DE380656C - Verfahren zur Bindung schaedlicher Gasreste in elektrischen Gluehlampen durch chemische Verbindungen, die durch Erhitzung in Trockenmittel umgewandelt werden - Google Patents
Verfahren zur Bindung schaedlicher Gasreste in elektrischen Gluehlampen durch chemische Verbindungen, die durch Erhitzung in Trockenmittel umgewandelt werdenInfo
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Description
- Verfahren zur Bindung schädlicher Gasreste in elektrischen Glühlampen durch chemische Verbindungen, die durch Erhitzung in Trockenmittel umgewandelt werden. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Bindung- schädlicher Gasreste in elektrischen Glühlampen durch Einbringung chemischer Verbindungen, die durch Erhitzung in Trockenmittel umgewandelt werden.
- Es ist bekannt, daß schon geringe Mengen Wasserdampf in elektrischen Glühlampen einen nachteiligen Einfluß auf die Lebensdauer der Lampen haben. Dies gilt sowohl für Lampen mit Gasfüllung wie für Vakuumlampen.
- Zwecks Entfernung des Wasserdampfes und anderer schädlicher Gasreste hat man die Lampen bei der Herstellung und während des Evakuierens erhitzt und hat man Trockenmittel in die Glühlampen eingeführt.
- Auch ist bereits vorgeschlagen worden, Metallverbindungen in die Lampe einzubringen, die erst beim Erhitzen der Glühlampe während der Herstellung durch chemische Zersetzung in Trockenmittel umgewandelt werden, wobei als besonders geeignete Verbindung Bariumazid genannt wurde. Bei diesem Verfahren wurden die Lampen in üblicher Weise während des Auspuinpens erhitzt, indem im Fall der Verwendung von Bariumazid sauerstoffhaltige Gase in die Lampe eingelassen werden konnten zwecks Bildung von Bariumoxyd. Ferner wurde vorgeschlagen, die Zersetzung des Bariumazids von Anfang an in Anwesenheit von Luft .vor sich gehen zu lassen. Als Vorteil ,dieses Verfahrens wurde angegeben, daß die Glühlampe auch nach ihrer Fertigstellung noch mit einem Trockenmittel versehen war.
- Gemäß der Erfindung werden ebenfalls Verbindungen in die Glühlampe eingeführt, welche durch Zersetzung in Trockenmittel übergehen, doch die zur Zersetzung erforderliche Erhitzung geschieht erst nach dem Evakuieren der Lampe. Vorzugsweise findet diese Erhitzung nach dem Abschmelzen der Lampe von der Pumpe statt.
- Als Beispiel einer Verbindung,. «-elche durch Erhitzung in ein Trockenmittel umgewandelt werden kann, wird Phosphorsuboxy d (P,0) genannt, welches selbst als Trockenmittel unverwendbar ist, jedoch bei Erhitzung auf etwa 25o° C in Phosphor und Phosphorpentoxyd zersetzt wird.
- Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wird die Herstellung der Lampen erheblich erleichtert. Bei dem Auspumpen der Lampen, welche die noch nicht zersetzte Verbindung enthalten, brauchen diese nämlich nicht erhitzt zu «-erden; es kann im Gegenteil bei "Zimmertemperatur gepumpt «-erden, während bei den bekannten Verfahren die Lampe beim Auspumpen auf eine ziemlich hohe Temperatur gebracht werden und diese Temperatur aufrechterhalten werden mußte, bis alle schädlichen Gase verschwunden «-aren.
- ach dein Auspumpen und nachdem die Campen von der Pumpe abgeschmolzen sind, werden die Lampen erhitzt, um die Zersetzung der wirksamen Verbindung stattfinden zu lassen; doch diese Erhitzung kann viel einfacher stattfinden als in den sonst üblichen rvakuierkappen, welche beim Verfahren geinäß der Erfindung ganz fortfallen. Auch besteht die Möglichkeit, die Zersetzung der eingebrachten Verbindung zugleich mit der Erhitzung, «-elche zum Aufkitten des Lampensockels auf der Birne notwendig ist, auszuführen. Eine Erhitzungsdauer von wenigen Minuten ist im allgemeinen genügend.
- Auch (las Auspumpen der Lampen kann bei dein erfindungsgemäßen Verfahren sehr rasch stattfinden, weil ein hohes Vakuum nicht notwendig ist. Schädliche Gasreste (Wasserdampf usw.) werden nämlich durch das bei (ler späteren Erhitzung gebildete Trockenmittel gebunden.
- Das Verfahren, nach dem Evakuieren trockenen Sauerstoff in die Lampe einzuführen, ist eine Komplikation, welche nach der Erfindung vollständig vermieden wird.
- Auch behält das Trockenmittel bei dein neuen Verfahren seine volle hygroskopische Wirkung in der bereits ausgepumpten Lampe, während bei dem älteren Verfahren das Trockenmittel einen Teil dieser günstigen Wirkung bereits während des Auspumpens verliert.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Bindung schädlicher Gasreste in elektrischen Glühlampen durch chemische Verbindungen, die durch Erhitzung in Trockenmittel umgewandelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zersetzung der eingebrachten Verbindungen durch Erhitzung erst nach (lein Evakuieren iler Lampe erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL380656X | 1919-11-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE380656C true DE380656C (de) | 1923-09-08 |
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ID=19785647
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN19374D Expired DE380656C (de) | 1919-11-21 | 1920-11-17 | Verfahren zur Bindung schaedlicher Gasreste in elektrischen Gluehlampen durch chemische Verbindungen, die durch Erhitzung in Trockenmittel umgewandelt werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE380656C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0271483A3 (en) * | 1986-12-12 | 1989-03-15 | Jos. Heiser Vorm. J. Winter's Sohn Gesellschaft M.B.H. | Process and device for protecting the inner walls of gas bottles against corrosion |
-
1920
- 1920-11-17 DE DEN19374D patent/DE380656C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0271483A3 (en) * | 1986-12-12 | 1989-03-15 | Jos. Heiser Vorm. J. Winter's Sohn Gesellschaft M.B.H. | Process and device for protecting the inner walls of gas bottles against corrosion |
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