DE3780563T2 - Kuehlluftverteiler fuer den rotor einer gasturbine. - Google Patents

Kuehlluftverteiler fuer den rotor einer gasturbine.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gebilde zur Zufuhr von Kühlluft zu einem Turbinenrotor eines Gasturbinentriebwerks.
  • Gasturbinentriebwerksrotoren werden häufig durch einen Strom von Luft gekühlt, der dem radial inneren Teil des Rotors durch ein Verteilergebilde zugeführt wird, welches die Kühlluft mit einer tangentialen Geschwindigkeitskomponente abgibt, die so gewählt ist daß sie der Rotorwinkelgeschwindigkeit angepaßt ist. Solche Gebilde, gezeigt z. B. in der US-A-4 435 123, welche einen Kühlluftförderverteiler gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 beschreibt, sind innerhalb des Gasturbinentriebwerks befestigt und tragen häufig ringförmige Dichtflächen od. dgl. zum Herstellen einer Abdichtung zwischen den verschiedenen Teilen des Triebwerks. Die Verteilergebilde empfangen Kühlluft aus einem unter Druck stehenden Ringraum, der durch den stromaufwärtigen Verdichterabschnitt versorgt wird. Der bekannte Verteiler enthält Sammelgebiete zum Verteilen der Luftströmung auf eine Vielzahl von Auslaßdüsen. Das kann Druckverluste und Ungleichmäßigkeit der Luftströmung zur Folge haben.
  • Dem Fachmann ist klar, daß die Gleichmäßigkeit der abgegebenen Luftströmung ein Hauptfaktor beim Erzielen des gewünschten Kühleffekts an dem äußeren Turbinenrotorgebilde und den in den erhitzten Verbrennungsprodukten angeordneten Laufschaufeln ist. Zusätzlich zu der Gleichmäßigkeit der Strömung kann es notwendig sein, den Druck in dem Kühlströmungsvolumen in der Nähe des Turbinenrotors zu überwachen, um den Betrieb des Kühlsystems zu überprüfen und Verstopfung oder andere Strömungsanomalitäten zu erkennen.
  • Dem mit der Gasturbinentriebwerksentwicklung vertrauten Fachmann ist außerdem klar, daß sich die Kühlungserfordernisse der ersten Turbinenstufe während der Lebensdauer einer besonderen Triebwerkskonstruktion häufig ändern, wenn die Konstruktion verbessert wird, um höhere oder geringere Ausgangsleistung zu liefern. Kühlverteilerkonstruktionen des Standes der Technik erfordern das Ändern der Größe der Luftströmungsdurchlässe und -öffnungen darin zur Anpassung an den geänderten Turbinenrotorkühlbedarf, was zu einer Vielzahl von ähnlichen, aber nicht untereinander austauschbaren Teilen für jede Familie von verwandten Triebwerkskonstruktionen führt. Ebenso würde im Feld eine Änderung im Rotorkühlbedarf für ein besonderes Triebwerk, wie sie z. B. aus einer Änderung von Triebwerkswerkstoffen, verlängerter Betriebslebensdauer, usw. resultieren könnte, das Entfernen des gegenwärtig in dem Triebwerk vorhandenen Verteilers und den Austausch gegen einen anderen, speziell angefertigten zum Fördern der gewünschten Kühlströmung verlangen.
  • Was benötigt wird, ist ein Verteiler, der in der Lage ist, eine gleichmäßige Strömung zu dem Turbinenrotor zu fördern, und der außerdem leicht angepaßt werden kann, um andere Kühlluftströmungen zu fördern, ohne ausgetauscht werden zu müssen.
  • Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen Strömungsleitverteiler zum Fördern einer rotierenden, ringförmigen Strömung von Kühlluft in der Nähe der radial inneren Stirnseite einer rotierenden Turbinenschaufelscheibe in einem Gasturbinentriebwerk od. dgl. zu schaffen, wobei der Verteiler gestattet, eine gleichmäßige Verteilung von Kühlluft in der Nähe der Stirnseite der Turbinenscheibe zu erzielen, und außerdem gestattet, die Luftströmung durch den Verteiler entsprechend den Kühlungsforderungen der Turbinenschaufelscheibe einzustellen.
  • Gemäß der Erfindung wird, um diese Aufgabe zu lösen, ein Kühlluftförderverteiler zur Zufuhr einer ringförmigen Rotationsströmung von Kühlluft zu einer Seite einer sich drehenden Turbinenscheibe geschaffen, umfassend eine erste insgesamt kegelstumpfförmige Wand, die sich aus der Nähe der sich drehenden Scheibe radial nach außen und axial stromaufwärts erstreckt, eine zweite insgesamt kegelstumpfförmige Wand, die mit Abstand radial einwärts und axial stromaufwärts der ersten Wand angeordnet ist, eine dritte Wand, die an dem stromaufwärtigen Ende der ersten oder zweiten Wand befestigt ist und sich von diesem aus radial nach außen und axial stromabwärts erstreckt, wobei die dritte Wand einen ringförmigen Befestigungsflansch an dem radial äußeren Ende aufweist zum tragenden Erfassen einer ringförmigen Brennkammerauslaßdüse, mehrere Strömungsteiler, die sich zwischen der ersten und zweiten Wand erstrecken, um dazwischen mehrere Luftströmungskanäle zu bilden, welche Kühllufteinlaßöffnungen und -auslaßöffnungen haben, wobei der radial einwärtige Teil jedes Strömungsteilers in Umfangsrichtung bezüglich der Drehachse der Scheibe schräg angeordnet ist, um mehrere schräg angeordnete Auslaßdüsen an den Kühlluftauslaßöffnungen zu bilden, und mehrere sich axial erstreckende Löcher an einem stromaufwärtigen Ende des Verteilers zum Aufnehmen jeweils einer Befestigungsschraube, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Wand an dem stromaufwärtigen Ende der ersten Wand befestigt ist, daß eine getrennte Einlaßöffnung der genannten Einlaßöffnungen und ein getrennter Luftströmungskanal der genannten Luftströmungskanäle für jede einzelne Auslaßdüse vorgesehen ist, so daß jede Einlaßöffnung und jeder Strömungskanal mit einer einzelnen Auslaßdüse der genannten Auslaßdüsen in Verbindung steht, und daß die Strömungskanäle, die mit jeder einzelnen Auslaßdüse in Verbindung stehen, voneinander auf der Länge der Strömungsteiler von den Einlaßöffnungen zu den Auslaßdüsen getrennt sind, und daß das stromaufwärtige Ende jedes Strömungsteilers einen verdickten Teil aufweist, der einen Vorsprung bildet, welcher mit einem sich axial durch ihn hindurch erstreckenden Loch zum Aufnehmen einer der Befestigungsschrauben versehen ist.
  • Die einzelnen Strömungskanäle vermeiden die gemeinsame Lufteinlaß- und Sammelanordnung des Standes der Technik, die interne Fluiddruckverluste und unausgeglichene Luftströmung verursachen kann.
  • Die Luftströmungsleistung in den Strömungskanälen kann eingestellt werden, ohne die Konfiguration des gesamten Verteilers ändern zu müssen. Diese Einstellung oder Trimmung kann erreicht werden durch Vorsehen einer abgeflachten Oberfläche an der Einlaßöffnung jedes Strömungskanals zum Aufnehmen einer entsprechenden strömungsblockierenden Platte. Die Blockierplatte verringert die Strömung von Luft in den Verteiler und bildet so eine einfache Einrichtung zum Kodifizieren der Kühlleistungen des Luftstroms. Sollte zusätzliche Luftströmung benötigt werden, ist ein verdickter Bereich in der kegelstumpfförmigen Wand in der Nähe des Turbinenrotors vorgesehen, durch welchen ein Strömungstrimmloch gebohrt ist, wodurch gestattet wird, einen Teil der Kühlluft unter Umgehung der Auslaßdüsen aus dem Verteiler abzugeben.
  • Die verdickten Teile der Strömungsteiler, die jeweils ein Durchgangsloch zum Aufnehmen einer Befestigungsschraube haben, gestatten, den Verteiler an dem Triebwerksgehäuse oder -rahmen zu befestigen, ohne daß die interne Luftströmung unterbrochen wird.
  • Der Verteiler kann außerdem eine sekundäre Strömung von Kühlluft zwischen dem axial strömenden Druckluftstrom und dem radial einwärtigen Teil der an der Rotorscheibe befestigten Turbinenlaufschaufeln liefern. Zu diesem Zweck kann eine Vielzahl von schräg angeordneten Löchern in einem äußeren Umfangsflansch vorgesehen werden, der in der dritten Wand an dem Turbineneinlaß gebildet ist. Die schräg angeordneten Löcher geben die sekundäre Luft tangential gegen die Scheibe und die daran befestigten Laufschaufeln ab, um zu verhindern, daß heiße Verbrennungsgase radial einwärts über die Scheibenstirnseite strömen.
  • Es ist ein weiters vorteilhaftes Merkmal des Kühlluftförderverteilers, einen Druckabzweigdurchlaß bereitzustellen, der sich zwischen dem Triebwerksraum, welcher die aus den Verteilerdüsen abgegebene Luft empfängt, zu einer stromaufwärtigen Drucköffnung zum Anschluß an eine Drucküberwachungseinrichtung erstreckt. Der Auslaßdruck wird so an der umlaufenden Scheibe überwacht, ohne daß die innere Kühlluftströmung des Verteilers unterbrochen wird.
  • Diese und andere Merkmale und Vorteile der Kühlluftförderung werden für den Fachmann bei Betrachtung der folgenden Beschreibung und der beigefügten Ansprüche und Zeichnungsfiguren deutlicher werden, wobei:
  • Fig. 1 zeigt einen axialen Querschnitt einer Turbinenscheibe eines Brennkammerauslasses und des Kühlluftförderverteilers.
  • Fig. 2 zeigt einen Querschnitt des Verteilers nach der vorliegenden Erfindung, isoliert von der umgebenden Triebwerkskonstruktion.
  • Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Teils der Verteilers nach der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 4 zeigt die benachbarten Strömungskanäle des Verteilers, wobei die stromaufwärtige kegelstumpfförmige Wand entfernt worden ist.
  • Fig. 5 zeigt einen Querschnitt des Verteilers durch den Druckabzweigdurchlaß.
  • Fig. 6 zeigt eine Einzelansicht der Einlaßöffnung eines Strömungskanals, welche die Befestigung einer Blockierplatte zeigt.
  • Fig. 7 zeigt eine Einzelansicht eines Kühlloches, das in dem radial äußeren Umfang des Verteilergebildes angeordnet ist.
  • Fig. 8 zeigt einen detaillierten Querschnitt des Strömungstrimmvorsprunges und des darin angeordneten Loches.
  • Fig. 1 zeigt eine Querschnittansicht eines Teils eines Gasturbinentriebwerks in der Nähe der ersten Turbinenrotorstufe. Die Turbinenrotorscheibe 10 und Laufschaufeln 12 werden durch einen Luftstrom 14 gekühlt, der zwischen einer ringförmigen Seitenplatte 16 und dem Turbinenrotor 10 radial nach außen strömt. Der Luftstrom 14 wird aus den Düsen 18 eines ringförmigen Kühlluftverteilers 20 gemäß der vorliegenden Erfindung abgegeben. Der Kühlluftverteiler 20 empfängt die Kühlluft aus einem ringförmigen, insgesamt axial strömenden Strom von unter Druck stehender Kühlluft 22, der radial einwärts von einem inneren Brennkammerflammrohr 24 strömt.
  • Die Kühlluft 22 strömt um einen sich radial erstreckenden Schmutzablenker 26 und tritt in eine Vielzahl von identischen Strömungskanälen 28 ein, welche innerhalb des Verteilers 20 gebildet sind. Die Kanaleinlaßöffnungen 30 sind jeweils von einer abgeflachten Oberfläche 32 zum Aufnehmen einer strömungsblockierenden Platte versehen, wie es weiter unten erläutert ist. Umlaufende Dichtungen 34, 36, die zwischen dem Verteiler und der Rotorscheibe bzw. der Seitenplatte angeordnet sind, verhindern eine Leckage der abgegebenen Kühlluft 14 aus dem Raum 60 in der Nähe der Stirnseite 11 der Turbinenscheibe 10 in Gebiete niedrigeren Druckes des Triebwerks.
  • Fig. 2 zeigt eine Querschnittansicht des Verteilers 20, der aus dem Triebwerk entfernt worden ist, so daß andere Merkmale klarer wahrgenommen werden können. Eine Blockierplatte 38 ist eingebaut gezeigt, die einen Teil der Kanaleinlaßöffnung 30 bedeckt und dadurch die Strömung von Luft in den Kanal 28 drosselt. Das Verteilergebilde 20 besteht aus einer insgesamt kegelstumpfförmigen ersten Wand 40 und einer davon beabstandeten kegelstumpfförmigen zweiten Wand 42, die in Zusammenwirkung mit einer Vielzahl von Strömungsteilern 46, welche zwischen denselben angeordnet sind, die einzelnen Strömungskanäle 28 bilden. Die erste und zweite Wand erstrecken sich radial einwärts und axial stromabwärts von den Öffnungen 30 zu den Düsen 18. Eine dritte kegelstumpfförmige Wand 44 erstreckt sich radial nach außen und stromabwärts aus der Nähe der Öffnungen 30 der Strömungskanäle 28 und weist einen Umfangsbefestigungsflansch 66 zum Abstützen des hinteren Endes des Brennkammerflammrohres 24 auf.
  • Die Fig. 3 und 4 liefern die beste Darstellung der Strömung von Luft durch die Strömungskanäle 28. Jeder Strömungskanal 28 ist von jedem benachbarten Strömungskanal durch einen Teiler 46 getrennt. Anders als bei den bekannten Verteilerkonfigurationen wird durch den Verteiler 20 nach der vorliegenden Erfindung von diesem empfangene Kühlluft vor der Abgabe aus dem Düsengebiet 18 nicht vermischt oder verteilt. Vielmehr hat jeder Strömungskanal 28 seine eigene Einlaßöffnung 30 und Auslaßöffnung 18, was einen ununterbrochenen und vollständig festgelegten Strömungsweg für die hindurchgehende Kühlluft ergibt. Der radial innere Teil jedes Strömungsteilers 46 ist in der Umfangsrichtung schräg angeordnet, um eine Vielzahl von tangential gerichteten Düsen 18 zu bilden, welche der abgegebenen Kühlluft 14 die gewünschte Geschwindigkeit und den gewünschten Drall geben.
  • Der Verteiler 20 ist an dem Triebwerksrahmen 48 (vgl. Fig. 1) durch eine Vielzahl von sich axial erstreckenden Befestigungsschrauben 50 befestigt, die durch entsprechende Befestigungslöcher 52 hindurchgeführt sind, welche in einem verdickten Vorsprungsgebiet 54 jedes Strömungsteilers 46 angeordnet sind. Die Verwendung eines verdickten Vorsprungsgebietes in jedem Strömungsteiler 46 gestattet, den Verteiler 20 nach der vorliegenden Erfindung an dem Triebwerksrahmen oder -gehäuse 48 sicher zu befestigen, ohne die Strömung von Kühlluft durch die einzelnen Strömungskanäle 28 zu unterbrechen oder zu separieren.
  • Anders als bei den bekannten Konstruktionen, bei denen die Luftströmung, die über eine Vielzahl von Strömungsöffnungen empfangen wird, in einem Sammelgebiet innerhalb des Verteilers vermischt und anschließend über eine Vielzahl von Düsenöffnungen abgegeben wird, schafft der Verteiler 20 nach der vorliegenden Erfindung einen sorgfältig konstruierten und vollständig definierten Strömungsweg für jeden Teil des hindurchströmenden Kühlluftstroms. Die Gleichmäßigkeit der Strömungskanäle schafft somit eine Gleichmäßigkeit der Luftförderung, die bei bekannten Verteilerkonstruktionen nicht erreichbar ist.
  • Die Doppelwand- und Teilerkonfiguration des Verteilers 20 gestattet die Verwendung von dünneren und damit leichteren Wänden im Vergleich zu der bekannten sammelraumartigen Anordnung, ohne die bauliche Festigkeit des Verteilers zu reduzieren. Darüber hinaus werden durch das verdickte Wandgebiet 54 dadurch, daß es eine doppelte Funktion erfüllt, indem es den Verteiler 20 lokal verstärkt und die Strömung zwischen benachbarten Kanälen 28 aufteilt, die gesonderten, separaten Befestigungsvorrichtungen und das erhöhte Gewicht der bekannten Verteiler vermieden.
  • Es kann, wie oben erläutert, notwendig sein, die Strömung von Kühlluft durch den Verteiler zu verändern, entweder kollektiv oder lokal, um die Kühlbedürfnisse des Turbinenrotors auf verschiedenen Entwicklungsleistungswerten über der Lebensdauer der zugeordneten Gasturbinentriebwerksmodells anzupassen. Diese Veränderung kann erreicht werden, wie es am deutlichsten in Fig. 6 zu erkennen ist, indem eine oder mehrere Blockierplatten 38 über einem Teil der Kanalöffnung 30 wie gezeigt befestigt werden. Die Blockierplatten können durch Schweißen oder andere im Stand der Technik bekannte Maßnahmen befestigt werden und haben eine geeignet bemessene Durchgangsöffnung, um eine gewünschte Menge an Luft in den entsprechenden Strömungskanal 28 einzulassen.
  • Geringfügige Strömungseinstellungen sowie eine leichte Steigerung der Gesamtströmung können über das Strömungstrimmvorsprungsgebilde 56 vorgenommen werden, das in den Fig. 2 und 8 gezeigt ist. Der Strömungstrimmvorsprung 56 ist ein verdickter Teil der ersten kegelstumpfförmigen Verteilerwand 40, durch die ein Strömungstrimmloch 58 nach Bedarf gebohrt werden kann, um einen Teil der Kühlluft innerhalb eines Strömungskanals 28 zu gestatten, die entsprechende Düse 18 zu umgehen und in den Turbinenscheibenhohlraum 60 in der Nähe der umlaufenden Dichtung 36 zwischen Seitenplatte und Verteiler einzutreten. Durch richtiges Bemessen des Strömungstrimmloches 58 kann die durch dieses hindurchgehende Strömung von Umgehungsluft gesteuert werden, um sie der Luftströmungsleckage anzupassen, welche durch die Seitenplattendichtung 36 zu erwarten ist, wodurch die Kühlungswirksamkeit der radial strömenden Kühlluft 14, die aus dem Verteilerdüsenteil 18 abgegeben wird, maximiert wird.
  • Zusätzliche Kühlung für den radial inneren Teil der Turbinenlaufschaufeln 12 erfolgt durch eine Vielzahl von schräg angeordneten Löchern 62, die in dem radial äußeren Umfang der dritten kegelstumpfförmigen Wand 44 vorgesehen sind. Die schräg angeordneten Löcher 62, die in den Fig. 2 und 7 gezeigt sind, sind so orientiert, daß sie sekundäre Kühlluft an der stromaufwärtigen Oberfläche des Turbinenrotors 10 und der Laufschaufel 12 tangential abgeben, um heiße Verbrennungsgase daran zu hindern, radial einwärts vorbei an der Turbinenlaufschaufelplattform 64 (vgl. Fig. 1) zu strömen. Die schräg angeordneten Löcher 62 sind in den Umfangsflansch 66 gebohrt und haben eine in den Verteiler gegossene Werkzeugzugangsnut 68 zum Unterstützen des Bohrvorganges.
  • Die Doppelwandkonstruktion des Verteilers 20 sorgt zwar für eine gleichmäßige Strömung von Kühlluft 14 in der Nähe der rotierenden Turbinenscheibe 10, erlaubt jedoch nicht eine einfache Druckabzweigöffnung zum Überwachen des Drucks innerhalb des Turbinenscheibenraums 60 und damit der Strömung von Kühlluft 14 darin. Der Verteiler 20 behält diese erwünschte Überwachungsfunktion des Standes der Technik bei, indem ein innerer Druckabzweigdurchlaß 70 zum Aufrechterhalten einer Fluidverbindung zwischen dem Turbinenscheibenraum 60 und einer Druckabzweigöffnung 72, die an der stromaufwärtigen Verteileroberfläche angeordnet ist, vorgesehen wird, wie es in Fig. 5 gezeigt ist. Der Druckabzweigdurchlaß 70 ist innerhalb des Verteilers 20 gebildet und umfangsmäßig zwischen zwei Strömungsteilern 46 angeordnet. Gemäß der Darstellung ist die Druckabzweigöffnung 72 zwar radial koinzident mit den Befestigungsschrauben 50 angeordnet gezeigt, es ist jedoch klar, daß sie tatsächlich an einer Vielfalt von Orten auf der stromaufwärtigen Verteileroberfläche angeordnet sein kann, die für die Verbindung mit einer Drucküberwachungseinrichtung (nicht gezeigt) od. dgl. gleichermaßen zweckmäßig sein können.
  • Das Verteilergebilde 20 nach der vorliegenden Erfindung ist somit ein integriertes, einstellbares Kühlluftfördergebilde, das zum Zuführen einer gleichmäßigen Strömung von Kühlluft über der stromaufwärtigen Stirnseite 11 eines Turbinenrotors 10 in einem Gasturbinentriebwerk gut geeignet ist.

Claims (5)

1. Kühlluftförderverteiler zur Zufuhr einer ringförmigen Rotationsströmung von Kühlluft zu einer Seite einer sich drehenden Turbinenscheibe, umfassend:
eine erste insgesamt kegelstumpfförmige Wand (40), die sich aus der Nähe der sich drehenden Scheibe (10) radial nach außen und axial stromaufwärts erstreckt;
eine zweite insgesamt kegelstumpfförmige Wand (42), die mit Abstand radial einwärts und axial stromaufwärts der ersten Wand (40) angeordnet ist;
eine dritte Wand (44), die an dem stromaufwärtigen Ende der ersten oder zweiten Wand (40, 42) befestigt ist und sich von diesem aus radial nach außen und axial stromabwärts erstreckt, wobei die dritte Wand (44) einen ringförmigen Befestigungsflansch (66) an dem radialen äußeren Ende aufweist zum tragenden Erfassen einer ringförmigen Brennkammerauslaßdüse;
mehrere Strömungsteiler (46), die sich zwischen der ersten und zweiten Wand (40, 42) erstrecken, um dazwischen mehrere Luftströmungskanäle (28) zu bilden, welche Kühllufteinlaßöffnungen (30) und -auslaßöffnungen haben, wobei der radial einwärtige Teil jedes Strömungsteilers (46) in Umfangsrichtung bezüglich der Drehachse der Scheibe (10) schräg angeordnet ist, um mehrere schräg angeordnete Auslaßdüsen (18) an den Kühlluftauslaßöffnungen zu bilden, und
mehrere sich axial erstreckende Löcher (52) an einem stromaufwärtigen Ende des Verteilers (20) zum Aufnehmen jeweils einer Befestigungsschraube (50);
dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Wand (44) an dem stromaufwärtigen Ende der ersten Wand (40) befestigt ist, daß eine getrennte Einlaßöffnung der genannten Einlaßöffnungen (30) und ein getrennter Luftströmungskanal der genannten Luftströmungskanäle (28) für jede einzelne Auslaßdüse (18) vorgesehen ist, so daß jede Einlaßöffnung (30) und jeder Strömungskanal (28) mit einer einzelnen Auslaßdüse der genannten Auslaßdüsen (18) in Verbindung steht, und daß die Strömungskanäle (28), die mit jeder einzelnen Auslaßdüse (18) in Verbindung stehen, voneinander auf der Länge der Strömungsteiler (46) von den Einlaßöffnungen (30) zu den Auslaßdüsen (18) getrennt sind, und daß das stromaufwärtige Ende jedes Strömungsteilers (46) einen verdickten Teil (54) aufweist, der einen Vorsprung bildet, welcher mit einem sich axial durch ihn hindurch erstreckenden Loch (52) zum Aufnehmen einer der Befestigungsschrauben (50) versehen ist.
2. Verteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere schräg angeordnete Kühlluftlöcher (62) in der Nähe des Befestigungsflansches (66) der dritten Wand (44) vorgesehen sind, wobei die Kühlluftlöcher (62) bezüglich der Drehachse schräg angeordnet sind, um eine Strömung von Kühlluft an dem Umfang der Rotorscheibe (10) zu fördern.
3. Verteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine ringförmige Rotationsdichtung (36) zwischen der ersten Wand (40) und einer an der Turbinenscheibe (10) befestigten Seitenplatte (16) angeordnet ist, wobei sich die Dichtung (36) axial stromabwärts von der ersten Wand (40) aus von einem Punkt zwischen dem axial stromaufwärtigen und stromabwärtigen Ende derselben aus erstreckt, wobei die erste Wand (40) weiter einen verdickten Trimmvorsprung (56) hat, der benachbart zu der Seitenplattendichtung (36) und radial innerhalb derselben angeordnet ist, wobei der Trimmvorsprung (56) eine Trimmströmungsdurchlaßöffnung (58) an einem Ende in dem entsprechenden Strömungskanal (28) und an dem anderen Ende in einem ringförmigen Raum, der zwischen der Turbinenrotorscheibe (10) und der ersten Wand (40) gebildet ist, aufweist, wobei der Durchlaß (58) weiter bemessen ist, um Luft zu dem ringförmigen Raum mit einem Durchsatz zu liefern, der einer Leckage durch die Seitenplattendichtung (36) im wesentlichen äquivalent ist.
4. Verteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckabzweigdurchlaß (70) benachbart zu der ersten Wand (40) angeordnet ist und axial stromaufwärts über einen der Luftströmungskanäle (28) führt, um eine Fluidverbindung zwischen einem Luftraum an der sich drehenden Scheibe (10) und einer Druckabzweigöffnung (72) an einer stromaufwärtigen Oberfläche des Verteilers (20) zu bilden.
5. Verteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine strömungsblockierende Platte (38) über jeder Kanaleinlaßöffnung (30) befestigbar ist, wobei die strömungsblockierende Platte (38) eine geeignet bemessene Durchgangsöffnung hat, um eine gewünschte Menge an Luft in den zugeordneten Strömungskanal (28) einzulassen.
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