DE3810065C2 - - Google Patents

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DE3810065C2
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Beischreibung
Die Erfindung betrifft eine Fangvorrichtung ϊίίΐ insekten nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Zu den Fluginsekten, die für den Menschen unangenehme Eigenschaften haben, zählen die Mücken oder Schnakell sowie die Fliegen, insbesondere die Stubenfliege. Schnaken treten in Feuchtgebieten bei geeigneten Witterungsbedingungen oft in Massen auf, und die Weibchen dieser Schnaken attackieren die dort lebenden Menschen durch Stiche. Die Stubenfliege greift den Menschen zwar nicht an, doch kann sie sehr leicht als Übertrager von Krankheitserregern in Erscheinung treten. Insbesondere dort, wo Nutz-Haustiere in großer Zahl gehalten werden, z. B. in Kuh- oder Schweineställen, tritt die Stubenfliege scharenweise auf und beeinträchtigt das Wohlbefinden der Tiere.
Zum Fangen von Stubenfliegen sind schon zahlreiche Vorrichtungen vorgeschlagen worden. Für den Hausbereich sind beispielsweise mit einem gelbbraunen und zähen Leim versehene Papierstreifen bekannt, die als aufgewickelte Rollen in einem zylindrischen Gehäuse aus Pappe verkauft werden (DE-PS 3 74 805, DE-PS 3 46 372, US-PS 44 11 093). Die FBngigkeit dieser Fliegenfänger ist im allgemeinen nicht sehr hoch. Neben diesen auf dem Klebeprinzip beruhenden Fliegenfängern sind auch noch elektrische Insektenvertilgungsvorrichtungen bekannt, welche die Fliegen mit UV-Licht anlocken und sodann über elektrische Hochspannungen töten (DE-OS 16 07 361, DE-PS 27 01252, DE-GM 16 84 771). Diese bekannten Insektenvertilgungsvorrichtungen sind bei entsprechender Größe als professionelle Geräte und mit hoher UV-Lichtleistung (365 nm/ 40 Watt) vorzugsweise für Stellungen und dergleichen geeignet, obwohl sie auch im Hausbcrcich verwendet werden können. Ihre Fängigkeit ist relativ hoch. Allerdings ist ihr Einsatz mit der unangenehmen Begleiterscheinung verbunden, daß die Fliegen durch die Hochspannung verschmoren können, wodurch ein unangenehmer Geruch entsteht. Die gewöhnlich im Hausbereich verwendeten Kleingeräte (365 nm/4, 8, 15 Watt) werden vornehmlich zum Fangen von Nachtfluginsekten, wie z. B. Stechmücken oder Schnaken, eingesetzt und sind gegen Tagfluginsekten wie Stubenfliegen auch wegen ihrer schwachen Hochspannung am Vernichtungsgitter weniger wirkungsvoll.
Diese Nachteile bestehen bei einer weiteren Kategorie von Fliegenfängern nicht, welche zum Anlocken der Fliegen zwar ebenfalls Licht verwenden, aber die Fliegen nicht durch Hochspannung abtöten, sondern mittels Leim fangen (DE-OS 26 10 191. AT-PS 1 69 968. US-PS 23 05 898, DE-OS 35 11 215). Die Fängigkeit dieser Fliegenfänger ist sehr hoch.
Es ist weiterhin eine Fangvorrichtung für Insekten bekannt, die eine querliegende und UV/Licht absuah lende Leuchtstoffröhre aufweist, wobei hinter dieser Leuchtstoffröhre eine mit einem klebrigen Stoff überzogene Folie vorgesehen ist (US-PS 4117 624). Nachteilig ist hierbei, daß der Abstand zwischen der Leuchtstoffröhre und der klebrigen Folie fest vorgegeben ist. Hierdurch wird das Erneuern einer verbrauchten Folie sehr erschwert.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Fangvorrichtung der zuletzt genannten Art zu schaffen, bei welcher eine gebrauchte Folie leicht erneuert werden kann.
Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht insbesondere darin, daß zum Zwecke der Erneuerang der Folie die Leuchtstofflampe nach oben geschwenkt wird, so daß die FoDe leicht zugänglich wird. Außerdem kann durch die freie Wahl des Abstands zwischen Leuchtstoffröhre und Folie die optimale Attraktionskraft des UV-Lichts für Insekten experimentell ermittelt werden. Der optimale Abstand kann folglich den jeweiligen In-Sektenarten bzw. den gerade vorhandenen Umgebungshelligkeiten angepaßt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fliegenfängers;
Fig. 2 eine Vorderansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Ausführungsform gemäß Fig. 1;
Fig. 4 eine Vorrichtung zur Verklammerung einer mit einem Fangleim versehenen Folie;
Fig. 5 eine Petaildarstellung einer weiteren Vorrichtung zur Verklammerung einer mit Fliegenleim versehenen Folie.
In der Fig. 1 ist ein Fliegenfänger 1 dargestellt, der einen rechteckigen Rahmen 2, einen Schwenkarm 3 mit einer Le-ichtstoffröhre 4 und einem Haltebügel 5 aufweist. Die Zuführung des Stroms für die Leuchtstofflampe 4 erfolgi über eine Leitung 6. In den Rahmen 2 eingelassen ist eine flächige Folie 7, die mit einer Leimschicht versehen ist Durch diese Leimschicht werden zahlreiche Fliegen 8 festgehalten.
In der Fig. 2 ist der Fliegenfänger 1 noch einmal in einer Ansicht von vorne dargestellt Man erkennt hierbei zwei Klammerelemente 9, 10, welche den unteren Rand der Folie 7 festhalten.
Die Fig. 3 zeigt den Fliegenfänger 1 von der Seite. Durch den Pfeil 11 ist angedeutet, daß der Schwenk arm 3 nach oben und nach unten geschwenkt werden kann. Hierzu wird der Haltebügel 5 in die Hand genommen und nach oben oder unten geschwenkt. Während des Fangbetriebs wird der Schwenkarm 3 nach unten geschwenkt, so daß sich die Leuchtstoffröhre 4 in der Nähe der Folie 7 befindet, und zwar etwa in der Mitte dieser Folie 7. Dadurch, daß die Leuchtstoffröhre 4 an einem Schwenkarm 3 angeordnet ist, kann ihr Abstand von der Folie 7 leicht variiert und den jeweiligen Erfordernissen angepaßt werden. Außerdem ist das Herausschwenken der Leuchtstoffröhre 4 vorteilhaft, um die Folie 7 auswechseln zu können. Bei der großen Fängigkeit, welche der Fliegenfänger 1 hat, muß die Folie 7 leicht austauschbar sein.
In der Fig. 4 ist die Leuchtstoffröhre 4 nach unten geschwenkt. Man erkennt hierbei die oberen Halterungen 12,13 für die Folie 7. Bei diesen Halterungen 12,13 handelt es sich vorzugsweise um Schnapphalterungen, in welche die Folie 7 mit ihrer Kante 14 hineingeschoben wird, worauf diese Schnapphalterungen zuschnappen und die Folie festhalten. Man erkennt außerdem zwei Feststellhaken 15,16. die gegen eine Federkraft ein Stück aus dem Schwenkarm 3 herausgezogen werden können, wodurch die Arretierung des Haltebügels 5 aufgehoben wird. Die Feststellhaken dienen normalerweise dazu, den Schwenkarm in Voll ausgeschwenkter Position zu arretieren.
In der Fig. 5 ist ein Klammerelement 10 im vergrößerten Maßstab dargestellt. Es handelt sich hierbei um eine Flügelschraube 17, die gegen eine Unterlegscheibe
FS 3iS lü 065
geschraubt wird und diese gegen die Folie 7 drückt, hinter der sich eine in der Fig. 5 nicht sichtbare Gegenplar *e oder -scheibe befindet.
Das Licht, das von der Leuchtstoffröhre 4 ausgesandt wird, ist ultraviolettes Licht, und zwar mit einer Wellenlänge von 365 nm. Von diesem Licht werden die gemeinen Stubenfliegen besonders stark angezogen.
Bei der dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fliegenfängers sind Lampen vorgesehen, bei denen es sich um linienförmige Leuchtstofflampen 4 handelt und die sich etwa auf einer Linie befinden, die parallel zu einer Mittellinie einer mit Leim versehenen Folie 7 verläuft. Diese Linie kann senkrecht oder waagrecht verlaufen. Je weniger Platz die linienförmige Lichtquelle benötigt, um so bessere Fangergebnisse werden erzielt.
Wie Versuche gezeigt haben, erhält man besonders gute Fangergebnisse, wenn die Folie 7 — von der Lichtquelle aus gesehen — konkav gekrümmt ist. Es ist überdies zweckmäßig, die linienförmige Lichtquelle in die Brenngerade der Folie zu legen, weil dann das UV-Licht von der Folie im wesentlichen parallel zurückgestrahlt wird.

Claims (9)

Patentansprüche
1. Fangvorrichtung für Insekten und dergleichen, mit einer im wesentlichen linienförmigen UV/ -Lichtquelle, beispielsweise einer Leuchtstofflampe, und einer mit einer klebrigen Substanz versehenen und im wesentlichen licht- undurchlässigen Folie oder Platte, die von der UV-Lichtquelle ange-
■ strahlt wird und Licht in Richtung auf vorhandene Insekten reflektiert, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der UV-Lichtquelle (4) zur Folie oder Platte (7) veränderbar ist.
2. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie oder Platte (7) in bezug auf die UV-Lichtquelle (4) konkav gekrümmt ist.
3. Fangvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die UV-Lichtquelle (4) in der Brenngeraden der konkav gekrümmten Folie oder Platte (7) angeordnet ist.
4. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die UV-Lichtquelle (4) im wesentlichen über die gesamte Breite bzw. Höhe der Folie oder Platte (7) erstreckt.
5. Fangovorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rahmen (2) mit einem Schwenkarm (3) vorgesehen ist, wobei dieser Schwenkarm (3) eine Leuchtstoffröhre (4) trägt.
6. Fangvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für das Schwenken des Schwenkarms (3) ein Haltebügel (5) vorgesehen ist.
7. Fangvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie oder Platte (7) mit ihrem oberen und unteren Rand in den Rahmen (2) eingespannt ist.
8. Fangvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannung des oberen eo Rands der Folie oder Plane (7) in den Rahmen (2) mit Hilfe von Schnapphalterungen (12,13) erfolgt.
9. Fangvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannung des unteren Rands der Folie oder Platte (7) in den Rahmen (2) mit Hilfe von Klammerelementen (10) in Form von Flügelschrauben erfolgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

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