DE3816593C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur automatischen
Montage von elastischen Dichtringen mit einer Abgabestation
für die Dichtringe auf ein bewegbares Aufnehmer- oder
Werkstückende, gegebenenfalls mit einer zur Stirnfläche
planparallelen Ringnut, sowie mit Mitteln zum Halten des eine
Schlinge bildenden Dichtringes im wesentlichen senkrecht zur
Bewegungsrichtung der Stirnfläche des Aufnehmer- oder
Werkstückendes.
Bekannte Vorrichtungen zur Montage weichelastischer Ringe und
hier besonders im Bereich der Montage außenliegender O-Ringe
sind mit zahlreichen Nachteilen behaftet, beispielsweise sind
im allgemeinen keine pneumatischen Antriebe bzw. pneumatische
Steuerungen möglich bzw. vorgesehen, eine
Beschädigungsfreiheit des O-Ringes kann nicht immer
gewährleistet werden, eine gute Positioniermöglichkeit des O-
Ringes ist den meisten Fällen nicht gegeben; auch mangelt es
häufig an einer ausreichenden Betriebssicherheit bei häufiger
Benutzung. Ferner sind die bekannten Vorrichtungen
empfindlich gegen ein Verölen oder Verfetten der Dichtringe.
Aus der DE 35 33 674 A1 ist eine gattungsgleiche
Montagevorrichtung für O-Ringe bekannt, wobei die Stirnfläche
eines Werkstückendes auf eine horizontale Gleitfläche
aufgesetzt und auf dieser quer über einen in die Gleitfläche
eingearbeiteten Zuführungsschlitz verschoben wird, wobei in
dem Zuführungsschlitz ein O-Ring vertikal gehalten ist, der
mit seinem oberen Teil in Art einer Schlinge über die
Gleitfläche vorsteht, so daß sich das Werkstück selbst in den
O-Ring einfädeln kann. Zur richtigen Positionierung des O-
Rings auf dem Werkstück ist in horizontaler
Verschieberichtung nach dem ersten oder jedem weiteren
Zuführungsschlitz eine Stößelvorrichtung in die Gleitfläche,
beipielsweise in Form einer Vertiefung integriert. Bei diesem
Montageverfahren werden die O-Ringe verdrillt und die
Funktionssicherheit ist insbesondere bei geölten oder
gefetteten Dichtringen nicht gewährleistet. Sofern ein
montierter Dichtring nicht direkt in die dafür vorgesehene
Nut eingelegt wird, kann die Dichtung möglicherweise wieder
vom Werkstückende abspringen.
Die US-PS 36 05 239 zeigt und beschreibt eine Vorrichtung zur
automatischen Montage von elastischen Dichtringen mit einer
Abgabestation und einem Aufnehmerende. Die Abgabestation der
bekannten Vorrichtung hält den Dichtring während der Abgabe
ortsfest in einer Position, die senkrecht zur
Bewegungsrichtung der Stirnfläche eines Aufnehmerendes liegt.
Zur Abgabe greift das Aufnehmerende in den insgesamt eine
Schlinge bildenden Dichtring ein. Während der Abgabe des
Dichtringes wird dieser mittels Finger, die in die Schlinge
des Dichtringes eingreifen, gespreizt. wie dies insbesondere
in Fig. 7-9 und zugehöriger Beschreibung dargestellt ist.
Die Vorrichtung ist mit einer doppelt wirkenden Kolben-
Zylindereinheit zur automatischen Betätigung ausgebildet.
Nachteilig ist ein vergleichsweise komplizierter Aufbau
dieser Vorrichtung, wobei zu berücksichtigen ist, daß für
jeden unterschiedlichen Durchmesser eines O-Ringes die
zylinderförmig ineinandergreifenden Betätigungsorgane mit
hohen Kosten ausgewechselt werden müssen. Da weiterhin
mehrere ineinandergleitbar ausgebildete Funktionselemente mit
engen Toleranzen vorgesehen sind, ergibt sich ein nicht
unerheblicher Bedarf an Wartungsarbeit im Zusammenhang mit
einer entsprechenden Störanfälligkeit.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung
vorzustellen, mittels derer die genannten Nachteile vermieden
und die Schwierigkeiten ausgeräumt werden können.
Insbesondere sollen auch die Möglichkeiten einer
rechnergesteuerten Montage optimal genutzt werden können.
Weitere Teilaufgaben bestehen darin, daß bestimmte Kriterien
für die Dichtringmontage optimiert werden. Hierzu zählen
insbesondere eine geringe Weitung unter fünfzehn Prozent und
eine geringstmögliche Verdrehung bzw. die Drallfreiheit der
Dichtringe sowie eine hohe Betriebssicherheit bei der
Montage, kurze Umrüstzeiten, Bedienungsfreundlichkeit und
kompakte Bauweise der Vorrichtung.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt bei einer
Vorrichtung der eingangs genannten Art mit der Erfindung
dadurch, daß die Abgabestation aus einer Montageplatte
besteht, auf der ein Nadelpaar, welches zum Aufweiten des
Dichtringes aufspreizbar ausgebildet ist, mit über die
Montageplatte herausragenden Enden und ein an den Aufnehmer
zu übergebender Dichtring aufliegen, wobei der Aufnehmer
vertikal zur horozontalen Montagefläche und an deren
Montagekanten vorbeibewegbar angeordnet ist, dessen Ende
im Verlaufe seiner Bewegung zwischen dem Nadelpaar im Bereich der Nadelenden sowie
in die Schlinge des Dichtringes eindringbar ausgebildet und
angeordnet ist.
Die Vorrichtung zeichnet sich vorteilhaft durch eine
besonders einfache und kostengünstige Ausführungsform aus,
wobei die Dichtringzufuhr auf beliebige Weise von einem
Magazin auf die Montageplatte erfolgen kann. Besonders
einfach ist die Funktionsweise, die darin besteht, daß beim
Vorbeibewegen des Aufnehmers an der horizontalen
Montagefläche die Enden des Nadelpaares sich um das Ende des
Aufnehmers spreizen und gleichzeitig in die Schlinge
eindringen. Auf diese Weise wird der Dichtring erfaßt und
für das Überstreifen über den Aufnehmer aufgespreizt.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Nadelenden
vorzugsweise einander in einem Winkel von etwa achtundzwanzig
Grad zugeneigt und in Richtung der Bewegung des Aufnehmers um
etwa fünfzehn Grad abgewinkelt. Durch die Neigung der
Nadelpaarenden aufeinander zu wird die Aufziehtiefe
vergrößert und ein Herunterreißen des O-Rings beim
Zurückfahren der Nadeln verhindert. Generell sollten aber die
Nadeln möglichst eng zusammen sein, um eine lange
Unterstützung des Aufziehvorganges zu gewährleisten. Ein
Abwinkeln der Nadeln in Richtung der Aufnehmerbewegung
ermöglicht ferner ein weites Aufbringen des O-Rings im
letzten Abschnitt des Aufziehvorganges. Zusätzlich kann der
Nadelabstand verringert und dadurch die Unterstützung des
Aufziehvorganges durch die Nadeln verlängert werden, da der
Aufnehmer nicht mehr an der engsten Stelle auf das Nadelpaar
trifft, sondern an der höchstgelegenen. An dieser Stelle ist
der Nadelabstand ausreichend groß, so daß die Kräfte in
Richtung der Aufnehmerbewegung klein gehalten werden.
Besonders zweckmäßig ist es auch, wenn das Nadelpaar aus
Federdraht mit einem Durchmesser von etwa einem Millimeter
besteht und die Nadelenden leicht abgerundet sind. Bei vielen
Aufziehversuchen konnte festgestellt werden, daß
Federstahldraht mit einem Durchmesser von 1,0 mm eine
optimale Lösung darstellt. Auch bei größerer Länge bleibt der
Federstahldraht auf diese Weise formstabil. Ein leichtes
Abrunden der Nadelenden führt noch zu einer Verringerung der
Flächenpressung zwischen Nadel und Aufnehmer und erhöht die
Lebensdauer.
Die Bewegung der Stirnfläche des Aufnehmer- bzw.
Werkstückendes erfolgt in einer Ebene mit einer Neigung von
Null bis sechzig Grad aus der Vertikalen, vorzugsweise in der
Vertikalen selbst. Hierdurch ist eine Anpasung bzw.
Integration an bzw. in bestehende Produktionslinien auf
einfache Weise möglich. Ferner kann durch die winklige
Anordnung die Dichtringabgabe beeinflußt, d. h. störungsfrei
optimiert werden.
Das Aufnehmer- bzw. Werkstückende kann
während der Dichtringmontage zusätzlich um die eigene
Längsachse gedreht werden. Die vorteilhaften Wirkungen liegen in
einer weiter verminderten Verdrehung der Dichtringe und damit
verbesserten Dichtigkeit und erhöhten Lebensdauer.
In einer möglichen Ausführungsform weist die
Abgabestation eine Vereinzelungseinrichtung bzw. einen
Vereinzeler zur Vereinzelung von Dichtringen aus einem
Stapelmagazin auf, wobei der Vereinzeler eine Montagefläche
zur Lagerung des Nadelpaars besitzt und mit einem horizontal
beweglichen Schlitten bzw. einem Linearmotor verbunden und
entsprechend beweglich angeordnet ist, und wobei am
Vereinzeler eine Deckplatte angebracht ist, deren Stirnfläche
konkav gewölbt ist. Eine derartige Montagevorrichtung hat
besonders vorteilhafte Ergebnisse im Dauereinsatz erbracht.
Die Vorrichtung kann pneumatisch betreibbar
ausgebildet sein. Auf diese Weise können hohe Arbeitsleistungen
erzielt und eine besonders große Betriebssicherheit
gewährleistet werden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung der in den
Zeichnungen teilweise schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung mit Vertikalbewegung
des Aufnehmers,
Fig. 2 eine Prinzipskizze der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung mit Kreisbewegung
des Aufnehmers, die im Übergabebereich
in Vertikalrichtung verläuft,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Vorrichtung
in Seitenansicht,
Fig. 4 wie Fig. 3, gedreht um 90 Grad aus der
Zeichenebene nach rechts,
Fig. 5 wie Fig. 3, jedoch in Draufsicht,
teilweise geschnitten,
Fig. 6 Einzelheit aus Fig. 3, Magazin und
Vereinzeler, in teilweise geschnittener
Seitenansicht,
Fig. 7a, b ein Nadelpaar in Drauf- und Seitenansicht,
Fig. 8 Pneumatikschaltplan für eine erfindungs
gemäße Montagevorrichtung.
In Fig. 1 sind die wesentlichen Elemente der
erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
dargestellt, wobei mit (1) eine Abgabestation für
Dichtringe (2) an einen bewegbaren Aufnehmer (3)
bezeichnet ist. In einer einfachen Ausführungsform
besteht die Abgabestation (1) aus einer Montagefläche
bzw. Montageplatte (10), auf der ein Nadelpaar (11)
und darüber der an den Aufnehmer (3) zu übergebende
Dichtring (2) aufliegen. Die über die Montagekante
(12) der Montagefläche (10) herausragenden Enden des
Nadelpaars (11) sind mit (11′) und (11′′) bezeichnet,
der über die Montagekante (12) hinausreichende Teil
des Dichtrings (2) bildet die Schlinge (2′). Der
Aufnehmer (3) ist vertikal zur horizontalen
Montagefläche (10) und an deren Montagekante (12)
vorbei bewegbar angeordnet, wobei das Ende (3′) des
Aufnehmers (3) zwischen das Nadelpaar (11) im Bereich
der Nadelenden (11′, 11′′) diese spreizt und
gleichzeitig in die Schlinge (2′) eindringt. Dabei
wird die Schlinge (2′) nach unten gedrückt und der auf
der Montagefläche (10) befindliche Teil (2′′) des O-
Rings (2) nach oben. Während der Weiterbewegung des
Aufnehmers (3) in Pfeilrichtung nach unten wird der
Dichtring (2) geweitet und über das Ende (3′)
gestülpt. Die Nadelenden (11′, 11′′) spreizen sich
dabei um das Aufnehmerende (3′) und sorgen für eine
Weitung des Dichtrings (2) und verhindern gleichzeitig
ein Verdrehen in sich. Sobald das Aufnehmerende (3′)
die Kante (12) passiert hat, sind auch die Nadelenden
(11′, 11′′) wieder in ihre Ursprungslage zurückgekehrt
und haben den Bereich des nunmehr geweitet auf dem
Aufnehmerende (3′) in etwa planparallel zu dessen
Stirnfläche (3′′) montierten Dichtrings (2′′′)
verlassen.
Gemäß Fig. 2 ist der Aufnehmer (3) auf einer
Schwenkscheibe (20) befestigt, deren Bewegung auf
einer Kreisbahn in Pfeilrichtung eine einfache
Übernahme des Dichtrings (2) wie vorstehend
beschrieben und die Weitergabe an ein anderes
Werkstück ermöglicht. Nach Montage des Dichtrings (2)
auf dem Aufnehmer (3) können Aufnehmer (3) und
Dichtring (2) nun zur Endmontage an dem nicht
dargestellten anderen Werkstück durch Drehung der
Schwenkscheibe (20) in eine bestimmte, gewünschte
andere Schwenklage gebracht werden, in der dann die
Abgabe des Dichtrings (2) an das neue Werkstück
erfolgt.
In den Fig. 3 bis 7 sind eine bevorzugte
Ausführungsform der Vorrichtung
nach der Erfindung bzw. deren Einzelheiten
dargestellt, bestehend im wesentlichen aus der
Abgabestation (1), die auf einer Grund- oder
Basisplatte (21) in geeigneter Weise befestigt ist.
Der Aufnehmer (3) ist an der Schwenkscheibe (20)
angebracht, die über eine Anflanschung (22) mit dem
Schwenkmotor (23) in Verbindung steht und von diesem
geschwenkt bzw. gedreht werden kann. Der Motor (23)
bzw. auch der Verbindungsflansch (22) mit der
Schwenkscheibe (20) werden von einem Tragarm (24)
gehalten, der mit der Basisplatte (21) lösbar
verbunden ist. Zur weiteren Abstützung und
Feinjustierung der Schwenkscheibe (20) und dem damit
verbundenen Aufnehmer (3) ist in die Basisplatte (21)
ein höhenverstellbarer Federbolzen (25) eingeschraubt,
der mittels einer Mutter (26) fixierbar ist und die
Höhenlage des Anschlagwinkels (27) verändert.
Unterhalb der Basisplatte (21) ist im allgemeinen ein
nicht dargestellter Sockel vorgesehen, in dem sich die
pneumatische Steuerung befindet (vgl. Fig. 8). Ein
Versenken der Vorrichtung bis zur Grundplatte (21) in
einem Arbeitstisch stellt eine mögliche, zweckmäßige
Variante dar.
Die Abgabestation (1) für die Dichtringe (2) besteht
nach Fig. 3 im wesentlichen aus einem Stapelmagazin
(30), gefüllt mit einem ausreichenden Stapel (31) von
beispielsweise fünfzig abzugebenden Dichtringen (2),
wobei das Magazin (30) von einem Magazinhalter (32)
getragen und mittels eines Haltebocks (33) abgestützt
wird. Zur Abgabestation (1) gehört ferner eine
Vereinzelungseinrichtung (40), die mit einem
horizontal beweglichen Schlitten bzw. einem
Linearmotor (41) verbunden und entsprechend beweglich
angeordnet ist. Der Vereinzeler (40) ist auf einem
Haltebock (vgl. Fig. 4, Ziffer 42) abgestützt, der
seinerseits an der Grundplatte (21) befestigt ist. Zum
Vereinzeler (40) gehört die Deckplatte (43), deren
Stirnfläche (43′) konkav gewölbt ist, in Anlehnung an
die Form der Dichtringe (2). Die erfindungsgemäße
Vorrichtung verfügt ferner über einen Abschalthebel
(50) mit Lagerung (51) und Abschaltventil (52), über
die sich aus Sicherheitsgründen die gesamte Pneumatik
bzw. Funktion der Vorrichtung abschaltet, sobald ein
bestimmter Druck auf den Hebel (50) ausgeübt wird
(vgl. insbesondere Fig. 4).
Gemäß Fig. 5 befindet sich der in axialer Richtung
bewegliche Aufnehmer (3) in einer Aufnehmerhülse (60),
die an der Schwenkscheibe (20) mittels
Zylinderschraube (61) befestigt ist. In der
Aufnehmerhülse (60) ist ein Gewindegestänge (62) mit
einer Aufnehmerfeder (63) sowie ein Arretier- bzw.
Anzeigestift (64) untergebracht. Gegen der Druck der
Feder (63) ist das Aufnehmerende (3′) in der Hülse
(60) versenkbar ausgebildet, um auf diese Weise die
Abgabe der aufgezogenen Dichtung (2′′′) zu
erleichtern. Wie anhand von Fig. 5 und insbesondere
auch von Fig. 6 deutlich gemacht werden kann, fährt
bei Betrieb der Vorrichtung der Vereinzeler (40)
zunächst zurück (d.h. in den Figuren nach links),
dabei fällt aus dem Stapel (31) der unterste Dichtring
(2) in die Ebene der Deckplatte (43), d.h. vor deren
Stirnfläche (43′) auf das Nadelpaar (11) und wird in
dieser Lage mit Bewegung des Vereinzelers (40) nach
rechts, d.h. nach vorne zum Aufstreifen auf den
Aufnehmer (3) bereitstellt. Gleichzeitig schließt die
Deckplatte (43) die untere Öffnung des Magazins (30)
und verhindert so ein Nachfallen der gestapelten O-
Ringe (31). Das Nadelpaar (11) ist im Inneren des
Vereinzelers (40) gehalten. Beim Aufziehvorgang
befinden sich die Nadelspitzen (11′, 11′′) zwischen
dem Aufnehmerende (3′) und dem O-Ring (2), werden
dabei gespreizt und erreichen sodann wieder ihre
Ruhestellung. Wenn dies geschehen ist, fährt der
Vereinzeler (40), bewegt durch den Schlitten bzw.
Linearmotor (41) , zusammen mit dem Nadelpaar (11)
wieder zurück (d.h. in den Figuren nach links) und
gibt so das Aufnehmerende (3′) mit dem aufgezogenen O-
Ring (2′′′) frei. Dieser schwenkt daraufhin in den
Montagebereich (vgl. Fig. 4 mit Drehung der
Schwenkscheibe 20 um 180 Grad) zurück und stellt den
geweiteten O-Ring (2′′′) zur Endmontage auf einem
anderen Werkstück (nicht dargestellt) bereit. Dies
geschieht beispielsweise durch Einführen des
Aufnehmerendes (3′) in die Aufnehmerhülse (60) bis zur
Anschlagfläche, wodurch gleichzeitig eine exakte
Positionierung des O-Ringes (2) gewährleistet wird.
Ein weiteres Einschieben des Aufnehmers (3) gegen die
Kraft der Aufnehmerfeder (63) in die Aufnehmerhülse
(60) führt zum Abstreifen des O-Rings (2′′′) auf das
Werkstück, wonach der O-Ring (2′′′) fertig montiert ist und
die Schwenkscheibe (20) wieder in die Aufnahmeposition
in den Bereich der Abgabestation (1) geschwenkt wird.
In Fig. 8 wird ein Pneumatikschaltplan für eine
erfindungsgemäße Montagevorrichtung gezeigt, zur
Steuerung des Schwenkmotors bzw. der Schwenkscheibe (20)
sowie des Linearmotors bzw. des Vereinzelers (40). Mit
(0.1) ist dabei eine Wartungseinheit bezeichnet, mit
(0.2) ein 2/2- Wegeventil mit Handbetätigung, mit
(0.3) ein 3/2- Wegeventil als Grenztaster, mit (1.2,
2.2, 3.2) drei 2/2- Wegeventile als Drucktaster, mit
(3.1, 3.0) zwei 3/2- Wegeventile, die beidseitig
pneumatisch betätigbar sind, mit (1.1, 2.1) zwei 4/2-
Wegeventile zur beidseitigen pneumatischen Betätigung,
mit (1.0) ein doppelt wirkender Zylinder und mit
(2.0) ein doppelt wirkender Schwenkantrieb. Abweichend
davon kann die Vorrichtung allerdings beispielsweise
auch elektromotorisch betreibbar ausgebildet sein.
Eine mögliche Abwandlung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung kann darin bestehen, die Vereinzelungs- und
Aufnehmereinrichtungen in beliebiger Achsstellung
zueinander anzuordnen. Durch eine beliebige
automatische O-Ring-Zufuhr, z. B. über
Schwingförderer, Roboter oder ein sonstiges
Handlingsystem, an dem die Aufnehmerbaugruppe
angebracht ist, läßt sich die erfindungsgemäße
Vorrichtung in Automatisierungsketten auf einfache
Weise eingliedern. Es können außerdem beliebige
Werkstücke mit Dichtringen montiert werden. Die
gewünschte Position des O-Rings wird beispielsweise
durch Verwendung eines Aufnehmers mit geeigneter
Anschlagtiefe erreicht. Die jeweilige konstruktive
Ausgestaltung ist in Anpassung an die spätere
Verwendung der Vorrichtung dem Fachmann
anheimgestellt.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur automatischen Montage von elastischen
Dichtringen von einer Abgabestation für die Dichtringe auf
ein bewegbares Aufnehmer- oder Werkstückende, gegebenenfalls
mit einer zur Stirnfläche planparallelen Ringnut, sowie mit
Mitteln zum Halten des eine Schlinge bildenden Dichtring im
wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung der Stirnfläche
des Aufnehmer- oder Werkstückendes, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abgabestation (1) aus einer Montageplatte (10)
besteht, auf der ein Nadelpaar (11), welches zum Aufweiten
des Dichtringes (2) aufspreizbar ausgebildet ist, mit über
die Montageplatte (10) herausragenden Enden (11′, 11′′) und
ein an den Aufnehmer (3) zu übergebender Dichtring (2)
aufliegen, wobei der Aufnehmer (3) vertikal zur horizontalen
Montagefläche (10) und an deren Montagekanten (12)
vorbeibewegbar angeordnet ist, dessen Ende (3′) im Verlaufe
seiner Bewegung zwichen das Nadelpaar (11) im Bereich der
Nadelenden (11′, 11′′) sowie in die Schlinge (2′) des
Dichtringes (2) eindringbar ausgebildet und angeordnet ist.
2. Montagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nadelenden (11′, 11′′) vorzugsweise einander in
einem Winkel von etwa achtundzwanzig Grad zugeneigt und in
Richtung der Bewegung des Aufnehmers (3) um etwa fünfzehn
Grad abgewinkelt sind.
3. Montagevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Nadelpaar (11) auf Federdraht mit
einem Durchmesser von etwa einem Millimeter besteht und die
Nadelenden (11′, 11′′) leicht abgerundet sind.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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ID=6354440
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE102006044748A1 (de) * | 2006-09-20 | 2008-04-03 | Ohrmann Gmbh Montagetechnik | Verfahren und Vorrichtung zur automatischen Montage von Dichtringen |
| DE102006044748B4 (de) * | 2006-09-20 | 2018-02-15 | Ohrmann Gmbh Montagetechnik | Verfahren und Vorrichtung zur automatischen Montage von Dichtringen |
| DE102019107346B4 (de) | 2019-03-22 | 2023-04-13 | Thomas Magnete GmbH | Filter zur Anwendung bei Ventilen zum Schutz vor Partikeln und Verfahren zum Zusammenbau einer Ventilhülse mit einem Filter |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3816593A1 (de) | 1989-11-23 |
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