DE3745111C2 - Werkzeughaltevorrichtung für ein Werkzeugmagazin - Google Patents
Werkzeughaltevorrichtung für ein WerkzeugmagazinInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Werkzeughaltevorrichtung nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1 für eine Werkzeugmaschine, in der
einem Werkzeugmagazin selektiv Werkzeuge einer Vielzahl von
Werkzeughaltevorrichtungen entnommen werden können, um ein
Werkstück zu bearbeiten.
Eine herkömmliche Werkzeugmaschine dieser Art ist häufig mit
einer automatischen Wechselvorrichtung für Werkzeuge
ausgerüstet, in der ein scheibenförmiges Werkzeugmagazin mit
einer Anzahl von in radialer Richtung angeordneten Werkzeugen
drehbar auf einer Spindel befestigt ist, und zur
Positionierung eines gewünschten Werkzeuges gedreht wird. Bei
einer derartigen Werkzeugmaschine erfolgt das Wechseln des
Werkzeuges in folgender Weise: der Spindelkopf hält das
Werkzeugmagazin in dem automatischen Austauschbereich, der
oberhalb des Bearbeitungsbereichs des Spindelkopfs liegt, und
anschließend wird der Spindelkopf bezüglich des
Werkzeugmagazins in eine Lage gebracht, in der die Werkzeuge
im Magazin den Spindelkopf nicht mehr stören. Das
Werkzeugmagazin wird dann gedreht, um ein gewünschtes
Werkzeug auszuwählen, und der Spindelkopf bewegt, um dieses
Werkzeug an der Spindel zu befestigen.
In einer derartigen Werkzeugmaschine wird üblicherweise auf
dem Werkzeugmagazin eine Befestigungsvorrichtung für
Werkzeuge vorgesehen, in der die Werkzeuge abnehmbar
untergebracht sind. In einem Beispiel einer herkömmlichen
Haltevorrichtung für Werkzeuge sind in vorbestimmten
Abständen auf dem Umfang des Werkzeugmagazins Paare von
Fingern linear, kreisbogenförmig oder radial angeordnet.
Jedes Fingerpaar ist so gehaltert, daß es um eine Achse
gedreht werden kann, die parallel zur Achse eines von den
Fingern gehaltenen Werkstückes liegt. Die Finger werden durch
Federn oder dergleichen in der Position betätigt, in der sie
diametral einem Werkzeug gegenüberliegen. Auf diese Weise
wird das Werkzeug in einer Richtung gehalten, die senkrecht
zu seiner Achse liegt, und die Finger werden in
entgegengesetzter Richtung gedreht, um das Werkzeug
freizugeben. Beispielsweise beschreibt die japanische
Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer 155338/1985
ein Werkzeugmagazin mit einer Vielzahl von in radialer
Richtung angeordneten Werkzeugen, das zur Positionierung
eines gewünschten Werkzeuges gedreht wird. Nachdem das
gewünschte Werkzeug mit der Spindel verbunden ist, wird das
zur Halterung des Werkzeuges verwendete Paar von Fingern
durch einen Kurbelmechanismus in horizontaler Richtung
gedreht, um das Werkzeug freizugeben. Anschließend wird der
die Spindel halternde Spindelkopf in senkrechter Richtung
durch den Abstand zwischen den Fingern bewegt, um das
Werkstück zu bearbeiten.
In einer Werkzeugmaschine dieses Typs weist ein herkömmliches
Paar von Fingern eine Halteposition für das Werkzeug auf, in
der die Finger gegen das Werkzeug gedrückt werden, und
außerdem eine Freigabeposition für das Werkzeug, in der die
Finger von dem Werkzeug weggeführt werden. Wenn das Werkzeug
ersetzt werden soll, öffnet daher die Bedienungsperson direkt
die Haltefinger, um das Werkzeug aus dem Werkzeugmagazin zu
entnehmen.
Einer Werkzeugmaschine der oben beschriebenen Art sind einige
Probleme eigen. In einer Werkzeugmaschine der oben
beschriebenen Art, in der die Fingerpaare jeweils in
entgegengesetzten Richtungen senkrecht zur Achse des
Werkzeugs bewegt werden, nimmt die Größe des Spindelkopfes
zu, wenn der Öffnungswinkel der Finger vergrößert werden
soll. Die Finger müssen dabei länger ausgestaltet und weiter
vom Spindelkopf entfernt angeordnet werden. Das kann zu
Schwierigkeiten führen, wenn benachbarte Fingerpaare sich
gegenseitig stören. Dies führt zu einer Werkzeugmaschine mit
größeren Abmessungen.
Ein weiteres Problem, das bei der oben beschriebenen
Werkzeugmaschine auftritt, besteht darin, daß das
Bedienungspersonal die Haltefinger manuell öffnen muß, um das
Werkzeug aus dem Werkzeugmagazin zu entnehmen. Dabei besteht
die Gefahr, daß sich das Bedienungspersonal bei der Entnahme
des Werkzeugs die Hände zwischen Werkzeug und Haltefingern
einklemmt und sich dadurch verletzt. Des weiteren benötigt
das Bedienungspersonal Zeit und Kraft, um das Werkzeug aus
dem Werkzeugmagazin zu entnehmen.
Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine
Werkzeugmaschine der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß die oben beschriebenen Schwierigkeiten herkömmlicher
Werkzeugmaschinen mit einem Werkzeugmagazin vermieden werden.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete
Erfindung gelöst. Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
abhängigen Ansprüchen angegeben.
In einer solchen Werkzeugmaschine wird eine Spindel, an deren
einem Ende eine Werkzeughalterung angebracht ist, drehbar auf
einem Hauptspindelkopf angeordnet. Der Spindelkopf ist
bezüglich des Rahmens der Werkzeugmaschine in axialer
Richtung der Hauptspindel hin- und herbewegbar. In der
Werkzeughalterung der Hauptspindel ist ein Halteelement für
Werkzeuge angebracht. Automatische Vorrichtungen sind
vorgesehen, um ein Werkzeug zu wechseln, das in dem
Werkzeughalteelement gehaltert ist. An dem Rahmen der
Werkzeugmaschine ist eine Werkzeughalterung befestigt, die in
axialer Richtung der Hauptspindel und unabhängig von dieser
bewegt werden kann. Auf dem Rahmen der Werkzeugmaschine ist
ein Werkzeugmagazin so befestigt, daß es in axialer Richtung
der Hauptspindel - und zwar unabhängig von dieser - gedreht
werden kann. Ein Werkzeugmagazin ist drehbar auf dem
Werkzeughalter gelagert und axial mit diesem bewegbar. Das
Werkzeugmagazin weist auf seinem Umfang eine Vielzahl von im
gegenseitigen Abstand angeordneten Werkzeughaltevorrichtungen
gemäß der vorliegenden Erfindung auf, wobei jede der
Werkzeughaltevorrichtungen ein abnehmbares Werkzeug aufnehmen
kann. Das Werkzeugmagazin positioniert eine ausgewählte
Werkzeughaltevorrichtung bezüglich der Hauptspindel in
axialer Ausrichtung und aus dieser heraus. Eine erste Nocken-
und Kurbelvorrichtung verbindet den Kopf der Hauptspindel,
den Rahmen und den Werkzeugträger, um den Werkzeugträger
zusammen mit dem Kopf der Hauptspindel während einer
"Doppelbetätigungs"-Bewegung des Kopfs der Hauptspindel zu
bewegen. Die erste Nocken- und Kurbelvorrichtung bewegt
außerdem den Werkzeugträger und den Kopf der Hauptspindel
während der "Doppelbetätigungs"-Bewegung um einen
vorbestimmten Abstand voneinander weg. Ein zweiter Nocken-
und Kurbelmechanismus verbindet den Kopf der Hauptspindel und
den Rahmen, um während eines ausgewählten Teils der
"Doppelbetätigungs"-Bewegung das Werkzeug von dem
Werkzeughalteelement zu lösen. Der Spindelkopf kann in
axialer Richtung unter eine feste Position gebracht werden,
um die Bearbeitungsfunktionen durchzuführen, während der
Werkzeugträger daran gehindert wird, sich unter die feste,
axiale Position zu bewegen. Auf diese Weise wird eine Störung
des Werkstückes während der Bearbeitung durch den
Werkzeugträger und das Werkzeugmagazin verhindert.
Um die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe zu lösen,
verwendet die Erfindung in einer Werkzeugmaschine eine
Werkzeughaltevorrichtung mit einem Paar von im wesentlichen
L-förmigen Fingern. Jedes Fingerpaar weist einen Grundteil
auf, der drehbar auf einem Werkzeugmagazin befestigt ist,
sowie ein freies Ende, das als Klemmklinke ausgebildet ist.
Das Fingerpaar weist eine Position für die Halterung eines
Werkzeugs auf, in der die Klemmklinken ein Werkzeug in im
wesentlichen senkrechter Richtung zu den Achsen festhalten,
um die sich die Finger drehen. Das Fingerpaar weist weiterhin
eine Werkzeugfreigabeposition auf, in der die Klemmklinken
das Werkzeug freigeben. Es sind Betätigungsvorrichtungen für
die Finger vorgesehen, um die Klemmklinken in die Halte- und
die Freigabepositionen zu bringen.
Weiterhin schlägt die Erfindung eine
Werkzeugentnahmevorrichtung vor, in der ein Trägerstab
drehbar auf dem Werkzeugträger gehaltert ist. Ein sich von
der Mitte des Trägerstabes auf die Finger einer
Werkzeughaltevorrichtung erstreckender Druckhebel kann
betätigt werden, um gegen die Finger anzustoßen. Ein
Betätigungshebel, der mit einem Ende des Trägerstabes
gekoppelt ist, der außerhalb des Umfangs des Werkzeugmagazins
liegt, kann betätigt werden, um den Druckhebel gegen die
Finger anstoßen zu lassen und sie in die
Werkzeugfreigabeposition überzuführen.
Die Werkzeughaltevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
ermöglicht eine Werkzeugmaschine mit kleinen Abmessungen,
kurzen Werkzeugwechselzeiten und hoher Wirtschaftlichkeit.
Die Werkzeughaltevorrichtung in der Werkzeugmaschine enthält
Fingerpaare, die in der Werkzeugfreigabeposition soweit
geöffnet werden können, ohne Störungen benachbarter
Fingerpaare hervorzurufen. Die Werkzeugentnahmevorrichtung
ermöglicht es, Werkzeuge bequem und sicher aus dem
Werkzeugmagazin zu entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand von
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Aufbaus
einer Werkzeugmaschine zur Verwendung mit der
erfindungsgemäßen Werkzeughaltevorrichtung;
Fig. 2 bis 6 erläuternde Darstellungen der Werkzeugmaschine
zur Verwendung mit der erfindungsgemäßen
Werkzeughaltevorrichtung;
Fig. 7 eine vergrößerte Vorderansicht der
Werkzeughaltevorrichtung der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 8 einen vergrößerten Querschnitt der
Werkzeughaltevorrichtung der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 9 eine Draufsicht der Werkzeughaltevorrichtung
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 10 (a) und (b) erläuternde Darstellungen zur
Betriebsweise der Werkzeughaltevorrichtung der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 11 eine erläuternde Darstellung der Anordnung der
Werkzeugmaschine zur Verwendung mit einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 12 eine erläuternde Darstellung der Betriebsweise
eines Kniehebels in der Ausführungsform von
Fig. 11 der vorliegenden Erfindung;
Fig. 13 eine erläuternde Darstellung einer
Werkzeugentnahmevorrichtung in der
Ausführungsform von Fig. 11 der vorliegenden
Erfindung; und
Fig. 14 eine erläuternde Darstellung der Betriebsweise
der Werkzeugentnahmevorrichtung im
Ausführungsbeispiel von Fig. 11 der
vorliegenden Erfindung.
Anhand der Fig. 1 bis 6 wird nun eine Werkzeugmaschine, in
der eine erfindungsgemäße Werkzeughaltevorrichtung eingesetzt
werden kann, im einzelnen beschrieben. Die Werkzeugmaschine
ist hierbei nicht Gegenstand der hier beschriebenen
Erfindung, sondern die Beschreibung der exemplarischen
Werkzeugmaschine dient lediglich dem Verständnis der
Anwendung der Erfindung.
Fig. 1 zeigt in schematischer Weise den Aufbau einer
Werkzeugmaschine 10, bei der ein Hauptspindelkopf 18 drehbar
eine Hauptspindel 26 haltert, an deren einem Ende eine
Werkzeughalterung 52 angebracht ist. Der Hauptspindelkopf 18
ist an einem Rahmen 16 so befestigt, daß er in vertikaler
Richtung bewegbar ist und ein Werkstück in der gewünschten
Weise bearbeitet werden kann. Die Werkzeughalterung 52 ist
mit einem Werkzeughalteelement 66 zur Halterung eines
Werkzeugs 20 ausgerüstet, wobei das Werkzeug in axialer
Richtung entnehmbar ist. Ein Werkzeugmagazin 22 mit einer
Vielzahl von in radialer Richtung angeordneten
Werkzeughaltern 96 ist drehbar auf einem Werkzeugträger 24
befestigt. Der Werkzeugträger 24 ist ebenfalls am Rahmen 16
befestigt und kann in vertikaler Richtung unabhängig vom
Hauptspindelkopf 18 nach oben bewegt werden.
Ein erster Nocken- und Hebelmechanismus 162, 28 ist
vorgesehen, um das an der Spitze der Hauptspindel 26
befestigte Werkzeug 20 in dem Werkzeughalter 96 festzuhalten
oder freizugeben, und ein zweiter Nocken- und
Hebelmechanismus 188, 30, um das Werkzeug 20 aus der
Hauptspindel 26 freizugeben und herauszuziehen.
Auf einer Grundplatte 12 der Werkzeugmaschine 10 ist eine
Säule 14 senkrecht installiert. Ein starrer Rahmen 16, der
aus einem hohlen, kastenförmigen Gehäuse besteht, ist an der
Vorderseite der Säule 14 so befestigt, daß er in horizontaler
Richtung gehaltert wird. Ein auf der Spindel 26 drehbar
gehalterter Spindelkopf 18 ist auf dem Rahmen 16 so
angebracht, daß er durch die folgenden Vorrichtungen in
vertikaler Richtung bewegt werden kann: vor der Säule 14 ist
ein Paar von langgestreckten Ständern 32, 32' (nicht
dargestellt) so angebracht, daß die Ständer 32, 32' ebenfalls
in senkrechter Richtung längs der Säule 14 verlaufen.
Führungsschienen 36, 36' (nicht dargestellt) sind mit den
senkrechten Endflächen der Ständer 32, 32' in Längsrichtung
so verbunden, daß sie vertikal gehaltert sind. Zwei Paare von
rechten und linken Gleitstücken 38, 38' (nicht dargestellt)
mit einem vorbestimmten Abstand sind in vertikaler Richtung
hinter dem Spindelkopf 18 gleitend auf den Führungsschienen
36 bzw. 36' gelagert. Auf diese Weise wird der Spindelkopf 18
jederzeit stabil geführt.
Zwischen den Oberteilen der beiden Ständer 32, 32' ist ein
Wechselstrom-Servomotor 40 mit einem Winkelcodierer 42 auf
einer Trägerplatte 39 angeordnet. Über eine Kupplung 43 ist
am Ende der vertikalen Drehwelle 41 des Servomotors 40 eine
Kugelumlaufspindel 44 befestigt, die zwischen dem Paar von
Führungsschienen 36, 36' nach unten verläuft. Eine Mutter 46
ist horizontal im nach hinten verlängerten Teil 1 des
Hauptspindelkopfes 18 befestigt. Die Kugelumlaufspindel 44
greift in die Mutter 46 ein.
Wenn der Wechselstrom-Servomotor 40 betätigt wird, dreht sich
die Kugelumlaufspindel 44 in der vorbestimmten Richtung, um
die Mutter 46 linear und ohne Spiel zu bewegen. Dadurch wird
auch der Hauptspindelkopf 18 frei in senkrechter Richtung
bezüglich des Rahmens 16 bewegt, und zwar entsprechend einem
vorbestimmten Hub. Der Wechselstrom-Servomotor 40, die
Kugelumlaufspindel 44 und die damit verbundene Mutter 46
stellen also einen Antriebsmechanismus für den
Hauptspindelkopf 18 in beiden Richtungen dar. Der vertikale
Hub des Hauptspindelkopfes 18 ist, wie später noch näher
erläutert wird, grob aufgeteilt in (1) einen
Bearbeitungsbereich A zur Bearbeitung des Werkstückes, in dem
eine normale, sich wiederholende Vertikalbewegung
durchgeführt wird, und (2) einen Bereich B für das
automatische Werkzeugwechseln, der über dem Bereich A liegt
und in dem das Werkzeug 20 durch "Doppelbetätigung" an der
Hauptspindel 26 befestigt oder von dieser gelöst werden kann.
Während der oben erwähnten "Doppelbetätigung" im Bereich B
für das automatische Werkzeugwechseln führt der
Hauptspindelkopf 18 eine einzige Hin- und Herbewegung durch,
während der ein benütztes Werkzeug von der Spindel abgenommen
und ein neues oder anderes Werkzeug eingesetzt wird.
Selbstverständlich wird der in Fig. 1 dargestellte
Hauptspindelkopf 18 bis zur oberen Grenze des
Bearbeitungsbereichs A (oder der unteren Grenze des Bereichs
B für das automatische Werkzeugwechseln) angehoben, nachdem
die Bearbeitung beendet ist. Er bleibt dann in einer
Warteposition, bis der nächste Befehl zur Bearbeitung oder
zum Werkzeugwechsel erteilt wird.
Die hohle, zylindrische Hauptspindel 26 ist unter dem
Hauptspindelkopf 18 drehbar in einem Lager 50 gehaltert. Die
Hauptspindel 26 weist an ihrem unteren Ende eine
Werkzeughalterung 52 auf. Ihr oberes Ende ist mit einem Motor
56 verbunden, der in aufrechter Stellung oben auf dem
Hauptspindelkopf 18 angeordnet ist, sowie mit einem
Untersetzergetriebe 58.
Die Werkzeughalterung 52 haltert das abnehmbare Werkzeug 20,
das einen Dorn 62 mit konisch zulaufendem Schaft aufweist,
mit Hilfe einer konischen Öffnung zur Aufnahme des Dorns 62.
Das rückwärtige Ende des Dorns 62 des Werkzeugs 20 weist
einen Zapfen 64 auf. Das Werkzeug 20 wird an der Hauptspindel
26 befestigt, indem der Zapfen 64 mit dem
Werkzeughalteelement 66 - das in die hohle Hauptspindel 26
eingeschoben wird - in Eingriff gebracht wird. Das
Werkzeughalteelement 66 weist eine bekannte Hülse auf, die
den Hals des Zapfens 64 mit einer Vielzahl von Kugeln 68
umgibt, und so den Zapfen 64 festklemmt und freigibt, wenn
das Werkzeughalteelement 66 in den hohlen Teil der
Hauptspindel 26 gleitet.
Eine Zugstange 76 ist so in die Spindel 26 eingeführt, daß
sie längs der Mittelachse von Spindel 26 verschoben werden
kann. Das untere Ende der Zugstange 76 ist mit dem Oberteil
des erwähnten Werkzeughalteelements 66 gekoppelt. Elliptische
Schlitze 74, 74' (nicht dargestellt) sind in dem Teil der
Spindel 26, der dem oberen Ende der Zugstange 76
gegenüberliegt, derart ausgebildet, daß die Schlitze einander
diametral gegenüberliegen. Ein Stift 72 verläuft durch den
oberen Endteil der Zugstange 76. Beide Endteile des Stiftes
72 erstrecken sich in horizontaler Richtung nach außen durch
die Schlitze 74 bzw. 74'. Wenn das Werkzeug mit der
Werkzeughalterung 52 verbunden ist, liegt eine Gruppe von
zusammengerückten Federringen zwischen der Stufe, die unter
der Höhlung der Spindel und einem vorbestimmten Punkt am
oberen Ende der Zugstange gebildet wird. Das heißt, die
Zugstange 76 wird längs der Mittelachse der Federringe
verlängert. Normalerweise wird die Zugstange nach oben
gedrückt und durch die Federringe 78 an Ort und Stelle
gehalten. Das Werkzeughalteelement 66 wird ebenfalls
elastisch nach oben gedrückt, um die Halterung des Zapfens 64
sicherzustellen. Eine am Ende einer zweiten (und später
beschriebenen) Kurbel 30 gebildete Gabel 81 mit zwei Zinken
ist oberhalb des Stiftes 72 vorgesehen, der außerhalb der
Spindel so verläuft, daß die Gabel 81 den Stift 72 nicht
berührt. Bei Betätigung der Kurbel 30 wird der Stift 72 durch
die Gabel 81 gestoßen, so daß die Zugstange 76 nach unten
bewegt wird. Mit anderen Worten, wenn der Stift 72 durch die
Nockenwirkung einer zweiten Nocke 188 und einer zweiten
Kurbel 30 (die später beschrieben wird) nach unten bewegt
wird, bewegt sich die Zugstange 76 längs der Achse nach
unten, um das Werkzeughalteelement 66 nach unten zu
verschieben. Der Zapfen 64 wird dadurch nicht mehr durch die
Kugel 68 zusammengedrückt, und das Werkzeug 20 kann aus der
Werkzeughalterung 52 freigegeben werden.
Der Werkzeugträger 24 ist auf dem Rahmen 16 so befestigt, daß
er unabhängig von der Hauptspindel 26 in axialer Richtung
verschoben werden kann. Dies wird nun im einzelnen näher
beschrieben. Trägerplatten 82, 82' (nicht dargestellt) sind
horizontal an einem Paar von (nicht dargestellten)
gegenüberliegenden Seitenwänden befestigt, die den Rahmen 16
bilden. Ein Paar von runden Führungsschienen 84, 84' (nicht
dargestellt) ist in vertikaler Richtung an dem Werkzeugträger
24 befestigt (in einer später zu erläuternden Weise) und
gleitet in einem geeigneten Durchgangsloch in jeder der
horizontalen Trägerplatten 82, 82'. Ein Paar horizontaler
linker und rechter Trägerplatten 86, 86' (nicht dargestellt)
erstreckt sich vom unteren Teil des Rahmens 16. Die
Führungsschienen 84, 84' gleiten in den horizontalen
Trägerplatten 86, 86'. Die oberen und unteren Enden jeder der
Führungsschienen 84, 84' sind jeweils in einer Trägerplatte
91 befestigt, die horizontal die Oberseite des
Werkzeugträgers 24 überbrückt. Eine Trägerplatte 89 ist unten
an der Trägerplatte 91 befestigt. Damit kann der
Werkzeugträger 24 um eine gewisse Höhe im Bereich B relativ
zum Rahmen 16 angehoben werden, indem die Führungsschienen
84, 84' auf den jeweiligen Paaren von horizontalen
Trägerplatten 82, 86 und 82', 86' verschoben werden, wenn der
erste Nocken- und Kurbelmechanismus 162, 28 während der
"Doppelbetätigungs"-Bewegung des Hauptspindelkopfes 18
betätigt wird. In der oben auf dem Werkzeugträger 24
angebrachten Trägerplatte 91 ist ein Anschlagstift 90
angebracht. Die Höhe des Anschlagstiftes 90 ist einstellbar,
so daß der Werkzeugträger 24 in einer Position gehalten
werden kann, die eine vorbestimmte Höhe bezüglich des Rahmens
16 aufweist, wenn der Stift in der Ebene der horizontalen
Trägerplatte 82 stationär gehalten wird.
Der Werkzeugträger 24 trägt das Werkzeugmagazin 22, in dem
viele Werkzeuge 20 in radialer Anordnung untergebracht sind,
und das diese durch Rotation positionieren kann. Vom
Werkzeugträger 24 verläuft eine dort befestigte Trägerwelle
92, mit einer Achse, die diagonal nach unten geneigt ist und
einen vorbestimmten Winkel bezüglich der horizontalen Ebene
bildet. Das Werkzeugmagazin 22 ist drehbar auf der Haltewelle
92 befestigt. Das Werkzeugmagazin 22 stellt eine Scheibe dar,
die aus einem flachen Zahnrad 98 mit großem Durchmesser
gebildet ist und eine Vielzahl von in radialer Richtung sich
erstreckender Werkzeughalter 96 aufweist, die auf dessen
äußeren Umfang angeordnet sind. Das flache Zahnrad 98 mit
großem Durchmesser ist in einem (nicht dargestellten) Lager
befestigt und greift in ein Antriebsritzel 106 ein, das an
der (nicht dargestellten) Drehwelle eines Motors 102
befestigt ist. Der Motor 102 ist seinerseits an dem
Werkzeugträger 24 befestigt. Das flache Zahnrad 98 wird vom
Motor 102 über das Antriebsritzel 106 gedreht, um das
Werkzeugmagazin 22 zu drehen und ein gewünschtes Werkzeug 20
zu positionieren.
Im folgenden wird ein Mechanismus beschrieben, mit dem der
Werkzeugträger 24 relativ zum Rahmen 16 im Bereich B des
automatischen Werkzeugwechselns angehoben werden kann, um die
"Doppelbetätigungs"-Bewegung des Hauptspindelkopfes 18 zu
erzielen. Die erste (L-förmige) Kurbel 28 ist drehbar an
jeder der inneren Flächen der (nicht dargestellten) einander
gegenüberliegenden Seitenwände des Rahmens 16 über eine Welle
158 befestigt. Das Paar erster Kurbeln 28, 28' (nicht
dargestellt) ist jeweils im Inneren der Seitenwand und
einander gegenüberliegend angeordnet. Eine Walze 160 ist am
Ende des kurzen Armes 167 der Kurbel 28 drehbar angeordnet.
Auf beiden Seiten des Spindelkopfes 18 sind jeweils erste
Nocken- oder Steuerscheiben 162 befestigt. Jede der ersten
Nockenscheiben 162 weist eine erste Nockenoberfläche 164 auf,
die in einer Richtung geneigt ist, und eine zweite
Nockenoberfläche 165, die in einer anderen Richtung geneigt
ist. Die erste Nockenscheibe 162 ist in einem vorbestimmten
Abstand von und unter der Walze 160 installiert, die drehbar
an der ersten Kurbel 28 befestigt ist, um den
Hauptspindelkopf 18 an der oberen Grenze des Bereichs B für
das automatische Werkzeugwechseln zu positionieren. Ein
Kontakt 170 ist an der oberen Endfläche des langen Armes 168
der ersten Kurbel 28 befestigt. Der Kontakt 170 weist einen
geringen Abstand vom unteren Ende der Schraube 172 auf, die
in die Trägerplatte 91 eingeschraubt ist.
Wenn der Hauptspindelkopf 18 durch Drehen des Servomotors 40
angehoben wird, stößt die Walze 160 der ersten Kurbel 28 an
die erste Nockenoberfläche 164 der Nockenscheibe 162 an und
dreht die jeweilige Kurbel 28 im Uhrzeigersinn um die Welle
158. Der Kontakt 170 des langen Armes 168 stößt dann auf das
untere Ende der Schraube 172 und hebt den Werkzeugträger 24
längs der Führungsschiene 84 um einen vorbestimmten Hub. Wenn
der Spindelkopf 18 weiter nach oben bewegt wird, stößt die
zweite Nockenoberfläche 165 gegen die Walze 160, so daß die
Kurbel 28 gegen den Uhrzeigersinn um die Welle 158 gedreht
wird. Dadurch bewegt der Kontakt 170 des oben erwähnten Arms
168 den Werkzeugträger 24 nach unten längs der
Führungsschiene 84, während die Schraube 172 am unteren Ende
verriegelt wird. Das Dimensionsverhältnis des langen Arms 168
zum kurzen Arm 167 der ersten Kurbel 28 und der Biegewinkel
beider Arme sollten so ausgewählt sein, daß die Anhebung des
Hauptspindelkopfes 18 mit der des Werkzeugträgers 24
übereinstimmt, der durch den ersten Nocken- und
Kurbelmechanismus 162, 28 angehoben wird, so daß deren
Geschwindigkeiten miteinander synchronisiert sind.
Im folgenden wird ein zweiter Nocken- und Kurbelmechanismus
beschrieben, mit dem das in der Werkzeughalterung 52
enthaltene Werkzeughalteelement 66 zur Freigabe des Werkzeugs
20 veranlaßt wird, wenn der Hauptspindelkopf 18 und der
Werkzeugträger 24 durch den Nocken- und Kurbelmechanismus
162, 28 in eine weitere Phase der "Doppelbetätigungs"-
Bewegung gebracht werden. Eine L-förmige zweite Kurbel 30 ist
so auf dem Hauptspindelkopf 18 befestigt, daß sie um die
Welle 176 um einen vorbestimmten Drehwinkel gedreht werden
kann. Eine Walze 180 ist drehbar an der Spitze des langen
Arms 178 der zweiten Kurbel 30 befestigt, während die Spitze
eines kurzen Armes 182 als Gabel 81 ausgebildet ist. Die
Gabel 81 umfaßt die Hauptspindel, wenn sie geringfügig über
dem senkrechten Stift 72 liegt, der den oberen Teil der
Zugstange 76 durchdringt. Wenn sich die Werkzeugmaschine in
dem Zustand befindet, in dem sie einen Befehl zur Freigabe
des Werkzeugs empfangen kann, ist die Gabel 81 ohne
Berührung. Obwohl die Hauptspindel 26 während der Bearbeitung
durch einen Motor 56 gedreht wird, erfolgt eine Überwachung
der Winkelposition der Drehwelle des Motors 56, um immer in
einer festen Lage anzuhalten. Dadurch wird der Stift 72, der
senkrecht zur Hauptspindel 26 verläuft, ebenfalls an der
festen Lage direkt unterhalb der Gabel 81 gestoppt, um
sicherzustellen, daß die Gabel 81 den Stift 72 berührt, wenn
die zweite Kurbel betätigt wird.
Eine zweite Nocken- oder Steuerscheibe 188 mit einer
Nockenoberfläche vorbestimmter Neigung ist so angeordnet, daß
die zweite Kurbel 30 während ihrer Aufwärtsbewegung der
Nockenbahn folgt, wenn der Hauptspindelkopf weiter in den
Bereich B für das automatische Werkzeugwechseln angehoben
wird. Die zweite Nockenscheibe 188 ist am senkrechten Gehäuse
des Wechselstrom-Servomotors 40 befestigt, der oben auf der
Säule 32 mit einer (nicht dargestellten) Schraube
angeschraubt ist. Die zweite Nockenscheibe hat eine geneigte
Nockenoberfläche 186, die senkrecht nach unten verläuft. Beim
Betrieb wird während der weiteren Anhebung des
Hauptspindelkopfes 18 die an der Spitze des langen Arms 178
der zweiten Kurbel 30 drehbar befestigte Walze 180 auf der
geneigten Nockenoberfläche 186 der Nockenscheibe 188 geführt.
Dadurch wird die zweite Kurbel 30 um einen vorbestimmten
Winkel gegen den Uhrzeigersinn um die Welle 176 gedreht. Die
an der Spitze des kurzen Armes 182 vorgesehene Gabel 81
berührt die senkrechten Kreuzstifte und drückt den Stift 72,
während gleichzeitig die Zugstange 76 um einen vorbestimmten
Abstand nach unten gedrückt und damit das
Werkzeughalteelement 66 abgesenkt wird. Als Folge davon
werden die daran befestigten Kugeln vom Zapfen 64 gelöst und
das Werkzeug 20 aus der Werkzeughalterung 52 freigegeben.
Eine (nicht dargestellte) Blattfeder ist am langen Arm der
zweiten Kurbel 30 befestigt. Das freie Ende der Blattfeder
berührt die obere Endfläche einer horizontalen Trägerplatte
194, die oben auf dem Hauptspindelkopf 18 vorgesehen ist, so
daß an der Kurbel 30 eine im Uhrzeigersinn wirkende
Rückführkraft auftritt.
Die Betätigung des ersten Nocken- und Kurbelmechanismus 162,
28 erfolgt immer vor der Betätigung des zweiten Nocken- und
Kurbelmechanismus 188, 30. Wie später noch im einzelnen
beschrieben wird, berührt die erste Kurbel 28 die erste
Nockenscheibe 162 und hebt den Werkzeugträger 24 um einen
Abstand von 20 mm, wenn der Hauptspindelkopf 18 um einen
entsprechenden Abstand von ungefähr 20 mm (in diesem
Ausführungsbeispiel) von seiner Grundposition angehoben wird
(d. h. von der unteren Grenzposition des Bereichs B für das
automatische Werkzeugwechseln). Wenn der Hauptspindelkopf 18
um einen Abstand von 30 mm angehoben wird, stößt die zweite
Kurbel 30 an die zweite Nockenscheibe 188 an. Die sich dann
ergebende Nockenführung drückt die Zugstange 76 nach oben und
gibt den Zapfen 64 aus dem Werkzeughalteelement 66 frei.
Im folgenden wird anhand der Fig. 8 bis 13 eine
Werkzeugmaschine zur Verwendung mit der erfindungsgemäßen
Werkzeughaltevorrichtung beschrieben.
Nach der Darstellung in Fig. 11 ist in einer
Werkzeugmaschine ein Spindelkopf 18, der eine Spindel 26
drehbar haltert, auf einer Seite eines Rahmens 16 befestigt
und in vertikaler Richtung bewegbar. Der so gehalterte
Spindelkopf 18 wird in vertikaler Richtung um einen
vorbestimmten Hub durch einen Wechselstrom-Servomotor 40
bewegt, der auf der oberen Oberfläche des Rahmens 16 montiert
und mit einem (nicht dargestellten) Kugelgewinde gekoppelt
ist. Ein in beiden Richtungen drehbarer Spindelmotor 56 ist
an ein Ende der Spindel angekoppelt und auf der oberen
Oberfläche des Spindelkopfes 18 installiert.
Ein Paar von Trägerplatten 82 und 86 ist auf einer Seite des
Rahmens 16 so vorgesehen, daß es in vertikaler Richtung
ausgelegt ist und horizontal verläuft. Die ersten Enden der
Trägerplatten 82 und 86 sind über eine senkrechte Platte 148
miteinander verbunden. Eine in senkrechter Richtung
verlaufende Führungsschiene 84 gleitet durch die oberen und
unteren Trägerplatten 82 und 86. Die oberen und unteren Enden
der Führungsschiene 84 sind mit einem im wesentlichen U-
förmigen Werkzeugträgerständer 24 so gekoppelt, daß die
Führungsschiene 84 von dem Werkzeugträger 24 umfaßt wird.
Außerdem ist der Werkzeugträger 24 so konstruiert, daß er
bezüglich des Rahmens 16 in vertikaler Richtung durch die
(nicht dargestellte) Nocke und die Kurbel 28 bewegt wird, die
durch die vertikale Bewegung des Spindelkopfes 18 betätigt
werden.
Auf einer Seite des Werkzeugträgers 24 ist ein zur Aufnahme
einer Vielzahl von Werkzeugen 20 vorgesehenes Werkzeugmagazin
22 so vorgesehen, daß es um die Achse drehbar ist, die
bezüglich der Achse der Spindel 26 geneigt liegt. Das so
vorgesehene Werkzeugmagazin 22 wird von einem Motor 102, der
auf dem Werkzeugträgerständer 24 befestigt ist, durch Drehen
positioniert. Die Wirkungsweise des Spindelkopfes 18 und des
Werkzeugträgers 24 ist in der vor der Prüfung offengelegten
japanischen Patentanmeldung Nr. 155338/1985 beschrieben.
Am Umfang des Werkzeugmagazins 22 sind Paare von im
wesentlichen L-förmigen Fingern 200 in radialer Ausrichtung
angeordnet. Ein im wesentlichen L-förmiger Kniehebel 250 (in
Fig. 12 dargestellt) kann um seinen Mittelteil 251 gedreht
werden und ist auf dem Werkzeugträger 24 gehaltert. Ein Ende
des Kniehebels 250 greift in die Nockenoberfläche
(Führungsnut) einer Nocken- oder Steuerscheibe 252 ein, die
auf einer Seite der vertikalen Platte 148 vorgesehen ist, und
das andere Ende in den oberen Endteil einer Verschiebestange
254.
Das untere Ende der Verschiebestange 254 ist mit einem im
wesentlichen L-förmigen Stab 256 für die Freigabe der Finger
verbunden, der sich nach unten in Richtung auf die Finger 200
erstreckt, mit denen das unterhalb der Spindel 26
positionierte Werkzeug 20 festgehalten wird.
Entsprechend der Darstellung in den Fig. 7 bis 9 weisen
die Finger 200 im wesentlichen in ihrer Mitte zylindrische
Grundteile 262 bzw. 263 auf. Die Finger 200 sind an ihren
Grundteilen 262 und 263 drehbar auf Drehwellen 264 und 265
gelagert, die mit Drehwellen 264a in eine im wesentlichen L-
förmige Platte 260 in den Umfangsteil des Werkzeugmagazins 22
eingeschraubt sind.
Auf den oberen Oberflächen der Grundteile 262 und 263 sind
zylindrische Flansche 284 und 285 mit geringerem Durchmesser
als die Grundteile 262 und 263 ausgebildet. Unter den
Grundteilen 262, 263 sind im wesentlichen L-förmige
Klemmklinken 268 und 269 gebildet. Die Klemmklinken 268 und
269 verlaufen in Richtung des Rahmens 16, um die mit Nuten
versehenen Flansche 196 des Werkzeugs 20 festzuklemmen.
In die Flansche 284 und 285 sind drehbar Stifte 266 bzw. 267
eingesetzt. Erste Endteile eines Paars von ersten
Verbindungsgliedern 270 sind drehbar mit beiden Enden des
linken Stiftes 266 (Fig. 8) gekoppelt. In ähnlicher Weise
sind erste Endteile eines Paars von zweiten
Verbindungsgliedern 271 drehbar mit beiden Enden des rechten
Stiftes 267 verbunden. Die verbleibenden Endteile dieser
ersten und zweiten Verbindungsglieder 270, 271 sind drehbar
mit einem Stift 273 verbunden, der im wesentlichen in der
Mitte eines kastenförmigen Federgehäuses 272 angeordnet ist,
das zwischen diesen Verbindungsgliedern 270 und 271 liegt.
Zwei nach oben verlaufende Führungsstäbe 274 sind an dem
unteren Teil der Trägerplatte 260 mit Schrauben 275
befestigt. Ein Paar von Schraubenfedern 276 ist auf die
jeweiligen Führungsstäbe 274 gewickelt. Die Schraubenfedern
276 verlaufen weiter nach oben als die Führungsstäbe 274 und
sind in die (nicht dargestellten) für die Federn vorgesehenen
Aufnahmeteile des oben erwähnten Federgehäuses 272 eingelegt.
In der Trägerplatte 267 ist eine Führungsnut 278 so
ausgebildet, daß sie längs der senkrechten Mittelachse der
Trägerplatte 260 verläuft. Die Führungsnut 278 nimmt ein
Lager 280 auf, das drehbar an einem Endteil des Stiftes 273
montiert ist, so daß das Federgehäuse 272 in horizontaler
Richtung gehalten wird.
Auf einer Seite des Werkzeugträgerständers 24 verlaufen
Flansche 24a jeweils von beiden Enden des Werkzeugträgers 24
in Richtung auf das Werkzeugmagazin 22. Die Flansche 24a
haltern ein Werkzeugfreigabeelement 15, mit dem das Werkzeug
20 von den Fingern 200 freigegeben wird. Ein Trägerstab 300
ist drehbar so in die Flansche 24a eingesetzt, daß die Achse
des Trägerstabes 300 senkrecht zur Achse der Spindel 26
verläuft. Auf den jeweiligen Endteilen des Trägerstabes 300
sind Kragen 302 festgemacht, um eine horizontale Bewegung des
Trägerstabes zu verhindern.
An einem Ende des Trägerstabes 300 ist ein Betätigungshebel
304 so befestigt, daß er außerhalb des Werkzeugträgers 24
senkrecht zur Achse des Werkzeugträgers 24 verläuft. Ein
Trägerelement 308 mit einem Druckhebel 306 ist im
wesentlichen auf dem Mittelteil des Trägerstabes 300
angebracht und dort mit einer Schraube 310 befestigt. Der
Druckhebel 306 verläuft in einer Richtung senkrecht zur Achse
des Trägerstabes 300, d. h., er verläuft in Richtung auf die
Finger 200.
Im folgenden wird die Wirkungsweise der Werkzeugmaschine
beschrieben. Die Beschreibung der Wirkungsweise der
Werkzeugmaschine dient hierbei lediglich dem Verständnis der
Anwendung der Werkzeughaltevorrichtung und ist somit nicht
als primärer Gegenstand der Erfindung zu betrachten. Demgemäß
stellt die beschriebene Werkzeugmaschine nur ein Beispiel für
die Anwendung der Werkzeughaltevorrichtung dar. Die
Werkzeughaltevorrichtung kann somit nicht nur zusammen mit
der beschriebenen Werkzeugmaschine, sondern auch in anderen
Vorrichtungen zum Einsatz kommen. Nachdem die Hauptspindel 18
in Fig. 1 eine normale Schneidoperation durchgeführt hat,
kehrt sie zu der Warteposition im Bearbeitungsbereich zurück
und stoppt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die
Hauptspindel 26 in einer Position, in der der Stift 72 den
kurzen Arm 182 der zweiten Kurbel 30 kreuzt. Bestimmen die
nächsten Instruktionen, daß die Schneidoperation fortgeführt
werden soll, so tritt der Hauptspindelkopf 18 in den
Bearbeitungsbereich A ein, um das Werkstück zu bearbeiten.
Betreffen die Instruktionen jedoch einen Werkzeugwechsel, so
führt der Hauptspindelkopf 18 eine "Doppelbetätigungs"-
Bewegung aus und tritt in den Bereich B für das automatische
Werkzeugwechseln ein (wie später noch genauer beschrieben
wird). Da entsprechend Fig. 1 der Wellenstift 138 des
Werkzeughalters 96 durch die Gabel 146 des Kniehebels 142
gedrückt und in Y-Richtung gehalten wird, öffnen sich die
Greifelemente und das Werkzeug 20 wird freigegeben. Die im
Flansch 196 des Werkzeugs 20 ausgebildete Kammnut 210, die
von den Greifelementen gehalten wird, liegt um einen Abstand
"α" unterhalb der Greifelemente, so daß das Werkzeug 20 ohne
Vorrichtungen zum Kompensieren dieses Versatzes nicht in
einer festen Position gehalten werden kann, selbst wenn die
Greifelemente geschlossen sind. Wird jedoch der
Hauptspindelkopf 18 angehoben und bewegt er sich von der
Position in Fig. 1 zu der in Fig. 2 dargestellten, so
bewegt sich auch die erste Nocken- oder Steuerscheibe 162,
und legt dabei einen Abstand "α" zurück, bis sie an der auf
der ersten Kurbel 28 angeordneten Walze 160 anstößt. Auf
diese Weise erfolgt ein Ausgleich dafür, daß die Kammnut 210
um einen Abstand "α" unterhalb der Greifelemente liegt.
Wenn die Werkzeugmaschine in dem in Fig. 1 dargestellten
Zustand einen Befehl zum Werkzeugwechsel gibt, wird der
Wechselstrom-Servomotor 40 eingeschaltet, um die
Kugelumlaufspindel 44 zu drehen, so daß der Hauptspindelkopf
18 in vertikaler Richtung bis in den Bereich B für das
automatische Werkzeugwechseln angehoben wird. Der
Hauptspindelkopf 18 durchläuft dabei die erste Phase der
"Doppelbetätigung", wie sie in den Fig. 2 und 3
dargestellt ist. Das heißt, der Hauptspindelkopf 18 in der in
Fig. 2 dargestellten Lage wurde aus den früher erläuterten
Gründen um den Abstand "α" unabhängig angehoben. Die erste
Nocken- oder Steuerscheibe 162 wird dann bis zum Anschlag an
die Walze 160 der ersten Kurbel 28 bewegt. Dann berührt der
Kontakt 170, der auf dem langen Arm 168 der Kurbel 28
angeordnet ist, das untere Ende der Schraube 172, die auf der
Trägerplatte 91 des Werkzeugträgers 24 vorgesehen ist. Zu
dieser Zeit wird der Wechselstrom-Servomotor 40 auf geringe
Drehgeschwindigkeit geregelt, um das Geräusch herabzusetzen,
das entsteht, wenn der Kontakt 170 die Schraube 172 berührt.
Nach diesem Zeitpunkt arbeitet der Wechselstrom-Servomotor 40
mit der vorbestimmten Geschwindigkeit.
Gemäß der Darstellung in Fig. 3 wird der Hauptspindelkopf 18
um einen Abstand von beispielsweise 20 mm angehoben. Während
der. Anhebung von Fig. 2 nach Fig. 3 wird die erste Kurbel
28 durch die Nockenführung durch die erste Nocken- oder
Steuerscheibe 162 weitergedreht. Dies führt dazu, daß der
Werkzeugträger 24 zusammen mit dem Hauptspindelkopf 18 um im
wesentlichen den gleichen Abstand angehoben wird, in diesem
Fall also 20 mm. Wenn der Werkzeugträger 24 angehoben wird,
folgt der Kniehebel 142, der drehbar an seinem oberen Ende
befestigt ist, der gekrümmten Nut 150 in der Nocken- oder
Steuerscheibe 152. Damit bewegt der Kniehebel 142 den
Wellenstift 138 des Werkzeughalters 96 in Richtung des Pfeils
Y von Fig. 1 und schließt damit das Paar von Greifelementen,
um den Flansch 196 des Werkzeugs 20 zu fassen.
Der Hauptspindelkopf 18 durchläuft dann die zweite Phase der
"Doppelbetätigungs"-Bewegung bis zu der in Fig. 4
dargestellten Position. Während dieser zweiten Phase wird der
Werkzeugträger 24 zusammen mit dem Hauptspindelkopf 18 um
einen größeren Abstand angehoben, beispielsweise 30 mm im
vorliegenden Fall, da die Walze 160 der ersten Kurbel 28 auf
der geneigten Nockensteuerfläche 164 der ersten Nocken- oder
Steuerscheibe 162 aufliegt. Während der Hauptspindelkopf 18
die zweite Phase der "Doppelbetätigungs" -Bewegung durchführt,
liegt die Walze 180 des langen Arms der zweiten Kurbel auf
der zweiten Nocken- oder Steuerscheibe 188 auf, die in ihrer
oberen festen Position verharrt. Dadurch wird die Kurbel 30
um die Welle 176 gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Die an dem
Ende des kurzen Armes 182 vorgesehene Gabel 81 berührt dann
den senkrechten Kreuzstift 72 und drückt ihn nieder. Dadurch
werden die Kugeln vom Zapfen 64 des Werkzeugs 20 freigegeben.
Das Werkzeug wird dann von der Werkzeughalterung 52 an der
Spitze der Hauptspindel 26 freigegeben. Wie früher erwähnt,
wird das Werkzeug 20 immer noch von dem im Werkzeugmagazin
installierten Werkzeughalter 96 gehaltert, so daß das
freigegebene Werkzeug 20 nicht herabfällt. Obwohl der an dem
Werkzeugträger 24 befestigte Kniehebel 142 bezüglich der am
Rahmen 16 befestigten, mit einer Nut versehenen Nocke 152
angehoben wird, durchläuft der Kniehebel keine
Nockensteuerung, da der Nockenstößel 144 schon den geneigten
Teil der gekrümmten Nut 150 verlassen hat und in dem Teil der
Nut liegt, der parallel zur Achse der Hauptspindel 26
verläuft.
Der Hauptspindelkopf 18 durchläuft anschließend eine dritte
Phase der "Doppelbetätigungs"-Bewegung der vorliegenden
Erfindung bis zu der in Fig. 5 dargestellten Position. In
der dritten Phase wird der Spindelkopf 18 um einen noch
größeren Abstand angehoben, beispielsweise im vorliegenden
Fall 35 mm. Während der oberen Bewegung wird die Walze 160
der ersten Kurbel 28, die auf der zweiten Nocken- oder
Steueroberfläche 165 der ersten Nocken- oder Steuerscheibe
162 aufliegt, gedreht, so daß die Kurbel 28 gegen den
Uhrzeigersinn um die Welle 158 gedreht wird. Während sich
also der Spindelkopf 18 weiter nach oben bewegt, bewegt sich
der Werkzeugträger 24 um 25 mm nach unten. Die Walze 180 der
zweiten Kurbel 30 läuft auf der flachen Fläche der Nocken-
oder Steuerscheibe 188, so daß die Kurbel 30 keine
Nockensteuerung erfährt. Die Zugstange 76 bleibt nach unten
gedrückt, um den Zapfen 64 in Freigabestellung zu halten. Der
Werkzeughalter 96 hält das Werkzeug 20 in einer festen Lage,
so daß der Dorn 62 des Werkzeugs 20 aus der Werkzeughalterung
52 an der Spitze der Hauptspindel 26 herausgezogen wird, wenn
der Spindelkopf 18 angehoben und der Werkzeugträger 24
abgesenkt wird.
Anschließend durchläuft der Spindelkopf 18 eine vierte
Bewegung, d. h. eine "Rückkehr"-Bewegung, wie sie in Fig. 6
dargestellt ist. Dabei wird der Spindelkopf 18 beispielsweise
um 10 mm nach oben geführt. Bei dieser Betätigung wird die
Walze 160 der ersten Kurbel 28 auf der flachen Oberfläche der
ersten Nocken- oder Steuerscheibe 162 gehalten, so daß keine
Nockensteuerung erfolgt. Da also der Werkzeugträger 24 in
einer vorbestimmten Position festgehalten wird, bewegt sich
nur der Spindelkopf 18 nach oben. Der Spindelkopf 18 wird
gestoppt, wenn er oberhalb des Zapfens 64 des Werkzeugs 20
liegt, das vom Werkzeughalter 96 gehalten wird.
Anschließend positioniert der Motor 102 im Werkzeugmagazin 22
das abgenommene Werkzeug 20 durch Drehung weg von der
Werkzeughalterung 52. Dabei gelangt ein neues oder anderes
Werkzeug 20' in die Position unter der Werkzeughalterung 52
und stoppt in axialer Ausrichtung mit dem Spindelkopf 18.
Anschließend werden die oben anhand der Fig. 2 bis 6
beschriebenen Schritte wiederholt, aber in umgekehrter
Reihenfolge, um die "Doppelbetätigung" abzuschließen und das
Werkzeug automatisch zu ersetzen. Das heißt also, daß der
Hauptspindelkopf 18 um 45 mm abgesenkt und der Dorn 62 des
Ersatzwerkzeugs in die Werkzeughalterung 52 eingesetzt wird.
Der Spindelkopf 18 wird dann weiter um 30 mm abgesenkt, so
daß die zweite Kurbel 30 nicht mehr auf die Zugstange 76
drückt. Unter Wirkung der Federringe 78 wird dann das
Werkzeughalteelement 66 bis zur Berührung mit dem Zapfen 64
des Ersatzwerkzeugs 20' geführt. Wenn dann der
Hauptspindelkopf 18 und der Werkzeugträger 24 um 20 mm
gesenkt werden, arbeitet der Kniehebel 142 in umgekehrter
Richtung, um den Wellenstift 138 des Werkzeughalters 96 in X-
Richtung von Fig. 1 zu drücken und die Greifelemente zu
öffnen, so daß das Ersatzwerkzeug aus dem Werkzeugträger 24
freigegeben wird.
Die Wirkungsweise einer bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Werkzeughaltevorrichtung wird nun anhand
der Fig. 7 bis 12 erläutert.
Entsprechend der Darstellung in Fig. 11 wird der Spindelkopf
18 vertikal bis zu einer vorbestimmten Position bewegt, wie
es in der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr.
155338/1985 beschrieben wird. Dann wird das Werkzeugmagazin
22 durch den Motor 102 so gedreht, daß ein von den Fingern
200 gehaltenes vorbestimmtes Werkzeug 20 unter die Spindel 26
positioniert wird. Anschließend wird der Spindelkopf 18 bei
festgehaltenem Werkzeugmagazin 22 nach unten bewegt, so daß
das Werkzeug 20 am unteren Ende der Spindel 26 befestigt
werden kann.
Unter dieser Bedingung wird der Spindelkopf 18 um einen
vorbestimmten Abstand nach unten bewegt. Bei dieser
Betriebsweise wird das Werkzeugmagazin 22 ebenfalls zusammen
mit dem Spindelkopf 18 nach unten bewegt. Bei dieser nach
unten gerichteten Bewegung des Werkzeugmagazins dreht sich
der Kniehebel 250 unter dem Einfluß der Nockenscheibe 252 aus
der durch die durchgezogene Linie angedeuteten Lage in die
Position, die durch eine Kettenlinie mit zwei Punkten
dargestellt ist, so daß die Verschiebestange 254 um einen
bestimmten Abstand nach unten bewegt wird. Diese Schrittfolge
ist in Fig. 12 dargestellt.
Wenn die Verschiebestange 254 nach unten bewegt wird, bewegt
sich der Stab 256 für die Freigabe der Finger ebenfalls nach
unten. Als Folge davon stößt das untere Ende des Stabes 256
gegen die obere Oberfläche des Federgehäuses 272. Dadurch
wird das Federgehäuse 272 längs der Führungsnut 278 gegen die
elastischen Kräfte der Federn 276 nach unten bewegt (Fig.
7).
Bei diesem Betrieb wird der Stift 273 ebenfalls nach unten
bewegt, so daß die ersten Verbindungsglieder 270 eine Drehung
im Uhrzeigersinn erfahren, während die zweiten
Verbindungsglieder 271 gegen den Uhrzeigersinn gedreht
werden.
Wenn die ersten und zweiten Verbindungsglieder 270 und 271
mit Hilfe der Stifte 266 und 267 entsprechend der obigen
Beschreibung gedreht werden, dreht sich der Flansch 284 im
Uhrzeigersinn um die Drehwelle 264, während der Flansch 285
eine Drehung um die Drehwelle 265 gegen den Uhrzeigersinn
ausführt (Fig. 9). Dadurch werden die Klemmklinken 268 und
269 gedreht, um das Werkzeug 20 aus den Fingern 200
freizugeben.
Unter dieser Bedingung durchläuft der Spindelkopf 18 den
Abstand zwischen den Klemmklinken 268 und 269, die das
Werkzeug 20 freigegeben haben, d. h. der Spindelkopf 18 wird
um einen vorbestimmten Abstand nach unten bewegt und das
Werkstück bearbeitet.
Nach der Bearbeitung des Werkstücks kann das Werkzeug 20
automatisch ersetzt werden, indem die Reihenfolge der oben
beschriebenen Bedienungsschritte umgekehrt wird. Nachdem an
dem Werkstück eine Reihe von Bearbeitungsvorgängen
durchgeführt wurden, kann es notwendig sein, die Werkzeuge 20
im Werkzeugmagazin 22 durch neue oder andere Werkzeuge zu
ersetzen, und zwar in Abhängigkeit vom Abnutzungsgrad der
Werkzeuge oder dem Zustand des bearbeiteten Werkstückes.
Dieser Werkzeugaustausch mittels der erfindungsgemäßen
Werkzeugentnahmevorrichtung wird nun beschrieben.
Nachdem die Betriebsart eines (nicht dargestellten) mit der
Werkzeugmaschine verbundenen numerischen Steuergeräts auf
Handbetrieb umgeschaltet wurde, wird das Werkzeugmagazin 22
gedreht, so daß ein zu entnehmendes Werkzeug 20 auf die
Werkzeugentnahmeposition positioniert wird, die im oberen
Teil des Werkzeugmagazins vorgesehen ist (Fig. 11).
Unter dieser in Fig. 14 dargestellten Bedingung hält die
Bedienungsperson das Werkzeug 20 und dreht den
Betätigungshebel 304 im Uhrzeigersinn aus der durch eine
durchgezogene Linie dargestellten Ruheposition in die
Betätigungsposition, die durch eine strichpunktierte Linie
angedeutet ist. Dadurch wird der Trägerstab 300 im
Uhrzeigersinn gedreht, während der Druckhebel 306 aus der
durch eine durchgezogene Linie dargestellten Ruheposition in
die Betätigungsposition gebracht wird, die durch eine strich
punktierte Linie dargestellt ist. Wie in Fig. 10 (b) gezeigt
ist, drückt das Ende des Druckhebels 306 gegen die obere
Oberfläche des erwähnten Federgehäuses 272, die daher nach
unten gegen die elastischen Kräfte der Feder 276 bewegt wird.
Während das Federgehäuse auf diese Weise nach unten
verschoben wird, bewegen sich die Verbindungsglieder 270, 271
und die Klemmklinken 268, 269 aus der Werkzeughalteposition
(die durch durchgezogene Linien dargestellt ist) in die
Werkzeugfreigabeposition (die durch eine strichpunktierte
Linie dargestellt ist), so daß das Werkzeug 20 von den
Klemmklinken 268 und 269 freigegeben wird. Damit kann das
Werkzeug 20 einfach aus dem Werkzeugmagazin 22 entnommen
werden.
Um ein neues Werkzeug 20 zu laden, wird der Betätigungshebel
304 betätigt, um die Klemmklinken 268 und 269 so zu
verschieben, daß sie das neue Werkzeug 20 greifen.
Entsprechend der obigen Beschreibung wird in der
beschriebenen Werkzeugmaschine ein Werkzeug durch den
erfindungsgemäßen Werkzeughalter in einer Richtung gehalten,
die im wesentlichen senkrecht zu den Achsen der Fingerdrehung
des Werkzeughalters liegt. Dadurch können die Finger das
Werkzeug freigeben, ohne daß benachbarte Finger gestört
werden. Ferner ergibt sich eine kleinere Größe für die
Werkzeugmaschine.
Schließlich ist eine Werkzeugentnahmevorrichtung auf dem
Werkzeugträger vorgesehen, so daß ein Werkzeug einfach und
sicher dem erfindungsgemäßen Werkzeughalter entnommen werden
kann.
Claims (7)
1. Werkzeughaltevorrichtung für ein Werkzeugmagazin (22)
einer Werkzeugmaschine mit:
- a) einer Hauptspindel (26), die an einem relativ zur Werkzeugmaschine beweglichen Rahmen (16, 18) gelagert ist, welche an ihrem einen Ende eine Werkzeughalterung (52, 66) für auswechselbare Werkzeuge (20) aufweist.
- b) einem auf einem relativ zum Rahmen (16, 18) beweglichen Werkzeugträger (24) drehbar gelagerten Werkzeugmagazin (22), das eine Vielzahl von an ihrem Umfang angeordneten Werkzeughaltevorrichtungen (96) aufweist, die mittels zweier Greiffinger das jeweilige Werkzeug (20) halten und in der Wechselposition des Werkzeugs dieses in einer zur Spindelachse senkrechten Richtung klemmen, und
- c) einer Betätigungsvorrichtung für die Greiffinger, welche in Abhängigkeit von der relativen Stellung von Rahmen (16, 18) und Werkzeugträger (24) das jeweilige Werkzeug klemmen oder freigeben,
- a) die Greiffinger im wesentlichen L-förmig ausgebildet sind, wobei jeder Greiffinger an seinem freien Ende eine Klemmklinke (268, 269) bildet,
- b) jeder Greiffinger an seinem dem freien Ende abgekehrten Endteil (262, 263) um eine in der Wechselposition des Werkzeugs senkrecht zur Spindelachse stehende Achse (264, 265) drehbar an dem Werkzeugmagazin (22) gelagert ist,
- c) und die Achsen (264, 265) der Greiffinger (200) zwischen der Klemmstelle der Klemmklinken (268, 269) und der Drehachse (102) des Werkzeugmagazins (22) verlaufen.
2. Werkzeughaltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an jedem der beiden L-förmigen
Greiffinger (200) Betätigungshebel (284, 285) ausgebildet
sind, welche mittels zweier Verbindungsglieder (270, 271)
miteinander verbunden sind, die zusammen ein Kniegelenk
bilden, und daß an diesem Kniegelenk ein mit dem Rahmen
(16, 18) in Wirkverbindung stehendes Betätigungselement
(256) angreift.
3. Werkzeughaltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Betätigungselement von einer
Schubstange (256) gebildet wird.
4. Werkzeughaltevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß am Kniegelenk (270, 271)
Schließfedern (276) für die Klemmklinken (268, 269)
angreifen.
5. Werkzeughaltevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kniegelenk (270, 271) an einem
Stift (273) eines in Kraftrichtung der Schließfedern
(276) beweglich gelagerten Federgehäuses (272) angelenkt
ist.
6. Werkzeughaltevorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche,
von Hand bedienbare Betätigungsvorrichtung (315) zum
Öffnen der Klemmklinken (268, 269) vorgesehen ist.
7. Werkzeughaltevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß ein von Hand betätigbarer Druckhebel
(306) mit dem Kniegelenk (270, 271) in Eingriff bringbar
ist.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1986015270U JPH0524426Y2 (de) | 1986-02-05 | 1986-02-05 | |
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Publications (1)
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ID=27433820
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3745111C2 (de) |
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- 1987-02-05 DE DE3745111A patent/DE3745111C2/de not_active Expired - Fee Related
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