DE3781471T2 - Schaltung fuer die vorspannung eines magnetoresistiven sensors und fuer die verstaerkung der erregten signale. - Google Patents

Schaltung fuer die vorspannung eines magnetoresistiven sensors und fuer die verstaerkung der erregten signale.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltung für die Vorspannung eines magnetoresistiven Sensors und für die Verstärkung der hierdurch erregten Signale.
  • Die meisten vorhandenen magnetoresistiven Sensoren, insbesondere Sensoren für Blasenspeicher und magnetische Aufzeichnung, sind durch Vorverstärker, die die an den Sensorterminals erzeugte Signalspannung erfassen, mit einem konstanten Strom vorgespannt. Da die Streifenhöhe umgekehrt proportional zum Sensorwiderstand ist und wegen unterschiedlicher Herstellungsverfahren von Sensor zu Sensor variiert ist und sich bei der Kontaktaufzeichnung auch aufgrund von Verschleiß über die Lebensdauer des Sensors ändert, ist es wünschenswert, vom Sensor erzeugte Signale zu erfassen, die nicht von der Streifenhöhe abhängig sind. Es ist daher wünschenswert, eine ΔRh/Rh repräsentierende Spannung oder einen ΔRh/Rh repräsentierenden Strom zu erfassen und zu verstärken, wobei ΔRh die Äderung im Widerstand Rh des magnetoresistiven Sensors ist, die aus dem magnetischen Eingangssignal vom zu lesenden Aufzeichnungsmedium entsteht.
  • Das Europäische Patent Nr. EP-A-0241770, relevant unter Artikel 54(3) EPC, beschreibt einen Transimpedanzverstärker für die Vorspannung eines magnetoresistiven Sensors mit einem Strom, der einen konstanten Zeitmittelwert besitzt, und für die Verstärkung von Abweichungen von diesem konstanten Wert, die infolge von Änderungen im stationären Widerstandswert des Sensors entstehen. Mittels Gleichstromrückkopplung wird der Stromfluß in beiden Pfaden einer Differential-Eingangsstufe zur Korrektur der Offset-Gleichspannung, die sich andernfalls am Ausgang entwickeln kann, kompensiert.
  • Die Erfindung liefert eine Schaltung, um einen magnetoresistiven Sensor an eine konstante Vorspannung zu legen und die dadurch erzeugten Signale zu verstärken, wobei diese Schaltung aufweist:
  • einen magnetoresistiven Sensor, welcher einen stationären Widerstandswert besitzt;
  • ein Verstärkermittel mit einer Eingangsstufe, die auf Spannungsabweichungen von der am Sensor liegenden konstanten Vorspannung anspricht, um an einer Ausgangsstufe des Verstärkermittels ein verstärktes Ausgangssignal zu erzeugen, welches die Änderungen des stationären Widerstandswertes des Sensors repräsentiert, die auf Grund von Änderungen des Magnetfelds, dem der Sensor ausgesetzt ist, resultieren;
  • wobei die Eingangsstufe zumindest zwei Transistoren aufweist, die mit dem magnetoresistiven Sensor zwischen den Basen der Transistoren des Paares liegend, in einer Differential-Paaranordnung geschaltet sind, sowie einen Emitterwiderstand, der zwischen die Emitter des Differentialpaares geschaltet sind, wobei der Emitter eines Transistors des Paares mit der ersten Konstantstromquelle verbunden ist und das Verstärkermittel ein Verbindungsmittel besitzt, welches den Emitterwiderstand mit den Basen des Differentialpaares verbindet, wodurch die Vorspannung auf eine Spannung bezogen wird, die von einem durch den Emitterwiderstand fließenden Strom der ersten Konstantstromquelle erzeugt wird.
  • Zwei Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Spannungsverstärkers für die konstante Vorspannung und die Verstärkung der durch einen magnetoresistiven Sensor erzeugten Signale werden hier beschrieben. In beiden Schaltungen verfügt die Differential-Eingangsstufe über eine aus Emitterwiderständen und einer Stromquelle mit hoher Impedanz abgeleitete integrierte Offset-Korrektur. Die Schaltungen unterscheiden sich in der Konfiguration der transkonduktiven Rückkopplung zur Minimierung des Gleichstrom-Fehlersignals am Verstärkerausgang.
  • Elektrisch liegt der Widerstand Rh des magnetoresistiven Sensors zwischen den Basen zweier in Differential-Paaranordnung geschalteter Transistoren, die die Eingangsstufe des Verstärkers umfassen. Die an den magnetoresistiven Sensor angelegte Vorspannung wird konstant gehalten, da sie unabhängig vom Sensorwiderstand als Produkt aus dem Emitterwiderstand der Eingangsstufe und der Hälfte des Stroms aus einer Konstantstromquelle entsteht.
  • In erfindungsgemäßen Schaltungskonfigurationen wird das Signal, das ΔRh/Rh repräsentiert, als zeitlich variable Spannung am magnetoresistsiven Sensor erfaßt. Der stationäre Wert von Rh bezieht sich auf den Widerstandswert von Rh während eine Vorspannung angelegt ist, aber keine Magnetfeldänderungen erfaßt werden.
  • Der Verstärker kann so viele Eingangsstufen aufweisen wie magnetoresistive Sensoren im betreffenden System vorhanden sind. Zu den übrigen Komponenten des Verstärkers zählen die Ausgangs- und Rückkopplungsstufen, die allen Eingangsstufen in einem Mehrkopfsystem gemeinsam sind und zwischen diesen hin- und hergeschaltet werden können. Zusätzlich können Schaltungen zur Verkürzung der Beruhigungszeit beim Aktivieren und Deaktivieren von magnetoresistiven Sensoren in einem mehrere Sensoren umfassenden System hinzugefügt werden.
  • Die Ausführung der Erfindung wird nun anhand von Beispielen beschrieben, die auf die beigefügten Zeichnungen Bezug nehmen, wobei:
  • Fig. 1A und 1B die Grundschaltbilder der beiden erfindungsgemäßen Verstärker sind;
  • Fig. 2 ein Schaltbild eines Verstärkers gemäß Fig. 1A ist;
  • Fig. 3 ein Blockschaltbild ist, das die Kopplung auswählbarer Eingangsstufen mit der gemeinsamen Verstärkerstufe zeigt;
  • Fig. 4 ein Schaltbild der einzelnen auswählbaren Eingangsstufen des Verstärkers aus Fig. 3 ist;
  • Fig. 5 ein Schaltbild der gemeinsamen Verstärkerstufe von Fig. 3 ist;
  • Fig. 6 ein Schaltbild eines Verstärkers nach Fig. 1B ist;
  • Fig. 7A und 7B Schaltbilder von Erweiterungen zur Verkürzung der Beruhigungszeit der Verstärker nach Fig. 5 und 6 zeigen, wenn magnetoresistive Sensoren in einem mehrere Sensoren umfassenden System aktiviert und deaktiviert werden.
  • In Fig. 1A und 1B bilden die Transistoren T1a und T1b eine Differential-Verstärkereingangsstufe mit einem eingebauten Offset-Emitterwiderstand RE. J1 ist eine Spannungsquelle mit hoher Eingangsimpedanz, so daß diese Eingangsstufe eine echte Differential-Signalverarbeitung für Wechselstromsignale liefert. Gleichstrom- und Niederfrequenzfehler am Ausgang, bei R4a und R4b, werden durch Rückkopplungsschaltungen in beiden Konfigurationen minimiert. Der magnetoresistive Sensor, hier als Äquivalentschaltung mit dem Widerstand Rh und der Spannungsquelle Vi dargestellt, ist zwischen die Basen der Transistoren T1a und T1b gekoppelt.
  • In den Konfigurationen von Fig. 1A und 1B ist die Ausgangsgröße der Rückkopplungsstufe g&sub0; ein Strom und die Eingangsgröße eine Spannung. Der Rückkopplungsverstärker g&sub0; ist also ein Transkonduktanzverstärker. Der Verstärker G in Fig. 1A enthält ein RC-Glied, der einen Hauptpol zur Trennung niederfrequenter Fehlersignale von hochfrequenten Informationssignalen liefert. Das Fehlersignal wird an den Basen der Transistoren T1a und T1b vom Informationssignal Vi subtrahiert.
  • Bei der Minimierung des Fehlersignals wird der Strom von der Konstantstromquelle J1 gleichmäßig zwischen den Transistoren T1a und T1b aufgeteilt, so daß am Emitterwiderstand RE eine Referenzspannung Vre entsteht, die dem Produkt aus RE und der Hälfte des von der Stromquelle J1 gelieferten Stroms entspricht. Vre liegt so zwischen den Basen der Transistoren T1a und T1b an und ist deshalb die Spannung, mit der der magnetoresistive Sensor Rh unabhängig von dessen Widerstandswert vorgespannt wird.
  • Bei der in Fig. 1A gezeigten Konfiguration koppelt die Differentialspannungs-Verstärkerstufe G die Transistoren T1a und T1b der Eingangsdifferentialstufe mit dem Transkonduktanzverstärker g&sub0;. Zusätzlich liefert, wie an anderer Stelle dieser Beschreibung dargestellt, die Verstärkerstufe G einen Hauptpol für die Kontrolle der niederfrequenten Fehlersignale. Die Gleichspannung am Sensor Rh wird durch die Regelung des durchfließenden Stroms unabhängig vom Wert von Rh konstant gehalten. Die Konfiguration in Fig. 1A liefert ein Erdpotential am gemeinsamen Anschlußpunkt der Eingangswiderstände R1a und R1b, welches zum Durchschnittspotential des magnetoresistiven Sensors wird. Wenn das Durchschnittspotential des Sensors das Erdpotential ist, werden Korrosion und elektrostatische Entladungen reduziert und die Zuverlässigkeit des Sensors verbessert. Das Durchschnittspotential des magnetoresistiven Sensors könnte aber auch an eine beliebige gewünschte Spannung in dieser Schaltung gelegt werden.
  • Bei der in Fig. 1B gezeigten Konfiguration umfaßt der Transkonduktanzverstärker g&sub0; eine einendige Gegentakt-Verstärkerstufe mit einem Widerstand am Ausgang. Der Strom durch den Sensor Rh wird auf die gleiche Weise geregelt wie für die Konfiguration in Fig. 1A beschrieben. Die Widerstände R1a und R1b bestimmen die Eingangsimpedanz des Verstärkers und wirken als Teil des RC-Glieds in einer Widerstandsteilerkonfiguration mit dem Sensor Rh. Bei der in Fig. 1B dargestellten Konfiguration reduziert der Kondensator C auch das Rauschen im Verstärker g&sub0; bei Informationssignalfrequenzen.
  • In Fig. 2, unter weiterer Bezugnahme auf Fig. 1A, umfaßt der Verstärker G einen Differentialspannungsfolger und den Eingang an der Transkonduktanzstufe g&sub0;. Der Differentialspannungsfolger enthält die Transistoren T3a und T3b, die Widerstände R2a und R2b sowie die Stromquellen J3a und J3b.
  • Der Eingangsteil der Transkonduktanzstufe besteht aus den Transistoren T4a und T4b, den Widerständen R3a und R3b, dem Kondensator C und der Stromquelle J4. der Rest der Transkonduktanzstufe g&sub0; ist ein Stromspiegel, der aus den Transistoren D1a und D1b, T2a und T2b sowie den Stromquellen J2a und J2b besteht.
  • Die allgemeine Spannungsverstärkungs-Übertragungsfunktion des gesamten Verstärkers berechnet sich nach Gleichung (1)
  • für Ri»Rh und ft»fpole
  • Die Terme für Gleichung (1) sind wie folgt definiert:
  • Rb = Serienbasiswiderstand von T1
  • B = Durchlaßstromverstärkung
  • rE = ( k T / q Ic&sub1;
  • rb = Serienbasiswiderstand von T4 (schließt R2 ein)
  • re = ( k T / q Ic&sub4;)
  • ft = Gerätetransitfrequenz
  • fpole = Hauptpolfrequenz
  • Rh = Widerstand am MR-Kopf (stationärer Wert)
  • Ic&sub1; = Kollektorstrom von T1
  • Ic&sub4; = Kollektorstrom von T4
  • k = Boltzmannsche Konstante
  • T = absolute Temperatur
  • q = Elektronenladung
  • Für die Spannungsverstärkungs-Übertragungsfunktion bei hohen Frequenzen gilt Gleichung (2)
  • für f»( 1 / (4 π C R&sub3;))
  • Die Spannungsverstärkungs-Übertragungsfunktion bei niedrigen Frequenzen berechnet sich nach Gleichung (3)
  • Die Übertragungsfunktionen (1), (2) und (3) sind Näherungsformeln, da sie Schwankungen der Übertragungsfrequenz der Transistoren und der Transistordurchlaßstromverstärkung nicht berücksichtigen. Der Verstärker besitzt einen Hochpaß-Frequenzgang.
  • Um in einem aus mehreren Sensoren bestehenden System das Umschalten von einem magnetoresistiven Sensor zu einem anderen zu erleichtern, kann die in Fig. 2 gezeigte Schaltung in mehrere auswählbare Eingangsstufen g&sub1;, g&sub2; ... gn aufgeteilt werden, von denen jede einem einzigen Sensor zugeordnet ist. Solche Eingangsstufen sind zu einer gemeinsamen Stufe gc gekoppelt wie in Fig. 3 dargestellt.
  • In Fig. 4 und 5 sind die Eingangsstufen g&sub1; bis gn an den Knotenpunkten N1, N2, NF1 und NF2 mit einer gemeinsamen Stufe gc gekoppelt. Die Transistoren T33 und 34 sind in Kaskode gekoppelt, um den Frequenzgang im Hochfrequenzbereich zu erweitern, wenn mehrere Eingangsstufen mit einer gemeinsamen Stufe gekoppelt sind.
  • Die gemeinsame Stufe g&sub0; umfaßt die Spannungsfolgerstufe und den Eingang der Transimpedanzstufe aus Fig. 2. Das RC-Glied, aus dem der Hauptpol gebildet wird, befindet sich in der gemeinsamen Stufe g&sub0; damit weniger Kondensatoren benötigt werden. Das RC-Glied umfaßt den Kondensator C und die Widerstände R3a und R3b. Wenn die Widerstände R5a, R5b, R5c und R5d in Fig. 4 gleich sind und die Widerstände R6a, R6b, R6c, R6d, R6e und R6f ebenfalls gleich sind, ist die Transimpedanzverstärkung mit der Verstärkung im Verstärker aus Fig. 2 identisch, falls die Emitterflächenverhältnisse der Transistoren D1a, D1b, T2a, T2b, D6a, D6b, T6a, T6b, T6c und T6d gleich sind und die Stromquellen J6 und J4 ebenfalls gleich sind.
  • Um eine gewünschte Eingangsstufe g&sub1; auszuwählen, müssen die Stromquellen J0a, J1, J5 und J6a gleichzeitig aktiviert werden. Die nicht gewünschte Eingangsstufe wird entsprechend deaktiviert, indem die zugehörigen Stromquellen deaktiviert werden. Die Transistoren T6a und T6b entsprechen den Stromquellen J2a und J2b in Fig. 2. Die Stromquelle J5, der Widerstand R8 und die Transistoren D5, T5a, T5b und T7 dienen der Auswahl der entsprechenden Stromspiegel bei der Aktivierung verschiedener magnetoresistiver Sensoren.
  • Um den Gleichstrom-Offset am Ausgang der gemeinsamen Stufe zu minimieren und gleichzeitig stationäre Niederfrequenz-Bandbreiten zu bewahren, wird eine Vorwärtskopplungsregelung verwendet. In Fig. 4 und 5 wird der Strom aus der Stromquelle J0b durch den D16 und T2b umfassenden Stromspiegel gespiegelt und fließt in ein Terminal von Rh, während der Strom aus der Stromquelle J0a aus dem anderen Terminal von Rh gezogen wird.
  • So fließt ein Offsetstrom durch Rh, dessen Optimalwert wiedergegeben wird durch
  • Gleichung (4)
  • Vodc = Az [ (J&sub1;/2) RE - J0 Rh ]
  • wobei J0 = J&sub1;RE/2Rh ist.
  • In Fig. 5 und 6 sind weiterhin die Ströme aus den Stromquellen J6a und J6b während des stationären Betriebs der Schaltung gleich. Diese Ströme können während des Schaltvorgangs, d. h. beim Aktivieren bzw. Deaktivieren der Eingangsstufen vorübergehend höher sein. Zur Regelung und zur Verringerung der Beruhigungszeit der Schaltung werden die Ströme aus den Stromquellen J6a und J6b durch eine zusätzliche Steuerleitung geregelt, mit der der Wert des Stroms im Augenblick des Schaltvorgangs verändert wird. Nach dem Abklingen der Übergangsströme können die Ströme aus den genannten Stromquellen wieder ihre ursprünglichen Werte annehmen. Durch die Erhöhung der Stromstärke aus den Stromquellen J6a und J6b wird der zum Laden bzw. Entladen des Kondensators C verfügbare Strom vorübergehend stärker, und die Regelverstärkung der Schaltung wird entsprechend erhöht.
  • Alternativ kann die Erholung der Übergangsströme beim Schalten durch die in Fig. 7A gezeigte Rückkopplungsschaltung geregelt werden. Die Funktionsweise der in Fig. 7A dargestellten Schaltung wird in der Europapatentschrift Nr. EP-A-0241770 beschrieben. Die Knotenpunkte N3a, N3b, N4a und N4b sind mit den entsprechenden Knotenpunkten der gemeinsamen Stufe aus Fig. 5 gekoppelt.
  • Die Konfiguration in Fig. 1B wird entsprechend der in Fig. 6 gezeigten Schaltung implementiert, in der zwei auswählbare Eingangsstufen gezeigt werden. Block g&sub0; besteht aus einem Differentialspannungsfolger und einer Gegentakt-Transkonduktanzstufe. Der Differentialspannungsfolger besteht aus den Transistoren T3a und T3b, den Widerständen R2a und R2b sowie den Stromquellen J3a und J3b. Die Gegentakt-Transkonduktanzstufe umfaßt eine Eingangsstufe sowie einen rechten und einen linken Stromspiegel. Die Eingangsstufe besteht aus den Transistoren T4a und T4b sowie der Stromquelle J4. Der linke Stromspiegel besteht aus den Transistoren D1b, T2b, T27 und T6 sowie den Widerständen R5c, R5d, R6 und R28. Der rechte Stromspiegel besteht aus den Transistoren D1a und T2a sowie den Widerständen R5a und R5b.
  • Das Widerstandsteilerglied von Fig. 1B ist in der in Fig. 6 gezeigten Schaltung auswählbar. Der Ausgang des Transkonduktanzverstärkers an Knotenpunkt 5 ist auch die gemeinsame Verbindung für die Vielzahl von Widerstandsteilergliedern. Das gewünschte Teilerglied wird zeitgleich mit der Auswahl der gewünschten Sensor-/Eingang-Verstärkerkombination ausgewählt. Wenn beispielsweise der Sensor Rha gewünscht wird, werden also die Transistoren T29 und T31 gleichzeitig aktiviert, indem das entsprechende Steuersignal am Steuerknoten "sel a" angelegt wird. Dieser Steuerknoten wählt gleichzeitig das gewünschte Teilerglied und den Sensor-/Eingang-Verstärker. Wird Sensor Rhb gewünscht, so wird dementsprechend ein zugehöriges Steuersignal am Steuerknoten "sel b" angelegt. Für die gezeigte Schaltungskonfiguration besteht das Steuersignal an jedem der Eingangsknoten aus einer negativen Spannung.
  • Die allgemeine Spannungsverstärkungs-Übertragungsfunktion des in Fig. 6 gezeigten Verstärkers berechnet sich nach Gleichung (5)
  • für ft»fpole, wobei die Terme für Gleichung (5) an anderer Stelle dieser Patentschrift beschrieben werden.
  • Die Spannungsverstärkungs-Übertragungsfunktion bei hohen Frequenzen wird für die Schaltung von Fig. 6 berechnet nach Gleichung (6)
  • für f»(L1 / ( 4 π C RL1 )
  • Für die Spannungsverstärkungs-Übertragungsfunktion bei niedrigen Frequenzen gilt für die Schaltung in Fig. 6 Gleichung (7)
  • Die Übertragungsfunktionen (5), (6) und (7) sind Näherungsformeln, da sie Schwankungen der Übertragungsfrequenz der Transistoren und der Transistordurchlaßstromverstärkung nicht berücksichtigen. Der Verstärker besitzt einen Hochpaß-Frequenzgang.
  • Wie bei den Schaltungen in Fig. 4 und 5 wird zur Minimierung des Gleichstrom-Offset am Ausgang eine Vorkopplungsregelung verwendet. Die Stromquelle J0 liefert einen Offsetstrom durch den aktivierten Rh. Der Optimalwert eines solchen Offsetstroms kann nach
  • Gleichung (8)
  • Vodc = A&sub2; [ ( Ic&sub3;&sub0;/ 2 ) RE - J0 Rh ]
  • abgeschätzt werden. Dabei gilt: J0 = Ic&sub3;&sub0;RE/2Rh, wobei Ic&sub3;&sub0; der Kollektorstrom von T&sub3;&sub0; ist.
  • In ähnlicher Weise wie bei der Schaltungskonfiguration in Fig. 4 und 5 können die Verstärkung durch den Transkonduktanzverstärker und der zum Laden bzw. Entladen des Kondensators C verfügbare Strom erhöht werden, um die Beruhigungszeit der Schaltung beim Schalten zu verringern. Die Erhöhung der Verstärkung und des Lade- bzw. Entladestroms wird erzielt wie oben für die Schaltungskonfigurationen von Fig. 4 und 5 beschrieben. Alternativ kann die Erholungszeit beim Schalten mit Hilfe der in Fig. 7B gezeigten Schaltung geregelt werden, deren Funktionsweise in der Europäischen Patentschrift Nr. EP-A-0241770 beschrieben wird. Die Knotenpunkte 5, 6A und 6B zeigen den Anschluß dieser Schaltung an entsprechend gekennzeichnete Knotenpunkte der Schaltung von Fig. 6.

Claims (14)

1. Schaltung um einen magnetoresistiven Sensor an eine konstante Vorspannung zu legen und zum Verstärken der hiedurch erzeugten Signale, wobei diese Schaltung aufweist:
einen magnetoresistiven Sensor (Rh), welcher einen stationären Widerstandswert besitzt;
ein Verstärkermittel mit einer Eingangsstufe, die auf Spannungsabweichungen von der an dem Sensor (Rh) liegenden konstanten Vorspannung anspricht, um an einer Ausgangsstufe des Verstärkermittels ein verstärktes Ausgangssignal zu erzeugen, welches die Änderungen des stationären Widerstandswertes des Sensors (Rh) repräsentiert, die auf Grund von Änderungen des Magnetfelds, dem der Sensor (Rh) ausgesetzt ist, resultieren;
wobei die Eingangsstufe zumindest zwei Transistoren (T1a, T1b) aufweist, die mit dem magnetoresistiven Sensor zwischen den Basen der Transistoren (T1a, T1b) des Paares liegend, in einer Differential-Paaranordnung geschaltet sind sowie mit einem Emitterwiderstand (RE), der zwischen die Emitter der Transistoren (T1a, T1b) des Differentialpaars geschaltet sind, wobei der Emitter eines Transistors des Paars von Transistoren (T1a, T1b) mit einer ersten Konstantstromquelle (11) verbunden ist und das Verstärkermittel ein Verbindungsmittel besitzt, welches den Emitterwiderstand (RE) mit den Basen der Transistoren (T1a, T1b) des Differentialpaars verbindet, wodurch die Vorspannung auf eine Spannung bezogen wird, die von einem durch den Emitterwiderstand (RE) fließenden Strom der ersten Konstantstromquelle (J1) erzeugt wird.
2. Schaltung nach Anspruch 1, bei welcher die durch jeden der Emitter der Transistoren (T1a, T1b) des Differentialpaars fließenden Ströme im wesentlichen gleich sind.
3. Schaltung nach einem der vorgehenden Ansprüche, bei welcher die Ausgangsstufe zwei Widerstände (R4a, R4b) mit im wesentlichen gleichen Widerstandswerten besitzt.
4. Schaltung nach einem der vorgehenden Ansprüche, bei welcher das Verbindungsmittel ein Rückkopplungsmittel ist, welches zur Korrektur von Änderungen der Vorspannungspegel von der Ausgangsstufe zu der Eingangsstufe geschaltet ist.
5. Schaltung nach Anspruch 4, bei welcher die Kollektoren und die Basen der Transistoren (T1a, T1b) des ersten Differentialpaars mit dem Rückkopplungsmittel verbunden sind und die Emitter des ersten Differentialpaars mit der ersten Konstantstromquelle verbunden sind.
6. Schaltung nach Anspruch 4 oder 5, bei welcher das Rückkopplungsmittel aufweist:
zumindest zwei Transistoren (T4a, T4b), die in einer zweiten Differential-Paaranordnung geschaltet sind, um die Spannung an den Basen des ersten Differentialpaars zu korrigieren; und
einen ersten und zweiten Folgertransitor (T3a, T3b), die je an die Transistoren (T1a, T1b) des ersten Differentialpaars gekoppelt sind, um die in der Eingangsstufe erzeugten Spannungsänderungen an das zweite Differentialpaar von Transistoren (T4a, T4b) zu koppeln,
wobei das zweite Differentialpaar mit einer zweiten Konstantstromquelle (J4) und die Folgertransistoren (T3a, T3b) mit einer dritten (J3a) bzw. vierten (J3b) Konstantstromquelle verbunden sind.
7. Schaltung nach einem der vorgehenden Ansprüche, die ferner ein Aufwärts-Koppelmittel besitzt, das mit der Eingangs- und der Ausgangsstufe verbunden ist, um die Offset-Gleichspannung am Ausgang der Ausgangsstufe zu regeln.
8. Schaltung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, die zur Einstellung des Frequenzganges der Schaltung ferner ein Frequenzeinstellmittel besitzt.
9. Schaltung nach Anspruch 8, bei welcher das Frequenzeinstellmittel ein Kondensator ist.
10. Schaltung nach einem der vorgehenden Ansprüche, die weiters aufweist;
eine Vielzahl von Eingangsstufen (G, Gn); und
Auswählmittel zum Aktivieren einer aus der Vielzahl von Eingangsstufen und zum Deaktivieren der gesamten, verbleibenden Vielzahl von Eingangsstufen.
11. Schaltung nach Anspruch 10, die ferner ein Stabilisierungsmittel besitzt, um jene Zeit zu verringern, die benötigt wird, damit die Schaltung in einen stationären ustand übergeht, nachdem eine aus der Vielzahl der Eingangsstufen deaktiviert wurde und eine andere der Eingangsstufen aktiviert wurde oder nachdem irgendeine Eingangsstufe aktiviert wurde.
12. Schaltung nach Anspruch 11, bei welcher das Stabilisierungsmittel ein Regelmittel ist, um während des Aktivierens irgendeiner aus der Vielzahl der Eingangsstufen den verfügbaren Ausgangstreiberstrom des Rückkopplungsmittels vorübergehend zu erhöhen.
13. Schaltung nach Anspruch 11, bei welcher das Stabilisierungsmittel aus einem ersten und einem zweiten Vergleichermittel besteht, das je an den Ausgang der Eingangsstufe gekoppelt ist, um die daran anliegende Offset-Gleichspannung als Folge einer Änderung einer solchen Offset-Gleichspannung während des Deaktivierens einer und des Aktivieren einer anderen Eingangsstufe zu regeln.
14. Schaltung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei welcher das Auswählmittel das Deaktivieren aller Eingangsstufen bewirkt.
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