DE3733116C2 - - Google Patents

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DE3733116C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Netzwerk-System nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. In einem solchen Netzwerk-System ist eine Vielzahl niederwertiger Netz­ werke (Netzwerke niedriger Ordnung), die jeweils eine Vielzahl von über Datenwege gekoppelte Knoten haben, wechselseitig durch Verstärker bzw. Zwischengeneratoren gekoppelt, und ein Datenverkehr wird zwischen den Kno­ ten vorgenommen.
In einem Stern-Netzwerk, das einen passiven optischen Stern-Koppler als einen optischen Verteiler verwendet und eine Datenübertragung zwischen Knoten mittels op­ tischem Verkehr vornimmt, ist es unvermeidbar, daß eine Lichtdämpfung durch den optischen Übertragungsweg ein­ schließlich des Stern-Kopplers verursacht wird und die Anzahl der verbindbaren Knoten ist begrenzt. Bei her­ kömmlichen Netzwerk-Systemen wird daher deren Ausdeh­ nung durch Koppeln einer Vielzahl von Netzwerken mit optischen Verstärkern realisiert, die jeweils eine Re­ laisstation darstellen.
Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines Netzwerk-Systems, das mittels solcher Verstärker bzw. Zwischengeneratoren bzw. Kabelverstärker ausgedehnt wurde.
Das Netzwerk-System umfaßt Knoten N 1 bis N 10, Stern- Koppler SC 1 bis SC 5 und Verstärker R 1 bis R 4. Ein klei­ nes oder niederwertiges Stern-Netzwerk ist jeweils um jeden der Stern-Koppler SC 1 bis SC 5 aufgebaut, und ein großes oder hochwertiges Stern-Netzwerk ist um den Stern- Koppler SC 5 vorgesehen. Verstärker R 1-R 4 sind zwischen den Stern-Kopplern SC 5 und den verbleibenden Stern- Kopplern SC 1-SC 4 gekoppelt.
Wenn in dem in Fig. 1 gezeigten System ein hochwertiges Stern-Netzwerk ein Nicht-Multiplex- oder Einzelwellen­ längen-Netzwerk ist, kann es einen Datenverkehr ledig­ lich zwischen einem einzigen Paar der niederwertigen Stern-Netzwerke erlauben. Beispielsweise wird ein Daten­ transfer vom Knoten N 2 zum Knoten N 5 über den Stern-Koppler SC 1, den Verstärker R 1, den Stern-Koppler SC 5, den Verstärker R 2 und den Stern- Koppler SC 2 in der angegebenen Reihenfolge oder Sequenz bewirkt. Während des Datentransfers ist das hochwertige Stern-Netzwerk durch die Aufgabe bzw. den Task belegt, so daß ein anderer Datentransfer beispielsweise vom Knoten N 6 zum Knoten N 9 nicht möglich ist. In diesem Fall wird daher der Datentransfer vom Knoten N 6 zum Knoten N 9 nur nach Abschluß des Datentransfer vom Knoten N 2 zum Knoten N 5 möglich.
Wie oben erläutert wurde, tritt also bei herkömmlichen Netzwerk-Systemen, die mit Verstärkern ausgedehnt sind, das Problem auf, daß lediglich ein einziges Paar von niederwertigen Netzwerken einen Datenverkehr dazwischen herstellen kann.
In der DE 33 05 115 A1 ist ein Übertragungsnetzwerk be­ schrieben, das einen Knotenpunkt verwendet, welcher verschiedene Eingangskanäle hat und eine Übertragung von einem Eingangsabschnitt zu einem Ausgangsabschnitt bewirkt. Bei dieser Übertragung wird entsprechend der Reihenfolge der intermittierend zugeführten Signale vorgegangen. Das heißt, entsprechend der Reihenfolge der intermittierend zugeführten Signale findet eine Übertragung dieser Signale von den Eingangskanälen zu Ausgangskanälen selektiv unter Steuerung einer Steuer­ einrichtung statt. Mit anderen Worten, bei dem Knoten­ punkt 8 des bekannten Übertragungsnetzwerkes werden Eingangssignale an Eingangskanälen gemäß einer bestimm­ ten Reihenfolge übertragen, selbst wenn zahlreiche Ein­ gangssignale anliegen. Im Knotenpunkt 8 werden die ver­ schiedenen Eingangskanäle sequentiell abgetastet, und ein an einem Eingangsgatter liegendes Signal wird zu einem vorbestimmten Ausgangsgatter abgegeben. Das heißt, die Verarbeitung zwischen den Eingangsgattern und Ausgangsgattern ist grundsätzlich festgelegt, so daß vorbestimmt ist, welches Ausgangsgatter mit einem Eingangsgatter zu verbinden ist, an welchem ein Ein­ gangssignal liegt.
Weiterhin ist aus der DE 31 50 474 A1 ein optisches Übertragungssystem bekannt, das eine Anzahl Knoten­ punkte und optische Fasern zum Verbinden der Knoten­ punkte hat, wodurch ein optisches Signal von einem Aus­ gangsknotenpunkt an einen Bestimmungsknotenpunkt über­ tragen werden kann, welcher wahlweise bestimmt ist. Es erfolgt hier also ähnlich wie in dem aus der DE 33 05 115 A1 bekannten Übertragungsnetzwerk ein Schal­ ten einer Verbindung zwischen einer Vielzahl von Kno­ tenpunkten in einem einzigen Netzwerk.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Netzwerk- System zu schaffen, das einen Datenverkehr zwischen zahlreichen Paaren von Stern-Netzwerken mittels ver­ besserter Verstärker/Übertrager erlaubt.
Diese Aufgabe wird bei einem Netzwerk-System nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 erfindungsgemäß durch die in dessen kennzeichnendem Teil enthaltenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich insbesondere aus den Patentansprüchen 2 bis 8.
Der bei dem erfindungsgemäßen Netzwerk-System verwendete Verstärker/Übertrager umfaßt ein Schaltglied einschließlich einer Vielzahl von Schalteinheiten zum selektiven Koppeln niederwertiger Netzwerke und eine Schalt-Steuereinrichtung zum Steuern des Schaltbetriebes der Schalteinheiten gemäß einer Verkehrsanforderung von jedem Knoten.
Bei dem erfindungsgemäßen Netzwerk-System verbindet die auf die Verkehrsanforderung von jedem Knoten ansprechende Schalt-Steuereinrichtung Datenwege zwischen verschiedenen Netzwerken, so daß ein gleichzeitiger Datenverkehr zwi­ schen mehreren Paaren von Netzwerken gewährleistet ist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild als Beispiel für den Aufbau eines herkömmlichen Netzwerk-Systems,
Fig. 2 ein Blockschaltbild für den Aufbau eines Netzwerk- Systems nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Teiles des in Fig. 2 gezeigten Systems in Einzelheiten,
Fig. 4 ein Blockschaltbild mit dem Aufbau eines Netzwerk- Systems nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 5 ein Diagramm zur Erläuterung des Betriebs des in Fig. 4 gezeigten Systems,
Fig. 6 ein Blockdiagramm mit dem Aufbau eines in dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung ver­ wendeten Verstärker/Übertrager,
Fig. 7 ein Diagramm zur Erläuterung eines Formats eines Datenpakets, das in einem Netzwerk-System verwendet ist, das den in Fig. 6 gezeigten Verstärker ver­ wendet,
Fig. 8 ein Flußdiagramm zur Erläuterung des Betriebs des Systems, welches den in Fig. 6 gezeigten Verstär­ ker/Übertrager verwendet,
Fig. 9 ein Blockdiagramm mit dem Aufbau eines Netzwerk- Systems nach einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung, und
Fig. 10 ein Blockdiagramm mit dem Aufbau eines Netzwerk- Systems nach einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 2 zeigt den Aufbau eines Netzwerk-Systems nach dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Dieses Netzwerk-System umfaßt Knoten N 1 bis N 6, optische Stern-Koppler SC 1 bis SC 4 und einen aktiven Verstärker/Übertrager (Zwischenregenerator, Relaisstation, im folgenden auch kurz "Verstärker" genannt) 50.
Stern-Netzwerke niedriger Ordnung sind um die jeweiligen Stern-Koppler SC 1-SC 4 mittels optischer Faserkabel für die Übertragungswege vorgesehen. Jedes Stern-Netzwerk ist mit der Mitteneinheit, d. h. dem Stern-Koppler SC 1, SC 2, SC 3 oder SC 4 und Knoten N 1-N 4, N 5-N 8, N 9-N 12 oder N 13-N 16 gekoppelt. Der aktive Verstärker 50 hat eine aktive Ver­ stärkerschaltung 6 zum Weiterleiten bzw. Weitermelden der einzelnen Stern-Netzwerke und eine Steuereinrichtung 7 zum Steuern der aktiven Verstärkerschaltung 6.
Fig. 3 zeigt den Aufbau des aktiven Verstärkers 50 in Einzelheiten.
Wie dargestellt ist, hat die Steuereinrichtung 7 einen Ver­ stärker-Anforderungsdetektor 8 und eine Schalt-Steuer­ einrichtung 9. Die aktive Verstärkerschaltung 6 hat optoelektrische (O/E)-Umsetzer 10 bis 13, ein Schalt­ glied 14 und elektrooptische (E/O)-Umsetzer 15 bis 18.
Die O/E-Umsetzer 10-13, die jeweils mit den Stern-Kopplern SC 1-SC 4 gekoppelt sind, können ein optisches Signal, das durch optische Übertragungsfaserkabel 1 T bis 4 T über­ tragen ist, in ein elektrisches Signal umsetzen. Die umgesetzten Ausgangssignale von den einzelnen O/E-Um­ setzern 10-13 werden zu dem Schaltglied 14 und zum Verstärker-Anforderungsdetektor 8 gesandt, die beide mit diesen O/E-Umsetzern 10-13 gekoppelt sind. Das Schalt­ glied 14 verbindet wahlweise die Datenübertragungs­ strecken zwischen den Stern-Kopplern SC 1-SC 4 der einzel­ nen Stern-Netzwerke und kann aus einer Vielzahl von Schaltern bestehen, die in einer Matrixform angeordnet und gekoppelt sind. Die E/O-Umsetzer 15-18 setzen je­ weils ein durch das Schaltglied 14 eingespeistes elek­ trisches Signal in ein optisches Signal um. Die umge­ setzten Ausgangssignale der E/O-Umsetzer 15-18 werden zu den Stern-Netzwerken über optische Empfangsfaser­ kabel 1 R bis 4 R übertragen.
Der Verstärker-Anforderungsdetektor 8 der Steuereinrichtung 7 erfaßt eine Verstärkeranforderung von den umgesetzten Ausgangssignalen der O/E-Umsetzer 10-13. Aufgrund des Erfassungsergebnisses steuert die Schalt-Steuereinrich­ tung 9 der Steuereinheit 7 den Schaltbetrieb des Schalt­ gliedes 14.
Der Betrieb des Netzwerk-Systems mit dem obigen Aufbau wird im folgenden näher erläutert.
Wenn eine Verstärker-Anforderung von einem der Knoten N 1-N 6 gesandt wird, liegt das Anforderungssignal an der aktiven Verstärkerschaltung 6 des aktiven Verstär­ kers 50 und wird dann zum Verstärker-Anforderungsdetek­ tor 8 über einen der O/E-Umsetzer 10-13 übertragen. Der Verstärker-Anforderungsdetektor 8 erfaßt das Verstärker- Anforderungssignal und sendet ein Steuersignal entsprechend dem Erfassungsergebnis zur Schalt-Steuereinrichtung 9. Abhängig von dem Steuersignal steuert die Schalt-Steuer­ einrichtung 9 das Schaltglied 14 gemäß dem Erfassungs­ ergebnis. Das heißt, das Schaltglied 14 verbindet die zugeordneten Datenübertragungswege miteinander, so daß ein Datenverkehr zwischen dem Knoten, an dem das Ver­ stärker-Anforderungssignal erzeugt ist, und dem Knoten, der das durch das Verstärker-Anforderungssignal geforderte Ziel ist, erlaubt wird.
Es sei angenommen, daß ein Verstärker-Anforderungssignal zum Anfordern einer Datenübertragung vom Knoten N 1 zum Knoten N 9 am Knoten N 1 erzeugt wird. Dieses Verstärker­ signal wird zum Verstärker-Anforderungsdetektor 8 sequen­ tiell über den Stern-Koppler SC 1, das optische Übertra­ gungsfaserkabel 1 T und den O/E-Umsetzer 19 übertragen. Die Schalt-Steuereinrichtung 9 spricht auf das Ausgangs­ signal vom Verstärker-Anforderungsdetektor 8 an und steuert das Schaltglied 14 gemäß dem Verstärker-Anforderungssignal. Das heißt, das Schaltglied 14 verbindet den Ausgangsan­ schluß des O/E-Umsetzers 10 mit dem Eingangsanschluß des E/O-Umsetzers 17, so daß eine Datenübertragung vom Knoten N 1 zum Knoten N 9 ausgeführt werden kann.
Wenn während der Datenübertragung vom Knoten N 1 zum Knoten N 9 ein neues Verstärker-Anforderungssignal für eine Daten­ übertragung zwischen Knoten erzeugt wird, die zu anderen Stern-Netzwerken gehören (solche mit anderen Stern-Kopp­ lern als SC 1 und SC 3), wenn beispielsweise eine Übertra­ gung vom Knoten N 5 zum Knoten N 13 am Knoten N 5 vorgenom­ men werden soll, so wird ein Verstärker-Anforderungs­ signal zumVerstärker-Anforderungsdetektor 8 der Reihe nach über den Stern-Koppler SC 2, das optische Übertra­ gungsfaserkabel 2 T und den O/E-Umsetzer 11 übertragen. Unter der Steuerung der Schalt-Steuereinrichtung 9 auf­ grund des Ausgangssignales dieses Detektors 8 verbindet das Schaltglied 14 den Ausgangsanschluß des O/E-Umsetzers 11 mit dem Eingangsanschluß des E/O-Umsetzers 18, um da­ durch eine Datenübertragung vom Knoten N 5 zum Knoten N 13 zu erlauben.
Da bei dem oben beschriebenen Netzwerk-System das Schalt­ glied 14, das durch die Schalt-Steuereinrichtung 9 ge­ steuert ist, die Datenübertragungswege zwischen den Quellen- und Bestimmungs-Stern-Kopplern der Stern-Netz­ werke verbindet, ist es möglich, einen Datenverkehr zwischen mehreren Paaren von Stern-Kopplern zur gleichen Zeit durchzuführen.
Fig. 4 zeigt den Aufbau eines Netzwerk-Systems nach dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Der Hauptunterschied zwischen diesem Netzwerk-System von Fig. 4 und demjenigen von Fig. 2 liegt darin, daß das erstere System einen Doppel-Netzwerk-Aufbau mit einem Daten-Netzwerk DN und einem Steuer-Netzwerk CN verwendet. Das in Fig. 4 gezeigte Netzwerk-System besteht aus drei Netzwerken, die jeweils um Stern-Koppler SC 1 bis SC 3 aufgebaut sind.
Als das Daten-Netzwerk DN zum Übertragen von Daten, bei­ spielsweise Bilddaten, mit hoher Geschwindigkeit wird ein optisches Übertragungssystem mit einem optischen Faser­ kabel als Übertragungsmedium verwendet, während ein Über­ tragungssystem mit einem Koaxialkabel als Übertragungs­ medium für das Steuer-Netzwerk-System CN verwendet wird.
Der größte Teil eines aktiven Verstärker/Übertragers (kurz auch "Verstärker" genannt) 51 des in Fig. 4 gezeigten Systems ist grundsätzlich gleich aufgebaut wie der in Fig. 3 gezeigte aktive Verstärker 50. Unterschiede liegen darin, daß in den aktiven Verstärker 51 eine Ver­ stärker-Anforderung zum Verstärker-Anforderungsdetektor über das Steuer-Netzwerk CN (über einen Datenübertra­ gungsweg im Verstärker 50) eingegeben wird, und im Unter­ schied zum aktiven Verstärker 50 hat dieser aktive Ver­ stärker 51 einen Warteschlangentabellenspeicher, in wel­ chem erzeugte Verstärker-Anforderungen sequentiell registriert sind.
Anhand von Fig. 5 wird der Betrieb des in Fig. 4 gezeig­ ten Netzwerk-Systems näher erläutert.
Um beispielsweise eine Datenübertragung vom Knoten N 1 zum Knoten N 5 durchzuführen, wird ein am Knoten N 1 erzeugtes Verstärker-Anforderungssignal zum aktiven Verstärker 51 über das Steuer-Netzwerk CN gesandt, wo es in einer im Warteschlangentabellenspeicher gespeicherte Warte­ schlangentabelle registriert wird. Nach Registrieren des Verstärker-Anforderungssignals wird ein Anforderungs­ anerkennungssignal zum Knoten N 1 über das Steuer-Netz­ werk CN gesandt, und ein Übertragungs-Anforderungssignal wird zum Knoten N 5 vom aktiven Verstärker 51 über das Steuer-Netzwerk CN geschickt. Abhängig von dieser Über­ tragungsanforderung sendet der Knoten N 5 ein Anforderungs­ anerkennungssignal zum aktiven Verstärker 51 über das Steuer-Netzwerk CN. Wenn das Netzwerk-System zum Über­ tragen von Daten vom Knoten N 1 zum Knoten N 5 bereit ist, sendet der aktive Verstärker 51 ein Verstärkererlaubnis­ signal zum Knoten N 1. Nach Empfang des Verstärkeranforde­ rungssignals sendet der Knoten N 1 ein Verstärkererlaubnis- Anerkennungssignal zum aktiven Verstärker 51 zurück. Es braucht nicht betont zu werden, daß das Schaltglied 14 des aktiven Verstärkers 51 die notwendigen Leitungen für die geforderten Datenübertragungswege verbindet. Wenn der aktive Verstärker 51 das Verstärkererlaubnis- Anerkennungssignal empfängt, beginnt eine Datenübertra­ gung vom Knoten N 1 zum Knoten N 5 über das Daten-Netz­ werk DN. Nach Abschluß dieser Datenübertragung sendet der Knoten N 1 ein Leitungstrenn-Anforderungssignal zum aktiven Verstärker 51 über das Steuer-Netzwerk CN. Abhängig von diesem Anforderungssignal sendet der aktive Verstärker 51 ein Leitungstrenn-Anforderungs-Anerken­ nungssignal zum Knoten N 1 und unterbricht die Leitung vom Knoten N 1 zum Knoten N 5. Nach Unterbrechen der Lei­ tung sendet der aktive Verstärker 51 ein Leitungstrenn- Endesignal zum Knoten N 1 über das Steuer-Netzwerk CN, und der Knoten N 1 schickt ein Leitungstrenn-Ende- Anerkennungssignal zum aktiven Verstärker 51 zurück.
Oben wurde eine Datenübertragung vom Knoten N 1 zum Knoten N 5, d. h., ein Datenverkehr zwischen den Stern-Kopplern SC 1 und SC 2 als ein Beispiel erläutert; Datenübertragungen zwischen anderen Knoten einschließlich einer Vielzahl von Stern-Kopplern werden ebenfalls in der erläuterten Weise vorgenommen. Da der aktive Verstärker 51 die gleiche Schalt-Steuereinrichtung 9 und das gleiche Schaltglied 14 wie der aktive Verstärker 50 von Fig. 3 hat, kann das Netzwerk-System gemäß dem zweiten Ausfüh­ rungsbeispiel ebenfalls gleichzeitig Datenübertragungen zwischen mehreren Paaren von Stern-Netzwerken wie das System gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel durchführen.
Fig. 6 zeigt den Aufbau eines aktiven Verstärker/Übertragers 52, der in einem Netzwerk-System gemäß dem dritten Ausführungs­ beispiel der Erfindung verwendet wird. Das Netzwerk- System dieses Ausführungsbeispiels besteht aus einem Doppel-Netzwerk-System, bei dem ein Datensignal und ein Steuerinformationssignal mittels eines Wellenlängen- (Frequenz-)Multiplexsystems mehrfach ausgenützt sind.
Der aktive Verstärker/Übertrager (im folgenden kurz "Verstärker" genannt) 52 hat ein Schaltglied 14, eine Steuereinrichtung 30, eine optische Trenngruppe 20, eine O/E-Umsetzergruppe 24, eine optische Multiplexer­ gruppe 27 und eine E/O-Umsetzergruppe 28. Die Steuer­ einrichtung 30 hat eine Schalt-Steuereinrichtung 9, eine O/E-Umsetzergruppe 21, eine Paket-Generator­ gruppe 22, einen Prozessor 23, eine Paket-Generator­ gruppe 25, eine E/O-Umsetzergruppe 26 und einen Warte­ schlangentabellenspeicher 29. Der aktive Verstärker 52 wird in dem Netzwerk-System verwendet, das im wesent­ lichen den gleichen Aufbau wie das in Fig. 2 gezeigte System hat. Das heißt, dieser aktive Verstärker 52 kann den aktiven Verstärker 50 in dem in Fig. 2 dargestell­ ten Netzwerk-System ersetzen. In diesem Fall hat je­ doch jeder Knoten N 1, N 2, . . . eine Trenneinrichtung an ihren Eingangsabschnitt zum Trennen eines Steuerinfor­ mationssignales von einem Datensignal und einen Multi­ plexer an seinem Ausgangsabschnitt zum Multiplexen des Steuerinformationssignales und des Datensignales. An jedem Knoten werden das Steuerinformationssignal und das Datensignal gesondert verarbeitet.
Ein Steuerinformationssignal einschließlich einer Ver­ zeichnis- oder Schedule-Information wird in einer Wel­ lenlänge von λ 1 übertragen, während ein Datensignal in einer Wellenlänge von λ 2 übertragen wird. Das Steuer­ informationssignal wird in der Form eines Paketes über­ tragen und durch die Paketprozessorgruppe 22 in dem aktiven Verstärker 52 verarbeitet, so daß einzelne In­ formationsstücke von dem Paket getrennt und zum Pro­ zessor 23 gespeist werden. Der Prozessor 23 verwaltet den Warteschlangen-Tabellenspeicher 29, in welchem eine Quelle und eine Bestimmung registriert sind, und steuert die Schalt-Steuereinrichtung 9 aufgrund der Tabellen­ information. Die Schalt-Steuereinrichtung 9 schaltet die Leitungsschaltoperation des Schaltgliedes 14. Die Ausgangssignale von der Paketgeneratorgruppe 25 werden in optische Signale mit einer Wellenlänge von λ 1 umge­ setzt, die ihrerseits zu den jeweiligen Stern-Kopplern über die optische Multiplexergruppe 27 übertragen wer­ den. Die O/E-Umsetzergruppe 24 setzt ein optisches Signal mit einer Wellenlänge von λ 2 in ein elektrisches Signal um. Die E/O-Umsetzergruppe 28 setzt ein elektri­ sches Signal, das durch das Schaltglied 14 ausgesandt ist, in ein optisches Signal um. Die umgesetzten Aus­ gangssignale der E/O-Umsetzergruppe werden zu den je­ weiligen Stern-Kopplern über die Multiplexergruppe 27 übertragen.
Fig. 7 zeigt ein Format eines Paketes.
In jedem Paket sind eine Präambel, eine Verstärkungs­ anforderungsflagge, die Anzahl eines Bestimmungsnetz­ werkes (Verstärker-Netzwerk), eine Bestimmungsadresse, eine Quellenadresse, Daten und ein CRC-Code (zyklischer Redundanzprüf-Code) als ein Fehlererfassungscode in der angegebenen Reihenfolge vorgesehen.
Der Betrieb des oben erläuterten Systems wird im folgen­ den anhand des Flußdiagramms von Fig. 8 näher erläutert.
Beispielsweise wird eine Datenübertragung bzw. ein Daten­ transfer vom Stern-Koppler SC 1 zum Stern-Koppler SC 2 in der folgenden Weise durchgeführt.
Der Prozessor 23 bestimmt, ob eine Verstärkungsflagge eingeschaltet ist oder nicht (Schritt S 1), und lädt die Zahl eines Bestimmungsnetzwerkes (Schritt S 2), wenn die Entscheidung "JA" ist, d. h., wenn die Verstärkungsanforde­ rungsflagge eingeschaltet ist. Der Prozessor 23 bestimmt dann, ob das Bestimmungsnetzwerk leer ist oder nicht (Schritt S 3). Wenn die Entscheidung "JA" ist (d. h., wenn das Bestimmungsnetzwerk leer ist), so schaltet das Schaltglied 14 zu dem Bestimmungsnetzwerk unter der Steuerung der Schalteinrichtung 9, um die not­ wendigen Leitungen anzuschließen (Schritt S 4). Daten werden zu einer Präambel und zu der Zahl eines Quellen- Netzwerkes addiert und von dem Verstärker ausgegeben (Schritt S 5). In dem anschließenden Schritt (Schritt S 6) wird bestimmt, ob die Daten ohne Zusammenstoß bzw. Kon­ kurrenz empfangen sind. Wenn die Entscheidung "JA" ist, so wird ein Anerkennungssignal zur Quelle zurückgeführt (Schritt S 7). Wenn die Entscheidung im Schritt S 3 oder S 6 "NEIN" ist, so wird ein die Entscheidung anzeigendes Anerkennungssignal zur Quelle zurückgeführt (Schritt S 8).
Auf diese Weise kann das Leitungsschalten der Datenüber­ tragungswege bzw. Datentransferwege durch das Schaltglied 14 gesteuert werden, und Daten können in geeigneter Weise mittels eines Wellenlängen-Multiplex-Systems mit Wellen­ längen λ 1 und λ 2 übertragen werden. Auch ist die Ver­ wendung der Warteschlangentabelle vorteilhaft, um den Plan bzw. Schedule-Ablauf der Datenübertragung bzw. des Datentransfers zu verwalten.
Weiterhin kann eine Unterbrechungsflagge in dem Paket so vorbereitet werden, daß nach Erfassung dieser Unter­ brechungsflagge die angeforderte Datenübertragung mit der höchsten Priorität eingereiht werden kann. Zusätz­ lich kann die Priorität zuvor durch die Art der Übertragungs- bzw. Transferdaten, die Knoten der Quelle und/oder der Bestimmung oder einer Kombination dieser beiden Methoden festgelegt werden.
Fig. 9 zeigt ein Netzwerk-System nach dem vierten Aus­ führungsbeispiel der Erfindung, bei welchem einer der mit einem Stern-Koppler gekoppelten Knoten mit einer Funktion eines aktiven Verstärkers versehen ist.
Ein Verstärker/Knoten 53, der einen Knoten darstellt, welcher als ein aktiver Verstärker dienen kann, ist mit den Stern-Kopplern SC 1 bis SC 4 gekoppelt, an welche die anderen Knoten N 1 bis N 10 ebenfalls angekoppelt sind. Dieser Stern-Koppler SC 1-SC 4 sind mit einem Stern-Kopp­ ler SC 5 über jeweils bestehende Verstärker R 1 bis R 4 gekoppelt.
In diesem Fall dient das Netzwerk, das mit dem Stern- Koppler SC 5 über die Verstärker R 1-R 4 gekoppelt ist, als ein Steuer-Netzwerk zum Übertragen einer Steuer­ information, und Daten werden zwischen den Stern-Kopp­ lern SC 1- SC 4 über den Verstärker/Knoten 53 übertragen.
Bei diesem Netzwerk-System kann ein bestimmter Knoten eines bestehenden Systemes einfach durch den Verstär­ ker/Knoten 53 ersetzt werden, und kein zusätzlicher Knoten wird für das bestehende System benötigt.
Fig. 10 zeigt ein Netzwerk-System nach dem fünften Aus­ führungsbeispiel der Erfindung, bei welchem das Steuer- Netzwerk des Netzwerk-Systems gemäß dem in Fig. 2 darge­ stellten zweiten Ausführungsbeispiels durch ein Netzwerk ersetzt ist, das einen optischen Faserkabel-Übertragungs­ weg anstelle eines Koaxialkabels verwendet.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind Stern-Koppler SC 1 bis SC 3 mit einem Stern-Koppler SC 0 über bestehende Ver­ stärker R 1 bis R 3 gekoppelt, um so ein Steuer-Netzwerk zu bilden, während die Stern-Koppler SC 1-SC 3 mit einem aktiven Verstärker/Übertrager 54 gekoppelt sind, um Daten-Netzwerke zu formen. Optische Multiplexer 61 bis 63 und optische Trenneinrichtungen 71 bis 73 sind jeweils zwischen den Stern-Kopplern SC 1 bis SC 3 und den bestehenden Verstär­ kern R 1 bis R 3 und dem aktiven Verstärker/Übertrager 54 vorgesehen, so daß ein über den aktiven Verstärker/Übertrager 54 übertragenes Datensignal und ein durch den Stern-Koppler SC 0 über­ tragenes Steuer-Informationssignal mehrfach ausgenutzt (Multiplex-Betrieb) oder voneinander mit verschiedenen Wellenlängen getrennt werden. Der zusammenwirkende Be­ trieb des aktiven Verstärkers 54 und des Stern-Kopplers SC 0 ist durch eine System-Verwaltungseinrichtung 80 ge­ steuert.

Claims (9)

1. Netzwerk-System, bei dem eine Vielzahl von Stern- Netzwerken (SC 1, SC 2, SC 3, SC 4) mit jeweils einer Vielzahl von Knoten (N 1 bis N 16) zur Übertra­ gung eines Datensignals über Datentransferwege ge­ koppelt sind, wobei die Stern-Netzwerke wechselsei­ tig über einen Verstärker/Übertrager (50; 51, 52; 53; 54) gekoppelt sind, um einen Datenverkehr zwi­ schen diesen Knoten (N 1 bis N 16) zu schalten, und wobei der Verstärker/Übertrager (50; 51; 52; 53; 54) aufweist:
  • - ein Schaltglied (14) einschließlich einer Vielzahl von Schalteinheiten zum selektiven Koppeln eines beliebigen Paares der Stern-Netzwerke (SC 1, SC 2, SC 3, SC 4), und
  • - eine Schalt-Steuereinrichtung (7; 30) zum Überwa­ chen einer Datenverkehrsanforderung von Knoten (N 1 bis N 16), die einen Datenverkehr mit einem anderen Knoten anfordert, und zum Betätigen des Schalt­ gliedes (14),
dadurch gekennzeichnet, daß
  • - die der Vielzahl der Netzknoten übergeordnete Schalt-Steuereinrichtung (7; 30) als zentrale Ein­ richtung das Schaltglied (14) dann betätigt, wenn die Datenverkehrsanforderung eine Anforderung für einen Datenverkehr zwischen verschiedenen, jedoch paarweise direkt gekoppelten Stern-Netzwerken aus der Vielzahl von Knoten (N 1 bis N 16) ist.
2. Netzwerk-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das Datensignal eine Steuerinformation ein­ schließlich der Datenverkehrsanforderung enthält, und daß die Schalt-Steuereinrichtung (3; 70) eine Diskriminiereinheit (8) zum Diskriminieren der Da­ tenverkehrsanforderung von dem Datensignal hat.
3. Netzwerk-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das Datensignal und ein Steuersignal ein­ schließlich der Datenverkehrsanforderung über verschiedene Datentransferweg-Systeme (CN, DN) übertragen sind, daß das Schaltglied (14) in wenigstens das Datentransferweg-System (DN) eingefügt ist, das das Datensignal überträgt, und daß die Schalt-Steuereinrichtung (7; 30) auf ein Signal von wenigstens demjenigen Datentransferweg-System anspricht, das das Steuersignal überträgt.
4. Netzwerk-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalt-Steuereinrichtung (30) einen Warteschlangen-Tabellenspeicher (29) zum Speichern einer Vielzahl von Datenverkehrsanforderungen in einer Warteschlange hat und das Schaltglied (14) gemäß der Reihenfolge der Datenverkehrsanforderungen in der Warteschlange steuert.
5. Netzwerk-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker/Übertrager (53) in wenigstens einem der Knoten (N1 bis N16) angeordnet ist.
6. Netzwerk-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Datensignal und ein Steuersignal einschließlich der Datenverkehrsanforderung getrennt über verschiedene Datentransferweg-Systeme eines Doppel-Netzwerkes übertragen sind.
7. Netzwerk-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalt-Steuereinrichtung (30) das Schaltglied (14) gemäß einer vorbestimmten Prioritätsreihenfolge der Datenverkehrsanforderungen steuert.
8. Netzwerk-System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalt-Steuereinrichtung (30) eine Einheit zum Ändern der Reihenfolge in der Warteschlange gemäß einer vorbestimmten Prioritätsreihenfolge der Datenverkehrsanforderungen hat.
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