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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen
Betonverteiler zur Verteilung von unter Druck stehender
Betonmasse, mit einem aus mindestens zwei Rohrabschnitten
bestehendem Zuleitungsrohr, wobei das erwähnte Zuleitungsrohr
im ersten Abschnitt seiner Ausdehnung im wesentlichen
horizontal von einem ersten Auslegerglied getragen ist, das
um eine erste, vertikale Achse schwenkbar gelagert ist, wobei
der erwähnte erste Abschnitt des Zuleitungsrohrs mittels
Rohrbogen, die um eine zweite, vertikale Achse verschwenkbar
gelagert sind, mit einem zweiten Abschnitt des
Zuleitungsrohrs verbunden ist, der im wesentlichen parallel
zu dem ersten Abschnitt verläuft, sich jedoch in einer
anderen Ebene als der erste Abschnitt befindet und von einem
zweiten Auslegerglied getragen ist, das mit dem erwähnten
ersten Auslegerglied verbunden und um die erwähnte zweite
vertikale Achse gegenüber ihm verschwenkbar gelagert ist, und
wobei das erwähnte erste Auslegerglied abnehmbar und um die
erwähnte erste vertikale Achse verschwenkbar mit einem
ortsfesten Bauteil verbunden ist, das Teil einer Struktur
ist, die in der erwähnten, vertikalen Achse A-A liegt.
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Die Verteilung von Mischbeton erfolgte bisher hauptsächlich
durch den Einsatz von Handarbeit, wobei der Arbeiter den
Mischbeton mittels eines Schubkarrens transportierte und dann
mit Hilfe einer Schaufel oder ähnlichem verteilte. Wird der
Mischbeton pumpengefördert, liegt ein Schlauch oftmals auf
einem Stapel aus Trägern bzw. einem Boden, und der Schlauch
muß im Verlauf des Betongießens von Hand bewegt werden.
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Dies ist eine sehr schwere Arbeit, und sie schließt die
Gefahr von Verletzungen ein.
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Dementsprechend wurden verschiedene Vorrichtungen zur
Vereinfachung der Arbeiten vorgeschlagen.
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Die USA 4,519,768 beschreibt eine Vorrichtung zur Verteilung
pumpengeförderten Mischbetons. In dieser Druckschrift zum
Stand der Technik trägt eine Armkonstruktion mit einer Anzahl
miteinander verschwenkbar verbundener Gelenke eine
Förderleitung mit einer Anzahl Leitungsabschnitten, und die
Armkonstruktion soll von einem Träger des Bauwerks gehalten
werden.
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Weil die mit Mischbeton gefüllten Förderrohre schwer sind,
ist die auf die Scharniere und die Gelenkstifte wirkende
Belastung erheblich, und dementsprechend ist es notwendig,
sie entsprechend zu dimensionieren. Um die auf die Gelenke
und die Gelenkstifte einwirkende Belastung in einem gewissen
Umfang zu verringern, wird vorgeschlagen, sie schräg
anzuordnen, um der angenommenen Deformation zu begegnen. Dies
führt zu einem sehr teuren und schweren Aufbau, der ferner
auf die Last ausgelegt sein muß, für die er gedacht ist. Die
beschriebene Vorrichtung scheint für sehr große
Gebäudekomplexe gedacht zu sein, weil die Bedienungsperson am
Ende eines Armaufbaus in einer Kabine sitzt.
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Es ist vor allem Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zur
Verteilung von unter Druck stehendem Mischbeton zu schaffen,
mit der es möglich ist, von einer Stelle aus innerhalb eines
bedarfsweise leicht änderbaren Bereichs jeden Punkt zu
erreichen, die leicht aufzubauen und von einem Mann zu
bedienen ist, und deren Einsatz so flexibel handhabbar ist,
daß sie bei Neubauten ebenso verwendet werden kann, wie bei
der Sanierung und ähnlichem.
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Zur Lösung dieser und weiterer Aufgaben ist die Erfindung
dadurch gekennzeichnet, daß der erwähnte erste Abschnitt des
Zuleitungsrohrs und das erwähnte, den ersten Abschnitt des
Zuleitungsrohrs tragende erste Auslegerglied in die erwähnte
horizontale Lage bringbar und in ihr mittels einer
einstellbaren Strebe fixierbar ist, die an ihrem einen Ende
an dem erwähnten, feststehenden Bauteil um die erwähnte erste
vertikale Achse verschwenkbar und abnehmbar gelagert ist, und
an ihrem entgegengesetzten Ende am ersten Abschnitt des
Zuleitungsrohrs an oder nahe bei dem freien Ende desselben
befestigt ist, und daß ferner der erwähnte zweite Abschnitt
des Zuleitungsrohrs im Verhältnis zu der im wesentlichen
horizontalen Lage einstellbar und mittels einer zweiten
einstellbaren Strebe daran sicherbar ist, deren eines Ende
oben um die erwähnte zweite vertikale Achse verschwenkbar
gelagert ist, und deren entgegengesetztes Ende an dem
erwähnten zweiten Abschnitt des Zuleitungsrohrs an dem oder
nahe bei dessen freiem Ende befestigt ist.
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Die Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung unten
näher beschrieben werden, in der die einzige Figur eine
Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der Erfindung zeigt.
Die neue Vorrichtung zur Verteilung von unter Druck stehendem
Mischbeton umfaßt ein, mit übergeordneten Bezugszeichen 22
und 8 versehenes, torsionssteifes Auslegerglied. Bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein erstes
Auslegerglied 22 fachwerkartig aufgebaut und um eine
vertikale Achse A-A verschwenkbar gelagert. An diesem Ende
hat das erste Auslegerglied, wie in der Zeichnung
dargestellt, eine vertikal ausgerichtete Strebe 24, von der
aus zentral nach oben ein Stift 24 wegragt und zentral nach
unten ein Stift 1, und diese Stifte fluchten mit der
vertikalen Achse A-A für die Verschwenkung.
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Die Stifte befinden sich in Öffnungen in Konsolen 3 und 26,
die so gestaltet sind, daß sie mittels Schrauben oder
ähnlichem an einem stationären Bauteil anbringbar sind.
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Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist zu einem noch zu
beschreibenden Zweck an dem feststehenden Bauteil 27 zur
Anbringung der Konsolen 3 und 26 eine dritte Konsole 28
befestigt, die sich in einigem Abstand oberhalb der Konsole 3
befindet.
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Das erste Auslegerglied 22 trägt auf seiner Oberseite ein,
über einen Rohrbogen 4 von 90º an eine (in der Zeichnung
nicht dargestellte) Betonpumpe angeschlossenes erstes
Zuleitungsrohr 11a. An seinem entgegengesetzten Ende geht das
Zuleitungsrohr 11a in einen nach unten weisenden Rohrbogen 29
von 90º über, und ein weiterer, gegenüber dem Rohrbogen 29 in
einer vertikalen Achse B-B verschwenkbarer Rohrbogen 30 von
90º geht in ein zweites Zuleitungsrohr 11b über, das
seinerseits in weitere Abschnitte von Zuleitungsrohren
übergeht, von denen ein Zuleitungsrohr 31 aus der Zeichnung
ersichtlich ist. Der zweite Abschnitt des Zuleitungsrohrs 11b
wird von einem zweiten Auslegerglied 8 gehalten, das am
ersten Auslegerglied 22 um die vertikale Achse B-B
verschwenkbar angelenkt ist. Die Abschnitte der
Zuleitungsrohre und die Rohrbogen sind druckdicht miteinander
verbunden, damit kein Verlust von Mischbeton auftritt.
Vorzugsweise ein (in der Zeichnung nicht dargestellter)
Schlauch ist an das Ende des letzten Abschnitts des
Zuleitungsrohr angeschlossen, und der Mischbeton wird über
den erwähnten Schlauch abgegeben, der von einem Mann bedient
werden kann.
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Das erste Auslegerglied 22 ist an seinem einen Ende mit einem
vertikal ausgerichteten, mit Streben 14 versteiften Halter 32
für den oberen Rohrbogen 29 versehen. Eine vertikal in der
Achse B-B liegende Stütze 5 trägt den unteren Rohrbogen 30
und ragt durch Tragplatten 6 und 7 hindurch, die von dem
ersten Auslegerglied 22 bis zu dem zweiten Abschnitt des
Zuleitungsrohrs 11b reicht, und die erwähnte vertikal
ausgerichtete Stütze 5 bildet einen Aufhängungspunkt 9 für
das zweite Auslegerglied 8.
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Eine je nach momentanem Bedarf entsprechend gespannte Strebe
12 einer Stütze ist an deren einem Ende an dem ersten
Abschnitt des Zuleitungsrohrs 11a angebracht, das auf dem
Auslegerglied 22 liegt, und das zweite Ende davon ist an
einem Halter 2 befestigt, der in an sich bekannter Weise um
die Achse A-A verschwenkbar an der Konsole 28 angelenkt ist.
Vom gleichen Halter 2 führt ein Teil 13:1 der einstellbaren
Stütze zum oberen Ende des Halters 32. Am oberen Ende des
Halters 32 ist eine Strebenhalterung 15, die dem Halter 2
gleicht, um die Achse B-B verschwenkbar gelagert, und ein
zweites Teil 13:2 einer zweiten, einstellbaren Stütze ist an
der erwähnten Strebenhalterung 15 angebracht. Das erwähnte
Teil 13:2 ist mit dem anderen Ende an dem zweiten Abschnitt
des Zuleitungsrohrs 11b verankert und mit geeigneten Mitteln
gespannt. Dementsprechend sind die erwähnte Strebe 12 und das
erwähnte Teil 13:2 so gespannt, daß das Auslegerglied 22, 8
und das Zuleitungsrohr 11a, 11b im Gleichgewicht gehalten
werden und horizontal ausgerichtet sind. Um das Moment des
weiteren Abschnitts des Zuleitungsrohrs 31 auszugleichen,
werden entsprechende Streben 16 und 17 der zweiten
einstellbaren Stütze, Teil 13:2, Streben 16, 17, eingesetzt.
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Sowohl die Längen und Durchmesser der Zuleitungsrohre, wie
auch die Anzahl ihrer Abschnitte sind nach Bedarf variierbar,
weil die Anpassung auf einfache Weise durch Veränderung der
Spannung in den verschiedenen Streben erfolgt. Wie aus der
Zeichnung hervorgeht, kann die Vorrichtung mit einem
Gegengewicht 10 versehen werden, das örtlich veränderbar an
dem zweiten Auslegerglied 8 gehalten ist, das an der Stütze 5
hängt. Das Auslegerglied 22, 8 kann zum Zweck des einfachen
Transports mit Radpaaren 20, 21 versehen sein, und der letzte
Abschnitt des Zuleitungsrohrs kann eine einstellbare
Bodenstütze aufweisen, wie dies aus der Zeichnung zu sehen
ist.
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Die nun beschriebene Vorrichtung ist zum Gießen von
Querträgern, wie auch vertikal stehenden Wänden geeignet, und
es ist offenbar, daß es dank der um die verschiedenen Achsen
A-A und B-B verschwenkbaren Teile der Vorrichtung möglich
ist, innerhalb eines bestimmten Feldes jeden Punkt zu
erreichen. Sind die Auslegerglieder so gestaltet, daß sie
unmittelbar oder mittelbar ein feststehendes Bauteil in Form
einer Säule umfassen können, ist es möglich, die Vorrichtung
um 360º zu verschwenken und eine Kreisfläche abzudecken,
deren Radius der Gesamtlänge des Auslegerglieds 22 und der
Abschnitte der Zuleitungsrohre in ihrem ausgezogenen Zustand
entspricht. Durch Variation der Abmessung und der Anzahl der
Abschnitte der Zuleitungsrohre wird die Vorrichtung an den
momentanen Bedarf angepaßt, und es sollte erwähnt werden, daß
das zweite Auslegerglied 8 teleskopartig ausfahrbar sein
kann, und/oder die Nutzlänge des gesamten Auslegerglieds
natürlich verändert werden kann. Sowohl die Abschnitte der
Zuleitungsrohre, wie auch die Auslegerglieder werden
beispielsweise in Standardlängen von z. B. 1 m, 2 m oder
ähnlichem auf den Markt gebracht.