DE3815500A1 - Magnetokalorischer gegentakt - induktor zur erzeugung elektrischer energie - und zur kaelte-erzeugung - Google Patents
Magnetokalorischer gegentakt - induktor zur erzeugung elektrischer energie - und zur kaelte-erzeugungInfo
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Description
Vorliegende Erfindung kann große technische Bedeutung
erlangen!
Die magnetokalorische Energiewandlung vermag erstaunli
ches zu leisten, denn nur sie kann aus allgegenwärtiger
Niedertemperatur-Wärme von -60°C bis +60°C elektrische
Energie gewinnen.
Außerdem ist diese Energiewandlung Tag und Nacht, im
Sommer und Winter ohne Unterbrechung und vor allem ohne
Entsorgungsprobleme, oder Umweltbelastungen möglich, denn
Asche oder sonstige Abfälle fallen nicht an!
Allerdings ist eine magnetokalorische Energiewandlung
nur mit Hilfe von Stoffen mit außergewöhnlichen Eigen
schaften, in besonderen Magnetkreisen möglich.
Bei der Erfindung wird die physikalische Eigenschaft,
insbesondere einkristalliner metamagnetischer Stoffe
ausgenützt, plötzlich sprunghaft beim Überschreiten ihrer
kritischen Schwellfeldstärke ferromagnetisch leitend zu
werden - und beim geringfügigen Unterschreiten dieser
kritischen Feldstärke-Schwelle, ebenso plötzlich in
ihren antiferromagnetischen Zustand zurückzuspringen, sie
sind deshalb "ideale magnetische Schalter"!
Begleitet und verbunden sind diese magnetischen Zustands
änderungen, oder Umwandlungen der metamagnetischen Stoffe
von ausgeprägtem magnetokalorischem Effekt!
Zeitschrift für angewandte Physik, April 1962, Heft 4
Prof. Eckhart Vogt - "Metamagnetismus".
Fiz. Tverd. Tela (Leningrad) 21, 2808-2810 (Sept. 1979)
S. A. Nikitin, A. S. Andreenko and V. A. Pronin
"Magnetocaloric effect and magnetic phase transitions in
a dysprosium single crystal".
Der Erfindung lag die Idee zugrunde, einen effektiven
physikalischen magnetischen Schalter, für eine Magnet
kreisanordnung zu finden, welcher - so wie ein Thyristor
oder Transistor als Schalter in einem Gleichstromkreis,
einen sehr großen Unterschied zwischen steuernd schalten
der und weit größerer geschalteter elektrischer Energie
aufweist, - in magnetisch analoger Weise, durch sehr viel
kleinere elektromagnetische Steuerenergie, eine weit grö
ßere magnetische Energie zu schalten vermag, die dann in
duktiv in Form elektrischer Energie aus dem Magnetkreis
ausgekoppelt werden kann und das dadurch in dem im Mag
netkreis angeordneten Metamagnetikum entstehende, magneto
kalorische Energiedefizit, durch Zufuhr von Niedertempe
ratur-Wärme, auszugleichen.
Es wurde bisher kein brauchbarer Weg gefunden, Nieder
temperatur-Wärme direkt oder indirekt in höherwertige
elektrische Energie umzuwandeln, denn nur die "mechani
sche Umwandlung" ist nach dem 2. Hauptsatz der Wärmelehre
nicht möglich!
Mit vorliegender Erfindung zeichnet sich eine gangbare
Möglichkeit ab, die Niedertemperatur-Umwandlung zu reali
sieren, weil sehr geringe elektromagnetische Steuerfelder
und Flüsse, für die physikalisch - magnetischen Schaltvor
gänge im Umwandlungsbereich der kritischen Schwellfeld
stärke von Metamagnetikas ausreichen, - um mehrfach grö
ßere magnetische Felder und Flüsse eines Magnetkreises
ein- und auszuschalten, wodurch in den Induktionsspu
len der metamagnetisch abgeschalteten Magnetkreiskerntei
le, im Vergleich zur Steuerleistung, eine mehrfach höhere
elektrische Leistung induziert wird, die sich magnetoka
lorisch abkühlend auf das Metamagnetikum auswirkt!
Die Fig. 1a und 1b zeigen schematisch erfindungsgemäße
Gegentakt-Induktoren, "magnetische Flip-Flops", mit
Feldlinienverlauf und antiferromagnetischer Streufluß-
Kompensation.
Die Fig. 2a und 2b zeigen schematisch erfindungsgemäße
Gegentakt-Induktoren, mit Feld- und Flußverdichtungs-
Kernteilen, Feldlinienverlauf und antiferromagnetischer
Streufluß-Kompensation.
In der Fig. 3 wird die Magnetisierungskurve der meta
magnetischen polykristallinen Mangan-Goldlegierung
Mn-Au2 gezeigt, während die Fig. 4 - die Magnetisie
rungskurven von einkristallinem Dysprosium, einem Sel
ten-Erdmetall, darstellt.
Die Fig. 5 zeigt perspektivisch ein technisches Aus
führungsbeispiel der Erfindung nach Fig. 1a und die
Fig. 6 ein Verbindungsteil für die Fig. 5.
Die Fig. 7a-b-c zeigt in starker Vergrößerung
erfindungsgemäße metamagnetische Plättchenausführungen.
Die Fig. 8 zeigt ein einzelnes Jochkern-Dynamoblech.
In Fig. 9 wird der Kreislauf flüssiger oder gasförmi
ger Medien, durch die metamagnetischen, in die Magnet
kreise eingefügten Plättchenlamellen, einer größeren
Anzahl magnetokalorischer Gegentakt-Induktoren, in Ver
bindung mit Wärmetauscher, gezeigt.
Die Fig. 1a und 1b zeigen schematisch je zwei spie
gelbildlich gleiche Magnetkreise, mit Permanentmagneten
N-S, Polschuhen Po aus Dynamoblech, metamagnetischen
Plättchen 5, 5′, Dynamoblech-Jochkerne 6, 6′ mit
Induktionsspulen 8, 8′ und Streufluß-Kompensationsker
nen SK mit kleinen Permanentmagneten P.
Die beiden Magnetkreise sind in Fig. 1a nur durch ei
nen Steuerkern 3 mit Steuerspule 7, mit je einem magne
tisch gleichnamigen Magnetpolschuh Po einerseits und
auf der anderen Polseite, durch einen Rückschlußkern 9
miteinander verbunden.
In Fig. 1b dagegen sind die beiden Magnetkreise nur
durch zwei Steuerkerne 3, mit jeweils magnetisch gleich
namigen Polschuhen Po miteinander verbunden, natürlich
mit je einer Steuerspule 7 gewickelt auf die Kerne 3.
Der Kernquerschnitt im Abschnitt 4 der Polschuhe Po,
entspricht der Addition des Polschuhquerschnitts in sei
nem Abschnitt 2, mit dem Steuerkernquerschnitt 3,
dadurch wird erreicht, daß ohne zusätzlichen magneti
schen Fluß durch den Steuerkern 3, die Feldstärke jedes
Permanentmagneten N-S in seinem eigenen Kernabschnitt 4
seines Magnetkreises, zur Überwindung der metamagneti
schen kritischen Schwell- oder Schaltfeldstärke-Barrie
re seiner Plättchenspiegel 5, 5′, gerade noch nicht aus
reicht.
Wird nun ein Stromstoß in Fig. 1a durch die Steuerspule
7 geleitet und damit der Steuerkern 3 zum Elektromagne
ten, so wird die Feldstärke je nach Stromrichtung, in
einem der beiden Polschuhabschnitte 4 über die kritische
Schwell- oder Schaltfeldstärke der angrenzenden Plätt
chenstapel 5, 5′ hinaus erhöht, die Plättchen 5 oder 5′
dadurch ferromagnetisch leitend und der zugehörige Joch
kern 6 oder 6′ aufmagnetisiert.
Durch die Diode D wird sichergestellt, daß während die
ser Aufmagnetisierung eines Jochkernes 6 oder 6′, kein
den metamagnetischen Schaltvorgang verhindernder Induk
tionsstrom in Spule 8 oder 8′ fließen kann, welcher nach
der Lenz'schen Regel sonst ein gleichnamiges Gegenfeld
dem Aufmagnetisierungsfeld entgegensetzen würde.
Die Aufgabe der Diode D kann auch ein Thyristor überneh
men, welcher mit den Rückflanken der Steuerimpulse ge
zündet werden kann.
Ein Stromstoß mit entgegengesetzter Stromrichtung in
Steuerspule 7 bewirkt nun, daß die Schwell- oder Schalt
feldstärke der eben noch ferromagnetisch leitenden meta
magnetischen Plättchen 5 oder 5′ unterschritten und
gleichzeitig bei den gegenüberliegenden Plättchen 5′
oder 5 des anderen Magnetkreises, überschritten wird.
Somit wird der andere Jochkern 6′ oder 6 aufmagnetisiert,
der metamagnetisch abgeschaltete Jochkern 6 oder 6′ aber
entmagnetisiert.
Jeder dem vorhergehenden in seiner Richtung entgegenge
setzte Stromimpuls in der, oder den Spulen 7 der
Fig. 1a und 1b, kippt also die beiden Jochkerne 6 und 6′
der Magnetkreise, in entgegengesetzte magnetische Zustän
de um. Es sind also bistabile magnetische Systeme, - in
der elektronischen Analogie - "Flip-Flops"!
Da für die kurzen Schaltstrom-Impulse durch Steuerspu
len 7, mit im Kernquerschnitt gegenüber den Jochkernen 6,
6′ wesentlich kleineren Steuerkernen 3, viel weniger
elektrische Leistung benötigt wird, - als über die Dioden
D, oder gezündete Thyristoren, aus den Induktionsspulen
8, 8′ während den Entmagnetisierungsphasen der Jochker
ne 6, 6′ ausgekoppelt werden kann, entsteht in den meta
magnetischen Plättchen 5, 5′, welche die Unterbrechung
des starken magnetischen Flusses bewirken, ein magnetoka
lorischer Energiemangel, welcher der aus den Jochkernen
6, 6′ entzogenen elektrischen Induktionsenergiemenge
entspricht.
Die metamagnetischen Plättchen 5, 5′ erfahren eine dem
entsprechende Abkühlung, welcher, um ein Abtriften der
kritischen Feldstärke-Schwelle zu niedereren Werten in
zu verhindern, durch äquivalente Wärmezufuhr entgegenge
wirkt werden muß!
Die im antiferromagnetischen Schaltzustand der Plättchen
5, 5′ auftretenden, schädlichen magnetischen Streuflüsse,
werden durch die Streufluß-Kompensationskerne SK kompen
siert, um eine Vormagnetisierung und mangelhafte Entmag
netisierung der Jochkerne 6, 6′, zu verhindern.
Die Streufluß-Kompensationskerne SK sind im Querschnitt
so ausgelegt, daß sie bereits mit dem Streufluß magne
tisch gesättigt sind, damit der Magnetisierungssprung
bei der Aufmagnetisierung, voll den Jochkernen 6, 6′ zu
gute kommt. Die Streufluß-Kompensationskerne SK können
auch aus massivem Weicheisen, wegen ihres konstanten
magnetischen Flusses, bestehen.
Die Fig. 2a und 2b entspricht in der Funktionsweise ge
nau den Fig. 1a und 1b, nur mit dem Unterschied, daß
bei Verwendung von Permanentmagneten N-S geringer Fluß
dichte, die Dynamoblech-Polschuhe Po 1 und Po 1′ sich
von den Magnetpolflächen aus, zu den Kernabschnitten 2
hin, feldverdichtend verjüngen!
Die Fig. 3 zeigt die Magnetisierungskurve bei Tempera
turen zwischen 20°C-40°C, der polykristallinen meta
magnetischen Mangan-Gold Legierung Mn-Au2, welche
wegen ihrer regellosen Kristallit-Orientierung einen
zu flachen Magnetisierungs-Anstieg nach Überschreitung
der kritischen Schwellfeldstärke aufweist.
Man müßte deshalb für die erfindungsgemäße Anwendung
Einkristalle dieser Legierung herstellen und wenn dies
nicht möglich sein sollte, könnte eine Zerkleinerung
der natürlichen polykristallinen Legierung und Ausrich
tung der entstehenden kleinen Einkriställchen im Magnet
feld, mit anschließendem Pressen und Sintern, Abhilfe
schaffen!
Die Fig. 4 zeigt die Magnetisierungskurven bei verschie
denen Umwandlungs-Temperaturen und zugehörigen kriti
schen Schwellfeldstärken, des metamagnetischen Selten-
Erdmetalles Dysprosium. Diese idealen Magnetisierungs
kurven von nahezu senkrechter Steilheit, wurden an einem
gezüchteten Dysprosium-Einkristall gemessen.
Obwohl nur bei relativ tiefen Temperaturen metamagnetisch
dürfte dieses gar nicht so rare Metall wegen seiner ho
hen Magnetisierungswerte in ferromagnetischen Zustand
und noch günstigen Preises, für die Plättchen 5, 5′ der
Erfindung, das bevorzugte Material sein.
Die tiefe Funktionstemperatur des Dysprosiums ist auch
deshalb kein Nachteil, weil die Induktoren selbst Hoch
leistungs-Kühlaggregate sind, solange ihnen elektrische
Leistung abverlangt wird, sie halten von sich aus ihre
tiefe Arbeitstemperatur aufrecht, es muß im Gegenteil
über Wärmetauscher ihrem Kreislaufmedium eine ausreichen
de Wärmemenge zugeführt werden.
Nur zum "Starten" muß ihr flüssiger oder gasförmiger Medi
enkreislauf, einmal auf die Funktionstemperatur des Dys
prosiums fremdgekühlt werden!
Es kann also mit den erfindungsgemäßen magnetokalorischen
Induktoren, gleichzeitig elektrische Energie und Kälte
erzeugt werden.
Die Fig. 5 zeigt ein technisches Ausführungsbeispiel
der Erfindung nach Fig. 1a in perspektivischer Ansicht,
hierbei sind sowohl in den Jochkernen 6, 6′, wie auch
in den Polschuhen Po und Rückschlußkernen 9, Befesti
gungsbohrungen B vorgesehen.
In Pfeilrichtung L können die Magnetkreise relativ lang
ausgeführt werden.
Die Fig. 6 zeigt ein Verbindungsteil perspektivisch
für die Fig. 5, aus Pertinax, Aluminium oder anderen
nicht magnetisierbaren Stoffen, ebenfalls mit Bohrungen
B, deckungsgleich mit den Bohrungen B der Fig. 5, um
die Magnetkreisteile mit Gewindestangen wie auch bei
Transformatoren üblich, unverrückbar miteinander verbin
den zu können. Bei langen stangenförmigen Ausführungen
der Fig. 5, müssen wiederholt solche Verbindungsteile
zur Erhaltung der mechanischen Stabilität und der genau
en Abstände der Magnetkreis-Einzelteile, zwischendurch
eingefügt werden.
Da die Magnetkreise an ihren den Plättchen 5, 5′ zugewan
dten Polschuh- und Rückschlußkern-Enden, selbst bei Ver
wendung von stärksten Samarium-Kobalt-Magneten, keine
beliebig hohe Feldstärke erzeugen können und die an den
Plättchen 5, 5′ zustande kommende Feldstärke, von der
Breite dieser Plättchen 5, 5′, die den Abstand zu Joch
kernen 6, 6′ bildet, abhängig ist, - muß aus diesen Grün
den die Plättchenbreite im Bereich des noch von den Mag
netkreisen -, mit Hilfe des Steuerkernflusses überschreit
baren, Schwell- oder Schaltfeldstärke-Wertes bleiben.
Die Breite der Plättchen 5, 5′ ist also aus physikali
schen Gründen, egal wie groß die Magnetkreise ausgeführt
werden, ein unveränderbares Maß, bei gleichem metamagne
tischem Grundstoff!
Aus diesem Grunde ist es nachteilig, besonders große Mag
netkreise herzustellen, weil in diesem Fall sämtliche
Magnetkreisteile zweidimensional zunehmen, während die
Plättchen 5, 5′ aber wegen der unveränderbaren Breite,
nur eindimensional vergrößert werden können.
Umgekehrt ist es sinnvoller, die Magnetkreise zu ver
kleinern, weil die Plättchen 5, 5′-Breite gleichbleibt
und nur ihre Höhe abnimmt, die anderen Teile mit Aus
nahme der Ausdehnung in Pfeilrichtung L der Fig. 5,
aber in ihrer Flächenausdehnung im Quadrat abnehmen.
Das Größenverhältnis flächenmäßig betrachtet, insbeson
dere von Jochkern- zu Plättchen-Flächen, verändert sich
somit bei Verkleinerung der Magnetkreisteile, - zu Gun
sten der Plättchen 5, 5′-Flächen!
Das ist eine "wichtige" Tatsache, denn was nützt ein gro
ßer Jochkern 6, 6′, wenn die im Verhältnis zu ihm zu
kleinen Plättchen 5, 5′ und damit auch zu kleiner Plätt
chenoberflächen, mit ihrer Wärmeaufnahmefähigkeit, nicht
mit der möglichen großen elektrischen Energieauskopplung
der zu großen Jochkerne 6, 6′, Schritt halten können!
Bei einer gleitend-fortgesetzten zweidimensionalen und
aber bei Plättchen 5, 5′ nur "eindimensionaler" Verklei
nerung der stirnseitigen Flächenmaße der Magnetkreise,
wird also sehr bald die Größenordnung erreicht, bei der
die mögliche elektrische Leistungsabgabe, mit der Wärme
mengen-Aufnahmefähigkeit der Plättchen 5, 5′ - Oberflä
chen, im energetischen Gleichgewicht ist.
Dieses energetische Gleichgewicht wird natürlich umso
früher erreicht, je mehr sich die Plättchenoberflächen,
bei gleichbleibender Breite der Plättchen 5, 5′, künst
lich vergrößern lassen.
Die Fig. 7a-b-c zeigt in vergrößertem Maßstab, solche
erfindungsgemäßen Oberflächenvergrößerungs-Möglichkeiten
der metamagnetischen Plättchen 5, 5′, auf.
Während die Fig. 7a perspektivisch und in der Höhe ge
kürzt, ein normales Plättchen 5 mit der kleinsten Ober
fläche darstellt, welches mit anderen gleichgestalteten
Plättchen 5 aneinandergereiht, schmale Schlitze zum Medi
endurchtritt freiläßt, ist in Fig. 7b ein Plättchen 5
in der Flächendraufsicht und im Schnitt A-B zu sehen,
auf dessen Oberfläche streifenförmig durch Aufdampfen,
galvanisch, oder mit anderen geeigneten Verfahren, beid
seitig, gut wärmeleitende schmale Kupfer-, oder Silber-
Rippen R, zur Vergrößerung der Oberflächen aufgetragen
sind, oder in ein dickeres metamagnetisches Plättchen 5,
solche Rippen R durch streifenförmiges Ätzen, oder mit
anderen geeigneten Materialabtragungs-Verfahren herge
stellt werden. Zur Isolierung können die stirnseitigen
Oberflächen der Rippen R mit einer Oxyd Ox, oder Lack
schicht versehen sein. Die Plättchen 5 können außerdem
aufgelötete Haltestäbchen H, welche über die Plättchen-
Breite hinausragen, oder auch keine solche, aufweisen.
In Fig. 7c sind stirnseitig betrachtet, aneinander ge
reihte Plättchen 5, mit der größten Oberfläche darge
stellt, sie entsprechen der Fig. 7b, ihre Rippen R sind
jedoch mit Ausnahme der seitlichen äußeren Rippen, auf
den beiden Flächenseiten so gegeneinander verschoben,
daß aneinander gereiht, jede Rippenstirnseite einer Ver
tiefung gegenüberliegt.
Die Fig. 8 zeigt ein einzelnes erfindungsgemäßes Joch
kernblech 6, mit geringen Ausnehmungen Au, welche dazu
dienen, die Plättchen 5, 5′ festzuhalten. Gleiche geringe
Ausnehmungen gegen ein Abgleiten der Plättchen 5, 5′ in
das Innere des Magnetkreises, können auch die Polschuh Po
Stirnseiten im Kernabschnitt 4, aufweisen.
In der Fig. 9 wird eine Anordnung von sechs magnetoka
lorischen Gegentakt-Induktoren nach Fig. 1a und Fig. 5
gezeigt, welche zu einer nahezu kompletten Anlage zur
elektrischen Energie- und Kälte-Erzeugung zusammenge
faßt sind.
Eine Kreislaufpumpe KP befördert hierbei das flüssige
Kältemittel durch einen Wärmetauscher WT und in den
Pfeilrichtungen durch die Schlitze der Plättchen 5, 5′
in einem Kreislauf zurück zur Kreislaufpumpe KP.
Um einen unerwünschten Wärmedurchtritt durch das Stahl
blechgehäuse, in welchem die Induktoren untergebracht
sind, zu verhindern, wird das Stahlblechgehäuse aus dop
pelwandigen Trennwänden TR gebildet und im Zwischenraum
evakuiert. Eine Vakuumpumpe wird an den Anschluß Z ange
schlossen.
Um die elektrische Energie- und Kälte-Erzeugung anzu
werfen, muß nur zum Start, um das Dysprosium der Plätt
chen 5, 5′ auf seine Funktionstemperatur von etwa 150°K
zu bringen, an die Anschlüsse X und Y eine externe Kälte
maschine angeschlossen werden!
Danach genügt es, ununterbrochen elektrische Energie aus
den Induktoren auszukoppeln, um nicht nur die tiefe Tem
peratur der Anlage aufrecht zu erhalten, sondern sogar
noch thermische Energie dem Wärmetauscher WT entziehen
zu können!
Darüber hinaus könnte auch bei größerem Wärmeverbrauch
das Vakuum zwischen den Trennwänden TR, durch das Ventil
V, verringert werden.
Wie in Fig. 9 weiter erkennbar ist, hat sich durch die
zweidimensionale und bei den Plättchen 5 nur eindimensio
naler zeichnerischer Verkleinerung der Magnetkreise, ge
genüber den Fig. 1a und 5, das Oberflächenverhältnis
zu Gunsten der Plättchen 5 verändert!
Eine solche erfindungsgemäße Anlage, ob mit wenigen, oder
mit einigen hundert magnetokalorischen Induktoren, ver
spricht eine sehr hohe Lebensdauer, weil sie außer der
Kreislaufpumpe KP, keine beweglichen mechanischen Teile
aufweist.
Auch ihre Wirtschaftlichkeit, ist wohl von keiner bekann
ten Elektrizitäts- und Kälte-Erzeugungsmethode erreich
bar, oder gar zu übertreffen!
Claims (10)
1. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor zur Erzeugung
elektrischer Energie und zur Kälte-Erzeugung, dadurch
gekennzeichnet, daß er aus zwei spiegelbildlich gleichen
Magnetkreisen mit Permanentmagneten (N-S), Dynamoblech-
Polschuhen (Po), einkristallinen metamagnetischen Plätt
chen (5, 5′) und Jochkernen (6, 6′) mit Induktions-Spulen
(8, 8′) sowie Streiflußkompensationskernen (SK) besteht, -
wobei die beiden Magnetkreise nur durch zwei Steuerkerne
(3) (Fig. 1b, 2b), oder durch einen Steuerkern (3) und ei
nen Rückschlußkern (9) (Fig. 1a, 1b und 5) miteinander ve
bunden sind, wobei die Steuerkerne noch mit Spulen (7)
bewickelt sind.
2. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Steuerkern (3) und
Rückschlußkern (9), nur die jeweils magnetisch gleichna
migen Polschuhe, oder Pole, von einem Magnetkreis zum an
deren Magnetkreis miteinander verbindet, (Fig. 1a-b und
2a-b) und dabei die Steuerkerne (3) nur in die Polschuh-
Abschnitte (4) einmünden dürfen, welche den Plättchen (5,
5′) unmittelbar gegenüberliegen.
3. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung ein
magnetisches bistabiles Flip-Flop-System, in Analogie
zu dem elektronischen Flip-Flop darstellt, wobei jeder
dem vorhergehenden in seiner Stromrichtung in den Steuer
spulen (7) entgegengesetzten Stromimpuls, oder Nadelimpuls
abwechselnd die beiden Jochkerne (6, 6′) in die einander
jeweils entgegengesetzten magnetischen Zustände umkippen
läßt, entmagnetisiert- und magnetisiert.
4. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach Anspruch 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein einzelner Induktor
aus physikalischen Gründen, keine hohen elektrischen
Leistungen erzeugen kann, weil die Stirnflächen (Fig. 1a-b
und 2a-b) insbesondere der Jochkerne (6, 6′), in einem eng
begrenzten Größenverhältnis zur wärmeaufnehmenden Fläche
der metamagnetischen Plättchen (5, 5′) bleiben müssen,
damit die elektrische Leistungsabgabe, - im energetischen
Gleichgewicht zur Wärmemengen-Aufnahmefähigkeit der
Plättchen (5, 5′) - Oberflächen, bleibt!
5. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß Aggregate oder Anlagen für
höhere, oder sehr hohe elektrische Leistungen, deshalb
eine mehr oder weniger große Zahl dieser Induktoren auf
weisen (Fig. 9), zumal nur ihre Längenausdehnung in Pfeil
richtung (L, Fig. 5), eine relativ bescheidene Leistungs
steigerung der Induktoren ermöglicht.
6. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach Anspruch 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale Breite
der metamagnetischen einkristallinen Plättchen (5, 5′) für
einen gleichen metamagnetischen Grundstoff, ein nicht
vergrößerbares Maß aufweist.
7. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach Anspruch 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die metamagnetischen
Plättchen (5, 5′) zur Vergrößerung ihrer wärmeaufnehmenden
Oberflächen, mit beliebigen bekannten Verfahren herge
stellte Rippen (R) gleichen Materials, oder aus Kupfer-
oder Silber-Schichten und auch aus beliebigen anderen
oberflächen-vergrößernden Strukturen- wie noppen- oder
stachelförmig, bestehen, oder aufweisen kann (Fig. 7a-b-c).
8. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach einem der
Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mag
netkreise zur Befestigung ihrer Einzelteile, in Abstän
den Verbindungsteile (Fig. 6) aus nicht magnetisierbarem
Material, mit Bohrungen (B) aufweisen.
9. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach einem der
Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Joch
kerndynamobleche (6, 6′) und/oder die Polschuhbleche (Po)
Bohrungen (B) und Ausnehmungen (Au, Au′), aufweisen
können (Fig. 8 und 5).
10. Magnetokalorischer Gegentakt-Induktor, nach Ansprüchen
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anlage mit be
liebig vielen Induktoren, doppelte Gehäuse-Trennwände (TR)
mit Vakuum dazwischen, eine Medienkreislaufpumpe (KP) und
Wärmetauscher (WT) aufweist (Fig. 9).
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3815500A DE3815500A1 (de) | 1988-05-06 | 1988-05-06 | Magnetokalorischer gegentakt - induktor zur erzeugung elektrischer energie - und zur kaelte-erzeugung |
| EP88111642A EP0308611A1 (de) | 1987-09-25 | 1988-07-20 | "Magnetokalorische monostabile- und bistabile- Induktoren," zur Erzeugung elektrischer Energie- und zur Kälte-Erzeugung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3815500A DE3815500A1 (de) | 1988-05-06 | 1988-05-06 | Magnetokalorischer gegentakt - induktor zur erzeugung elektrischer energie - und zur kaelte-erzeugung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3815500A1 true DE3815500A1 (de) | 1989-11-16 |
Family
ID=6353811
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3815500A Withdrawn DE3815500A1 (de) | 1987-09-25 | 1988-05-06 | Magnetokalorischer gegentakt - induktor zur erzeugung elektrischer energie - und zur kaelte-erzeugung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3815500A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20110192834A1 (en) * | 2008-10-24 | 2011-08-11 | Cooltech Applications | Magnetocaloric thermal generator |
| CN115628832A (zh) * | 2022-10-18 | 2023-01-20 | 南京工业大学 | 一种基于等效磁化面效应的高灵敏度应力无损检测方法 |
-
1988
- 1988-05-06 DE DE3815500A patent/DE3815500A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US20110192834A1 (en) * | 2008-10-24 | 2011-08-11 | Cooltech Applications | Magnetocaloric thermal generator |
| US8881537B2 (en) * | 2008-10-24 | 2014-11-11 | Cooltech Applications Societe Par Actions Simplifiee | Magnetocaloric thermal generator |
| CN115628832A (zh) * | 2022-10-18 | 2023-01-20 | 南京工业大学 | 一种基于等效磁化面效应的高灵敏度应力无损检测方法 |
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