DE3740903C2 - - Google Patents
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- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B35/00—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
- C04B35/71—Ceramic products containing macroscopic reinforcing agents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von
Kohlenstoff- oder Elektrographitkörpern.
Die Herstellung von Kohlenstoffkörpern erfolgt in üblicher
Weise durch Mischen von Kohlenstoff-Materialien (Koks,
Graphit, Ruß, u. a.) als Füller und einem thermoplastischen
Bindemittel (Steinkohlenteerpech, Petrolpech), Verdichten
der Massen zu Formkörpern (grüner Kohlenstoffkörper) und
anschließender Brennbehandlung in inerter bzw. nicht
oxidierender Atmosphäre bis zu Temperaturen von etwa
1000°C. Durch Hochtemperaturbehandlung der so erhaltenen
Körper bis auf etwa 2500°C (Graphitierung) werden sodann
Elektrographite erhalten. Die Brennbehandlung erfolgt bei
großen Körpern vorzugsweise in quasi kontinuierlich betrie
benen Ringöfen, wobei die Körper in Schüttmasse, vorzugs
weise aus Koks, eingebettet sind. Die Schüttmasse dient
dabei einerseits als Stützmaterial, andererseits aber auch
zum Schutz der Körper vor Oxidation. Für kleinere Körper
haben sich kontinuierlich betriebene Band- oder Durchschub
öfen mit Schutzgasatmosphäre bewährt.
Ein technisch angewandtes Verfahren zur Steigerung von
Rohdichte und Festigkeit stellt das Imprägnieren der Körper
nach der Brennbehandlung oder nach der Graphitierungsbe
handlung mit Pech oder Harz und nochmaliger Brennbehand
lung dar; dieser Prozeß kann ggf. mehrfach wiederholt
werden. Auf diese Weise ist es zwar möglich, Körper mit
relativ hoher Rohdichte, relativ geringer Porosität und
relativ hoher Festigkeit herzustellen. Der Prozeß ist je
doch technisch nicht nur sehr aufwendig, sondern das Aus
maß der Steigerung von Rohdichte und Festigkeit sowie der
Reduzierung der Porosität ist durch die erste Brennbehand
lung und ggf. den ersten Zyklus von Nachimprägnierung und
Brennbehandlung festgelegt, da hierdurch das Porensystem
vorgebildet wird und Poren ggf. verschlossen werden kön
nen. Aus diesem Grunde kommt der primären Brennbehand
lung der "grünen" Körper eine fundamentale Bedeutung zu.
Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung der Koksausbeute und
damit der Rohdichte und der Festigkeit der Kohlenstoff
körper bei einer Brennbehandlung unter Normaldruck stellt
die Anwendung dehydrierend und/oder vernetzend wirkender
Additive dar, wie z. B. elementarer Schwefel, molekularen
Sauerstoff abspaltende Verbindungen oder aber molekularer
Sauerstoff. Schließlich ist noch die Anwendung von ver
netzend wirkenden Katalysatoren bekannt, wie z. B. Friedel-
Crafts-Katalysatoren. In der Literatur spricht man in
diesem Fall von "molten-salt-Systemen". Allen diesen
Verfahren unter Verwendung obengenannter Zusätze liegt
letztlich eine Dehydrierung des Precursors (Pech) zugrunde.
Des weiteren ist aus der Grundlagenforschung bekannt, daß
die Kohlenstoffausbeute, Rohdichte und Festigkeit bei der
Pyrolyse des Bindemittels (Pech) durch die Anwendung
erhöhter Inertgas-Drucke gesteigert werden können (siehe
z. B. F. Roberts: Chem.-Ing.-Techn. 36, 849, 1964 und E.
Fitzer, B. Terwiesch: Carbon 11, 570, 1973).
In Carbon 11, S. 570-574 (1973) ist die Pyrolyse von Teer
und teergebundenen Kohlenstoffgrünkörpern unter Stickstoffdruck
bis zu 100 bar beschrieben. Die Erhöhung des
Druckes führt zu einer besseren Koksausbeute bei der
Pyrolyse.
Aus DE-A-26 23 968 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum Herstellen von Graphit- oder Kohlenstoffkörpern durch
Calcinieren bekannt. Das Calcinieren erfolgt in nichtoxidierender
Atmosphäre, die auch ein reduzierendes Gas
wie Wasserstoff sein kann. Während der Calcinierbehandlung
wird mechanisch Druck auf die Grünkörper ausgeübt,
um das Material zu verdichten.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren
zum Herstellen von Kohlenstoff- oder Elektrographitkörpern
zu schaffen, das zu Körpern mit erhöhter Rohdichte und
Festigkeit führt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstel
lung von Kohlenstoff- oder Elektrographitkörpern,
wobei geformte grüne Massen, die als kohlenstoffhaltige
Füllmaterialien Koks und/oder Halbkoks und/oder
Mesophase und/oder Graphit und/oder Ruß und/oder Kohlenstoffasern
und/oder Graphitfasern sowie ein thermoplastisches
Bindemittel enthalten, verpreßt und anschließend in
einer Wasserstoffatmosphäre thermisch behandelt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst eine erste thermische Behandlung in einer
Atmosphäre, die mindestens 10 bis 30 Vol.-% oder 100 Vol.-%
Wasserstoff enthält, unter erhöhtem Druck isobar oder isochor
bei einem Kaltgasdruck von 0,2 bis 10 MPa bei 400°C
bis 750°C durchgeführt wird, und anschließend eine Calcinierbehandlung
bei weiter erhöhter Temperatur erfolgt.
In den Unteransprüchen sind bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben.
Es wurde völlig überraschenderweise gefunden, daß bei einer
Brennbehandlung von durch Pressen der Mischung aus kohlen
stoffhaltigen Füllermaterialien und Bindemittel hergestell
ten grünen Körpern unter hydrierenden Bedingungen, d. h. in
einer Wasserstoffatmosphäre und erhöhtem Druck, Körper
mit hoher Rohdichte und hohen Festigkeiten erhalten werden
können.
Dies ist aus zweierlei Gründen überraschend. Der eine Grund
ist der, daß die dehydrierende Wirkung bei der Behandlung
fehlt, die den bekannten Verbindungen bzw. Verfahren
zugrunde liegt. Der zweite Grund ist der, daß im Vergleich
zu einer Inertgasatmosphäre vor allem wegen des erhöhten
Druckes mit einer Hydrierung nicht nur des Bindemittels,
sondern auch der Füllmaterialien unter Bildung von flüch
tigen Produkten zu rechnen ist, was zu einer Verminderung
der Koksausbeute führen wird. In der Vergasungstechnologie
von Kohlen spricht man von Hydropyrolyse bzw. hydrierender
Vergasung.
Im einzelnen wurde gefunden, daß die Druck-Brennbehandlung
in Wasserstoffatmosphäre dann zu optimalen Ergebnissen der
Rohdichte und Festigkeit führt, wenn die Druck-Brennbe
handlung in Wasserstoffatmosphäre im bevorzugten Tempera
turbereich von 500-650°C stattfindet. Offensichtlich
spielt die hydrierende und damit zur Vergasung führende
Wirkung der Wasserstoffatmosphäre keine signifikante
Rolle. Es wurde weiter gefunden, daß die aus dieser Behand
lung resultierenden halbkoksartigen Produkte in üblicher
Weise in druckloser, nichtoxidierender Atmosphäre, bei
spielsweise in Inert- oder Schutzgasatmosphäre, bei erhöh
ter Temperatur weiterbehandelt werden können.
Entscheidend an dem neuen Prozeß ist die primäre Brenn
behandlung in Wasserstoffatmosphäre unter erhöhtem Druck.
Die Anwendung einer Wasserstoffatmosphäre allein genügt
nicht. Die verbesserten Eigenschaften der Körper nach der
Brennbehandlung oder ggf. nach der Graphitierungsbehandlung
werden nur dann erreicht, wenn der Druck der Wasser
stoffatmosphäre ein Vielfaches des Umgebungsdruckes be
trägt, beispielsweise 1 MPa vor dem Aufheizen, d. h. Kalt
gasdruck bei Raumtemperatur.
Die erste thermische Behandlung sollte 1 h bis 750 h, in
Abhängigkeit von der Größe der Grünkörper, dauern. Dabei
kann die Temperatur mit einer Geschwindigkeit von
0,1-100°K pro Minute bis auf die bei der primären Brenn
behandlung erwünschte Endtemperatur erhöht werden. Diese
wird vorzugsweise für mindestens 15 Minuten aufrechterhal
ten. Der Gesamtdruck bei Erreichen der Endtemperatur beträgt
vorzugsweise 0,3 bis 3 MPa.
Der entscheidende neue Schritt ist die primäre Brenn
behandlung sogenannter grüner Kohlenstoffkörper unter
erhöhtem Druck in Wasserstoffatmosphäre zur Steigerung von
Rohdichte und Festigkeit. Diese Wasserstoffatmosphäre kann
aus reinem Wasserstoff bestehen, doch ist es auch möglich,
Gasmischungen aus Wasserstoff und einem oder mehreren
weiteren Gasen, die in keinem Fall stark oxidierend, wie
beispielsweise Sauerstoff, wirken dürfen, zu verwenden.
Vorzugsweise verwendet werden können Inertgase, wie Stick
stoff, Argon, CO2; Wasser oder Schwefelwasserstoff stören
nicht, solange sie nur in Spuren auftreten. Der Gesamtdruck
bei dieser Brennbehandlung sollte in jedem Falle bei
Raumtemperatur bereits über Normaldruck (0,1 MPa) liegen.
Es spielt jedoch keine Rolle, ob die Brennbehandlung unter
isochoren Bedingungen, d. h. im geschlossenen Ofen bzw.
Autoklaven (konstantes Volumen), stattfindet, wobei der
Druck mit steigender Temperatur ansteigt, oder unter
isobaren Bedingungen, d. h. bei konstantem Druck, durchge
führt wird. Auch ist es beispielsweise möglich, während
einer Brennbehandlung mit steigender Temperatur zunächst
isochor und sodann isobar zu fahren.
Der optimale Druckbereich bei Erreichen der Endtemperatur
liegt zwischen 0,3 und 3 MPa Gesamtdruck. Dabei ist aller
dings zu unterscheiden zwischen isochorer oder isobarer
Betriebsweise. Aus wirtschaftlichen Gründen ist die iso
chore Betriebsweise zu bevorzugen, d. h. dem Ofen oder
Autoklaven wird bei Raumtemperatur ein Wasserstoffkalt
gasdruck von beispielsweise 1 MPa aufgedrückt. Infolge der
Temperaturerhöhung und der damit verbundenen Volumenaus
dehnung steigt der Druck beispielsweise bei 1 MPa Anfangs-
oder Kaltdruck bis 600°C auf ca. 3 MPa an.
Aufgrund des Dampfdruckes der bei der Pyrolyse entstehenden
flüchtigen Produkte und Gase ist ein zusätzlicher Druckan
stieg möglich, der von der Art des Bindemittels bzw. der
Zusammensetzung der "grünen" Körper und der Ofen- bzw.
Autoklavengeometrie abhängt. Die im folgenden genannten
Drücke beziehen sich vorzugsweise auf den Kaltgasdruck bei
isochorer Betriebsweise.
Höhere Kaltgasdrücke als 1 bis 2 MPa können, vor allem bei
Anwendung reinen Wasserstoffes, nachteilig sein, da sich
die Körper aufblähen. Dies steht im völligen Gegensatz zur
Brennbehandlung unter Inertgasdruck, wie aus der Grundla
genforschung bekannt ist. In diesem Falle werden optimale
Eigenschaften bei Drücken oberhalb von 5 bis 10 MPa erhal
ten; daraus ergibt sich zwangsläufig, daß dem neuen Prozeß
völlig abweichende chemische und physikalische Gesetzmäßig
keiten zugrundeliegen müssen. Höchste Drücke sind wirt
schaftlich wenig attraktiv, so daß sich auch hieraus neben
den verbesserten Eigenschaften ein Vorteil des neuen
Verfahrens ergibt. Weiter vorteilhaft ist, daß die Druckan
wendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur bis zu
Endtemperaturen zwischen 500 bis 650°C erfolgen muß, was
zu einer entscheidenden Verbilligung des Ofens oder Auto
klaven führt. Eine besondere attraktive Verfahrensdurch
führung besteht darin, daß man, wie bereits erwähnt, bei
Raumtemperatur einen Kaltgasdruck (Wasserstoff) von etwa 1
MPa aufpreßt und den Druckanstieg des Systems, wie oben
angegeben, beispielsweise auf 2 bis 3 MPa begrenzt.
Besonders geeignete kohlenstoffhaltige Füllmaterialien sind
Koks, Halbkoks, Graphit, Ruß, Kohlenstoffasern, Graphit
phasen. Als halbkoksartiges Material sind sogenannte
Mesophasen bevor
zugt. Das Volumenverhältnis von Füllstoffen und ggf.
Zuschlagstoffen : Bindemittel kann von 100 : 20 bis 100 : 120
betragen. Das Volumenverhältnis von
Mesophase : Bindemittel kann von 100 : 0 bis 100 : 70 betragen.
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielbaren Ergeb
nisse sollen im folgenden anhand beispielhafter Versuchs
ergebnisse dokumentiert werden:
Ein halbkoksartiges Material (Mesophase), das Eigenschaften
wie die voranstehend beschriebenen, durch Mischen eines
kohlenstoffhaltigen Füllers mit einem Bindepech resul
tierenden Massen besitzt, also ohne weitere Bindemittel zu
Formkörpern verpreßt werden kann, wurde mit einem Druck von
200 MPa zu Formkörpern verpreßt. Die auf diese Weise her
gestellten "grünen" Formkörper haben eine Rohdichte von
1,35 g/cm3. Die Formkörper wurden Brennbehandlungen unter
folgenden Bedingungen unterworfen:
- 1. Autoklavendruck bei Raumtemperatur 0,2 und 1,0 MPa, Gasatmosphäre Argon, Temperaturanstieg 5 Kmin-1 bis auf Temperaturen von 500 bis 650°C, Haltezeit 1 h, Abkühlen auf Raumtemperatur, weitere Brennbehandlung in strömendem Argon bei Normaldruck (Rohrofen) mit 10 Kmin-1 bis 1000°C, Haltezeit 1 h.
- 2. Wie Fall 1., jedoch in der ersten Stufe (Autoklav) anstelle von Argon Verwendung von Wasserstoff, Druckbereich von 0,1 bis 1,0 MPa.
Bild 1 zeigt den Masseverlust der Kohlenstoffkörper nach
Behandlung im Autoklaven für verschiedene Behandlungs
temperaturen. Wie vermutet, nimmt der Masseverlust in
Argon- und Wasserstoffatmosphäre mit steigender Temperatur
zu, aber nur in Wasserstoffatmosphäre auch mit wachsendem
Kaltgasdruck.
Der aus Bild 1 ersichtliche Druckeinfluß auf den Massever
lust in Wasserstoffatmosphäre bleibt auch nach der Brenn
behandlung bis 1000°C erhalten, wie in Bild 2 gezeigt,
was nicht ohne weiteres zu erwarten gewesen wäre.
Im Bild 3 ist der relative Volumenschwund nach Druckbe
handlung im Autoklaven für die Fälle 1 und 2 dargestellt.
Der Volumenschwund in Wasserstoffatmosphäre ist wesentlich
größer als in Argonatmosphäre, er verstärkt sich mit
zunehmendem Wasserstoffdruck. Auch dieses Ergebnis ist
völlig überraschend, da bei hydrierend wirkender Druckbe
handlung eher ein mehr oder weniger ausgeprägtes Blähen
(Volumenzunahme) der Kohlenstoffkörper zu erwarten gewesen
wäre.
Wie in Bild 4 dargestellt, bleibt der verstärkte Volumen
schwund mit steigendem Wasserstoffdruck auch nach einer
weiteren Brennbehandlung bis 1000°C erhalten.
Die Bilder 5 und 6 zeigen die relative Zunahme der Roh
dichte der Kohlenstoffkörper nach der Druckbehandlung bei
verschiedenen Temperaturen im Autoklaven und anschließender
Brennbehandlung bei 1000°C in Rohröfen. Aufgrund des
hohen Volumenschwundes tritt bei erfindungsgemäß in Wasser
stoffatmosphäre druckbehandelten Kohlenstoffkörpern trotz
des größeren Masseverlustes eine erhebliche relative
Zunahme der Rohdichte ein.
Die erhebliche Steigerung der relativen Rohdichte der
erfindungsgemäß behandelten Kohlenstoffkörper im Vergleich
zu gemäß Fall 1 hergestellten Körpern wird durch Bild 7
demonstriert, das die Änderung der Rohdichte in Abhängig
keit vom Kaltgasdruck zeigt.
Bild 8 zeigt, daß die Erhöhung der Rohdichte mit einer
äquivalent verlaufenden Steigerung der Biegefestigkeit
einhergeht. Das bedeutet, daß mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren nicht nur Körper höherer Rohdichte, sondern vor
allem auch entscheidend höhere Festigkeit hergestellt
werden können.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoff- oder Elektro
graphitkörpern, wobei geformte grüne Massen, die als kohlenstoffhaltige
Füllmaterialien Koks und/oder Halbkoks und/oder
Mesophase und/oder Graphit und/oder Ruß und/oder Kohlenstoffasern
und/oder Graphitfasern sowie ein thermoplastisches
Bindemittel enthalten, verpreßt und anschließend in
einer Wasserstoffatmosphäre thermisch behandelt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst eine erste thermische Behandlung in einer
Atmosphäre, die mindestens 10 bis 30 Vol.-% oder 100 Vol.-%
Wasserstoff enthält, unter erhöhtem Druck isobar oder isochor
bei einem Kaltgasdruck von 0,2 bis 10 MPa bei 400°C
bis 750°C durchgeführt wird, und anschließend eine Calcinierbehandlung
bei weiter erhöhter Temperatur erfolgt.
2. Abwandlung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine vorgeformte grüne Masse, die als kohlenstoffhaltigen
Füllstoff Mesophase enthält, ohne Bindemittel verpreßt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die grünen Massen noch anorganische und/oder organische
Zuschlagstoffe enthalten.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die erste thermische Behandlung bei 500-650°C
ausführt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumenverhältnis Füllstoffe und ggf. Zuschlagstoffe :
Bindemittel von 100 : 200 bis 100 : 120 beträgt.
6. Verfahren nach Ansprüchen 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumenverhältnis Mesophase : Bindemittel von 100 : 0
bis 100 : 70 beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste thermische Behandlung während einer Stunde bis
750 Stunden ausgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatur mit einer Geschwindigkeit von 0,1 bis
100°K/Min. bis auf die bei der ersten thermischen Behandlung
verwendete Endtemperatur erhöht wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endtemperatur für mindestens 15 Min. aufrechterhalten
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei der ersten thermischen Behandlung der Gesamtdruck in
der Atmosphäre nach dem Erhöhen der Temperatur auf eine Endtemperatur
von 400° bis 750°C 0,3 bis 3 MPa beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873740903 DE3740903A1 (de) | 1987-12-03 | 1987-12-03 | Verfahren zur herstellung von kohlenstoffkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873740903 DE3740903A1 (de) | 1987-12-03 | 1987-12-03 | Verfahren zur herstellung von kohlenstoffkoerpern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3740903A1 DE3740903A1 (de) | 1989-06-15 |
| DE3740903C2 true DE3740903C2 (de) | 1989-09-14 |
Family
ID=6341762
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873740903 Granted DE3740903A1 (de) | 1987-12-03 | 1987-12-03 | Verfahren zur herstellung von kohlenstoffkoerpern |
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| Country | Link |
|---|---|
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1987
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Also Published As
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