DE3809752C2 - - Google Patents
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- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
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- G08B13/22—Electrical actuation
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Überwachung von
Ausstellungsvitrinen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
In Ausstellungsvitrinen werden häufig auch wertvolle und teuere Gegenstände
gezeigt. Zum Schutz der Gegenstände können Überwachungs- und
Alarmvorrichtungen eingesetzt werden, die beim unberechtigten Öffnen der
Glasvitrinen einen optischen und/oder akustischen Alarm auslösen.
Eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist beispielsweise
der DE 30 43 812 A1 entnehmbar.
Bekannt ist außerdem eine Einbruch-Warnanlage für Kraftfahrzeuge, die ein bei
Betätigung eines Schalters angestoßenes Zeitglied enthält, während dessen
Ansprechzeit die Warnanlage unscharf ist (Funkschau 1977, Heft 13,
S. 91 bis 94).
Bekannt sind auch Glasbruchmelder mit an diesen angeschlossenen
Endwiderständen (DE-OS 26 11 912).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 beschriebenen Gattung derart weiterzuentwickeln, daß beim
Öffnen der Ausstellungsvitrine mit einem hierfür bestimmten Schlüssel nur
dann für eine vorgegebene, begrenzte Zeit kein Alarm ausgelöst wird, wenn sie
mit einem anderen Schlüssel in einen entsprechenden Zustand geschaltet worden
ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Die im Anspruch 1 beschriebene Ausstellungsvitrine läßt
sich mittels des ersten Schlüssels schnell und einfach in den
öffnungsbereiten Zustand versetzen. Sie kann danach für die vorgegebene
Zeitdauer geöffnet werden, um z. B. Ausstellungsstücke herauszunehmen oder
einzusetzen. Vor Ablauf der Zeitdauer muß die Entnahme oder Bestückung
beendet und die Ausstellungsvitrine wieder geschlossen sein. Die vorgegebene
Zeitdauer ist auf die Dauer der für die Entnahme oder Bestückung einer
Ausstellungsvitrine mit Gegenständen bestimmten Größenbereichs und eines
bestimmten Gewichtsbereichs abgestimmt. Insbesondere ist die vorgegebene
Zeitdauer auf einen Wert zwischen drei bis fünf Minuten, z. B. vier Minuten,
eingestellt. Es ist darauf zu achten, daß nur autorisierte Personen über den
ersten Schlüssel für die Ausstellungsvitrinen verfügen. Die
Ausstellungsvitrinen können nicht aus Achtlosigkeit für länger als die
vorgegebene unüberwacht bzw. geöffnet bleiben. Die Eigenschaft, daß
nach Ablauf dieser Zeitdauer ein Alarm erzeugt wird, veranlaßt das Personal
beim Entnehmen, Bestücken oder Auswechseln von Gegenständen zu schnellem und
überlegtem Arbeiten. Der Inhalt der Ausstellungsvitrinen ist auch wertmäßig
bekannt. Beim Öffnen einer Vitrine kann der verbleibende Inhalt geprüft und
auf der Grundlage der wertmäßigen Differenz der Eingang einer entsprechenden
Zahlung festgestellt werden. Liegt keine Zahlung oder eine Diskrepanz vor,
dann können beim Bedienungspersonal diesbezügliche Nachforschungen angestellt
werden. Es ist hierdurch auch eine sehr weitgehende Überwachung des
Bedienungspersonals möglich.
Wird der erste Schlüsselschalter verwendet, um die Ausstellungsvitrine zu
öffnen, dann erfolgt ein Alarm, wenn nicht zugleich der zweite
Schlüsselschalter geöffnet ist. Eine Person, die sich beispielsweise eine
Kopie des ersten Schlüsselschalters verschafft hat, ist somit nicht in der
Lage, ohne die Auslösung eines Alarms die Ausstellungsvitrine zu öffnen. Der
zweite Schlüsselschalter wird zweckmäßigerweise einem Abteilungsleiter oder
einer anderen Aufsichtsperson ausgehändigt. Der zweite Schlüsselschalter wird
vorzugsweise der Meldezentrale zugeordnet und hat ein Zertifikat. Um eine
Ausstellungsvitrine öffnen zu können, müssen daher zwei Personen tätig
werden. Damit wird eine sehr hohe Sicherheit gegen eine unbefugte Entnahme
von Gegenständen erreicht.
Es ist zweckmäßig, an der Meldezentrale den unscharfen Zustand der Melder der
jeweiligen Ausstellungsvitrine durch eine optische Anzeige zu melden. Es kann
z. B. rotes Dauerlicht erzeugt werden, wenn die Ausstellungsvitrine unscharf
ist. Dieses rote Dauerlicht informiert die Aufsichtsperson, daß die jeweilige
Ausstellungsvitrine überwacht bzw. beobachtet werden muß.
Insbesondere blinkt das Anzeigeelement, wenn bei geschlossenem ersten
Schlüsselschalter der zweite Schlüsselschalter offen ist. Dies ist für die
Person, die die Vitrine öffnen will oder soll, ein Anzeichen, daß eine
Öffnung ohne Auslösung eines Alarms innerhalb der eingestellten Zeit möglich
ist. Günstig ist es auch, wenn das Anzeigeelement bei geöffnetem ersten und
zweiten Schlüsselschalter Dauerlicht erzeugt. Diejenige Person, die den
Schlüsselschalter an der Vitrine zum Öffnen der Tür, des Fensters oder
Deckels betätigt hat, weiß dann, daß sie innerhalb der eingestellten Zeit die
Vitrine wieder schließen muß, wenn ein Alarm verhindert werden soll.
Um Leitungen zwischen der Meldezentrale und der Vitrine einzusparen, ist es
angebracht, für die Stromversorgung der Anzeigeelemente an oder nahe an der
Ausstellungsvitrine und dem Melder eine gemeinsame Rückleitung zur
Meldezentrale vorzusehen. Bei dieser Maßnahme sind für die Verbindung
zwischen der Meldezentrale und der Ausstellungsvitrine nur vier Leitungen
erforderlich. Für den Melder oder für eine Meldegruppe an und in der
Ausstellungsvitrine ist eine zweiadrige Meldelinie erforderlich, von der eine
Leitung mit dem Anzeigeelement geteilt wird, das somit nur noch eine weitere
Leitung benötigt. Eine zusätzliche Leitung ist für den ersten
Schlüsselschalter der Ausstellungsvitrine erforderlich. Mit nur vier Leitern
läßt sich daher eine optimale Überwachung erzielen. Der oder die Melder
werden mit Hilfe des Widerstands und einer Brückenschaltung in der
Meldezentrale daraufhin überwacht, ob die Brücke abgeglichen ist.
Manipulationen an den Leitungen zum Schlüsselschalter oder zum Geber bzw. zum
Widerstand, indem z. B. Leitungsabschnitte überbrückt bzw. kurzgeschlossen
werden, verstimmen die Brücke, so eine Meldung erfolgt. Werden derartige
Manipulationen während des authorisierten Öffnens der Ausstellungsvitrine
vorgenommen, so bewirken sie spätestens dann einen Alarm, wenn die Meldelinie
über den zweiten Schlüsselschalter wieder scharf geschaltet
ist. Dies bedeutet, daß die Ausstellungsvitrinen auch gegen Manipulationen
gesichert sind, die während der Öffnungszeit zum Vortäuschen eines Überwachungszustands
durchgeführt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Meldezentrale als
Unterzentrale mit einer Einbruchmeldezentrale verbunden. Mit der Einbruch
meldezentrale wird in Nachtschaltung die Unterzentrale und die Ausstellungs
vitrinen auf unbefugtes Eindringen überwacht, wenn die Einbruchmeldezen
trale scharfgeschaltet ist.
Es wird bei der Verbindung der Meldezentrale mit der Einbruchmelderanlage
die Freigabe der Ausstellungsvitrinen bei der Betätigung der Schlüsselschal
ter unterbunden. Der bzw. weitere Nebenmelder arbeiten in Nachtschaltung
mit der Einbruchmelderanlage wie eine Sabotagelinie zusammen. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform enthält die Meldezentralevorrichtung eine die
Sperrung durch Betätigung des Schlüsselschalters während eines vorgebbaren
Zeitraums unterbindende Einrichtung. Bei der Öffnung der Ausstellungsvitrine
mittels eines Schlüssels wird daher ein Alarm durch die Einbruchmeldezen
trale ausgelöst. Damit ist die Möglichkeit gegeben, z. B. außerhalb der
Arbeitszeit trotz des Öffnens mit Hilfe der Schlüsselschalter den Alarm
auszulösen. Wenn eine alarmlose Öffnung nur während der Arbeitszeit vorge
nommen werden kann, läßt sich bei der Entnahme und Bestückung der jewei
ligen Ausstellungsvitrine mit Gegenständen eine Überwachung beispielsweise
durch Aufsichtspersonal durchführen. Ein bevorzugter Aufstellungsort für die
Meldezentrale ist der Bereich in der Nähe der Kasse eines Verkaufsraums.
Vorzugsweise sind in der Meldezentrale optische Anzeigeelemente vorgesehen,
die je den Schaltungszustand der jeweiligen Meldelinie oder die Meldung der
Anzeigeelemente an der Ausstellungsvitrine wiederholen. Die Anzeigeelemente
in der Meldezentrale sind vorzugsweise Lumineszenzdioden, während die An
zeigeelemente an den Ausstellungsvitrinen zweckmäßigerweise Glimmlampen
sind, die aufgrund ihrer größeren Strahlungsintensität aus größeren Entfer
nungen sichtbar sind. Die Farbe der Lumineszenzdioden ist zweckmäßigerweise
an die Farbe des Gehäuses der Glimmlampen angepaßt. Beispielsweise sind die
Gehäuse an den Ausstellungsvitrinen rot oder gelb.
Im Interesse einer möglichst umfassenden Überwachung kann die Meldelinie für
jede Ausstellungsvitrine auch mechanische und passive elektronischen Glas
bruchsensoren enthalten.
Es ist vorteilhaft, wenn die Meldezentrale einen Taktgeber, ein externes und
ein akkumulatorgepuffertes Netzteil, eine Spannungsüberwachungsschaltung,
eine Hauptschalterüberwachungsschaltung, eine Störmelderschaltung mit
optischen Anzeigeelementen, eine Sammelmeldeschaltung mit optischen
und/oder akustischen Anzeigeelementen für die Sabotage der Ausstellungs
vitrinen, eine mit einem Verdachtschalter betätigbare Bildprinterschaltung,
eine eingangsseitige mit Sabotagekontakten verbundene Sabotageschaltung mit
Anzeigeelementen und eine eingangsseitig mit Notrufschaltern verbundene
Überfallschaltung, die Anzeigeelemente und einen Meldeausgang aufweist.
Es kann zur Erhöhung der Sicherheit zweckmäßig sein, die jeweilige Ausstel
lungsvitrine durch einen elektromechanischen Oszillator zum Schwingen anzu
regen und die Schwingungsamplituden und/oder -frequenzen und/oder -phasen
durch einen Sensor zu erfassen und für die geschlossene Ausstellungsvitrine
und die geöffnete Ausstellungsvitrine und die geöffnete Ausstellungsvitrine
zur Erzeugung einer entsprechenden Meldung zu diskriminieren.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in einer Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben, aus dem sich weitere Ein
zelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben:
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausstellungsvitrine in perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 ein Schaltbild einer Baugruppe in einer Meldezentrale für eine
Ausstellungsvitrine,
Fig. 3 ein Schaltbild einer mehreren Ausstellungsvitrinen gemeinsamen
Zentrale, an die die einzelnen Ausstellungsvitrinen angeschlossen
sind,
Fig. 4 die Frontplatte der in Fig. 3 dargestellten Meldezentrale.
Eine Ausstellungsvitrine 1 weist eine rückwärtige Glaswand 2, seitliche
Glaswände 3, eine vordere Glaswand 4 sowie eine Auflagefläche 5 für Aus
stellungstücke auf. Die Auflagefläche 5 ruht auf einem quaderförmigen
Gehäuse 6. Die Oberseite der Ausstellungsvitrine 1 enthält ein flaches un
durchsichtiges Gehäuse 7. An den Ecken der Ausstellungsvitrine 1 sind die
Glaswände 2, 3, 4 jeweils fest mit Streben 8 verbunden. Die vordere Glas
wand 4 ist gegen eine Glaswand 9 verschiebbar angeordnet. Die Glaswände 4
und 9 sind in nicht näher dargestellten Führungsteilen in verschiedenen
Elementen nahe nebeneinander verschiebbar angeordnet.
Die Ausstellungsvitrine 1 enthält Melder, z. B. einen Meldekontakt 10 für
die Überwachung der Stellung der Glaswand 4. Ferner können passive Glas
bruchmelder 11, 12, 13, 14 vorgesehen sein. Die Melder 10 bis 14 der Aus
stellungsvitrine 1 sind zu einer Meldergruppe zusammengefaßt.
Zu der Glasvitrine ist von einer unten noch näher beschriebenen Meldezen
trale ein Kabel 19 verlegt, das mindestens vier Adern 15, 16, 17, 18 ent
hält. Das Kabel 19 ist vorzugsweise unterflur oder, wenn die Ausstellungs
vitrine 1 mit einer Seite an eine Wand angrenzt, unterputz angeordnet. Das
Kabel 19 endet in der Ausstellungsvitrine 1 in einer Verteilerdose 20,
die als Melder einen Deckelkontakt hat, der Bestandteil der Meldergruppe
ist. Von der Verteilerdose 20 zweigen Leitungen zu der Meldergruppe ab, die
einen in der Verteilerdose 20 angeordneten Endwiderstand 21 aufweist.
Ferner verlaufen von der Verteilerdose 20 Leitungen zu einem ersten Schlüs
selschalter 21, der in der unteren Ecke der Glaswand 4 angeordnet ist und
einen Sperriegel 22 aufweist, mit dem die beiden Glaswände 4, 9 verriegelt
werden. Im Gehäuse 7 sind in den senkrechten Wänden jeweils Anzeige
elemente 23 in Form von Glimmlampen mit durchsichtigen Gehäusen angeordnet.
Im undurchsichtigen Gehäuse 6 ist ein weiterer Schlüsselschalter 24 angeord
net. Der Schlüsselschalter 24 ist über nicht näher dargestellte Leitungsadern
im Kabel 19 oder durch ein eigenes Kabel mit der Meldezentrale verbunden, die
in Fig. 2 und 3 im Blockschaltbild dargestellt ist. Die Frontplatte 25 einer
Meldezentrale 26 ist in Fig. 4 dargestellt.
In der Meldezentrale 26 befinden sich Baugruppen 27 in Form von Steckkarten,
an die jeweils mehrere Ausstellungsvitrinen angeschlossen sind. Die Bau
gruppen 27 sind im Schaltbild in Fig. 2 dargestellt.
Die Baugruppe 27 vorzugsweise in Form einer mit elektronischen Bauelementen
bestückten Leiterplatte (Fig. 2) ist jeweils für die Überwachung von
mehreren Ausstellungsvitrinen 1 bestimmt, die jeweils einen Schlüsselschal
ter 21 aufweisen. Die Fig. 2 zeigt für zwei Ausstellungsvitrinen 1 jeweils
die Ader 15, die je an einen Ruhestromkontakt 28 in Reihe mit einem Endwider
stand 29 angeschlossen ist. Neben den in Fig. 2 dargestellten Stromkreisen
mit den Endwiderständen und Ruhestromkontakten sind in den Ausstellungsvi
trinen 1 z. B. eine Reihe weiterer gleichartiger Melder mit ihren Ruhestrom
kontakten an kritischen Stellen der Ausstellungsvitrinen 1 vorgesehen. Unter
kritischen Stellen sind z. B. solche zu verstehen, an denen bei Herauslösung
von Glaswänden aus dem Verband Spalte auftreten, die zum Unterbrechen von
Geberkontakten führen.
Mindestens ein Endwiderstand 29 und ein Ruhestromkontakt 28 bilden eine Melder
gruppe. Die Meldergruppen aller Ausstellungsvitrinen sind je mit Differen
tialschaltungen 30 in der Baugruppe 27 verbunden. Da die Baugruppen 27 jeweils
zwei gleich aufgebaute Schaltungshälften aufweisen, von denen jede für eine
Ausstellungsvitrine 1 bestimmt ist, sind die Bauelemente der beiden Schal
tungshälften mit den gleichen Bezugsziffern versehen. Den Differentialschal
tungen 30 sind jeweils Anzeigeelemente 31, insbesondere LED-Dioden nachge
schaltet, die in einer Frontplatte 25 angeordnet sind. Die Anzeigeelemente 31
leuchten bei scharf geschalteter Meldezentrale 26, wenn der zugeordnete
Ruhestromkontakt 28 offen ist. Die Ausgänge der Differentialschaltungen 30
sind mit einem UND-Glied 32 verbunden. Ein Eingang des UND-Glieds 32 ist mit
einem Schwellwertdiskriminator 33 verbunden, der eingangsseitig über die
Ader 16 an den Schlüsselschalter 21 angeschlossen ist. Dem UND-Glied 32 ist
ein Speicher 34 nachgeschaltet. An den Speicher 34 ist eine Alarmvorrang
schaltung 35 mit einem Zeitglied angeschlossen, das auf eine Verzögerungszeit
zwischen 3 und 5 Minuten, z.B. 4 Minuten, eingestellt ist. Das Zeitglied ist
über eine Verbindung mit dem Schwellwertdiskriminator 33 anstoßbar. Der
Alarmvorrangschaltung 35 ist ein UND-Glied 36 nachgeschaltet, dessen weiterer
Eingang von Taktsignalen eines in der Meldezentrale 26 angeordneten Takt
gebers 37 beaufschlagt ist. An die Alarmvorrangsschaltung 35 ist eine
Treiberstufe 53 angeschlossen, die ein Anzeigeelement 38 und ein Relais 39
speist, mit dem über einen Arbeitsstromkontakt die Anzeigeelemente 23 an Spannung gelegt
werden.
Der Alarmvorrangschaltung 35 ist ein UND-Glied 40 nachgeschaltet, das an
einem weiteren Eingang von einem zweiten Taktsignal eines in der Zentrale
angeordneten Taktgebers beaufschlagt ist. Der Ausgang des UND-Glieds 40 steht
ebenfalls mit der Treiberstufe 53 in Verbindung. Die Taktsignale haben
unterschiedliche Taktfrequenzen.
Die Baugruppe 27 ist an eine Sammelleitung 41 angeschlossen, die zwei
Leitungen 42, 43 für die Betriebsspannung enthält. Eine Leitung, z. B. die
Leitung 42 liegt auf Massepotential. Eine Leitung 46 ist für ein Rücksetz
signal vorgesehen, das von der Zentrale den Speichern 34 zugeführt wird. Die
Leitung 47 ist an die Ausgänge der Speicher 34 angeschlossen und dient zur
Übermittlung einer Alarmmeldung an die Zentrale.
Die Fig. 3 zeigt die Meldezentrale 26, die z. B. zwei Baugruppen 27 aufweist,
die an ein Netzteil 48 und an nachstehend noch erläuterte Schalter an
geschlossen sind. Die Meldezentrale 26 kann in einem Gehäuse zusammen mit den
Baugruppen 27 an einer Stelle, an der z. B. Personal anwesend ist, angeordnet
sein. Es bietet sich hierbei die Kasse oder z. B. eine Pförtnerstelle an.
Die Leitung 47 ist an den Eingang einer Sammelmeldungsschaltungseinheit 49
angeschlossen, die ein optisches Anzeigeelement 50 enthält und ausgangsseitig
mit einem akustischen Geber 51 sowie Relais 52 verbunden ist. Die
Meldezentrale 26 wird durch einen Schlüsselschalter 54 von dem in Fig. 3 ein
Kontakt und ein Schlüssel dargestellt sind, scharf geschaltet. Der Schlüssel
schalter 54 kann durch den Schlüsselschalter 24 ersetzt werden.
Der Kontakt des Schlüsselschalters 54 ist mit einer Schalter- und Netz
spannungsüberwachungsanordnung 55 verbunden, der eine Störmeldeschaltung 56
nachgeschaltet ist, die eine Anzeigeleuchte 57 für den scharf geschalteten
Betriebszustand und eine Anzeigeleuchte 58 für eine Störung aufweist.
Von der Störmeldeschaltung 56 wird eine Leitung gespeist, an die auch ein
Rücksetzeingang der Sammelmeldungsschaltung 49 angeschlossen ist. Die Melde
zentrale 26 enthält weiterhin den Taktgeber 37, der an die Leitungen 44, 45
zwei periodische Taktsignalfolgen mit unterschiedlichen Taktfrequenzen
ausgibt.
Eine Notruf- bzw. Überfallmeldeschaltung 59 in der Meldezentrale 26 ist an
von Hand betätigbare Schalter 60 angeschlossen, die z.B. an den Ausstel
lungsvitrinen 1 unauffällig angeordnet sind und in Reihe geschaltete
Ruhestromkontakte aufweisen. Die Überfallmeldeschaltung 59 weist eine
Leuchtanzeige 61 und einen an eine Bildprinterschaltung 62 angeschlossenen
Ausgang auf, die zusätzlich über einen Schalter 63 betätigbar ist. Die
Bildprinterschaltung 62 ist ebenfalls mit einer Anzeigeleuchte 64 ausge
stattet. Das Gehäuse, in dem sich die Meldezentrale 26 befindet, wird mittels
Ruhestromschaltern 65, die in Reihe geschaltet sind, gegen Aufbrechen oder
gewaltsames Öffnen überwacht. Die Ruhestromkontakte 65 sind mit einer
Sabotagemeldeschaltung 66 verbunden, die eine Anzeigeleuchte 67 enthält. Die
Überfallmeldeschaltung 59, die Sabotagemeldeschaltung 66 und die Bildprinter
schaltung 62 sind gemeinsam mit der Sammelmeldungsschaltung 49 und den
Baugruppen 27 zurücksetzbar.
Wenn einer oder mehrere Meldekontakte 28 einer Meldegruppe z. B. durch
gewaltsames Öffnen des Verbands der Glaswände bei geschlossenen Ruhestromkon
takten der Schlüsselschalter 21 geöffnet werden, dann wird über das jeweilige
UND-Glied 32 der Speicher 34 gesetzt, der über das UND-Glied 36 einen
optischen Alarm durch Blinklicht am Anzeigeelement 38 und an den Anzeigeele
menten 23 hervorruft. Die Alarmmeldung wird auch zur Sammelmeldungsschal
tung 49 übertragen, die das Anzeigeelement 50 im Takte der Taktfrequenz
ansteuert. Das unbefugte Öffnen der jeweiligen Ausstellungsvitrine wird also
sowohl an der Ausstellungsvitrine durch die Anzeigeelemente 23 als auch durch
eine Sammelmeldung in der Meldezentrale 26 optisch und akustisch durch einen
Alarm gemeldet.
Wird der Schlüsselschalter 54 geöffnet, dann wird die Meldezentrale 26
unscharf geschaltet. Dieser Zustand ist z.B. daran zu erkennen, daß die
Anzeigeelemente 23 und 38 Blinklicht erzeugen. Die Betätigung des Schlüssel
schalters 54 ist die Voraussetzung, daß die Ausstellungsvitrine 1 ohne Alarm
geöffnet werden kann. Der Schlüsselschalter 54 hat z.B. ein Zertifikat und
ist einer Aufsichtsperson anvertraut, die informiert werden muß, wenn die
Ausstellungsvitrine geöffnet werden soll.
Um die Ausstellungsvitrine 1 öffnen zu können, muß jeweils der Schlüssel
schalter 21 geöffnet werden. Dieser gibt einerseits die Glaswand 4 für die
Verschiebung frei und betätigt andererseits den Schwellwertdiskriminator 33,
durch den in der Alarmvorrangschaltung das Zeitglied angestoßen wird, das
über das UND-Glied die Treiberstufe 53 derart ansteuert, daß die Anzeige
elemente 23 und 38 Dauerlicht oder langsames Blinklicht erzeugen.
Werden die Glaswand 4 vor Ablauf der eingestellten Zeit von 3 bis 5 Minuten
geschlossen und der Schlüsselschalter 21 in die Ruhestromstellung gebracht,
dann wird der jeweilige Speicher 34 zurückgesetzt, so daß die Anzeigele
mente 23, 38 erlöschen.
Wenn nach Ablauf der eingestellten Zeitdauer die Kontakte der Schlüssel
schalter 21, 54 nicht geschlossen sind, d. h. die vordere Glaswand 4 noch
offen ist, löst die Meldezentrale 26 einen Alarm aus. Sind die Kontakte der
Schlüsselschalter 21, 54 beim Ablauf der vorgegebenen Zeitdauer geschlossen,
dann wird kein Alarm erzeugt. Die vorgegebene Zeitdauer ist auf den Vorgang
des Bestückens der Ausstellungsvitrine 1 mit Gegenständen bzw. des Entfernens
oder Austausches von Ausstellungsstücken abgestimmt. Vorzugsweise ist die
vorgegebene Zeitdauer auf einen Wert zwischen 3 und 5 Minuten eingestellt.
Die beiden Schlüsselschalter 21, 54 sind jeweils nur mit verschie
denen Schlüsseln betätigbar. Über je einen Schlüssel können vorzugsweise
nur verschiedene Personen verfügen, d. h. die Ausstellungsvitrine kann nur
gemeinsam von zwei Personen geöffnet werden. Auf diese Weise ist zwangs
läufig eine Kontrolle des Öffnens und Schließens der Ausstellungsvitrine 1
vorhanden.
Die Meldezentrale 26 enthält einen Akkumulator 68, der bei Netzspannungsaus
fall eine entsprechende Meldung erzeugt und eine Notstromversorgung für die
Meldezentrale 26 darstellt.
Die Meldezentrale 26 ist als Unterzentrale z.B. mit Kontakten der Re
lais 52 mit einer Einbruchmeldezentrale 69 verbunden. Für diese stellt die
Unterzentrale bei Nachtschaltung eine Sabotagelinie dar, die scharf ge
schaltet sein muß, wenn die Einbruchmeldezentrale 69 funktionsfähig sein
soll. Das Gebäude, in dem sich die Einbruchmeldezentrale und die Unterzen
trale befindet, kann daher nur dann in den zwangsläufigen Zustand versetzt
werden, wenn die Unterzentrale scharf geschaltet ist. Die Einbruchmelde
zentrale überwacht in scharf geschalteten Zustand die Unterzentrale. Dies
bedeutet, daß auch bei Betätigung der Schlüsselschalter 21 und 54 keine
Öffnung der Ausstellungsvitrine 1 ohne einen Alarm möglich ist.
Die Frontplatte 25 zeigt die Anzeigeelemente 38 und 31. Ferner sind die
Anzeigeelemente 50, 57, 58, 64, 61, 67 vorgesehen. Neben den Schaltern 60,
63 ist eine Regel-Taste 70 vorgesehen.
Die Baugruppen 27 und die übrigen Baugruppen in der Meldezentrale 26 sind
in SMD-Technik (Surface mounted devices) ausgeführt, um den Raumbedarf in
der Unterzentrale möglichst klein zu halten.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Überwachung von Ausstellungsvitrinen, mit jeweils
einer Zugangsöffnung, wobei in der jeweiligen Ausstellungsvitrine
(1) mindestens ein Melder für die Überwachung auf unbefugtes
Eindringen und an oder nahe an der Ausstellungsvitrine (1) ein
optisches Anzeigeelement (23) angeordnet und über Leitungen mit
einer Meldezentrale (26) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Melder aus einer Reihenschaltung eines Ruhestromkontakts
(28) und eines Endwiderstands (29) besteht, daß der eine Anschluß
des Melders gegebenenfalls mit Anschlüssen weiterer Melder und ein
Pol eines ersten Schlüsselschalters (21) mit einem Pol einer
Betriebsspannungsquelle in der Meldezentrale (26) verbunden sind,
daß der andere Anschluß des Melders gegebenenfalls mit den
Anschlüssen der weiteren Melder an eine Differentialschaltung (30)
gelegt sind, deren Ausgang, konjunktiv mit dem Ausgang einer
eingangsseitig an den zweiten Pol des Schlüsselschalters (21) angeschlossenen
Diskriminierschaltung verknüpft, an den Setzeingang
eines Speichers (34) gelegt ist, daß dem Speicher (34) und der Diskriminierschaltung
(33) eine ein Zeitglied enthaltende Anordnung
zur Erzeugung eines optischen und/oder akustischen Alarms nachgeschaltet
ist, daß an der Meldezentrale (26) oder Ausstellungsvitrine
(1) ein zweiter Schlüsselschalter (24, 54) angeordnet ist,
bei dessen Öffnen der Melder unscharf geschaltet und dabei das
Anzeigeelement (23) eingeschaltet wird, und daß der die Zugangsöffnung
der Ausstellungsvitrine (1) bedeckende Teil der Ausstellungsvitrine
(1) durch den ersten Schlüsselschalter (21) verschließbar
ist, bei dessen Betätigung in den Öffnungszustand bei
geschaltetem Melder ein optischer und/oder akustischer Alarm
ausgelöst und bei unscharf geschaltetem Melder ein Zeitglied
angestoßen wird, das dann Alarm auslöst, wenn nach Ablauf einer
einstellbaren Zeitdauer die Kontakte des ersten und zweiten
Schlüsselschalters (21; 24, 54) nicht geschlossen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vorgegebene Zeitdauer des Zeitglieds auf einen Wert
zwischen 3 und 5 Minuten eingestellt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Meldezentrale (26) der unscharfe Zustand der Melder der
jeweiligen Ausstellungsvitrine (1) durch eine optische Anzeige (57)
gemeldet wird.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzeigeelement (23) Blinklicht erzeugt, wenn bei geschlossenem
ersten Schlüsselschalter (21) der zweite Schlüsselschalter
(24, 54) offen ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Anzeigeelement (23) Dauerlicht erzeugt, wenn bei geöffnetem
ersten Schlüsselschalter (21) auch der zweite
Schlüsselschalter (24, 54) geöffnet ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Stromversorgung des bzw. der Anzeigeelemente (23) und
der Melder eine gemeinsame Rückleitung vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meldezentrale (26) als Unterzentrale mit einer Einbruchmeldezentrale
(69) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883809752 DE3809752A1 (de) | 1988-03-23 | 1988-03-23 | Vorrichtung zur ueberwachung von ausstellungsvitrinen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19883809752 DE3809752A1 (de) | 1988-03-23 | 1988-03-23 | Vorrichtung zur ueberwachung von ausstellungsvitrinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3809752A1 DE3809752A1 (de) | 1989-10-12 |
| DE3809752C2 true DE3809752C2 (de) | 1990-10-18 |
Family
ID=6350470
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883809752 Granted DE3809752A1 (de) | 1988-03-23 | 1988-03-23 | Vorrichtung zur ueberwachung von ausstellungsvitrinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3809752A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19507096A1 (de) * | 1994-03-03 | 1995-09-14 | Beutler Werbetechnik Wolfgang | Vitrine mit Diebstahlsicherung |
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
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1988
- 1988-03-23 DE DE19883809752 patent/DE3809752A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3809752A1 (de) | 1989-10-12 |
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