durch einen Mantel g begrenzt wird.
Fig. 6 zeigt gleichfalls einen Theil des Injectors Fig. 4, wobei nur die innere Düse in Abtheilungen
getheilt ist. η ist der erste ringförmige
Raum, welcher den ersten überschüssigen Dampf empfängt, während der zweite ringförmige
Raum 0 den überschüssigen Dampf empfängt, welcher nicht durch die der Fangdüse
gegenüberliegende Oeffnung entweichen kann.
Wirkungsweise des Injectors: Die Handhabung und Wirkung der in Fig. 1, 2 und 3 dargestellten
Vorrichtungen sind bereits oben beschrieben worden; bezüglich des in Fig. 4 dargestellten
Injectors ist folgendes zu bemerken:
Gesetzt der Injector befinde sich in der auf der Zeichnung dargestellten Stellung, so hebt
man durch entsprechendes Drehen des Handrades das Ventil C, während man die Ventile M
und N gegen ihre Sitze hinbewegt. Der Dampf
gelangt durch die Düse O nach der Düse P,
der Ueberschufs entweicht durch das noch nicht auf seinem Sitze angelangte Ventil M.
Das angesaugte Wasser fiiefst durch das Rohr Z zu und der überschüssige Theil tritt ebenfalls
in den Raum c und von dort nach dem Rohr T. Gleichzeitig fährt man fort, das Ventil C in die
Höhe und die Ventile M und N nach abwärts zu bewegen. Das Ventil N bleibt in einer
gewissen Entfernung von seinem Sitze stehen, während das andere Ventil M bereits auf
seinem Sitze angelangt ist. Man kann hierauf mit Hülfe des Ventils N die zufliefsende Wassermenge
derart reguliren, dafs eine Anstaimng an der Fangdüse nicht stattfindet und folglich
auch kein Wasser bei dem Kanal U überläuft. Somit findet, wenn der Injector in Thätigkeit
gesetzt wird, und während der vollen Dampfzuströmung ein Abzug des überschüssigen
Dampfes durch das Rohr T und auch durch die Leitung U statt, bald jedoch fliefst das
Wasser zu imd der Ueberschufs desselben entweicht durch diese Ueberlaufleitungen. Da
aber das Ventil M die Mündung des ersten Abflusses verschliefst, so findet ein Ueberlaufen
des Wassers nur noch durch das untere Ueberlaufrohr statt und dieses Ueberlaufen verhindert
man durch Reguliren der Stellung des Ventils N.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellten Variationen können, wie angegeben, entweder für
sich oder in einem Apparate zusammen angeordnet sein. Sie haben den Zweck, aus weiteren
Entfernungen oder auch sehr . heifses Wasser anzusaugen.
Claims (3)
1. Die Vorrichtung, welche dazu dient, einen vollen Dampfstrahl in der Richtung der
Axe des Injectors und durch concentrische Zonen in den Injector einzuführen und den
Ueberschufs desselben durch irgend eine Oeffnung abzuleiten, welche sofort, nachdem
das Wasser in dem Injector angelangt ist, geschlossen oder sonstwie aufser Thätigkeit
gesetzt wird.
2. Die Gesammteinrichtung eines Injectors, dessen gleichzeitige oder auf einander folgende Functionen: Einführung des vollen
Dampfstrahles, Abstellung der ersten Ueberschufsableitung, Regulirung der angesaugten
Wassermenge und Verhütung jedes Wasserüberschusses, sich durch eine einzige äufsere
Bewegung hervorrufen lassen.
3. Die Einrichtung der inneren Düsen, welche in concentrische Zonen getheilt sind, theils
für das Ansaugen, theils für das Weiterführen des Wassers, theils für beide Zwecke
gemeinschaftlich.
37-
Hierzu ι Blatt Zeichnunsren.
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