DE37805C - Neuerung an der unter Nr. 33670 patentirten Vorrichtung zur Beseitigung der Gefahr beim Sturz vom Velociped nach vorn - Google Patents
Neuerung an der unter Nr. 33670 patentirten Vorrichtung zur Beseitigung der Gefahr beim Sturz vom Velociped nach vornInfo
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- DE37805C DE37805C DENDAT37805D DE37805DA DE37805C DE 37805 C DE37805 C DE 37805C DE NDAT37805 D DENDAT37805 D DE NDAT37805D DE 37805D A DE37805D A DE 37805DA DE 37805 C DE37805 C DE 37805C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62K—CYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDECARS, FORECARS, OR THE LIKE
- B62K21/00—Steering devices
- B62K21/12—Handlebars; Handlebar stems
- B62K21/16—Handlebars; Handlebar stems having adjustable parts therein
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Sturz vom Velociped nach vorn.
Während die durch Patent No. 33670 geschützte Einrichtung, welche im wesentlichen
durch das Zusammenklappen der Lenkstangen gekennzeichnet ist, für den Fahrer jede Gefahr
bei einem Sturz nach vorn beseitigt, wird diese Einrichtung durch vorliegende Construction
noch dahin vervollständigt, dafs auch jeder Beschädigung der zusammengeklappten Lenkstangen
beim Aufschlagen des Velocipedkopfes gegen den Boden oder ein sonstiges Hindernifs
vorgebeugt wird.
Zu diesem Zwecke werden die Lenkstangen so gelagert, dafs die zuerst nach oben zusammenklappenden'Lenkstangen
in diesem Zustande sich dann noch gemeinschaftlich nach hinten auf den Sattel ■ niederlegen können, so
dafs jedes Verbiegen derselben verhindert wird. Um dies zu ermöglichen, werden die einfachen
Zapfenscharniere, mittelst welcher die Lenkstangen nach Fig. 1 des Patentes No. 33670
in dem Velocipedkopf gelagert sind, durch Kugelgelenke ersetzt und die Nuthen im Kopf,
in welchem sich die an die Scharniere angrenzenden unteren Enden der Lenkstangen
bewegen, nach der Rückseite des Kopfes hin winklig verlängert.
Die Einrichtung ist auf beiliegender Zeichnung in ihrer Gesammtanordnung in mehreren
Modifikationen, sowie in den wesentlichen Details dargestellt. : , .
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι in Ansicht von vorn den Kopf der
Velocipedgabel mit den Lenkstangen in Gebrauchsstellung; die hochgeklappte Stellung
der Lenkstangen ist für die linke Stange punktirt dargestellt. Fig. 2 ist eine Seitenansicht mit
auf den Sattel niedergeschlagenen Lenkstangen. Fig. 3, 4 und 5 zeigen eine etwas modificirte
Lenkstangeneinrichtung, Fig. 6 und 7 in analoger Weise wie Fig. 1 und 2 eine Modification,
welche sich dadurch auszeichnet, dafs hier die Streben bezw. Gleitstücke derselben
bei den verschiedenen Bewegungen der Lenkstangen beständig mit letzteren in Verbindung
bleiben. Fig. 8 ist ein Querschnitt durch die Lenkstange bei der in Fig. 7 dargestellten Lage.
Fig. 9, 10 und 11 zeigen den Gabelkopf in
oberer, Seiten- und Rückansicht.
Die Lenkstangen B sind mit kugelförmigen Enden α versehen, mittelst welcher sie in entsprechend
kugelförmigen, aus Fig. 7 bis 9 punktirt ersichtlichen Höhlungen des Kopfes A1
der Gabel A drehbar gelagert sind. Die von den Kugelhöhlungen des Kopfes ausgehenden
Nuthen, in deren seitliche Theile a1 sich die
Halstheile a? der Lenkstangen bei der Gebrauchsstellung einlegen, sind bei a3 winkelförmig nach hinten verlängert und gestatten
hierdurch, dafs die Lenkstangen nicht nur nach oben gedreht (Fig. 1, punktirte Lage), sondern
auch noch nach hinten niedergelegt werden
können, Fig. 2, wobei die Halstheile a1 in die
nach hinten gerichteten Schenkel as der winkelförmigen Nuthen zu liegen kommen. Die
übrige Einrichtung, besonders mit Bezug auf die Abzüge E, die in Länge verstellbaren
Streben D u. s. w., entspricht im wesentlichen der im Patent No. 33670 beschriebenen und
dargestellten. Die Abzüge E sind indessen bei der dargestellten Modification direct um
einen in die Lenkstange bezw. durch die Nuth g1 hindurchgehenden Bolzen k drehbar.
Das Zusammenklappen der Lenkstangen beim Abschleudern des Fahrers infolge irgend eines
Hindernisses erfolgt demnach in der dort angegebenen Weise.
Die Nuthen gl in den unteren Lenkstangentheilen
B1, in welchen sich die zur Verbindung der Lenkstangen mit den Streben D
dienenden Gleitstücke g führen, sind am inneren Ende bei g2 derart erweitert, dafs die
beim Zusammenklappen der Lenkstangen sich nach diesem Ende hin verschiebenden Gleitstücke
aus den Nuthen heraustreten können (Fig. 1 punktirt), so dafs die Streben D schliefslich
frei nach unten herabhängen, Fig. 2. Ist der Fahrer abgeworfen und sind die Lenkstangen
zusammengeklappt, so wird sich das Velocipedgestell meistens noch weiter nach vorn drehen und schliefslich der Gabelkopf
gegen den Boden schlagen. Hierbei werden die zusammengeklappten Lenkstangen mit ihren
Griffen C zuerst auf den Boden stofsen, und es würde ohne die vorliegende Einrichtung ein
Bruch oder mindestens ein Verbiegen der Lenkstangen erfolgen. Zufolge der Kugelgelenke
und der Winkelnuthen im Gabelkopf
werden sich die zusammengeklappten Lenkstangen beim Aufschlagen gegen den Boden einfach nach hinten auf den Sattel niederlegen
und somit vor. Verbiegen und Bruch bewahrt bleiben. Um für den Fall, wo auf völlig
hindernifsfreien Bahnen gefahren wird, die Lenkstangen feststellen zu können, schiebt man
den Ring F, welcher durch eine Feder f in den verschiedenen Stellungen gesichert wird,
an den Abzug heran, so dafs alsdann eine Auslösung desselben unmöglich ist. Um die
Lage der Lenkstangen nach Anschieben des Ringes F noch weiter zu sichern, sind die
Streben D so eingerichtet, dafs sie gespannt werden können, d. h. sie bestehen aus zwei
Theilen, welche durch eine mit Rechts- und Linksgewinde versehene Schraubenmutter D1
zusammen- bezw. auseinandergeschraubt werden können. Uebrigens könnte der Ring F
sammt Feder / auch durch einen Schraubring ersetzt werden. Die bezüglichen Lenkstangentheile
müfsten alsdann selbstredend mit Schraubengewinde versehen sein.
Eine in Bezug auf die unteren Lenkstangentheile B1 etwas modificirte Einrichtung ist in
den Fig. 3 bis 5 dargestellt. Hier werden die Führungen uth en für die Gleitstücke g in einfachster
Weise dadurch gewonnen, dafs man die Lenkstangentheile S1 aus Rohrstücken bildet,
in welche die mit Gewindezapfen , versehenen Kugelgelenke α eingeschraubt werden. Für
den Durchtritt der Streben D sind die Rohre mit Schlitzen g1 versehen, welche in gleicher
Weise, wie oben beschrieben, am inneren Ende mit Erweiterungen g·2 versehen sind, durch
welche die der Rohrhöhlung angepafsten Gleitstücke g beim Zusammenklappen der Lenkstangen
heraustreten können. -
Der Haken i des Abzughebels E ist entsprechend in der Rohrhöhlung gelagert; der
Hebel selbst ist um zwei in die Rohrwandung eingeschraubte Spitzenstifte k drehbar, von
denen der eine gleichzeitig zur Befestigung der Feder/1 dient, welche1 dein'Ring F in vor-
oder zurückgeschobenem Zustande festlegt. Bei der in den Fig. 6 bis 8. dargestellten Modification
sind die Streben D so eingerichtet, dafs sie bei allen Bewegungen der Lenkstangen
mit denselben im Zusammenhange bleiben, die Gleitstücke g demnach sowohl beim Zusammenklappen,
wie beim Niederlegen der Lenkstangen nach hinten in ihren Nuthen gl verbleiben und
in denselben nur hin- und hergleiten. Die Nuthen gl sind demnach nicht erweitert und
die Streben D mit den Gleitstücken g durch Universalgelenke verbunden. Von den Gleitstücken
g geht je ein Arm g3 aus, an welchem das Universalgelenkstück g·4 angreift, das
andererseits von der Gabel umfafst wird, in welche das obere Ende der Strebe D ausläuft.
Die unteren Enden der letzteren sind mittelst Kugelgelenkes u in seitlichen Consolen der
Gabel A gelagert. Beim Zusammenklappen der Lenkstangen verschieben sich hier die
Gleitstücke einfach nach dem unteren Ende der Führungsnuthen; beim Niederlegen der
Lenkstangen auf den. Sattel gleiten dieselben einfach wieder ein entsprechendes Stück nach
dem Haken i zu zurück, Fig. 7. In dem Universalgelenk finden hierbei die entsprechenden
Scharnierbewegungen statt. Selbstredend können auch bei dieser durch die Universalgelenke
gekennzeichneten Modification die unteren Lenkstangentheile, statt, wie in Fig. 8
dargestellt, aus zwei zusammengeschraubten Platten, einfach wieder ,aus Rohrstücken bestehen,
wie solche oben beschrieben wurden und durch Fig. 3 bis 5 veranschaulicht sind. Die Erweiterungen g- der Nuthen g1 würden
alsdann natürlich fortfallen.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:
- ι . Der Ersatz der . in einfachen Zwischenscharnieren drehbaren Lenkstangen (Anspruch 2. des Haupt-Patentes) durch solche,
- welche mit Kugelgelenk in dem Gabelkopf gelagert sind, in Verbindung mit den winkelförmigen Nuthen (a1 a?) des letzteren, derart, dafs ,die zusammengeklappten Lenkstangen nach hinten auf den Sattel niedergelegt werden können.
Bei den Streben (DJ für die Lenkstangen (Anspruch 2. des Haupt-Patentes am Schlufs) die Führung der Gleitstücke (gj in Nuthen (glj, welche am inneren Ende bei g·2 in dem Mafse erweitert sind, dafs die Gleitstücke beim Zusammenklappen der Lenkstangen die letzteren verlassen können. Bei den Streben (DJ für die Lenkstangen (Anspruch 2. des Haupt-Patentes am Schlufs) die Anordnung von Universalgelenken zur Verbindung mit den Gleitstücken (gj, zu dem Zwecke, um bei dem unter 1. angegebenen Zurücklegen der Lenkstangen nach hinten ein Verschieben der Gleitstücke in den geeignetenfalls aus Rohrstücken gebildeten Lenkstangentheüen B1 zu gestatten. - 4. Zur Sicherung der Abzüge (Anspruch 1. des Haupt-Patentes) bezw. zum Festlegen der Lenkstangen die Anordnung des durch Feder (f) in seinen verschiedenen Stellungen gesicherten Ringschiebers (F) oder an dessen Stelle eines Schraubringes in Verbindung mit einer Doppelschraubenmutter (D1J an den jetzt zweitheiligen Streben (DJ, letzteres zu dem Zwecke, um die Streben auf gewünschte Länge einstellen zu können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37805C true DE37805C (de) |
Family
ID=313543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37805D Expired - Lifetime DE37805C (de) | Neuerung an der unter Nr. 33670 patentirten Vorrichtung zur Beseitigung der Gefahr beim Sturz vom Velociped nach vorn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37805C (de) |
-
0
- DE DENDAT37805D patent/DE37805C/de not_active Expired - Lifetime
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