DE376243C - Verfahren zur Herstellung eines besonders wasseraufnahmefaehigen Mehles - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines besonders wasseraufnahmefaehigen Mehles

Info

Publication number
DE376243C
DE376243C DED36771D DED0036771D DE376243C DE 376243 C DE376243 C DE 376243C DE D36771 D DED36771 D DE D36771D DE D0036771 D DED0036771 D DE D0036771D DE 376243 C DE376243 C DE 376243C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flour
water
absorbent
production
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED36771D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KARL DIENST DIPL ING
Original Assignee
KARL DIENST DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KARL DIENST DIPL ING filed Critical KARL DIENST DIPL ING
Priority to DED36771D priority Critical patent/DE376243C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE376243C publication Critical patent/DE376243C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21DTREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
    • A21D6/00Other treatment of flour or dough before baking, e.g. cooling, irradiating or heating
    • A21D6/003Heat treatment

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines besonders wasseraufnahmefähigen IVlehles. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren, Mehl wasseraufnahmefähiger zu machen, ohne daß dieses durch die Behandlung seine Mehlform verliert.
  • Es ist bekannt, daß man die Wasseraufnahmefähigkeit von ' Getreidemehl dadurch steigern kann, daß man es in fein verteiltem Zustande mit feuchter heißer Luft in Berührung bringt, wobei die Berührung jedoch nicht länger als einige Sekunden dauern und die Temperaturerhöhung des Mehles nicht mehr als 30° C betragen darf.
  • Da das von der I\Iühle kommende Mehl bekanntlich nicht wärmer als 2o bis 25° C ist, so wird die Endtemperatur von So bis 55° C nicht überschritten. Bei derartigen Temperaturen können sich aber Änderungen, die eine erhebliche Steigerung der Wasseraufnahmefähigkeit bedingen, nicht vollziehen. Die Steigerung der Wasseraufnahmefähigkeit ist daher aufBruchteile vonProzentenbeschränkt.
  • Es ist ferner bekannt, die Wasseraufnahmefähigkeit von Getreidemehl dadurch zu steigern, daß man dieses, ebenfalls in fein verteiltem Zustande, mit Wasserdampf in Berührung bringt. Da sich das Mehl in Berührung mit dem Wasserdampf aber auf die Temperatur des Wasserdampfes erwärmt, während gleichzeitig eine Kondensation von Dampf eintritt, so ist beim Eintritt der Temperaturgleichheit von @Vasserdampf und Mehl die Wasseraufnahmefähigkeit des Mehles beendet. Sie beträgt bei der spez. Wärme des Mehles von rund o,.4 nur etwa bis G Ggwichtsteile auf roo des Mehlgewichtes. Die Wasseraufnahme ist also auf ein beschränktes.Maß begrenzt. Gleichzeitig ergibt sich aber bei diesem Verfahren noch der Nachteil, daß das Mehl seine natürliche Beschaffenheit in Weichheit und Griff, d. h. seine Mehlform, verliert und zu Körnchen, Grießen und Klümpchen zusammenbäckt, so daß es, um zum Mischen mit anderem Mehl bzw. zu Backzwecken verwendet werden zu können, -nochmals gemahlen werden muß.
  • Gemäß vorliegender Erfindung gelingt es, die Wasseraufnahmefähigkeit des Mehles, ohne daß dieses seine I-Iehlform verliert, über das bekannte Maß hinaus zu steigern. Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt: -Das zu behandelnde Mehl wird beispiels-. weise in einem horizontal liegenden Zylinder mit Dampfmantel und Rührwerk oder in einer Schnecke, wie sie ähnlich in Mühlen zum Transportieren von.Mehl üblich sind, jedoch mit geschlossenem von außen heizbarem Troge, der 2 bis 3 m .lang sein kann, auf Temperaturen über 70° C erwärmt. Das so erhitzte Mehl wird nun zerstäubt, indem man es auf ein z. B. mit -Seidengaze bespanntes Sieb mit etwa ¢0o Öffnungen auf den Quadratzentimeter führt und diesem Siebe eine Rüttelbewegung erteilt.
  • Das so in den Barunterliegenden Raum in Staubform niederfallende heiße Mehl (etwa 70° C) wird nun der Einwirkung von etwa die gleiche Temperatur besitzendem heißen @Vasser in \Tebelform. ausgesetzt, was dadurch geschehen kann, daß man heißes Wasser von etwa 70° C mit gespannter (komprimierter) Luft oder Gas oder aber auch Wasser von gewöhnlicher Anfangstemperatur durch gespannten Wasserdampf in Düsen bekannter Ausführung, wie üblich, fein zerstäubt (bei der letzten Ausführungsart wird die Erwärmung des Wassers durch den kondensierenden Dampf erreicht). Das Mehl fällt in dem Raum, in dem es der Einwirkung des zerstäubten heißen Wassers etwa i bis 2 Minuten ausgesetzt ist, zu Boden.
  • Das auf diese Weise erhaltene Produkt wird nicht sofort abgekühlt. Man kann es aus dem Behandlungsraum in Gefäße oder Behälter füllen und sich selbst überlassen, wobei sich das Mehl bekanntlich nur langsam abkühlt und so die angestrebte Wirkung der Veränderung der Mehlteilchen vervollständigt wird. Für den praktischen Betrieb kann es indessen zweckmäßig sein, das erhitzte und befeuchtete Mehl zur schnelleren Verv ollstän-(tigung der Wirkung durch eine zweite geheizte Schnecke, wie sie oben beschrieben ist, oder eine ähnliche Vorrichtung zu führen.
  • Die Erwärmung des Mehles vor der Befeuchtung über 70° C und die Befeuchtung desselben mit heißem Wasser während mindestens mehrerer Minuten auf eine die Verkleisterungstemperatur des Mehles nicht unterschreitende Temperatur hat zur Folge, daß das so behandelte Mehl einen erheblich höheren Prozentsatz Wasser (etwa 2o Prozent und darüber) in sich bindet, ohne dabei die Mehlform zu verlieren, als (lies bei den erwähnten bekannten Verfahren der Fall ist.
  • Es ist besser aufgeschlossen als (las nach diesen Verfahren erhältliche Mehl und kann ohne Trocknung, ohne Kühlung, ohne \ euvermahlung dem gewöhnlichen hehle zur Verbesserung seiner backtechnischen Eigenschaften zugesetzt werden.
  • Dadurch, (laß das Mehl besser aufgeschlossen ist, ist es den erwähnten bekannten Mehlprodukten gegenüber auch in backtechnischer Beziehung überlegen. Außerdem hat die Ausschaltung der Trocknung, Kühlung und NTeuvermahlung eine Verbilligung der Anlage und der Betriebskosten zur Folge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines besonders wasseraufnahmefähigen Mehles durch Behandlung des fein verteilten Mehles mit erhitztem warmen Wasser, dadurch gekennzeichnet,- daß das Mehl auf über 70'C erhitzt wird, ehe es der Einwirkung des etwa die gleiche Te , eratur besitzenden Wassers ausgesetzt wird, worauf man das Produkt ohne direkte Abkühlutg in Gefäßen oder Behältern sich selbst iiberläßt.
DED36771D 1919-12-03 1919-12-03 Verfahren zur Herstellung eines besonders wasseraufnahmefaehigen Mehles Expired DE376243C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED36771D DE376243C (de) 1919-12-03 1919-12-03 Verfahren zur Herstellung eines besonders wasseraufnahmefaehigen Mehles

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED36771D DE376243C (de) 1919-12-03 1919-12-03 Verfahren zur Herstellung eines besonders wasseraufnahmefaehigen Mehles

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE376243C true DE376243C (de) 1923-05-26

Family

ID=7043281

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED36771D Expired DE376243C (de) 1919-12-03 1919-12-03 Verfahren zur Herstellung eines besonders wasseraufnahmefaehigen Mehles

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE376243C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2136978C3 (de) Verfahren zur Verhinderung des Zusammenbackens von mit gehärtetem Öl überzogenen Teilchen
DE2132680A1 (de) Verfahren zur herstellung von pelletisierten glasgemengen
US1550650A (en) Colloidal-fungicidal sulphur composition
DE2461080C2 (de) Toilettenseifenstück
US1735356A (en) Method of comminuting gelatine
DE835385C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten von Getreide
DE396261C (de) Verfahren zum UEberfuehren von Sulfitablauge in trockenem Zustand
DE490015C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Calciumnitrat, insbesondere fuer Duengezwecke
DE531499C (de) Verfahren zum Trocknen von Gasen oder Gasmischungen fuer die synthetische Erzeugung von Ammoniak
AT110531B (de) Verfahren zur Behandlung von Weizen (Getreide).
DE528307C (de) Verfahren zur Verbesserung der Backfaehigkeit von Mehl
DE530291C (de) Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Alkalicyaniden
AT156790B (de) Verfahren zur Gewinnung von Grieß mit Hartgrießeigenschaften aus weichem Getreide.
DE835593C (de) Verfahren zur Herstellung von festen, kaltloeslichen Alkalisilicaten
DE534905C (de) Verfahren zur Herstellung harter, stark adsorbierender Gele von geringer scheinbarer Dichte
DE171507C (de)
DE841453C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylcellulosen in feinpulvriger Form
DE2360502A1 (de) Verfahren zur herstellung von festen, wasserhaltigen alkalisilikaten
AT118223B (de) Dauerkultur von Gärerregern sowie Misch- und Versandtgefäß für dieselbe.
DE452485C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines besonders backfaehigen, aufgeschlossenen Getreidemehls aus kleberhaltigem Mehl
DE942564C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten von Staerke mit Formaldehyd und/oder Acetaldehyd
DE659635C (de) Verfahren zur Herstellung eines Streumehls fuer Baeckereizwecke
DE585725C (de) Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels aus Scheideschlamm
DE885828C (de) Verfahren zum Kruemeln von Zementrohmehl fuer die Verblase-Sinterung
AT217837B (de) Verfahren zum Mahlen von Gewürzen