DE3781461T2 - Einrichtung fuer die anwendung von hochfrequenzstroemen. - Google Patents

Einrichtung fuer die anwendung von hochfrequenzstroemen.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für die Anwendung von Hochfrequenzströmen ohne Manipulation bei medizinischen, kosmetischen und heilgymnastischen Behandlungen.
  • Diese Einrichtung umfaßt üblicherweise mindestens eine Elektrode aus einem formsteifen Isoliermaterial, in deren Innerem ein mehr oder weniger starkes Vakuum vorhanden ist und die mit einem Leitungskabel verbunden ist.
  • Die praktizierenden Personen verwenden schon seit zahlreichen Jahren "MAC INTIRE" genannte Elektroden, die aus Rohren aus Glas oder Pyrex (eingetragenes Warenzeichen) bestehen und ein mehr oder weniger starkes Vakuum enthalten. Bei der Anwendung dieser Elektroden bedient man sich einer wohlbekannten Eigenschaft der Gase, die bei Atmosphärendruck ausgezeichnete Isolatoren sind, jedoch bei Verdünnung leitend werden: wenn diese Elektroden mit Strömen einer Frequenz zwischen ungefähr 50 und 300 kHz beaufschlagt werden, bildet sich ein Strom, der sich um die isolierende Röhre "herumwindet"; dieses Phänomen ist unter dem Namen "Skineffekt" wohlbekannt. Je niedriger der Druck ist, desto leitender ist die Elektrode.
  • Um die so erzeugten Ströme auf dem Gebiet der medizinischen, kosmetischen und heilgymnastischen Behandlungen zu nutzen, führt die Bedienungsperson die Elektrode in einen speziellen Griff ein, den sie während der gesamten Behandlungszeit in der Hand hält. Es handelt sich dabei um ein sehr langdauerndes und wenig angenehmes Verfahren, insofern es die punktweise Verlagerung der Elektrode mit einer mehrminütigen Anwendungsdauer pro Punkt erfordert. Es ist leicht sich vorzustellen, daß zur Erreichung des angestrebten Effektes die Behandlung sehr lang dauern kann, beispielsweise im Falle einer Schulter oder einer Hüfte. Diese Eigenschaft hat zur Folge, daß die "MAG INTIRE" genannten Elektroden für die Behandlung großer Oberflächen praktisch unbrauchbar sind; dies gilt umso mehr, als angesichts der in jedem Punkt notwendigen Behandlungsdauer Verletzungen oder Verbrennungen der Haut infolge zur starker Ströme auftreten können.
  • Um diesem Nachteil beizukommen, ist vorgeschlagen worden, "das Vakuum zu brechen", indem ein oft auch farbiges Gas (Argon, Neon, Freon) in die Elektroden eingeführt wird, so daß die Intensität der Elektrode visuell feststellbar ist. Es konnten dennoch keine zufriedenstellenden Resultate erreicht werden.
  • Ein weiterer Nachteil der "MAG INTIRE" genannten Elektroden ist mit der Tatsache verbunden, daß sie direkt mit der Haut des Patienten in Berührung sind und infolgedessen eine besonders unangenehme Ozonbildung verursachen.
  • Darüber hinaus wurde festgestellt, daß die durch den e"Skineffekt" auf der Oberfläche der sogenannten "MAG INTIRE"- Elektroden erzeugten Ströme in die Haut des Patienten eine Anzahl von sogar großen Molekülen ohne Änderung ihrer Atomstruktur eindringen lassen; es handelt sich dabei um einen wichtigen Anwendungsbereich der sogenannten "MAG INTIRE"- Elektroden (Prozeß der Kataphorese - eine Variante der Elektroosmose), bei dem aber bis jetzt die zu erwartende Entwicklung nicht bekannt war, daß nämlich das an der Haut des Patienten freigesetzte Ozon aufgrund seiner oxidierenden Eigenschaften dazu neigt, die Wirkstoffe, die man in das Innere der Haut eindringen lassen möchte, in Mitleidenschaft zu ziehen, und dabei parallel ihre Eigenschaften zerstört.
  • Um diesen Nachteilen abzuhelfen, hat man versucht, Elektroden einzusetzen, die zu einer verringerten Behandlungszeit geeignet schienen und eine nicht Punkt für Punkt, sondern in einem ganzen Bereich der Oberfläche des zu behandelnden Körpers erfolgende Behandlung erlaubten.
  • Als Beispiel für ein Dokument, welches eine Vorrichtung des Typs "MAC INTIRE" beschreibt, kann man die FR-A 741 062 zitieren; die in diesem Dokument beschriebene Vorrichtung besteht aus der Vereinigung von mit Gas gefüllten Glaselektroden, die durch einen gemeinsamen Träger zu einer Einheit verbunden sind; diese Elektroden werden durch kalottenförmige Vorsprünge festgehalten, die zu diesem Zweck in dem Träger vorgesehen sind. Infolgedessen befinden sich die Elektroden in direktem Kontakt mit der Haut des zu behandelnden Patienten. Darüber hinaus müssen sie zwangsweise aufgrund ihrer Form und ihrer Starrheit in einem gewissen Abstand voneinander angebracht sein, was bedeutet, daß ihre Zahl nicht beliebig vergrößert werden kann.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Nachteilen abzuhelfen, indem sie eine Einrichtung für die Anwendung von Hochfrequenzströmen zwischen ungefähr 50 und 300 kHz des obengenannten Typs vorschlägt, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie sich aus mehreren Elektroden zusammensetzt, die aus Seite an Seite angeordneten Glasröhren bestehen, deren Zahl und Abmessungen dem Körperteil entsprechen, welcher behandelt werden soll und die durch ein weiches Leitungselement verbunden sind, das mit einer Buchse zur Aufnahme des Leitungskabels verbunden ist, wobei die gesamte so erhaltene Anordnung in ein weiches isolierendes Material wie Silikon eingebettet ist, welches zwecks Anschmiegung an den zu behandelnden Körperteil biegsam ist und wobei die Dicke der zwischen den Elektroden und dem zu behandelnden Körperteil gelegenen Schicht des isolierenden Materials bzw. der Zwischenlage etwa 0,50 bis 3,00 mm beträgt, vorzugsweise größenordnungsmäßig 2,00 mm.
  • Diese Einrichtung bietet gegenüber dem Stand der Technik zwei wesentliche Vorteile. Der erste Vorteil ist direkt mit der Tatsache verbunden, daß, da die Elektroden unmittelbar Seite an Seite angeordnet werden können, die Vorrichtung auf ihrer ganzen Fläche wirksam ist und daher die wichtigen Zonen (Schulter, Hüfte, Oberschenkel) sehr schnell behandeln kann. Der zweite Vorteil hat damit zu tun, daß zwischen den Elektroden und der Haut des Patienten eine "Zwischenschicht" aus isolierendem Material zugegen ist, die das Auftreten jeglicher unangenehmen Sprühentladungen und die Ozonbildung verhindert.
  • Wohl bemerkt, können die Form und die Abmessungen der Einrichtung beliebig sein und hängen in erster Linie von der zu behandelnden Oberfläche ab; es sind jedoch besonders vorteilhaft Seite an Seite angeordnete einfache Röhren aus Glas oder Pyrex (eingetragenes Warenzeichen) verwendet worden; in gewissen besonderen Fällen, in denen eine grössere Nachgiebigkeit angestrebt wird, können die Röhren durch Kugeln ersetzt werden.
  • Gemäß der Erfindung ist es besonders vorteilhaft, als weiches isolierendes Material ein Silikon zu wählen, nämlich aufgrund der isolierenden und antiallergischen Eigenschaften dieses Materials und des Fehlens jeglichen Risikos einer Sekundärreaktion.
  • Die Dicke der zwischen den Elektroden und dem zu behandelnden Teil des Körpers angeordneten Lage des isolierenden Materials bzw. der Zwischenschicht stellt ebenfalls ein wichtiges Merkmal der Erfindung dar; sie muß ausreichend groß gewählt sein, so daß keine Sprühentladungen und keine Ozonfreisetzung hervorgerufen werden, jedoch gleichzeitig ausreichend gering, um den angestrebten therapeutschen Effekt nicht zu beeinträchtigen.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das Leitungselement direkt auf den Elektroden angebracht. Es kann entweder aus einem einzigen Draht oder aber, was häufiger vorkommen wird, aus einer Litze bestehen, die auf oder um die Elektroden gelegt wird.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Einrichtung mit Gurten versehen, mittels deren die Elektroden und das Isoliermaterial in der bei der Behandlung gewünschten Position gehalten werden können.
  • Die vorerwähnte Einrichtung kann erfindungsgemäß durch ein Verfahren hergestellt werden, bei welchem in eine Form Isoliermaterial in einer der Zwischenschicht entsprechenden Dicke eingegossen wird, bei welchem die Elektroden daraufgelegt werden, bei welchem sodann das weiche Leitungselement und die Buchse aufgelegt werden und bei welchem sodann der Rest des Isoliermaterials derart eingegossen wird, daß die Elektroden, das Leitungselement und der untere Teil der Buchse in das Isoliermaterial eingebettet werden, worauf die so erhaltene Einheit entformt wird.
  • Es ist nach Vorigem ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Einrichtung sehr leicht und zu einem geringen Gestehungspreis hergestellt werden kann.
  • Die Merkmale der erfindungsgemäßen Einrichtung werden mehr im einzelnen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
  • Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht der erfindungsge- emäßen Einrichtung,
  • Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht der in eine gewölbte Form gebrachten Einrichtung;
  • Fig. 3a bis 3c stellen die verschiedenen Etappen des Herstellungsverfahrens der erfindungsgemäßen Einrichtung dar.
  • Gemäß Fig. 1 umfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung Glasröhren 1, insbesondere Röhren aus Pyrex (eingetragenes Warenzeichen) einer vorbestimmten Länge und eines vorbestimmten Durchmessers, in denen zuvor ein Vakuum erzeugt worden ist. Diese Röhren 1 sind Seite an Seite angeordnet und miteinander durch ein Leitungselement, insbesondere eine leitende Litze 2 verbunden, die einfach auf die Röhren 1 aufgelegt ist. Diese Litze ist in an sich bekannter Weise mit einer Buchse 3 verbunden, die speziell zur Aufnahme des in den Figuren nicht dargestellten Leitungskabels ausgebildet ist.
  • Die Gesamtheit dieser Teile ist in ein weiches Isoliermaterial 4, insbesondere ein Silikon, eingebettet; die Dicke des zwischen den Elektroden 1 und dem in Fig. 2 gestrichelt wiedergegebenen Teil A des zu behandelnden Körpers angeordneten Materials liegt in der Größenordnung von 2,00 mm. Diese Dicke ist derart gewählt, daß man einen ausreichenden Effekt ohne Sprühentladungen und ohne Freisetzung unangenehmen Ozons erhält.
  • Wie in Fig. 2 dargestellt, kann die vorerwähnte Einrichtung verformt werden, um sich zu behandelnden Körper A anzuschmiegen. Sie wird darüber hinaus vorzugsweise mit Hilfe nicht dargestellter Gurte an Ort und Stelle gehalten.
  • Die Abmessungen der Einrichtung können wohlgemerkt bedarfsweise erheblich variieren.
  • Gemäß Fig. 3a gießt man zur Herstellung der in den Fig. 1 und 2 wiedergebenen Einrichtung in eine in ihren Abmessungen der Einrichtung entsprechende Form 5 eine Schicht des Isoliermaterials 4.
  • Gemäß Fig. 3b legt man in einer zweiten Etappe Seite an Seite auf diese Schicht die Elektroden 1, auf denen wiederum das Leitungselement 2 angebracht wird, das man mit der Buchse 3 verbindet.
  • Anschließend braucht man gemäß Fig. 3c nur den Rest des Isoliermaterials 4 derart einzugießen, daß die Elektroden 1, das Leitungselement 2 und der untere Teil 30 der Buchse 3 in das Material 4 eingebettet sind. Man entformt anschließend die so erhaltene Einheit, die dann benutzungsbereit ist.

Claims (3)

1. Einrichtung für die Anwendung von Hochfrequenzströmen zwischen ungefähr 50 und 300 kHz ohne Manipulation bei medizinischen, kosmetischen und heilgymnastischen Behandlungen, welche sich aus mehreren Elektroden (1) zusammensetzt, die aus Seite an Seite angeordneten Glasrohren bestehen, in deren Innerem ein mehr oder weniger starkes Vakuum herrscht, deren Zahl und Abmessungen dem Körperteil (A) entsprechen, welcher behandelt werden soll, und die durch ein weiches Leitungselement (2) verbunden sind, das mit einer Buchse (3) zur Aufnahme des Leitungskabels verbunden ist, wobei die gesamte so erhaltene Anordnung in ein weiches isolierendes Material (4) wie Silikon eingebettet ist, welches zwecks Anschmiegung an den zu behandelnden Körperteil (A) biegsam ist und wobei die Dicke (e) der zwischen den Elektroden (1) und dem zu behandelnden Körperteil (A) gelegenen Schicht des isolierenden Materials (4) etwa zwischen 0,50 und 3,00 mm beträgt, vorzugsweise in der Größenordnung von 2,00 mm.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungselement (2) direkt auf die Elektroden (1) gelegt ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie Gurte umfaßt, mittels deren die Elektroden (1) und das isolierende Material (4) bei der Behandlung in der gewünschten Position haltbar sind.
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