DE378364C - Vorrichtung zum Brennen von Zement, Magnesit, Kalk u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Brennen von Zement, Magnesit, Kalk u. dgl.Info
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- DE378364C DE378364C DEST32805D DEST032805D DE378364C DE 378364 C DE378364 C DE 378364C DE ST32805 D DEST32805 D DE ST32805D DE ST032805 D DEST032805 D DE ST032805D DE 378364 C DE378364 C DE 378364C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Vorrichtung zum Brennen von Zement, Magnesit, Kalk u. dgl. Die bisherigen Drehrohröfen für das Brennen von Zement, Magnesit, Kalk u. dgl. kranken daran, daß die Abhitze nicht genügend ausgenutzt wird; vor allem haben die üblichen Kühltrommeln, die die Klinkerwärme an die Verbrennungsluft übertragen sollen, eine ganz unvollkommeneWirkuna. Die scheinbare Ausnutzung der Wärme des fertiggebrannten Brenngutes führt hier tatsächlich zu einer vermehrten Ausgabe an Brennstoff für das weitere Erhitzen der sehr gering vorgewärmten Kühlluft auf die Temperatur der Garbrandzone. Man hat schon vorgeschlagen, unter dem Drehofen einen Kühlbehälter anzuordnen, der etwas Klinkergut zusammenhält. Dabei wurde aber dieser Behälter so klein gewählt, daß er keine nennenswerte wärmetechnische Wirkung hatte.
- Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Brennen von Zement, Magnesit, Kalk u. dgl., bestehend aus einem Dr ehrohrofen und Kühlbehälter ". bei der dieser Kühler die Form eines Schachtofens von einer solchen Höhe und Größe hat, daß die Luft in ihm bis auf die Zündungstemperatur für den Brennstoff erhitzt wird.
- Der Schachtofen muß geräumig genug sein, um das Brenngut längere "Zeit, etwa 12 bis 24 Stunden, der in entgegengesetzter Richtung den Raum durchstreichenden Kühlluft auszusetzen. Dabei wird eine verhältnismäßig geringe Menge .Luft ztun Abkühlen benutzt, die hocherwärmt in die Garbrandzone überführt wird und dort den eingeführten Brennstoff vollständig verbrennt. Zweck-'niäßig wird dieser Schachtofen als selbsttätiger Schachtofen ausgeführt, der sich inecl nisch entleert und vollständig abgeschlos: ist. Dadurch findet eipe restlose Ausnutzt der Wärine statt.
- In der Garbrandzone oder kurz zuvor tr der heiße Luftstrom des Kühlraumes zusa nien 1111t dem am Ofenkopf des I)rehrohrofi eingeblasenen Brennstoff und bewirkt e bessere @Terbrennung der Brennstoffe in" Garbrandzone, als dies finit den bestehen( Einrichtungen im anfangs fast kalten Lt stronl möglich ist.
- Die Hohe Abgaswärme des Drehrohrof ist auf die schnelle Bewegung der Gase in i Kalzinierzone und die schlechte Vermischt des Brenngutes mit den Heizgasen zurück führen.
- Deshalb wird dieser @@'ärineverlust dadu behoben, claß die Kalzinierzone in an. sich kannter Weise einen ganz erheblich größe Durchmesser erhält als die Garbrandzc Anstatt des größeren Querschnitts der I. ziniertrommel können auch mehrere sol Trommeln in Verbindung mit einer C Brandtrommel verwendet werden.
- Um ein besseres Versnischen des Bre gutes reit den Heizgasen zu erreichen, w in an sich ebenfalls bekannter Weise die weiterte Kalzinierzone in mehrere Kamm geteilt.
- Vorstehende Anordnungen machen es n1 lich, die Kalzinierzone mit viel Brenngut beschicken, dieses langsam vorwärts zu wegen und bei ebenfalls sehr langsamer wegung der Gase die Wärme der letzteren Ofen voll auszunutzen. Die Länge der Di .)hröfen und der bisher benutzten Gebäude rird dadurch bedeutend verkürzt und die ,usstrahlungsfläche des Ofens verringert.
- Der so verkürzte Drehrohrofen wird mit iner an sich bekannten Ummantelung v er-@hen und die durch die ausstrahlende Wärnie rwärmte Luft aus dem Zwischenraum zwi-:hen -Mantel und Ofen abgesogen und durch en Kühlraum gesandt. Es wird also auch ie ausstrahlende Wärme wieder nutzbar v er--endet.
- In der Regel wird das Brenngut in dem nteren engen Drehrohrofenteil so heiß, aß es bereits völlig gesintert ist oder die interung im oberen Teil des Schachtofens zne weitere Brennstoffzufuhr vollendet wird. ,amit aber auch für den ungünstigen Fall, iß die Sinterung im Drehrohrofen noch ficht vollendet ist oder sogar absichtlich nicht )llendet wurde, Abhilfe geschaffen werden inn, wird eine besondere Brennstoffzugabe i Schachtofen dadurch ermöglicht, daß im fenkopf über dem Schachtofen Brennstoffiführungsöffnungen vorgesehen sind.
- Abb. i zeigt in beispielsweiser Ausführung nen Drehrohrofen mit der erheblich erweirten Kalzinierzone a und anschließender gerer Garbrandzone b. Die letztere hat bei-4elsweise den Durchmesser des gewöhn-:hen Drehrolirofens,während die Kalzinierme a von ganz erheblich größerem Durchesser ist. Von der Garbrandzone geht das -enngut in den Kühlschacht oder Schachten c. der mit einer selbsttätigen Entleeng d versehen und vollständig abgeschlosn ist. Der Drehrohrofen ist mit einer Umantelung e versehen, die auf beiden Enden ilweise oder ganz offen ist. Aus dieser Umantelung saugt Gebläse f durch die Ausrahlung des Ofens erwärmte Luft und ückt diese etwa in der 'Mitte des Kühlhachtes c in das abzukühlende Brenngut. °_bläse f1 drückt kalte Außenluft unterhalb s Rostes in den Kühlschacht. Beide Luftröme werden durch das abkühlende Brennt stark erhitzt und bei ä in die Garbrandne des Drehrohrofens geleitet. Ein drittes _bläse f2 entnimmt der Ummantelung e vorwärmte Luft und führt diese bei g finit ennstoff vermischt in den Ofenkopf des rehrohrofens. Hier und ain unteren Ende r Garbrandzone trifft die stark erhitzte ülilluft auf diesen Luftstrom und sichert restlose Verbrennung des bei g' eingeblaaen Brennstoffes.
- Beim Betrieb von Drehrohröfen kann es rkoirimen, daß ungenügend gebrannt(-erzeugt und in die Kühltrommel übergeführt wird. Ein Garbrand solchen Brenngutes ist dann nicht mehr möglich.
- ach vorstehend beschriebener Erfindung wird jedoch in solchen Fällen ein nachträglicher Garbrand in den oberen Schichten des Kühlschachtes mittels der auftretenden hocherhitzten Luft nicht nur möglich sein, es wird vielmehr bei manchem Brenngut notwendig werden, das Brenngut nicht völlig gargebrannt in den Kühlschacht zu überführen, uin ein Überbrennen in der hocherhitzten Luft zu verhüten. Sollte in Einzelfällen die auftretende Wärine nicht genügen, dann kann bei h. körniger Brennstoff zugeführt werden zur Unterstützung des Garbrandes.
- Soll der Garbrand in der Hauptsache in. oberen Teil des Kühlschachtes erfolgen, dann kann nach Abb.2 die Garbrandzone b verkürzt und evtl. nur mit bei Ma zugeführtem Brennstoff gebrannt werden. Es wird dann erstmalig möglich, im Schacht mit gasreicher Kohle zu arbeiten, was bisher beim selbsttätigen Schachtofen ohne Verlust der flüchtigen Gase des Brennstoffes nicht möglich war.
- Abb.3 zeigt im Schnitt die Teilungswände i i, die die Kalzinierzone in vier Kammern teilen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Brennen vori Zement, Magnesit, Kalk u. dgl., bestehend aus einem Drehrohrofen, dem ein von Luft durchströmter Kühlbehälter vorgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühler (c) die Form eines Schachtofens und eine solche Höhe und Größe hat, daß die Luft in ihm bis auf die Zündungstemperatur für den Brennstoff erhitzt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch r, gekennzeichnet durch einen Drehofen mit weiter durch radiale Ouerwände (i) unterteilter Kalzinierzone (d) und verengter Brennzone (b) im unteren Drehrohrofenteil.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlschacht mit mechanischer Entleerung (d) versehen ist. 4.. 'Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehofen mit einem Gehäuse (e)' umschlossen ist, aus dein ein Gebläse (f) Luft nach dem Kühlschacht (c) fördert. ä. Vorrichtung nach Anspruch i bis -. dadurch gekennzeichnet, daß über dein Schachtofen Brennstoffzuführungsöffnungen (h.) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST32805D DE378364C (de) | 1920-01-15 | 1920-01-15 | Vorrichtung zum Brennen von Zement, Magnesit, Kalk u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEST32805D DE378364C (de) | 1920-01-15 | 1920-01-15 | Vorrichtung zum Brennen von Zement, Magnesit, Kalk u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE378364C true DE378364C (de) | 1923-07-13 |
Family
ID=7461785
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST32805D Expired DE378364C (de) | 1920-01-15 | 1920-01-15 | Vorrichtung zum Brennen von Zement, Magnesit, Kalk u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE378364C (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE941476C (de) * | 1943-03-10 | 1956-04-12 | Polysius Gmbh | Drehrohrofenanlage zur Waerme- und Kuehlbehandlung von Gut aller Art, insbesondere Zementrohmaterial |
| DE1008189B (de) * | 1955-02-28 | 1957-05-09 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zur Nachentsaeuerung und Kuehlung von gebranntem Kalk, Dolomit oder Magnesit in einem dem Brennofen nachgeschalteten Schacht |
| DE966230C (de) * | 1952-06-01 | 1957-07-18 | Norddeutsche Portland Cementfa | Vorrichtung zur Abdichtung des Ofeneinlaufs von Drehrohroefen gegen das Einringen von Falschluft |
| DE1042452B (de) * | 1953-05-02 | 1958-10-30 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zur Herstellung von gebranntem oder gesintertem Dolomit |
| DE1138677B (de) * | 1960-09-26 | 1962-10-25 | Azbe Corp | Einrichtung an Schachtkuehlern zum Endkalzinieren von unvollstaendig kalziniertem Brenngut, insbesondere Kalkstein |
| DE1164917B (de) * | 1960-06-11 | 1964-03-05 | Miag Muehlenbau & Ind Gmbh | Anlage zum Nachkalzinieren von Kalk, Dolomit oder aehnlichen Stoffen |
| DE1167317B (de) * | 1960-01-13 | 1964-04-09 | Knapsack Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen und Brennen von aus Rohphosphaten bestehenden Formlingen |
| DE977186C (de) * | 1954-08-12 | 1965-05-20 | Polysius Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Vorwaermen von staubfoermigem Gut, insbesondere Zementrohmehl |
| US3815253A (en) * | 1972-05-04 | 1974-06-11 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Cooling material from a kiln |
-
1920
- 1920-01-15 DE DEST32805D patent/DE378364C/de not_active Expired
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