DE3789595T2 - Fahrzeugantenne mit verschiebbarem Strahlungsdiagramm. - Google Patents

Fahrzeugantenne mit verschiebbarem Strahlungsdiagramm.

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Description

    Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung bezieht sich auf Antennen und spezieller auf eine Antenne, die als Datenempfangsmobilantenne in einem Navigationssystem geeignet ist, das Fahrzeuggeschwindigkeitsdaten und -Richtungsdaten empfängt, um die laufende Position des Fahrzeugs anzuzeigen.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Im Stand der Technik ist ein sogenanntes "Navigationssystem" vorgeschlagen worden, in dem ein kleiner Rechner und eine kleine Anzeigeeinheit in einem Fahrzeug installiert sind. Aus einer Speichereinrichtung, die beispielsweise eine Kompaktdisc enthält, wird eine Straßenkarte ausgelesen und auf der Anzeigeeinheit dargestellt. Aus Fahrgeschwindigkeitsdaten, die von einem Fahrgeschwindigkeitssensor geliefert werden, und Richtungsdaten, die von einem Richtungssensor geliefert werden, wird die Augenblicksposition des Fahrzeugs errechnet, und gleichzeitig wird die laufende Fahrtrichtung des Fahrzeugs ermittelt. Daher wird in Übereinstimmung mit dem Rechenergebnis und dem Ergebnis der Richtungsbestimmung eine das Fahrzeug darstellende Markierung der auf der Anzeigeeinheit angezeigten Straßenkarte hinzugefügt.
  • Mit Hilfe des Navigationssystems kann die augenblickliche Fahrzeugposition und Fahrtrichtung sehr leicht visuell erkannt werden, und der Fahrer kann seinen Bestimmungsort direkt erreichen, ohne sich zu verfahren.
  • Das oben beschriebene Navigationssystem weist jedoch die nachfolgend erläuterte Schwierigkeit auf. Die dem Fahrgeschwindigkeitssensor und dem Richtungssensor innewohnenden Fehler akkumulieren sich mit der zurückgelegten Fahrtstrecke. Wenn die Fahrtstrecke daher eine vorbestimmte Größe erreicht, weicht die Fahrzeugposition, die auf der Anzeigeeinheit angezeigt wird, von der wahren Fahrzeugposition erheblich ab. Das Navigationssystem ist somit unzuverlässig und der Fahrer kann sich möglicherweise verfahren. Die vorbestimmte Fahrtstrecke, bei der die Positionsgenauigkeit verlorengeht, ist nicht immer gleich, weil sie vom Ausmaß der Fehler von Fahrgeschwindigkeitssensor und Richtungssensor eines Fahrzeugs, von Änderungen der Umgebungsbedingungen der installierten Sensoren usw. bestimmt wird.
  • Um die oben beschriebene Schwierigkeit zu beseitigen, ist ein sogenanntes "straßenseitiges Bakensystem" vorgeschlagen worden. Bei diesem System sind straßenseitige Antennen längs einer Straße in vorbestimmten Intervallen installiert, die kürzer als die Distanz sind, die die vorbeschriebenen Fehler, die sich zu vorbestimmten kritischen Werten akkumulieren, hervorrufen. Ein Signal, das Positionsdaten und Straßenrichtungsdaten enthält, wird auf einen relativ kleinen Flächenbereich von jeder der straßenseitigen Antennen abgestrahlt und von einer Mobilantenne empfangen, die an einem Fahrzeug angebracht ist, so daß sie einem Rechner zugeführt werden. Die Fahrzeugposition und die Fahrtrichtung werden dann aus dem so empfangenen Signal kalibriert.
  • In dem straßenseitigen Bakensystem erfolgt die Anzeige auf der Grundlage korrekter Positions- und Richtungsdaten, wobei Fehleransammlungen kleiner als die vorbestimmten kritischen Werte gehalten werden. Dies ermöglicht es, daß das Navigationssystem in der erwarteten Weise arbeitet. Darüber hinaus weist das straßenseitige Bakensystem den Vorteil auf, daß wenn die straßenseitigen Antennen an solchen Positionen, wie in Nachbarschaft zu Eisenbahnschienen oder Kreuzungen, wo ein großer Fehler beim Richtungssensor leicht auftreten kann, solche auf externe Faktoren zurückgehenden Fehler durch Kalibrierung wirksam beseitigt werden können.
  • Bei dem zuvor beschriebenen straßenseitigen Bakensystem strahlen die straßenseitigen Antennen Signale mit ziemlich hoher Richtwirkung ab, wobei diese Signale stets Positionsdaten und Straßenrichtungsdaten enthalten. Die Signale werden nur dann empfangen, wenn das Fahrzeug sich durch die Flächenbereiche bewegt, die von den so abgestrahlten Signalen erfaßt werden, so daß notwendige Kalibrierungen in Übereinstimmung mit den so empfangenen Signalen ausgeführt werden. Das System ist daher noch immer insofern nachteilig, daß, wenn der von den Signalen abgedeckte Flächenbereich vergrößert wird, eine Signalempfangsposition erheblich vom Ort der betreffenden straßenseitigen Antenne abweicht, was zur Folge hat, daß die Kalibrierungen nicht wirkungsvoll erreicht werden können.
  • Die Grundfunktion des straßenseitigen Bakensystems besteht darin, das Signal, das Positions- und Straßenrichtungsdaten enthält, einem mit dem Navigationssystem ausgerüsteten Fahrzeug zu übermitteln. Für einen wirkungsvolleren Einsatz des straßenseitigen Bakensystems ist es jedoch wünschenswert, der oben beschriebenen Grundfunktion die folgenden Funktionen hinzuzufügen.
  • (1) Verkehrsdaten, beispielsweise Verkehrsbehinderungen, und Straßenbaustellen und Verkehrsfrequenzen in Nachbarschaft der straßenseitigen Antenne werden dem Navigationssystem übermittelt, so daß das Fahrzeug zügig fahren kann.
  • (2) Detaillierte Kartendaten einschließlich der Anordnung von Häusern mit Bewohnernamen nahe der straßenseitigen Antenne werden hinzugefügt, so daß das Fahrzeug seinen Bestimmungsort unverzüglich erreichen kann.
  • (3) Straßenkartendaten, die einen relativ breiten Flächenbereich mit installierten straßenseitigen Antennen abdecken, werden zusätzlich dem Navigationssystem übermittelt, um dadurch die auf der Anzeigeeinheit dargestellte Straßenkarte zu erneuern, so daß das Fahrzeug glatt zu seinem entfernten Bestimmungsort geleitet wird.
  • Diese Funktionen können nicht ohne Vergrößerung des Übertragungsbandes des von der straßenseitigen Antenne abgestrahlten Signals oder Vergrößerung des von dem ausgesendeten Signal überdeckten Flächenbereichs hinzugefügt werden.
  • Wenn jedoch das Übertragungsband des von der straßenseitigen Antenne abgestrahlten Signals und die von dem Sendesignal überstrichene Fläche vergrößert werden, wird die Abweichung der Signalempfangsposition vom Ort der straßenseitigen Antenne so vergrößert, daß das ursprüngliche Ziel, nämlich die Kalibrierung der Fahrzeugposition, nicht exakt erreicht werden kann.
  • Andererseits ändern sich bei der Bewegung des Fahrzeugs die Positionen von Gebäuden oder anderen Fahrzeugen relativ zu dem betreffenden Fahrzeug, oder es sind andere Gebäudeanordnungen oder andere Fahrbedingungen für andere straßenseitige Antennen vorhanden. Dementsprechend wird, wie in Fig. 1 gezeigt, das von der straßenseitigen Antenne ausgesendete Signal von der Mobilantenne direkt empfangen, wird andererseits aber auch nach Reflexion an einem Gebäude, der Straßenoberfläche oder einem anderen Fahrzeug empfangen. Diese Signale, die sich längs unterschiedlicher Wege ausbreiten, unterscheiden sich sowohl in ihrer Amplitude als auch in ihrer Phasenlage. Die Signale überlagern sich daher phasengleich oder phasenverschieden, und das resultierende Signal unterscheidet sich in der Feldstärkeverteilung stark von dem ursprünglichen Signal, das von der straßenseitigen Antenne abgestrahlt wird, wie in Fig. 2 gezeigt. Dies nennt man Mehrwege-Fading. Als Folge davon hat die Kalibrierung der Fahrzeugposition mit dem resultierenden Signal einen unerwarteten Fehler zur Folge. Mit anderen Worten, das resultierende Signal kann an einem Ort, der von der straßenseitigen Antenne beträchtlich entfernt liegt, einen hohen Pegel haben, und die Fahrzeugposition und Fahrtrichtung werden möglicherweise am falschen Ort kalibriert, wenn der hohe Pegel ermittelt wird.
  • Diese Schwierigkeit kann durch Verwendung eines Tiefpaßfilters beseitigt werden. Das heißt, die Wirkung des Fading-Phänomens auf die Empfangssignal-Feldstärkeverteilung kann durch Verwendung des Tiefpaßfilters beseitigt werden.
  • Die Periode der Signalfeldstärkeschwankung durch das Fading-Phänomen liegt im allgemeinen in einem Bereich zwischen einigen zehn1 Hertz (Hz) und 100 Hz. Das Tiefpaßfilter sollte eine Grenzfrequenz in der Größenordnung von einigen Hertz (Hz) haben. Die Bildung eines solchen Tiefpaßfilters mit passiven Bauelementen erfordert große Induktivitäten und große Kapazitäten. Hierdurch wird es schwierig, das Tiefpaßfilter zu miniaturisieren, obgleich es in einem Fahrzeug eingebaut werden sollte. Wenn man das Tiefpaßfilter als aktives Filter ausführt, dann kann es miniaturisiert werden. Diese Verfahrensweise ist jedoch noch immer nachteilig, weil die Anzahl der Bauelemente größer ist und die Schaltung kompliziert ist, was zur Folge hat, daß die mobile Vorrichtung notwendigerweise kostspielig herzustellen ist.
  • Übersicht über die Erfindung
  • Im Hinblick auf das vorangehend ausgeführte ist es ein Ziel der Erfindung, eine Antenne anzugeben, die das leichte Hinzufügen der oben beschriebenen Funktionen zu dem straßenseitigen Bakensystem und zu der ursprünglichen Funktion des Systems mit hoher Genauigkeit gestattet.
  • Das vorgenannte Ziel der Erfindung ist durch Schaffung einer Antenne, wie in Anspruch 1 angegeben, erreicht worden.
  • Bei der erfindungsgemäßen Antenne können die beiden Antennenplatten in einer Einheit ausgebildet werden. Außerdem kann jede der Antennenplatten quadratisch oder halbkreisförmig sein. Darüber hinaus können bei der erfindungsgemäßen Antenne Signale den Einspeisepunkten einander gleichphasig oder zueinander gegenphasig zugeführt werden.
  • Die erfindungsgemäße Antenne kann als Mobilantenne verwendet werden.
  • Wenn Signale, die in vorbestimmter Phasenbeziehung gehalten sind, den Einspeisepunkten der so aufgebauten Antenne zugeführt werden, können Funkwellen empfangen werden, deren Strahlungsrichtung durch die Phasenbeziehung bestimmt wird.
  • Die Antenne arbeitet in gleicher Weise auch im Falle, daß die beiden Antennenplatten als eine Einheit ausgebildet sind.
  • Dieselbe Funktion kann nicht nur erreicht werden, wenn die Antennenplatten quadratisch sind, sondern auch wenn sie halbkreisförmig sind.
  • Wenn den Einspeisepunkten gleichphasige Signale zugeführt werden, ist die Richtwirkung der Antenne derart, daß die Hauptstrahlungsrichtung im wesentlichen senkrecht zur Kurzschlußplatte in einer Richtung senkrecht zu den Antennenplatten ist, und die Antenne ist im wesentlichen omnidirektional in einer Ebene parallel zu den Antennenplatten. Wenn den Einspeisepunkten die Signale gegenphasig zugeführt werden, dann ist die Richtwirkung derart, daß eine Strahlungskeule in einer Richtung senkrecht zu den Antennenplatten erzeugt wird.
  • Im Falle, daß die erfindungsgemäße Antenne als Mobilantenne in dem straßenseitigen Bakensystem verwendet wird, werden den Einspeisepunkten gleichphasige Signale zugeführt, so daß Signale für die Datenübertragung über einen breiten Bereich empfangen werden können. Dann werden den Einspeisepunkten zueinander gegenphasige Signale zugeführt, so daß Signale für die Positionsbestimmung nur an einem Ort empfangen werden können, an dem das Fahrzeug der straßenseitigen Antenne im wesentlichen gegenübersteht, so daß die Fahrzeugposition mit hoher Genauigkeit ermittelt werden kann.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Fig. 1 ist ein Erläuterungsdiagramm, das das Verhältnis zwischen straßenseitiger Antenne und Mobilantenne zeigt.
  • Fig. 2 ist ein Kurvendiagramm, das ein in einem üblichen straßenseitigen Bakensystem empfangenes Signal zeigt.
  • Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung eines Beispiels einer erfindungsgemäßen Antenne.
  • Fig. 4A bis 4E sind Strahlungsdiagramme der erfindungsgemäßen Antenne.
  • Fig. 5 ist eine perspektivische Darstellung eines weiteren Beispiels der erfindungsgemäßen Antenne.
  • Fig. 6 ist ein Diagramm, das ein Beispiel einer Straßenkarte zeigt, die auf einer Anzeigeeinheit des straßenseitigen Bakensystems dargestellt wird.
  • Fig. 7 ist ein Erläuterungsdiagramm für eine Beschreibung eines straßenseitigen Bakensystems.
  • Fig. 8 ist eine schematische Darstellung der am Fahrzeug montierten Antenne und des bordseitigen Navigationssystems.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben.
  • Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung eines Beispiels einer erfindungsgemäßen Antenne. Antennenplatten 3 und 4, die übereinstimmende Gestalt aufweisen, sind über eine Kurzschlußplatte 2 mit einer Grundplatte 1 derart verbunden, daß die Antennenplatten 3 und 4 sich parallel zur Grundplatte 1 und in zueinander entgegengesetzten Richtungen erstrecken. Zwischen der Grundplatte 1 und den Antennenplatten 3 und 4 sind an der Grundplatte 1 Einspeisepunkte 5 und 6 an Stellen vorgesehen, die symmetrisch bezüglich der Kurzschlußplatte 2 gelegen sind.
  • Die Gestalt jeder Antennenplatte ist quadratisch, wobei die Seiten eine Länge von im wesentlichen einem viertel der verwendeten Wellenlänge aufweisen. Der Abstand zwischen der Antennenplatte und der Grundplatte 1 ist kleiner als die Wellenlänge.
  • Die Fig. 4A bis 4C zeigen Strahlungsdiagramme der zuvor beschriebenen Antenne. Wenn einander gleichphasige Signale über die Einspeisepunkte 5 und 6 zugeführt werden, ist das Richtdiagramm so, wie aus den Fig. 4A bis 4C hervorgeht, wobei die Hauptstrahlungsrichtung im wesentlichen senkrecht zur Kurzschlußplatte 2 in einer Ebene senkrecht zu den Antennenplatten ist, und die Antenne ist im wesentlichen ungerichtet in einer Ebene parallel zu den Antennenplatten. Wenn die Signale jedoch zueinander gegenphasig zugeführt werden, dann ist das Strahlungsdiagramm so, wie in den Fig. 4D und 4E gezeigt, bei dem eine Strahlungskeule in einer Richtung senkrecht zu den Antennenplatten ausgebildet wird.
  • Die Fig. 4A und 4E zeigen
  • Feldstärkeverteilungen in einer Ebene (Ebene Y-Y in Fig. 3) parallel zur Kurzschlußplatte 2. Die Fig. 4B und 4D zeigen
  • Feldstärkeverteilungen in einer Ebene (Ebene X-X in Fig 3), die die zwei Einspeisepunkte 5 und 6 einschließt. Fig. 4C zeigt eine Feldstärkeverteilung in einer Ebene parallel zu den Antennenplatten. Die zuvor beschriebenen Feldstärkeverteilungen wurden in einem Zustand gemessen, bei dem die Antenne auf einer Metallplatte von 1 m Durchmesser angeordnet war, die das Dach eines Fahrzeugs repräsentierte.
  • Wenn, wie oben beschrieben wurde, zuerst einander gleichphasige Signale und zueinander gegenphasige Signale den Einspeisepunkten 5 und 6 zugeführt werden, ergibt sich das Richtdiagramm nach den Fig. 4A bis 4C bei den gleichphasigen Signalen und das Strahlungsdiagramm nach den Fig. 4D und 4E bei den gegenphasigen Signalen.
  • Wenn somit das Strahlungsdiagramm, das sich bei den gleichphasigen Signalen ergibt, für die Datenübertragung verwendet wird, kann der Datenübertragungsbereich vergrößert werben. Wenn jedoch das Strahlungsdiagramm, das sich bei den gegenphasigen Signalen ergibt, für die Positionsbestimmung verwendet wird, kann letztere mit hoher Genauigkeit erzielt werden.
  • Es ist vorteilhaft, die Interferenz der gleichphasigen und der gegenphasigen Signale beispielsweise durch Amplitudenmodulation der gleichphasigen Signale und Konstant-Amplitudenmodulation der gegenphasigen Signale zu minimieren.
  • Fig. 5 ist eine perspektivische Darstellung eines zweiten Beispiels der erfindungsgemäßen Antenne. Die Antenne von Fig. 5 unterscheidet sich von der nach Fig. 3 nur darin, daß halbkreisförmige Antennenplatten mit einer Kurzschlußplatte 3 derart verbunden sind, daß die so verbundenen Antennenplatten insgesamt eine kreisförmige Platte ergeben. Die Bogenlänge jeder Antennenplatte ist im wesentlichen gleich einer Wellenlänge.
  • Auch beim zweiten Antennenbeispiel ist das Strahlungsdiagramm bei gleichphasiger Einspeisung der Signale derart, daß die Hauptstrahlungsrichtung im wesentlichen senkrecht zur Kurzschlußplatte 2 in einer Ebene senkrecht zur Antennenplatte liegt, und die Antenne ist im wesentlichen ungerichtet in einer Ebene parallel zur Antennenplatte. Wenn die Signale bei dieser Ausführungsform den Einspeisepunkten zueinander gegenphasig zugeführt werden, ist das Strahlungsdiagramm derart, daß eine Strahlungskeule in einer Richtung senkrecht zu den Antennenplatten ausgebildet ist. Nun wird der Einsatz der erfindungsgemäßen Antenne als Mobilantenne 7 in dem straßenseitigen Bakensystem erläutert.
  • Fig. 6 zeigt schematisch eine auf einer Anzeigeeinheit dargestellte Straßenkarte. In dieser Darstellung wird die augenblickliche Position und Fahrtrichtung eines Fahrzeuges durch den Pfeil A angegeben. Straßenseitige Antenne P&sub1;, P&sub2;, . . . und Pn sind entsprechend ihren wirklichen Positionen angezeigt. Es Ist jedoch nicht immer nötig, die straßenseitigen Antennen in dem straßenseitigen Bakensystem anzuzeigen. Gebäude usw. (nicht dargestellt) werden als Leitelemente auf der Anzeigeeinheit angezeigt.
  • Fig. 7 ist ein Erläuterungsdiagramm für die Beschreibung des straßenseitigen Bakensystems. Eine straßenseitige Antenne 9 zum Aussenden von Positionsdaten und Straßenrichtungsdaten ist an einem vorbestimmten Ort neben einer Straße 8 installiert. Eine Mobilantenne 7 ist auf einem Fahrzeug 10 angebracht, das auf der Straße 8 fährt, um Signale zu empfangen, die von der straßenseitigen Antenne 9 ausgesendet werden. Die so empfangenen Signale werden einer Navigationsvorrichtung (nicht dargestellt) im Fahrzeug zugeführt. Die in den Fig. 3 oder 5 gezeigte Antenne wird als Mobilantenne 7 verwendet, wie oben beschrieben wurde.
  • Die straßenseitige Antenne 9 ist in ihrer Richtwirkung nicht so stark, damit sie einen relativ großen Bereich R in Fig. 7 überdeckt.
  • Fig. 8 ist ein Beispiel eines Blockschaltbilds des im Fahrzeug angebrachten Navigationssystems. Die Antenne 7 auf dem Dach des Fahrzeugs empfängt Signale von der straßenseitigen Bake, und das empfangene Signal wird über zwei Koaxialkabel 12 weitergeleitet. Eines der gesplitteten Signale wird einem Phasenschieber 13 zugeführt, der das Signal entweder so durchläßt, wie es ist, oder um 180º in der Phase verschiebt. Die zwei Signale werden an einem T-Stück 14 rekombiniert und einem an Bord befindlichen Navigator 15 mit Anzeigeeinrichtung 16 zugeführt. Der Navigator 15 steuert den Phasenschieber 13 in Abhängigkeit davon, ob die Antenne ein Strahlungsdiagramm gemäß Fig. 4A oder ein solches gemäß Fig. 4D haben soll. Andere Speisesysteme können verwendet werden, beispielsweise ein hybrides Netzwerk.
  • Fig. 1 ist eine schematische Darstellung, die das Verhältnis zwischen der straßenseitigen Antenne 9 und der Mobilantenne 7 im Detail zeigt. Die straßenseitige Antenne 9 ist auf der Spitze eines Mastes 9a nahe der Straße 8 derart montiert, daß die Antenne 9 sehr viel höher als große Fahrzeuge, wie beispielsweise Busse und Lastwagen, ist. Ein straßenseitiger Bakensender 9b liefert Signale zur straßenseitigen Antenne 9, die sowohl die Positionsdaten als auch die zusätzlichen Karten- und Verkehrsdaten enthalten. Die Mobilantenne 7, die die in den Fig. 3 oder 5 gezeigte Konstruktion hat, ist auf dem Dach des Fahrzeugs 10 montiert.
  • Die straßenseitige Antenne 9 ist in ihrer Richtwirkung nicht so hoch, wie in Fig. 1 mit B eingezeichnet ist, und sie ist auf dem Mast 9a so befestigt, daß sie Signale in alle Richtungen, einschließlich vertikal nach unten, abstrahlt.
  • Dementsprechend wird ein Teil des von der straßenseitigen Antenne abgestrahlten Signals vom Dach anderer Fahrzeuge zur Mobilantenne 7 reflektiert, wie durch das Bezugszeichen C in Fig. 1 angedeutet, oder wird von der Straßenoberfläche zur Mobilantenne 7 reflektiert, wie durch das Bezugszeichen D in Fig. 1 angedeutet. Außerdem erreicht ein Teil des so ausgesendeten Signals die Mobilantenne 7 auf direktem Wege, wie durch das Bezugszeichen E in Fig. 1 angedeutet ist. Darüber hinaus wird ein Teil des Signals von einem Gebäude 11 zur Mobilantenne 7 reflektiert, wie durch das Bezugszeichen F angedeutet ist, oder es wird von dem Gebäude 11 und einem Straßenbankett 8a zur Mobilantenne 7 reflektiert, wie durch das Bezugszeichen G angedeutet ist.
  • Mit anderen Worten das Signal E gelangt zur Mobilantenne 7 von oben, die Signale C und F gelangen im wesentlichen aus horizontalen Richtungen zur Antenne 7, und die Signale B und G erreichen die Antenne 7 von unten.
  • Die Signale C bis G werden, wie oben beschrieben wurde, von der Mobilantenne 7 empfangen. In diesem Falle ist die Mobilantenne 7 so gestaltet, daß sie ein Strahlungsdiagramm mit einer nach oben gerichteten Keule für Signale hat, die den Einspeisepunkten 5 und 6 zueinander gegenphasig zugeführt werden. Als Folge davon ist ihre Empfindlichkeit in den Senderichtungen der Signale C, D, F und G erheblich herabgesetzt. Das heißt, die Signale C, D, F und G werden der Mobilvorrichtung (nicht dargestellt) kaum zugeführt. Wegen des Strahlungsdiagramms mit der nach oben gerichteten Keule wird das Signal E von der Mobilantenne stark empfangen und wird daher der Mobilvorrichtung wirksam zugeführt.
  • Obgleich die von der straßenseitigen Antenne 9 ausgesendeten Signale auf mehreren Wegen zur Mobilantenne 7 gelangen, wird von der Antenne 7 nur das Signal E mit hoher Empfindlichkeit empfangen während die übrigen Signale C, D, F und G mit extrem niedriger Empfindlichkeit empfangen werden. Das heißt, nur das Signal E wird der Mobilvorrichtung wirksam zugeführt. Und das Signal E wird nur dann stark empfangen, wenn es im wesentlichen in Übereinstimmung mit dem die nach oben gerichtete Strahlungskeule aufweisenden Strahlungsdiagramm abgestrahlt wird (oder wenn das Fahrzeug 10 der straßenseitigen Antenne 9 im wesentlichen gegenübersteht). Wenn daher der Pegel des so empfangenen Signal E einen vorbestimmten Bezugswert überschreitet, kann daraus ermittelt werden, daß sich das Fahrzeug 10 sehr nahe zur straßenseitigen Antenne befindet.
  • Wie oben beschrieben wurde, hat die Mobilantenne 7 für Signale, die den Einspeisepunkten 5 und 6 einander gleichphasig zugeführt werden, ein Strahlungsdiagramm, bei dem die Hauptstrahlungsrichtung im wesentlichen senkrecht zu der Kurzschlußplatte in der Ebene senkrecht zu den Antennenplatten ist, und die Antenne ist im wesentlichen omnidirektional in der Ebene parallel zu den Antennenplatten, so daß die Empfindlichkeit auf die Signale C, D und G stark herabgesetzt ist und die Signale C, D und G der Mobilvorrichtung nicht zugeführt werden. Andererseits ist die Empfindlichkeit auf das Signal F relativ hoch. Das Signal F von der straßenseitigen Antenne hat jedoch einen niedrigen Pegel und hat einen relativ langen Laufweg, und daher wird das Signal F von der Mobilantenne 7 ziemlich schwach empfangen. Die Richtwirkung der Mobilantenne auf das Signal E ist beträchtlich hoch, und der Laufweg des Signals E ist relativ kurz. Das Signal E wird daher mit hoher Empfindlichkeit empfangen und der Mobilvorrichtung mit hoher Wirksamkeit zugeführt.
  • Es ist somit festzuhalten, daß von den Signalen, die über mehrere Wege zur Mobilantenne übertragen werden, nur das Signal E von der Antenne 7 mit hoher Empfindlichkeit empfangen wird und die übrigen Signale C, D, F und G mit extrem niedriger Empfindlichkeit empfangen werden. Daher wird nur das Signal E der Mobilvorrichtung zugeführt. Da die Mobilantenne in horizontalen Richtungen keine Richtwirkung hat, wird das Signal E von ihr mit hoher Empfindlichkeit empfangen, wenn sich das Fahrzeug 10 in einem vorbestimmten Bereich um die straßenseitige Antenne 9 befindet. Wenn daher der Pegel des so empfangenen Signals E den vorbestimmten Wert überschreitet, können die notwendigen Daten über einen breiten Bereich ermittelt werden.
  • Die Mobilantenne 7 empfängt somit nur das Signal E mit hoher Empfindlichkeit, das mit beachtlich hoher Intensität übertragen wird. Das heißt, die übrigen Signale werden mit Pegeln empfangen, die im wesentlichen vernachlässigt werden können. Demgemäß können mit der erfindungsgemäßen Antenne der Datenempfang und die Positionsbestimmung unter Bedingungen ausgeführt werden, bei denen Mehrwege-Fading wirksam unterdrückt und die Fehlermöglichkeit extrem herabgesetzt sind.
  • Mach Ermittlung der Fahrzeugposition in der Navigationsvorrichtung (nicht dargestellt) können die angezeigte Fahrzeugposition und Fahrtrichtung in Übereinstimmung mit den Positionsdaten und Straßenrichtungsdaten, die in dem empfangenen Signal enthalten sind, kalibriert werden, wodurch die Navigation auf der Grundlage der so kalibrierten Daten durchgeführt werden kann.
  • Obgleich die bevorzugte Ausführungsform beschrieben worden ist, ist die Erfindung darauf oder dadurch nicht beschränkt. Wenn beispielsweise das technische Konzept der Erfindung auf den Fall angewendet wird, wo, anders als beim straßenseitigen Bakensystem, es erforderlich ist, die Richtwirkung einer Empfangsantenne zu ändern, dann kann die gewünschte Richtwirkung schnell erhalten werden. Das heißt, verschiedene Veränderungen und Modifikationen können bei der Ausführungsform vorgenommen werden, ohne von der Erfindung abzuweichen.
  • Wie oben beschrieben wurde, werden bei der erfindungsgemäßen Antenne die Phasen von Signalen, die den Einspeisepunkten der beiden über die Kurzschlußplatte mit der Grundplatte gemeinsam verbundenen Antennenplatten zugeführt werden, auf vorbestimmte Werte für die Bestimmung ihres Strahlungsdiagramms eingestellt. Das gewünschte Richtdiagramm kann daher schnell durch bloßes Ändern der Phasenlagen der den Einspeisepunkten zugeführten Signale erhalten werden, ohne daß der physikalische Aufbau der Antenne verändert wird.

Claims (8)

1. Antenne, enthaltend eine Grundplatte (1) und eine Kurzschlußplatte (2), die beide elektrisch leitfähig sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin enthält: ein Paar identischer, elektrisch leitfähiger Antennenplatten (3, 4), die symmetrisch bezüglich der Kurzschlußplatte (2) und parallel zur Grundplatte (1) angeordnet und mit dieser elektrisch durch die Kurzschlußplatte (2) verbunden sind, und Signaleinspeisepunkte (5, 6), die zwischen der Grundplatte (1) und den Antennenplatten (3, 4) an Stellen angeordnet sind, die symmetrisch bezüglich der Kurzschlußplatte (2) liegen.
2. Antenne nach Anspruch 1, bei der die beiden Antennenplatten (3, 4) als eine Einheit ausgebildet sind.
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, bei der jede der Antennenplatten (3, 4) fast quadratisch ist.
4. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, bei der jede der Antennenplatten (3, 4) halbkreisförmig ist.
5. Antennensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, weiterhin enthaltend eine Einrichtung (13-15) zum verarbeiten von Signalen von den Einspeisepunkten (5, 6) gleichphasig zueinander.
6. Antennensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, weiterhin enthaltend eine Einrichtung (13) zum verschieben der Phasen von Signalen von den Einspeisepunkten (5, 6) um 180º gegeneinander, und eine Einrichtung (15) zum verarbeiten der von der genannten Phasenverschiebungseinrichtung (13) erzeugten Signale.
7. Antennensystem nach Anspruch 6, bei dem die Phasenverschiebungseinrichtung (13) selektiv die Phasen um 0º und 180º unter Steuerung durch die Verarbeitungseinrichtung (15) verschiebt.
8. Bakensystem mit mehreren straßenseitigen Baken (P&sub1;, P&sub2;, und Pn) und einem beweglichen Straßenfahrzeug (10) 1 wobei die Baken Signale an das bewegliche Straßenfahrzeug (10) aussenden, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Fahrzeug (10) eine Antenne (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche angebracht ist, die die Signale empfängt.
DE3789595T 1986-10-07 1987-10-06 Fahrzeugantenne mit verschiebbarem Strahlungsdiagramm. Expired - Fee Related DE3789595T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP61238298A JPS6392104A (ja) 1986-10-07 1986-10-07 路側ビーコン方式の車載アンテナ

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3789595D1 DE3789595D1 (de) 1994-05-19
DE3789595T2 true DE3789595T2 (de) 1994-07-28

Family

ID=17028117

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