DE3817018C2 - Feuerlöschpumpen-Antriebsregelung - Google Patents
Feuerlöschpumpen-AntriebsregelungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Feuerlöschpumpen-Antriebsrege
lung, mit einem Druckaufnehmer in der Pumpenförderleitung
zur Erfassung des Pumpenförderdrucks zwecks Regelung des
Antriebsaggregats der Feuerlöschpumpe durch eine Regelein
richtung.
Aus DE-OS 27 22 237 und EP-PS 00 40 595 sind Feuerlösch
pumpen-Antriebsregelungen bekannt, die über den Pumpenför
derdruck das Antriebsaggregat der Feuerlöschpumpe regeln.
Gemäß der erstgenannten Schrift wird bei einem Förderdruck
abfall die Pumpenantriebsleistung erhöht. Dadurch wird bei
spielsweise bei einem Platzen des Schlauches (Förderdruck
abfall) auch die Antriebsleistung der Pumpe verstärkt. Ein
geplatzter Schlauch schlägt mithin verstärkt um sich und
stellt eine erhöhte Gefahr für Mensch und Material dar.
Ein das Antriebsaggregat bedienender Maschinist sorgt nor
malerweise dafür, daß die Maschine bei einem Platzen des
Schlauches abgestellt wird. Dies geht zum einen mit einer
unzulässigen Verzögerung einher, zum anderen können dem
Maschinisten Fehler unterlaufen. Zumeist ist der Maschinist
an anderer Stelle eingesetzt, so daß bei einem Schlauch
platzen überhaupt keine Sicherheit gegeben ist. Gemäß der
zweitgenannten Schrift ist die bekannte Druckregelungsein
richtung derart ausgebildet, daß ein Auftreten von Druck
abfall durch Kavitation sofort als solches signalisiert
wird und gegebenenfalls gleichzeitig ein gewisses Absinken
der Pumpenantriebsdrehzahl zur Kavitationsbeseitigung her
beigeführt wird. Somit sind die mit einem Schlauchplatzen
einhergehenden negativen Folgen weiterhin gegeben.
Die US-PS 38 76 009 beschreibt und zeigt eine Feuerlöschpum
pen-Förderleitung, in der ein Durchflußmesser vorgesehen ist.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Feuerlösch
pumpen-Antriebsregelung der eingangs genannten Art, die
einfach aufgebaut ist und wirkungsvoll die bei einem Schlauch
platzen auftretenden Probleme zuverlässig beseitigt.
Gelöst wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe durch
die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale.
Vorteilhaft weitergebildet wird der Erfindungsgegenstand
durch die Merkmale der Unteransprüche 2 bis 6.
Wesen der Erfindung ist mithin, neben einem Druckaufnehmer
in der Pumpenförderleitung zusätzlich einen Durchflußmesser
vorzusehen, dessen Ausgangssignal in der elektronischen
Regeleinrichtung mit dem Druckaufnehmer-Ausgangssignal ver
knüpft wird zu einem verknüpften Ausgangssignal der elek
tronischen Regeleinrichtung, durch welches das Antriebs
aggregat mittels einer Stelleinrichtung auf Null gestellt
wird.
Die elektronische Regeleinrichtung umfaßt zweckmäßigerweise
einen Drucksignalzweig mit einem ersten Sollwertgeber und
einem ersten Zeitgeber sowie einen Durchfluß-Signalzweig
mit einem Digital/Analog-Wandler und einem zweiten Sollwert
geber, wobei der Drucksignalzweig und der Durchflußsignal
zweig in einem UND-Gatter einmünden, das seinerseits an
einen zweiten Zeitgeber sowie an einen Ausgangsverstärker
angeschlossen ist, der das verknüpfte Ausgangssignal der
Stelleinrichtung abgibt.
Vorteilhafterweise ist das UND-Gatter eingangsseitig an
einen Differenzverstärker angeschlossen, der den Durch
fluß-Istwert mit dem Durchfluß-Maximalwert vergleicht, wobei
das UND-Gatter den Durchfluß-Istwert, jedoch maximal den
Durchfluß-Maximalwert empfängt.
Die pneumatische Stelleinrichtung sieht insbesondere ein
durch das verknüpfte Ausgangssignal der elektronischen Steuer
einrichtung betätigbares Elektromagnet-Steuerventil vor,
das eine Druckluftleitung eines Druckluftspeichers zu einem
Pneumatikzylinder durchschaltet, um das Antriebsaggregat
der Förderpumpe abzustellen.
Der Druckaufnehmer kann in bekannter Weise elektrisch oder
mechanisch aufgebaut sein.
Als Durchflußmesser eignet sich insbesondere ein in die
Pumpenförderleitung hineinreichendes Flügelrad, das induk
tiv ein Durchfluß-Ausgangssignal an den Digital/Analog-Wand
ler der elektronischen Regeleinrichtung abgibt.
Durch die Erfindung ist mithin eine automatische sofortige
Wasserabschaltung nach einem Platzen eines Schlauches gewähr
leistet. Dadurch wird vermieden, daß ein geplatzter Schlauch
um sich schlägt und Schaden und Gefahr darstellt. Bei einem
Einbau einer elektronischen Druckhalteautomatik ist es empfeh
lenswert, die vorgenannte Schlauchplatz-Überwachungseinrich
tung vorzusehen, da die Wasserförderung bei geplatztem Schlauch
sonst nochmals erhöht wird, und mithin eine Erhöhung der
Gefahr.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spiels unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher
erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze einer Feuerlöschpumpen-Antriebs
regelung, und
Fig. 2 ein Förderdruck-/Durchfluß-Meßdiagramm zwecks Ein
stellung der Regeleinrichtung.
Gemäß Zeichnung umfaßt eine Feuerlöschpumpen-Antriebsrege
lung (1) in einer Pumpenförderleitung (5) einen Druckauf
nehmer (6). Die Pumpenförderleitung (5) wird durch eine
Feuerlösch- oder Förderpumpe (3), insbesondere Kreiselpumpe
betrieben und weist gemäß Ausführungsbeispiel zwei Druck
abgänge (26 und 27) auf. Das Antriebsaggregat (2) der Feuer
löschpumpe ist über einen einstellbaren Gashebel (28) ein
stellbar hinsichtlich Drehzahl bzw. Förderleistung.
In der Pumpenförderleitung (5) ist ferner ein Durchfluß
messer (7) vorgesehen. Das Ausgangssignal (8) des Druck
aufnehmers (6) sowie das Ausgangssignal (9) des Durchfluß
messers (7) werden in einer elektronischen Regeleinrichtung
(4) verarbeitet, die in Fig. 1 in strichpunktierter Linie
dargestellt und nachfolgend noch erörtert wird.
Die elektronische Regeleinrichtung liefert im Betrieb ein
Ausgangssignal (10), das einer pneumatischen Stelleinrich
tung (11) abgegeben wird, durch die bei einem Schlauchplatzen
der Gashebel (28) auf Null zurückgestellt werden kann, um
Antriebsaggregat (2) und Feuerlöschpumpe (3) automatisch
außer Betrieb zu setzen. Die pneumatische Stelleinrichtung
(11) wird nachfolgend ebenfalls noch erörtert.
In der elektronischen Regeleinrichtung (4) werden beide
Ausgangssignale (8, 9) (Förderdruck/Durchfluß an Löschwas
ser) in einem sog. UND-Gatter (16) miteinander verknüpft,
um das verknüpfte Ausgangssignal (10) zu liefern. Insbeson
dere weist die elektronische Regeleinrichtung (4) einen
Drucksignalzweig mit einem ersten Trigger oder Sollwertgeber
(12) und einem ersten Timer oder Zeitgeber (13) sowie einen
Durchfluß-Signalzweig mit einem Digital/Analog-Wandler (14)
und einem zweiten Trigger oder Sollwertgeber (15) auf, wobei
Drucksignalzweig und Durchflußsignalzweig im UND-Gatter
(16) einmünden, das seinerseits an einen zweiten Timer oder
Zeitgeber (17) sowie an einen Ausgangsverstärker (18) ange
schlossen ist, der das verknüpfte Ausgangssignal (10) schafft.
Dem UND-Gatter (16) ist ferner ein Differenzverstärker (19)
vorgeschaltet, der den Durchfluß-Istwert (20) mit dem Durch
fluß-Maximalwert (21) vergleicht, wobei das UND-Gatter den
Durchfluß-Istwert, jedoch maximal den Durchfluß-Maximalwert
empfängt.
Die pneumatische Stelleinrichtung (11) umfaßt insbesondere
ein elektromagnetisch betätigbares Steuerventil (22), dessen
Steueranschluß das verknüpfte Ausgangssignal (10) der elek
tronischen Regeleinrichtung (4) empfängt. Das Steuerventil
(22) schaltet bei einem Platzen eines Schlauches eine Druck
luftleitung (23) eines Druckluftspeichers (24) zu einem
Pneumatikzylinder (25) durch, um das Antriebsaggregat (2)
der Förderpumpe (3) mit Hilfe des Gaspedals (28) auf Null
zurückzustellen.
In Fig. 2 sind Förderdruck und Durchfluß beispielshalber
über die Zeit aufgetragen. Im Normalbetrieb sind Förder
druck und Durchflußmenge (l/min) konstant. Bei einem Schlauch
platzen zum Zeitpunkt t₁ fällt der Förderdruck rapide bis
zum Zeitpunkt t₂ ab, um anschließend wieder geringfügig
auf einen konstanten Wert anzusteigen. Zum Zeitpunkt t₂
nimmt die Durchflußmenge bis zu einem konstanten Maximal
wert zu. Die Verzögerungszeit tV = t₃ - t₂ ist im
ersten Zeitgeber (13) einstellbar. Dadurch bleiben geringwertige
Druck- oder Durchflußunterschiede unberücksichtigt, die
eine Fehlabstellung des Antriebsaggregats (2) auslösen könn
ten.
Es werden also zur Erfassung eines platzenden Schlauches
während eines Löschvorgangs Druck und Durchfluß stetig ge
messen. Ein Schlauchplatzen besteht immer dann, wenn ein
Druckabfall in einer vorgegebenen Zeit einer gewissen Größe
entspricht. Dieses Signal wird mit einer Zeitverzögerung
und zu einer UND-Verknüpfung mit dem Durchfluß ebenfalls
auf Zeit und Größe abgestimmt. Die Einstellungen können
aus jeweils gemessenen Diagrammen gemäß Fig. 2 entnommen
werden, die sich aus Druck und Durchfluß mit zeitlichem
Verlauf ergeben. Mit der UND-Verknüpfung schaltet man die
Kraftzufuhr (Antriebsaggregat) mittels Magnetventil und
Pneumatikzylinder oder bei elektronischer Druckregelung
mit elektrischem Signal ab, so daß von Hand oder mittels
Automatik erneut die Wasserförderung gestattet werden muß.
Ab einer bestimmten maximalen Mengenleistung der Pumpe (ein
stellbar an der elektronischen Steuerung) wird nur noch
der Druck zur Abschaltung abgefragt, da der Durchfluß in
dieser Betriebsart nicht mehr wesentlich ansteigen kann,
dafür aber der Druck sicher abfällt.
Die Feuerlöschpumpen-Antriebsregelung eignet sich für Feuer
lösch-Kreiselpumpen sowohl mit als auch ohne elektronische
Druckregelung.
Claims (6)
1. Feuerlöschpumpen-Antriebsregelung (1), mit einem Druck
aufnehmer (6) in der Pumpenförderleitung (5) zur Erfas
sung des Pumpenförderdrucks zwecks Regelung des Antriebs
aggregats (2) der Feuerlöschpumpe (3) durch eine Regel
einrichtung (4),
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Pumpenförderleitung (5) ein Durchflußmesser
(7) vorgesehen ist, dessen Ausgangssignal (9) in der
elektronischen Regeleinrichtung (4) mit dem Druckauf
nehmer-Ausgangssignal (8) verknüpft wird zu einem ver
knüpften Ausgangssignal (10) der elektronischen Regel
einrichtung (4), durch welches das Antriebsaggregat (2)
mittels einer Stelleinrichtung (11) auf Null gestellt
wird.
2. Feuerlöschpumpen-Antriebsregelung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektronische Regeleinrichtung (4) einen Druck
signalzweig mit einem ersten Sollwertgeber (12) und
einem ersten Zeitgeber (13) sowie einen Durchfluß-Signal
zweig mit einem Digital/Analog-Wandler (14) und einem
zweiten Sollwertgeber (15) umfaßt, wobei der Drucksignal
zweig und der Durchflußsignalzweig in einem UND-Gatter (16)
einmünden, das seinerseits an einen zweiten Zeitgeber
(17) sowie an einen Ausgangsverstärker (18) angeschlos
sen ist, der das verknüpfte Ausgangssignal (10) der
Stelleinrichtung (11) abgibt.
3. Feuerlöschpumpen-Antriebsregelung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das UND-Gatter (16) eingangsseitig an einen Differenz
verstärker (19) angeschlossen ist, der den Durchfluß-
Istwert (20) mit dem Durchfluß-Maximalwert (21) vergleicht,
wobei das UND-Gatter (16) den Durchfluß-Istwert (20),
jedoch maximal den Durchfluß-Maximalwert (21) empfängt.
4. Feuerlöschpumpen-Antriebsregelung nach einem der An
sprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß eine pneumatische Stellein
richtung (11) mit einem durch das verknüpfte Ausgangs
signal (10) betätigbaren Elektromagnet-Steuerventil (22)
vorgesehen ist, das eine Druckluftleitung (23) eines
Druckluftspeichers (24) zu einem Pneumatikzylinder (25)
durchschaltet, um das Antriebsaggregat (2) der Feuerlösch
pumpe (3) abzustellen.
5. Feuerlöschpumpen-Antriebsregelung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein elektrischer oder mechanischer Druckaufnehmer (6)
vorgesehen ist.
6. Feuerlöschpumpen-Antriebsregelung nach einem der An
sprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchflußmesser (7) ein in die Pumpenförderlei
tung (5) hineinreichendes Flügelrad ist, das induktiv
ein Durchfluß-Ausgangssignal (9) an den Digital/Analog-Wand
ler (14) der elektronischen Regeleinrichtung (4)
abgibt.
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