DE376752C - Anordnung bei Batteriezuendeinrichtungen fuer Verbrennungsmotoren zum selbsttaetigenUnterbrechen des Zuendstromkreises mittels eines Thermostaten - Google Patents

Anordnung bei Batteriezuendeinrichtungen fuer Verbrennungsmotoren zum selbsttaetigenUnterbrechen des Zuendstromkreises mittels eines Thermostaten

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DE376752C
DE376752C DEB103278D DEB0103278D DE376752C DE 376752 C DE376752 C DE 376752C DE B103278 D DEB103278 D DE B103278D DE B0103278 D DEB0103278 D DE B0103278D DE 376752 C DE376752 C DE 376752C
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  • Anordnung bei Batteriezündeinrichtungen für Verbrennungsmotoren zum selbsttätigen Unterbrechen des Zündstromkreises mittels eines Thermostaten: Es sind bereits Batteriezündeinrichtungen bekannt, bei denen ein Thermostat vorgesehen ist, um die Batterie gegen Erschöpfung durch unzulässigen Stromfluß zu sichern. Der Thermostat unterbricht den Zündstromkreis, sobald ein dauernder Stromfluß darin stattfindet. Ein solcher Stromfluß tritt vorwiegend dann ein, wenn beim Abstellen der Kraftinaschine und geschlossenen Zündungsschalter der Unterbrecher in einer Stellung stehen bleibt, in der seine Kontakte geschlossen sind.
  • Bei den . bekannten Einrichtungen dieser Art liegt die Heizspule des Thermostaten im Zündstromkreis selbst, d. h. derselbe Strom, der den Unterbrecher und die Primärspule durchfließt, geht auch durch die Heizspule des Thermostaten. Infolgedessen ist man in der Bemessung dieser Heizpule durch die notwendige Rücksichtnahme auf die Zündspule und die Unterbrecherkontakte sowie bezüglich der für die Heizspule verfügbaren elektrischen Energie beschränkt. Diese Beschränkung äußert sich darin, daß man die Zeit vom Beginn des Unterbrecherschlusses bis zum Öffnen des Zündstromkreises durch den Thermostaten nicht beliebig wählen kann, sondern daß diese Zeit im allgemeinen zu kurz ausfällt. Es tritt daher leicht der Fall ein, daß die Zeit vom Einschalten der Zündung bis zu ihrer selbsttätigen Ausschaltung durch den Thermostaten nicht ausreicht, um den Motor in Gang zu bringen. Diese Zeitspanne wird sogar noch erheblich verkürzt; wenn kurz nach dem Abstellen der Zündung wieder angelassen werden soll, weil dann die Heizspule des Thermostaten durch den Zündstrom schon vorgewärmt ist.
  • Nach der Erfindung erreicht man nun völlige Freiheit in der Bemessung der Zeit vom Schließen des Zündstromkreises bis zu seiner selbsttätigen Unterbrechung durch den Thermostaten dadurch, daß man die Heizspule des Thermostaten in einen vom Zündstrom unabliängigen Hilfsstromkreis legt. Dieser Hilfsstromkreis wird durch ein Relais eingeschaltet, Glas im Zündstromkreis liegt und so abgestimmt ist, daß es nur bei dauerndem Fließen des Zündstromes anspricht. Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch wiedergegeben.
  • Der Zündstromkreis der Batteriezündeinrichtung nach Abb. i enthält eine Batterie a, die Primärwicklung b einer Zündspule, die Kontakte des Unterbrechers c, einen Thermostaten ä mit Kontakt h und ein Relais d. Dieses ist so abgestimmt, daß es beim normalen Betrieb des Zündstromkreises, bei dem die Stromschlußdauer nur kurz ist, nicht anspricht. Sobald aber in dem Zündstromkreis ein Dauerstrom fließt, was jedesmal dann eintritt, wenn bei geschlossenem Zündschalter j der Unterbrecher c mit geschlossenen Kontakten stehen bleibt, spricht das Relais d an und schließt einen Kontakt e. Hierdurch wird ein Hilfsstromkreis eingeschaltet, der von der Batterie a über den Kontakte und die Heizspule f des Thermostaten g fließt. Infolgedessen tritt nach einiger Zeit der Thermostat in Wirksamkeit und öffnet am Kontakt la den Zündstromkreis. Der Kontakt h ist bei dieser Ausführungsform unmittelbar mit dem Therinostaten g verbunden. Zugleich mit der Unterbrechttng des Zündstromkreises wird auchinfolge Stromloswerdens des Relais d der Hilfsstromkreis am Kontakt e geöffnet.
  • Bei der eben beschriebenen Ausführung würde der Fall eintreten, daß nach einer gewissen Zeit, wenn der Thermostat abgekühlt ist, der Zündstromkreis von neuem geschlossen wird, nach kurzer Zeit wieder unterbrochen wird usf. Dies kann man vermeiden, wenn man den Kontakt h in der Offenlage sperrt oder unabhängig von dem Thermostaten macht, wie es beispielsweise Abb. 2 zeigt. Bei dieser Schaltung steht der Kontakt: h unter dem Einfluß einer Feder i, die in die Offenlage zu ziehen bestrebt ist. Dies wird aber für gewöhnlich durch eine unter den Kontakt h greifende i\ ase h des Thermostaten verhindert.
  • Wenn bei dieser Schaltung das Relais d infolge des Dauerstromes im Zündstromkreis anspricht und den Kontakt e des Hilfsstroinkreises schließt, wird wieder die Heizspule f des Thermostaten g eingeschaltet. Nach einer gewissen Zeit wölbt sich die Feder des Therinostaten, wobei die Nase k den Kontakt la freigibt, der sich unter dein Einfluß der Feder i öffnet und damit den Zündstromkreis, zugleich auch den Hilfsstromkreis unterbricht. Das Wiedereinschalten des Zündstromkreises kann erst erfolgen, wenn durch einen Handschalter tja o. dgl. der Kontakt h wieder geschlossen ist.
  • plan kann, wie Abb.3 zeigt, die Einrichtung auch so treffen, daß beim Ansprechen des Thermostaten nur der Zündstromkreis unterbrochen wird, während der Hilfsstromkreis unter Strom bleibt und den Thermostaten ständig in der Arbeitsstellung hält. Um hierbei das Erschöpfen der Batterie a zu vermeiden, ist natürlich der Hilfsstromkreis mit einem entsprechenden Widerstand zu versehen, der z. B. von der Heizspule f gebildet «-erden kann. Das Wiedereinschalten des Zündstromkreises kann in diesem Fall erst geschehen, wenn der Hilfsstromkreis durch einen besonderen Schalter n unterbrochen wird.
  • "Zweckmäßig ist es, besonders in dein letztgenannten Fall, gleichzeitig bei der Beeinflussung des Thermostaten auch eine Signalvorrichtung in Tätigkeit zu setzen, die den Fahrer auf den vorschriftswidrigen Zustand des Zündstromkreises aufmerksam macht.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung bei Batteriezündeinrichtungen für Verbrennungsmotoren zum selbsttätigen Unterbrechen des Zündstromkreises mittels eines Thermostaten, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizspule des Thermostaten in einem Hilfsstromkreis liegt, der durch eine Schalteinrichtung geschlossen wird, welche vom Stromfluß im Zündstromkreis gesteuert ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsstromkreis für den Thermostaten gleichzeitig mit dem Zündstromkreis unterbrochen wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Zündstromkreis ein Kontakt angeordnet ist, der bei Beeinflussung des Thermostaten gefiftnet wird, während seine Schließung voll dem Thermostaten unabhängig ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsstromkreis auch nach Unterbrechung des Zündstromkreises geschlossen bleibt und den Thermostaten dauernd in der Arbeitslage hält, wobei in den Hilfsstromkreis ein Widerstand eingeschaltet ist, um das Erschöpfen der Batterie über den Hilfsstromkreis zu verhindern. Anordnung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsstromkreis außer dem Thermostaten auch eine Anzeigevorrichtung beeinflußt, um den Zustand des Zündstromkreises kenntlich zu machen.
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