DE3735565C2 - Speicheranordnung für ein digitales Videobandgerät - Google Patents
Speicheranordnung für ein digitales VideobandgerätInfo
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- H04N5/76—Television signal recording
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Speicheranordnung nach der
Gattung des Hauptanspruchs.
Bei einem bekannten Verfahren zur magnetischen Speicherung
von digital codierten Fernsehsignalen werden nach Abtastung
der Analogwerte, Quantisierung und Codierung unter Zusatz
von Identifikations- und Datensicherungswerten die Daten
seriell blockweise übertragen. Wegen der insgesamt
notwendigen großen Übertragungskapazität ist bei bekannten
Magnetbandgeräten zur Aufzeichnung und/oder Wiedergabe
digital codierter Fernsehsignale eine Aufzeichnung in vier
parallelen Kanälen mit entsprechend geringerer
Übertragungsbandbreite vorgesehen. Zur Aufzeichnung bzw.
Wiedergabe sind am Umfang eines Kopfrades in gleichmäßigen
Abständen vier Magnetköpfe angeordnet. Der
Umschlingungswinkel des Magnetbandes um das Kopfrad beträgt
258°. Die vier Magnetköpfe treten nacheinander mit dem
Magnetband in Berührung und beschreiben das Magnetband mit
zugehörigen, schräg zur Längsachse des Magnetbandes
verlaufenden Spuren. Diese enthalten jeweils zwei
Spurabschnitte, Sektoren genannt, mit Videodaten, die im
Bereich der Mittelachse des Magnetbandes durch mehrere kurze
Spurabschnitte, die unterschiedliche Toninformation
enthalten, getrennt sind. Jeder Spurabschnitt (Sektor)
enthält von den anderen Sektoren verschiedene Videodaten.
Bei der Wiedergabe sind Vorkehrungen zu treffen, daß jeder
der vier Magnetköpfe die Daten ausliest, die durch ihn oder
einen gleichen Magnetkopf eines anderen Gerätes nach dem
gleichen Baumuster auch aufgezeichnet wurden. Die besondere
Anordnung der Spurabschnitte mit den Videodaten auf dem
Magnetband macht die Umschaltung der Magnetköpfe vor und
nach den für Videodaten vorgesehenen Sektoren von einem
Videodatenkanal auf einen anderen bestimmten Videodatenkanal
erforderlich. Dies erfolgt bei der Aufzeichnung nach einem
festgelegten Schema, das sich nach jeweils einer Umdrehung
des Kopfrades wiederholt.
Einzelheiten hierzu sind in der
Druckschrift "Standard for Recording Digital Television
Signals on Magnetic Tape in Cassettes" der European
Broadcasting Union, Tech 3252-E und in Fernseh- und
Kinotechnik 1987, Heft 1/2, Seiten 15 bis 22 angegeben.
Bei der Wiedergabe sind Maßnahmen zu treffen, daß die auf
vier Kanäle verteilten Videodaten richtig zusammengesetzt
werden. Dazu wird nach der DE 37 18 567 A1
eine Kreuzschiene verwendet, an deren Ausgängen
die jeweils zu einem Sektor gehörenden Daten anstehen und in
Speicher eingeschrieben werden.
Diese Speicher haben verschiedene Aufgaben. Zum einen tragen
sie durch entsprechende Steuerung beim Einschreiben und
Auslesen zu einer Entwürfelung (Deshuffling) der vom Band
gelesenen Signale bei. Vor dem Aufzeichnen werden nämlich
die digitalen Videosignale verwürfelt, um mögliche
Störungen, die sich ansonsten auf einen Bereich des Bildes
konzentrieren, über einen größeren Teil des Bildes zu
verteilen und damit weniger störend erscheinen zu lassen
bzw. besser verdecken zu können. Eine weitere Aufgabe der
Speicher besteht im Ausgleich von Zeitfehlern. Hierzu werden
die Signale von der Kreuzschiene noch mit den von
mechanischen Ungenauigkeiten des Magnetbandgerätes
herrührenden Zeitfehlern in die Speicher eingeschrieben und
aus den Speichern synchron zu einem zugeführten Studiotakt
ausgelesen.
Eine dritte Aufgabe wird von den Speichern bei Standbild-,
Zeitlupen- und Zeitrafferwiedergabe wahrgenommen. Bei
Standbildwiedergabe wird das letzte in die Speicher
eingeschriebene Bild laufend wiederholt. Bei Zeitlupen- und
Zeitrafferwiedergabe folgen die Magnetköpfe nicht den mit
Normalgeschwindigkeit aufgezeichneten Spuren, sondern
überstreichen die Spuren in einem spitzen Winkel, so daß auf
einen Zeitabschnitt mit lesbaren Signalen ein Zeitabschnitt
mit gestörten Signalen folgt, der durch das Abtasten des
Zwischenraums zwischen den Spuren bzw. zweier benachbarter
Spuren gleichzeitig entsteht. In an sich bekannter Weise
können die brauchbaren Signale in einem Speicher "gesammelt"
werden und danach synchron zum zugeführten Studiotakt
ausgelesen werden.
Weiterhin ist aus der EP 0 065 365 B1 ein digitaler
Videorecorder mit einer Teilbildspeicheranordnung bekannt,
die drei Teilbildspeicher zur Speicherung von jeweils einem
Teilbild eines digitalen Fernsehsignals umfaßt. Der
Videorecorder weist einen normalen Wiedergabemodus auf, der
der normalen Bewegungswiedergabe eines aufgenommenen
digitalen Fernsehsignals entspricht, sowie spezielle
Wiedergabemoden, die langsamer und schneller
Bewegungswiedergabe eines aufgenommen digitalen
Fernsehsignals entsprechen. Der Videorecorder führt der
Teilbildspeicheranordnung ein digitales Fernsehbildsignal
mit variabler Geschwindigkeit zu, wobei das digitale
Fernsehsignal in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit
entweder auf einen oder zwei der Teilbildspeicher zugeleitet
wird. Das derart gespeicherte digitale Fernsehsignal wird
mit einer für die Wiedergabe auf einem Fernsehempfänger
geeigneten Geschwindigkeit aus einem oder aus zwei der
Teilbildspeicher so ausgelesen, daß keiner der
Teilbildspeicher in derselben Zeit, in der er ausgelesen
wird, eingeschrieben wird. Dabei werden die drei
Teilbildspeicher so gesteuert, daß sie halbbildfrequent
zyklisch rotierend eingeschrieben und gelesen werden.
Aufgrund der Verwendung von drei Teilbildspeichern,
erfordert auch diese bekannte Anordnung einen erheblichen
Aufwand an Speicherplatz.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Speicheranordnung für ein digitales Videobandgerät zu
schaffen, die weniger Speicherplatz benötigt.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein digitaler
Speicher mit der Kapazität mindestens eines Vollbildes
vorgesehen ist, in welchem vom Band gelesene Videodaten
eingeschrieben und entsprechend einer vorgegebenen Folge
wieder ausgelesen werden, daß der digitale Speicher in
mehrere Teilspeicher aufgeteilt ist und daß eine Umschaltung
der einzelnen Teilspeicher zwischen Schreiben und Lesen
umlaufend mit einer Frequenz erfolgt, die wesentlich größer
als die Zeilenfrequenz ist.
Die erfindungsgemäße Speicheranordnung hat den Vorteil, daß
gegenüber den bekannten Speicheranordnungen geringerer
Speicherplatz benötigt wird, also der schaltungstechnische
Aufwand verringert wird. Dabei sind sämtliche obengenannten
Betriebsarten möglich.
Die Umschaltung der Teilspeicher zwischen Schreiben und
Lesen erfolgt vorzugsweise mit Bildpunktfrequenz. Es sind
jedoch auf niedrigere Umschaltfrequenzen von beispielsweise
1/2 Bildpunktfrequenz möglich.
Gemäß einer Weiterbildung sind drei Teilspeicher vorgesehen,
bei welchen umlaufend in einen der Teilspeicher innerhalb
einer Bildpunktperiode Daten zweier aufeinanderfolgender
Bildpunkte unter zwei aufeinanderfolgenden Adressen
geschrieben werden, während gleichzeitig unter zwei
unabhängigen Adressen Daten aus den beiden anderen
Teilspeichern gelesen werden.
Dabei
werden die verwendeten Schreib/Lesespeicher im sogenannten
"Page-Mode" betrieben, wodurch ein Einschreiben der
Videodaten mit großer Geschwindigkeit möglich wird.
Durch die in den weiteren Unteransprüchen aufgeführten
Maßnahmen sind weitere vorteilhafte Weiterbildungen und
Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Erfindung
möglich.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
anhand mehrerer Figuren dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild des Ausführungsbeispiels und
Fig. 2 eine schematische Darstellung des zeitlichen Ablaufs
der Schreib- und Lesevorgänge.
Bei der Speicheranordnung nach Fig. 1 sind drei Teilspeicher
1, 2, 3 vorgesehen, deren Dateneingänge gemeinsam mit einem
Eingang 4 der Speicheranordnung verbunden sind. Die
Dateneingänge der Teilspeicher 1, 2, 3, der Eingang 4 sowie
die Datenausgänge und der Ausgang 5 der Speicheranordnung
weisen jeweils eine Breite von 16 Bit auf, wobei 8 Bit für
Luminanz und 8 Bit für Chrominanz vorgesehen sind.
Die Teilspeicher 1, 2, 3 sind aus an sich bekannten
Schreib/Lesespeichern, sogenannten RAMs aufgebaut. So eignet
sich beispielsweise der Baustein TMS 4164 der Firma Texas
Instruments, der eine Kapazität von 65536×1 Bit aufweist.
Dabei werden zur Erzielung der Breite von 16 Bit jeweils 16
Bausteine parallelgeschaltet. Für eine der Bildpunktzahl
eines Vollbildes entsprechende Kapazität werden etwa
7,5 × 16 Bausteine benötigt, so daß bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel jeder Teilspeicher 3 × 16 Bausteine
enthält, zu deren Adressierung eine 10-Bit-Adresse
erforderlich ist.
Die Datenausgänge der Teilspeicher 1, 2, 3 sind über je ein
Datenregister 11, 12, 13 mit Eingängen einer
Umschalteinrichtung 10 verbunden, deren Ausgang den Ausgang
5 der Speicheranordnung darstellt.
Über eine weitere Umschalteinrichtung 14 sind die
Adresseneingänge der Teilspeicher 1, 2, 3 mit
Adressengeneratoren 15, 16, 17 verbunden. Schließlich ist
ein Umschalter 18 vorgesehen, der zyklisch einen der
Schreibsteuereingänge (W invertiert=write enable) mit
Massepotential verbindet, wodurch der betreffende
Teilspeicher 1, 2 oder 3 in den Schreibmodus umgeschaltet
wird.
Die Umschalteinrichtungen 10, 14 sowie der Umschalter 18
werden von einer Dreiphasen-Multiplex-Steuereinrichtung 20
gesteuert.
Die dem Eingang 4 zugeführten Videodaten enthalten jeweils
parallel ein 8-Bit-Wort Luminanz und ein 8-Bit-Wort
Chrominanz, wobei die Chrominanzdaten sequentiell die
Komponenten Cr und Cb enthalten. Diese Daten, welche bezogen
auf die Luminanz zwei Bildpunkten entsprechen, werden den
Dateneingängen der Teilspeicher 1, 2, 3 zugeführt und
jeweils in den im Schreibmodus befindlichen Teilspeicher
eingeschrieben. Dabei werden entsprechend dem
Page-Mode-Betrieb die Daten in aufeinanderfolgende Adressen
eingeschrieben, was weniger Zeit in Anspruch nimmt als das
Einschreiben unter zwei nicht aufeinanderfolgenden Adressen.
Dieses ist deshalb besonders vorteilhaft, da die der
Speicheranordnung zugeführten Videodaten wegen
konstruktionsbedingter Lücken in den wiedergegebenen
Signalen zeitkomprimiert sind.
Die Adressengeneratoren 15, 16, 17 erzeugen Adressen für das
Einschreiben und Auslesen, welche sich aus der eingangs
erwähnten Entwürfelung und aus den jeweils ausgewählten
Wiedergabegeschwindigkeiten ergeben. Die Umschalteinrichtung
10 wird derart gesteuert, daß jeweils ein Luminanz- und der
zugehörige Chrominanzwert aus einem Teilspeicher 1, 2, 3 zum
Ausgang 5 geführt wird.
In Fig. 2 sind drei Takte eines Umschaltzyklus der
Teilspeicher 1, 2, 3 dargestellt. Im ersten Takt werden die
Daten zweier Bildpunkte in den Teilspeicher 1 unter zwei
aufeinanderfolgenden Adressen (beispielsweise a/b)
eingeschrieben. Während des gleichen Taktes werden Daten aus
den Teilspeichern 2 und 3 ausgelesen - und zwar unter zwei
unabhängigen Adressen c und d je nach Erfordernissen der
Entwürfelung und der Wiedergabegeschwindigkeit.
Im zweiten Takt werden Daten zweier weiterer Bildpunkte in
den Teilspeicher 2 eingeschrieben und Daten aus den
Teilspeichern 3 und 1 ausgelesen. Schließlich werden im
dritten Takt der Teilspeicher 3 im Schreibmodus und die
Teilspeicher 1 und 2 im Lesemodus betrieben.
Claims (6)
1. Speicheranordnung für ein digitales Videobandgerät, bei
welchem Videodaten auf einem Magnetband auf mehreren
Sektoren verteilt aufgezeichnet werden/sind, dadurch
gekennzeichnet, daß ein digitaler Speicher mit der Kapazität
mindestens eines Vollbildes vorgesehen ist, in welchen vom
Band gelesene Videodaten eingeschrieben und entsprechend
einer vorgegebenen Folge wieder ausgelesen werden, daß der
digitale Speicher in mehrere Teilspeicher (1, 2, 3)
aufgeteilt ist und daß eine Umschaltung der einzelnen
Teilspeicher (1, 2, 3) zwischen Schreiben und Lesen
umlaufend mit einer Frequenz erfolgt, die wesentlich größer
als die Zeilenfrequenz ist.
2. Speicheranordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umschaltung mit Bildpunktfrequenz
erfolgt.
3. Speicheranordnung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß drei Teilspeicher (1, 2, 3) vorgesehen
sind, bei welchen umlaufend in einen der Teilspeicher
innerhalb einer Bildpunktperiode Daten zweier
aufeinanderfolgender Bildpunkte unter zwei
aufeinanderfolgenden Adressen geschrieben werden, während
gleichzeitig unter zwei unabhängigen Adressen Daten aus den
beiden anderen Teilspeichern gelesen werden.
4. Speicheranordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß an Ausgänge der Teilspeicher (1, 2, 3)
Eingänge einer Umschalteinrichtung (10) angeschlossen sind.
5. Speicheranordnung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß über eine weitere Umschalteinrichtung
(14) Schreib- und Lese-Adressengeneratoren (15, 16, 17) an
Adresseneingänge der Teilspeicher anschaltbar sind.
6. Speicheranordnung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Eingänge der Teilspeicher (1, 2, 3)
parallelgeschaltet und mit Signalen beaufschlagbar sind,
welche jeweils ein Datenwort Luminanzinformation und ein
Datenwort Chrominanzinformation parallel umfassen.
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