DE376883C - Verfahren zur Herstellung von Seife - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Seife

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DE376883C DEW52443D DEW0052443D DE376883C DE 376883 C DE376883 C DE 376883C DE W52443 D DEW52443 D DE W52443D DE W0052443 D DEW0052443 D DE W0052443D DE 376883 C DE376883 C DE 376883C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D17/00Detergent materials or soaps characterised by their shape or physical properties
    • C11D17/06Powder; Flakes; Free-flowing mixtures; Sheets

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Seife. Um flüssige Leim- oder Kernseifen schnell abzukühlen, zu trocknen und zum Erstarren zu bringen, gab es bis jetzt noch kein befriedigendes Verfahren. Im allgemeinen zielte man darauf ab, der Seife hierzu eine möglichst große Oberfläche zu geben, unter Umständen auch unter Luftleere zu arbeiten. Man hat auch versucht, flüssige Leim- und Kernseifen dadurch zum schnellen Erstarren zu bringen, daß man stark wasserbindende Salze, vor allen Dingen kalzivierte Soda, zusetzte, worauf nach einiger Zeit eine klumpige Masse entstand, die nach vollständigem Abkühlen und Kristallisieren gemahlen werden konnte. Um dies Verfahren technisch befriedigend durchzuführen, mußte man, auf die flüssige Leim- oder Kernseife berechnet, 3o bis 50 Prozent Soda anwenden; denn selbst bei einem Zusatz von 2o Prozent bleiben die Massen so weich, daß sie nicht mehr mahlfähig sind. Es ist nun für viele Zwecke ein Bedürfnis, die Seife nicht in pulvriger, stauben- -der Form, sondern in fester Nudel- oder Stückform in den Handel zu bringen, und man hat deshalb versucht, die vorstehend erwähnten Pulver durch Komprimieren in Formlinge zu verwandeln. Diese Formlinge enthielten aber einen sehr starken Alkaliüberschuß, was die Verwendung für viele Zwecke ausschloß. Außerdem zerfielen sie durch Verwittern und Aufplatzen nach kurzer Zeit und zeigten vor allen Dingen jene bekannten Sodaauswitterungen, die die Erzeugnisse unverkäuflich machten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man flüssige Leim- oder Kernseifen in ganz kurzer Zeit in einen festen, handels- und verpackungsfähigen Zustand bringen kann, wenn man eine selbst weit unter 2o Prozent liegende Menge Soda, auf flüssige Kernseife berechnet, flüssigerLeim- oder Kernseife zusetzt und das erhaltene Produkt dann sofort, möglichst in einem Arbeitsgang, in eine eine möglichst große Oberfläche bietende Form bringt. Die so erhaltenen Erzeugnisse sind unbegrenzt haltbar, kleben und backen nicht zusammen, enthalten lediglich einen für das Wäschereigewerbe noch zulässigen Alkaliüberschuß und zeigen vor allen Dingen selbst nach jahrelangem Lagern keine Sodaauswitterungen. Es wurde ferner beobachtet, daß man zur Ausübung des Verfahrens nicht unbedingt wasserbindende Salze benötigt, wie z. B. Soda oder schwefelsaures Natron, sondern daß man auch andere Salze oder Füllmittel, wie z. B. doppelkohlensaures Natron, Borax, Wasserglas, Ton, Talk, kohlensaure Magnesia, bei gewissen Seifen auch Kochsalz, ja selbst hyperskopische Salze, wie Pottasche, mit gleichem Erfolge verwenden kann.
  • Zur Ausführung des Verfahrens mischt man die Leim- oder Kernseife mit den in Betracht kommenden Füllmitteln gut durch. Es steht hierbei nichts im Wege, gewünschtenfalls noch ein beliebiges Fettlösungsmittel zuzumischen, wie z. B. Kohlenwasserstoffe oder chlorierte Kohlenwasserstoffe. Solche Zusätze erhöhen den Waschwert, ohne im übrigen das Verfahren irgendwie zu beeinflussen. Ist nun die Mischung beendet, so läßt man abkühlen, bis die Masse eine teigige Beschaffenheit hat. Bevor sie vollständig erstarrt, preßt man sie alsdann durch eine Strang-, oder Nudelpresse. Hierdurch wird eine starke Oberflächenvergrößerung erzielt, die das Erstarren der Masse noch wesentlich unterstützt. Die so erzeugten Seifennudeln sind schon nach 5 bis io Minuten so fest, daß sie gewogen und in Pakete gefüllt werden können. Wenn man den Zusatz der erwähnten Salze auf eine für die Erzielung des gewünschten zähen und festen Zustandes eben erforderlichen Menge beschränkt, so halten sich diese Seifennudeln fast unbegrenzt lange, ohne die sonst, z. B. bei Sodazusatz, so unangenehmen Auswitterungen zu zeigen. An Ton o. dgl. Füllmitteln kann man natürlich größere Zusätze geben, ohne solche schädliche Nebenwirkungen befürchten zu müssen.
  • Die bisher im Handel vorkommenden Seifennudeln wurden aus erstarrter, fester Kernseife, also auf einem umständlichen, viel Kraft erfordenden Wege hergestellt. Überdies klebten diese Nudeln aneinander und trockneten sehr stark nach. Man hat sie sogar zur Vermeidung dieser Übelstände mit Soda einzupulvern vorgeschlagen. Alle diese Nachteile treten bei Seifennudeln nicht ein, die nach dem hier beschriebenen Verfahren hergestellt sind. Beispiel i. iooo kg flüssige Kernseife werden mit 5o bis Zoo kg kalzinierter Soda gut gemischt. Die Seife erhitzt sich anfangs stark und wird noch dünnflüssiger. Sie geht jedoch schon nach einigen ':Minuten in einen zähflüssigen, schließlich in einen zähfesten Zustand über. Man führt dann die Masse unmittelbar aus der Mischmaschine einer Strangpresse zu und preßt sie zu feinen Nudeln aus, die sofort verpackungsfähig sind. Beispiel 2.
  • iooo kg flüssige Kernseife werden mit 15o kg gepulverter wasserfreier Pottasche so lange durchgeknetet, bis die Masse zähe geworden ist. Man paßt alsdann mittels einer Strangpresse in feine Bänder, die schon nach kurzer Zeit verpackungsfähig werden.
  • Beispiel 3.
  • iooo kg flüssige Kernseife von 6o bis 62 Prozent Fettsäuregehalt, 15o kg N atriumbikarbonat werden, wie in Beispiele beschrieben, behandelt. Beispiel q..
  • iooo kg Leimseife von 5o bis 55 Prozent Fettsäuregehalt werden mit 5o kg wasserfreiem schwefelsauren Natron, wie in Beispiele beschrieben, behandelt. Beispiel 5: 90o kg flüssige Kernseife von 6o bis 62 Prozent Fettsäuregehalt, ioo kg Terpentin oder Xybol werden mit ioo kg Soda nach Beispiel 2 behandelt. Beispiel 6. 1000 kg flüssige Kernseife von 6o bis 62 Prozent Fettsäuregehalt werden mit 15o bis Zoo kg trockenem Ton nach Beispiel 2 behandelt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH Verfahren zur Herstellung trockener, nicht zusammenbackender und nicht auswitternder Seife, dadurch gekennzeichnet, daß man flüssiger Leim- oder Kernseife so geringe Mengen (etwa ioProzent) wasserbindender Stoff e, vorzugsweise kalzinierte Soda, zusetzt, daß bei möglichst vollkommener Wasserbindung ein Auswittern des Trockenmittels hintangehalten wird, worauf das Gemisch in Nudel-oder Bandform gebracht wird.
DEW52443D 1919-04-18 1919-04-18 Verfahren zur Herstellung von Seife Expired DE376883C (de)

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DE (1) DE376883C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939650C (de) * 1950-10-30 1956-03-01 Boehme Fettchemie G M B H Verfahren zum Kenntlichmachen plastisch verformbarer Wasch- und Reinigungsmittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939650C (de) * 1950-10-30 1956-03-01 Boehme Fettchemie G M B H Verfahren zum Kenntlichmachen plastisch verformbarer Wasch- und Reinigungsmittel

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