DE3734896C2 - Vorrichtung zum automatischen Zuführen von Rollen von fotografischem Papier zu einem fotografischen Printer - Google Patents

Vorrichtung zum automatischen Zuführen von Rollen von fotografischem Papier zu einem fotografischen Printer

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum automatischen Zuführen von Rollen von fotografischem Papier auf je einem Wickelkern zu einem fotografischen Printer und zur Einführung eines jeweiligen Papieranfangsstückes einer Rolle in den Printer.
Ein Printer, bei dem aus einer angesetzten Vorratskassette automatisch das fotografische Rollenmaterial eingefädelt werden kann, ist beispielsweise bekannt durch die DE-OS 31 51 932. Eine in Verbindung mit einem derartigen bekannten Printer verwendbare fahrbare Kassette ist bekannt durch die DE-OS 31 50 495. Die Verwendung derartiger, bekannter, fahrbarer Kassetten mit bzw. in einem Printer mit automatischer Papierein- und -ausfädelvorrichtung ist schließlich durch im Handel erhältliche Geräte dieser Gattung bekannt. Bei diesen bekann­ ten Geräten muß jeweils beim Leerwerden einer Vorratskassette bzw. bei gefüll­ ter Aufwickelkassette durch Bedienungspersonal der volle bzw. leere Kassetten­ wagen weggefahren und eine neue Vorrats- bzw. Aufwickelkassette in die Ver­ arbeitungsstation gebracht werden. Dies erfordert die Beobachtung des Füllstan­ des der Kassetten oder von Anzeigevorrichtungen hierfür am Gerät und bereit­ stehendes Bedienungspersonal.
Es ist auch schon ein Printer vorgestellt worden, bei dem mehrere Vorrats- bzw. Aufwickelkassetten je auf einer vertikal angeordneten Drehscheibe angeordnet sind und jeweils bei Entleerung einer Vorratskassette bzw. Füllung einer Auf­ wickelkassette die nächste Kassette automatisch in die Verarbeitungsstellung gedreht wird. Hierbei erfordert das Lagern der großen Kassetten auf der Dreh­ scheibe einigen Aufwand. Außerdem müssen die Antriebsvorrichtungen für die Drehscheiben die großen Massen mehrerer darauf gelagerter Kassetten in Be­ wegung setzen, wodurch die Gesamtanordnung groß und schwer ist.
Um den Wechsel von Kassettenwagen nach der DE-OS 31 50 495 nach dem Entleeren bzw. Füllen jedes einzelnen Kassettenwagens zu vermeiden, wurde in der nicht vorveröffentlichten DE-OS 37 13 170 und DE-OS 37 13 171 auch schon vorgeschlagen, auf jeder Printerseite mehrere Kassettenwagen gleichzei­ tig in Vorratsposition aufzustellen und entweder automatisch die Kassettenwagen zum Kassettenwechsel zu verfahren oder die Ein- bzw. Ausfädelvorrichtung für das fotografische Papier nacheinander an verschiedene Kassettenwagen anzu­ schließen. Der Aufwand für diese Verfahren ist ebenfalls erheblich; zudem ist ein großer Platzbedarf erforderlich.
Aus der GB 2 091 223 A ist eine Vorrichtung zum Zuführen von lichtunempfind­ lichem Bandmaterial zu einer Maschine, insbesondere für die Herstellung und Verpackung von Zigaretten bekannt. Die einzelnen Rollen sind auf einer Achse verschiebbar gelagert und können durch ein Betätigungsglied jeweils in eine Ab­ rollposition am freien Ende der Achse gebracht werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art mit geringem Platzbedarf zu schaffen, mit der ein vergleichsweise einfacher Ankoppel- bzw. Einfädelmechanismus zwischen aufeinanderfolgenden Papierrollen realisierbar ist und mit der Papiervorratsrollen nur um kleine, ebene Wegstrecken automatisch transportiert werden müssen. Außerdem soll ein Papierrollenstapel geschaffen werden, der zum Einsetzen in ein derartiges Papierrollenmagazin geeignet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Vorrichtung nach Anspruch 1 und einen Papierrollenstapel nach Anspruch 9. Weitere zweckmäßige Merkmale der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen entnehmbar.
Mit der Erfindung wird erreicht, daß Papierrollen auto­ matisch nur um das kleine Stück ihrer Material- bzw. Wickelkernbreite eben verschoben werden müssen, so daß im Gegensatz zu einer der bekannten Vorrichtungen nicht schwere Papierkassetten um erhebliche Winkelwege ge­ dreht und dabei beschleunigt und wieder abgebremst wer­ den müssen. Gegenüber bereitgestellten und an einen Printer automatisch anschließbaren Kassettenwagen wird durch das Wegfallen einer einzelnen Kassette für jede Papierrolle eine erhebliche Platz- und Materialerspar­ nis erzielt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung und der erfindungsge­ mäße Papierrollenstapel werden anhand von Zeichnungen näher er­ läutert. Die einzelnen Figuren sind dabei in unter­ schiedlichen Maßstäben dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Maga­ zin für Rollen fotografischen Papiers in Ver­ bindung mit einem Printer bei abgenommener Ge­ häuseoberseite,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 1 bei abgenommener Seitenwand längs der Linie II-II,
Fig. 3 eine Ansicht eines in Verbindung mit dem erfin­ dungsgemäßen Papierrollenmagazin verwendbaren Wickelkerns,
Fig. 4 eine Abwicklung der Einzelteile des Wickelkerns nach Fig. 3,
Fig. 5 eine aufgebrochene Seitenansicht einer erfin­ dungsgemäßen Verpackung für Papierrollen zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Papier­ rollenmagazin,
Fig. 6 eine aufgebrochene, stirnseitige Ansicht der Verpackung nach Fig. 5.
In den Figuren sind mit 20 ein Gehäuse eines Magazins für Rollen 1 von fotografischem Papier, die auf Wickel­ kerne 2 aufgewickelt sind, mit 21 das strichpunktiert und abgebrochen gezeichnete Gehäuse eines Printers, in dem das im Magazin 20 untergebrachte Rollenmaterial verarbeitet werden soll, und mit 13 ein Verbin­ dungs- und Führungskanal für das Papier zwischen Maga­ zin 20 und Printer 21 bezeichnet.
Die Papierrollen 1, gewickelt auf spezielle Wickelker­ ne 2 (vgl. Fig. 3 und 4) sind auf einer feststehenden Achse 3 im Magazingehäuse 20 aufgereiht. Zur Entlastung der fliegend gelagerten Achse können am Boden des Maga­ zins nicht dargestellte prismatische Auflageflächen für die Papierrollen mit gleichem Durchmesser vorgesehen sein. Auf der Achse 3 befindet sich ein Pneumatik- oder Hydraulikzylinder, der über einen Mitnehmer 4 den Rol­ lenstapel in Pfeilrichtung 24 verschieben kann. In Pfeilrichtung 24 am Ende des Rollenstapels befindet sich ein Papierzuführbereich 25, dessen Ausgang in den Führungskanal 13 mündet.
Die Anfangsstücke 1a der einzelnen Rollen 1 sind z. B. mit Klebepads 6 an einem Band 5 befestigt. Dieses Band 5 ist mit dem Mitnehmer 4 verbunden. Außerhalb des Papierzuführbereiches 25 in Pfeilrichtung 24 wird es von einer Rolle 7, die unter der Wirkung einer nicht gezeigten Drehfeder steht, aufgerollt.
Im Papierzuführbereich 25 befindet sich eine Spindel 8, deren freies Ende als Spannhülse 9 ausgebildet ist und mit der Achse 3 fluchtet.
Die Spindel 8 ist z. B. über Keilriemen mit einem Mo­ tor 10 verbunden, der - gesteuert von der Spannrolle 11 - für Antrieb und Bremsung des schweren Wickels 1 sorgt. Die Spannhülse 9 kann z. B. über einen pneumati­ schen oder hydraulischen Antrieb 9b, eine Kurbel 9d und eine unter Druck einer Feder 9c stehende Luftpumpe 9a, 9c gespannt und entspannt werden. Alle anzutreibenden Teile 22, 8, 9 sind mit einer elektronischen Steuervor­ richtung 23 verbunden.
Das fotografische Papier wird von der im Papierzuführ­ bereich 25 angeordneten Rolle 1 über die Spannrolle 11 und ein Walzenpaar 12a, 12b in den Kanal 13 geleitet. Das Rollenpaar 12a, 12b besitzt einen eigenen, nicht gezeigten Antrieb. Es ist über einen Freilauf damit ge­ koppelt. Drehzahlunterschiede zwischen Antrieb und Wal­ zen können mit einem Lichtschrankensystem bekannter Art erkannt werden. Die obere Walze 12a dieses Walzenpaa­ res 12a, 12b kann zum Einfädeln eines neuen Papierrol­ lenanfangs 1a abgehoben werden. Wenn eine Papierrolle zu Ende geht, laufen folgende Vorgänge ab:
Ist die letzte Papierwindung vom Kern 2a, 2b abge­ wickelt, zerfällt er in seine Segmente 2a, 2b. Diese fallen auf den Boden der Kassette.
Eine Lichtschranke 15 erkennt das Papierende; es wird vom Printer 21 bis in den Bereich einer nicht gezeigten Klebestation eingezogen.
Dann beginnen, gesteuert von der elektronischen Steuer­ vorrichtung 23, folgende Verfahrensschritte:
Die obere Walze 12a des Walzenpaares 12a, 12b wird ab­ gehoben (vgl. Fig. 2, strichpunktierte Stellung 12a′). Die Spannrolle 11 wird in die strichpunktiert gezeich­ nete Position 11′ gefahren. Die Abwickelspindel 8 wird zum Stillstand gebracht, ihre Spannhülse 9 wird geöff­ net bzw. entspannt. Nun wird mittels Schubvorrich­ tung 22 und Mitnehmer 4 der Rollenstapel in Pfeilrich­ tung 24 bis zum Anschlag des Kernes 2 der nächsten Rol­ le 1 an der Spindel 8, 9 geschoben, so daß die nächste Rolle 1 im Zuführbereich 25 liegt. Hier wird der Kern 2 von Spannhülse 9 fixiert.
Gleichzeitig mit der Verschiebung des Rollenstapels ist auch das Band 5 mit den angeklebten Rollenanfangs­ stücken 1a um eine Kernbreite in Pfeilrichtung 24 ge­ zogen worden durch die federbelastete Rolle 7.
Damit liegt der Anfang der neuen Rolle 1 über der unte­ ren Walze 12b des Walzenpaares 12a, 12b. Dessen obere Walze 12a wird nach unten bewegt und fixiert den Rol­ lenanfang 1a. Nun wird die Spannrolle 11 freigegeben und der langsame Antrieb des Walzenpaares 12a, 12b ge­ startet. Spannrolle und Walzenpaar lösen das Anfangs­ stück 1a von der Klebung 6. Es wird langsam in den mit Leitblechen ausgestatteten Kanal 13 vorgeschoben und schließlich durch die Walzenpaare 14, 16 in den Zuführ­ baustein des Printers 21 eingeführt. Ein Lichtschran­ kensystem, z. B. 15, muß erkennen, daß im Printer das Papier erfaßt worden ist, und den Antrieb des Walzen­ paares 12a, 12b über die elektronische Steuervorrich­ tung 23 sofort ausschalten, um Papierstau zu vermeiden.
Der Papierkanal 13 soll axial federn und an den An­ schlußstellen an Magazin 20 und/oder Printer 21 auf und ab beweglich sein. So kann man, nachdem das Magazin 20 in die richtige Lage zum Printer 21 gebracht wurde, den Kanal 13 wie eine herkömmliche Papierkassette in den Printer einsetzen. Zum leichteren Transport des Maga­ zins 20 ist es zweckmäßig, den Papierkanal 13 abnehmbar zu machen und das Magazin auf Rädern anzuordnen.
Soll das Magazin 20 neu geladen werden, wird es in einen Dunkelraum gefahren. Dort befindet sich auch das speziell konfektionierte Papier, vgl. Fig. 5 und 6. Der Rollenstapel 1 soll horizontal in einem Formstück 31 aus Styropor o. ä. liegen, das seinerseits auf einer üblichen, für Hubwagen geeigneten Palette steht. Die Wickelkerne 2 sind so gestaltet, daß sie ineinander­ greifen und so dem Stapel die für den Transport nötige Stabilität geben. Zugleich sind die Wickelkerne 2 nicht lichtdurchlässig, so daß die lichtdichte Innenver­ packung 30 an den überstehenden Rändern der äußeren Wickelkerne 2 abgebunden sein kann und so deren innere Öffnung freiläßt.
Will man ein Magazin 20 laden, so öffnet man es durch Hochklappen des Oberteils 20a, vgl. Fig. 2, und ent­ nimmt die Achse 3, die so gelagert ist, daß sie waag­ recht nach oben entnommen werden kann. Außerdem ent­ fernt man die Wickelkernsegmente 2a, 2b des vorigen Durchlaufs.
Nun öffnet man die Papier-Außenverpackung 32 (Stülpkar­ ton auf Palette o. ä. ) und führt die Achse 3 in den Rollenstapel ein. Mit einem geeigneten Hebezeug hebt man die nun auf der Achse 3 aufgereihten Rollen 1 aus der Verpackung 31, 32 und setzt sie in das Magazin 20 ein. Man verbindet Band 5 mit dem Ausleger des Mitneh­ mers 4 und der Rolle 7. Jetzt erst wird das Licht ge­ löscht und die lichtdichte Innenverpackung 30 entfernt. Die Anfänge 1a der einzelnen Rollen 1 werden an den Klebeflächen 6 am Band 5 befestigt. Danach kann die Kassette geschlossen und zum Printer gefahren werden.
Aus räumlichen Gründen, aber auch, um Kompatibilität mit bekannten Printern zu erzielen, kann es zweckmäßig sein, eine bekannte Papieranklebestation aus dem Prin­ ter herauszuverlagern. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
Man kann die Klebestation in das Magazin 20 selbst ein­ bauen. Damit verteuert man die Magazine, kann aber den mechanischen Aufbau vereinfachen. Das Walzenpaar 12a, 12b mit seinem Antrieb und Freilauf könnte entfallen; da man die Rollenanfänge direkt in die Klebestation einlegen könnte. Auch der Papierkanal 13 mit seinen Leitblechen wird einfacher, da dort nicht mehr automa­ tisch eingefädelt werden muß. Der eine notwendige, ma­ nuelle Einfädelvorgang am Start eines neuen Stapels fällt nicht ins Gewicht, da er im Zusammenhang mit dem Ansetzen eines neuen Magazins 20 anfällt.
Eine andere Möglichkeit wäre es, der Anklebestation die Gestalt einer bekannten Papierkassette zu geben. Sie würde den jetzt vom Papierkanal 13 überbrückten Platz einnehmen und das Magazin würde an deren äußerer Schmalseite angedockt. Auf diese Weise kann leicht Kom­ patibilität zu bereits vorhandenen Printern ohne einge­ baute Klebestation geschaffen werden.
Der in den Fig. 3 und 4 gezeigte und für die Funktion vorausgesetzte Wickelkern 2 hat zwei Eigenschaften: Er zerlegt sich nach dem Abwickeln der letzten Lage selbsttätig und gibt damit die Abwickelposition frei und hat für alle Papierbreiten die gleiche Breite. Wenn man voraussetzt, daß die Rolle immer in der Mitte des Kerns gewickelt ist, hat die letztere Eigenschaft den Vorteil , daß viele Einstellungen am Magazin 20 unnötig werden. Durch einen festen Vorschub kommt immer die Mitte der nächsten Papierbahn auf die Mitte der vorher­ gehenden. Es ist alternativ aber auch möglich, mit an­ deren Kernen zu arbeiten:
Die erste Möglichkeit bestünde darin, Kerne zu benut­ zen, deren Breite der jeweiligen Papierbreite ent­ spricht. In der Verpackung würde ein kompakter Stapel entstehen. Die Verbindung der lichtdichten Innenver­ packung mit den Wickelkernen muß trotzdem gewährlei­ sten, daß die Achse 3 zumindest bei gedämpftem Licht eingeführt werden kann, da der Umgang mit einem Hebe­ zeug in totaler Dunkelheit für das Laborpersonal nicht zumutbar ist. Um ein reibungsloses Abwickeln zu gewähr­ leisten, müßte im Magazin 20, nachdem durch Verschie­ bung des gesamten Stapels eine neue Rolle 1 in Ab­ wickelposition gebracht wurde, die Achse 3 um einige Millimeter nach rechts mit dem Stapel verschoben wer­ den, oder die Spannhülse 9 müßte nach dem Fassen des Wickelkerns um diesen geringen Weg nach links gezogen werden. Beides würde jedoch eine zusätzliche Steuerung erfordern.
Stellt man zusätzlich noch die Forderung auf, anstelle spezieller, sich selbst zerlegender Wickelkerne 2 die bekannten Papp-Wickelhülsen zu benutzen, so gilt das oben Erwähnte sinngemäß. Zusätzlich muß jetzt aber da­ für gesorgt werden, nach Ablauf einer Rolle die Ab­ wickelposition freizumachen. Verschieben der Achse ent­ gegen Pfeilrichtung 24 oder der Spannhülse 9 in Pfeil­ richtung bis zur Freigabe des Wickelkerns und Auswerfen des Wickelkerns 2 wäre zwar möglich, aber mit recht großem mechanischem Aufwand verbunden. Eine vorstell­ bare Alternative bestünde darin, die Spannhülse 9 der Spindel 8 durch eine Messeranordnung zu ergänzen, die die Wickelkerne in mehrere Teile zerschneidet. Der Vor­ teil dieser Anordnung besteht darin, daß auf eine spe­ zielle Konfektionierung und Verpackung des Papiers ver­ zichtet werden kann, da man die Achse 3 dann auch mit handelsüblichen Rollen bestücken kann. Die Nachteile liegen in dem mechanischen Aufwand, da das Zerschneiden eines üblichen Wickelkernes erhebliche Kräfte und eine zusätzliche Steuerung erfordert.

Claims (9)

1. Vorrichtung zum automatischen Zuführen von Rollen von fotografischem Papier auf je einem Wickelkern zu einem fotografischen Printer und zur Einführung eines jeweiligen Papieranfangstückes einer Rolle in den Printer, dadurch gekennzeichnet, daß ein Papierrollenmagazin (20) für mehrere auf Wickelkerne (2) aufgewickelte Rollen (1) fotografischer Papiere vorge­ sehen ist, das einen Papierzuführbereich (25) aufweist, in welchem ein Anfangsstück (1a) einer dort in Betriebsstellung befindlichen Rolle (1) in den Printer (21) automatisch einführbar ist, daß im Papierzuführbe­ reich (25) eine Lagerspindel (8) mit einer Spannhülse (9) für die in Bereit­ schaftsstellung befindliche Rolle (1) angeordnet ist und daß mit der Lagerspindel (8) eine Achse (3) fluchtet, auf der die Wickelkerne (2) der Rollen (1) aneinander anliegend aufgereiht sind, daß eine Schubvorrichtung (22) zum Verschieben der Rollen (1) auf der Achse (3) um jeweils eine Wickelkernbreite in Richtung auf die Papierzu­ führbereich (25) durch eine durch den Printer (21) steuerbare elektronische Steuervorrichtung (23) einschaltbar ist und die Spannhülse (9) ebenfalls mittels der elektronischen Steuervorrichtung (23) über eine Spannvorrich­ tung (9a bis 9e) beim Entfernen eines Wickelkernes (2) entspannbar und beim Eintreffen eines neuen Wickelkernes (2) in der Papierzuführbereich (25) spannbar ist, und daß ein mit der Schubvorrichtung (22) gekoppeltes Schleppband (5) vorgesehen ist, an dem die Anfangsstücke (1a) der Rollen (1) lösbar befestigt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickel­ kerne (2) der Rollen (1) aus lose aneinandergelegten, ohne Rollen (1) zer­ fallenden Wickelkernteilen (2a, 2b) bestehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickel­ kerne (2) aus dünnem Kunststoff oder Pappe hergestellt sind oder die Wickelkernteile (2a, 2b) über dünne Kunststoffstege oder schwache Ver­ klebungen zusammengehalten sind und daß mit der Spannhülse (9) eine Vorrichtung zum Zerschneiden oder Auseinandersprengen eines in dem Papierzuführbereich (25) befindlichen Wickelkernes (2) zusammenwirkt, die mittels der elektronischen Steuervorrichtung (23) durch den Printer (21) bei Leerwerden des Wickelkernes (2) in Betrieb setzbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Antrieb für die Schubvorrichtung (22) und die Spannvor­ richtung (9a bis 9e) pneumatisch oder hydraulisch erfolgt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Schleppband (5) an seinem - in Schubrichtung (24) ge­ sehen - vorderen, im Papierzuführbereich (25) liegenden Ende auf einen unter der Wirkung einer Drehfeder stehenden Wickelkern (7) bei schrittwei­ ser Freisetzung durch die Schubvorrichtung (22) aufspulbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß im Papierzuführbereich (25) ein Transportwalzenpaar (12a, 12b) angeordnet und mit der elektronischen Steuervorrichtung (23) ver­ bunden ist, dessen eine Walze (12a) derart verschieb- oder schwenkbar gelagert ist, daß deren Verschiebe- oder Schwenkvorrichtung durch die elektronische Steuervorrichtung (23) vor dem Einschalten der Schubvor­ richtung (22) zum Wegschwenken der Walze (12a) aus dem Bereich der Anfangsstücke (1a) einschaltbar ist und nach Anlage eines neuen An­ fangsstückes (1a) an der anderen Walze (12b) zum Erfassen und Trans­ portieren dieses Anfangsstückes (1a) zurückstellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß eine Spannrolle (11) im Papierzuführbereich (25) schwenk­ bar und vorzugsweise federnd an einem Schwenkarm (11a) gelagert und der Antrieb (11b) für ihre Schwenkbewegung derart durch die elektronische Steuervorrichtung (23) schaltbar sind, daß die Spannrolle (11) vor Ein­ schalten der Schubvorrichtung (22) aus dem Bereich der Anfangsstücke (1a) schwenkbar ist und bei Erreichen der Betriebsstellung des Walzen­ paares (12a, 12b) gegen das im Papierzuführbereich (25) liegende An­ fangsstück (1a) zu dessen Ablösung vom Band (5) zurückschwenkbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zwischen dem Papierzuführbereich (25) des Papierrollen­ magazins (20) und dem Printer (21) ein abnehmbarer, vorzugsweise seiner Länge nach schwach elastischer Führungskanal (13) angeordnet ist, in dem mindestens ein weiteres Transportwalzenpaar (14) nahe einem Ein­ gangsschlitz (17) in den Printer (21) angeordnet und durch die elektroni­ sche Steuervorrichtung (23) schaltbar ist und daß zwischen diesem weite­ ren Transportwalzenpaar (14) und einem printerseitigen Transportwalzen­ paar (16) eine Lichtschranke (15) vorgesehen ist, durch die der elektroni­ schen Steuervorrichtung (23) Signale über vorhandenes oder nicht vor­ handenes Papier zuführbar sind.
9. Papierrollenstapel zum Einsetzen in ein Papierrollenmagazin nach An­ spruch 1 oder einem anderen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rollen (1) in einer lichtdichten, die Hohlach­ sen der Wickelkerne (2) freilassenden Verpackung (30) derart angeordnet und in einem Ständer (31) koaxial gehaltert sind, daß der Rollenstapel bei Tageslicht auf die Achse (3) schiebbar und zusammen mit der Achse (3) in das Papierrrollenmagazin (20) einsetzbar ist und daß die Anfangsstücke (1a) der Rollen (1) so ausgerichtet sind, daß sie lösbar an dem Schleppstand (5) in dem Papierrollenmagazin (20) befestigbar sind.
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