DE3779533T2 - Farbfernseh-dekoder. - Google Patents
Farbfernseh-dekoder.Info
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- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N9/00—Details of colour television systems
- H04N9/77—Circuits for processing the brightness signal and the chrominance signal relative to each other, e.g. adjusting the phase of the brightness signal relative to the colour signal, correcting differential gain or differential phase
- H04N9/78—Circuits for processing the brightness signal and the chrominance signal relative to each other, e.g. adjusting the phase of the brightness signal relative to the colour signal, correcting differential gain or differential phase for separating the brightness signal or the chrominance signal from the colour television signal, e.g. using comb filter
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Description
- Die Erfindung betrifft einen Farbfernsehdekoder. Ein solcher Dekoder kann zum Dekodieren von PAL- und NTSC-Farbfernsehsignalen herangezogen werden, um getrennte Earbkomponenten, d . h. entweder Rot, Grün und Blau (RGB) oder Leuchtdichte (Y)- sowie R-Y (V)- und B-Y (U)-Farbdifferenzsignale zur direkten Wiedergabe eines Fernsehbildes oder zum Zwecke der Verarbeitung des dekodierten Signals möglicherweise vor dem erneuten Kodieren in ein ähnliches oder ein anderes System wie zum Beispiel PAL, NTSC, SECAM, C-MAC oder ein sonstiges Format bereitzustellen.
- Die Farbinformation im PAL- oder NTSC-System wird als Modulation eines dem Leuchtdichtesignal hinzugefügten Zwischenträgersignals übertragen. Der modulierte Farbzwischenträger wird im nachstehenden als Chrominanzsignal bezeichnet.
- Bei einem herkömmlichen PAL- oder NTSC-Dekoder wird das Chrominanzsignal vom Eingangssignal getrennt, um Leuchtdichte durch Verwendung eines Fallenfilters (einer Bandsperre) bereitzustellen, um die Farbzwischenträgerfrequenz zu unterdrücken und außerdem die Amplitude der infolge der Modulation erzeugten Seitenbänder zu verringern. In der Praxis stellt die Konstruktion dieser Bandsperre einen unbefriedigenden Kompromiß zwischen der Unterdrückung der Störchrominanz und der nicht wünschenswerten Unterdrückung der erwünschten Leuchtdichteinformation bei Frequenzen im Bereich des Zwischenträgers daß. Die ungenügende Unterdrückung des Chrominanzsignals führt zu einem feinen Punktmuster auf dem zur Anzeige gebrachten Leuchtdichtesignal, was allgemein als Leuchtdichte-Übersprechen bekannt ist.
- Die Chrominanzinformation in einem solchen herkömmlichen Dekoder wird vom Eingangssignal durch einen Bandßabfilter getrennt, der so konzipiert ist, daß der Farbzwischenträger und die dazugehörigen Seitenbänder selektiert werden, während das Leuchtdichtesignal so weit wie möglich ausgesondert wird. Auch dieser Kompromiß ist unbefriedigend, wobei viele unerwünschte Leuchtdichteinformationen in die Chrominanzbahn geraten, wo sie dekodiert werden und zu störenden Farbeffekten führen, die allgemein als Cross-Colour-Effekt bezeichnet werden.
- Eine gebräuchliche Technik zur Verringerung des Cross-Colour-Effekts in einem PAL-Dekoder ist als Verzögerungszeilendekodierung bekannt. Bei dieser Art von Dekoder ist das auf einer Zeile anliegende Chrominanzsignal mit der Chrominanz aus der vorhergehenden Zeile kombiniert, die um eine Zeit gleich einer Zeile plus oder minus einer Periode entsprechend einem Viertel eines Zwischenträgerzyklus verzögert wurde. Diese Technik reduziert den Cross- Colour-Effekt, führt aufgrund der Zeilenmittelwertbildung jedoch auch zu einer Verringerung der vertikalen Farbauflösung. Außerdem wird aufgrund des einem Viertel eines Zwischenträgerzyklus entsprechenden Offsets auch die horizontale Farbauflösung verringert.
- Mit einem Kammfilterdekoder können der Cross-Colour- Effekt reduziert und auch der Verlust der Auflösung in bezug auf die vertikale Leuchtdichte eingeschränkt werden. Der Kammfilterdekoder ist jedoch mit einer unbefriedigenden Dekodierung in den Fällen verbunden, in denen das Bild von einer Fernsehzeile zur nächsten größere Farbänderungen aufweist. Der Farbzwischenträger wird dann in bezug auf den Leuchtdichteausgang nicht ausreichend unterdrückt, wobei die vertikale Auflösung der Chrominanzausgänge beeinträchtigt wird.
- Bei adaptiven Dekodern der in der UK-Patentanmeldung GB-A-21 53 624 beschriebenen Art wird versucht, diese Einschränkungen dadurch zu überwinden, daß die Ansprechung des Dekoders von einem Kammfilter in eine solche mit einem Fallenfilter geändert wird, sobald eine Farbänderung von einer Zeile zur nächsten einen bestimmten Schwellenwert überschreitet. Diese Technik verbessert die Leistung des Dekoders in den Fällen, da bestimmte Farbänderungen auftreten, wie dies bei einigen elektronisch erzeugten Bildern der Fall ist, ist jedoch häufig nicht wirksam genug bei Bildern mit sporadischeren Änderungen von Leuchtdichteinformationen oder wenn ein allmählicherer Übergang der Bildfarbe in einer Szene erfolgt.
- Ein weiterer bekannter adapti ver Dekoder ist in der europäischen Patentschrift EP-A-21 70 975 zu finden.
- Die Erfindung betrifft einen Farbfernsehdekoder mit einem stufenlos regelbaren zweidimensionalen Filter mit begrenzter Ansprechung auf einen Impuls mit:
- Einem Eingang zum Empfang eines Bildinformationen repräsentierenden Farbbildaustastsynchron-Eingangssignals;
- einem Ausgang zur Lieferung von Chrominanzsignalen; einer mit dem Eingang gekoppelten ersten Verzögerungsvorrichtung, um eine Vielzahl von Signalen bereitzustellen; und einer ersten regel baren Kombinationsvorrichtung zum Kombinieren der Vielzahl von Signalen;
- wobei der Dekoder desweiteren eine erste Steuervorrichtung zur kontinuierlichen Steuerung der ersten regelbaren Kombinationsvorrichtung durch Bestimmung der Anteile der Vielzahl der entsprechend der Bildinformation zu kombinierenden Signale umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl der von der ersten Verzögerungsvorrichtung stammenden Signale ein zweidimensionales Muster von Bildpunkten repräsentiert und daß die Vielzahl der Signale von der ersten regelbaren Kombinationsvorrichtung linear kombiniert wird.
- Der Ausgang des regelbaren Filters ist bevorzugt mit einem ersten Eingang einer ersten Subtraktionsvorrichtung verbunden, deren zweiter Eingang mit dem Ausgang einer zweiten Verzögerungsvorrichtung zur Verzögerung des Farbbildaustastsynchron-Eingangssignals in Verbindung steht, damit am Ausgang der ersten Subtraktionsvorrichtung ein Leuchtdichtesignal anliegt.
- Bevorzugt umfaßt die erste Verzögerungsvorrichtung einen ersten Verzögerungsschaltkreis zum Empfang des Farbbildaustastsynchron-Eingangssignals und zur Beistellung einer Verzögerung gleich einer Zeilenperiode des Farbbildaustastsynchron-Eingangssignals und einen zweiten Verzögerungsschaltkreis zum Empfang des Ausgangs aus dem ersten Verzögerungsschaltkreis und zur Beistellung einer Verzögerung, die einer Zeilenperiode des Farbbildaustastsynchron- Eingangssignals entspricht, wobei der Dekoder desweiteren mit einer zweiten Subtraktionsvorrichtung ausgestattet ist, um den Ausgang vom zweiten Verzögerungsschaltkreis vom Farbbildaustastsynchron- Eingangssignal zu subtrahieren, zweite und dritte regelbare Kombinationsvorrichtungen umfaßt, um den Ausgang des regelbaren Filters mit dem Ausgang der zweiten Substraktionsvorrichtung in regelbaren Anteilen linear zu kombinieren, und mit einer zweiten Steuervorrichtung versehen ist, um die regelbaren Anteile der zweiten und dritten regelbaren Kombinationsvorrichtungen in Abhängigkeit von durch das Farbbildaustastsynchron-Eingangssignal repräsentierten Bildinformationen zu steuern. Bevorzugt ist zwischen der zweiten Subtraktionsvorrichtung und den zweiten und dritten regelbaren Kombinationsvorrichtungen ein Phasenverschieber vorgesehen.
- Die erste Steuervorrichtung umfaßt bevorzugt einen ersten zweidimensionalen Bandpaßfilter mit einem ersten Bandpaß, der auf vorbestimmte horizontale und vertikale Raumfrequenzen zentriert ist und dessen Ausgang mit einem ersten Gleichrichter verbunden ist. Die erste Steuervorrichtung ist darüber hinaus nach Möglichkeit mit einem zweidimensionalen Vierfach-Bandpaßfilter mit zweiten, dritten sowie vierten und fünften Paßbändern versehen, wobei ein Ausgang mit einem zweiten Gleichrichter verbunden ist, und einer dritten Subtraktionsvorrichtung ausgestattet, um den Ausgang des zweiten Gleichrichters vom Ausgang des ersten Gleichrichters zu subtrahieren, wobei die zweiten und dritten Paßbänder mit einer horizontalen Mittenfrequenz arbeiten, die unter der des ersten Paßbandes liegt, und die horizontale Mittenfrequenz der vierten und fünften Paßbänder gröber als die des ersten Paßbandes ist, und wobei die zweiten und vierten Paßbänder eine vertikale Mittenfrequenz haben, die unter der des ersten Paßbandes liegt, und die Mittenfrequenz der dritten und fünften Paßbänder größer ist als die des ersten Paßbandes.
- Die zweite Steuervorrichtung umfaßt bevorzugt einen zweiten zweidimensionalen Bandpaßfilter mit einem sechsten Paßband, das auf eine vorbestimmte horizontale Raumfrequenz und auf eine vertikale Raumfrequenz von Null zentriert ist, wobei ein Ausgang mit einem dritten Gleichrichter in Verbindung steht. Bevorzugt ist die zweite Steuervorrichtung darüber hinaus mit einem zweidimensionalen Doppel-Bandpaßfilter mit siebten und achten Paßbändern und einem an einen vierten Gleichrichter gelegten Ausgang versehen und mit einer vierten Subtraktionsvorrichtung zum Subtrahieren des Ausgangs des vierten Gleichrichters vom Ausgang des dritten Gleichrichters ausgestattet, wobei die siebten und achten Paßbänder eine andere vertikale Mittenfrequenz als Null aufweisen und das siebte Paßband mit einer horizontalen Mittenfrequenz arbeitet, die unter der des sechsten Paßbandfilters liegt, und wobei das achte Paßband eine horizontale Mittenfrequenz hat, die größer ist als die des sechsten Paßbandes.
- Die Erfindung sei nunmehr als Beispiel mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben, in denen:
- Fig. 1 ein Blockschaltbild einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 2 ein Blockschaltbild einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 3 ein Blockschaltbild einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 4 bis 7 Blockschaltbilder von zur Verwendung bei den bevorzugten Ausführungsformen geeigneten Verzögerungsgliedern,
- Fig. 8 ein Blockschaltbild eines zu den Ausführungsformen gehörigen Bildanalysators,
- Fig. 9 bis 13 zweidimensionale Frequenzganggraphiken mit Darstellung der vertikalen Raumfrequenz gegenüber der horizontalen Raumfrequenz zur Veranschaulichung der Arbeitsweise des Bildanalysators nach Fig. 8 und die
- Fig. 14 bis 16 eine jeweils schematische Darstellung eines Bilddetails und jeweils eine Graphik des entsprechenden zweidimensionalen Signalspektrums.
- In den Zeichnungen dienen die gleichen Bezugsziffern zur Bezeichnung entsprechender Teile.
- Fig. 1 zeigt einen Farbfernsehdekoder zur Trennung der Chrominanz- und Leuchtdichtesignale von einem solchen Video-Eingangssignal, bei dem das Chrominanzsignal einen Anteil an dem durch das Leuchtdichtesignal belegten Frequenzspektrum hat. Herkömmliche Videosignale dieser Art bedienen sich einer Verschachtelungstechnik dergestalt, daß eine Zwischenträgerfrequenz durch zwei Farbdifferenzsignale quadraturmoduliert wird, wobei die Frequenzkomponenten des modulierten Signals mit den Frequenzkomponenten des Leuchtdichtesignals verschachtelt werden. Zur Zeit gibt es für diese Art der Kodierung zwei Normen, und zwar das NTSC- und das PAL-System.
- Der Dekoder kann in einen Farbfernsehempfänger oder Monitor eingebaut sein, wobei das Video-Eingangssignal von einem Sichtdetektor zugeführt wird, das Leuchtdichtesignal an einen Matrizierschaltkreis gelegt ist und das Chrominanzsignal an Synchron- Demodulatoren geht, um dem Matrizierschaltkreis die Farbdifferenzsignale zuzuführen. Alternativ kann der Dekoder für andere Zwecke für die Verarbeitung beispielsweise vor dem Umkodieren in ein anderes Format benutzt werden.
- Weltweit kommen verschiedene Zeilen- und Teilbildnormen zur Anwendung, wobei der Dekoder für jede von ihnen benutzt werden kann. So arbeitet zum Beispiel das gebräuchlichste NTSC-Kodierformat mit 60 Feldern pro Sekunde, die 30 Teilbilder mit jeweils 525 Zeilen bilden. Das gebräuchlichste PAL-Kodierformat arbeitet mit 50 Feldern pro Sekunde, die 25 Teilbilder mit jeweils 625 Zeilen bilden. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich ausschließlich zum Zwecke der Veranschaulichung auf das letztgenannte Format.
- Das Eingangsvideosignal A wird an den Eingang eines Zeilenverzögerungsgliedes 1 gelegt, das eine Verzögerung gleich einer Zeilenperiode des Bildes (64 Mikrosekunden) bringt. Der Ausgang B des Zeilenverzögerungsgliedes 1 geht zum Eingang eines zweiten Zeilenverzögerungsgliedes 2 gleicher Ausführung und liefert einen Ausgang C. Die Signale A, B und C beziehen sich somit auf drei Bildpunkte, die vertikal in drei aufeinanderfolgenden Zeilen des Bildes liegen.
- Die Signale A, B und C gehen zu den Eingängen von mit Abgriffen versehenen Verzögerungsgliedern 3, 4 und 5, die jeweils ei ne Verzögerung von zwischen 0,5 und 2 Mikrosekunden bringen. Die Signale an den Ausgangsabgriffen der Verzögerungsglieder 3, 4 und 5 repräsentieren Bildpunkte, die horizontal entlang einer wiedergegebenen Bildzeile und den direkt davor- und dahinterliegenden Zeilen verschoben sind. Die Signale stellen also eine zweidimensionale Anordnung von Bildpunkten dar, wobei der jeweils wiedergegebene Bildpunkt weitgehend in der Mitte der Anordnung liegt.
- Die Ausgänge der mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieder 3, 4 und 5 gehen an einen regelbaren Kombinator 6 mit ei nein Ausgang zur Bildung des Ausgangschrominanzsignals D des Dekoders. Der regelbare Kombinator 6 dient zur linearen Kombination der Signale von den Ausgangsabgriffen der mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieder 3, 4 und 5 dergestalt, daß jedes Signal mit einem regelbaren Plus- oder Minuskoeffizienten multipliziert wird und die sich ergebenden Produkte addiert werden. Die Anordnung der Verzögerungsglieder und des regelbaren Kombinators bildet somit einen regelbaren zweidimensionalen Filter mit begrenzter Ansprechung auf einen Impuls. Die Ansprechung des Filters kann durch Variation des Koeffizienten für jeden Verzögerungsausgang zur Änderung der Amplitude und der Polarität umgestellt werden.
- Der Filter wird normalerweise mit einer Bandpaßansprechung benutzt, um den Durchgang des Chrominanzsignals zu gestatten, während das Leuchtdichtesignal weitgehend zurückgehalten wird. Der regelbare Kombinator 6 kann jedoch so gesteuert werden, daß die vertikale, horizontale oder diagonale Auflösung des Chrominanzsignals verändert wird.
- Die Ausgangsabgriffe der mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieder 3, 4 und 5 werden ebenfalls an die Eingänge eines Bildanalysators 7 gelegt. Der Bildanalysator 7 ist so angeordnet, daß der Bildinhalt der von der Anordnung aus Bildpunkten repräsentierten Bildfläche bestimmt wird. So können vom Analysator Bildinformationen wie z. B. Informationen über die vertikale Leuchtdichte, das Vorhandensein von Farbe, vertikale oder horizontale Farbänderungen u. dgl. erfaßt werden. Der Bildanalysator 7 analysiert diese Informationen und gibt geeignete Koeffizientensteuerungssignale an den regelbaren Kombinator 6, um die Ansprechung des Filters zu verändern und eine optimale Trennung von Leuchtdichte- und Chrominanzsignalen für jeden Bildpunkt zu bewirken.
- Das Signal B wird an ein Verzögerungsglied 14 gelegt, das eine Verzögerungszeit bringt, so daß das Ausgangssignal E dem jeweils wiedergegebenen Bildpunkt, d. h. der Mitte der Bildpunktanordnung, entspricht. Alternativ kann von einem der Ausgangsabgriffe des mit Abgriffen versehenen Verzögerungsgliedes 4 das Signal E bereitgestellt werden. Das Signal E geht an einen Eingang eines Subtrahierwerkes 15, von dessen anderem Eingang das Chrominanzsignal D vom regel baren Kombinator 6 empfangen wird. Demgemäß liegt am Ausgang des Subtrahierwerkes 15 das Leuchtdichtesignal an.
- Der in Fig. 2 gezeigte Dekoder umfaßt Zeilenverzögerungsglieder 1 und 2, mit Abgriffen versehene Verzögerungsglieder 3, 4 und 5, einen regelbaren Kombinator 6, einen Bildanalysator 7, ein Verzögerungsglied 14 und ein Subtrahierwerk 15 in gleicher oder entsprechender Ausführung wie die Teile nach Fig. 1. Daher wird auf eine weitere Beschreibung dieser Teile verzichtet.
- Der in Fig. 2 dargestellte Dekoder ist zum Einsatz mit nach dem PAL-System kodierten Signalen vorgesehen und umfaßt desweiteren ein Subtrahierwerk 8 mit ersten und zweiten Eingängen zum Empfang der Signale A bzw. C. Das Subtrahierwerk 8 bildet die Differenz H zwischen diesen Signalen und gibt diese über einen 90º-Phasenschieber 9 an den Eingang eines Bandpaßfilters 10. Der Ausgang G des Filters 10 wird an erste Eingänge der regelbaren Kombinatoren 11 und 12 gelegt.
- Der Ausgang D des regel baren Kombinators 6 wird an zweite Eingänge der regel baren Kombinatoren 11 und 12 gelegt. Die regelbaren Kombinatoren werden durch ein vom Bildanalysator 7 stammendes Steuersignal gesteuert.
- Das vom Subtrahierwerk 8 kommende Signal H enthält Chrominanzinformationen, die im Phasenschieber 9 eine Phasenverschiebung um 90º erfahren und im Bandpaßfilter 10 gefiltert werden, um ein reines Chrominanzsignal G zu erhalten. Der regelbare Kombinator 11 bringt die Signale D und G in veränderlichen Anteilen unter der Kontrolle des Bildanalysators zusammen, um ein Ausgangssignal J gleich x D + (1- x) G bereitzustellen, wobei x ein regelbarer Koeffizient zwischen Null und einem vom Wert der vom Bildanalysator 7 stammenden Steuersignale abhängigen Wert ist. Der regelbare Kombinator 12 subtrahiert die Eingangssignale D und G, um ein Ausgangssignal K gleich x D - (1 - x) G zu erhalten. Die Ausgangssignale J und K von den regelbaren Kombinatoren 11 und 12 sind die Chrominanzfarbdifferenzsignale und können an herkömmliche Demodulatoren R - Y und B - Y gelegt werden. Somit können die regelbaren Kombinatoren 11 und 12 so gesteuert werden, daß eine Veränderung der vertikalen Chrominanzansprechung in Abhängigkeit vom Bildinhalt möglich ist.
- Der in Fig. 3 gezeigte Dekoder ist der Ausführung nach Fig. 2 ähnlich, wobei jedoch die mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieder 3, 4 und 5 und der regelbare Kombinator 6 nach Fig. 2 durch einen Festwertkombinator 20, mit Abgriffen versehene Verzögerungsglieder 21 und 23, Festwertkombinatoren 22 und 24 und einen regelbaren Kombinator 25 ersetzt sind. Die anderen Teile des Dekoders gemäß der Fig. 3 entsprechen den Teilen nach Fig. 2, so daß hierauf in dieser Beschreibung nicht weiter eingegangen wird.
- Die Signale A, B und C werden an die Eingänge des Festwertkombinators 20 gelegt, wo sie linear mit vorbestimmten Vorzeichen und in vorbestimmten Anteilen kombiniert werden. Der Ausgang des Festwertkombinators 20 geht zum Eingang des mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieds 21, dessen Ausgangsabgriffe mit den Eingängen des Eingangskombinators 22 und mit dem Bildanalysator 7 verbunden sind (der Übersichtlichkeit wegen sind die Eingangsanschlüsse mit dem Bildanalysator 7 in Fig. 3 nicht dargestellt). Das Signal B geht zum Eingang des mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieds 23, dessen Ausgangsabgriffe mit den Eingängen des Festwertkombinators 24 und mit dem Bildanalysator 7 in Verbindung stehen. Die Ausgangssignale R und S der Festwertkombinatoren 22 und 24 gehen an den regelbaren Kombinator 25, dessen Ausgangssignal T an das Subtrahierwerk 15 und an die regelbaren Kombinatoren 11 und 12 gelegt wird.
- Der Festwertkombinator 20, das mit Abgriffen versehene Verzögerungsglied 21 und der Festwertkombinator 22 bilden einen zweidimensionalen Festfilter zum Durchgang der Chrominanzsignale. Das mit Abgriffen versehene Verzögerungsglied 23 und der Festwertkombinator 24 bilden einen eindimensionalen (horizontalen) Chrominanzfilter. Der regelbare Kombinator kombiniert die Signale R und S entsprechend dem Verhältnis p R + (1 - p) S, wobei p ein regelarer Koeffizient zwischen 0 und 1 ist, der durch den Bildanalysator 7 gesteuert wird. Das Chrominanzsignal T ist weitgehend frei von Leuchtdichteinformationen, wobei die effektiven horizontalen und vertikalen Auflösungen dieses Signals durch die Festwertkombinatoren 22 und 24 und den regelbaren Kombinator 25 festgelegt werden.
- Obwohl der Dekoder nach Fig. 3 mit den regelbaren Kombinatoren 11 und 12 zum Einsatz in Verbindung mit einem nach dem PAL-System kodierten Signal dargestellt ist, kann das Signal T beispielsweise für nach dem NTSC-System kodierte Signale direkt als Chrominanzsignal benutzt werden.
- Nach einer praxisgerechten Ausführungsform des in Fig. 3 dargestellten Dekoders würde der Festwertkombinator 20 Anteile der Signale A, B und C so kombinieren, daß das Ausgangssignal eine minimale Ansprechung auf vertikale Leuchtdichtesignale und eine maximale Ansprechung auf diagonale Bildinformationen hat. Dies kann dadurch erreicht werden, daß das Ausgangssignal B - 1/2 A - 1/2 C gleichgesetzt wird. Die durch die Ausgangsabgriffe des mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieds bewirkten Verzögerungen und die vom Kombinator 22 herbeigeführte lineare Kombination werden herangezogen, um dem Signal R eine maximale Ansprechung bei der Farbzwischenträgerfrequenz und einer Bandbreite zu verleihen, die weitgehend der Bandbreite des Chrominanzsignals entspricht. Das mit Abgriffen versehene Verzögerungsglied 23 und der Festwertkombinator 24 sind auf ähnliche Weise angeordnet, um dem Signal S eine maximale Ansprechung bei Farbzwischenträgerfrequenz und einem Band zu verleihen, das im wesentlichen dem des Chrominanzsignal s gleich ist. Bevorzugt ist die Bandbreite des mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieds 23 und des Festwertkombinators 24 niedriger als die des mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieds 21 und des Kombinators 22.
- Die Signale R und S bilden zwei getrennte Chrominanzsignale. Die vertikale Ansprechung des Signals R wird durch die Wirkung des vertikalen Filters mit dem Festwertkombinator 20 verringert. Die vertikale Ansprechung oder Auflösung des Signals S erfährt keinerlei Einschränkung, jedoch ist eine Einschränkung der horizontalen Ansprechung oder Auflösung wählbar. Der regelbare Kombinator 25 kombiniert verschiedene Anteile der Signale R und S, um die horizontale und die vertikale Ansprechung des Chrominanzausgangs T in Abhängigkeit von dem vom Bildanalysator 7 stammenden Steuersignal abzustimmen. Da das Signal T vom Signal E subtrahiert wird, ist das Leuchtdichtesignal am Ausgang des Subtrahierwerks 15 ebenfalls vom Steuersignal des Bildanalysators 7 abhängig.
- Die mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieder 21 und 23 können durch ein herkömmliches induktives Verzögerungselement der in Fig. 4 gezeigten Art gebildet werden. Der Eingang ist über einen geeigneten Anschlußwiderstand 30 mit dem mit Abgriffen versehenen Verzögerungselement 31 verbunden, an dessen Ausgang auf ähnliche Weise ein geeigneter Anschlußwiderstand 32 vorgesehen ist. Die Impedanzwerte der Anschlubwiderstände 30 und 32 sind dem Widerstand des Verzögerungselementes 31 angepaßt, um Reflexionen zu vermeiden. Die Ausgänge TA bis TJ sind mit den Eingängen des Festwertkombinators 22 oder 24 verbunden. Das mit Abgriffen versehene Verzögerungselement 31 bewirkt auf einfache Weise ei ne Verzögerung gleich einem Vielfachen der Periode der Zwischenträgerfrequenz, wobei die Abgriffe um ein Vielfaches der Hälfte dieser Periode voneinander abgesetzt sind. Um eine Filteransprechung zu erreichen, die im Bereich der Farbzwischenträgerfrequenzsymmetrisch ist, werden die Koeffizienten der linearen Kombination im Kombinator 22 oder 24 im Bereich der Mitte des Verzögerungselementes symmetrisch gemacht, so daß der Ausgang des Kombinators gleich ist
- A + bB + c C + d D + e E + d F + c G + b H + a J, wobei a, b, c, d und e feste Positiv- oder Negativ- konstanten zur Definition des Filters sind.
- Um eine solche symmetrische Ansprechung zu erreichen, kann das mit Abgriffen versehene Verzögerungsglied entsprechend der Fig. 5 vereinfacht werden, indem ein Verzögerungselement mit der halben Länge des Elementes nach Fig. 4 verwendet und der Ausgang des Verzögerungselementes anstelle an den charakteristischen Widerstand des Verzögerungselements zum Beispiel durch Aufrechterhaltung des Schaltkreises zur Offenhaltung des Ausgangs an einen höheren Widerstand gelegt wird. Das Signal wird sodann bei einem nicht passenden Widerstand reflektiert, so daß durch Beistellung der Koeffizienten a, b, c, d und e im Kombinator mit der Anordnung nach Fig. 5 die gleiche Übertragungsfunktion wie bei der Anordnung nach Fig. 4 realisiert wird.
- Der Phasenschieber 9 und der Filter 10 der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Dekoder können durch die in Fig. 6 gezeigte Anordnung gebildet werden, zu der Ein- und Ausgangsanschlußwiderstände 40 und 41, ein mit Abgriffen versehenes induktives Verzögerungselement 42 und ein Festwertkombinator 43 gehören. Das Verzögerungselement 42 ist mit einer geraden Anzahl von Abgriffen versehen, die um Vielfachwerte der halben Periode der Zwischenträgerfrequenz voneinander abgesetzt sind. üm eine Bandpaßansprechung mit einer 90º-Phasenverschi ebung zu erreichen, werden in diesem Fall die Koeffizienten a, b, c und d entsprechend gewählt, wobei vom Kombinator die Kombination a A + b B + c C + d D - d E - c F - b G - a H ausgeführt wird und die Koeffizienten somit in bezug auf Größenordnung und Polarität im Bereich der Mitte des Verzögerungselementes anti-symmetrisch sind.
- Die Fig. 7 zeigt eine alternative Anordnung zu der nach Fig. 6, bei der die Verwendung eines kürzeren Verzögerungselements 44 möglich ist. Die Abgriffe des Verzögerungselements sind voneinander um die Hälfte der Periode der Zwischenträgerfrequenz abgesetzt, wobei der letzte Abgriff zum Ende des Verzögerungseleinents einen Abstand von einer Periode gleich einem Viertel der Zwischenträgerfrequenz aufweist. Das Verzögerungselement endet in einem niedrigen Widerstand oder einem kurzen Anschluß 45, so daß entlang des Verzögerungselements wandernde Signale unter Umkehrung reflektiert werden.
- Der Bildanalysator kann einen oder mehrere Kammfilter oder zweidimensionale Raumfilter zusammen mit Gleichrichtern zum Messen der Ausgänge des Filters oder der Filter umfassen. Die Filter dienen dem Zweck, vertikale und diagonale Bildinformationen bei Frequenzen im Bereich des Farbzwischenträgers zu trennen. Die gleichgerichteten Ausgänge der Filter geben in Abhängigkeit von den Bildinformationen, die in dem durch die Anordnung von Bildpunkten abgedeckten Bildbereich enthalten sind, Steuersignale an den regelbaren Kombinator 25. Die Anstiegs- und Abfallzeiten der Steuersignale sind den Anstiegs- und Abfallzeiten der Chrominanzsignale ähnlich. Der Ausgang des Bildanalysators ist so angeordnet, daß eine Zunahme des Anteils der diagonalen Bildinformationen entsprechend Frequenzen in der Nähe von (n + 1/2) fh, wobei fh = die Zeilenfrequenz und n = eine positive Ganzzahl, zu einem größeren Anteil des Signals S und somit zu einer entsprechenden Verringerung des zur Bildung des Signals T dienenden Anteils des Signals R führt. Demgegenüber haben Signale mit vertikalen Bildinformationen entsprechend Frequenzen im Bereich von nfh zur Folge, daß der Anteil des Signals S verringert und der Anteil des Signals R vergrößert wird.
- Die Ansprechung des Steuersignals auf die Bildinformationen unter verschiedenen Winkeln kann durch Verwendung von zwei oder mehr Filtern und Gleichrichtern verändert werden, wobei die Ausgänge der Gleichrichter beispielsweise durch Addition oder Subtraktion kombiniert werden, um das endgültige Steuersignal für den regelbaren Kombinator 25 zu bilden.
- Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform des Bildanalysators 7, die besonders zum Einsatz im Dekoder nach Fig. 3 geeignet ist. Der Analysator empfängt an seinem Eingang die Signale A, B und C und die Signale von den Ausgangsabgriffen der mit Abgriffen versehenen Verzögerungsglieder 21 und 23 an einem Eingang 50. Der Eingang 50 ist mit ersten, zweiten und dritten Filtern 51 bis 53 verbunden. Jeder der Filter 51 bis 53 umfaßt einen zweidimensionalen Filter mit begrenzter Ansprechung auf einen Impuls, der durch einen Festwertkombinator ähnlich den Festwertkombinatoren 22 und 24 gebildet wird, wobei die Koeffizienten so gewählt werden, daß sich die gewünschte Ansprechung ergibt.
- Der erste Filter 51 besi tzt eine zweidimensionale Bandpaßansprechung der in Fig. 9 dargestellten Art, die eine Graphik der vertikalen Raumfrequenz in Hertz per Bildhöhe im Vergleich zur horizontalen Frequenz in Megahertz zeigt. Der erste Filter 51 hat eine Spitzenansprechung oder Mittenfrequenz bei einer horizontalen Frequenz im Bereich der Zwischenträgerfrequenz und eine vertikale Frequenz von etwa 156 Hertz je Bildhöhe. Dies entspricht den diagonalen Bildinformationen. Der Ausgang des Filters 51 wird durch einen Gleichrichter 55 gleichgerichtet. Obwohl dieses Signal zur Steuerung des regelbaren Kombinatiors 25 benutzt werden könnte, ist eine Weiterverarbeitung auf folgende Weise zu bevorzugen.
- Der Filter 52 ist ein Vierfach-Bandpaßfilter mit vier Spitzen, wie dies in Fig. 10 dargestellt ist. Die Mittenfrequenzen der vier Spitzen sind von der Mittenfrequenz des Filters 51 horizontal um + und - 1 MHz abgesetzt und liegen in etwa im Bereich von 78 und 235 Hertz je Bildhöhe. Der Ausgang des Filters 52 wird durch einen Gleichrichter 56 gleichgerichtet und an einen Eingang eines Subtrahierwerks 57 gelegt, dessen anderer Eingang mit dem Ausgang des Gleichrichters 55 in Verbindung steht. Hiermit soll die in Fig. 9 gezeigte Ansprechung in eine Ansprechung nach Fig. 11 geändert werden, wodurch die Steuerung des regelbaren Kombinators durch eine verbesserte Erkennung der vertikalen und horizontalen Kanten der Farbbildbereiche verbessert wird.
- Die Wirkungsweise der regelbaren Kombinatoren 11 und 12 besteht darin, die vertikale und horizontlae Ansprechung des Dekoders auf nach dem PAL-System kodierte Signale weiter zu verändern. Die vertikale Bandbreite des Chrominanzsignals wird verringert, wenn sich der Anteil des Signals G an den Ausgangssignalen J und K erhöht. Nach einer weiteren Verbesserung kann der Filter so konstruiert sein, daß bei Verringerung der vertikalen Bandbreite die horizontale Bandbreite zunimmt.
- Der regelbare Kombinator 25 und der Bildanalysator 7 wirken so zusammen, daß bei Anliegen vertikaler Bildinformationen der Anteil des Signals T an den Signalen J und K zunimmt, während sich bei Zunahme der diagonalen Bildinformationen der Anteil des Signals G vergrößert.
- Nach einer besonders einfachen Ausführungsform des Dekoders kann das Steuersignal beispielsweise am Ausgang des Gleichrichters 55 oder am Ausgang des Subtrahierwerks 57 für den regelbaren Kombinator 25 ebenfalls zur Steuerung der regelbaren Kombinatoren 11 und 12 benutzt werden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Bereitstellung eines anderen Steuersignals für die Kombinatoren 11 und 12 zu bevorzugen ist. Zu diesem Zweck hat der Filter 53 eine Bandpaßansprechung mit einer Spitzenansprechung oder Mittenfrequenz bei einer horizontalen Frequenz im Bereich der Zwischenträgerfrequenz und einer vertikalen Frequenz von Null, wie dies aus der Fig. 12 ersichtlich ist. Der Ausgang des Filters 53 wird durch einen Gleichrichter 58 gleichgerichtet, dessen Ausgangssignal zur Steuerung der regelbaren Kombinatoren 11 und 12 benutzt werden kann, um den Anteil des Signals T zu erhöhen. Bevorzugt wird jedoch ein Subtrahierwerk 59 vorgesehen, von dessen erstem Eingang der Ausgang des Gleichrichters 58 empfangen wird und dessen zweiter Eingang zum Empfang des Ausgangs vom Gleichrichter 58 bestimmt ist. Hierdurch ergibt sich eine kombinierte Ansprechung der in Fig. 13 dargestellten Art. Es sollte beachtet werden, daß nur die beiden unteren Spitzen zu dieser modifizierten Ansprechung beitragen, so daß die Möglichkeit besteht, einen getrennten Filter zu benutzen, der nur die beiden unteren Spitzen nach Fig. 10 erfaßt, an die sich anstelle des Gleichrichters 56 ein mit dem zweiten Eingang des Subtrahierwerks 59 verbundener Gleichrichter anschliebt. Diese Anordnung führt zu einer verbesserten vertikalen Chrominanzauflösung und zu einer Verringerung des Cross- Colour-Effekts.
- Die Fig. 14 bis 16 zeigen die Arbeitsweise des Dekoders nach Fig. 3 mit dem Bildanalysator 7 nach Fig. 8 und dienen der Veranschaulichung der Arbeitsweise in Abhängigkeit von bestimmten Bildkonfigurationen. Im oberen Teil der Fig. 14 ist ein Bild mit einem Vertikaldetail im Bereich der Zwischenträgerfrequenz dargestellt, während der untere Teil der Fig. 14 das Spektrum dieses Signals zeigt. Die Filteransprechung nach Fig. 11 erfolgt in der Weise, daß das Steuersignal vom Subtrahierwerk 57 ein L-Signalist. Der regelbare Kombinator 25 läbt somit hauptsächlich das Signal R zur Bildung des Signals T durch. Die Signale A, B und C sind weitgehend gleich, wobei die vertikale Filterwirkung des Kombinators 20 ein Signal R mit einem Wert von weitgehend Null ergibt. Das Leuchtdichtesignal vom Subtrahierwerk 15 ist somit weitgehend gleich dem Signal E, bei dem es sich um das verzögerte Signal B handelt.
- Da das in Fig. 14 dargestellte Signal weitgehend in die Mittenfrequenz der Ansprechung nach Fig. 13 fällt, sind die Ausgangssignale vom Subtrahierwerk 59 H-Signale und werden die Signale J und K in erster Linie vom Signal T abgeleitet. Auf diese Weise wird eine wesentliche Verringerung des Cross-Colour-Effekts erreicht.
- Fig. 15 zeigt die horizontale Abtastung eines Farbbereiches mit den vertikalen Kanten dieses Farbbereiches. Im mittleren Teil der Fig. 15 ist das Spektrum des aus dem Farbbereich selbst stammenden Signals mit zwei Einzelsignalen der gleichen horizontalen Frequenz zu sehen. Der untere Teil der Fig. 15 zeigt das Spektrum für die vertikalen Kanten, die senkrecht verschobene Seitenbandsignale bilden. Die Seitenbänder fallen in das Paßband der Filteransprechung nach Fig. 10, wodurch der Pegel des Steuersignals von dem des Subtrahierwerkes 57 auf den des regelbaren Kombinators 20 reduziert wird. Demgemäb wird der Anteil des Signals R am Signal T erhöht und die Bandbreite der horizontalen Chrominanz vergrößert. Das Steuersignal am Ausgang des Subtrahierwerks 59 wird jedoch verringert, so daß der Anteil des Signals G an den Signalen J und K vergrößert wird und sich für die horizontale Chrominanz die maximale Bandbreite und eine verringerte vertikale Bandbreite ergeben.
- Der obere Teil der Fig. 16 zeigt einen der Fig. 15 ähnlichen Farbbereich, der hier jedoch auf die horizontalen Kanten bezogen ist. Wie im unteren Teil der Fig. 16 dargestellt, führt die Abtastung der horizontalen Kanten zu vertikalen Seitenbändern des in die Paßbänder der Filter 51 und 52 fallenden Chrominanzsignals (Fig. 9 und 11).
- Somit werden der Anteil des Signals S am Signal T erhöht und die vertikale Ansprechung des Chrominanzsignals verbessert, so daß sich eine verbesserte vertikale Bandbreite des Chrominanzsignals ergibt. Durch das Subtrahierwerk 15 werden die vertikalen Seitenbänder vom Leuchtdichtesignal getrennt. Außerdem wird der Anteil des Signals T an den Signalen J und K vergröbert, um die vertikale Chrominanzauflösung zu verbessern.
Claims (1)
1. Farbfernseh-Dekoder, der einen kontinuierlich
variablen zweidimensionalen, finiten
Impulsausschlagsfilter beinhaltet (1-6, 20-25; 1,
2, 20-25) und aufweist:
Einen Input, um ein Inputcolor-Videosignal
(A) aufzunehmen, das Bildinformation
darstellt;
einen Output, um Chrominanzsignale (D) zu
liefern;
erste Verzögerungsvorrichtungen (1-5; 1, 2),
die mit besagtem Input gekoppelt sind, um
eine Vielzahl von Signalen bereitzustellen;
und erste variable Verbindungseinrichtungen
(6; 25), um die Vielzahl von Signalen zu
kombinieren, und wobei besagter Dekoder
weiterhin eine erste Steuereinrichtung (7)
umfaßt, um kontinuierlich die erste variable
Verbindungseinrichtung zu steuern, indem die
Proportionen der Vielfalt der Signale
bestimmt werden, die in Übereinstimmung mit
der Bildinformation kombiniert werden sollen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl von
Signalen, die durch besagte erste
Verzögerungseinrichtung bereitgestellt wird, eine
zweidimensionale Anordnung von Bildpunkten
repräsentiert und daß besagte erste variable
Verbindungseinrichtung besagte Vielzahl von
Signalen linear kombiniert.
2. Dekoder gemäb Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet,
daß die erste
Verzögerungsvorrichtung einen ersten Verzögerungskreis (1) mit
einschließt, um eine Verzögerung zu
schaffen, die gleich einer Leitungsperiodendauer
des Input-Color-Videosignals ist, und einen
zweiten Verzögerungskreis (2), um eine
Verzögerung zu schaffen, die gleich einer
Leitungsperiodendauer des
Input-Color-Videosignales ist und mit dem Output (B) des ersten
Verzögerungskreises (1) verbunden ist.
3. Dekoder gemäß Anspruch 2, der weiterhin eine
zweite Verzögerungseinrichtung (14) umfaßt,
um den Output (B) des ersten
Verzögerungskreises (1) zu verzögern und eine erste
Subtraktionseinrichtung (15) mit einem ersten
Input, der mit der ersten variablen
Verbindungseinrichtung (6; 25) verbunden ist und
einen zweiten Input, der mit der besagten
zweiten Verzögerungsvorrichtung (14)
verbunden ist, und einen Output für die Lieferung
eines Luminanzsignals.
4. Dekoder gemäß Anspruch 3, der weiterhin eine
zweite Subtraktionseinrichtung (8) umfaßt,
um das Input-Color-Videosignal (A) zu
subtrahieren, und den Output (C) des zweiten
Verzögerungskreises (2), eine Einrichtung zur
Phasenverschiebung (9) zur Phasenverschiebung
des Outputs (H) der zweiten
Subtraktionseinrichtung (8).
5. Dekoder gemäß Anspruch 4, wobei besagte
Einrichtung zur Phasenverschiebung (9) einen
90º-Phasenverschieber aufweist, der in Serie
von einem Bandpaßfilter (10) gefolgt wird.
6. Dekoder geinäß Anspruch 4 oder 5, der
weiterhin zweite und dritte variable
Verbindungseinrichtungen (11, 12) zum linearen
Kombinieren des Outputs (D; T) der ersten
variablen Verbindungseinrichtungen (6; 25) mit dem
Output (G) der Einrichtung zur
Phasenverschiebung (9) in variable Proportionen
aufweist, und eine zweite Steuereinrichtung (7)
zur Steuerung der zweiten und dritten
variablen Verbindungseinrichtung (11, 12) in
Übereinstimmung mit der Bildinformation.
7. Dekoder gemäß einem der Ansprüche 2 bis 6,
wobei besagter erster Verzögerungskreis (1)
weiterhin umfaßt:
Erste, zweite und dritte abgegriffene
Verzögerungsleitungen (3, 4, 5), die Inputs
haben, die jeweils verbunden sind mit
besagtein Input-Color-Videosignal (A), dem Output
(B) des besagten ersten Verzögerungskreises
(1) und dem Output (C) des besagten zweiten
Verzögerungskreises (2); jede besagte
abgegriffene Verzögerungsleitung hat eine
Vielzahl von Output-Abgriffen; und besagte
variable Verbindungseinrichtung (6) weist
einen variablen Verbindungskreis auf, der
eine Vielzahl von Inputs hat, die mit
besagten Output-Abgriffen der besagten ersten,
zweiten und dritten abgegriffenen
Verzögerungsleitungen (3, 4, 5) verbunden sind, und
einen Output (D, E), der besagten Output des
variablen, zweidimensionalen finiten
Impulsausschlagfilters versorgt.
8. Dekoder gemäß Anspruch 7, wobei besagte erste
Steuereinrichtung (7) einen Bild-Analysator
aufweist, der eine Vielzahl von Inputs hat,
die mit besagten Output-Abgriffen der
besagten ersten, zweiten und dritten abgegriffenen
Verzögerungsleitungen verbunden sind und
einen Output, der ein Steuersignal zum
kontinuierlichen Steuern besagter erster variabler
Verbindungseinrichtung (6) bereitstellt, um
den vertikalen Ausschlag des zweidimensionalen
Filters zu verändern.
9. Dekoder gemäß einem der Ansprüche 2 bis 6,
wobei besagte erste Verzögerungsvorrichtung
weiterhin umfaßt:
einen ersten festen Verbindungskreis (20),
der Inputs hat, die jeweils verbunden sind
mit besagtem Input-Color-Videosignal (A), dem
Output (B) von besagtem ersten
Verzögerungskreis (1) und dein Output (C) von besagtem
zweiten Verzögerungskreis (2);
erste und zweite abgegriffene
Verzögerungsleitungen (23, 21), die jeweils besagten
Output (B) von besagtem ersten
Verzögerungskreis (1) und besagten Output von besagtem
ersten festen Verbindungskreis (20) aufnehmen;
jede der besagten ersten und zweiten
abgegriffenen Verzögerungsleitungen haben eine
Vielzahl von Output-Abgriffen;
zweite und dritte feste Verbindungskreise
(24, 22), wobei jeder eine Vielzahl von
Inputs hat, die jeweils mit besagten
Mehrzahlen von Output-Abgriffen von besagten
ersten und zweiten abgegriffenen
Verzögerungsleitungen (23, 21) und jeweils Outputs
(S, R) hat; und
besagte erste variable Verbindungseinrichtung
(25), die besagte Outputs (S, R) von besagten
festen Verbindungskreisen (24, 22) linear
verbindet und besagten Output (T) des
variablen zweidimensionalen finiten
Impulsausschlagfilters schafft.
Dekoder gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei besagte erste
Steuereinrichtung (7) zumindest diagonal Bildinformation
in besagter Vielzahl der Signale mißt, die
die besagte zweidimensionale Anordnung von
Bildpunkten darstellt, um die erste variable
Verbindungseinrichtung (6, 25) zu steuern.
11. Dekoder gemäß Anspruch 10, wobei besagte
erste Steuereinrichtung (7) besagte diagonale
Bildinformation ermittelt und die vertikale
Bandbreite des variablen zweidimensionalen
Filters reduziert.
12. Dekoder gemäß Anspruch 11, wobei besagte
erste Steuereinrichtung (7) simultan die
horizontale Bandbreite des variablen
zweidimensionalen Filters erhöht.
13. Dekoder gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Steuervorrichtung (7) einen ersten
zweidimensionalen Bandpaßfilter (51)
enthält, der einen ersten Durchlaßbereich hat,
der auf vorbestimmte horizontale und
vertikale räumliche Frequenzen gerichtet ist, und
einen ersten Demodulator (55) (rectifier),
der mit dem ersten zweidimensionalen
Bandpaßfilter (51) verbunden ist.
14. Dekoder gemäß Anspruch 13, wenn dieser von
Anspruch 4 abhängig ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Steuervorrichtung (7)
weiterhin einen vierfachen zweidimensionalen
Bandpaßfilter (52) enthält, der zweite,
dritte, vierte und fünfte Durchlaßbereiche
hat, einen zweiten Demodulator (56), der mit
dem vierfachen zweidimensionalen
Bandpaßfilter (52) verbunden ist und dritte
Subtraktionseinrichtungen (57), um die Outputs des
ersten und zweiten Deinodulators (55, 56) zu
subtrahieren, wobei die zweiten und dritten
Durchlaßbereiche eine geringere horizontale
Mittelfrequenz haben als der erste
Durchlaßbereich und die vierten und fünften
Durchlaßbereiche haben eine größere horizontale
Mittelfrequenz als der erste
Durchlaßbereich, die zweiten und vierten
Durchlaßbereiche haben eine geringere vertikale
Mittelfrequenz als der erste Durchlaßbereich und
der dritte und fünfte Durchlaßbereich haben
eine größere vertikale Mittelfrequenz der
erste Durchlaßbereich.
15. Dekoder gemäß Anspruch 14, wenn dieser von
Anspruch 6 abhängig ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Steuereinrichtung (7)
einen zweiten zweidimensionalen
Bandpaßfilter (53) enthält, der einen sechsten
Durchlaßbereich hat, der auf eine vorher
bestimmte horizontale räumliche Frequenz und auf
eine null-vertikale räumliche Frequenz
gerichtet ist und einen dritten Demodulator
(58), der mit dein zweiten 2-dimensionalen
Bandpaßfilter (53) verbunden ist.
16 Dekoder gemäß Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Steuereinrichtung
(7) weiterhin einen doppelten
zweidimensionalen Bandpaßfilter (52) enthält, der siebte
und achte Durchlaßbereiche hat, einen
vierten Demodulator (56), der mit dem doppelten
zweidimensionalen Bandpaßfilter (52)
verbunden ist und vierte Subtraktionseinrichtungen
(59), um die Outputs des dritten und vierten
Demodulators (56, 58) zu subtrahieren, wobei
die siebten und achten Durchlaßbereiche eine
vertikale Mittelfrequenz ungleich Null
haben, der siebte Durchlaßbereich hat eine
geringere horizontale Mittelfrequenz als der
sechste Durchlaßbereich und der achte
Durchlaßbereich hat eine größere horizontale
Mittelfrequenz als der sechste
Durchlaßbereich.
17. Dekoder gemäß Anspruch 16, in dem der Output
von besagtem ersten Demodulator (55) oder der
Output von besagter dritter
Subtraktionseinrichtung besagtes Steuersignal zu der
besagten ersten variablen Verbindungseinrichtung
(6; 25) liefert und/oder zu besagter zweiter
und dritter variabler Verbindungseinrichtung
(11, 12).
18. Dekoder gemäß Anspruch 16 oder 17, in dem der
Output von besagtem dritten Demodulator (58)
oder der Output von besagtem vierten
Subtraktor
(59) besagtes Steuersignal an besagte
zweite und dritte variable
Verbindungseinrichtung (11, 12) liefert.
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