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Verfahren zur Beeinflussung von Dampfschlußmeldern bei Wassergaserzeugern.
Die Erfahrung in Betrieb von Wassergaserzeugern hat gezeigt, daß man zweckmäßig
die Temperatur des Kokses nicht so hoch hält, daß stets aller Dampf zersetzt wird.
Es kommt vielmehr bei der Wassergaserzeugung darauf an, die Temperatur des Gaserzeugers
; während der Erzeugungszeit so zu erhalten, claß eine für den jeweiligen Zweck
günstigste Teilmenge des eingeleiteten Dampfes sich mit dem glühenden Koks zu Wassergas
umsetzt, während ein Teil uniersetzt durchgeht. Die Verwendung des Dampfschlußmelders
hierzu beruht nun darauf, daß man den Dampf während des Gasens des Wassergaserzeugers
mit stets gleichbleibender Geschwindigkeit in den glühenden Koks eintreten läßt
und den Zerset7ungsgrad des Dampfes dadurch- beobachtet, daß man in der Leitung
des Wassergases hinter dem Gaserzeuger die Geschwindigkeit des Gases beobachtet.
Solange der Koks sehr heiß ist, wird diese Geschwindigkeit groß sein, und bei allmählichem
Abkühlen der Kokssäule wird sich die Geschwindigkeit verringern. Diese Geschwindigkeit
wird mit Hilfe des Dampfschlußmelders in der Weise sichtbar gemacht, daß das Wassergas
über eine in der Gasrohrleitung befindliche Drosselscheibe tritt und dabei eine
Druckabnahme zeigt. Dieser Druckunterschied beeinflußt den Dampfschlußmelder in
der Weise, daß ein nach außen durchgeführtes Zeigerwerk bei großer Geschwindigkeit
steigt und bei Nachlassen der Geschwindigkeit sinkt. Hat der Zeiger beim Sinken
einen gewissen Standpunkt erreicht, so zeigt dies mittelbar also an, daß der Dampf
im Gaserzeuger zu einem gewissen Teil zersetzt ist. Dieses Maß ist aber nur dann
gegeben, wenn keine anderen Einflüsse in der Drosselscheibe wirksam sind als eben
die Geschwindigkeit
des Gases. Um nun den Einfluß der wechselnden
Temperatur des erzeugten Gases und den Einfluß des wechselnden Feuchtigkeitsgehaltes
desselien, der hauptsächlich von der Menge des uniersetzt durchgehenden Dampfes
abhängig ist, auszuschalten, hat man bisher die Drosselscheil=e des Dampfschlußmelders
stets an einer Stelle angebracht, an welcher das Wassergas in seiner Gesamtheit
schon auf eine niedrigere und gleichmäßigere Temperatur abgekühlt war, wobei der
uniersetzt durchgehende Dampf hereits aus dem Gas so weit niedergeschlagen war,
daß das Gas nur den für die Temperatur des gekühlten Gases bekannten und gleichmäßigen
Feuchtigkeitsgehalt enthielt. Zur Erreichung dieser Kühlung sind sehr umfangreiche
und teure Kiihleinrichtungen notwendig, z. B. ist für einen Gaserzeuger von i ooo
cbm Stundenleistung bei Verwendung eines Wasserrolirkühlers eine Kühlfläche von
ungefähr 250 qm erforderlich.
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Nach der Erfindung soll nun zur Beeinflussung von Dampfschlußmeldern
für Wassergaserzeuger nur ein Teil des gesamten Gasstromes verwendet werden. Es
zweigt von der Hauptleitung, n-elche das noch heiße Wassergas von dem Gaserzeuger
wegführt, eine kleine Leitung einen stets gleichbleibenden Teil des Gases ab, dieser
kleine Zweigstrom wird gekühlt und dann vermittels einer eingebauten Drosselscheike
zur Beeinflussung des Danipfschlußmelders 1 enutzt, worauf er dein noch heißen Gasstrom
in der Hauptleitung wieder zugeführt wird.
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Dieser Grundgedanke wurde bisher schon in Gaswerken angewendet, uni
durch Verwendung eines Teilstromes es zu erinögliehen, daß kleinere Gasmesser zur
Verwendung kommen, als für die Gesamtmenge erforderlich sind. Bei diesen Einrichtungen
handelte es sich al-er stets nur uni die Verzweigung des fertig gekühlten und gereinigten
Gases und um Messung des kleinen Zweigstromes in einem der üblichen Gasniesser initFlüssigkeitsfüllung
oder trockenen Gasmesser. Bei diesen Anwendungen hatte das Gas an allen Stellen
vor und hinter der Abzweigung die gleiche Temperatur und Zusanimensetzung. Dagegen
ist es Gegenstand der Erfindung, in dem Zweigstrom durch eine entsprechende Kühlung
die Temperatur des Gases in solcher Weise herabzusetzen, daß der untersetzte Wasserdampf
des Wassergases, die Einflüsse der hohen Temperatur, des Wasserdampfgehaltes und
der Verunreinigungen durch Teer in einem solchen Maße l;eseitigt sind, daß das gekühlte
Gas des Teilstromes in gleicher Weise zur Beeinflussung des Dampfschlußmelders bei
Durchgang durch eine kleine Drosselscheibe verwendet «erden kann, wie dies bisher
nur bei Kühlung des gesamten erzeugten Gases jedes einzelnen Wassergaserzeugers
möglich war.
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Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung besteht aus
einer von der Hauptstromleitung abzweigenden Nebenstromleitung, die über eine Kühlvorrichtung,
welche nach Bedarf Füllkörper zur Ausscheidung des Teers enthält, und die Drosselscheide
des Dampfschlußmelders zur Hauptstromleitung zurückkehrt, in die vor dieser Stelle
irgendein verstellhares Drosselglied eingebaut ist.
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Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung.
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Von der Hauptstromleitung i, in die bisher die Drosselscheibe eingesetzt
wurde, welche zur Erzeugung des den Dampfschlußmelder beeinflussenden Druckunterschiedes
dient, zweigt, unabhängig vom jeweiligen Druck, der Temperatur oder der Verunreinigung
des Gases, eine verhältnismäßig schwache Nebenstromleitung k ab, es sind in beiden
Leitungen nahe aneinander Drosselglieder a und b angebracht. In die Nebenstromleitung
k ist ein Kühler c, ferner mittels der vor und hinter der kleinen Drosselscheibe
d angebrachten Leitungen g, g. ein Dampfschlußmelder eingebaut. Die Nebenstromleitung
1e kehrt zur Hauptstromleitung i. wieder zurück, und vor dieser Rückkehrstelle ist
eine einstellbare Drosselvorrichtung e für Hauptgasstrom eingebaut. Der Zweigstrom
ist stets dann ein gleichbleibender Teil des Hauptgasstromes, wenn ein zwischen
den Leitungen i und k vorgesehenes Manometer j beiderseits gleichen Druck
anzeigt.