DE3806480C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum feuchtigkeitsdichten Versiegeln von Flächen, insbesondere von Flachdächern gemäß den oberbegrifflichen Merkmalen des Patentanspruchs 1, sowie die Verwendung eines Alkydharzes gemäß Patentanspruch 7.
Bekannte Versiegelungen von Flachdächern halten den Witterungs- und Temperatureinflüssen immer noch unbefriedigend stand. Allzuschnell werden die gebräuchlichen Abdichtstoffe mit den bekannten Witterungs- und Alterungseinflüssen nicht fertig. Insbesondere trocknen die Beschichtungen mit der Zeit aus, so daß sich Risse bilden, durch die Feuchtigkeit eintritt.
Die Folge ist:
Beim sogenannten umgekehrten Dach bildet sich, zwischen der Betonkonstruktion und der sogenannten Dampfsperre, agressives Kondenswasser, das die Betonstruktur und deren Armierung aus Stahl angreift und zerstört. Aufgrund des Diffusionseffektes dringt das Kondensat weiter in die Dämmschicht und sammelt sich an der Unterseite der herkömmlichen Abdeckung, z. B. der verschweißten Deckfolie.
Das bedeutet, daß die Isolierwirkung der Dämmschicht, allein schon wegen der Durchfeuchtung mit Kondenswasser, stark gemindert wird. Später dringen durch die bekannten Beschädigungen an der Abdeckung durch Bewegungen der Betonteile infolge unterschiedlicher Wärmeausdehnung Spannungsrisse auf, durch die Niederschlagsfeuchtigkeit zusätzlich eintritt. Damit verliert die Dämmschicht ihre eigentliche Aufgabe. Ein Austrocknen der Dämmschicht ist nicht möglich, da eingedrungene Feuchtigkeit und Nässe nur zu einem unbedeutenden Prozentsatz entweichen kann. Die eingedrungene Feuchtigkeit verteilt sich vielmehr in zunehmendem Maße im Bereich des Dämmaterials und durchnäßt diese völlig.
Die bis heute üblichen Verfahren der Flachdachabdichtung sind überdies behaftet mit fehlerhafter Verarbeitung und bedürfen relativ teurer Hilfmittel, wie z. B. Folien-Schweißmaschinen und/oder Flammgerät.
Aus der DE-OS 29 20 658 ist ein Verfahren zum Aufbringen einer mehrlagigen Schutzschicht auf Betonwände und ähnliche Oberflächen bekannt, wobei zunächst eine Klebe-Anstrichmasse aufgebracht wird, in die eine elastische Kunststoff-Folie eingebettet wird. Über diese Dichtschicht wird eine Dämmschicht und eine nachfolgende Schutzschicht aufgebracht.
Bei diesen Bahn-Beschichtungen ist die Abdichtung im Naht-, Stoß- und Überlappungsbereich besonders problematisch und erfordert beim Verlegen großen Zeitaufwand. Insbesondere bei stark wechselnder Witterung und Temperatureinflüssen bilden sich, wie oben dargestellt, nach längerer Zeit Risse in der Beschichtung, durch die Feuchtigkeit eindringt.
Aus der DE-OS 23 14 750 ist ein Verfahren zur Herstellung nahtloser, homogener und porenfreier Dachbeschichtungen bekannt. Hierbei wird eine gattungsgemäße Kunstharz-Beschichtungsmasse auf der Grundlage von Polyolefinen auf die abzudichtenden Flächen aufgebracht, wobei in 5 bis 10 Gewichtsteilen zugesetzte trocknende Öle, z. B. Polybutadien-Öle an der Oberfläche durch oxydative Vernetzung nachhärten, und die Schmelzmasse unterhalb der Oberfläche plastisch bleibt.
Gegenüber den weiterhin bekannten heißflüssig zu verarbeitenden bituminösen Schmelzmassen kann diese Kunstharz-Schmelzmasse ohne Voranstrich aufgebracht werden und ist außerdem gegenüber den ebenfalls bekannten Polyurethan-Beschichtungsmassen wiederholt aufschmelzbar.
Das Auftragen der Beschichtung gemäß der DE-OS 23 14 750 erfolgt jedoch ebenso wie bei Bitumen im heißgeschmolzenen Zustand bei etwa 150 bis 240° als gieß- und/oder streichfähige Masse. Das Erhitzen der Schmelzmasse ist sehr aufwendig im Bezug auf Energieverbrauch und Arbeitszeit und erhöht sich insbesondere in der kalten oder gar frostigen Jahreszeit, in der die relativ dünn aufgetragene Schmelzmasse unmittelbar nach dem Auftragen durchkühlt.
Zudem ist die Verarbeitung der heißen Schmelzmasse für die Bauarbeiter sehr belastend und die Gefahr von Arbeitsunfällen infolge Verbrennungen sehr hoch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfacheres Arbeitsverfahren zum Versiegeln von Flächen anzugeben, das zu einer äußerst dauerhaften, absolut dichten Schichtbildung führt und auch gegenüber mechanischen Einflüssen widerstandsfähig ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch ein Verfahren zum feuchtigkeitsdichten Versiegeln von Flächen, insbesondere Flachdächern mit einem an der Oberfläche oxidativ härtenden Kunstharz, das unterhalb der Oberfläche plastisch bleibt und dadurch gekennzeichnet ist, daß als Kunstharz ein langöliges, niedrigviskoses Alkydharz auf der Basis trocknender, pflanzlicher Fettsäuren verwendet wird und dem 0,03-0,2% Trockenmittel zugesetzt werden und anschließend das Kunstharz mit einer Dicke zwischen 2 und 7 mm auf die Flächen aufgetragen wird. Dieses Arbeitsverfahren ist einfach ohne zusätzlichen Energieaufwand durchzuführen und gewährleistet eine hermetische Versiegelung der Dachflächen. Je nach aufgetragener Schichtdicke läßt sich die Konsistenz der Unterschicht von zähflüssig bis zäh beliebig einstellen und an die Anforderungen anpassen.
Bevorzugte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Beschichtungsverfahrens sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 eine Perspektivansicht eines Abschnitts eines Flachdachs im Schnitt,
Fig. 2 eine Einzelheit, die in Fig. 1 strichpunktiert umrandet ist,
Fig. 3 eine weitere Einzelheit des erfindungemäßen Flachdachs mit entsprechender Abdichtung von Durchführungen, z. B. für Antennen,
Fig. 4 eine Einzelheit über die Abdichtung einer in eine Wasserableitung einsetzbaren Tülle,
Fig. 4a die Einzelheit X, die in Fig. 4 strichpunktiert eingekreist ist und
Fig. 5a-c unterschiedliche Ansichten, teilweise im Schnitt, des beim Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendeten Strukturmaterials.
Fig. 1 zeigt einen Teil eines Flachdachs, das wie folgt aufgebaut wird:
Waagerecht oder unter einem geringen Winkel geneigt erstreckt sich eine Decke 22, vornehmlich aus Beton, zwischen vertikalen Wänden 21, die im allgemeinen ebenfalls aus Beton bestehen. Die Decke 22 kann mit Durchbrüchen versehen sein, durch die beispielsweise Antennen (Fig. 3), ein Wasserabflußrohr 10 und ein Wasserzuflußrohr 11 geführt sein können, dessen Zweck nachstehend noch näher beschrieben wird.
Alle Fugen zwischen den vertikalen Wänden 21 und der Decke 22 bzw. alle Zwischenräume der Durchführungen werden mit einem dauerelastischen Fugenfüller 2 (vgl. auch Fig. 2) auf Silikonbasis verschlossen.
Für die Versiegelung wesentlich ist das dafür verwendete Kunstharz 3, das ein mit Fettsäuren versetztes, styrolisiertes Alkydharz ist. Dieses Kunstharz ist ein langöliges, niedrigviskoses Alkydharz auf Basis trocknender pflanzlicher Fettsäuren mit einem Ölgehalt/Triglyzerid von ca. 68% und einem Anteil an Phthalsäureanhydrid von ca. 22%, einer Säurezahl 10 und einem spez. Gewicht von ca. 1,04 g/cm³. Das Harz zeigt eine positive Storch-Morawskireaktion und hat einen OH-Gehalt von ca. 1,0% bezogen auf lösungsmittelfreies Harz. Bei einer 60%igen Verdünnung mit Testbenzin beträgt die Auslaufzeit ca. 65 Sekunden aus einem DIN-Becher 4 mm bei 20° C nach DIN 53 211. Eine bevorzugte Viskosität für die erfindungsgemäßen Zwecke ergibt sich bei einer Verdünnung auf 75% mit Testbenzin.
Dieses Kunstharz wird normalerweise für Malerlacke und Rostschutzfarben verwendet, wobei größere Mengen von Trocknungsmitteln zugesetzt werden, damit die für Anstriche geforderte gute Durchtrocknung erreicht wird.
Im Gegensatz dazu soll für die Zwecke der Erfindung das Kunstharz bzw. die Kunstharzmischung derart beschaffen sein und die Dicke der Beschichtung derart gewählt werden, daß keinesfalls eine Durchtrocknung oder Durchhärtung auftritt, sondern sich an der mit Luft in Berührung kommenden Fläche eine dünne, zähe Haut mit einer Dicke in der Größenordnung von 0,1 mm bildet, unter der eine weiche bis zähe Kunstharzmasse in der Stärke von ca. 3 bis 6 mm, bevorzugt ca. 4 bis 5 mm, auch auf die Dauer erhalten bleibt. Die bedeckende Trockenschicht dient dazu, etwa darauf stehendes Wasser sicher abzuweisen und ein Schrumpfen des darunter befindlichen zähen Harzes zu verhindern. Bei einer bevorzugten Zusammensetzung werden dem lösungsmittelfreien Kunstharz 0,05 bis 0,2%, bevorzugt zwischen 0,05 bis 0,1% Trocknungsmittel und mindestens 0,3%, bevorzugt mindestens 0,5% Farbpigmente zugesetzt, wobei letztere dazu beitragen das Schrumpfen des weichen bis zähen Harzes zu verhindern. Als Trockenmittel können für diesen Zweck geeignete Metalle, insbesondere Co, Sn und Ba verwendet werden.
Vor dem Aufbringen des Kunstharzes werden alle Betonflächen 21, 22 etc. von Schmutz, losen Betonbestandteilen und Fetten befreit, wobei der Staub im gesamten Dachbereich am besten abgesaugt wird. Falls eine Restfeuchtigkeit vorhanden ist, wird diese mittels eines starken Heizlüfters im jeweiligen Auftragungsbereich verdrängt und dann die gewählte Kunstharzmischung mit einem breiten Pinsel an allen Teilen der aus den Vertikalwänden 21 bestehenden Umrandung bis zu einer Höhe von beispielsweise 30 cm intensiv und dick gestrichen oder mittels verdünntem Kunstharz, das mit Testbenzin spritzfähig eingestellt wurde, durch Spritzen bedeckt.
Auch die waagerechten Teile des Daches, also die Oberseite der Decke 22 wird etwa mit einem Borstenbesen intensiv mit Alkydharz behandelt, so daß sich eine gute Verbindung mit der Betonoberfläche ergibt, wobei das Alkydharz bis ca. 1 mm in die Betonoberfläche eindringt, so daß Poren und Lunker ausgefüllt werden und eine Kondensatbildung an der Betonoberfläche ausgeschlossen wird.
Nun wird weiteres Kunstharz 3 aufgeschüttet und verteilt, wobei bevorzugt eine beispielsweise 500 mm breite Stiel-Zahnspachtel verwendet wird, deren Zahnausbildung derart gewählt ist, daß sich die gewünschte Schichtdicke ergibt, die in der Größenordnung von 5 mm liegt. Wichtig ist dabei, daß die Ecken und Ränder von innen nach außen schräg angeschoben werden, so daß die Luft in den Ecken entweichen kann und ein Bilden von Lufteinschlüssen, in diesem als kritisch zu betrachtenden Bereich verhindert wird.
Das Auftragen des Kunstharzes 3 erfolgt zweckmäßigerweise in guter Bahnbreite des auf die aufgetragene und zerflossene Kunstharzschicht aufgelegten Dämmstoffe 4 in Form von Matten oder Platten. Diese Hauptdämmschicht soll ein möglichst geringes Stauchungsverhalten besitzen. Der Dämmstoff 4 hat bevorzugt eine Dichte in der Größenordnung von 30 bis 40 kg/cm³ und ist an der Oberseite verdichtet oder mit einer eigenen Hartschicht versehen. Zu allen vertikalen Flächen ist ein geringer Abstand beispielsweise in der Größenordnung von 5 mm einzuhalten, so daß sich an den Rändern und Durchführungen ein ununterbrochener Spalt ergibt, der bis zum Überlaufen blasenfrei mit Alkydharz aufgefüllt wird.
Wenn der Dämmstoff 4 auf die noch flüssige Kunstharzschicht aufgelegt wird, entsteht auch hier eine äußerst intensive Verbindung.
Die eigentliche und wichtigste Versiegelungsschicht wird nun dadurch hergestellt, daß auf den Dämmstoff 4 weiteres Kunstharz 13 in der vorstehend beschriebenen Zusammensetzung aufgegossen und mit der Stielzahnspachtel lückenlos verteilt wird. Diese Aufbringung zweier Schichten unterhalb und oberhalb des Dämmstoffs 4 gewährleistet, daß weder von unten Dampf aus dem Wohnraum bzw. Betriebsraum noch von oben Feuchtigkeit in den Dämmstoff 4 eindringt, so daß dieser seine Isolationswirkung auf Dauer behält.
In diese bahnweise aufgetragene Kunstharzschicht 13 wird eine Abstandshalterung für die noch aufzubringenden Schichten eingelegt, bevorzugt ein Netz 5, etwa aus Polyethylen mit einer Fadenstärke von 2 mm und einer Maschenweite von 8 mm, wobei darauf geachtet wird, daß zu den vertikalen Flächen und Durchbrüchen ein Abstand von beispielsweise 5 mm eingehalten wird und keine Überlappung des Netzes 5 auftritt. Das Netz 5 versinkt in der Kunstharzmasse 13 und wird mit weiterem Kunstharz bedeckt, so daß sich wiederum die gewünschte Schichtstärke in der Größenordnung zwischen 3 und 8 mm, bevorzugt in der Größenordnung von 5 mm ergibt.
In diesem Zusammenhang wird insbesondere auf die Fig. 2 bis 4a Bezug genommen, aus denen die Lage des Netzes 5, insbesondere auch an den Rändern und in der Nähe der Durchführungen oder dergleichen ersichtlich ist.
Die nächste Schicht besteht aus strukturierten Bodenelementen 7, beispielsweise aus Polyethylen oder Styropor in einer Höhe von 30 bis 80 mm, bevorzugt in der Größenordnung 50 mm. Eine beispielsweise strukturelle Ausbildung derartiger Bodenelemente ist aus den Fig. 5a bis c ersichtlich. Insbesondere sollen diese Bodenelemente durchgehende Öffnungen 25 aufweisen, die von einer planen Oberseite der Elemente zu Aussparungen 26 geführt sind, die von der Unterseite her in die Bodenelemente ausgespart sind. Zwischen den Ausnehmungen 26 ergeben sich somit Füße 27, die beim Auflegen auf die noch flüssige Kunstharzschicht 13 in diese eindringen und sich schließlich auf dem Netz 5 abstützen, so daß gewährleistet ist, daß zwischen der Unterseite der Füße 27 und der Oberseite der Dämmschicht 4 die abdichtende Kunstharzschicht ununterbrochen bleibt.
Zweckmäßigerweise werden die Bodenelemente 7 nun noch mit einem vorzugsweise wasserdurchlässigem und trittfesten Dämmaterial 8, etwa in der Stärke von 30 bis 50 mm abgedeckt und schließlich eine Kiesschicht 9 üblicher Art und Dicke aufgebracht.
Voranstehend wurde das grundsätzliche Verfahren zum Herstellen eines absolut dichten Flachdaches beschrieben.
Nachstehend sei noch auf einige Einzelheiten eingegangen, die sich auf die Abdichtung der Ecken, Kanten, Ränder und Durchführungen beziehen, wobei insbesondere auf die Fig. 2, 3 und 4 Bezug genommen wird, die diese kritischen Stellen in näheren Einzelheiten zeigen.
So ist aus Fig. 2 ein Abstandshalter 16 mit Füßchen 6 ersichtlich, der vor dem Aufbringen der Bodenelemente 7 ringsum eingesetzt wird und eine Spalt von z. B. 5 mm bildet, der mit Kunstharzmasse aufgefüllt wird, wobei die unteren Kanten der Abstandshalter 16 in die Kunstharzschicht 13 eingebettet sind und die Übergänge intensiv mit Kunstharz verstrichen werden. Die Abstandshalter 16 werden soweit mit Kunstharz aufgefüllt, daß sich nach oben hin eine Hohlkehle ergibt, die in den Grundierungsanstrich der Vertikalwand 21 übergeht, so daß ein Eindringen von Wasser absolut verhindert wird.
Ähnliches gilt gemäß Fig. 3 für Durchführungen 11, um die rohrförmige Abstandshalter 26 gelegt sind, die beispielsweise an der Decke 22 im Rahmen der Aufbringung der ersten Kunstharzschicht 3 verschraubt werden. Da zwischen dem Außenmantel dieser Abstandshalter 26 und der Dämmschicht 4 ein gewisser Abstand gelassen wurde, läßt sich dieser mit Kunstharz auffüllen, so daß die äußere Abdichtung gewährleistet ist, während in einem späteren Stadium weiteres Kunstharz 23 zwischen Durchführung 11 und Abstandshalter 26 eingefüllt und nach oben hin wiederum mit einer Hohlkehle versehen wird.
Fig. 3 links, zeigt eine alternative Ausführungsform mit einem Abstandshalter 36, der mit einem Flansch 37 versehen ist, der vor dem Aufbringen der zweiten Kunstharzschicht 13 auf den Dämmstoff 4 aufgesetzt wird.
Aus Fig. 1 und den Fig. 4 und 4a ist das Einsetzen einer Tülle 46 in das Wasserabflußrohr 10 ersichtlich.
Der Zweck dieser Anordnung ist der, daß zunächst das Abflußrohr 10 in die Betondecke 22 eingesetzt und mit Fugenfüller 2 festgelegt wird. Die Muffe 47 ist dabei derart angeordnet, daß ihr oberer Rand geringfügig unterhalb der Oberfläche der ersten Kunstharzschicht 3 nach deren Aufbringen liegt, so daß etwaige Niederschläge abfließen können.
Vor dem Aufbringen der zweiten Kunstharzschicht 13 wird dann die Tülle 46 eingesetzt (vgl. auch Fig. 4) und mit Kunstharz 43 vergossen. Hierbei kann die Höhe der Oberkante so gewählt sein, daß sie in der Ebene des Netzes 5 liegt (vgl. Fig. 4a), wobei nachträglich in die Tülle 46 ein Stutzen 48 gewünschter Höhe einsetzbar ist, der gegenüber der Tülle 46 mittels Dichtungen 49 abgedichtet ist, wie auch die Tülle 46 über eine Dichtung in das Abflußrohr eingesetzt wird.
Es sei bemerkt, daß das Wasserabflußrohr auch einstückig durchgehend bis zur Höhe des Stutzens 48 geführt sein kann.
Der Sinn des über die Oberfläche der Kunstharzschicht 13 überstehenden Stutzens 48 besteht darin, die von oben durch den Dämmstoff 8 und die Bodenelemente 7 durchgelassene Flüssigkeit bis zu einem gewissen Pegel stehen zu lassen, was einerseits einer Isolierung dient, zum anderen aber bei Weglassen der Dämmschicht 8 und der Kiesschicht 9 eine Feuchtigkeit zur Begrünung zuläßt. Zusätzlich besteht dann auch die Möglichkeit über das Wasserzuflußrohr 11 Wasser zuzuführen und zwar als Brandschutz, zur Kühlung oder als Wasserspeicherung für eine Begrünung. Die Wasserzuführung könnte automatisch geregelt werden durch einen Signalgeber, der an der Oberkante des Wasserabflusses 10 angebracht ist, etwa einem Thermostaten, der erst bei Abfall auf eine bestimmte Temperatur den Wasserzufluß sperrt.
Es sei darauf hingewiesen, daß nicht nur Flachdächer sondern auch andere Bau-, insbesondere Beton- und/oder Stahlkonstruktionen mit dem erfindungsgemäßen Beschichtungsverfahren dauerhaft versiegelt werden können.

Claims (7)

1. Verfahren zum feuchtigkeitsdichten Versiegeln von Flächen, insbesondere Flachdächern, mit einem an der Oberfläche oxidativ härtenden Kunstharz, das unterhalb der Oberfläche plastisch bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunstharz ein langöliges, niedrigviskoses und lösungsmittelfreies Alkydharz auf der Basis trocknender, pflanzlicher Fettsäuren verwendet wird, dem 0,03 bis 0,2% Trockenmittel zugesetzt werden und anschließend das Kunstharz mit einer Dicke zwischen 2 und 7 mm auf die Flächen aufgetragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunstharz mit einer Dicke von 4 bis 6 mm aufgetragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach Auftragen einer ersten Kunstharz-Schicht in diese eine Dämmschicht eingebettet wird und dann eine weitere Kunstharz-Schicht auf die Dämmschicht aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die weitere Kunstharzschicht ein Abstandshalter eingebettet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Abstandshalter ein Netz verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die weitere Kunstharzschicht Strukturelemente und/oder Abdeckplatten aufgelegt werden.
7. Verwendung eines an der Oberfläche oxidativ aushärtenden und unterhalb der Oberfläche plastisch bleibenden, langöligen, niedrigviskosen und lösungsmittelfreien Alkydharzes auf der Basis trocknender, pflanzlicher Fettsäuren mit einem Trockenmittelanteil von 0,03 bis 0,2% zum feuchtigkeitsdichten Versiegeln von Flachdächern.
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