DE3744970C2 - Steuervorrichtung für einen geregelten flüssigkeitsgefüllten Dämpfer - Google Patents
Steuervorrichtung für einen geregelten flüssigkeitsgefüllten DämpferInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für einen
geregelten, flüssigkeitsgefüllten Dämpfer, der die Merkmale
i) bis iv) aufweist.
Eine Gruppe flüssigkeitsgefüllter Dämpfer besitzen ein
Schwingungseingangsglied und ein Schwingungsausgangsglied,
eine abgeschlossene Flüsigkeitskammer, die in zwei Kammern
unterteilt ist und in die eine elektroviskose Flüssigkeit zur
Beeinflussung der Bewegung des Schwingungsausgangsgliedes
eingefüllt ist, einen verengten Durchtrittsweg, der die
beiden Kammern für den Durchtritt der elektroviskosen
Flüssigkeit miteinander verbindet, und zwei
Elektrodenplatten, die in dem Durchtrittsweg einander
getrennt gegenüberliegend angeordnet sind und mit der
elektroviskosen Flüssigkeit in Berührung stehen.
Ein Dämpfer dieser Art ist bekannt aus GB 2 111 171 A. In
einer elektro-reologischen Flüssigkeit, die in einer
Flüssigkeitskammer vorgesehen ist, bewegt sich ein Kolben,
der die Flüssigkeitskammer in zwei Kammern unterteilt. Über
Flüssigkeitsdurchtritte sind die beiden Kammern miteinander
verbunden. Im Bereich der Flüssigkeitsdurchtritte sind
Elektroden angeordnet, die durch Anlegen einer Spannung die
Eigenschaften der elektro-reologischen Flüssigkeit
beeinflussen und damit das Dämpfungsverhalten des Dämpfers
bestimmen. zur Vermeidung von Kavitation, die auftreten kann,
wenn der Dämpfer extremen, schockartigen Belastungen
ausgesetzt wird, sind in der Flüssigkeit Drucksensoren
vorgesehen, die den Druck in der Flüssigkeit aufnehmen und
einer Verarbeitungseinrichtung zuführen. Die Spannungen, die
an die Elektroden zur Beeinflussung der Flüssigkeit angelegt
werden, werden ermittelt auf der Grundlage der ermittelten
Drücke, so daß Kavitation verhindert wird.
Auch aus DE 33 30 205 A ist ein selbstregelnder Stoßdämpfer
bekannt, bei dem ein Kolben eine Flüssigkeitskammer in zwei
Kammern unterteilt und der Austausch einer in die
Flüssigkeitskammer eingefüllten elektroviskosen Flüssigkeit
von der einen in die andere Kammer über Durchtritte
gewährleistet wird. Die Viskosität des flüssigen
Dämpfungsmediums, das ein Isolator ist, wird über eine an
Elektroden angelegte elektrische Spannung beeinflußt. Zur
Erfassung der Beschleunigung bzw. des Schwingungsweges ist
ein Sensor innerhalb des Zylinders, der den Flüssigkeitsraum
festlegt, angeordnet und fest an der Wandung des Zylinders
angebracht. Darüber hinaus wird die Richtung der Bewegung des
Kolbens bestimmt und ein entsprechendes Signal einem
Steuerschaltkreis zugeführt, der auch ein Signal des an der
Zylinderwandung angebrachten Sensors empfängt. Der
Steuerschaltkreis bestimmt die Einstellung des Stoßdämpfers
und veranlaßt, daß eine entsprechende Spannung an die
Elektroden zur Beeinflussung der Viskosität der
Dämpfungsflüssigkeit angelegt wird.
Überdies ist aus DE 24 41 172 A eine Radaufhängung für
Landfahrzeuge bekannt, bei der ein geregelter Dämpfer
eingesetzt wird, der ortsfeste Sensoren am
Schwingungseingangsglied und am Schwingungsausgangsglied
besitzt, die die Bewegung des Innen- bzw. Außenzylinders des
Dämpfers erfassen. Die Sensorsignale werden in einer
arithmetischen Verknüpfungseinheit verarbeitet, um die
Dämpfungseigenschaften des Dämpfers über hydraulische
Stellglieder zu beeinflussen.
Die bekannten flüssigkeitsgefüllten Dämpfer arbeiten
zufriedenstellend. Die Einstellung der Dämpfereigenschaften
durch Beeinflussung der Eigenschaften der elektroviskosen
Flüssigkeit mit Hilfe einer an Elektroden angelegten Spannung
stellt eine zuverlässige Maßnahme dar. Probleme treten auf,
wenn sich der Schwingungszustand rasch ändert, insbesondere
wenn dabei ein großer Frequenzbereich abgedeckt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Steuervorrichtung für einen geregelten Dämpfer der eingangs
geschilderten Art zu schaffen, die in einem großen
Frequenzbereich auch bei einer schnellen Änderung des
Schwingungszustandes einer Schwingungsdämpfungskennlinie
folgen kann, so daß die Schwingungsübertragungsfähigkeit über
im wesentlichen dem gesamten Frequenzbereich auf einen Wert
kleiner 1 begrenzt ist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Steuervorrichtung mit
den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen a) bis d). Eine
vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich aus Unteranspruch 2.
Die elektroviskose Flüssigkeit ist bekannt und besteht in
der Hauptsache aus einer wasserabstoßenden und
nicht-leitenden Basisflüssigkeit, einem stark
hydratisierbaren feinen Feststoff und Wasser. Diese
elektroviskose Flüssigkeit verhält sich im spannungslosen
Zustand als Newton'sche Flüssigkeit, jedoch verwandelt sich
bei Anlegen einer Spannung die Flüssigkeit zu einem
Bingham'schen Stoff und schließlich bei steigenden
Spannungswerten zu einem Festkörper.
Bei der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung können der
Aufhängung ausreichende Schwingungsdämpfungseigenschaften
rasch gegeben werden und der Scheitelwert mit einer
Schwingungsübertragungsfähigkeit am Resonanzpunkt ist
vollständig beseitigt, so daß die
Schwingungsübertragungsfähigkeit über im wesentlichen einen
gesamten Frequenzbereich auf nicht größer als 1 beschränkt
wird, wodurch die Schwingungsisolierungswirkung im hohen
Frequenzbereich verbessert werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einiger in den
Zeichnungen rein schematisch dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild mit der Steuervorrichtung für
einen ebenfalls dargestellten, geregelten,
flüssigkeitsgefüllten Dämpfer, insbesondere für
eine Aufhängung,
Fig. 2a und 3a schematische Ansichten, die jeweils tatsächliche
ideale Schwingungssysteme darstellen,
Fig. 2b und 3b Kurvendarstellungen, die jeweils die
Übertragungsfähigkeit eines jeden der
Schwingungssysteme der Fig. 2a und 3a angeben, und
Fig. 4 eine Kurve, die die Übertragungsfähigkeit der
Vorrichtung nach Fig. 1 angibt.
Bei der erfindungsgemäßen flüssigkeitsgefüllten Aufhängung
können, wenn die relative Verschiebung des äußeren
Zylinders gegenüber dem inneren Zylinder in Axialrichtung
durch Übertragung von Schwingungen zur Aufhängung erfolgt,
falls solche Schwingungen niedrige Frequenz und große
Amplitude aufweisen, diese Schwingungen in erwarteter Weise
durch Anlegen einer Spannung an die beiden
Elektrodenplatten gedämpft werden, um die Viskosität der
elektroviskosen Flüssigkeit zu erhöhen, während, falls die
Schwingungen hohe Frequenz und niedrige Amplitude
aufweisen, das Anlegen der Spannung unterbrochen wird, um
die Viskosität der elektroviskosen Flüssigkeit zu
verringern, wodurch der dynamische Federfaktor der
Aufhängung wirksam verringert werden kann, um die
Schwingungen ausreichend zu absorbieren.
Somit kann das erwartete Schwingungsdämpfungsverhalten
durch eine derartige, einfache Anordnung erhalten werden,
bei welcher die elektroviskose Flüssigkeit in die
geschlossene Flüssigkeitskammer eingefüllt und die beiden
Elektrodenplatten an dem verengten Durchtrittsweg
angeordnet werden, der sich in der geschlossenen
Flüssigkeitskammer befindet, und ferner können Größe und
Gewicht der Aufhängung ausreichend verringert werden, um
eine Kostenverringerung der Aufhängung zu realisieren.
Bei der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung werden nach der
Verschiebung die Geschwindigkeit oder Beschleunigung des
äußeren und inneren Zylinders durch jeden der Sensoren
erfaßt, die erfaßten Ergebnisse werden in die arithmetische
Verknüpfungsvorrichtung eingegeben, in welcher die
Geschwindigkeiten der Zylinder bei Gelegenheit berechnet
werden, und die Relativgeschwindigkeit des
Schwingungsausgangsgliedes gegenüber der Geschwindigkeit
des Schwingungseingangsgliedes in der Aufhängung wird
gleichzeitig berechnet, und es wird mittels Multiplikation
oder Division beurteilt, ob das berechnete Ergebnis das
gleiche Vorzeichen aufweist oder nicht aufweist, wie die
Geschwindigkeit des Schwingungsausgangsgliedes.
Anschließend wird, wenn diese Geschwindigkeiten das gleiche
Vorzeichen oder ein unterschiedliches Vorzeichen haben, ein
Impuls von der Impulserzeugerschaltung erzeugt, um die
Relaisschaltung zu steuern.
Die von der Generatorvorrichtung für hohe Spannung erzeugte
und der Elektrodenplatte zugeführte Spannung wird selektiv
in einen gegebenen Maximumwert oder Minimumwert geändert,
abhängig von einem von der Relaisschaltung erzeugten
EIN/AUS-Signal, wobei die Viskosität der elektroviskosen
Flüssigkeit in passender Weise zwischen den
Elektrodenplatten geändert wird, wodurch ein ausreichendes
Schwingungsdämpfungsverhalten der flüssigkeitsgefüllten
Aufhängung rasch erzeugt und der Scheitel der
Übertragungsfähigkeit am Resonanzpunkt des
Schwingungssystems vollständig entfernt werden kann, um die
Übertragungsfähigkeit von nicht mehr als 1 über im
wesentlichen die Gesamtheit des ganzen Frequenzbereiches zu
ergeben. Ferner kann die Aufhängung ein ausgezeichnetes
Dämpfungsverhalten im hohen Frequenzbereich unter
Aufrechterhaltung der hohen Schwingungsdämpfungskraft
liefern.
In Fig. 1 ist im Schnitt eine erste Ausführungsform der
erfindungsgemäßen, flüssigkeitsgefüllten Aufhängung
dargestellt, wobei das Bezugszeichen 1 einen Innenzylinder
bezeichnet, das Bezugszeichen 2 einen gegenüber dem
Innenzylinder 1 koaxial und ausziehbar angeordneten
Außenzylinder, und das Bezugszeichen 3 ein zylindrisches,
den Innenzylinder 1 mit dem Außenzylinder 2 verbindendes
elastisches Element. Bei der dargestellten Ausführungsform
ist das zylindrische elastische Element 3 an seinem
Mittelabschnitt umgeschlagen und verbindet den
Mittelabschnitt des Innenzylinders 1 mit dem unteren
Endabschnitt des Außenzylinders 2 flüssigkeitsdicht.
Darüber hinaus ist das elastische Element 3 vorzugsweise
mit einer (nicht gezeigten) Verstärkungsschicht versehen.
Bei dieser Ausführungsform erstreckt sich eine
Verbindungsstange 4 als Verbindungselement von einer
Bodenwand 1a des Innenzylinders 1 nach unten, während sich
eine Verbindungsstange 5 als Verbindungselement von einer
oberen Wand 2a des Außenzylinders 2 nach oben erstreckt.
Ferner ist eine elastische Membran 6 flüssigkeitsdicht an der
Umfangswand des Innenzylinders an dessen axial mittlerer
Position befestigt, wodurch das Innere des Innenzylinders
in einen oberen und einen unteren Abschnitt unterteilt
wird. Die geschlossene Flüssigkeitskammer 7 wird oberhalb
der elastischen Membran 6 gebildet, so daß sie vom
Innenzylinder 1 und Außenzylinder 2 umgeben wird. Somit
bildet die elastische Membran 6 als biegsames
Membranelement das untere Ende der geschlossenen
Flüssigkeitskammer 7. Andererseits bildet eine Kammer 8,
die durch die elastische Membran 6 abgetrennt wird und sich
unter dieser befindet, nicht nur eine geschlossene Kammer,
die mit einem Gas, wie beispielsweise Luft, einem Inertgas
oder dergleichen gemäß Fig. 1a gefüllt werden kann, sondern
kann auch eine mit der Umgebung verbundene Luftkammer
bilden.
Somit wird die gebildete Flüssigkeitskammer 7 durch eine
obere Wand 1b des Innenzylinders 1 in eine obere Kammer 7a
und eine untere Kammer 7b unterteilt, während ein kleines
Loch 9, das als Verbindungsloch dient, in der oberen Wand 1b
vorhanden ist, um die Kammern 7a, 7b miteinander zu
verbinden.
Ferner ist in die geschlossene Flüssigkeitskammer 7 eine
elektroviskose Flüssigkeit 10 eingefüllt. Darüber hinaus
sind zwei Elektrodenplatten 11a, 11b an der Seitenwand des
kleinen Loches 9 an einander gegenüberliegenden Positionen
befestigt, so daß sie voneinander getrennt sind und in
Berührung mit der elektroviskosen Flüssigkeit 10 stehen.
Die Elektrodenplatte 11a ist mit Masse über eine Zuleitung
12a verbunden, während die Elektrodenplatte 11b über eine
Zuleitung 12 an eine (nicht dargestellte)
Erzeugervorrichtung für Hochspannung angeschlossen ist.
Darüber hinaus sind die Zuleitungen 12a, 12b vorzugsweise
durch Einlegen in den Körperabschnitt des Innenzylinders 1
befestigt, der aus einem isolierenden Kunstharz bestehen
kann, wie aus Fig. 1a ersichtlich ist.
Ist in der Vorrichtung mit obigem Aufbau die
Verbindungsstange 5 mit einem Federelement eines
Kraftfahrzeuges verbunden und ist die andere
Verbindungsstange 4 mit einem ungefederten Element des
Kraftfahrzeuges verbunden so wirkt das Fahrzeuggewicht
unmittelbar am Außenzylinder 2, um die elektroviskose
Flüssigkeit 10 sowohl in der oberen Kammer 7a und in der
unteren Klammer 7b zu erhöhen, wodurch die elastische
Membran 6 im Sinne einer Verringerung des Volumens der
Kammer 8 elastisch verformt wird und auch der Gasdruck in
der Kammer 8 wird erhöht, so daß das Fahrzeuggewicht durch
diese Anordnung ausreichend gehalten wird.
Werden Schwingungen von der gefederten oder ungefederten
Seite auf die Anordnung übertragen, so wird eine
Relativverschiebung zwischen dem Innenzylinder 1 und
Außenzylinder 2 in Axialrichtung erzeugt, wodurch die
elektroviskose Flüssigkeit 10 in der oberen Kammer 7a und
der unteren Kammer 7b bei verformtem Zustand der
elastischen Membran 6 von einer Kammer über das kleine Loch
9 zur anderen Kammer fließt, so daß die Schwingungen durch
den Strömungswiderstand, der durch das kleine Loch 9
hindurchtretenden elektroviskosen Flüssigkeit 10 wirksam
gedämpft wird.
Die Schwingungsdämpfungskraft obiger Vorrichtung wird
erhöht, wenn die Viskosität der elektroviskosen Flüssigkeit
durch Anlegen einer Spannung an den Elektrodenplatten 11a,
11b mittels der Zuleitungen 12a, 12b erhöht wird, und wird
beim Ansteigen der angelegten Spannung zunehmend größer.
Daher wird die an die Elektrodenplatten 11a, 11b in der
Vorrichtung angelegte Spannung im Einklang mit der Frequenz
und Amplitude der zur Vorrichtung übertragenen Schwingung,
des Belastungszustandes der Vorrichtung und dergleichen
eingestellt, wodurch die erwartete
Schwingungsdämpfungskraft über einen breiten
Frequenzbereich erhalten werden kann.
Sind andererseits die zur Vorrichtung übertragenen
Schwingungen Hochfrequenz mit kleiner Amplitude, so wird
die Viskosität der elektroviskosen Flüssigkeit 10 auf einen
Mindestwert verringert, indem beispielsweise das Anlegen
der Spannung an den Elektrodenplatten 11b, 11b unterbrochen
wird, wodurch der Strömungswiderstand der elektroviskosen
Flüssigkeit 10 beim Durchtritt durch das kleine Loch 9 ein
Minimum wird, so daß der dynamische Federfaktor der
Vorrichtung in vorteilhafter Weise ausreichend erniedrigt
wird, um hochfrequente Schwingung zu absorbieren.
Ferner können zwei oder mehrere kleine Löcher 9, die mit
einander gegenüberliegenden Elektrodenplatten versehen
sind, neben der vorausgehend dargestellten Ausführungsform
verwendet werden. Im letzteren Fall kann die optimale
Dämpfungswirkung bei einer gegebenen Frequenz erwartet
werden, indem die Spannung nur einem Elektrodenpaar in
einem der Löcher zugeführt wird, um die Viskosität der
elektroviskosen Flüssigkeit zu erhöhen, während die
Viskosität der durch die anderen Löcher strömenden
Flüssigkeit an ihrem Ausgangswert beibehalten wird, oder
indem die richtige Spannung an jedes der mehreren
Elektrodenpaare gelegt wird.
In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer ersten
Ausführungsform der Steuervorrichtung für die
erfindungsgemäße flüssigkeitsgefüllte Aufhängung
dargestellt.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Außenzylinder
2 mit dem geferderten Glied des Kraftfahrzeuges als
Schwingungseingangselement verbunden und der Innenzylinder
1 ist mit dem ungefederten Glied als
Schwingungsausgangselement verbunden. Ferner ist ein Sensor
41 zur Erfassung der Verschiebung, Geschwindigkeit oder
Beschleunigungsgeschwindigkeit des äußeren Zylinders 2 und
somit des gefederten Gliedes an der oberen Wandfläche 2a
befestigt, während ein Sensor 42 zur Erfassung der
Verschiebung, Geschwindigkeit oder Beschleunigung des
Innenzylinders 1 und damit des ungefederten Gliedes an der
Seitenwand des Innenzylinders 1 befestigt ist.
Die Sensoren 41, 42 sind mit einer arithmetischen
Verknüpfungsvorrichtung 43 verbunden, die an einen
Hochspannungsgenerator 46 angeschlossen ist, der eine
Spannung von mehreren kV über eine Impulsgeneratorschaltung
44 und eine Relaisschaltung 45 an die Elektrodenplatten
11a, 11b anlegen kann.
In der Steuervorrichtung mit dem vorausgehend aufgeführten
Aufbau wird nicht nur die Geschwindigkeit des
Schwingungsausgangsgliedes, d. h. des Außenzylinders 2,
sondern auch die Geschwindigkeit des
Schwingungseingangsgliedes, d. h. des Innenzylinders 1 in
der arithmetischen Verknüpfungsvorrichtung 43 abhängig von
den Signalen der Sensoren 41, 42 berechnet. Wenn dabei die
von den Sensoren 41, 42 in die arithmetische
Verknüpfungsvorrichtung 43 eingegebenen Signale
Geschwindigkeitssignale umfassen, so ist die obige
Kalkulation nutzlos.
In der arithmetischen Verknüpfungsvorrichtung 43 wird die
Relativgeschwindigkeit - der Geschwindigkeit des
Außenzylinders gegenüber der Geschwindigkeit des
Innenzylinders berechnet und anschließend wird beurteilt,
ob das berechnete Ergebnis, beispielsweise ob das
Vorzeichen der Relativgeschwindigkeit - das gleiche
oder nicht das gleiche wie bei der Geschwindigkeit des
Außenzylinders ist, beispielsweise durch Multiplikation
[ · (-)] oder Division [|(-)]. Ist das
Vorzeichen lediglich das gleiche oder unterschiedlich, so
wird das impulserzeugende Signal aus der arithmetischen
Verknüpfungsvorrichtung 43 in die Impulsgeneratorschaltung
44 eingegeben.
Der Grund, warum die vorausgehend aufgeführte Berechnung
und Beurteilung durch die arithmetische
Verknüpfungsvorrichtung 43 durchgeführt werden, ist wie
folgt.
Zunächst ist bei Betrachtung der zwangsweisen Schwingung in
dem tatsächlichen Schwingungssystem mit einem einzigen
Freiheitsgrad gemäß Fig. 2a, wenn die Verschiebung der
Masse (m) an der Schwingungsausgangsseite
x=x₀ · sin(omega t+delta) ist, und die Verschiebung
der Basis oder Schwingungseingangsseite gleich
y=y₀ · sin(omega t) die Bewegungsgleichung dieses
Schwingungssystems wie folgt darzustellen:
+c · (-)+k · (x-y)=0 (1)
c: viskoser Dämpfungsfaktor
k: Federkonstante
k: Federkonstante
Wird daher der viskose Dämpfungsfaktor c geändert, so
ändert sich die Schwingungsübertragungsfähigkeit
(x₀/y₀) gemäß Fig. 2b.
Wie aus der Kurve der Fig. 2b hervorgeht, liegt im
Schwingungssystem nach Fig. 2a, selbst wenn der viskose
Dämpfungsfaktor c größer wird, der Scheitelwert mit einer
Schwingungsübertragungsfähigkeit von mehr als 1 am
Resonanzpunkt vor. Ferner erhöht sich die
Schwingungsübertragungsfähigkeit mit dem Ansteigen des
viskosen Dämpfungsfaktors im hohen Frequenzbereich, anders
ausgedrückt, die Schwingungsisolierungswirkung erniedrigt
sich.
Andererseits wird in einem gedachten Schwingungssystem
gemäß Fig. 3a, wenn die Verschiebungen der
Schwingungsausgangsseite und der Schwingungseingangsseite
jeweils
x=x₀ · sin(omega t+delta) und
y=y₀ · sin(omega t)
sind, die Bewegungsgleichung dieses Schwingungssytems wie
folgt:
+c′ · +k · (x-y)=0 (2)
c′: viskoser Dämpfungsfaktor
Wird der viskose Dämpfungsfaktor geändert, so ändert sich
die Schwingungsübertragungsfähigkeit gemäß Fig. 3b.
Wie aus der Kurve der Fig. 3b hervorgeht, wird die
Schwingungsübertragungsfähigkeit über einen ganzen
Frequenzbereich kleiner als 1 gemacht, indem der viskose
Dämpfungsfaktor c′ größer als der besondere Wert c₀
gemacht wird und infolgedessen wird das Auftreten eines
Scheitels mit einer Schwingungsübertragungsfähigkeit an
einem Resonanzpunkt ausreichend verhindert und ferner wird
die Erniedrigung der Schwingungsisolierungswirkung im hohen
Frequenzbereich wirksam verhindert. Daher kann das gedachte
Schwingungssystem die Schwingungsdämpfungswirkung und die
Schwingungsisolierungswirkung wirksamer verbessern als das
tatsächliche Schwingungssystem.
Um die Schwingungsdämpfungswirkung und die
Schwingungsisolierungswirkung des tatsächlichen
Schwingungssystems an jene des gedachten Schwingungssystems
anzunähern, ist es daher erforderlich, den viskosen
Dämpfungsfaktor c des tatsächlichen Schwingungssystems
derart zu steuern, daß beide Bewegungsgleichungen bzw. die
Dämpfungsglieder c · (-) und c′ · in den Gleichungen
(1) und (2) gleich groß werden. Zu diesem Zweck sollte
folgende Bedingung erfüllt sein:
c′ · =c · (-)
und somit
c′=c · (-)|<c₀ (3)
In obiger Gleichung (3) gelten, da der besondere Wert c₀
des viskosen Dämpfungsfaktors immer größer als Null ist,
folgende Beziehungen:
c<|(-) · c₀ wenn (-)|<0 (4)
c<|(-) · c₀ wenn (-)|<0 (5)
Die arithmetische Verknüpfungsvorrichtung 43 beurteilt
somit, ob (-)| größer oder nicht größer als Null ist
oder ob das Vorzeichen von das gleiche wie das Vorzeichen
von - ist, damit obige Zustandsgleichungen
ordnungsgemäß verwendet werden. Im Falle eines gleichen
Vorzeichens betätigt die arithmetische
Verknüpfungsvorrichtung 43 den Hochspannungsgenerator 46
über die Impulsgeneratorschaltung 44 und die
Relaisschaltung 45, so daß der viskose Dämpfungsfaktor c so
groß wie möglich wird, um der Gleichung (4) soweit wie
möglich zu genügen. Unterscheidet sich andererseits das
Vorzeichen von vom Vorzeichen von -, so ist |(-)<o,
jedoch ist c<0 da c₀<0. Jedoch ist die Bedingung
c<0 nicht tatsächlich zu verwirklichen, so daß die
arithmetische Verknüpfungsvorrichtung 43 den
Hochspannungsgenerator 46 betätigt, um damit den
realisierbaren Mindestwert des viskosen Dämpfungsfaktors c
zu liefern.
In jedem Fall kann der erforderliche viskose
Dämpfungsfaktor c in passender Weise reguliert werden,
indem die Größe des kleinen Loches 9 die Eigenschaften der
elektroviskosen Flüssigkeit, die Spannung an den
Elektrodenplatten 11a, 11b und dergleichen entsprechend
gewählt werden.
Ist in der Gleichung (3) mindestens oder -, wenn
nicht beide, gleich Null, so ändert der Wert des viskosen
Dämpfungsfaktors c nicht das Ergebnis der Gleichung (3). In
diesem Fall übernimmt der Hochspannungsgenerator 43 eine
der obigen Betriebsarten.
Ist das Signal, das sich durch das gleiche oder
unterschiedliche Vorzeichen zwischen und - ergibt,
von der arithmetischen Verknüpfungsvorrichtung 43 erzeugt,
so wird der Impuls von der Impulsgeneratorschaltung 44, die
an die arithemtische Verknüpfungsvorrichtung 43
angeschlossen ist, in die Relaisschaltung 45 abgegeben, aus
welcher ein EIN-Signal zur Zuführung einer maximalen
Spannung an die Elektrodenplatten 11a, 11b oder ein
AUS-Signal zur Minimierung der an den Elektrodenplatten
11a, 11b liegenden Spannung an den Hochspannungsgenerator
46 abgegeben werden.
Ist das Vorzeichen von das gleiche wie das Vorzeichen von
-, so beträgt die an den Elektrodenplatten 11a, 11b
liegende maximale Spannung gewöhnlich mehrere kV zur
Lieferung des maximalen viskosen Dämpfungsfaktors c,
während bei unterschiedlichen Vorzeichen zwischen und
- die minimale angelegte Spannung bei Null oder in der
Nachbarschaft von Null liegt, damit der minimale viskose
Dämpfungsfaktor c erhalten wird.
Wird der viskose Dämpfungsfaktor c in der vorausgehend
aufgeführten Weise gesteuert, so ist die
Schwingungsübertragungsfähigkeit in Fig. 4 dargestellt. Wie
aus der Kurve der Fig. 4 hervorgeht, ist die
Schwingungsübertragungsfähigkeit nicht mehr als 1 über im
wesentlichen einen ganzen Frequenzbereich und ist ferner
selbst im hohen Frequenzbereich ein gegenüber 1 ausreichend
kleinerer Wert. Erfindungsgemäß können daher nicht nur die
Dämpfungseigenschaften des Schwingungssystems vorteilhaft
verbessert werden, sondern auch das Auftreten eines
Scheitels mit einer Schwingungsübertragungsfähigkeit beim
Resonanzpunkt oder die Verringerung der
Schwingungsisolierungswirkung kann wirksam verhindert
werden und desgleichen die Erniedrigung der
Schwingungsisolierungswirkung im hohen Frequenzbereich. Bei
der erfindungsgemäßen Steuervorrichtung liegt
beispielsweise der Fall vor, unter Berücksichtigung des
Einflusses der Größe des verengten Durchtrittsweges der
Viskosität der elektroviskosen Flüssigkeit in der
Aufhängung und dergleichen, daß, wenn die an den
Elektrodenplatten 11a, 11b liegende Spannung groß gemacht
wird, sich die Dämpfungskraft in der Aufhängung erniedrigt,
während bei niedriger angelegter Spannung die
Dämpfungskraft ansteigt. In diesem Falle werden die EIN-,
AUS-Signale, die von der Relaisschaltung 45 in den
Hochspannungsgenerator 46 eingegeben werden, gegenüber dem
vorausgehend aufgeführten Fall umgekehrt, wodurch die
Schwingungsdämpfungseigenschaften verbessert werden können.
Obgleich die erfindungsgemäße Steuervorrichtung unter
Bezugnahme auf die dargestellte Ausführungsform
beschrieben wurde, ist häufig eine Zeit von mehreren 10 msec.
erforderlich, um die Viskosität der elektroviskosen
Flüssigkeit auf einen gewünschten Wert nach Anlegen der
Spannung zu erhöhen. Daher ist es zur Korrektur der
Ansprechverzögerung der elektroviskosen Flüssigkeit
vorzuziehen, das Timing des Impulserzeugungsausganges aus
der arithmetischen Verknüpfungsvorrichtung 43 gegenüber der
tatsächlichen Schwingungsphase um einen Wert vorzuverlegen,
der der Ansprechverzögerung entspricht. Dies wird
beispielsweise erreicht, indem eine
Phaseneinstellvorrichtung zwischen jedem der Sensoren 41,
42 und der arithmetischen Verknüpfungsvorrichtung 43
zwischengeschaltet wird.
Wie vorausgehend aufgeführt wurde, kann die Erfindung eine
flüssigkeitsgefüllte Aufhängung mit einfachem Aufbau,
geringer Größe, geringem Gewicht und günstigen Kosten zur
Verfügung stellen. Gemäß dieser Aufhängung kann die
erwartete Schwingungsdämpfungswirkung entwickelt werden,
indem der Wert der angelegten Spannung zur richtigen
Einstellung der Spannung der Viskosität der durch den
verengten Durchtrittsweg strömenden elektroviskosen
Flüssigkeit geändert wird, und ferner können die
Schwingungen wirksam absorbiert werden, indem das Anlegen
der Spannung an der elektroviskosen Flüssigkeit
unterbrochen wird, um ein Ansteigen des dynamischen
Federfaktors gegen Schwingungen hoher Frequenz und kleiner
Amplitude hin zu verringern.
Bei der Steuervorrichtung für die erfindungsgemäße
flüssigkeitsgefüllte Aufhängung können der Aufhängung
ausreichende Schwingungsdämpfungseigenschaften rasch
gegeben werden und der Scheitelwert mit einer
Schwingungsübertragungsfähigkeit am Resonanzpunkt ist
vollständig beseitigt, so daß die
Schwingungsübertragungsfähigkeit über im wesentlichen einen
gesamten Frequenzbereich auf nicht größer als 1 beschränkt
wird, wodurch die Schwingungsisolierungswirkung im hohen
Frequenzbereich verbessert werden kann.
Claims (2)
1. Steuervorrichtung
für einen geregelten Dämpfer mit
- i) einem Schwingungseingangsglied (1) und einem Schwingungsausgangsglied (2)
- ii) einer abgeschlossenen Flüssigkeitskammer (7), die in zwei Kammern (7a, 7b) unterteilt ist und in die eine elektroviskose Flüssigkeit (10) zur Beeinflussung der Bewegung des Schwingungsausgangsgliedes (2) eingefüllt ist,
- iii) einem verengten Durchtrittsweg (9), der die beiden Kammern (7a, 7b) für den Durchtritt der elektroviskosen Flüssigkeit (10) miteinander verbindet, und
- iv) zwei Elektrodenplatten (11a, 11b), die in dem
Durchtrittsweg (9) einander getrennt gegenüberliegend
angeordnet sind und mit der elektroviskosen
Flüssigkeit (10) in Berührung stehen,
- a) mit einem ersten Sensor (41), der an dem Schwingungsausgangsglied (2) angebracht ist, zur Erfassung der Verschiebung, Geschwindigkeit oder Beschleunigung des Schwingungsausgangsgliedes,
- b) mit einem zweiten Sensor (42), der an dem Schwingungseingangsglied (1) angebracht ist, zur Erfassung der Verschiebung, Geschwindigkeit oder Beschleunigung des Schwingungseingangsgliedes,
- c) mit einer arithmetischen Verknüpfungseinrichtung (43) zur Berechnung einer Relativgeschwindigkeit (-) zwischen dem Schwingungseingangsglied (1) und dem Schwingungsausgangsglied (2) des Dämpfers und zur Feststellung, ob die Relativgeschwindigkeit (-) das gleiche Vorzeichen wie die Geschwindigkeit () des Schwingungsausgangsgliedes (2) aufweist, und
- d) mit einem Hochspannungsgenerator (46),
- d1) der mit der arithmetischen Verknüpfungseinrichtung (43) einerseits und mit den zwei Elektrodenplatten (11a, 11b) verbunden ist
- d2) der eine maximale Spannung an die Elektrodenplatten (11a, 11b) liefert, wenn die arithmetische Verknüpfungseinrichtung (43) feststellt, daß die Relativgeschwindigkeit das gleiche Vorzeichen wie die Geschwindigkeit des Schwingungsausgangsgliedes aufweist, und
- d3) der eine minimale Spannung an die Elektrodenplatten (11a, 11b) liefert, wenn die arithmetische Verknüpfungseinrichtung (43) feststellt, daß die Relativgeschwindigkeit nicht das gleiche Vorzeichen wie die Geschwindigkeit des Schwingungsausgangsgliedes aufweist.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Hochspannungsgenerator (46) mit der arithmetischen
Verknüpfungseinrichtung (43) über eine
Impulserzeugerschaltung (44) und eine Relaisschltung (45)
verbunden ist.
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| DE3744970A Expired - Fee Related DE3744970C2 (de) | 1986-12-29 | 1987-12-29 | Steuervorrichtung für einen geregelten flüssigkeitsgefüllten Dämpfer |
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- 1987-12-29 DE DE3744975A patent/DE3744975C2/de not_active Expired - Fee Related
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