DE3736729A1 - Auflagevorrichtung fuer thermodrucker - Google Patents
Auflagevorrichtung fuer thermodruckerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Auflagevorrichtung für einen Ther
modrucker, bei dem das Drucken mittels zumindest eines Thermo-
Druckkopfes auf ein Aufzeichnungsmedium erfolgt.
Mit der weiten Verbreitung von Computern, insbesondere
von sogenannten "Personal Computern" (PC), nimmt die Verwen
dung von Thermodruckern oder Matrixdruckern als Computer- Aus
gabegeräten zu, die eine Papier- bzw. Hartkopie (im allgemei
nen mit dem englischen Begriff "Hardcopy" bezeichnet) liefern.
Im am 23. August 1983 ausgegebenen US-Patent Nr. 43 99 749 ist
beispielsweise ein Thermodrucker mit einer Thermo-Druckkopfan
ordnung dargestellt, die eine Reihe von Druckköpfen aufweist,
um Schriftzeichen verschiedener Farben zu drucken, indem eine
Farbtinte bzw. eine Druckfarbe von einem Tinten- bzw. Druck
farben-Trägermedium (kurz als "Farbband" bezeichnet) auf ein
Aufzeichnungsmedium übertragen wird, während letzteres inter
mittierend um eine zylindrische Andruckwalze herumgeführt
wird, die in der Längsrichtung parallel zu der Reihe der
Druckköpfe liegt. Der in dieser Patentschrift dargestellte
Thermodrucker erfordert keinen beweglichen Wagen oder Schlit
ten für die Halterung der Thermo-Druckkopfanordnung, da die
Reihe der Druckköpfe über eine Strecke verläuft, die im we
sentlichen gleich der Länge der Andruckwalze ist. Die Druck
kopfanordnung mit der Vielzahl der Druckköpfe ist so ausge
legt, daß diese sequentiell erregt bzw. mit Energie versorgt
werden, um jeweils eine Zeile von Schriftzeichen vollständig
zu drucken, während die zylindrische Andruckwalze intermittie
rend so angetrieben wird, daß sie jedesmal, wenn eine Zeile
von Schriftzeichen gedruckt worden ist, das Aufzeichnungsme
dium um eine Strecke weiterführt, die einem geforderten Zei
lenabstand zwischen benachbarten Zeilen von Schriftzeichen
entspricht.
Die oben genannte US-Patentschrift ist nur ein Beispiel
für einen Thermodrucker nach dem Stand der Technik, wobei auch
solche Drucker bekannt sind, bei denen ein einziger auf einem
beweglichen Wagen montierter Druckkopf Anwendung findet, der
sich mit dem Wagen in einer Richtung längs der Andruckwalze
über das Aufzeichnungsmedium bewegt.
Die in den meisten bekannten Thermodruckern Anwendung
findende zylindrische Auflagevorrichtung bzw. Andruckwalze hat
im allgemeinen einen Aufbau, wie er in den anliegenden Fig.
5 und 6 gezeigt und beispielsweise in der offengelegten japa
nischen Patentanmeldung Nr. 56-1 23 877 beschrieben ist. Wie
dort dargestellt, weist die mit Bezugsziffer 1 bezeichnete
Schreib- bzw. Andruckwalze eine Trägerwelle 2 auf, auf der
fest eine röhrenförmige elastische Schicht 3 angebracht ist.
Diese röhrenförmige elastische Schicht 3 ist beispielsweise
aus Naturgummi oder aus synthetischem Gummi oder aus einem
beliebigen anderen geeigneten synthetischen Elastomer herge
stellt. Eine solche Andruckwalze 1 wird im allgemeinen zum
Tragen und Unterstützen des Aufzeichnungsmediums 6 verwendet,
das um die Walze 1 herumgelegt ist. Auf der einen Seite des
Aufzeichnungsmediums 6, gegenüber der Andruckwalze 1 und zwi
schen dem Aufzeichnungsmedium 6 und einem auf einem bewegli
chen Wagen angebrachten Thermo-Druckkopf 10 mit einer Viel
zahl von Heizelementen 10 a, verläuft in einer Richtung im we
sentlichen parallel zur Längsrichtung der Andruckwalze 1 ein
Abschnitt eines Tintenträgerbandes bzw. Farbbandes 7, das an
einem Ende auf eine Bandzuführspule aufgewickelt und am ande
ren Ende an einer Bandaufnahmespule angebracht ist.
Wie in Fachkreisen allgemein bekannt, weist ein solches
Tintenträger- bzw. Farbband einen streifenförmigen hitzebe
ständigen Trägerfilm 8 auf, über dessen im wesentlichen ge
samte Länge auf der dem Aufzeichnungsmedium 6 gegenüberstehen
den Oberfläche eine Schicht mit thermisch lösbarer bzw.
schmelzbarer Tinte oder Druckfarbe ausgebildet ist. In der
Praxis ist der Thermo-Druckkopf 10, der auf dem beweglichen
Wagen für eine Bewegung mit diesem montiert ist, so gelagert,
daß er eine Schwenkbewegung zwischen einer Druck- und einer
Ruhestellung in Richtung auf das Aufzeichnungsmedium zu bzw.
von diesem weg durchführen kann. Während der Durchführung des
eigentlichen Druckvorgangs wird der Thermo-Druckkopf 10 in die
Druckposition geschwenkt und dort gehalten, bis der bewegliche
Wagen seine Fahrt vom einen Ende der Andruckwalze 1 zum oder
in Richtung des entgegengesetzten Endes beendet hat, um je
weils eine Zeile von Schriftzeichen vollständig auszudrucken.
Der Druckvorgang, d.h. die Übertragung der thermisch lös
baren Druckfarbe vom Farbband 7 auf das Aufzeichnungsmedium 6,
ist am besten in Fig. 5 dargestellt. Wenn die Thermo-Kopfan
ordnung 10 in die Druckposition geschwenkt ist, in der ein
Teil des Farbbandes 7 gegen die Andruckwalze 1 gedrückt wird,
wobei das Aufzeichnungsmedium 6, wie gezeigt, dazwischenliegt,
und wenn dann ein für ein alphanumerisches Zeichen kennzeich
nendes elektrisches Schriftzeichensignal an den Thermo-Druck
kopf 10 angelegt wird, werden einige oder alle der Heizelemen
te 10 a elektrisch erregt, um Hitze zu erzeugen. Mit dieser
Hitze wird ein Teil 9 a der Farbschicht 9 auf dem streifenför
migen Trägerfilm 8, der dann zu den erhitzten Heizelementen
10 a ausgerichtet ist, thermisch gelöst und anschließend auf
das Aufzeichnungsmedium 6 übertragen, nachdem die Druckfarbe
vom Trägerfilm 8 getrennt wurde. Dieser Teil 9 a der Farb
schicht 9 auf dem streifenförmigen Trägerfilm 8, der auf das
Aufzeichnungsmedium 6 übertragen und auf diesem fixiert wurde,
bildet einen Teil des dem angelegten Schriftzeichensignal ent
sprechenden alphanumerischen Zeichens.
Um ein bestimmtes Zeichen klar auf das Aufzeichnungsme
dium 6 zu drucken, ist es notwendig, die Heizelemente 10 a un
ter gleichmäßigem Druck in Kontakt mit der Oberfläche des Auf
zeichnungsmediums 6 zu halten. Dazu hat die einen Teil der An
druckwalze 1 bildende elastische Schicht 3 vorzugsweise eine
Gummihärte von HS 55 Grad oder höher entsprechend der japani
schen Industrienorm (JIS = Japanese Industrial Standards).
Um andererseits für eine gegebene Bewegungsgeschwindig
keit der Thermo-Druckkopfanordnung eine hohe Druckgeschwindig
keit zu erzielen, muß ermöglicht werden, daß ein jeder der Be
reiche der Farbschicht 9, die nacheinander zu den erregten
Heizelementen 10 a der Druckkopfanordnung 10 ausgerichtet wer
den, ohne weiteres thermisch gelöst wird. Dies kann durch ef
fektive Übertragung der von den erregten Heizelementen 10 a er
zeugten Jouleschen Wärme durch den Trägerfilm-Streifen 8 auf
den entsprechenden Bereich der Farbschicht 9 erfolgen, während
gleichzeitig die Ableitung der übertragenen Hitze durch die
Andruckwalze 1 minimiert wird. Die Ableitung der so von den
erregten Heizelementen 10 a übertragenen Hitze kann minimiert
werden, wenn die elastische Schicht 3 eine relativ niedrige
Wärmeleitfähigkeit hat.
Bislang wird die elastische Schicht 3 auf der Andruckwal
ze 1, um eine niedrige Wärmeleitfähigkeit zu erhalten, im all
gemeinen aus einem Schaumgummi-Material oder einem geschäumten
Kunstharz hergestellt, das die Wärme halten kann. Das Wärme
haltevermögen des geschäumten Materials für die elastische
Schicht 3 läßt eine Verringerung der Wärmeleitfähigkeit eines
derartigen Materials zu, so daß die Absorption der von den
elektrisch erregten Heizelementen 10 a der Thermo-Druckkopfan
ordnung 10 erzeugten Jouleschen Wärme durch die elastische
Schicht vorteilhaft verzögert werden kann, während die Joule
sche Wärme weitgehend dazu genutzt werden kann, einen entspre
chenden Bereich der Farbschicht 9 des Farbbandes 7 zu schmel
zen, um eine schnelle Übertragung auf das Aufzeichnungsmedium
6 durchzuführen.
Es stellte sich jedoch heraus, daß die Anwendung des ge
schäumten Materials für die elastische Schicht 3 der Andruck
walze 1 ein Problem aufwirft, da von den Heizelementen 10 a auf
der äußeren Umfangsfläche der röhrenförmigen elastischen
Schicht 3 Vertiefungen oder Eindrücke 3 a zurückgelassen wer
den, wenn die Andruckwalze 1 für längere Zeit verwendet wird.
Dieser Effekt ist in Fig. 8 dargestellt, die einen Quer
schnitt der Andruckwalze 1 in Relation zu der Thermo-Druck
kopfanordnung 10 zeigt. Die Vertiefungen 3 a auf der äußeren
Umfangsfläche der röhrenförmigen elastischen Schicht 3 behin
dern den gleichmäßigen Kontakt der Heizelemente 10 a der
Thermo-Druckkopfanordnung 10 mit dem Aufzeichnungsmedium 6
durch das Farbband 7, wodurch einige oder alle der zu drucken
den Schriftzeichen gebrochen bzw. unterbrochen gedruckt wer
den, so daß sich kein klares Druckbild ergibt. Das resultiert
wiederum in einer Verringerung der Druckqualität.
Um das oben erläuterte Problem zu vermeiden, könnte man
vorschlagen, die elastische Schicht 3 aus einem harten Materi
al mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit herzustellen. Es er
wies sich jedoch als extrem schwierig, die elastische Schicht
3 aus hartem Material unter Verwendung von nur einem einzigen
Formaufbau herzustellen.
Wird beispielsweise die elastische Schicht 3 aus dem har
ten Material mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit herge
stellt, ist die Porosität der sich ergebenden elastischen
Schicht 3 an einigen Stellen verringert, so daß sich an sol
chen Stellen in der elastischen Schicht 3 auch eine entspre
chende Veränderung der Wärmeleitfähigkeit ergibt. Andererseits
führt der Versuch, die Wärmeleitfähigkeit der elastischen
Schicht 3 zu verringern, zu einem stellenweisen Anstieg der
Porosität in der elastischen Schicht 3, was mit einer un
gleichmäßigen Verteilung der Härte einhergeht. Daher mindert
die vorgeschlagene Verwendung des harten Materials für die
elastische Schicht 3 nicht das Auftreten des gebrochenen
Druckbildes der Schriftzeichen und damit die Verringerung der
Druckqualität. Die Anwendung einer aus dem harten Material
hergestellten elastischen Schicht 3 kann auch nicht die Anfor
derungen erfüllen, die für die Erzielung einer hohen Druckge
schwindigkeit zu stellen sind.
Als eine Alternative zu der Andruckwalze 1, wie sie ins
besondere in Fig. 6 gezeigt und unter Bezugnahme auf diese
Figur beschrieben ist, ist auch eine bandförmige Andruckplatte
1 a bekannt, wie sie in Fig. 7 gezeigt ist. Eine solche band
förmige Andruckplatte 1 a ist aus einem Metallstreifen 4 her
gestellt, dessen eine Oberfläche mit einer elastischen Schicht
5 abgedeckt ist. Bei dieser bandförmigen Andruckplatte 1 a tre
ten ähnliche Probleme auf, wie sie in Verbindung mit der An
druckwalze erörtert wurden, solange die elastische Schicht 5
aus demselben Material wie die elastische Schicht 3 der An
druckwalze 1 hergestellt ist.
Die generelle Aufgabe der Erfindung liegt somit darin,
eine Auflagevorrichtung, wie eine Andruckwalze bzw. -platte,
für Thermodrucker anzugeben, mit der die dem Stand der Technik
anhaftenden Nachteile, insbesondere die Probleme, wie sie oben
beschrieben wurden, überwunden werden. Insbesondere soll eine
verbesserte Auflagevorrichtung geschaffen werden, die wir
kungsvoll Anwendung finden kann, um bei hoher Druckgeschwin
digkeit einen Ausdruck mit hoher Druckqualität zu erzeugen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit einer erfindungsge
mäßen Auflagevorrichtung für einen Thermodrucker, die einen im
allgemeinen langgestreckten elastischen Körper aufweist, des
sen Außenfläche in Kontakt mit den Heizelementen der Thermo-
Druckkopfanordnung gebracht wird, während das Aufzeichnungsme
dium dazwischenliegt. Die Außenfläche des länglichen elasti
schen Körpers ist mit einer Schicht porösen Materials abge
deckt bzw. kaschiert, das eine niedrige Wärmeleitfähigkeit
hat.
Nach vorliegender Erfindung muß der elastische Körper
weder aus einem porösen Material hergestellt sein noch eine
geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, wie sie das poröse Mate
rial zeigt. Darüberhinaus kann die Schicht porösen Materials,
die die niedrige Wärmeleitfähigkeit hat und eine äußere Ab
deckung auf dem elastischen Körper bildet, in ihrer Dicke ver
ringert und daher aus einem harten Material gebildet werden.
Da die Außenfläche der Auflagevorrichtung, beispielsweise
einer Andruckwalze oder Andruckplatte, mit der Schicht porösen
Materials mit der niedrigen Wärmeleitfähigkeit abgedeckt ist,
wird die von den Heizelementen der Thermo-Druckkopfanordnung
erzeugte Joulesche Wärme kaum durch das Aufzeichnungsmedium
hindurch in der Auflagevorrichtung absorbiert und kann auf dem
Tintenträger- bzw. Farbband konzentriert werden, um die
schnelle Lösung eines Teils der Farbschicht auf dem Farbband
für die anschließende Übertragung auf das Aufzeichnungsmedium
zu erleichtern. Bei einem gegebenen Farbbandtyp und einer ge
gebenen Bewegungsgeschwindigkeit der Thermo-Druckkopfanordnung
ist daher unter Anwendung der erfindungsgemäßen Auflagevor
richtung ein Hochgeschwindigkeits-Druckvorgang möglich.
Da daneben die Außenfläche des einen Teil der Auflagevor
richtung bildenden länglichen elastischen Körpers mit dem har
ten Material kaschiert ist, kann die Wahrscheinlichkeit der
Bildung von Vertiefungen oder Eindrücken vorteilhaft minimiert
werden, die sonst unter dem Einfluß einer von der Thermo-
Druckkopfanordnung ausgeübten Druckkraft auf der Außenfläche
der Auflagevorrichtung auftreten würden, wenn diese für länge
re Zeit fortgesetzt Anwendung findet. Dadurch wird das mögli
che "gebrochene" Drucken, mit dem kein klares Druckbild ent
steht, im wesentlichen ausgeschlossen, während ein gleichmä
ßiger Kontaktdruck zwischen dem Aufzeichnungsmedium und dem
Farbband sichergestellt wird, auf das von den Heizelementen
der Thermo-Druckkopfanordnung ein Druck ausgeübt wird, so daß
ein Drucken mit hoher Qualität erfolgen kann.
Die Erfindung wird aus der folgenden Beschreibung bevor
zugter Ausführungsbeispiele klar verständlich, die unter Be
zugnahme auf die anliegenden Zeichnungen erfolgt. Die Ausfüh
rungsbeispiele und die Zeichnungen dienen jedoch nur der Dar
stellung und Erläuterung, und die Erfindung ist in keiner Wei
se auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt. In den Zeich
nungsfiguren werden für übereinstimmende Teile dieselben Be
zugsziffern verwendet. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 und 2 schematische perspektivische Ansichten
einer Andruckwalze nach einem ersten bzw. zweiten Ausführungs
beispiel der Erfindung;
Fig. 3 und 4 schematische perspektivische Ansichten
einer im allgemeinen bandförmigen Andruckplatte nach einem
dritten bzw. vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 5 eine Teil-Draufsicht zur Verdeutlichung des
Prinzips des thermischen Übertragungsdruckens, wie es mit ei
nem Thermodrucker nach dem Stand der Technik erfolgt, wobei
das Aufzeichnungsmedium und das Farbband relativ zu der An
druckwalze übertrieben dargestellt sind;
Fig. 6 und 7 schematische perspektivische Ansichten
einer Andruckwalze bzw. einer bandförmigen Andruckplatte nach
dem Stand der Technik; und
Fig. 8 eine schematische Querschnittdarstellung einer
bekannten Andruckwalze zur Erläuterung der Bildung von Vertie
fungen auf der äußeren Umfangsfläche der Walze.
In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfin
dung dargestellt. Eine mit der Bezugsziffer 1 bezeichnete An
druckwalze für einen Thermodrucker, bei dem das Drucken mit
tels zumindest eines Thermo-Druckkopfes für die Übertragung
einer thermisch übertragbaren Druckfarbe von einem Farbband
auf ein Aufzeichnungsmedium erfolgt, weist eine Trägerwelle 21
von wesentlicher Länge, einen röhrenförmigen elastischen Kör
per 23, der fest koaxial auf der Trägerwelle 21 angebracht
ist, sowie eine röhrenförmige poröse Schicht 24 auf, die außen
auf dem röhrenförmigen elastischen Körper 23 angebracht und
mit der äußeren Umfangsfläche des elastischen Körpers 23 mit
tels eines beliebigen geeigneten Klebstoffes oder einer
Schmelz-Verbindungstechnik verbunden ist. Die röhrenförmige
poröse Schicht 24 hat eine größere Härte sowie eine niedrigere
Wärmeleitfähigkeit als der röhrenförmige elastische Körper 23.
Der elastische Körper 23 kann wie bei der Andruckwalze
nach dem Stand der Technik aus einem beliebigen bekannten Ma
terial, z.B. Gummi, Kunstharz oder einem Schaummaterial da
von, hergestellt sein und hat eine Gummihärte zwischen HS 35
bis 55 Grad entsprechend der Definition nach der japanischen
Industrienorm (JIS = Japanese Industrial Standards).
Die röhrenförmige poröse Schicht 24 ist aus einem ge
schäumten organischen Film, beispielsweise aus Gummi oder
Kunstharz, mit einer Dicke von beispielsweise 0,1 bis 2,0 mm
hergestellt und hat vorzugsweise eine Gummihärte im Bereich
von HS 55 bis 95 Grad nach der japanischen Industrienorm sowie
eine Wärmeleitfähigkeit im Bereich von 0,05 bis 0,10 kcal/m2×
h×°C. Das Kunstharz zur Verwendung als Material für die röh
renförmige poröse Schicht 24 kann aus Fluor-enthaltenden Har
zen, Polypropylenen und Polyethylenen gewählt werden, die eine
Porosität im Bereich von 50 bis 80% sowie eine Porengröße von
etwa 1 µm haben.
Alternativ kann die röhrenförmige poröse Schicht 24 bei
spielsweise aus einer Bahn oder Matte einer organischen oder
anorganischen Faserschicht mit einer JIS-Gummihärte von HS 55
Grad oder mehr sowie einer Wärmeleitfähigkeit im Bereich von
0,04 bis 0,09 kcal/m2×h×°C hergestellt werden. In diesem
Fall kann die anorganische Faserschicht aus Fasern von Kalium
titanat (K2O×nTiO2), Asbest, Mullit, Vermikulit und Per
lit hergestellt werden, die eine Porosität im Bereich von 60
bis 90% sowie eine Fasergröße, d.h. eine Porengröße, von etwa
1 µm haben.
Wie oben beschrieben, muß nach vorliegender Erfindung der
röhrenförmige elastische Körper 23 selbst weder aus einem po
rösen Material hergestellt werden noch eine geringe Wärmeleit
fähigkeit aufweisen, wie sie das poröse Material zeigt. Dar
überhinaus kann die röhrenförmige poröse Schicht 24, die den
röhrenförmigen elastischen Körper 23 außen umgibt und die ge
ringe Wärmeleitfähigkeit hat, eine verringerte Dicke aufweisen
und daher aus einem harten Material gebildet werden.
Da die Außenfläche der Auflage- bzw. Andruckvorrichtung 1
mit der röhrenförmigen porösen Schicht 24 mit der geringen
Wärmeleitfähigkeit abgedeckt ist, kann die von den Heizelemen
ten 10 a der Thermo-Druckkopfanordnung 10 erzeugte Joulesche
Wärme kaum in der Auflagevorrichtung 1 durch das Aufzeich
nungsmedium 6 hindurch absorbiert und ziemlich auf dem Farb
band 7 konzentriert werden, wodurch das schnelle Schmelzen
oder Lösen eines Bereichs 9 a der Farbschicht 9 auf dem Farb
band 7 für die anschließende Übertragung auf das Aufzeich
nungsmedium 6 erleichtert wird. Bei gegebenem Farbbandtyp und
gegebener Bewegungsgeschwindigkeit der Thermo-Druckkopfanord
nung 10 ist daher bei Verwendung der erfindungsgemäß aufgebau
ten Auflagevorrichtung 1 ein Hochgeschwindigkeits-Drucken mög
lich.
Da die Außenfläche des röhrenförmigen elastischen Körpers
23, der einen Teil der Auflagevorrichtung 1 bildet, mit dem
harten Material kaschiert ist, kann darüberhinaus die Wahr
scheinlichkeit für die Bildung von Vertiefungen oder Ein
drücken vorteilhaft minimiert werden, die sonst auf der äuße
ren Oberfläche der Auflagevorrichtung unter dem Einfluß einer
von der Thermo-Druckkopfanordnung 10 ausgeübten Druckkraft
während der fortgesetzten Verwendung über längere Zeit auftre
ten würden. Dadurch wird die Möglichkeit eines gebrochenen und
damit unklaren Druckens im wesentlichen eliminiert, während
zwischen dem Aufzeichnungsmedium 6 und dem Farbband 7, auf das
durch die Heizelemente 10 a der Thermo-Druckkopfanordnung 10
ein Druck ausgeübt wird, ein gleichmäßiger Kontaktdruck si
chergestellt wird, wodurch ein Druckvorgang mit hoher Qualität
durchgeführt werden kann.
In der obigen Beschreibung wurde der elastische Körper 23
als ein fester röhrenförmiger Körper dargestellt. Anstelle
dieses röhrenförmigen elastischen Körpers 23 kann jedoch auch
eine Rolle eines geschäumten, aus einem harten Kunstharz her
gestellten Films Anwendung finden, wie sie mit Bezugsziffer 22
in Fig. 2 gezeigt ist. Diese Schaumfilm-Rolle 22 kann gebil
det werden, indem eine Bahn bzw. eine Matte des Schaumfilms
spiralförmig um die Trägerwelle 21 gewickelt wird.
Der für die Bildung der Schaumfilm-Rolle 22 verwendete
Schaumfilm kann ein organischer Film sein, beispielsweise aus
Gummi oder Kunstharz, der eine JIS-Gummihärte im Bereich von
HS 55 bis 95 Grad sowie eine Wärmeleitfähigkeit im Bereich von
0,05 bis 0,10 kcal/m2×h×°C hat. Das Kunstharz zur Verwen
dung als Material für den geschäumten Film kann aus der Gruppe
der Fluor-enthaltenden Harze, Polypropylene und Polyethylene
gewählt werden, die eine Porosität im Bereich von 50 bis 80%
und eine Porengröße von etwa 1 µm haben.
Das Konzept der vorliegenden Erfindung kann nicht nur auf
die zylindrische Auflagevorrichtung, wie sie in den Fig. 1
und 2 gezeigt und unter Bezugnahme auf diese Figuren beschrie
ben ist, sondern auch auf eine im allgemeinen bandförmige Auf
lagevorrichtung Anwendung finden, wie sie in den Fig. 3 und
4 dargestellt ist.
Die in Fig. 3 gezeigte bandförmige Auflagevorrichtung 25
weist einen im allgemeinen U-förmigen Metallstreifen 25 a auf,
der an seinen gegenüberliegenden Enden an einem Druckergerüst
bzw. Druckerrahmen (nicht gezeigt) gehaltert ist, so daß sein
dazwischenliegender Teil parallel zur Bewegungsrichtung des
Wagens verläuft, auf dem die Thermo-Druckkopfanordnung 10 mon
tiert ist. Ein im wesentlichen streifenförmiger elastischer
Körper 26 aus demselben Material, wie es für den röhrenförmi
gen elastischen Körper 23 im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1
Anwendung findet, ist auf eine beliebige geeignete Weise mit
dem Zwischenteil des Metallbügels 25 a verbunden. Eine strei
fenförmige poröse Schicht 27 aus demselben Schichtmaterial,
wie es für die röhrenförmige poröse Schicht 24 im Ausführungs
beispiel nach Fig. 1 Anwendung findet, ist auf beliebige ge
eignete Weise mit der Oberfläche des streifenförmigen elasti
schen Körpers 26 gegenüber dem Metallstreifen 25 a verbunden.
Die bandförmige Auflagevorrichtung 25 nach dem in Fig. 4
gezeigten Ausführungsbeispiel ist der nach dem Ausführungsbei
spiel von Fig. 3 bis auf den Unterschied ähnlich, daß der
streifenförmige elastische Körper 28, wie er in Fig. 4 ge
zeigt ist, einen im wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt
hat, und daß dementsprechend die poröse Schicht 29, die aus
demselben Schichtmaterial wie die in Fig. 3 gezeigte poröse
Schicht 27 hergestellt ist, so auf den elastischen Körper 28
aufgebracht ist, daß sie seine gekrümmte Oberfläche abdeckt.
Aus der obigen Beschreibung wird deutlich, daß mit der
erfindungsgemäßen Auflagevorrichtung ein Ausdruck hoher Quali
tät mit hoher Druckgeschwindigkeit erhalten werden kann. Das
ist darauf zurückzuführen, daß die Auflagevorrichtung für den
Thermodrucker einen im wesentlichen länglichen elastischen
Körper aufweist, dessen Außenfläche mit den Heizelementen der
Thermo-Druckkopfanordnung mit dazwischenliegendem Farbband und
Aufzeichnungsmedium in Kontakt gebracht wird, wobei die Außen
fläche des elastischen Körpers mit einer Schicht porösen Mate
rials mit niedriger Wärmeleitfähigkeit kaschiert ist.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung wurden un
ter Bezugnahme auf die Zeichnungen zur Verdeutlichung im ein
zelnen beschrieben. Für einen Fachmann sind jedoch eine Viel
zahl von Veränderungen und Modifikationen der Auflagevorrich
tung im Rahmen des Erfindungsgedankens denkbar. Die hier be
schriebene Auflagevorrichtung kann beispielsweise zufrieden
stellend und effektiv zusammen mit einem Aufzeichnungsmedium
arbeiten, das bei Erhitzung sichtbare Bilder entwickelt, d.h.
mit einem wärmeempfindlichen Papier. Auch wenn das wärmeemp
findliche Papier zusammen mit dem Thermodrucker mit der erfin
dungsgemäßen Auflagevorrichtung Anwendung findet, ergeben sich
ähnliche Effekte, wie sie in Verbindung mit den bevorzugten
Ausführungsbeispielen beschrieben wurden. Bei Verwendung des
wärmeempfindlichen Papiers ist selbstverständlich das Farbband
bzw. Tintenträgerband nicht erforderlich.
Claims (8)
1. Auflagevorrichtung für einen Thermodrucker, bei dem das
Drucken mittels zumindest eines Thermo-Druckkopfes (10) auf
ein zwischen der Auflagevorrichtung (1) und dem Thermo-Druck
kopf (10) angeordnetes Aufzeichnungsmedium (6) erfolgt, mit
einem im allgemeinen langgestreckten elastischen Körper (23,
26, 28) mit einer Außenfläche, die mit Heizelementen (10 a) der
Thermo-Druckkopfanordnung (10) in Kontakt gebracht wird, wobei
zumindest das Aufzeichnungsmedium (6) dazwischenliegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenfläche des elastischen Körpers (23, 26, 28)
mit einer Schicht porösen Materials (24, 27, 29) abgedeckt
ist, die eine größere Härte und eine geringere Wärmeleitfähig
keit als der elastische Körper hat.
2. Auflagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Wärmeleitfähigkeit der Schicht porösen Materials
(24, 27, 29) im Bereich von 0,05 bis 0,10 kcal/m2×h×°C
liegt.
3. Auflagevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schicht porösen Materials (24, 27, 29)
eine Porosität im Bereich von 50 bis 95% hat.
4. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Schicht porösen Materials (24,
27, 29) eine Gummihärte im Bereich von HS 55 bis 95 Grad nach
der japanischen Industrienorm (JIS) hat.
5. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der elastische Körper (23, 26, 28)
eine Gummihärte im Bereich von HS 35 bis 55 Grad nach der ja
panischen Industrienorm (JIS) hat.
6. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Schicht porösen Materials (24,
27, 29) fest mit einer Außenfläche des elastischen Körpers
(23, 26, 28) verbunden ist.
7. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Schicht porösen Materials (24,
27, 29) aus einem Film eines oder eines Gemisches eines porö
sen Kunstharzes aus der Gruppe Fluor-enthaltender Harze, Poly
propylen, Polyethylen und aromatischer Polyamide, einem ge
schäumten Gummimaterial und/oder einer Bahn eines Schichtmate
rials aus anorganischen oder organischen Fasern hergestellt
ist.
8. Auflagevorrichtung für einen Thermodrucker, bei dem das
Drucken mittels zumindest eines Thermo-Druckkopfes (10) für
die Übertragung einer thermisch übertragbaren Druckfarbe (9)
von einem Farbband (7) auf ein Aufzeichnungsmedium (6) er
folgt,
gekennzeichnet durch eine im wesentlichen zylindrische
Rolle (22) einer Bahn porösen Materials mit einer Wärmeleitfä
higkeit im Bereich von 0,05 bis 0,10 kcal/m2×h×°C und einer
Gummihärte im Bereich von HS 55 bis 95 Grad nach der japani
schen Industrienorm (JIS).
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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Representative=s name: STREHL, P., DIPL.-ING. DIPL.-WIRTSCH.-ING. SCHUEBE |
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