DE376606C - Verfahren zur Herstellung eines hydraulischen Bindemittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines hydraulischen Bindemittels

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DE376606C
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/24Cements from oil shales, residues or waste other than slag
    • C04B7/30Cements from oil shales, residues or waste other than slag from oil shale; from oil shale residues ; from lignite processing, e.g. using certain lignite fractions
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines hydraulischen Bindemittels. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines langsam bindenden hydraulischen Bindemittels, welches als Ersatz für Zement Verwendung finden soll. Das Verfahren zeichnet sich einerseits durch die rasche Herstellbarkeit aus und anderseits dadurch, daß ein bis jetzt nur für Herstellung von Kunststeinen in beschränktem Maße verwendetes Abfallerzeugnis bei der Schieferölgewinnung Verwendung findet. Als Grundstoff wird die Schlacke irgendeines Ölschiefers bzw. dieser selbst benutzt, und zwar kann die Schlacke verwendet werden, wie sie durch unmittelbares Abbrennen entsteht, oder aber können auch die sich bei der Herstellung von Schieferöl als Rückstand ergebenden Schieferkokse benutzt werden.
  • Es ist zwar bekannt, daß Ölschi:eferschlacke zur Gewinnung hydraulischer Bindemittel verwendet werden kann, wie z. B. vorgeschlagen wurde durch Mahlender bei der Schieferheizung anfallenden Rückstände einen Romanzement, also einen Raschbinder herzustellen, der aber nur eine schwache Bindekraft hat, und ihn durch einen nicht unerheblichen Zusatz von Portland- oder Romanzement zu einem für die Kunststeinfabrikation geeigneten Mörtel umzugestalten.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, welches gestattet, aus Ölschiefer oder Schieferkoksen in einfachster Weise ein langsam bindendes hydraulisches Bindemittel herzustellen, welches für sich allein verwendet werden kann und sich viel bequemer verarbeiten läßt als der rasch bindende Romanzement und dessen Festigkeit für viele Zwecke, insbesondere für die Bausteinfabrikation durchaus genügt.
  • Die Herstellung erfolgt in der Weise, daß die Rückstände von der Entgasung des Schiefers genügend lange auf etwa iooo ° erhitzt und dann in bekannter Weise staubfein gemahlen werden. Es genügt dazu, diesen Schieferkoksen in geeigneter Weise Luft zuzuführen. Die Kokse sind wegen ihres geringen Kohlenstoffgehaltes als Brennstoff nicht- verwertbar. . Dieser Kohlenstoffgehalt wird nutzbar gemacht, um den im Schiefer enthaltenen Kalk zu brennen und die Kieselsäure in lösliche Form überzuführen.
  • Dieses Bindemittel kann an Stelle des Zements überall da Verwendung finden, wo ein rasches Abbinden nicht erforderlich ist. Bei Verwendung des Bindemittels vorliegender Erfindung zur Herstellung von Kunststeinen wird es zunächst mit Wasser gemischt, bis eine erdfeuchte Mischung entsteht. Es werden dann etwa io bis 2o Teile davon mit 8o bis go Teilen grober Schlacke als Füllstoff von Korngröße bis ungefähr 15 mm zusammengebracht, worauf die Mischung in Formen gestampft oder gepreßt wird. Die Steine erhärten an der Luft, und nach etwa einer Woche nehmen sie auch im Wasser an Festigkeit zu.
  • Soll das Erhärten des Bindemittels rascher durchgeführt werden, so wird eine geringe Menge Kalk, geeigneterweise in Form von gelöschtem Kalk, zugesetzt. Dieser gelöschte Kalk wird zweckmäßig dem Wasser zugesetzt, so daß Kalkmilch entsteht, die dann mit der gemahlenen Schlacke an Stelle des Wassers gemischt wird, bis wieder eine erdfeuchte Mischung entsteht.

Claims (1)

  1. PATENT-A1\TSPRUcH: Verfahren zur Herstellung eines hydraulischen Bindemittels aus Olschiefer oder Schieferkoksen, dadurch gekennzeichnet, daB die Olscliiefer oder Schieferkokse über die Destillation hinaus so lange und so hoch gebrannt werden, bis unter Freiwerden von dafür genügenden Mengen Kohlensäure ein nach dem bekannten Feinstmahlen langsam erhärtendes hydraulisches Bindemittel entsteht.
DEZ11298D 1919-12-11 1919-12-11 Verfahren zur Herstellung eines hydraulischen Bindemittels Expired DE376606C (de)

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