DE374504C - Verfahren zur Beeinflussung von Dampfschlussmeldern bei Wassergaserzeugern - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung von Dampfschlussmeldern bei Wassergaserzeugern

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DE374504C
DE374504C DEK73704D DEK0073704D DE374504C DE 374504 C DE374504 C DE 374504C DE K73704 D DEK73704 D DE K73704D DE K0073704 D DEK0073704 D DE K0073704D DE 374504 C DE374504 C DE 374504C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00—Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Beeinflussung von Dampfschlußmeldern bei Wassergaserzeugern. Die Erfahrung in Betrieb von Wassergaserzeugern hat gezeigt, daß man zweckmäßig die Temperatur des Kokses nicht so hoch hält, daß stets aller Dampf zersetzt wird. Es kommt vielmehr bei der Wassergaserzeugung darauf an, die Temperatur des Gaserzeugers ; während der Erzeugungszeit so zu erhalten, claß eine für den jeweiligen Zweck günstigste Teilmenge des eingeleiteten Dampfes sich mit dem glühenden Koks zu Wassergas umsetzt, während ein Teil uniersetzt durchgeht. Die Verwendung des Dampfschlußmelders hierzu beruht nun darauf, daß man den Dampf während des Gasens des Wassergaserzeugers mit stets gleichbleibender Geschwindigkeit in den glühenden Koks eintreten läßt und den Zerset7ungsgrad des Dampfes dadurch- beobachtet, daß man in der Leitung des Wassergases hinter dem Gaserzeuger die Geschwindigkeit des Gases beobachtet. Solange der Koks sehr heiß ist, wird diese Geschwindigkeit groß sein, und bei allmählichem Abkühlen der Kokssäule wird sich die Geschwindigkeit verringern. Diese Geschwindigkeit wird mit Hilfe des Dampfschlußmelders in der Weise sichtbar gemacht, daß das Wassergas über eine in der Gasrohrleitung befindliche Drosselscheibe tritt und dabei eine Druckabnahme zeigt. Dieser Druckunterschied beeinflußt den Dampfschlußmelder in der Weise, daß ein nach außen durchgeführtes Zeigerwerk bei großer Geschwindigkeit steigt und bei Nachlassen der Geschwindigkeit sinkt. Hat der Zeiger beim Sinken einen gewissen Standpunkt erreicht, so zeigt dies mittelbar also an, daß der Dampf im Gaserzeuger zu einem gewissen Teil zersetzt ist. Dieses Maß ist aber nur dann gegeben, wenn keine anderen Einflüsse in der Drosselscheibe wirksam sind als eben die Geschwindigkeit des Gases. Um nun den Einfluß der wechselnden Temperatur des erzeugten Gases und den Einfluß des wechselnden Feuchtigkeitsgehaltes desselien, der hauptsächlich von der Menge des uniersetzt durchgehenden Dampfes abhängig ist, auszuschalten, hat man bisher die Drosselscheil=e des Dampfschlußmelders stets an einer Stelle angebracht, an welcher das Wassergas in seiner Gesamtheit schon auf eine niedrigere und gleichmäßigere Temperatur abgekühlt war, wobei der uniersetzt durchgehende Dampf hereits aus dem Gas so weit niedergeschlagen war, daß das Gas nur den für die Temperatur des gekühlten Gases bekannten und gleichmäßigen Feuchtigkeitsgehalt enthielt. Zur Erreichung dieser Kühlung sind sehr umfangreiche und teure Kiihleinrichtungen notwendig, z. B. ist für einen Gaserzeuger von i ooo cbm Stundenleistung bei Verwendung eines Wasserrolirkühlers eine Kühlfläche von ungefähr 250 qm erforderlich.
  • Nach der Erfindung soll nun zur Beeinflussung von Dampfschlußmeldern für Wassergaserzeuger nur ein Teil des gesamten Gasstromes verwendet werden. Es zweigt von der Hauptleitung, n-elche das noch heiße Wassergas von dem Gaserzeuger wegführt, eine kleine Leitung einen stets gleichbleibenden Teil des Gases ab, dieser kleine Zweigstrom wird gekühlt und dann vermittels einer eingebauten Drosselscheike zur Beeinflussung des Danipfschlußmelders 1 enutzt, worauf er dein noch heißen Gasstrom in der Hauptleitung wieder zugeführt wird.
  • Dieser Grundgedanke wurde bisher schon in Gaswerken angewendet, uni durch Verwendung eines Teilstromes es zu erinögliehen, daß kleinere Gasmesser zur Verwendung kommen, als für die Gesamtmenge erforderlich sind. Bei diesen Einrichtungen handelte es sich al-er stets nur uni die Verzweigung des fertig gekühlten und gereinigten Gases und um Messung des kleinen Zweigstromes in einem der üblichen Gasniesser initFlüssigkeitsfüllung oder trockenen Gasmesser. Bei diesen Anwendungen hatte das Gas an allen Stellen vor und hinter der Abzweigung die gleiche Temperatur und Zusanimensetzung. Dagegen ist es Gegenstand der Erfindung, in dem Zweigstrom durch eine entsprechende Kühlung die Temperatur des Gases in solcher Weise herabzusetzen, daß der untersetzte Wasserdampf des Wassergases, die Einflüsse der hohen Temperatur, des Wasserdampfgehaltes und der Verunreinigungen durch Teer in einem solchen Maße l;eseitigt sind, daß das gekühlte Gas des Teilstromes in gleicher Weise zur Beeinflussung des Dampfschlußmelders bei Durchgang durch eine kleine Drosselscheibe verwendet «erden kann, wie dies bisher nur bei Kühlung des gesamten erzeugten Gases jedes einzelnen Wassergaserzeugers möglich war.
  • Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung besteht aus einer von der Hauptstromleitung abzweigenden Nebenstromleitung, die über eine Kühlvorrichtung, welche nach Bedarf Füllkörper zur Ausscheidung des Teers enthält, und die Drosselscheide des Dampfschlußmelders zur Hauptstromleitung zurückkehrt, in die vor dieser Stelle irgendein verstellhares Drosselglied eingebaut ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung.
  • Von der Hauptstromleitung i, in die bisher die Drosselscheibe eingesetzt wurde, welche zur Erzeugung des den Dampfschlußmelder beeinflussenden Druckunterschiedes dient, zweigt, unabhängig vom jeweiligen Druck, der Temperatur oder der Verunreinigung des Gases, eine verhältnismäßig schwache Nebenstromleitung k ab, es sind in beiden Leitungen nahe aneinander Drosselglieder a und b angebracht. In die Nebenstromleitung k ist ein Kühler c, ferner mittels der vor und hinter der kleinen Drosselscheibe d angebrachten Leitungen g, g. ein Dampfschlußmelder eingebaut. Die Nebenstromleitung 1e kehrt zur Hauptstromleitung i. wieder zurück, und vor dieser Rückkehrstelle ist eine einstellbare Drosselvorrichtung e für Hauptgasstrom eingebaut. Der Zweigstrom ist stets dann ein gleichbleibender Teil des Hauptgasstromes, wenn ein zwischen den Leitungen i und k vorgesehenes Manometer j beiderseits gleichen Druck anzeigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Beeinflussung von Dampfschlußmeldern bei Wassergaserzeugern, hei welchem vom Hauptgasstroin (i) unter gleichem Druck und gleicher Temperatur ein Nebengasstroin (k) abzweigt und dem Hauptgasstrom wieder zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Zweigstrom durch einen Kühler (c) geschickt wird und dann den Dampfschlußmelder beeinflußt, wobei der Hauptgasstrom vor Zuführung des Nebengasstromes im Verhältnis zu dem im Nebengasstrom eintretenden Widerstand gedrosselt wird.
DEK73704D 1918-12-24 1920-07-07 Verfahren zur Beeinflussung von Dampfschlussmeldern bei Wassergaserzeugern Expired DE374504C (de)

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