DE376602C - Vorrichtung zur selbsttaetigen Quer- und Laengsstabilisierung von Flugzeugen mittelskommunizierender, mit stromleitender Fluessigkeit gefuellter Roehren - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttaetigen Quer- und Laengsstabilisierung von Flugzeugen mittelskommunizierender, mit stromleitender Fluessigkeit gefuellter Roehren

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DE376602C
DE376602C DEW55439D DEW0055439D DE376602C DE 376602 C DE376602 C DE 376602C DE W55439 D DEW55439 D DE W55439D DE W0055439 D DEW0055439 D DE W0055439D DE 376602 C DE376602 C DE 376602C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C17/00Aircraft stabilisation not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Es sind selbständig wirkende Vorrichtungen bekannt, um Flugzeuge, die durch Vertikalboen oder andere Einwirkungen in die Schräglage gedrückt oder gekippt werden, in die Längs- und Querrichtung zu stabilisieren. Zu diesem Zwecke werden u. a. mit stromleitender Flüssigkeit gefüllte kommunizierende Röhren verwendet, in die je eine oder mehrere elektrische Kontakte eintauchen, derart, daß bei Erreichen einer bestimmten Schräglage des Flugzeuges Stromschluß erfolgt und durch Einschaltung von Relais die Steuerungsteile beeinflußt werden. Die Erfindung betrifft eine besondere Ausführungsform solcher Stabilisierungsvorrich-
IS tungen und kennzeichnet sich dadurch, daß zwei miteinander gekuppelte, mit stromleitender Flüssigkeit gefüllte Röhren in den Stromkreis eines Elektromotors so eingeschaltet sind, daß der Elektromotor bei gemeinsamer Neigung der beiden Röhren in der einen Richtung nach rechts und bei der gemeinsamen Neigung der Röhren in der anderen Richtung nach links gedreht wird und dementsprechend mittels Gestänge die zu den Steuerflächen führenden Steuerseile in der einen oder anderen Richtung bewegt.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. In der Mitte des Flugzeuges ist in genau wagerechter Lage ein Ouecksilbergefäß angeordnet, das aus zwei Paaren neben- oder übereinander angeordneter U-förmiger Röhren i, 2 aus isolierendem Material besteht. Neigt sich das Flugzeug leicht nach einer Seite, z. B. nach links, so berührt der Spiegel des Quecksilbers nach dem bekannten Gesetz der kommunizierenden Röhren zunächst den untersten der drei in die äußere Röhre 2 ragenden Stifte oder Kontakte 3.
Hierdurch wird der von einer kleinen Dynamomaschine 4 gespeiste Strom geschlossen. Dieser verläuft von dem Kontakt 3 über den vollen Widerstand 5 zur Dynamomaschine 4, von hier zur Klemme 6 eines Mptors 7, verläßt diesen bei Klemme 8 und gelangt zum Kontakt 9 des inneren Gefäßes 1; da dieses, ebenso wie das äußere Gefäß 2 nach links geneigt ist, taucht auch der Kontakt 9 in die Flüssigkeit des Gefäßes i. Der Strom tritt daher aus dem Kontakt 10 des inneren Gefäßes zur Motorklemme 11, verläßt den Motor bei 12 und tritt bei Kontakt 13 in die Flüssigkeit des äußeren Gefäßes 2,
durch die der Stromschluß zum Kontakt 3 gebildet wird.
Der Motor 7 ist ein Hauptstrommotor, bei welchem Magnetwicklung und Ankerwicklung hintereinandergeschaltet sind. Diese Motorenart ist für die Zwecke der Erfindung vorzugsweise geeignet, da bei plötzlich auftretenden starken vertikalen Stoüboen infolge der äugen- ι blicklichen scharfen Neigung des Flugzeuges [ sofort eine Belastung mit der ganzen verfügbaren Stromstärke eintritt.
Infolge der Erregung des Motors 7 erfährt dieser eine Drehbewegung, die er mittels einer ; Übersetzung auf ein Zahnsegment 14 überträgt, ' das mittels eines Doppelhebels 15 die beiden zu den Verwindungssteuern führenden Seilzüge 16 und 17 beeinflußt. Eine an dem Gestänge j 14, 15 angreifende Zugfeder 18 hält dasselbe bei • ruhendem Motor 7 in der mittleren Ausgangslage fest.
Der Stromschluß durch den Kontakt 3 erfolgt nur bei schwacher Neigung der Gefäße 1, 2. Hierbei wird der volle Widerstand 5 eingeschaltet, so daß die Drehung des Motors 7 und daher der Ausschlag des Doppelhebels 15 nur i geringfügig ist. Bei stärkeren Neigungen des \ Flugzeuges werden nacheinander die anderen Kontaktstifte 3', 3" vom Quecksilber des Ge- ι fäßes berührt. Bei Berührung des Kontaktes 3' ■ wird bei der dargestellten Ausführungsform nur j der halbe Widerstand 5 in den Stromkreis eingeschaltet, der im übrigen in gleicher Weise ver- j läuft. Erreicht der Ouecksilberspiegel den i Kontakt 3", dann ist der Widerstand 5 aus- j geschaltet und der Motor 7 erhält den Strom in voller Stärke zugeführt, so daß ein kräftiges Anziehen der Steuerseile 16 bezw. 17 um den j vollen Betrag des Schwingungsvermögens der : Ouersteuerklappen erfolgt. j
Der gleiche Vorgang spielt sich ab bei Neigung j des Flugzeuges nach der entgegengesetzten Seite, also nach rechts. Es kommen hierbei je nach der Stärke der Neigung die Kontakte 18, 18', 18" mit dem Flüssigkeitsspiegel des inneren Gefäßes 1 in Berührung. Von hier aus geht der | Strom zum Widerstand 5, durchläuft diesen \ ganz, sofern er vom Kontakt 18 kommt, zur Hälfte, falls er vom Kontakt iS' kommt und gar nicht, sofern er vom Kontakt 18" ausgeht. Weiterhin gelangt der Strom wiederum zur Dynamo 4, den Klemmen 6 und 8 des Motors 7, | zum Kontakt 19 des äußeren Behälters 2, ; wandert durch das Quecksilber des letzteren zum j Kontakt 13, von hier zur Klemme 12 des Mo- j tors, um diesen bei Klemme 11 zu verlassen und zum Kontakt 10 zurückzukehren, wo er durch die Flüssigkeit des Gefäßes 1 den Stromschluß mit einem der Kontakte 18, i8', 18" herstellt, i Beim Neigen der Gefäße 1 und 2 nach rechts läuft der Motor 7 in der entgegengesetzten Drehrichtung wie beim Neigen der Gefäße nach links.
Statt eines einzigen Motors 7 können auch zwei Motoren Anwendung linden, von denen der eine nur in der F echtsrichtung, der andere nur in der Linksrichtung sich dreht, und von denen der eine nur bei Neigen der Gefäße 1, 2 nach links und der andere nur bei Neigen dieser Gefäße nach rechts Strom empfängt.
Bei der praktischen Ausführung des Erfindungsgegenstandes wird man sich nicht auf drei Kontakte 3, 3', 3" bzw. 18, 18', 18" an jedem Ouecksilbergefäß beschränken, sondern 5 oder mehr Kontaktstifte anordnen, um eine möglichst feine Abstufung in der Einstellung der Ver- 7."> windungssteuer zu erzielen. Auf diese Weise ist bei geringen seitlichen Neigungen des Flugzeuges eine ganz sanfte und weiche Verwindung bezw. Einstellung der Steuerklappen möglich, während bei stärkeren Neigungen der Elektromotor 7 mit zunehmender Kraft die Steuerseile 16 bzw. 17 stärker anzieht.
Der Erfindungsgegenstand eignet sich nicht nur für die Ouerstabilisierung, sondern auch für die Längsstabilisierung eines Flugzeuges. Für diesen Fall wurden die zum Verwindungssteuer führenden Seile 16 und 17 zu einem besonderen Höhensteuer zu leiten sein.
Zur Ingangsetzung des Elektromotors 7 können auch Relais eingeschaltet werden. Die Vorrichtung kann in jedes fertige Flugzeug eingebaut werden und ist, da die kleine Dynamomaschine 4 mit Windflügeln oder einer Luftschraube 31 durch den während des Fluges entstehenden Luftstrom angetrieben wird, unabhängig vom Motor. Die Dynamomaschine kann aber auch mittelbar oder unmittelbar vom Flugzeugmotor ihren Antrieb erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur selbsttätigen Quer- und Längsstabilisierung von Flugzeugen mittels kommunizierender, mit stromleitender Flüssigkeit gefüllter Röhren, dadurch gekennzeichnet, daß zwei miteinander gekuppelte, mit stromleitender Flüssigkeit gefüllte Röhren (i, 2) in den Stromkreis eines Elektromotors (7) so eingeschaltet sind, daß der Elektromotor bei gemeinsamer Neigung der beiden Röhren in der einen Richtung nach no rechts, bei der gemeinsamen Neigung der Röhren in der anderen Richtung nach links gedreht wird und dementsprechend mittels Gestänge (14, 15) die zu den Steuerflächen führenden Steuerseile (16, 17) in der einen oder anderen Richtung bewegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEW55439D 1920-06-11 1920-06-11 Vorrichtung zur selbsttaetigen Quer- und Laengsstabilisierung von Flugzeugen mittelskommunizierender, mit stromleitender Fluessigkeit gefuellter Roehren Expired DE376602C (de)

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