DE3788577T2 - Paketvermitteltes Fernmeldenetz mit parallelen virtuellen Verbindungen zur Umweglenkung von Nachrichtenpaketen. - Google Patents
Paketvermitteltes Fernmeldenetz mit parallelen virtuellen Verbindungen zur Umweglenkung von Nachrichtenpaketen.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft ein paketvermitteltes Fernmeldenetz, das im Falle einer Störung oder eines Verkehrsüberlaufs innerhalb kurzer Zeit die Umschaltung von Nachrichtenpaketen von einer virtuellen Verbindung auf eine andere ermöglicht.
- In einem paketvermittelten Fernmeldenetz mit virtuellen Verbindungen wird als Antwort auf ein von einem Quellenendgerät gesendetes Verbindungsaufbaupaket vor Beginn der interaktiven Kommunikation ein Leitweg durch das Netz eingerichtet, und alle beteiligten Vermittlungsknoten werden zur Leitweglenkung der folgenden individuellen Pakete über die Verbindung informiert. Der so eingerichtete Leitweg ist eine virtuelle Verbindung oder ein logischer Kanal, der am Ende einer Verbindung durch ein Verbindungsauslösepaket freigegeben wird, das sich durch das Netz ausbreitet. Im Falle einer Störung oder starken Verkehrs auf der virtuellen Leitung wird das Quellenendgerät über die Störung informiert, damit die Kommunikation unterbrochen und erneut ein Verbindungsaufbaupaket gesendet werden kann, um nochmals eine neue virtuelle Verbindung durch das Netz einzurichten. Da die Verbindungsaufbauoperation das Löschen der früheren Leitweglenkungsinformationen an allen beteiligten Vermittlungsknoten sowie die Übertragung einer Rückmeldung oder eines Sendeaufforderungspakets vom Zielendgerät zum Quellenendgerät erfordert, wird die Kommunikation zwischen Quellen- und Zielendgerät über eine verhältnismäßig lange Zeitspanne unterbrochen.
- Die JP-A-59-152 755 offenbart ein Fernmeldenetz, in dem mehrere logische Kanäle zwischen Quellen- und Ziel-Nutzerendgerät nur dann eingerichtet werden, wenn das Steuerpaket vom Quellen-Nutzerendgerät eine Mehrweganforderung enthält. Sonst wird ein einzelner logischer Kanal eingerichtet. Zwischen den eingerichteten logischen Kanälen erfolgt im Falle einer Störung in einem der eingerichteten Kanäle keine Ersatzschaltung.
- Die GB-A-2 035 755 bezieht sich auf ein Paketvermittlungssystem mit einem Bussystem, einer Knoten-Datenbasis (NDB), Paketverarbeitungsbausteinen (PPM), Leitungszugangsbausteinen (LAM), Busschnittstellenschaltungen (BI), die den Leitungszugangsbausteinen zugeordnet sind, um auf das Bussystem zuzugreifen, und Prioritätsschaltungen (PA, PB), um eine Anforderung von den Busschnittstellenschaltungen entsprechend der Priorität zu erfüllen. Jeder Leitungszugangsbaustein weist einen Kanalpufferspeicher (CBM) auf, um Pakete vom Teilnehmeranschluß über eine Leitungseinheit (LU), einen Mikroprozessor (MP) und seinen zugeordneten Speicher (MEM) zu speichern. Der Speicher MEM wird über eine Bussteuereinheit (BCU) an einen der Paketverarbeitungsbausteine PPM gekoppelt, wenn als Antwort auf ein Signal von einer Buszugriffssteuerlogik (BAL) der Busschalter (BS) geschlossen wird. Jeder Paketverarbeitungsbaustein (PPM) hat die Funktion, die Ebene 3 des X.25-Protokolls der CCITT auszuführen und eine Schnittstelle zum Netz zu schaffen, und kann virtuelle Wege einrichten und eine Flußsteuerung einschließlich der Verbindungswiederherstellung bewirken. Er weist einen Mikroprozessor MP2, einen Speicher MEM2 mit der darin gespeicherten Datenbasis DB sowie Taktgeber T für die Zeitzählungsebene 3 des X.25-Protokolls auf. Die Knoten-Datenbasis (NDB) setzt sich aus den CPU1, CPU2 und CPU3 zusammen, wobei die Ausgänge zweier Mehrheitsentscheidungsschaltungen MLC1 und MLC2 an den Schreibeingang je eines von zwei gleichen Speichern MEM3 bzw. MEM4 gekoppelt sind. Die Leseausgänge dieser Speicher sind an die Eingänge von drei Multiplexern MUX1 bis MUX3 angeschlossen, die als Umschaltgeräte verwendet werden. Es wird keine Ersatzschaltverbindung offenbart.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines paketvermittelten Fernmeldenetzes und eines entsprechenden Verfahrens, die in der Lage sind, im Falle einer Störung oder eines Verkehrsüberlaufs Nachrichtenpakete mit hoher Geschwindigkeit von einer virtuellen Verbindung oder einem logischen Kanal zu einem störungsfreien logischen Kanal umzuschalten, sowie eines Paketvermittlungssystems für ein derartiges paketvermitteltes Fernmeldenetz. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 5 bzw. 9 gelöst.
- Das erfindungsgemäße paketvermittelte Fernmeldenetz richtet als Antwort auf ein von einem Quellenendgerät empfangenes Verbindungsaufbaupaket mehrere virtuelle Verbindungen oder logische Kanäle ein, damit es Nachrichtenpakete durch einen der eingerichteten logischen Kanäle senden und die Pakete im Falle einer Störung oder eines Verkehrsüberlaufs auf einen anderen der eingerichteten logischen Kanäle umschalten kann.
- Das paketvermittelte Fernmeldenetz weist eine Vielzahl von Endgeräten, deren jedes als Antwort auf eine Verbindungsanforderung vor der sequentiellen Übertragung von Nachrichtenpaketen sequentiell Steuerpakete übertragen kann, sowie eine Vielzahl von Vermittlungsknoten auf, die mit den Endgeräten verbunden sind. Als Antwort auf die Steuerpakete richtet jeder Vermittlungsknoten erste und zweite logische Kanäle von einem Quellenendgerät zu einem Zielendgerät ein und ermöglicht, daß die Nachrichtenpakete durch den ersten logischen Kanal übertragen werden, erkennt einen anomalen Zustand in den eingerichteten logischen Kanälen und leitet die Nachrichtenpakete zum zweiten logischen Kanal um, wenn der anomale Zustand im ersten logischen Kanal erkannt wird.
- Das Paketvermittlungssystem weist einen Bus und eine Vielzahl von Leitungssteuereinrichtungen auf, die mit dem Bus verbunden sind. Jede Leitungssteuereinrichtung reagiert auf Steuerpakete und Nachrichtenpakete, wobei die Nachrichtenpakete eine logische Eingangsadresse und eine physikalische Eingangsadresse aufweisen. In jeder Leitungssteuereinrichtung ist ein Speicher zum Abspeichern eines ersten Satzes von logischen und physikalischen Ausgangsadressen in einer ersten Speicherzelle und eines zweiten Satzes von logischen und physikalischen Ausgangsadressen in einer zweiten Speicherzelle vorgesehen, und die erste bzw. die zweite Speicherzelle sind in Abhängigkeit von den logischen und physikalischen Eingangsadressen der Nachrichtenpakete zugänglich, wobei der erste und der zweite Satz mehrere Übertragungswege zwischen einem Quellenendgerät und einem Zielendgerät definieren. Die logischen und physikalischen Eingangsadressen der Nachrichtenpakete werden in einer Leitungssteuereinrichtung mit den logischen und physikalischen Adressen desjenigen von dem ersten und zweiten Satz aktualisiert, auf den gerade Zugriff besteht, und an den Bus angekoppelt und von einer der Leitungssteuereinrichtungen, die durch die physikalische Ausgangsadresse des empfangenen Nachrichtenpakets bestimmt wird, für die Übermittlung zu einem der Übertragungswege empfangen. Ein Zentralprozessor leitet den ersten bzw. zweiten Satz der logischen und physikalischen Ausgangsadressen aus den über die Leitungssteuereinrichtungen empfangenen Steuerpaketen ab und schreibt die abgeleiteten Sätze in den Speicher ein. Zur Erkennung eines anomalen Zustands auf den Übertragungswegen ist ein Detektor vorgesehen. Wenn ein anomaler Zustand auf dem Übertragungsweg auftritt, über den die Nachrichtenpakete übertragen werden, wird der Leitweg auf einen anderen von den Übertragungswegen umgeschaltet.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines paketvermittelten Fernmeldenetzes als Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2 eine Veranschaulichung der Datenformate der Steuer- und Nachrichtenpakete;
- Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Paketvermittlungssystems des Vermittlungsknotens PS13 von Fig. 1;
- Fig. 4 ein Blockschaltbild des Zentralprozessors von Fig. 3;
- Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Leitungssteuereinrichtung von Fig. 3;
- Fig. 6 eine Darstellung eines typischen Beispiels der Wegtabelle von Fig. 3 in bezug auf das Quellenendgerät PT11;
- Fig. 7 eine Darstellung eines typischen Beispiels der Ausgangsleitwegtabelle von Fig. 5;
- Fig. 8 eine Darstellung einer im Quellenendgerät PT11 vorgesehenen Wegauswahltabelle;
- Fig. 9 eine Darstellung eines typischen Beispiels der Quellentabelle von Fig. 3 im Vermittlungsknoten PS13;
- Fig. 10 eine Darstellung eines typischen Beispiels der Ausgangsleitwegtabelle einer Leitungssteuereinrichtung im Vermittlungsknoten PS15;
- Fig. 11 eine Darstellung eines typischen Beispiels der Quellentabelle von Fig. 3 im Vermittlungsknoten PS15;
- Fig. 12 ein schematisches Blockschaltbild des paketvermittelten Fernmeldenetzes nach einem modifizierten Numerierungssystem für die logischen Kanäle; und
- Fig. 13 eine Darstellung eines typischen Beispiels der Ausgangsleitwegtabelle einer Leitungssteuereinrichtung im Vermittlungsknoten PS15 von Fig. 12.
- Ein paketvermitteltes Fernmeldesystem mit virtuellen Verbindungen, das schematisch in Fig. 1 dargestellt ist, weist Paketvermittlungszentralen oder "Knoten" PS13 bis PS17 auf, an die Teilnehmer oder "Endgeräte" PT10, PT11, PT12 und PT18 angeschlossen sind. Zu Offenbarungszwecken wird angenommen, daß dem Vermittlungsknoten PS13 drei alternative Leitwege zwischen den Endgeräten PT11 und PT12 zur Verfügung stehen, einer über die Vermittlungsknoten PS14 und PS16, ein zweiter über die Vermittlungsknoten PS15 und PS16 und ein dritter über die Vermittlungsknoten PS15, PS17 und PS16. In dem erfindungsgemäßen Netz mit virtuellen Verbindungen werden als Antwort auf jedes Verbindungsaufbausteuerpaket mehrere Übertragungswege zwischen Quellen- und Zielendgeräten eingerichtet, und alle beteiligten Knoten werden über die eingerichteten Wege informiert, um die Übertragung nachfolgender Nachrichtenpakete über einen der eingerichteten Wege zu ermöglichen. Jeder der so eingerichteten Übertragungswege ist eine virtuelle Verbindung oder ein "logischer Kanal", wie er in der Datenübertragungstechnik austauschbar verwendet wird. Bei Beendigung einer Verbindung werden alle virtuellen Verbindungen durch ein Verbindungsauslösesteuerpaket, das sich durch das Netz ausbreitet, freigegeben.
- Fig. 2 zeigt die Datenstruktur der Steuer- und Nachrichtenpakete. Jedes der Steuer- und Nachrichtenpakete für das Übermittlungsschichtprotokoll enthält ein Startflag 20, das den Anfang des Pakets anzeigt, ein Steuerfeld 21, ein Informationsfeld 22, ein Rahmenprüfzeichenfolgenfeld 23 und ein Endeflag 24. Das Informationsfeld der Pakete ist entsprechend einem Netzschichtprotokoll formatiert. Das Informationsfeld des Steuerpakets enthält ein logisches Kanalnummern-(LCN-)Feld 25, ein Paketkennungs-(TYP-)Feld 26, das auf eine binäre "1" gesetzt ist, ein Zieladressenfeld 27, ein Quellenadressenfeld 28 und ein Steuerdatenfeld 29. Das Informationsfeld des Nachrichtenpakets enthält das logische Kanalnummernfeld 25 und das Paketkennungsfeld 26, ähnlich wie das Steuerpaket. Die Paketkennung 26 von Nachrichtenpaketen ist eine binäre "0". Das Nachrichtenpaket enthält ein Steuerfeld 30 und ein Nachrichtendatenfeld 31 im Informationsfeld 22. Das LCN-Feld des Nachrichtenpakets enthält die Nummer eines logischen Eingangskanals einer virtuellen Verbindung auf der Eingangsseite eines gegebenen Vermittlungsknotens und wird mit der Nummer eines logischen Ausgangskanals einer virtuellen Verbindung aktualisiert, die sich von dem gegebenen Vermittlungsknoten zu einem benachbarten Vermittlungsknoten erstreckt, wo das LCN-Feld als Nummer eines logischen Eingangskanals zur Erkennung eines logischen Ausgangskanals verwendet wird. Das LCN-Feld des Steuerpakets wird mit einer Folge von binären Nullen aufgefüllt, da es in Vermittlungsknoten nicht benutzt wird. An jedes der Steuer- und Nachrichtenpakete wird ein Feld für die Nummer einer physikalischen Ausgangsleitung (OPLN-Feld) 32 angefügt, das von einer Eingangsleitungssteuereinrichtung jedes Vermittlungsknotens verwendet werden soll, um Nachrichtenpaketen den Zugang zu einer gewünschten Ausgangsleitungssteuereinrichtung zu ermöglichen, wie weiter unten beschrieben wird. Quellenendgeräte übertragen die Steuer- und Nachrichtenpakete in Form des Übermittlungsschichtprotokolls.
- Wie in Fig. 3 dargestellt, weist jeder Paketvermittlungsknoten einen Zentralprozessor 1 und mehrere Leitungssteuereinrichtungen 2 auf, mit denen zugeordnete Endgeräte oder benachbarte Vermittlungsknoten durch Übertragungsleitungen 3 verbunden sind, die Vierdrahtleitungen oder Duplexeinrichtungen sein können. Jede Leitungssteuereinrichtung 2 arbeitet als Eingangsleitungssteuereinrichtung oder als Ausgangsleitungssteuereinrichtung, je nachdem, ob sie ein Paket über eine Übertragungsleitung empfängt oder ein Paket an eine Übertragungsleitung sendet. Bei jedem Aufbau oder jeder Auslösung einer Verbindung wird ein Steuerpaket von einer Eingangsleitungssteuereinrichtung über einen Steuerbus 6 zum Zentralprozessor 1 übertragen, wo es verarbeitet und an eine Ausgangsleitungssteuereinrichtung übermittelt wird. Jedesmal, wenn entsprechend den im Steuerpaket enthaltenen Adressendaten eine Verbindung eingerichtet wird, speichert der Zentralprozessor 1 die Leitweginformationen bezüglich der Eingangs- und Ausgangsleitungsnummern und der Nummern der logischen Eingangs- und Ausgangskanäle. Nachrichtenpakete werden zwischen Eingangs- und Ausgangsleitungssteuereinrichtungen 2 über einen Datenbus 5 unter der Steuerung einer Bussteuerungseinrichtung 7 übermittelt. Zu Erläuterungszwecken wird angenommen, daß die Leitungssteuereinrichtungen 2 diejenigen des Vermittlungsknotens PS13 sind und mit unterschiedlichen Leitungsnummern #0, #1 und #2 bezeichnet werden, die Übertragungsleitungen zugeordnet sind, welche sich zu den Vermittlungsknoten PS14, PS15 bzw. zum Endgerät PT11 erstrecken.
- Wie in Fig. 4 dargestellt, weist der Zentralprozessor 1 eine Zentraleinheit 50 auf, die als Antwort auf ein Verbindungsanforderungspaket, das sie von einer Eingangsleitungssteuereinrichtung über den Datenbus 5, die Datenbusschnittstelle 52 und den Empfangspuffer 53 empfängt, mit Hilfe einer Wegtabelle 57 die Anzahl der Übertragungswege ermittelt, die für ein Quellenendgerät zur Verfügung stehen, und dorthin ein Paket zurücksendet, das die Anzahl der verfügbaren Übertragungswege angibt. Wenn das Quellenendgerät über die Anzahl der Übertragungswege informiert wird, sendet es nacheinander so viele Verbindungsaufbaupakete, wie Übertragungswege verfügbar sind. Als Antwort auf ein Verbindungsaufbaupaket, das von der gleichen Eingangsleitungssteuereinrichtung empfangen wird, greift die CPU 50 auf einen Speicher 55 zu, um aus den im Steuerpaket enthaltenen Quellen- und Zieladresseninformationen Leitweginformationen abzuleiten, die Nummern von physikalischen Eingangs- und Ausgangsleitungen (IPLN, OPLN) und Nummern von logischen Eingangs- und Ausgangskanälen (ILCN, OLCN) enthalten, und sendet diese Leitweginformationen über den Steuerbus 6 an alle Leitungssteuereinrichtungen des gleichen Vermittlungsknotens, um deren Ausgangsleitwegtabellen zu aktualisieren, wie weiter unten beschrieben wird. Gleichzeitig aktualisiert eine Steuerpaket-Aktualisierungsschaltung 51 das Steuerdatenfeld des empfangenen Verbindungsaufbaupakets mit der Nummer der physikalischen Ausgangsleitung und der Nummer des logischen Ausgangskanals. Das so verarbeitete Verbindungsaufbaupaket wird über einen Sendepuffer 54 und eine Datenbusschnittstelle 52 am Bus 5 zu einer Ausgangsleitungssteuereinrichtung 2 übertragen, welche durch die in diesem Verbindungsaufbaupaket enthaltenen OPLN-Daten spezifiziert wird. Der gleiche Prozeß wird für jedes der nachfolgenden Verbindungsaufbaupakete wiederholt, um dadurch mehrere Übertragungswege oder virtuelle Verbindungen von Quellenendgerät zu einem Zielendgerät einzurichten. Der Zentralprozessor 1 enthält ferner eine Quellentabelle 58, in der Quellenendgerätadressen, Quellenvermittlungsknoten und logische Eingangskanäle in Speicherzellen gespeichert sind, die in Abhängigkeit von den OPLN-Nummern physikalischer Ausgangsleitungen adressierbar sind. Die Quellentabelle 58 wird im Falle einer Störung aufgerufen, wie zum Beispiel bei einem Defekt oder Verkehrsüberlauf in einem Übertragungsweg, um nachfolgende Nachrichtenpakete auf einen störungsfreien Übertragungsweg umzuschalten.
- Details der Leitungssteuereinrichtung 2 sind in Fig. 5 dargestellt. Nachrichtenpakete, die von einem Quellenendgerät empfangen werden, werden über eine Leitungsschnittstelle 10 und eine Kopfaktualisierungsschaltung 11 zu einem Empfangspuffer 14 zur Übermittlung an eine Ausgangsleitungssteuereinrichtung 2 weitergeleitet. Wenn Nachrichtenpakete von einer Eingangsleitungssteuereinrichtung übermittelt werden, werden sie nacheinander in den Sendepuffer 16 der Ausgangsleitungssteuereinrichtung gespeichert, um über die Leitungsschnittstelle 10 an der Leitung 3 zu einem Zielendgerät gesendet zu werden. Die Leitungsschnittstelle 10 weist eine Empfangsrahmensynchronisierschaltung zum Decodieren der Start- und Endeflags eines empfangenen Pakets, eine Senderahmensynchronisierschaltung zum Anfügen von Flags an den Anfang und das Ende eines zu sendenden Pakets, einen FCS-Decodierer (Rahmenprüfzeichenfolgen- Decodierer) zur Erkennung von Datenfehlern und einen FCS-Generator zum Anfügen eines FCS-Feldes (Rahmenprüfzeichenfolgenfeldes) an das zu sendende Paket auf.
- Die Kopfaktualisierungsschaltung 11 weist einen Eingang von der Leitungsschnittstelle 10 auf, um den Kopf eines Pakets, das von einem Quellenendgerät oder einem Quellenvermittlungsknoten empfangen wird, zu prüfen und auf die Ausgangsleitwegtabelle 12 zuzugreifen, um festzustellen, ob das Paket zum Zentralprozessor 1 oder zu einer gewünschten Ausgangsleitungssteuereinrichtung gesendet werden soll. Wenn das Paket eine binäre 1 im Paketkennungsfeld aufweist, dann erkennt die Aktualisierungsschaltung 11 es als Steuerpaket und leitet es zum Zentralprozessor weiter, und wenn das Paket im Paketkennungsfeld eine binäre 0 enthält, dann erkennt die Schaltung 11 es als Nachrichtenpaket und greift auf eine Ausgangsleitwegtabelle 12 zu, um das logische Kanalnummernfeld des Nachrichtenpakets neu zu beschreiben. Während einer Verbindungsanforderungsphase leitet die Kopfaktualisierungsschaltung 11 das Verbindungsanforderungspaket über einen Empfangspuffer 14 und eine Busschnittstelle 15 am Datenbus 5 zum Zentralprozessor 1 weiter, um zu veranlassen, daß dieser die Anzahl der Übertragungswege ermittelt, die für das Quellenendgerät verfügbar sind. Die vom Zentralprozessor 1 empfangene Information, welche die Anzahl der verfügbaren Übertragungswege angibt, wird über eine Busschnittstelle 15 zu einem Sendepuffer 16 geleitet und über die Leitungsschnittstelle 10 zum Quellenendgerät gesendet, damit dieses der Reihe nach Verbindungsaufbaupakete senden kann. Diese Steuerpakete werden zum Zentralprozessor 1 gelenkt, und dort wird für jedes Verbindungsaufbaupaket ein Übertragungsweg eingerichtet, der sich wie oben beschrieben, zum gleichen Zielendgerät erstreckt. Während der Verbindungsaufbauphase werden die vom Zentralprozessor 1 abgeleiteten Leitweginformationen einer Speichersteuerung 13 jeder Leitungssteuereinrichtung zugeführt, um die Ausgangsleitwegtabelle 12 zu aktualisieren. Nach der Herstellung der Verbindungen sendet das Zielendgerät Sendeaufforderungspakete zurück, die jeweils die Angaben zu den logischen Eingangskanalnummern der eingerichteten Leitwege am Quellenvermittlungsknoten enthalten, wodurch veranlaßt wird, daß das Quellenendgerät eine ausgewählte Nummer von den empfangenen logischen Eingangskanalnummern in die nachfolgenden Nachrichtenpakete einsetzt. Während des auf eine Verbindungsaufbauphase folgenden Zeitabschnitts werden vom Quellenendgerät Nachrichtenpakete übertragen, und die Kopfaktualisierungsschaltung 11 adressiert den Speicher 12 in Abhängigkeit von der in jedem Nachrichtenpaket enthaltenen logischen Kanalnummer. Ein typisches Beispiel für den Inhalt der Tabelle 12 ist in Fig. 7 dargestellt. Die Aktualisierungsschaltung 11 liest die OPLN-Nummer der physikalischen Ausgangsleitung und die OLCN-Nummer des logischen Ausgangskanals, schreibt eine neue logische Kanalnummer LCN in das Feld 25 jedes Nachrichtenpakets ein, dessen OLCN-Nummer des logischen Ausgangskanals aus der Tabelle 12 ausgelesen wird, setzt die OPLN-Daten in das OPLN-Feld 32 ein und sendet das aktualisierte Nachrichtenpaket an den Datenbus 5. Die Busschnittstellen 15 aller Leitungssteuereinrichtungen überwachen das OPLN-Feld aller Nachrichtenpakete, um festzustellen, ob sie an ihre eigenen Leitungssteuereinrichtungen adressiert sind. Wenn die OPLN-Daten eines Nachrichtenpakets, das über den Datenbus 5 übertragen wird, mit der physikalischen Leitungsnummer einer Leitungssteuereinrichtung übereinstimmt, dann liest die Busschnittstelle 15 der Leitungssteuereinrichtung das Paket in den Sendepuffer 16 ein und sendet es über die Leitungsschnittstelle zur Sendeleitung. Folglich wird das aktualisierte Nachrichtenpaket von der adressierten Leitungssteuereinrichtung empfangen und zu einer gewünschten Ausgangsleitung gesendet. Die Nachrichtenpakete werden auf diese Weise während der Paketvermittlungsphase ohne Unterstützung des Zentralprozessors zwischen den Leitungssteuereinrichtungen vermittelt. Die OPLN- und OLCN-Daten des Nachrichtenpakets, das an die zugeordnete Eingangsleitungssteuereinrichtung eines nachfolgenden Vermittlungsknotens gesendet wird, werden als Adressenzeiger (IPLN und ILCN) für den Zugriff auf seine Ausgangsleitwegtabelle 12 verwendet, um das OLCN- und OPLN-Feld des Pakets mit den in der Tabelle 12 enthaltenen OLCN- und OPLN-Daten zu aktualisieren. Dieser Prozeß wird so lange wiederholt, bis das Paket ein Zielendgerät erreicht.
- In der Leitungssteuereinrichtung 2 ist ein Störungsdetektor 17 enthalten. Dieser Detektor ist mit der Leitungsschnittstelle 10 verbunden, um jede Störung in Übertragungsleitungen zu erkennen, und informiert die Speichersteuereinrichtung 13 über das Auftreten einer Störung, wenn diese erkannt wird. Nach Empfang des Störungsanzeigesignals vom Detektor 17 sendet die Speichersteuereinrichtung 13 ein Störungsanzeigesignal an den Zentralprozessor 1, damit dieser die Quellentabelle 58 zu Rate ziehen kann, um ein Quellenendgerät und einen Quellenvermittlungsknoten zur Umschaltung von Übertragungswegen zu ermitteln. Wie weiter unten ausführlich beschrieben wird, wird der Übertragungsweg am Quellenendgerät oder an einem Vermittlungsknoten umgelenkt.
- Zum vollen Verständnis der vorliegenden Erfindung wird jetzt auf Fig. 6 bis 12 sowie weiterhin auf Fig. 1 Bezug genommen. Angenommen, vom Endgerät PT11 zum Endgerät PT12 ist eine Verbindung herzustellen, und es sind drei Übertragungswege verfügbar, d. h. die Übertragungswege mit den Bezeichnungen PN0, womit der Weg bezeichnet wird, der über die Vermittlungsknoten PS13, PS14 und PS16 läuft, PN1, womit der Weg bezeichnet wird, der über die Vermittlungsknoten PS13, PS15 und PS16 läuft, und PN2, womit der Weg bezeichnet wird, der über die Vermittlungsknoten PS13, PS15, PS17 und PS16 läuft. Wie in Fig. 1 dargestellt, weisen die Übertragungsleitwege, die vom Vermittlungsknoten PS13 für die Datenübermittlung zwischen den Endgeräten PT11 und PT12 ausgehen, physikalische Leitungen auf, die mit den physikalischen Leitungsnummern PLN0, PLN1 und PLN2 bezeichnet werden und zu den Vermittlungsknoten PS14, PS15 bzw. zum Quellenendgerät PT11 führen, und die mit dem Vermittlungsknoten PS15 verbundenen physikalischen Leitungen werden mit PLN0, PLN1 bzw. PLN2 bezeichnet und erstrecken sich zu den Vermittlungsknoten PS16, PS13 bzw. PS17. Wenn vom Endgerät PT11 ein Verbindungsanforderungspaket zum Vermittlungsknoten PS13 gesendet wird, passiert es die Steuereinrichtung 2 der Leitung #2, Fig. 1, die zusammen mit dem Endgerät PT11 dem Zentralprozessor 1 zugeordnet ist. Die CPU 50 des Zentralprozessors liest die Quellen- und Zieladressendaten aus dem Verbindungsanforderungspaket und sucht Leitweginformationen in der Wegtabelle 57. Fig. 6 veranschaulicht den Inhalt der Wegtabelle 57. Wie in der obersten Zeile von Tabelle 57 angedeutet, ist für das Zielendgerät PT12 bezüglich des Quellenendgeräts PT11 ein Satz von Übertragungswegen gespeichert. Die CPU 50 teilt die Anzahl der verfügbaren Übertragungswege (in diesem Falle drei) über die Leitungssteuereinrichtung #2 dem Quellenendgerät PT11 mit, damit dieses nacheinander drei Verbindungsaufbaupakete absenden kann. Das erste Verbindungsaufbaupaket vom Endgerät PT11 wird dem Zentralprozessor 1 zugeleitet, wo die CPU 50 im Speicher 55 die Nummern der logischen Eingangs- und Ausgangskanäle ILCN und OLCN sowie die Nummer OPLN einer physikalischen Ausgangsleitung ermittelt und diese Leitweginformationen zur Speichersteuerung 13 der Leitungssteuereinrichtung #2 zurücksendet, damit diese die Ausgangsleitwegtabelle 12 aktualisiert. Gleichzeitig aktualisiert die Steuerpaketkopf-Aktualisierungsschaltung 51 des Zentralprozessors die OPLN- und ILCN-Felder des Verbindungsaufbaupakets mit den gerade ermittelten Informationen und sendet das Paket an eine Ausgangsleitungssteuereinrichtung, welche durch die Nummer der physikalischen Ausgangsleitung spezifiziert wird. Der gleiche Prozeß wird in den nachfolgenden Vermittlungsknoten auf einem Übertragungsweg wiederholt, während sich das erste Verbindungsaufbaupaket durch das Netz ausbreitet, so daß auf dem Übertragungsweg PN0 über die Vermittlungsknoten PS13, PS14 und PS16 eine virtuelle Leitung eingerichtet wird.
- Es ist jedoch zu beachten, daß die am Quellenvermittlungsknoten PS13 erhaltenen OPLN- und ILCN-Informationen im Verbindungsaufbaupaket verbleiben, bis sie vom Zielendgerät PT12 empfangen werden, wo sie auf ein Sendeaufforderungspaket übertragen werden, das bei Herstellung einer Verbindung vom Zielendgerät zum Quellenendgerät PT11 gesendet wird. In ähnlicher Weise wird ein zweites Verbindungsaufbaupaket von den Vermittlungsknoten PS13, PS15 und PS16 verarbeitet, um eine virtuelle Leitung auf dem Übertragungsweg PN1 einzurichten, und ein drittes Verbindungsaufbaupaket wird von den Vermittlungsknoten PS13, PS15, PS17 und PS16 verarbeitet, um eine virtuelle Leitung auf dem Übertragungsweg PN2 einzurichten. Nach der Einrichtung dieser virtuellen Leitungen sieht die Ausgangsleitwegtabelle 12 des Vermittlungsknotens PS13 so aus, wie in Fig. 7 angedeutet. Da die Übertragungsleitung zwischen dem Vermittlungsknoten PT13 und dem Endgerät PT11 durch die Nummer 2 bezeichnet wird (Fig. 3), erscheint in der Nummernspalte der physikalischen Ausgangsleitungen (IPLN-Spalte) der Ausgangsleitwegtabelle 12 eine Ziffer "2" für das Endgerät PT11. Es wird angenommen, daß die Nummern der logischen Eingangskanäle (ILCN-Nummern) 0, 1, 2 und die Nummern der logischen Ausgangskanäle (OLCN-Nummern) 0, 1, 2 dem in der ersten, zweiten bzw. dritten Zeile der Tabelle angegebenen ersten, zweiten bzw. dritten Verbindungsaufbaupaket zugeordnet werden. Diese Pakete erhalten die Nummern der physikalischen Ausgangsleitungen (OPLN-Nummern) 0, 1 bzw. 1. Dies bedeutet, daß die OPLN-Nummer=0 der physikalischen Ausgangsleitung des Vermittlungsknotens PS13 (Fig. 1) ausschließlich für Nachrichtenpakete verwendet wird, welche die Nummer 0 des logischen Eingangskanals haben, und daß die OPLN-Nummer=1 der physikalischen Ausgangsleitung als gemeinsamer Übertragungsweg für Nachrichtenpakete mit den Nummern 1 und 2 der logischen Eingangskanäle verwendet wird. Nachdem das Zielendgerät PT12 alle Verbindungsaufbaupakete empfangen hat, ermittelt es aus den ILCN- und OPLN-Feldern jedes Verbindungsaufbaupakets die Nummer des logischen Eingangskanals und die Nummer der physikalischen Ausgangsleitung und sendet nacheinander Sendeaufforderungspakete, die dem ersten, zweiten bzw. dem dritten Verbindungsaufbaupaket entsprechen, an das Quellenendgerät PT11 zurück.
- Nach Empfang der Sendeaufforderungspakete vom Zielendgerät PT12 ermittelt das Quellenendgerät PT11 die Nummern der logischen Eingangskanäle und die Nummern der physikalischen Ausgangsleitungen aus den empfangenen Sendeaufforderungspaketen und speichert sie in einer Wegauswahltabelle 40, wie in Fig. 8 dargestellt. Die Wegauswahltabelle 40 weist Besetzt/Frei-Anzeiger auf. Eine binäre "1" in der Besetzt/Frei- Spalte zeigt an, daß der entsprechende Weg für die Übertragung von Nachrichtenpaketen besetzt ist, und eine binäre "0" in dieser Spalte zeigt freie Wege an. In diesem Beispiel bevorzugt das Quellenendgerät PT11 bei seiner Auswahl den Übertragungsweg PN0 gegenüber anderen virtuellen Leitungen, und daher wird in die oberste Zeile der Tabelle eine binäre "1" eingeschrieben. Wenn der Übertragungsweg PN0 ausgefallen ist, wird die binäre "1" in der Besetzt/Frei-Spalte der Tabelle 40 in die zweite Zeile verschoben, damit nachfolgende Nachrichtenpakete auf eine später zu beschreibende Weise über den Übertragungsweg PN1 gesendet werden können. Ebenso wird, wenn die Übertragungsleitungen PN0 und PN1 ausgefallen sind, die binäre "1" zur dritten Zeile verschoben, damit nachfolgende Pakete über den Übertragungsweg PN2 gesendet werden können.
- Bei der Übertragung eines Nachrichtenpakets schreibt das Quellenendgerät PT11 die Nummer des logischen Eingangskanals (ILCN=0) in das LCN-Feld des Pakets ein und sendet sie zum Vermittlungsknoten PS13. Die Kopfaktualisierungsschaltung 11 der Leitungssteuereinrichtung #2 ermittelt die Ausgangsleitweginformationen aus der Ausgangsleitwegtabelle 12, indem sie darauf mit dem LCN-Feld des Nachrichtenpakets und der IPLN-Information zugreift, die in diesem Fall die Nummer 2 ist, aktualisiert das LCN-Feld mit den aus der Tabelle 12 ausgelesenen OLCN-Daten, fügt an das Feld die OPLN-Daten an, die in den aus der Tabelle ausgelesenen Leitweginformationen enthalten sind, und übergibt das Feld an die Leitungssteuereinrichtung #0, die durch das Nummernfeld der physikalischen Ausgangsleitung (OPLN-Feld) des Nachrichtenpakets adressiert wird. Das Nachrichtenpaket wird daher zu dem Zwischenvermittlungsknoten PS14 gesendet, wo es in ähnlicher Weise verarbeitet und zum Zielvermittlungsknoten PS16 gesendet wird. Auf diese Weise folgen die Nachrichtenpakete dem durch das erste Verbindungsaufbaupaket eingerichteten Weg, und diese- Übertragungsart geht so lange weiter, bis im Übertragungsweg PN0 eine Störung auftritt.
- Wenn auf dem Übertragungsweg PN0 zwischen den Vermittlungsknoten PS13 und PS14 eine Störung aufgetreten ist und vom Störungsdetektor 17 der Leitungssteuereinrichtung #0 des Vermittlungsknotens PS13 erkannt wird, dann teilt die Speichersteuereinrichtung 13 dieser Leitungssteuereinrichtung diese Tatsache dem Zentralprozessor 1 mit. Der Zentralprozessor 1 greift auf die in Fig. 9 dargestellte Quellentabelle 58 zu, da eine Funktion der Nummer der physikalischen Ausgangsleitung darin besteht, das Quellenendgerät und die Nummer des logischen Eingangskanals der ausgefallenen Verbindung zu identifizieren. Wie in Fig. 9 dargestellt, speichert die Quellentabelle 58 Quellenendgerätadressen und Nummern logischer Eingangskanäle in Speicherzellen, die in Abhängigkeit von OPLN- Nummern physikalischer Ausgangsleitungen adressierbar sind. Da bekannt ist, daß es sich um das Quellenendgerät PT11 und die logische Kanalnummer 0 handelt, sendet der Zentralprozessor 1 jetzt ein Störungsanzeigepaket an das Quellenendgerät PT11, um dieses in die Lage zu versetzen, das Besetzt/Frei-Zustandsbit in die zweite Zeile der in Fig. 8 gezeigten Wegauswahltabelle 40 zu verschieben, so daß das Nummernfeld des logischen Eingangskanals nachfolgender Nachrichtenpakete mit ILCN=1 aktualisiert wird, wodurch der Übertragungsleitweg von der virtuellen Leitung PN0 zur virtuellen Leitung PN1 umgeschaltet wird.
- In einem modifizierten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die Umleitungsoperation durch Umschreiben der Ausgangsleitwegtabelle an einem Vermittlungsknoten anstatt durch Umschreiben der Wegauswahltabelle 40 am Quellenendgerät bewerkstelligt. Angenommen, der erste Prioritätsleitweg, der zunächst gegenüber anderen virtuellen Leitungen bevorzugt wird, ist die virtuelle Leitung PN1, und der Leitweg mit der nächstniedrigeren Priorität liegt auf dem Weg PN2. Zu Beschreibungszwecken bezeichnet der Vermittlungsknoten 15 seine Übertragungsleitungen zu den Knoten PS16, PS13 bzw. PS17 mit #0, #1 bzw. #2, so daß im Vermittlungsknoten PS15 die Ausgangsleitwegtabelle 12 der Eingangsleitungssteuereinrichtung 2, die mit der Leitungssteuereinrichtung #1 des Vermittlungsknotens PS13 verbunden ist (Fig. 3), und die Quellentabelle 58 des Zentralprozessors von PS15 so geschrieben werden, wie in Fig. 10 bzw. 11 dargestellt ist. Wenn auf dem Prioritätsweg PN1 zwischen den Vermittlungsknoten PS15 und PS16 eine Störung auftritt und vom Knoten PS15 erkannt wird, identifiziert dessen Zentralprozessor das Quellenendgerät PT11 aus der in Fig. 11 dargestellten Tabelle 58 und gibt den Befehl an die Speichersteuereinrichtung 13 der Eingangsleitungssteuereinrichtung von PS15, die Kanalnummern der logischen Eingangskanäle zwischen der ersten und der zweiten Zeile der Ausgangsleitwegtabelle auszutauschen, wie bei 12' in Fig. 10 dargestellt. Die erneuerte Ausgangsleitwegtabelle 12 wird von nachfolgenden Nachrichtenpaketen verwendet, welche die Nummer ihres logischen Ausgangskanals in der zweiten Zeile der Tabelle 12 finden, so daß sie den Vermittlungsknoten PS17 erreichen, womit der Leitweg von der virtuellen Leitung PN1 zur virtuellen Leitung PN2 umgeschaltet wird (s. Fig. 1). Wenn in den virtuellen Leitungen PN1 und PN2 gleichzeitig Störungen aufgetreten sind, eine an einer Stelle zwischen den Vermittlungsknoten PS15 und PS16 und die andere an einer Stelle zwischen den Vermittlungsknoten PS15 und PS17, dann greift der Zentralprozessor von PS15 auf die Quellentabelle 58 zu, um als Funktion von der Nummer der physikalischen Ausgangsleitung, OPLN=0, das Quellenendgerät PT11 und den Quellenvermittlungsknoten PS13 zu ermitteln, und sendet an diesen ein Störungsanzeigepaket. Nach Empfang dieses Pakets sendet die Speichersteuereinrichtung 13 der Leitungssteuereinrichtung #1 im Vermittlungsknoten PS13 ein Signal an ihren Zentralprozessor, um zu veranlassen, daß in der Ausgangsleitwegtabelle 12 der Speichersteuereinrichtung #2 die Nummern der logischen Eingangskanäle zwischen der ersten und zweiten Zeile ausgetauscht werden, wodurch nachfolgende Nachrichtenpakete von PS13 den Übertragungsweg PN0 nehmen, der sich über die Leitungssteuereinrichtung #0 zum Vermittlungsknoten PS14 erstreckt.
- Wenn die Umleitungsoperation in einem Zwischenknoten erfolgt, wie z. B. in PS15, dann würde die Nummer nur eines logischen Kanals für den Vermittlungsknoten PS15 ausreichen, und das gleiche gilt für den Vermittlungsknoten PS13. Fig. 12 veranschaulicht ein Numerierungsschema für die logischen Kanäle, bei dem den Eingangsleitungen der Vermittlungsknoten PS13 und PS15 nur eine Nummer eines logischen Kanals zugeordnet wird. In diesem Ausführungsbeispiel werden der logische Kanal zwischen dem Quellenendgerät PT11 und dem Schnittstellenvermittlungsknoten PS13 mit LCN0 und der logische Kanal zwischen den Vermittlungsknoten PS13 und PS15 mit LCN1 bezeichnet. Fig. 13 veranschaulicht den Inhalt der Ausgangsleitwegtabelle 12 im Vermittlungsknoten PS15, der im modifizierten Ausführungsbeispiel an der Kommunikation zwischen den Endgeräten PT11 und PT12 beteiligt ist. Tabelle 12 enthält eine Besetzt/Frei-Zustandsspalte, in der zur Spezifikation des logischen Kanals, der gerade für die Übertragung von Nachrichtenpaketen benutzt wird, eine binäre "1" und zur Anzeige freier logischer Kanäle eine binäre "0" gespeichert wird. Wenn zwischen den Vermittlungsknoten PS15 und PS16 eine Störung auftritt, dann wird die binäre "1" in der Besetzt/Frei-Spalte der Tabelle 12 bei PS15 aus der obersten Zeile in die zweite Zeile verschoben, um den Übertragungsleitweg zum Vermittlungsknoten PS17 umzuschalten. Die Ausgangsleitwegtabelle 12, die bei der Kommunikation zwischen den Endgeräten PT11 und PT12 im Vermittlungsknoten PS13 in Anspruch genommen wird, wird in ähnlicher Weise modifiziert, so daß sie die Besetzt/Frei-Zustandsspalte aufweist, um ihre binäre "1" umzuschalten, wenn in beiden Übertragungsleitwegen von PS15 nach PS16 und nach PS17 Störungen auftreten, damit der Vermittlungsknoten PS13 seinen logischen Ausgangskanal zum Vermittlungsknoten PS14 umschalten kann.
- Wenn Verbindungen auszulösen sind, wird vom Quellenendgerät ein Verbindungsauslösepaket gesendet, um alle Leitweginformationen zu löschen, die in den Ausgangsleitwegtabellen 12 und den Eingangsleitwegtabellen 58 der an den Übertragungswegen PN0, PN1 und PN2 beteiligten Vermittlungsknoten gespeichert sind.
- Aus der vorstehenden Beschreibung ist erkennbar, daß jedesmal, wenn in einem Übertragungsweg eine Störung auftritt, Nachrichtenpakete schnell über einen störungsfreien Weg umgeleitet werden können. Da die Übertragungswege mit aufgebauten Verbindungen für andere Pakete auf Time-sharing-Basis verfügbar sind, bewirkt die Einrichtung mehrfacher Übertragungswege für jede Verbindung keine Verschlechterung der Blockierungswahrscheinlichkeit des Netzes. Da außerdem vom Zentralprozessor für Verbindungsaufbau- und Verbindungsauslöseprozeduren Steuerpakete abgearbeitet werden und Nachrichtenpakete über Leitungssteuereinrichtungen ohne Unterstützung zum Zentralprozessor übermittelt werden, kann die Umschaltung zwischen den eingerichteten Übertragungswegen mit einer beträchtlichen Geschwindigkeit ausgeführt werden.
- In der vorstehenden Beschreibung sind nur bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Für den Fachmann sind verschiedene Modifikationen offensichtlich, ohne dabei vom Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, der nur durch die beigefügten Patentansprüche begrenzt wird. Die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele sind daher nur von erläuternder, nicht von einschränkender Natur.
Claims (11)
1. Paketvermitteltes Fernmeldenetz mit einer Vielzahl
von Nutzerendgeräten (PT), von denen jedes als Antwort auf eine
Verbindungsanforderung vor der sequentiellen Übertragung von
Nachrichtenpaketen sequentiell Steuerpakete übertragen kann,
die jeweils Quellen- und Zieladresseninformationen enthalten,
und mit einer Vielzahl von Vermittlungsknoten (PS), von denen
jeder mit einem oder mehreren der Nutzerendgeräte (PT) verbunden
ist, wobei die Vermittlungsknoten (PS) durch
Übertragungsleitungen (3) miteinander verbunden sind, wobei jeder der
Vermittlungsknoten eine Kanalaufbaueinrichtung (1, 2)
aufweist, die als Antwort auf die Steuerpakete über die
Übertragungsleitungen (3) erste und zweite logische Kanäle von einem
Quellen-Nutzerendgerät zu einem Ziel-Nutzerendgerät einrichtet
und die Ausbreitung der Nachrichtenpakete durch den ersten
logischen Kanal ermöglicht; dadurch gekennzeichnet, daß die
Kanalaufbaueinrichtung einen Störungsdetektor (17) zur
Erkennung eines anomalen Zustands in den eingerichteten logischen
Kanälen sowie Einrichtungen (50, 58; 11, 12, 13) aufweist, um
die Nachrichtenpakete zu dem zweiten logischen Kanal
umzuleiten, wenn in dem ersten logischen Kanal ein anomaler Zustand
festgestellt wird.
2. Paketvermitteltes Fernmeldenetz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kanalaufbaueinrichtung (1, 2)
aufweist:
eine zentrale Steuereinrichtung (50, 58), die
Eingangsleitweginformationen zum ersten und zum zweiten logischen
Kanal aus einem vom Quellen-Nutzerendgerät empfangenen
Steuerpaket ableiten und veranlassen soll, daß das
Quellen-Nutzerendgerät nach der Einrichtung des ersten und des zweiten
logischen Kanals die Eingangsleitweginformationen zum ersten
logischen Kanal in jedes seiner Nachrichtenpakete einschreibt, und
daß das Quellen-Nutzerendgerät nach Feststellung eines
anomalen Zustands durch den Störungsdetektor (17) jedes
Nachrichtenpaket
mit den Eingangsleitweginformationen zu dem zweiten
logischen Kanal umschreibt; und
eine Leitungssteuereinrichtung (11, 12, 13) zur
Leitweglenkung jedes Nachrichtenpakets von dem Quellen-Nutzerendgerät
entsprechend den im Nachrichtenpaket enthaltenen Eingangsleitweginformationen.
3. Paketvermitteltes Fernmeldenetz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kanalaufbaueinrichtung (1, 2)
aufweist:
eine zentrale Steuereinrichtung (50, 55, 57) zur
Ableitung von Ausgangsleitweginformationen zum ersten und zum
zweiten logischen Kanal aus einer vom Quellen-Nutzerendgerät
empfangenen Verbindungsanforderung; und
eine Leitungssteuereinrichtung (11, 12, 13) zum
Abspeichern der Ausgangsleitweginformationen zum ersten logischen
Kanal in einer Ausgangsleitwegtabelle (12) und zur
Leitweglenkung jedes Nachrichtenpakets von dem Quellen-Nutzerendgerät
über den ersten logischen Kanal entsprechend den gespeicherten
Leitweginformationen nach der Einrichtung der ersten und
zweiten logischen Kanäle, und zum Umschreiben der Tabelle (12) mit
den Ausgangsleitweginformationen zum zweiten logischen Kanal
nach Feststellung eines anomalen Zustands durch den
Störungsdetektor (17), um das Nachrichtenpaket über den zweiten
logischen Kanal umzuleiten.
4. Paketvermitteltes Fernmeldenetz nach Anspruch 2 oder
3, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Steuereinrichtung
nach Empfang einer Verbindungsanforderung von dem
Quellen-Nutzerendgerät diesem die Anzahl der einzurichtenden logischen
Kanäle mitteilt, daß das Quellen-Nutzerendgerät als Antwort
auf die Mitteilung sequentiell Steuerpakete überträgt, deren
Anzahl der mitgeteilten Anzahl der logischen Kanäle
entspricht, und daß die zentrale Steuereinrichtung als Antwort
auf jedes der sequentiell übertragenen Steuerpakete einen
logischen Kanal einrichtet.
5. Paketvermittlungssystem für ein Paketfernmeldenetz
zur Versorgung von Nutzerendgeräten, mit einem Bussystem (5,
6), einer Vielzahl von Leitungssteuereinrichtungen (2), die
jeweils mit dem Bussystem verbunden sind, wobei die Leitungs-
Steuereinrichtungen durch Übertragungsleitungen mit
benachbarten
Vermittlungsknoten verbunden sind, und einer mit dem
Bussystem verbundenen zentralen Steuereinrichtung (1), um als
Antwort auf eine Verbindungsanforderung von einem Quellen-
Nutzerendgerät im Zusammenwirken mit den
Leitungssteuereinrichtungen (2) einen logischen Kanal durch das Netz
einzurichten und über den logischen Kanal Nachrichtenpakete zu
übertragen, dadurch gekennzeichnet, daß als Antwort auf die
Verbindungsanforderung unter der Steuerung der zentralen
Steuereinrichtung (1) oder unter der Steuerung einer der
Leitungssteuereinrichtungen (2) erste und zweite logische Kanäle
eingerichtet werden, um die Nachrichtenpakete über den ersten
logischen Kanal zu übertragen, und daß eine der
Leitungssteuereinrichtungen den ersten logischen Kanal überwacht, um die
Umleitung der Nachrichtenpakete zu dem zweiten logischen Kanal zu
veranlassen, wenn in dem überwachten logischen Kanal ein
anomaler Zustand festgestellt wird.
6. Paketvermittlungssystem nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet,
daß jede der Leitungssteuereinrichtungen (2) einen
Störungsdetektor (17) zur Feststellung eines anomalen Zustands in
dem logischen Kanal aufweist;
daß die zentrale Steuereinrichtung (1) aufweist:
eine Einrichtung (50, 55, 57) zum Ableiten eines ersten
Satzes von Eingangs- und Ausgangsleitweginformationen und
eines zweiten Satzes von Eingangs- und
Ausgangsleitweginformationen aus einem Steuerpaket vom Quellen-Nutzerendgerät
mittels einer der Leitungssteuereinrichtungen (2), um erste und
zweite logische Kanäle einzurichten, um zu veranlassen, daß
das Quellen-Nutzerendgerät nach der Einrichtung der ersten und
zweiten logischen Kanäle die Eingangsleitweginformationen des
ersten Satzes in jedes seiner Nachrichtenpakete einschreibt,
und um zu veranlassen, daß nach Feststellung eines anomalen
Zustands im ersten logischen Kanal durch den Störungsdetektor
(17) das Quellen-Nutzerendgerät seine Nachrichtenpakete mit
den Eingangsleitweginformationen des zweiten Satzes
umschreibt, und
daß jede der Leitungssteuereinrichtungen (2) ferner
eine Einrichtung (13) zur Definition eines Verzeichnisses in
einer Tabelle (12), das eine Beziehung zwischen den
Eingangsleitweginformationen und den Ausgangsleitweginformationen des
ersten Satzes sowie eine Beziehung zwischen den
Eingangsleitweginformationen und den Ausgangsleitweginformationen des
zweiten Satzes herstellt, sowie eine Einrichtung (11) für den
Zugriff auf die Tabelle (12) entsprechend den im
Nachrichtenpaket vom Quellen-Nutzerendgerät enthaltenen
Eingangsleitweginformationen und zur Lenkung des Nachrichtenpakets
entsprechend den Ausgangsleitweginformationen des gleichen Satzes wie
die im Nachrichtenpaket enthaltenen
Eingangsleitweginformationen aufweist.
7. Paketvermittlungssystem nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet,
daß die zentrale Steuereinrichtung (1) aufweist:
eine Einrichtung (50, 55, 57) für die Ableitung eines
ersten Satzes von logischen und physikalischen
Ausgangsadressen und eines zweiten Satzes von logischen und
physikalischen Ausgangsadressen aus einem Steuerpaket vom Quellen-
Nutzerendgerät mittels einer der Leitungssteuereinrichtungen
(2) zur Einrichtung erster und zweiter logischer Kanäle, und
daß jede der Leitungssteuereinrichtungen (2) aufweist:
eine Tabelle (12);
eine Steuereinrichtung (13) zur Definition eines
Verzeichnisses in der Tabelle (12), das eine Beziehung zwischen
dem ersten Satz logischer und physikalischer Ausgangsadressen
und einem ersten, in einem Nachrichtenpaket vom Quellen-
Nutzerendgerät enthaltenen Satz logischer und physikalischer
Eingangsadressen sowie eine Beziehung zwischen dem zweiten
Satz logischer und physikalischer Ausgangsadressen und einem
zweiten, in dem Nachrichtenpaket enthaltenen Satz logischer
und physikalischer Eingangsadressen herstellt;
einen Störungsdetektor (17) zur Feststellung eines
anomalen Zustands in dem ersten logischen Kanal; und
eine Kopfaktualisierungseinrichtung (11), um
entsprechend den in jedem Nachrichtenpaket vom Quellen-Nutzerendgerät
enthaltenen logischen und physikalischen Eingangsadressen auf
die Tabelle (12) zuzugreifen, jedes Nachrichtenpaket vom
Quellen-Nutzerendgerät nach der Einrichtung der ersten und
zweiten logischen Kanäle mit den logischen und physikalischen
Ausgangsadressen des ersten Satzes so zu aktualisieren, daß
das Nachrichtenpaket zum ersten logischen Kanal gelenkt wird,
und um nach der Feststellung des anomalen Zustands durch den
Störungsdetektor (17) jedes der Nachrichtenpakete mit den
logischen und physikalischen Ausgangsadressen des zweiten Satzes
so zu aktualisieren, daß das Nachrichtenpaket zum zweiten
logischen Kanal gelenkt wird.
8. Paketvermittlungssystem nach Anspruch 5, 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Steuereinrichtung
nach Empfang einer Verbindungsanforderung vom
Quellen-Nutzerendgerät diesem die Anzahl der einzurichtenden logischen
Kanäle mitteilt, daß das Quellen-Nutzerendgerät als Antwort
auf die Mitteilung sequentiell Steuerpakete überträgt, deren
Anzahl der mitgeteilten Zahl der logischen Kanäle entspricht,
und daß die zentrale Steuereinrichtung als Antwort auf jedes
der sequentiell übertragenen Steuerpakete einen logischen
Kanal einrichtet.
9. Verfahren zur Übertragung von Paketen über ein
Fernmeldenetz, mit den Schritten:
sequentielle Übertragung von Steuerpaketen und
sequentielle Übertragung von Nachrichtenpaketen von einem
Quellenendgerät;
Einrichten von ersten und zweiten logischen Kanälen von
dem Quellenendgerät zu einem Zielendgerät; und
Aktivieren der Übertragung der Nachrichtenpakete von
dem Quellenendgerät über den ersten logischen Kanal;
gekennzeichnet durch
Detektion eines anomalen Zustands in den eingerichteten
logischen Kanälen; und
Umleiten der Nachrichtenpakete von dem Quellenendgerät
zum zweiten logischen Kanal, wenn der anomale Zustand im
ersten logischen Kanal festgestellt wird.
10. Verfahren zur Übertragung von Paketen über ein
Fernmeldenetz nach Anspruch 9, mit den Schritten:
Ableiten von Eingangs- und Ausgangsleitweginformationen
zu den ersten und zweiten logischen Kanälen aus Quellen- und
Zieladressen-Informationen, die in den Steuerpaketen enthalten
sind, wobei die ersten und zweiten logischen Kanäle vom
Quellenendgerät zum Zielendgerät entsprechend den abgeleiteten
Ausgangsleitweginformationen eingerichtet werden;
Erzeugung eines Nachrichtenpakets mit einem
Leitweginformationsfeld, Einschreiben der abgeleiteten
Eingangsleitweginformationen in das Leitweginformationsfeld des
Nachrichtenpakets und Senden des Pakets vom Quellenendgerät;
Umschreiben des Leitweginformationsfeldes jedes der von
dem Endgerät empfangenen Nachrichtenpakete mit den
abgeleiteten Ausgangsleitweginformationen bezüglich eines der
eingerichteten logischen Kanäle;
Veranlassen, daß die Nachrichtenpakete entsprechend den
darin enthaltenen Ausgangsleitweginformationen über den einen
eingerichteten logischen Kanal übertragen werden; und
Umschreiben des Leitweginformationsfeldes der
nachfolgenden Nachrichtenpakete mit den Eingangsleitweginformationen
zu dem anderen eingerichteten logischen Kanal, wenn in dem
paketübertragenden logischen Kanal der anomale Zustand
festgestellt wird, um dadurch zu ermöglichen, daß die nachfolgenden
Nachrichtenpakete auf den anderen eingerichteten logischen
Kanal umgeschaltet werden.
11. Verfahren zur Übertragung von Paketen über ein
Fernmeldenetz nach Anspruch 9, mit den Schritten:
Ableiten von Eingangs- und Ausgangsleitweginformationen
zu den ersten und zweiten logischen Kanälen aus Quellen- und
Zieladressen-Informationen, die in den Steuerpaketen enthalten
sind;
Einschreiben der abgeleiteten
Ausgangsleitweginformationen in einen Wegspeicher;
wobei die ersten und zweiten logischen Kanäle vom
Quellenendgerät zum Zielendgerät entsprechend den abgeleiteten
Ausgangsleitweginformationen eingerichtet werden;
Erzeugung eines Nachrichtenpakets mit einem
Leitweginformationsfeld, Einschreiben der abgeleiteten
Eingangsleitweginformationen in das Leitweginformationsfeld des
Nachrichtenpakets und Senden des Pakets vom Quellenendgerät;
Umschreiben des Leitweginformationsfeldes jedes der von
dem Endgerät empfangenen Nachrichtenpakete mit den im Speicher
abgespeicherten Ausgangsleitweginformationen bezüglich eines
der eingerichteten logischen Kanäle;
Veranlassen, daß die Nachrichtenpakete entsprechend den
darin enthaltenen Ausgangsleitweginformationen über den einen
eingerichteten logischen Kanal übertragen werden; und
Umschreiben des Speichers mit den
Ausgangsleitweginformationen zu dem anderen eingerichteten logischen Kanal,
wenn in dem paketübertragenden logischen Kanal der anomale
Zustand festgestellt wird, um dadurch zu ermöglichen, daß die
nachfolgenden Nachrichtenpakete auf den anderen eingerichteten
logischen Kanal umgeschaltet werden.
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