DE3733407C2 - Propellerverstelleinrichtung - Google Patents
PropellerverstelleinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Propellerverstelleinrichtung mit
einer Stelleinrichtung zum Einstellen des Steigungswinkels
eines Propellerblattes und einer mit der Stelleinrichtung ver
bundenen Sperreinrichtung zum Verhindern, daß das Blatt von
der Einstellung abweicht.
Verstellbare Flugzeugpropellereinrichtungen haben üblicher
weise mehrere Propellerblätter, die von einer zentralen Nabe
aus radial verlaufen, einen Motor zum Drehen der Nabe und der
Propellerblätter und eine Propellerverstelleinrichtung, die
die Propellerblätter um ihre Längsachsen verdreht, um den
Steigungswinkel der Blätter gegenüber der ankommenden Luft
strömung zu verändern. Die Nabe hat eine innere Kammer, in
welcher die Propellerverstelleinrichtung untergebracht ist.
Propellerverstelleinrichtungen beinhalten im allgemeinen eine
Verstellsperreinrichtung. Bei einer Störung der Propellerver
stelleinrichtung verhindert die Verstellsperreinrichtung ein
Überdrehen des Motors, indem sie das Blatt daran hindert,
auf einen geringeren Steigungswinkel zurückzugehen.
Ein Typ einer Verstellsperreinrichtung wird hydromechanisch
gesteuert. Ein Druckfluid hält die Verstellsperreinrichtung,
die federbelastet ist, außer Sperreingriff. Wenn festgestellt
wird, daß sich das Propellerblatt unerwünscht zu einem klei
neren Steigungswinkel hin bewegt, wird das Druckfluid abge
lassen, wodurch die Feder die Verstellsperreinrichtung in Ein
griff mit ortsfesten Verstellsperrzähnen zwingen kann, um da
durch die Bewegung des Blattes zu blockieren. Beispiele von
diesem Verstellsperreinrichtungstyp sind in den US-PSen 2 940 527,
2 985 244, 3 187 819 und 3 439 745 angegeben.
Einige Verstellsperreinrichtungen sind Teil einer hydraulischen
Stelleinrichtung. Zum Beispiel zeigen die US-PSen Re. 26 461
und 4 523 891 eine mit einer hydraulischen Stelleinrichtung
verbundene Schraube, die das Propellerblatt daran hindert,
sich zu einem kleinen Steigungswinkel hin zu bewegen.
Einige rein mechanische (im Gegensatz zu hydraulischen) Propeller
verstelleinrichtungen haben vollmechanische Verstellsperrein
richtungen. Beispielsweise zeigt jede der US-Psen 2 856 012
und 3 895 884 einen Keilring, der Zähne hat, die einen angrei
fenden Ring in einen ortsfesten Sperring zwingen, wenn sich
ein Propellerblatt unerwünscht zu einem kleineren Steigungs
winkel hin bewegt.
Die CH 207 178 betrifft eine Vorrichtung zur hydraulischen
Verstellung der Flügel von Propellern. Bei ihr ist ein äußerer,
axial verstellbarer, jedoch nicht drehbarer Zylinder 1 vor
gesehen, dessen Längsbewegungen die Verstellung der Propeller
flügel bewirken. Auf einem feststehenden Kolben im Inneren des
Zylinders ist ein Blockierring vorgesehen, der ein Außengewinde
aufweist, das stets in ein Gewinde des Zylinders eingreift. Eine
Sperreinrichtung ist vorgesehen, um den Blockierring in Bezug auf
den Zylinder drehfest zu halten oder ihn für Rotation in Bezug
auf den Zylinder freizugeben. Die Freigabe erfolgt durch Druck
fluidzuführung in einen Zylinderraum auf der einen oder der
anderen Seite des Kolbens, wodurch gleichzeitig der Blockierring
freigegeben wird und der Zylinder sich frei in der einen oder
anderen Richtung unter Rotation des Blockierrings bewegen kann.
Solange eine Federeinrichtung den Blockierring nicht freigibt,
sperrt dieser eine axiale Bewegung des Zylinders in der einen
oder anderen Richtung und es kann keine Blattwinkelverstellung
erfolgen.
Die US 2,274,334 zeigt einen der CH 207 178 ähnlichen Stand der
Technik. Anstelle des Blockierrings der CH 207 178 verhindern bei
der US 2,274,334 mehrere in einem Kolben aufgenommene Blockier
spindeln die Axialbewegung eines äußeren Zylinders, falls die
Blockierspindeln gegenüber Rotation um ihre Längsachsen blockiert
sind. Die Freigabe der Blockierspindeln erfolgt wie bei der CH
207 178 durch Druckfluidzuführung auf die eine oder andere Seite
des Kolbens nach Überwindung einer Federvorspanneinrichtung. Der
äußere Zylinder ist dann frei auf dem Kolben axial in der einen
oder anderen Richtung unter Rotation der Blockierspindeln in dem
Kolben beweglich.
Die in der CH 207 178 angegebene Vorrichtung hat den Nachteil,
daß die Sperreinrichtung den Blockierring für die Verstellung der
Propellerflügel freigeben muß. Dadurch verhindert die Sperrein
richtung nicht eine übermäßige Verstellung der Propellerflügel
bei einer Fehlfunktion der Verstelleinrichtung.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die im Ober
begriff des Patentanspruchs 1 angegebene Propellerverstell
einrichtung so auszugestalten, daß die Sperreinrichtung die
Verstellung der Propellerflügel im eingestellten Zustand
blockiert und eine übermäßige Verstellung beim Verstellen
verhindert.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patent
anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
Gegenstand der Erfindung ist somit eine Propellerverstellein
richtung mit einer mechanischen Stelleinrichtung und einer Ver
stellsperreinrichtung, die sich gleichzeitig mit der Bewegung
der Stelleinrichtung dreht, um der Stelleinrichtung zu gestat
ten, den Propellerblattsteigungswinkel einzustellen, die aber
das Propellerblatt in seiner Stellung festhält, wenn sie sich
nicht gleichzeitig mit der Stelleinrichtung dreht.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung treibt ein erster
Motor die Stelleinrichtung und ein zweiter Motor die Verstell
sperreinrichtung an und koordiniert eine Synchronisiereinrich
tung den ersten und den zweiten Motor so, daß sich die Verstell
sperreinrichtung gleichzeitig mit der Stelleinrichtung bewegt.
Die Verstellsperreinrichtung behält eine Längsstellung inner
halb der Nabe bei, während sie sich gleichzeitig mit der Längs
bewegung der Stelleinrichtung dreht, bewegt sich aber in Längs
richtung mit der Stelleinrichtung, wenn sie sich nicht gleich
zeitig mit ihr dreht. In der Sperrstellung liegt die Verstell
sperreinrichtung an einem Vorsprung an, wodurch eine weitere
Bewegung der Stelleinrichtung verhindert und der Steigungswin
kel des Propellerblattes gehalten wird. Die Verstellsperrein
richtung ist in vorteilhafter Weise an der Stelleinrichtung in
unmittelbarer Nähe zu dem Propellerblatt angeordnet,derart, daß
eine Beschädigung von Bauteilen, die vom Propellerblatt weiter
entfernt sind, nicht den Betrieb der Verstellsperreinrichtung
beeinträchtigt.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung und Darstellung eines Ausführungsbeispieles der
Erfindung in den Zeichnungen. Es zeigt
Fig. 1 einen Teilquerschnitt durch eine Flugzeugantriebs
einrichtung mit einer Verstellsperreinrichtung nach
der Erfindung,
Fig. 2 einen Teilquerschnitt einer Propellernabe,wie sie in
Fig. 1 gezeigt ist, und
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Antriebseinrichtung
der Verstellsperreinrichtung, wie sie in Fig. 2 ge
zeigt ist.
Eine Flugzeugantriebseinrichtung mit einer erfindungsgemäßen
Propellerverstelleinrichtung ist in Fig. 1 dargestellt. Ein
Motor 10 dreht eine Nabe 12 über eine Welle 14. Mehrere radial
verlaufende Propellerblätter (im folgenden Blätter genannt) 16
sind in der Nabe befestigt, um sich mit ihr zu drehen. Jedes
Blatt ist an einem Wurzelabschnitt 18 durch Lager 20 befestigt,
die es dem Blatt gestatten, sich um eine Längsachse 22 zu dre
hen. Eine Propellerverstelleinrichtung, die global bei 24 gezeigt
ist, ist mit dem Wurzelende 26 des Blattes verbunden, um das
Blatt zu verdrehen, um dadurch den Blattsteigungswinkel einzu
stellen, wie weiter unten beschrieben wird.
In Fig. 2 sind Einzelheiten der Propellerverstelleinrichtung
gezeigt. Eine Kugelumlaufspindel 28 ist in der Nabe für eine
Drehbewegung relativ zu der Welle 14 und der Nabe 12 angeord
net. Ein Rollenlager 30 ist zwischen der Welle und der Kugel
umlaufspindel angeordnet, und ein Kugellager 32 ist zwischen
der Kugelumlaufspindel und der Nabe angeordnet, so daß sich
die Kugelumlaufspindel relativ zu der Welle und der Nabe dre
hen kann. Die Kugelumlaufspindel hat eine schraubenförmige
Rollbahn 34, um Kugeln 36 aufzunehmen, wie weiter unten be
schrieben wird. Eine Zähne aufweisende Oberfläche 38 verläuft
an einem innen liegenden Endabschnitt 40 der Kugelumlaufspin
del radial nach innen, wie weiter unten beschrieben wird.
Eine Kugelmutter 42 hat eine schraubenförmige Rollbahn 44, die
der schraubenförmigen Rollbahn 34 in der Kugelumlaufspindel 28
entspricht. Durch eine Drehung der Kugelumlaufspindel wird die
Kugelmutter in Längsrichtung bewegt. Die Kugeln rollen in den
schraubenförmigen Rollbahnen 44, 34 mit der Hälfte der Ge
schwindigkeit der Rollbahnen und treten an einem hinteren Ende
der Kugelmutter aus. Ein Rückführrohr (nicht gezeigt) in der
Kugelmutter nimmt die Kugeln an dem hinteren Ende der Kugel
mutter auf und führt sie zu einem vorderen Ende zurück, wo
durch eine Anzahl von Kugeln in den Rollbahnen für einen kon
tinuierlichen Betrieb gehalten werden. Die Kugelmutter hat
einen ersten radialen Vorsprung 46, der ein Ende 48 einer Ver
bindungsstange 50 hält. Das zweite Ende 52 der Verbindungs
stange ist mit einem exzentrischen Zapfen 54 verbunden, der
an dem Wurzelende 26 des Blattes 16 angeordnet ist. Ein zwei
ter radialer Vorsprung 56 an der Kugelmutter, der einen mit
einem Gewinde versehenen, rechteckigen, im Querschnitt kreis
förmigen Abschnitt 58 hat, der parallel zu der Kugelumlauf
spindel ausgerichtet ist, wirkt als Verstellsperreinrichtung,
wie weiter unten beschrieben wird.
Eine Verstellsperrschraube 60 hat einen äußeren, mit einem
Gewinde versehenen Abschnitt 62 zur Drehung innerhalb des
Gewindeabschnittes 58 des zweiten radialen Vorsprungs 56. Die
Verstellsperrschraube ist durch einen äußeren Endabschnitt 64
in einem Nabenvorsprung 66 und durch einen inneren Endabschnitt
68 in einer Trennwand 70 drehbar gelagert. Eine Schulter 72,
die in der Nähe des äußeren Endabschnittes der Verstellsperr
schraube angeordnet ist, verhindert, daß sich die Verstell
sperrschraube in Längsrichtung nach außen bewegt (d. h. zu ei
nem kleineren Steigungswinkel hin). Ein Zahnrad 74 ist fest
auf der Verstellsperrschraube zwischen dem Gewindeabschnitt
der Verstellsperrschraube und der Montagetrennwand angeordnet,
wie weiter unten beschrieben wird.
Ein erster, schematisch in Fig. 3 gezeigter Hydraulikmotor 76
zum Antreiben der Kugelumlaufspindel 28 treibt ein erstes Zahn
rad 78, das um eine zentrale Achse 80 der Welle 14 herum an
geordnet ist, über ein Differentialgetriebe 77 an, das schema
tisch in Fig. 3 gezeigt ist. Das Differentialgetriebe 77 lei
tet die Antriebskraft des ersten Hydraulikmotors 76, der orts
fest angeordnet ist, zu dem ersten Zahnrad 78 weiter, das
relativ zu und mit der Nabe drehbar ist. Das erste Zahnrad
treibt ein erstes Zwischenzahnrad 82 an, das mit der inneren
Zahnfläche 38 der Kugelumlaufspindel in Eingriff steht, um
eine Drehantriebskraft des ersten Hydraulikmotors auf die
Kugelumlaufspindel zu übertragen. Das erste Zahnrad hat eine
nach außen ragende erste Nase 83 an ihrer äußeren Oberfläche
für einen Zweck, der weiter unten beschrieben wird. Ein
zweiter, schematisch in Fig. 3 gezeigter Hydraulikmotor 84
zum Antreiben der Verstellsperrschraube 60 treibt ein zweites
Zahnrad 86, das koaxial um das erste Zahnrad herum angeordnet
ist, über ein Differentialgetriebe 85 an, das schematisch in
Fig. 3 gezeigt ist. Das Differentialgetriebe leitet die An
triebskraft des zweiten Hydraulikmotors, der ortsfest ange
ordnet ist, zu dem zweiten Zahnrad weiter, das relativ zu
und mit der Nabe drehbar ist. Die Antriebskraft des zweiten
Hydraulikmotors wird auf die Verstellsperrschraube über das zwei
te Zahnrad, ein zweites Zwischenzahnrad 88 und das am inneren
Ende der Verstellsperrschraube angeordnete Zahnrad 74 über
tragen. Das zweite Zahnrad hat eine zweite Nase 90, die von
ihrer Innenfläche nach innen vorsteht, um mit der ersten
Nase, die von dem ersten Zahnrad vorsteht, zusammenzuwirken,
wie weiter unten beschrieben wird.
In Fig. 3 ist eine schematische Darstellung der hydraulischen
Antriebseinrichtung gezeigt. Ein Steuerventil 92 leitet unter
Druck stehende Hydraulikflüssigkeit von einem Vorrat 94 zu
einem der beiden Hydraulikmotoren 76, 84, wie oben beschrieben,
um das Blatt zu einem großen oder kleinen Steigungswinkel hin
anzutreiben. Ein Schieber 96 in dem Steuerventil, der Stege
98 hat, von denen jeder eine Außenfläche 99 hat, leitet die
Flüssigkeit zu dem einen oder anderen Hydraulikmotor über die
Leitung 100 oder die Leitung 102. Jede der Leitungen 100 und
102 hat einen Eingang 103, der flächenmäßig etwas größer als
die Außenfläche 99 der Stege ist. Weil die Eingänge größer
als die Stege sind, tritt Flüssigkeit aus, um die Hydraulik
motoren vorzubelasten, so daß die Nasen 83, 90 in Kontakt mit
einander sind, um synchron angetrieben zu werden. Nachdem
die Flüssigkeit durch den einen oder anderen Hydraulikmotor
gegangen ist, wird sie über die Leitungen 104 und 106 zu einem
Speicher 110 über die Leitung 108 geleitet.
In Betrieb wird ein Signal zum Einstellen des Blattsteigungs
winkels an das Ventil 92 gegeben. Wenn z. B. das Blatt zu einem
größeren Steigungswinkel hin bewegt werden soll, wird der
Schieber 96 nach rechts in Fig. 3 bewegt. Hydraulikflüssigkeit
wird zu dem ersten Hydraulikmotor 76 geleitet, welcher das
erste Zahnrad 78 über das Differentialgetriebe 77 antreibt.
Das erste Zahnrad dreht das erste Zwischenzahnrad 82, das
die Kugelumlaufspindel 28 dreht. Als Folge der Drehung der
Kugelumlaufspindel bewegt sich die Kugelmutter in Längsrich
tung nach innen. Wenn sich die Kugelmutter in Längsrichtung
nach innen bewegt, wird das Blatt 16 zu einem größeren Stei
gungswinkel hin über den ersten radialen Vorsprung 46, die Ver
bindungsstange 50 und den exzentrischen Zapfen 54 gedreht.
Während das erste Zahnrad angetrieben wird, greift die erste
Nase 83 an der zweiten Nase 90 des zweiten Zahnrads 86 an,
um das zweite Zahnrad synchron mit dem ersten Zahnrad anzutrei
ben. Das zweite Zahnrad dreht die Verstellsperrschraube 60
über das zweite Zwischenzahnrad 88 und das Zahnrad 74. Das
erste Zahnrad und das Zwischenzahnrad und das zweite Zahnrad
und das Zwischenzahnrad sind so bemessen und synchronisiert,
daß sich die Verstellsperrschraube innerhalb des zweiten
radialen Vorsprungs 56 mit der richtigen Geschwindigkeit dreht,
daß die Verstellsperrschraube ihre Stellung beibehält, während
sich die Kugelmutter in Längsrichtung bewegt. Wenn sich die
Verstellsperrschraube nicht mit der richtigen Geschwindigkeit
in bezug auf die Bewegung der Kugelmutter bewegt, bewegt sich
die Verstellsperrschraube in Längsrichtung mit der Kugelmutter
zu einem kleinen Steigungswinkel hin, bis die Schulter 72 an
dem Nabenvorsprung 66 anliegt. Die Reibung zwischen den Zähnen
des zweiten radialen Vorsprungs 56 und dem Gewindeabschnitt 58
der Verstellsperrschraube hindert dann die Kugelmutter an einer
weiteren Längsbewegung.
Wenn eine Störung auftritt, derart, daß das Blatt anfängt, eher
Energie aus der Luftströmung aufzunehmen als die Motorkraft
zu absorbieren, neigt die Energie aus der Luftströmung dazu,
das Blatt zu einem kleinen Steigungswinkel hin zu verdrehen.
Wenn sich das Blatt 16 zu einem kleinen Steigungswinkel hin
bewegt, wird die Kugelumlaufspindel 28 aufgrund ihrer Verbin
dung zu dem Blatt durch die Verbindungsstange 50 und den ex
zentrischen Zapfen 54 veranlaßt, sich zu bewegen. Da sich die
Verstellsperrschraube 60 nicht gleichzeitig mit der Bewegung
der Kugelumlaufspindel dreht, bewegen sich die Verstellsperr
schraube und die Kugelmutter 42 in Längsrichtung nach außen,
bis die Schulter 72 an dem äußeren Endabschnitt der Verstell
sperrschraube an dem Nabenvorsprung 66 anliegt. Wenn die
Schulter an dem Nabenvorsprung anliegt, wird die Kugelmutter
an einer weiteren Längsbewegung gehindert, wodurch das Pro
pellerblatt daran gehindert wird, sich weiter zu einem kleinen
Steigungswinkel hin zu bewegen. Da der Abstand zwischen der
Schulter und dem Nabenvorsprung (d. h. der "Steigungsspalt"
112) klein ist, bewegt sich das Propellerblatt nicht um einen
bemerkenswerten Betrag zu dem kleinen Steigungswinkel hin.
Hervorzuheben ist, daß aufgrund der geringen Toleranz zwischen
der Trennwand 70 und dem die Verstellsperrschraube antreiben
den Zahnrad 74 das Blatt auch durch die Verstellsperrschraube
daran gehindert ist, sich zu einem großen Steigungswinkel hin
zu bewegen. Das Blatt könnte gezwungen sein, sich zu einem
großen Steigungswinkel zu bewegen, wenn es Energie aus Trüm
mern oder anderen Quellen aufnimmt.
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß eine mechanische Ver
stellsperreinrichtung eine Verstellsperrschraube 60 aufweist,
die sich gleichzeitig in einer Stelleinrichtung 42 dreht, wäh
rend sich die Stelleinrichtung bewegt, um den Steigungswinkel
eines Propellerblattes 16 zu ändern. Während sich die Verstell
sperrschraube gleichzeitig mit der Bewegung der Verstellein
richtung bewegt, behält die Verstellsperrschraube eine Längs
stellung bei, wobei sie der Stelleinrichtung gestattet, sich
zu bewegen. Wenn sich die Verstellsperrschraube nicht gleich
zeitig mit der Stelleinrichtung dreht, bewegt sich die Ver
stellsperrschraube in Längsrichtung mit der Stelleinrichtung,
bis sie an einem Vorsprung 66 anliegt, wodurch eine weitere
Bewegung der Stelleinrichtung verhindert wird.
Claims (4)
1. Propellerverstelleinrichtung mit einer Stelleinrichtung zum
Einstellen des Steigungswinkels eines Propellerblattes und
einer mit der Stelleinrichtung verbundenen Sperreinrichtung
zum Verhindern, daß das Propellerblatt von der Einstellung
abweicht, gekennzeichnet durch
- - eine drehbare Schraube (28) und eine Mutter (42), die für eine Längsbewegung entlang der Schraube (28) während sich die Schraube (28) dreht, angeordnet ist,
- - eine Verbindungseinrichtung (50) zum Verbinden der Mutter (42) mit dem Propellerblatt (16) zum Einstellen des Steigungswinkels des Propellerblattes (16), wenn sich die Schraube (28) dreht,
- - eine in der Mutter (42) aufgenommene drehbare Ein richtung (60),
- - eine erste Antriebseinrichtung (76, 77, 78) zum Antrieb der drehbaren Schraube (28),
- - eine zweite Antriebseinrichtung (84, 85, 86) zum Antrieb der drehbaren Einrichtung (60) und
- - eine Synchronisiereinrichtung (83, 90) zum Synchroni sieren der ersten und zweiten Antriebseinrichtung (76, 77, 78; 84, 85, 86), derart, daß, wenn eine der beiden Antriebseinrichtungen (76, 77, 78; 84, 85, 86) ange trieben wird, die drehbare Schraube (28) und die dreh bare Einrichtung (60) synchron angetrieben werden, um dadurch sicherzustellen, daß sich die drehbare Ein richtung (60) gleichzeitig mit der Mutter (42) dreht, und die drehbare Einrichtung (60) eine Längsbewegung der Mutter (42) verhindert, wenn die drehbare Schraube (28) und die drehbare Einrichtung (60) nicht syn chronisiert sind.
2. Propellerverstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die drehbare Einrichtung (60) eine
drehbar in der Mutter aufgenommene Sperrschraube ist, die
eine Längsstellung beibehält, wenn sie sich gleichzeitig
mit der Längsbewegung der Mutter (42) dreht, und sich in
Längsrichtung bewegt, während sie sich nicht gleichzeitig
mit der Mutter (42) dreht, und ein ortsfester Anschlag (66)
zum Begrenzen der Längsbewegung der Sperrschraube vor
gesehen ist, wenn die Sperrschraube sich nicht gleichzeitig
mit der Mutter (42) dreht.
3. Propellerverstelleinrichtung nach Anspruch 2, gekennzeich
net durch einen zweiten Anschlag (70) zum Begrenzen der
Längsbewegung der Sperrschraube (60) in einer zweiten
Richtung.
4. Propellerverstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Antriebseinrich
tung (76, 77, 78) und die zweite Antriebseinrichtung (84,
85, 86) jeweils einen Hydraulikmotor (76, 84) aufweisen.
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