DE3751299T2 - Befestigungswerkzeug mit koppelbegrenzung. - Google Patents
Befestigungswerkzeug mit koppelbegrenzung.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Befestiger mit Innengewinde, wie im Oberbegriff von Anspruch 1 definiert, und auf ein Verfahren zum Montieren dieses Befestigers.
- Ein Befestiger dieser Art und ein Verfahren zum Montieren ist in der US-A-4 544 312 offenbart. Der bekannte Befestiger ist als Muffe ausgebildet und umfaßt drei in Umfangsrichtung beabstandete Vorsprünge, die an einer zylindrischen Außenoberfläche der Muffe ausgebildet sind und von ihr wegstehen, wobei die radiale Abmessung der Vorsprünge größer ist als die radiale Abmessung der Bereiche der zylindrischen Oberfläche der Muffe zwischen den Vorsprüngen. Die Muffe kann durch einen standardisierten Deltoid-Steckschlüssel montiert werden, der drei flache Seiten hat. Der Abstand zwischen einer Tangente an benachbarte Vorsprünge und der Achse der Muffe ist kleiner als der Abstand zwischen der Basis des Trogs und der Achse, so daß die zylindrische Oberfläche der Muffe zwischen den Vorsprungen die flachen Seiten des Steckschlüssels berührt, und die Höhe der Belastung und die Materialfestigkeit der Muffe wird derart ausgewählt, daß der Steckschlüssel das Material der Vorsprünge radial nach innen in Richtung auf die Achse der Muffe preßt, um im mit der Muffe zusammenwirkenden Bolzen ausgebildete Furchen auszufüllen.
- Die US-A-3 763 275 offenbart einen Befestiger mit einer mit Riefen versehenen, äußeren Oberfläche, die einen speziell angepaßten Schlüssel erfordert, der eine mit übereinstimmenden Riefen versehene innere Oberfläche hat. Die Abmessung der Vor-Sprünge und die Festigkeiten des Materials für die Muffe sind derart ausgewählt, daß die Vorsprünge bei einer vorbestimmten Vorlast wegbrechen.
- Bei einem standardisierten, mit Gewinde versehenen Befestigungssystem mit einem Befestiger mit Außengewinde und einem Befestiger mit Innengewinde, wird der Befestiger mit Innengewinde auf den mit Außengewinde versehenen Befestiger aufgeschraubt. Angriffsflächen beider Befestiger sind zum Eingriff mit Schraubwerkzeugen ausgebildet, die sie festziehen und ein oder mehrere Werkstücke dazwischen zusammenklammern, oft mit zwischengelegten Beilagscheiben. Die Kombination der Befestiger und der Werkstücke sind als "Verbindung" bekannt. Befestiger mit Außengewinde sind verschiedentlich bekannt als "Zapfen", "Schrauben", "Bolzen" oder "Stifte". Befestiger mit Innengewinde sind verschiedentlich bekannt als "Muttern" oder "Muffen". Werkstücke werden manchmal als "Bleche" oder "Strukturelemente" bezeichnet.
- Befestiger tragen Lasten entlang ihrer Achsen, Zuglasten und, radial zu den Achsen, Scherlasten. Die Zugbelastung existiert immer aufgrund der Klemmkräfte, die durch den Stift und die Muffe auf die Bleche ausgeübt wird. Diese Belastung ist bekannt als "Spannkraft" oder "Vorlast". Wenn die Befestiger zwei oder mehrere Bleche miteinander verbinden und die Bleche werden in ihren Ebenen belastet, kann ein Blech über das andere gleiten. Wenn diese Belastung der Bleche auftritt, wird sie durch die Befestiger aufgehalten, und die Bleche belasten die Befestiger mit einer Scherkraft. Scherbelastungen wirken quer zu den Achsen der Befestiger und quer zur Zugbelastung. Ein zyklisches Belasten eines Befestigers kann ein Versagen durch Ermüdung erzeugen. In der Luftfahrt ist ein Versagen durch Ermüdung bei Scherbelastung am kritischsten.
- Eine angepaßte Spannkraft oder Vorlast ist für eine befriedigende Verbindung absolut notwendig. Ein Befestiger, der durch Reaktionskräfte auf die Spannkraft in angemessener Weise belastet ist, widersteht dem Ermüdungsbruch. Die Vorlast trägt weiterhin dazu bei, daß die Strukturelemente einem Ermüdungsbruch widerstehen. Dementsprechend ist es wünschenswert, die Spannkraft zu wissen, die durch einen Befestiger auf eine Struktur ausgeübt wird, um sicher zu sein, daß die Verbindung eine angemessene Ermüdungsfestigkeit aufweist. Eine angemessene Spannkraft verhindert weiterhin, daß das Blech verrutscht und sich abnutzt, und sichert gegen Lastverlagerung und einem Versagen der Verbindung.
- Die Spannkraft steht in Wechselwirkung mit dem Widerstand einer Muf fe weiter auf einen Stift und gegen ein Werkstück geschraubt zu werden, in dem man ein Drehmoment auf die Muffe aufbringt. Wenn die Spannkraft größer wird, wird der Widerstand gegen ein weiteres Aufschrauben größer und das erforderliche Drehmoment, um die Muffe zu drehen, erhöht sich.
- Diese Tatsache wurde in Befestigern ausgenutzt, um eine vorbestimmte Spannkraft zu entwickeln, in dem man das Festziehen durch ein Versagen eines Aufschraubbereiches an der Muffe beendete. Das US-A-2 940 495 (G.S. Wing) und das US-A-4 260 005 (Edgar Stencel) beschreiben zwei Arten dieser Befestiger.
- Das Wing-Patent beschreibt eine Muffe, wie sie häufig in der Luftfahrtindustrie verwendet wird. Sie hat einen Schraubbereich, der mit einem Innengewindebereich über einen brechbaren Bruchhalskragen verbunden ist. Der Kragen bricht beim Aufbringen eines vorbestimmten Drehmomentes, das einer gewünschten Spannkraft entspricht. Ein unrunder Bereich des Gewindebereiches stellt eine Gewindesperre dar, in dem er fest gegen die Gewinde des zugeordneten Stiftes drückt. Ein Problem mit dieser Art eines Befestigers ist es, daß er Abfallteile, d.h. den Schraubbereich, erzeugt. Das Abfallteil muß aus der Umgebung, in der der Befestiger montiert ist, entfernt werden. Diese Art eines Befestigers ist weiterhin vergleichsweise teuer, da er einen erheblichen Bearbeitungsaufwand erfordert, um ihn herzustellen, und der zerbrechbare Brechhals muß sehr geringe Toleranzen einhalten, um enge Toleranzen des Abbrech-Drehmomentes zu schaffen.
- Das Stencel-Patent beschreibt eine Muffe, die eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung beabstandeter Vorsprünge an ihrer axialen Außenseite aufweist, die als Schraubflächen und zur Begrenzung des Drehmomentes dienen. Ein Schraubwerkzeug, beispielsweise ein dreieckig geformter Steckschlüssel, hat Planflächen, die mit den Flanken der Vorsprünge in Eingriff treten und die Muffe relativ zum Stift verdrehen. Wenn eine vorbestimmte Spannkraft erreicht ist, versagen die Vorsprünge durch Radialdruck und verbinden sich mit dem Körper der Muffe, wobei das Aufschrauben und Festziehen beendet wird, da die Vorsprünge nicht länger eine Angriffseinrichtung für das Montagewerkzeug bilden. Die Stencel-Muffe erzeugt eine Gewindeverbindung durch Deformation des Muffenmaterials der Vorsprünge radial einwärts gegen das Gewinde des zugeordneten Stiftes, wenn die Vorsprünge versagen.
- Beim Montieren von Befestigern eingesetzte Schlagschrauber arbeiten schnell. Das Versagen des Bruchhalses des Wing- Befestigers und der Vorsprünge des Stencel-Befestigers findet über sehr wenige Winkelgrade der Drehbewegung statt und tritt sehr schnell auf, wenn ein Schlagschrauber verwendet wird. Das schnelle Aufbringen der Montagedrehmomente auf eine Muffe kann dazu führen, daß etwas von der gewünschten Vorbelastung durch die Entspannung der Bleche verlorengeht. Die Entspannung resultiert aus der kontinuierlichen Verformung der Bleche nach der anfänglichen Belastung. Eine Blechentspannung tritt gewöhnlich deshalb auf, weil mehr als ein Befestiger notwendig ist, alle Teile zusammenzuziehen. Eine derartige Deformation reduziert die Belastung pro Flächeneinheit und die absolute Belastung, da sich das Material von der geklammerten Zone hinwegbewegt. Wenn der Bruchhals oder die Vorsprünge versagen, versagen sie bei einem Drehmoment, das einer gewünschten Vorlast entspricht. Die belasteten Bleche können sich jedoch entspannen und etwas von der Vorlast geht verloren. Diese Entspannung ist ein zeitabhängiges Phänomen, wobei mit einer langsamen Entwicklung der Vorlast die Entspannung und der Verlust der Vorlast gering ist.
- Es kann weiterhin wünschenswert sein, die Vorlast selbst mit der gleichen Muffe zu verändern. Wenn beispielsweise Bleche nicht so druckfest sind als andere Bleche, kann es notwendig sein, die auf sie wirkende Druckbelastung zu verringern.
- In einigen Anwendungsfällen ist ein zweites Anziehen wünschenswert, um die Vorlast über die konstruktionsbedingte Vorlast zu erhöhen, oder eine Entspannung zu kompensieren. Ein zweites Festziehen ist bei den Standard-Ausführungsformen der Wing- und Stencel-Muffen unmöglich. Diese Muffen sind weiterhin schwierig zu entfernen, nachdem sie montiert wurden, da dann Schraubbereiche fehlen.
- In einigen Anwendungsfällen ist ein direktes Aufschrauben unmöglich, da der Platz begrenzt ist, und das Aufschrauben muß von der Seite der Muffe geschehen, d.h. mit einem Schraubwerkzeug mit offenem Ende.
- Die vorliegende Erfindung, wie sie in Anspruch 1 definiert ist, schafft einen Befestiger mit Innengewinde, der mit Standard- Schraubwerkzeugen, wie beispielsweise einen Sechskantschlüssel oder einem Kugel-Schraubenschlüssel, installiert oder entfernt werden kann. Beim Drehen mit einem Kugel-Schraubenschlüssel versagen die Vorsprünge der Muffe, nachdem eine vorbestimmte Vorlast erreicht wurde, in dem eine oder mehrere Kugeln des Schraubenschlüssels eine Furche durch sie hindurchziehen. Ein Kugel-Schraubenschlüssel kann weiterhin gegen die Vorsprünge wirken, um die Muffe auf eine vorbestimmte Vorlast festzuziehen und Brinnellmarken als Zeichen zu hinterlassen, daß das Festziehen im gewünschten Ausmaß stattgefunden hat.
- Die vorliegende Erfindung plant einen Befestiger mit Innengewinde oder eine Mutter mit Innengewinde und einer Mehrzahl von sich in Axialrichtung erstreckender Vorsprünge mit gekrümmten äußeren Oberflächen. Diese Vorsprünge schaffen eine Schraubhilfe entweder für sphärisch gekrümmte Schraubelemente oder Schraubwerkzeugen mit flachen Oberflächen, wie beispielsweise Sechskantschlüssel oder Nußschlüssel. Die Tröge zwischen den Vorsprüngen gestatten es, daß sphärisch gekrümmte Schraubelemente an den Flanken der Vorsprünge anschlagen.
- Die Vorsprünge liegen innerhalb einer imaginären, regelmäßigen geometrischen Figur mit geraden Seiten, wie beispielsweise ein Sechseck. Jede Seite der Figur berührt eine Tangente an der Oberfläche zwei aufeinanderfolgender Vorsprünge, so daß mit den Vorsprüngen ein Schraubwerkzeug mit flachen Seiten in Eingriff gebracht werden kann.
- In einem besonderen Ausführungsbeispiel definiert eine aufrechte, zylindrische Oberfläche, die konzentrisch mit der Achse der Mutter verläuft, die Oberfläche der Tröge, wobei die Vorsprünge sich von dieser Oberfläche in gleichmäßigen Intervallen radial nach außen erstrecken. Die Vorsprünge selbst haben Oberflächen, die auf tangentialen (sich tangierenden) Zylindern liegen, die in einem regelmäßigen Muster angeordnet sind, wobei die Achsen der Zylinder auf einer zweiten zylindrischen Oberfläche liegen, die konzentrisch mit der Achse der Mutter verläuft, und einen Radius aufweisen, der kleiner ist als der Radius des die Trogoberflächen definierenden Zylinders. Die Mutter hat bevorzugt sechs Vorsprünge. Es ist weiterhin bevorzugt, daß die Mutter eine Basis unterhalb der Vorsprünge aufweist, die mit einer Gegenbohrung zur Aufnahme unvollständiger Gewindegänge eines Befestigers mit Außengewinde versehen ist, wie dies in vielen Muttern oder Muffen Standard ist.
- Der mit Vorsprünge versehene Befestiger dieser Erfindung kann sowohl mit einem mit flachen Seiten versehenen Schraubwerkzeug oder einem Kugel-Schraubwerkzeug gedreht werden. Der Befestiger kann durch Rückschrauben gelockert und entfernt werden. Wenn er mit einem Kugelschlüssel aufgeschraubt wurde, signalisiert der Befestiger entweder durch Brinnellmarken oder durch Umfangsfurchen, wenn er bis zum gewünschten Grad festgezogen wurde.
- Diese und andere Merkmale, Aspekte und Vorteile der folgenden Erfindung werden deutlicher in der folgenden Beschreibung, den anhängenden Ansprüchen und den Zeichnungen.
- Fig. 1 zeigt das bevorzugte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Mutter in Seitenansicht;
- Fig. 2 zeigt die Mutter aus Fig. 1 in Draufsicht;
- Fig. 3 zeigt die Mutter aus Fig. 1 in Draufsicht beim Aufschrauben durch ein Schraubwerkzeug mit flachen Seiten.
- Fig. 4 zeigt die Mutter aus Fig. 1 in Seitenansicht aufgeschraubt in einer Verbindung mit Umfangsfurchen in ihren Vorsprüngen; und
- Fig. 5 zeigt die Mutter der Fig. 1 in Seitenansicht, aufgeschraubt in einer Verbindung mit Brinnellmarken an ihren Vorsprüngen.
- Die Fig. 1 und 2 zeigen das bevorzugte Ausführungsbeispiel einer gemäß der vorliegenden Erfindung ausgestalteten Mutter 10.
- Die Mutter 10 hat insbesondere einen Schraubbereich 12, eine Basis 14 und einen Übergangsbereich 16. In einer Axialbohrung 18 durch die Mutter ist ein Gewindebereich 20 und eine Gegenbohrung 21 angeordnet. Die Mutter hat eine Achse 23.
- Der Schraubbereich hat eine Vielzahl von Schraubvorsprüngen 22, die sich in Axialrichtung entlang der Längenausdehnung des Bereiches erstrecken. Jeder Vorsprung hat eine gekrümmte, sich in Axialrichtung erstreckende, äußere Oberfläche. Zwischen benachbarten Vorsprüngen erstrecken sich Tröge in Axialrichtung in Längenausdehnung des Schraubbereiches, wobei die äußeren Oberflächen oder Tröge 26 auf einem gemeinsamen aufrechten Zylinder liegen.
- In Fig. 2 ist die Geometrie der V6rsprünge und Tröge am besten zu sehen. Die Vorsprünge 22 haben äußere zylindrische Oberflächen, die durch die Oberflächen von tangentialen Zylindern 28 definiert sind. Diese Zylinder haben parallele Achsen 30, die auf einem Zylinder 32 liegen, der konzentrisch mit der Achse 23 der Nut ist, wobei die Achsen 30 ebenfalls parallel zur Achse 23 sind. Ein Pfeil 36 zeigt den Radius der Zylinders 32. Die Berührung oder tangentiale Anordnung der Zylinder 28 ist bei 38 zu sehen. Alle anderen Vorsprünge haben ebenfalls erzeugende Zylinder, die das gleiche Verhältnis wie die Zylinder 28 zueinander und zur Mutter haben.
- Die Tröge 26 fallen mit auf der Oberfläche eines aufrechten Zylinders zusammen, der eine mit der Achse 23 konzentrische Achse und einen Radius 40 aufweist. Der Radius 40 ist größer als der Radius 36, so daß die Tröge 26 auf die Zylinder 28 gut außerhalb der Zylinderachse 30 in Richtung auf die Außenseite der Mutter treffen.
- Eine Tangente 42 zwischen benachbarten Vorsprüngen ist in Radialrichtung von der Oberfläche der Tröge 26 beabstandet. Die Linie 42 repräsentiert eine Schraubf läche eines Schraubwerkzeuges mit flachen Seiten, wie beispielsweise einen Nußschlüssel, gegen die Vorsprünge.
- Die Oberseite des Vorsprungs hat eine leichte Abschrägung 44, um das Einsetzen eines Schraubwerkzeuges auf die Mutter zu erleichtern.
- Fig. 3 zeigt eine Mutter, auf die ein Schraubschlüssel 50 aufgebracht wurde. Die flachen Seiten des Schraubenschlüssels stoßen beim Festziehen an Tangentialpunkten 52 und beim Lösen an Tangentialpunkten 54 an. Die Tröge 26 liegen auf einem Zylinder innerhalb der Schraubflächen des Schraubwerkzeuges und sind von diesen Oberflächen beabstandet.
- Wenn mit einem Kugel-Schraubschlüssel gearbeitet wird, folgen die Kugeln den Trögen 26 und stoßen gegen die Vorsprünge 22. Ein geeignetes Schraubwerkzeug ist in einer korrespondierenden Anmeldung gezeigt. Fig. 2 zeigt eine Verbindung, hergestellt mit einer Mutter der vorliegenden Erfindung und einem kreisförmigen Schraubenschlüssel, der Furchen 60 durch die Vorsprünge 22 gezogen hat. Die Verbindung enthält die Mutter, einen Bolzen 62 und Werkstücke 64 und 66. Die Verbindung steht unter einer vorbestimmten Vorlast, bewirkt durch eine Spannkraft sowohl der Mutter 10 als auch des Bolzenkopfes 62 auf die Bleche 64 und 66. Diese Vorlast steht im Zusammenhang mit dem Nachgeben des Vorsprungsmaterials unter dem Umfangsdruck durch die Kugeln des Schraubwerkzeuges.
- Fig. 5 zeigt eine ähnliche Verbindung, bewirkt durch einen Kugel-Schraubschlüssel. Anstatt eine Furche 60 zu ziehen, hat der Schraubschlüssel jedoch die Vorsprünge bei 68 unter einer vorbestimmten Belastung mit Brinnellmarken versehen. Die Brinnellmarken repräsentieren den Anfang des Nachgebens des Vorsprungs, was, vollständig ausgeführt, Furchen 60 erzeugen würde. Die Brinnellmarken 68 können jedoch einer vorbestimmten Belastung entsprechen.
- Das Ausbilden von Brinnellmarken anstelle der Furchen kann unter der gleichen Vorlast erfolgen, die die Furchen erzeugt, wenn der Laufdurchmesser der Kugel auf dem Schraubwerkzeug kleiner ist. Es ist offensichtlich, daß die Vorlast mit Anzeige verändert werden kann, in dem man den Laufdurchmesser der Schraubwerkzeuge in geeigneter Weise wechselt. Die Mutter kann nochmals bis zum gleichen Wert mit einem Drehmoment belastet werden unter Verwendung von Schraubkugeln auf einer Laufbahn mit kleinerem Durchmesser, wobei sich die Furche vertiefen wird, und dies kann wieder und wieder getan werden. Die Anzahl der wiederholten Drehmomentbelastungen können durch die Schraubwerkzeuge bestimmt werden. Diese Mutter kann weiterhin je nach Bedarf wiederholt mit Drehmoment belastet werden, wobei die wiederholte Belastung neue Brinnellmarken hinzufügt.
- Brinnellmarken oder Furchen kennzeichnen die Mutter, so daß ein Kontrolleur weiß, daß sie bis auf einen vorbestimmten Wert festgezogen wurde.
- Die vorliegende Erfindung wurde beschrieben unter Hinweis auf bestimmte bevorzugte Ausführungsbeispiele. Der Schutzbereich der anhängenden Ansprüche sollte jedoch nicht notwendigerweise auf die vorangegangene Beschreibung beschränkt sein.
Claims (11)
1. Befestiger (10) mit einen Innengewinde (20), das durch ein
Standardschraubwerkzeug (50) mit flachen Seiten gegen ein
Werkstück (64, 66) geschraubt werden kann, wobei der
Befestiger (10) eine Achse (23), eine Mehrzahl von sich in
Axialrichtung erstreckender Vorsprünge (22) am der Befestiger
(10), wobei jeder Vorsprung (22) eine bogenförmige Krümmung
aufweist, wobei die Vorsprünge (22) derart ausgebildet sind,
daß sie durch den Druck bei einer vorbestimmten Vorlast
deformiert werden können, und einen Trog (26) enthält, der
zwischen jeden der Vorsprünge (22) angeordnet ist, wobei der
Trog (26) eine Basis mit einer radialen Abmessung (40)
aufweist, die geringer ist als die radiale Abmessung jeder der
bogenförmgen Oberflächen der Vorsprünge (22), dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (22) in einem Muster angeordnet
sind, das begrenzt wird durch eine imaginäre, regelmäßige
geometrische Figur, die konzentrisch mit der Achse (23) des
Befestigers (10) ausgerichtet ist, wobei jede gerade Seite
der geometrischen Figur tangential zu den Oberflächen eines
zugeordneten, benachbarten Paares der Vorsprünge (22)
angeordnet ist, und daß die radiale Abmessung (40) der Basis des
Trogs (26) geringer ist als der kleinste Abstand zwischen
einer Tangente (42) an die Oberflächen benachbarter Vorsprünge
(22) und der Achse (23), so daß nach dem Aufschrauben mit der
vorbestimmten Vorlast die Vorsprünge (22) in Reaktion auf den
durch ein sphärisch gekrümmtes Montageelement ausgeübten
Druck dem Umfangsdruck nachgegeben haben, und jede der
Vorsprünge (22) entweder eine sich in Umfangsrichtung
erstrekkende Furche (60) auf einem ersten Radius bei der
vorbestimmten Vorlast oder eine Brinellmarke (68) an den Vorsprüngen
(22) auf einem geringeren Radius bei der gleichen Vorlast
aufweist.
2. Befestigunger nach Anspruch 1, wobei alle Tröge (26) eine
sich axial erstreckende Oberfläche aufweisen, die auf einem
aufrechten Zylinder liegen, der eine Achse aufweist, die
konzentrisch zur Achse (23) des Befestigers (10) verläuft.
3. Befestiger nach Anspruch 1 oder 2, wobei die gekrümmte
Oberfläche jedes Vorsprunges (22) die eines aufrechten
Zylinders ist.
4. Befestiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei
die gekrümmten Oberflächen der Vorsprünge (22) sich auf
tangentialen, aufrechten Zylindern (28) mit gleichem Durchmesser
befinden.
5. Befestiger nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
sechs Vorsprünge (22) vorgesehen sind.
6. Befestiger nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
ferner enthaltend eine Gegenbohrung (21) in der Basis (14) des
Befestigers (10), wobei sich das innere Gewinde (20) in die
Gegenbohrung (21) öffnet, und einen Übergangsbereich (16)
benachbart der Basis (14).
7. Befestiger nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei
die äußere Oberfläche jedes Vorsprungs (22) auf ihrem
eigenen, aufrechten Zylinder (28) liegt, wobei dieser Zylinder
einen Radius aufweist, der gleich ist dem Radius jedes der
anderen aufrechten Vorsprungs-Zylinder (28), und wobei die
Achsen (30) aller aufrechten Vorsprungs-Zylinder (28) auf
einem gemeinsamen, aufrechten Zylinder (32) liegen, der
konzentrisch zur Achse (23) des Befestigers (10) verläuft, und
wobei jeder Trog (26) auf der Oberfläche eines zweiten
aufrechten Zylinders liegt, der konzentrisch mit der Achse (23)
des Befestigers (10) ist, wobei der Radius (40) des
aufrechten Trog-Zylinders geringer ist als der radiale Abstand
zwischen
der Achse (23) des Befestigers (10) und jedem Punkt an
der Oberfläche der Vorsprünge (22), jedoch größer ist als der
Radius (36) des gemeinsamen aufrechten Zylinders und geringer
als der Minimalabstand zwischen der Tangente (42) an den
Oberflächen benachbarter Vorsprünge (22) und der Achse (23).
8. Verfahren zum Montieren eines Befestigers (10) mit
Innengewinde, der eine Achse (23), eine Mehrzahl von sich in
Axialrichtung erstreckender Vorsprünge (22) am Befestiger
(10), wobei jeder Vorsprung (22) eine bogenförmige Krümmung
aufweist, die Vorsprünge (22) in einem Muster angeordnet
sind, das durch eine imagniäre, regelmäßige geometrische
Figur begrenzt ist, die konzentrisch mit der Achse (23)
verläuft und gerade Seiten aufweist, wobei jede Seite tangential
zu den Oberflächen eines zusammengehörigen Paars der
Vorsprünge (22) verläuft, so daß die Vorsprünge (22) ein
standardisiertes Schraubwerkzeug (50) mit flachen Seiten
aufnehmen können, und einen Trog (26) zwischen jedem der Vorsprünge
(22) enthält, der eine Basis mit einer radialen Abmessung
(40) aufweist, die geringer als die radiale Abmessung
jeder der gekrümmten Oberflächen der Vorsprünge (22) und
geringer als der Minimalabstand zwischen der Tangente (42) an
den Oberflächen benachbarter Vorsprünge (22) und der Achse
(23) ist, wobei das Verfahren die folgenden
Verfahrensschritte enthält:
Festziehen des Befestigers (10) bis auf eine vorbestimmte
Vorlast auf einem zugeordneten Befestiger (62) mit
Außengewinde und in einer Verbindung gegen ein Werkstück (64, 66),
indem durch mindestens ein sphärisch gekrümmtes
Montageelement eine Umfangsdruckkraft auf einen der Vorsprünge (22)
aufgebracht wird; und
Beendigung des Festziehens, wenn nur ein Teil der axialen
Länge des Vorsprunges (22) dem Umfangsdruck durch das
sphärisch gekrümmte Montageelement, das mit einer Oberfläche des
Vorsprungs (22) in Eingriff steht, nicht mehr widersteht.
9. Verfahren nach Anspruch 8, umfassend die Beendigung des
Festziehens gegen den Vorsprung (22), wenn durch das
Montageelement am Vorsprung (22) eine Brinellmarke (68) erzeugt ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, umfassend
ein Beendigen des Festziehens gegen den Vorsprung (22), wenn
das Montageelement eine Furche (60) durch den Vorsprung (22)
zieht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, umfassend
das nochmalige Festziehen des Befestigers (10) mit einem
Standardschraubwerkzeug mit flachen Seiten, das nach dem
ersten Festziehen an den Vorsprüngen (22) wirkt.
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