DE381991C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Anzeigen von schlagenden und matten Wettern - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Anzeigen von schlagenden und matten Wettern

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DE381991C
DE381991C DEF49622D DEF0049622D DE381991C DE 381991 C DE381991 C DE 381991C DE F49622 D DEF49622 D DE F49622D DE F0049622 D DEF0049622 D DE F0049622D DE 381991 C DE381991 C DE 381991C
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    • G01N33/0001Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00 by organoleptic means

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Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Anzeigen von schlagenden und matten Wettern. Die Erfindung tetrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Anzeigen von schlagenden und matten Wettern und besteht darin; daß diese durch den Geruchssinn wahrnehmbar we7den, indem durch :ihre Einwirkung ein Behälter mit einem sehr starken und auffallenden Riechstoff dem etwaigen Gasgehalt der Grubenluft entsprechend mehr oder weniger geöffnet wird. Dies wird z. B. dadurch erreicht, daß ein Diffusionsüber- oder -ünterdruck auf eine Kissenmembran einwirkt, die mit einem geeigneten,. in einem Beutel eingeschlossenen Riechstoff voll gefüllt ist und zwei feine Öffnungen hat, welche für gewöhnlich geschlossen sind, infolge eines Diffusionsdrucks aber weniger oder mehr flüchtige Teile des Riechstoffs austreten lassen. Die Vorrichtung ist daher sehr einfach, billig, dauerhaft, gegen Erschütterungen u. dgl.unempfindlich und zeigt schon einen geringen Gasbehalt der Grubenluft sehr sinnfällig an, weil schon bei einem geringen Diffusionsdruck so viel flüchtige Teile des Riechstoffs entweichen, daß ein deutlich wahrnehmbarer Geruch entsteht. Die Vorrichtung wirkt in, jeder ihr gegebenen Stellung und Lage.
  • In der Zeichnung ist in einem Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in Verbindung mit einer elektrischen Grubenlampe veranschaulicht.
  • Auf dem Schutzglas a der elektrischen Grubenlampe b ruht ein Glasbehälter c, der oben durch einen Deckel d aus Blech abgeschlossen wird. In dem Behälter c ist auf einem ringförmigen Vorsprung e luftdicht ein Diffusionskörper. fgelagert, der z. B. aus zwei oder mehreren übereinanderliegenden porösen Tonscheiben g mit Zwischenräumen h besteht, wodurch in an und für sich bekannter Weise der Diffusionsdruck stärker wird und länger andauert. jede Tonscheibe g hat eine kreisrunde l5ffriting. Durch die Öffnungen geht eine Röhre i, die an den Tonscheiben g luftdicht befestigt ist und in den Raum k, die Diffusionskammer, hineinragt. Die Röhre i trägt unten auf einem Ring il eine Kissenmembran 1, z. B. aus gefirnißtein Kautschuk. Die Membran 1 ist mit einem sehr kräftigen und auffallenden Riechstoff in prall gefüllt. Dieser ist zweckmäßig dickflüssig, breiig, teigig oder fein pulverförmig, damit er gar nicht oder nur wenig und schwer zusammendrückbar. aber leicht verschiebbar ist. Die linsenförmige hissenmembrati l besteht aus zwei Hälften 11 ttiid l=, die nach ihrer Füllung an den verstä,rkten und ebenen Rändern zusammengeklebt öder sonstwie vereinigt werden. Die' obere TIälfte Il hat an verstärkten Stellen bei n und o eine -feine runde Öffnung oder eine feine Spalte, iie für gewöhnlich infolge der Elastizität des Kautschuks luftdicht geschlossen sind. Statt der einfachen Offnungen können auch kleine @"entile o. dgl. vorgesehen sein. Auf den Rand fier Kissenmembran 1 drückt ein Rohr p, das oben mit seinem abgeschlossenen Ende gegen tlen Deckel d stößt. Dadurch wird die Membran l in ihrer Lage gesichert.
  • Die Grubenhift kann durch Öffnungen d in den Behälter c: und durch Öffnungen r auch in clie offene Kaininer, #iie Röhre p, eindringen. Durch die Öffnungen können auch die flüchtigen Teile des Riechstoffs nach außen hinziehen. Auf der. oberen Tonscheibe g liegt ein dicker Ring s aus Watte o. dgl., der Kohlentaub und Feuchtigkeit zurückhält, so daß sich der Diffusionskörper nicht verstopfen kann.., Ist die Grubenluft mit Grubengas gemischt, so drückt der in der Diffusionskammer k entstehende C1-erdruck die untere Meinbranhälfte 12 nach oben. Dieser Druck pflanzt sich auf die obere Meinbranhälfte h fort, so daß die lffnung bei n geöffnet wird und hier flüchtige Teile des Riechstoffs entweichen. Enthält die Grubenluft Kohlensäure, so wird die obere Meinbranhälfte h infolge des Unterdrucks in der Diffusionskammer h, nach unten gedrückt, wobei die Öffnung bei o geöffnet wird. Je größer der Gasgehalt der Grubenluft ist, desto mehr erweitern sich die Öffnungen, desto mehr flüchtige Teile des Riechstoffs entströmen und desto stärker wird der Geruch. Auch ganz geringe Gamengen werden angezeigt, weil schon bei einem geringen Druck so viel flüchtige Teile austreten. daß wegen des starken Riechstoffs ein deutlich wahrnehmbarer Geruch sich ausbreitet. Der Riechstoff m ist in einem Beutel eingeschlossen, damit nur die flüchtigen Teile, nicht aber der Riechstoff selbst in und (Itirch die Öffnungen treten, so daß sich fiese nicht zusetzen oder der Geruch zu lange <,nhält. Es können auchzweiKissenmeinbranen finit zwei verschiedenen Riechstoffen ange-or Inet sein, von denen der eine das Grubengas, der andere die Kohlensäure anzeigt, so ,aß man zum Feststellen der Gasart nicht zu i;eobachten braucht, ob die untere oder die obere Me:nbranhälfte abgeflacht ist. Das Beobachten der Membran 1 wird dadurch ermöglicht, claß an die 1TetallrQhren i und p, die einen raschen Temperaturausgleich zwischen der Außenluft und der Luft in der Diffusionskammer h vermitteln, unten kurze Glasröhren i2 und PI angesetzt sind.
  • Statt der Kissenmembran 1 kann auch jeder andere geeignete Behälter verwandt werden. Auf diese kann an Stelle des Diffusionsdrucks z. B. die Erwärmung und Ausdehnung von katalvtischen Körpern oder die Ausdehnung und der Druck von Wasserstoff aufnehmenden Stoffen einwirken. Die Difftisionskaminer 1z und die offene Kammer bei p können auch anders gestaltet sein und gebildet werden und anderswie zueinander liegen. Die Grubenluft kann nicht nur der oberen, sondern auch der unteren Tonscheibe g unmittelbar zugeführt werden, so daß das Gasanzeigen auch rasch erfolgen kann.

Claims (3)

  1. PATEN T-ANSPRV CHE: i. Vorrichtung zum selbsttätigen Anzeigen von schlagenden und matten Wettern, dadurch gekennzeichnet, daß diese durch den Geruchssinn wahrnehmbar gemacht werden, indem durch ihre Einwirkungen. ein Behälter, (l),. reit einem. sehr starken und auffallenden Riechstoff entsprechend dem Gasgehalt der Grubenluft weniger oder mehr geöffnet wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Kissenmembran (l) mit zwei feinen, für gewöhnlich geschlossnen öffnungen(n und o), die aber insolge eines Diffusionsdrucks auf die Membran (l) weniger oder mehr flüchtige Teile eines in einem Beutel eingeschlossenen und die Membran ganz ausfüllenden Riechstoffs (m) austreten lassen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kisseninembran (L), unten in einer senkrechten, die offene Kammer (p) bildenden Röhre (i) liegt, die durch zwei oder mehrere iil:ereinanderliegende bekannte poröse Tonscheiben (g) mit Zwischenräumen (h) luftdicht hindurchgeht.
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