DE3779945T2 - Drahtabisolierapparat und automatische verdrahtungsvorrichtung die diesen aufnimmt. - Google Patents
Drahtabisolierapparat und automatische verdrahtungsvorrichtung die diesen aufnimmt.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Drahtabisoliergerät bzw. - apparat und eine automatische Verdrahtungsvorrichtung, die dieses aufnimmt.
- Die Drähte, die zum Verdrahten gedruckter Leiterplatten bzw. Schalterplatten und anderer Verdrahtungsarbeiten verwendet werden, bestehen aus Leitungsdraht, der auf bestimmte Längen zugeschnitten ist, wobei an beiden Enden die Isolierung bzw. der Isoliermantel abgezogen ist. Einige sogenannte Drahtabisoliergeräte, die diesen Draht automatisch zuführen, sind bereits vorgeschlagen worden und sind im tatsächlichen Gebrauch.
- Bekannte Drahtabisoliergeräte schnitten einfach den Leitungsdraht ab und zogen dessen Isolierung ab, gliederten jedoch den so erhaltenen Draht nicht in den weiteren Fertigungsprozess ( zum Beispiel Löten ) ein. Bekannte Drahtabisoliergeräte sind in GB-A-207 7518, US-A-330 9948 und US-A-343 5858 offenbart.
- Diese Erfindung, die den Stand der Technik würdigt, schlägt ein Drahtabisoliergerät, welches in Löt- und Verdrahtungsarbeiten eingegliedert werden kann, und eine automatische Verdrahtungsvorrichtung vor, die automatisch Verdrahtungsarbeiten durch die Eingliederung des Drahtabisoliergeräts in eine automatischen Wickel- und Löteinrichtung ausführen kann.
- Die weiteren zahlreichen Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen in der folgenden Beschreibung dargestellt. Eine genaue Definition der Erfindung wird in den Anspüchen gegeben.
- Fig. 1 ist eine gesamte Seitenansicht des Drahtabisoliergeräts.
- Fig 2 ist eine Seitenansicht, die die Konstruktion in einem Bereich um die Messer zeigt.
- Fig. 3 ist eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils III aus Fig. 2.
- Fig. 4 ist eine Draufsicht in Richtung des Pfeils IV aus Fig. 2.
- Figuren 5(A) bis 5(H) sind Seitenansichten, die das Schneiden und Abisolieren des Leitungsdrahts zeigen.
- Fig. 6 ist eine Draufsicht in Richtung des Pfeils VI aus Fig. 1.
- Fig. 7 ist eine Draufsicht auf die automatische Verdrahtungsvorrichtung.
- Fig. 8 ist eine Seitenansicht der in Fig.7 dargestellten automatischen Verdrahtungsvorrichtung.
- Fig. 9 ist eine gesamte Seitenansicht der automatischen Wickel- und Löteinrichtung.
- Fig 10 ist eine vergrößerte Ansicht der Verdrahtung, die den Aderteil des Leitungsdrahts zeigt, wie er durch den Sensorfinger bzw. Fühlfinger ermittelt wird.
- Fig. 11 ist eine vergrößerte Draufsicht der Verdrahtung, die den Aderteil des Leitungsdrahts zeigt, bevor er um einen Stift geschlungen wird.
- Fig. 12 ist eine vergrößerten Draufsicht entsprechend Fig. 11, jedoch mit herumgewickeltem Draht, und
- Fig. 13 zeigt eine vergrößerte Seitenansicht des Wickelstifts.
- Nachfolgend wird ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
- Die Figuren 1 bis 6 zeigen ein Ausführungsbeispiel des Drahtabisoliergeräts. Dieses Drahtabisoliergerät 1 ist aufgebaut aus Klemmrollen 13, Messern 14, einem Greifer 15, und einem Zufuhrfinger bzw. Zufuhrgreifer 16. Zwei Leitungsdrähte 4 werden parallel von der Aufnahmespule 3 in das Gerät geführt und durchlaufen zuerst die Drahtzieheinheit 17. In dieser Drahtzieheinheit 17 werden die Leitungsdrähte 4 von oben und unten gequetscht und die schlaffen Leitungsdrähte 4 werden gespannt. Zusätzlich zur Drahtzieheinheit 17, die die Drähte von oben und unten quetscht, kann eine weitere Drahtzieheinheit hinzugefügt werden, um in horizontaler Richtung zu quetschen. Ebenso kann anstelle von zwei Drähten nur ein Leitungsdraht 4 zugeführt werden.
- Die Richtung des Leitungsdrahtes 4, der die Drahtzieheinheit 17 durchlaufen hat, wird durch die zwei Zuführrollen 18 um 180 Grad umgelenkt und in die zwei Sätze Klemmrollen 13 geführt. Diese Klemmrollen 13 können sich vorwärts und rückwärts drehen, wobei sie den Leitungsdraht 4 zuführen und zurückführen können, gerade wie es für das Abschneiden des Leitungsdrahts 4 oder das Abziehen der Isolierung bzw. des Isoliermantels 5 an beiden Enden erforderlich ist. Die Leitungsdrähte 4 werden durch die Klemmrollen 13 zwischen die oberen und unteren Messer 14 gebracht. Bezugszeichen 19 ist eine Kurvenhilfsführung, welche durch Halten des durch die Klemmrollen 13 zugeführten Leitungsdrahts 4 in einer genauen Position sicherstellt, daß sich der Leitungsdraht 4 nach dem Durchlaufen der Klemmrollen 13 nicht verbiegt.
- Die Schneidkanten dieser Messer 14 sind zum Abziehen der Isolierung 5 aus zwei konkaven Schneidenteilen 20 aufgebaut, die zueinander einen bestimmten Abstand aufweisen (Fig.3). Die Größe der konkaven Schneidenteile 20 entspricht der Dicke des Aderteils 6 des Leitungsdrahts 4. Die Messer 14 können durch Betätigen des Zylinders 21 horizontal und auf und ab in gleitender Weise bewegt werden, so daß die Position eines konkaven Schneidenteils 20 bezüglich des Leitungsdrahtes 4 eingestellt wird. Diese konkaven Schneidenteile 20 werden zum Abziehen der Drahtisolierung 5 verwendet, während der Leitungsdraht 4 an anderen Teilen als den der konkaven Schneidenteile 20 abgeschnitten wird. Diese Messer 14 werden durch den Schneidzylinder 22 auf und ab bewegt. Mit anderen Worten hat jedes Messer 14 einen schiefen, konkaven Abschnitt 23, wobei sich das Messer auf und ab bewegt, wenn der Schneidzyinder 22 den Rahmen 25 bewegt, der einen konvexen Abschnitt 24, der in den konkaven Abschnitt 23 passt, zu einer Vorwärts-, Rückwärtsbewegung veranlässt (in Richtung von links nach rechts in Fig. 3).
- Um den Leitungsdraht 4 zu greifen, schließt der Greifer 15 die Enden seiner Klemmbacken 28 durch das Einführen des Pfeilkopfkolbens 26 zwischen die rückwärtigen Enden des Klemmbackenpaars 28, die um einen ein Zentrum 27 bildenden Drehpunkt drehen. Wie in den Figuren 5 (A) bis (H) gezeigt, kann der Greifer 15 weiterhin durch die Wirkungsweise der zwei rückseitig montierten Zylinder 29 und 30 vorwärts und rückwärts bezüglich der Messer 14 in drei Positionen (a), (b) und (c) bewegt werden.
- Der Zufuhrgreifer 16 greift den Draht 7 durch das Einführen eines weiteren Kolbens 59, der die gleiche Gestalt wie der Kolben 26 hat, zwischen ein Paar gegenüberstehender Tragarme 58, welche sich um einen Hebeldrehpunkt drehen und so das Fingerpaar 60 öffnen und schließen, das an den Spitzen dieser Tragarme 58 in der gleichen Art wie beim obigen Greifer 15 vorgesehen ist.
- Der folgende Abschnitt beschreibt mit Bezug auf die Figuren 5(A) bis 5(H) die Wirkungsweise der Messer 14 und des zu den Messern 14 benachbarten Greifers 15 beim Abschneiden des Leitungsdrahtes 4 und beim Abziehen seiner Isolierung 5.
- (1) Eine bestimmte Länge des Leitungsdrahts 4 wird durch die Vorwärtsbewegung der Klemmrollen 13 zugeführt und die vordere Kante (ein Ende) wird zwischen dem oberen und dem unteren Messer 14 positioniert. Zu diesem Zeitpunkt sind die Messer 14 so eingestellt daß, ein konkaver Schneidenteil 20 auf den Leitungsdraht 4 ausgerichtet ist. Dabei ist der Greifer 15 in Stellung (a) (Fig. 5(A)).
- (2) Die Messer 14 bewegen sich auf und ab um ausschließlich die Isolierung 5 an einem Ende des Leitungsdrahtes 4 durchzuschneiden (Fig. 5(B)).
- (3) Die Klemmrollen 13 drehen sich in entgegengesetzter Richtung, um den Leitungsdraht 4 bezüglich Fig. 5(C) ein wenig nach links zu bewegen, wobei die eben durchgeschnittene Isolierung 5 abgezogen wird und ein Ende des Aderteils 6 freigelegt wird (Fig. 5(C)).
- (4) Die Klemmrollen 13 drehen sich vorwärts und führen die erforderliche Länge an Leitungsdraht 4 zu. Dann fährt der Greifer 15 horizontal bezüglich Fig. 5(D) nach links und ergreift und hält den zugeführten Leitungsdraht 4 in der Stellung (b). Dabei haben sich die Messer 14 bereits horizontal gleitend bewegt, so daß ein anderer Bereich als der konkave Schneidenteil 20 auf den Leitungsdraht 4 ausgerichtet ist. Es ist immer möglich diese hintereinander anzuordnen, gleichgültig welche Drahtlänge zugeführt wurde, da die Richtung des Leitungsdrahts 4 um 180 Grad durch die Zuführrollen 18 umgelenkt worden ist. (Fig. 5(D)).
- (5) Die Messer 14 bewegen sich auf und ab und Schneiden den Leitungsdraht 4 in der Mitte durch (das entgegengesetzte Ende zum vorderen Ende). Sofort nach dem Schneidvorgang bewegen sich die Messer 14 gleitend in horizontaler Richtung um einen konkaven Schneidenteil 20 auf den Leitungsdraht auszurichten. (Fig. 5(E)).
- (6) Der Greifer 15 gleitet horizontal bezüglich Fig. 5(F) ein wenig nach links in die Stellung (c) und das andere Ende des abgeschnittenen Leitungsdrahts 4 wird zwischen den Messern 14 positioniert. (Fig. 5(F)).
- (7) Die Messer 14 bewegen sich auf und ab und schneiden nur die Isolierung 5 am anderen Ende des Leitungsdrahts 4 durch. (Fig. 5(G)).
- (8) Der Greifer 15 geht zurück in die Stellung (a), wobei er die eben durchgeschnittene Isolierung 5 abzieht und die Drahtader 6 des anderen Endes des Leitungsdrahts freilegt. Nun hat man den erwünschten Draht 7 erhalten. (Fig. 5(H)).
- Das Obige beschreibt das Zuschneiden von Leitungsdrähten 4 und das Abziehen Ihrer Isolierung 5 durch die Messer 14 und den Greifer 15. Wenn zwei Leitungsdrähte 4 gleichzeitig von der Aufnahmespule 3 zugeführt werden, gleitet der Greifer 15 horizontal in Richtung des Pfeils X aus Fig. 6, wobei er die zwei Drähte 7 hält, so daß sie gleichzeitig herausgeführt werden. Der Zufuhrgreifer 16 bewegt sich aufgrund der Wirkung des Zylinders 32 zurück und greift die Drähte 7, die durch den horizontal beweglichen Greifer 15 bereitgehalten werden, um dann in die vordere Stellung zurückzukehren. Nun ist der Draht 7 an der gedruckten Leiterplatte bzw. Schalterplatte 10 genau positioniert, die auf der Oberseite des mit dem Drahtabisoliergerät 1 verbundenen Arbeitstisches T montiert ist; da der Arbeiter M zur Positionierung des Drahtes auf der gedruckten Leiterplatte 10 nicht erforderlich ist, werden keine Fehler bei der Positionierung zum Löten der Drähte gemacht und manuelle Lötarbeiten können bei Verwendung des Lötkolbens H ununterbrochen durchgeführt werden. Weiterhin ist es, wie oben beschrieben, auch möglich den vom Zufuhrgreifer 16 positionierten Draht 7, anstatt manuell unter Verwendung einer automatischen Einrichtung zu befestigen. Am Geräteboden befindet sich ein Zylinder 34, wobei durch Rückwärts- und Vorwärtsbewegen dieses Zylinders 34 das ganze Gerät um ein Drehgelenk 35 schräg gestellt werden kann, um die vertikale Lage der Spitze des Zufuhrgreifers 16 einzustellen.
- Wie beschrieben ist das Drahtabisoliergerät 1 mit einem horizontal beweglichen Messer 14 ausgestattet, das konkave Schneidenteile 20 auf den Schneidkanten ausweist. Durch horizontales Bewegen dieser Messer 14 wird der konkave Schneidenteil 20 auf den Leitungsdraht 4 ausgerichtet und nur die Isolierung 5 des Leitungsdrates 4 kann durchgeschnitten werden, oder der Leitungsdraht 4 selbst kann durch Aneinanderreihen eines anderen Bereichs als den des konkaven Schneidenteils 20 abgeschnitten werden. Daher können die Messer 14 zusammen mit dem Greifer 15, welcher den Leitungsdraht 4 hält, bewegt werden und bezüglich der Messer 14 sich rüchwärts und vorwärts bewegen, so daß der Leitungsdraht 4 in bestimmte Längen geschnitten wird. Dann kann durch Abziehen der Isolierung von beiden Enden des Leitungsdrats 4 der erwünschte Brückendraht 7 aus einem endlosen Leitungsdraht 4 erzeugt werden. Ebenso kann sich der Zufuhrgreifer 16 zum Greifer 15 bewegen um den auf diese Weise erhaltenen Draht 7 zu nehmen, ihn zu beförden und so zu positionieren, daß der weitere Prozess erleichtert wird.
- Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel einer automatischen Verdrahtungsvorrichtung unter Bezug auf die Figuren 7 bis 13 beschrieben. Diese automatische Verdrahtungsvorrichtung 56 besteht aus einem Drahtabisoliergerät 1 und einer automatischen Wickel- und Löteinrichtung 2. Das Drahtabisoliergerät 1 hat nahezu den gleichen Aufbau wie das eben beschriebene Ausführungsbeispiel, jedoch ist in diesem Ausführungsbeispiel der Zufuhrgreifer 16 des Drahtabisoliergeräts 1 aus einem oberen Finger 31, der durch einen Zylinder 32 vorwärts und rückwärts bewegt wird, und einem unteren Finger 33 aufgebaut. Der "zu verdrahtende" Brückendraht 7, der durch den oberen Finger 31 positioniert und gehalten wurde, wird an den unteren Finger 33 übergeben. Bei diesem Vorgang wird durch die Bewegung des am unteren Teil des Geräts vorgesehenen Zylinders 34 das ganze Gerät um das Drehgelenk 35 nach vorne geneigt, um den Draht vom oberen Finger 31 an den unteren Finger 33 zu übergeben. Zu diesem Zeitpunkt schaltet die zuvor erwähnte automatische Wickel- und Löteinrichtung 2 in betiebsbereiten Zustand. Der Aufbau des oberen und unteren Fingers 31 und 33 ist nahezu identisch zum eben beschriebenen Zufuhrgreifer 16, daher wird deren Beschreibung unterlassen.
- Weiterhin kann die auf dem Kopf 9 eines frei beweglichen und drehbaren Roboterarms 8 montierte, automatische Wickel- und Löteinrichtung 2 zum Wickeln der freigelegten, Drahtadern 6 an beiden Enden des Brückendrahts 7 um die Stifte 11 und 12 an den zwei Stellen der gedruckten Leiterplatte 10, an die sie gelötet werden sollen, eingesetzt werden, wobei sie anschließend daran angelötet werden. Aus Gründen der Verdrahtungsgestaltung oder zur Verbesserung existierender gedruckter Leiterplatten kann die auf einer gedruckten Leiterplatte aufgedruckte Verschaltung die durch den Leitungsdraht erzeugte Verbindung zweier bestimmter, gegenseitig getrennter Stifte auf der gedruckten Leiterplatte anzeigen. Diese Verbindung wird üblicherweise als "Brückenverdrahtung" bezeichnet und kann automatisch mit der automatischen Wickel- und Löteinrichtung 2 durchgeführt werden.
- Die komplette automatische Wickel- und Löteinrichtung 2 ist auf einem Kopf 9 eines frei bewegbaren und frei drehbaren Roboterarms 8 montiert und weist einen Ablegefinger bzw. Einstellfinger 36, einen Sensorfinger bzw. Fühlfinger 37, einen Wickelmechanismus 38 und einen Lötmechanismus 39 auf. Jede dieser Einheiten bewegt sich voneinander unabhängig nach unten und nach oben mittels der individuell vorgesehenen Zylinder 40, 41, 42 und 43, die strahlenförmig um dem mittig montierten Wickelmechanismus 38 angeordnet sind.
- Die ganze automatische Wickel- und Löteinrichtung 2 bewegt sich nun aufgrund der Bewegungsmöglichkeit des Roboterarms 8 in Richtung des Drahtabisoliergeräts 1, und ein Ende des vom unteren Finger 33 gehaltenen Brückendrahts 7 wird derart in den Griff des Ablegefingers 36 übergeben, als ob es der obere Finger 31 gehalten hätte.
- Zusammen mit dem ein Ende des Brückendrahts 7 haltenden Ablegefinger 36 wird die ganze automatische Wickel- und Löteinrichtung 2 durch den Roboterarm 8 zur gedruckten Leiterplatte 10 bewegt, die durch das Positionierwerkzeug 51 festgehalten wird, wobei der Aderteil 6 des Brückendrahts 7 direkt neben einen der zu verlötenden Stifte 11 positioniert wird. Anschließend wird der Wickelmechanismus 38 nach unten gefahren, wobei der Aderteil 6 des Brückendrahts 7 zwischen dem am Ende des Wickelmechanismus 38 befindlichen Wickelstift 53 und dem auf der Oberseite der gedruckten Leiterplatte 10 befindlichen Stift 11 eingeschlossen wird. (Fig. 11). Der Wickelstift 53 ist in außermittiger Lage zum unteren Ende des Wickelmechanismus 38 montiert (siehe Fig. 13). Damit wird der Aderteil 6 durch die Drehbewegung des Wickelstifts 53 in einer bestimmten Richtung um den Stift 11 herumgewickelt, d. h. seine Drehbewegung erfolgt um die Umfangsfläche des Stifts 11 (siehe Figuren 11 und 12).
- Sobald der Aderteil 6 um den Stift 11 herumgewickelt ist, fährt der Lötmechanismus 39 nach unten und die Lötkolbenspitze 54 wird bis zum Berühren des Stifts 11 vorgeschoben. Lötdraht 55 wird über eine Zuführdüse 52 der Lötkolbenspitze 54 automatisch zugeführt und der Lötvorgang wird automatisch durchgeführt. Dies schließt den Lötvorgang an einem Ende des Brückendrahts 7 ab.
- Anschließend dreht sich der Kopf 9 um 180º, damit er in umgekehrter Richtung steht, und der Ablegefinger 36 fährt zusammen mit dem Sensorfinger 37 nach unten und greift sanft den an einem Ende bereits angelöteten Brückendraht 7 an dem Ende, welches dem ursprünglich festgehalten Ende gegenüber liegt. Dieser sanfte Griff wird durch leichtes Einführen des Pfeilkopfkolbens 45 des Zylinders 44 zwischen die hinteren Enden der Klemmbacken 46 erreicht. Nun fährt der Sensorfinger 37 nach unten und greift sanft den Draht 7 zusammen mit dem Ablegefinger 36, jedoch mehr in Richtung zum vorderen Ende des Drahts. Dann fahren sowohl der Sensorfinger 37 als auch der Ablegefinger 36, die immer noch zusammen den Brückendraht 7 halten, rasch vorwärts in Richtung einer Stelle vor dem gegenüberliegenden Ende des Brückendrahts 7. Nahe dem Aderteil 6 des anderen Endes verzögert sich die gleitende Bewegung und sobald der Sensorfinger 37 einen Teil der Drahtader 6 erreicht (siehe Fig. 10), kommt die Klemmbacke 48 des Sensorfingers 37 an die Drahtader 6 des anderen Endes des Brückendrahts 7 und erfaßt so seine Lage. Sobald seine Lage erfaßt ist, wird ein Signal an den nicht dargestellten Steuerteil gesandt und der Pfeilkopfkolben 50 des anderen Zylinders 49 im Ablegefinger 36 wird diesmal mit Kraft tief zwischen die Enden der Klemmbacken 46 eingeführt. Dann schließen sich die Enden der Klemmbacken 46, wobei sie das andere Ende des Brückendrahts 7 fest in einer bestimmten Lage halten. Sobald der Ablegefinger 36 den Brückendraht 7 fest im Griff hat, ist die Aufgabe des Sensorfingers 37 abgeschlossen und er wird aufwärts wegbewegt.
- Danach wird der Aderteil 6 des Brückendrahts 7 direkt neben dem noch nicht verlöteten Stift 12 positioniert und anschließend wie oben beschrieben herumgewickelt und verlötet. Dies schließt die Verdrahtung des Brückendrates 7 ab.
- Wie oben beschrieben, wurde die Lage der Drahtader 6 durch die Verwendung des Sensorfingers 37 aufgefunden; es kann jedoch auch ein opischer Sensor verwendet werden, oder die zu fahrende Strecke des Ablegefingers 36 kann im voraus, entsprechend der Länge des Brückendrahts 7 bestimmt werden, wobei die Einrichtung eingestellt wird, nur diese bestimmte Strecke zu fahren, um das andere Ende des Brückendrahts 7 zu greifen.
- Wie oben beschrieben wird in der automatischen Verdrahtungsvorrichtung 56 die komplette automatische Wickel- und Löteinrichtung 2 über den Roboterarm 8 zum Drahtabisoliergerät 1 gefahren, wobei sich der Ablegefinger 36 der automatischen Wickel- und Löteinrichtung 2 bewegt, um den Draht 7 aufzunehmen, welcher unter Verwendung des Zufuhrgreifers 16 des Drahtabisoliergeräts 1 positioniert wurde. Sobald der Ablegefinger 36 ein Ende des Brückendrahts 7 gegriffen hat, wird die komplette automatische Wickel- und Löteinrichtung 2 auf dem Roboterarm 8 bewegt, und der Aderteil 6 an einem Ende des Brückendrahts 7 wird durch den Ablegefinger 36 an den zu verlötenden Stift 11 auf der gedruckten Leiterplatte 10 positioniert. Der Aderteil 6, der neben dem Stift 11 positioniert wurde, wird durch eine kreisförmige Drehbewegung des Wickelstifts 53 des Wickelmechanismus 38 um den Stift herumgewickelt. Sobald der Wickelvorgang des Aderteils 6 abgeschlossen ist, wird dieser Teil durch den Lötmechanismus 39 verlötet. Dann wird der Brückendraht 7 dem Zugriff des Ablegefingers 36 übergeben, welcher ihn immer noch haltend, schnell entlang fährt, um den Aderteil 6 am anderen Ende aufzufinden und ihn an einer bestimmten Stelle am anderen Ende einzuklemmen. Mit anderen Worten wird dieser den Brückendraht sanft greifende und haltende Ablegefinger 16 schnell in die Nähe des anderen Endes geschoben, wobei er seine Geschwindigkeit verlangsamt, sobald er sich dem anderen Ende nähert. Wenn er den Aderteil 6 des Brückendrahts 7 erfaßt, nimmt der Ablegefinger 36 den Brückendraht 7 in festen Griff. So kann der Ablegefinger 36 die Position des anderen Endes des Brückendrahts 7 auffinden und ihn immer an einer bestimmten Stelle erfassen. Dann wird der Aderteil 6 des anderen Endes zum Verlöten am anderen Stift 12 positioniert und auf die gleiche Weise herumgewickelt und verlötet. Auf diese Weise werden die zu verlötenden Stifte 11 und 12 durch den Brückendraht 7 verbunden, womit die Verdrahtungsarbeit abgeschlossen ist
- Da das erfindungsgemäße Drahtabisoliergerät demnach den für die Verdrahtungsarbeit erforderlichen Draht durch Zerschneiden eines endlosen Drahts und anschließendem Abisolieren seiner Isolierung automatisch zuführen kann und ebenso den so erhaltenen Draht an eine bestimmte Stelle befördern und ihn dort positionieren kann, kann ein Arbeiter ohne die Notwendigkeit den Draht zu positionieren kontinuierlich arbeiten.
- Da die automatische Verdrahtungsvorrichtung weiterhin einen vom Drahtabisoliergerät erhaltenen Draht mit zwei Stiften auf der gedruckten Leiterplatte verlöten kann, kann die Verdrahtungsarbeit wie Brückendraht - Verdrahtung, die früher nur manuell durchgeführt werden konnte, nun automatisch auf genaue und schnelle Weise durchgeführt werden.
Claims (8)
1. Draht-Abisoliervorrichtung, die einen Leitungsdraht (4)
auf eine passende Länge schneidet sowie seinen
Isoliermantel (5) an beiden Enden abzieht und ihn verdrahtet,
dadurch gekennzeichnet, daß sie mit vorwärts sowie
rückwärts drehenden Klemmrollen (13), die intermittierend
Leitungsdraht von einer Aufnahmespüle (3) zu- und zu
dieser zurückführen können, mit einem Paar von in
horizontaler Richtung verschiebbaren Messern (14), die ein
konkaves Schneidenteil mit einer der Dicke des Aderteils
des Leitungsdrahtes entsprechenden Abmessung haben und
den Isoliermantel von einem Ende des durch die
Klemmrollen (13) zugeführten Leitungsdrahtes abziehen, den
Leitungsdraht in der Mitte durchschneiden sowie den
Isoliermantel am anderen Ende des durch dieses mittige
Durchschneiden erhaltenen Leitungsdrahtes (4) abziehen können,
mit einem Greifer (15), der frei in bezug auf die Messer,
während er den von den Messern geschnittenen
Leitungsdraht einklemmt, bewegbar ist, und mit einem
Zufuhrfinger (16), der vor dem genannten Greifer (15) den
Leitungsdraht (4), dessen Isoliermantel von beiden Enden
abgezogen ist, abnimmt sowie ergreift und ihn zu einer
bestimmten Stelle transportiert sowie an dieser
positioniert, ausgestattet ist.
2. Draht-Abisoliervorrichtung nach Anspruch 1, die zwischen
der Aufnahmespule (3) und den Klemmrollen (13) mit einer
Drahtzieheinheit (17) ausgestattet ist, welche den von
der Aufnahmespule (3) abgezogenen Leitungsdraht (4)
quetscht und den entspannten Leitungsdraht strafft.
3. Draht-Abisoliervorrichtung nach Anspruch 1, die einen
Greifer (15) besitzt, dessen Paar von Klemmbacken (28),
die frei um einen ein Zentrum bildenden Drehpunkt herum
drehen, durch das Einführen eines Pfeilkopfkolbens (26)
zwischen den rückwärtigen Teil dieser Klemmbacken
schließt und somit den Leitungsdraht (4) einklemmt.
4. Draht-Abisoliervorrichtung nach Anspruch 1, die einen
Zufuhrgreifer (16) besitzt, dessen an den Spitzen von
Tragarmen angebrachtes Paar von Fingern (60) durch das
Einführen eines Pfeilkopfkolbens (59) zwischen die
Tragarme (58), die frei um einen ein Zentrum bildenen
Drehpunkt herum drehen, schließt und den Draht (7) einklemmt.
5. Automatische Verdrahtungsvorrichtung, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine einzige Einheit ist, welche eine
Drahtabisoliervorrichtung, die eine passende Länge eines
Leitungsdrahtes (4) schneiden sowie den Isoliermantel
(5) an beiden Enden für ein Verdrahten abziehen kann und
mit vorwärts und rückwärts drehenden Klemmrollen (13),
um intermittierend von einer Aufnahmespule (3)
erhaltenen Leitungsdraht ab- sowie zurückzuführen, die mit einem
in horizontaler Richtung verschiebbarren Paar von
Messern (14), welche ein konkaves Schneidenteil mit einer
der Dicke des Aderteils des Leitungsdrahtes (4)
entsprechenden Abmessung haben, den Isoliermantel vom einen
Ende des durch die Klemmrollen (13) zugeführten
Leitungsdrahtes abziehen, den Leitungdraht in der Mitte
durchschneiden und den Isoliermantel am anderen Ende
des durch dieses mittige Durchschneiden erhaltenen
Leitungsdrahtes abziehen können, die mit einem Greifer (15),
welcher in bezug auf die Messer, während er den von den
Messern geschnittenen Leitungdraht einklemmt, vor- sowie
zurückfahren kann, und die mit einem Zufuhrgreifer (16),
welcher den zu einem Draht (7) mit durch den genannten
Greifer (15) an beiden Enden abgezogenem Isoliermantel
(5) gemachten Leitungsdraht (4) erfaßt sowie diesen zu
einer bestimmten Stelle transportiert, an der er
positioniert wird, ausgestattet ist, und mit dieser
Draht-Abisoliervorrichtung (1) eine automatische Wickel- und
Lötvorrichtung (2) vereinigt, die mit einem Einstellfinger,
der beide Enden des durch den Zufuhrgreifer (16) der
Draht-Absoliervorrichtung (1) positionierten Drahtes
erfaßt sowie beide freigelegten Enden des Drahtes (7)
an den jeweiligen Stellen, an denen sie angelötet werden
sollen, d.h. den Stiften (11, 12 ), die an zwei Stellen
von der gedruckten Schaltungsplatte (10) vorstehen,
positioniert, die mit einem Wickelmechanismus (38), der einen
kreisförmig umlaufenden Stift an seiner Stirnseite hat,
welcher zum Wickeln des Aderteils (6) des Drahtes (7)
um die von der gedruckten Schaltungsplatte (10)
vorstehenden Stifte (11, 12), herum verwendet wird, und die mit
einem Lötmechanismus (39), der unter ständiger Zufuhr
von Lötdraht (55) zu einem Lötkolben (54) die um die
Stifte (11, 12) durch den Wickelmechanismus (38)
geschlungene Drahtader anlötet, ausgestattet ist.
6. Automatische Verdrahtungsvorrichtung nach Anspruch 5,
die mit einem Wickelmechanismus (38) ausgestattet ist,
welcher einen an der Frontseite exzentrisch angebrachten
Wickelstift (53), der in einer kreisförmigen Bewegung
dreht, während er auf die Außenseite der Ader (6) des
Drahtes (7) Druck ausübt, um diesen um den von der
gedruckten Schaltungsplatte (10) vorstehenden Stift (11,
12) zu schlingen, besitzt.
7. Automatische Verdrahtungsvorrichtung nach Anspruch 5,
in welcher ein Einstellfinger (36), ein
Wickelmechanismus (38), ein Lötmechanismus (39) sowie ein Fühlfinger
(37) unabhängig an individuellen Zylindern angebracht
sind, die vom zentralen Wickelmechanismus (38)
strahlenförmig ausgehen sowie sich frei auf- und abbewegen.
8. Automatische Verdrahtungsvorrichtung nach Anspruch 7,
die einen Fühlfinger (37) besitzt, welcher zusammen mit
einem Einstellfinger (36) leicht den Draht (7), von dem
ein Aderende (6) vorher um einen von der gedruckten
Schaltungsplatte (10) vorstehenden Stift (11, 12) gewunden
worden ist, erfaßt und der sich in dieser Lage, wobei
der Fühlfinger (37) leicht einen geringfügig nach dem
anderen Ende hin mit Bezug zu dem vom Einstellfinger
(36) erfaßten Teil befindlichen Teil erfaßt, mit dem
Einstellfinger (36) rasch zum anderen Ende des Drahtes (7)
hin verschiebt, wobei er sich, wenn er sich einmal dem
Aderteil (6) am anderen Ende nähert, langsamer verschiebt und
schließlich, wenn er einmal das Aderteil des anderen
Endes feststellt, ein Signal zum Einstellfinger (36)
sendet, der kräftig das andere Ende des Drahtes in einer
festen Position erfaßt, wobei sich der Fühlfinger (37)
dann aufwärts von der Verdrahtung wegbewegt.
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